Die Linke will ins Rote Rathaus. Ihre Palästina-LAG bevorzugt betreutes Regieren.

Instagram-Beitrag von Justus Dirks und der LAG Palästinasolidarität Berlin zum Wahlsieg der Linken
Justus Dirks und die LAG Palästinasolidarität Berlin fragen nach dem Wahlsieg, wie unabhängig die Palästina-Solidarität unter Regierungsverantwortung bleiben könne. (Screenshot: Instagram)

Die Linke hat Berlin gewonnen. Nun droht ihr das Schlimmste: Verantwortung. Ihre Palästina-LAG fragt deshalb vorsorglich, wie unabhängig man vom eigenen Wahlsieger bleiben kann – und ob SPD und Grüne politischen Druck ausüben.

Das klingt weniger nach Koalitionsverhandlungen als nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde, die schon vor Dienstantritt fertig ist.

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Die CDU und das System Amthor: Wenn das der Neuanfang sein soll …

Das Logo der CDU. Quelle Wikipedia, Linzenz: Gemeinfrei

Wie tief die CDU inzwischen in ihrer eigenen Führungskrise steckt, zeigt sich manchmal in einer einzigen Personalentscheidung. In Mecklenburg-Vorpommern ist es jetzt so weit. Die CDU fliegt erstmals in ihrer Geschichte aus dem Landtag, Landeschef Daniel Peters zieht die Konsequenzen und tritt zurück. Auch Generalsekretärin Katy Hoffmeister gibt ihr Amt ab. Und wer soll den Laden nun übergangsweise führen? Philipp Amthor. Ja, genau der.

Man muss sich diese Pointe wirklich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Nach einem historischen Absturz soll ausgerechnet jener Politiker den Neuanfang organisieren, dessen öffentliche Wirkung seit Jahren zwischen politischem Ehrgeiz, bewusster Selbstinszenierung und reichlich „Cringe“ pendelt. Frischer Wind sieht jedenfalls anders aus.

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Die Linke gewinnt Berlin: Regieren würde jetzt nur die Haltung versauen

Breiter Ausschnitt aus dem Instagram-Ergebnispost der Linken Neukölln: drei gewonnene Wahlkreise und vier Abgeordnete im Abgeordnetenhaus.
Der Neuköllner Bezirksverband der Berliner Linkspartei feiert drei Direktmandate und vier Abgeordnete. (Screenshot, Ausschnitt: Instagram / dielinke.neukoelln, 21. September 2026)

Die Linke hat Berlin gewonnen. Teile ihres politischen Nachwuchses feiern das Ergebnis mit einer bemerkenswerten Forderung: Opposition.

Andere nehmen den eigenen Fraktionsvorsitzenden ins Visier. Und in Neukölln wird der Wahlerfolg bereits als Sieg über „Hetze“ präsentiert. Vier Beobachtungen vom Wahlabend und dem Tag danach.

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Heute wählt Berlin: Die Palästina-LAG setzt auf Druck gegen „ranghohe Kader“ der Linkspartei

Karikatur: Der Wahlkampfwagen der Linken Berlin wird in unterschiedliche Richtungen gelenkt. Eine fiktive Figur ruft: Alles auf Linie!
„Alles auf Linie!“ (Illustration zum Berliner Wahlkampf der Linken. KI-generiert mit OpenAI nach einer Textvorgabe der Ruhrbarone; ohne fotografische Vorlage. Die Figuren sind fiktiv.)

Kurz vor der heutigen Berlin-Wahl am 20. September 2026 hat die LAG Palästinasolidarität der Partei Die Linke Berlin ihre Prioritäten noch einmal sehr ordentlich sortiert. Sie empfiehlt fünf Kandidatinnen, mit denen sie nach eigenen Angaben gemeinsam in der Palästina-Solidaritätsbewegung aktiv ist.

Kritische Berichterstattung erklärt sie zum Versuch „des Systems“, Stimmen zum Schweigen zu bringen. Und auf demselben Instagram-Profil steht ein Aufruf des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees. Der Berliner Verfassungsschutz zählt das VPNK zu den prägenden Akteuren der verfassungsschutzrelevanten anti-israelischen Szene.

Der Wahlkampf endete also, wie er in den vergangenen Wochen gelaufen war: Die Berliner Parteispitze wirbt um das Rote Rathaus. Ein Teil der eigenen Partei liefert parallel das Material für die nächste Distanzierung.

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Die Linke Berlin: Spitzel-Vorwürfe gegen die WELT, neue Sticker und der Kampf um die Macht

„Springer setzt Spitzel-Methoden im Berliner Wahlkampf ein“. Screenshot des gemeinsamen Instagram-Beitrags mit der LAG Palästinasolidarität Berlin vom 16. September 2026. (Screenshot: Instagram)

Das Beziehungsgeflecht der Berliner Linkspartei erinnert inzwischen an Game of Thrones. Dabei geht es nicht nur um die richtige Kommunikation, sondern um politische Positionen und die Frage, wo die Partei Grenzen zieht. Beim Umgang mit Israel und Antisemitismusvorwürfen verlaufen die Konfliktlinien mitten durch die eigenen Reihen.

Auslöser des aktuellen Streits war der Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neukölln. Dort fielen die Parolen „Yalla Yalla Intifada“ und „Death to the IDF“. Spitzenkandidatin Elif Eralp verurteilte den Auftritt und forderte Konsequenzen. Aus dem Neuköllner Bezirksverband und der Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität kam dagegen Unterstützung für den Rapper.

Inzwischen erhebt die LAG auch Vorwürfe gegen den Springer-Verlag und verwechselt dabei „Spitzelmethoden“ mit Recherche: Man muss schließlich von Hamas-Nähe und der Teilnahme eines radikalen Aktivisten, der aus der Linkspartei ausgeschlossen wurde, an einer Veranstaltung der LAG „Palästinasolidarität“ ablenken.

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Die Linke Berlin: Feind, Todfeind, Parteifreund

Politische Karikatur: Elif Eralp als Cäsar, umringt von symbolischen Parteifreunden mit Dolchen. An der Wand der Berliner Bär. Sprechblase: Auch du, Genossin?
Auch du, Genossin?“ (KI-generierte Karikatur: Ruhrbarone – Fotovorlage Elif Eralp: Sandro Halank / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Karikatur ebenfalls CC BY-SA 4.0)

Die Linke Neukölln will die CDU schlagen. Die Neuköllner Linken-Kandidatin Vedi Emde und die Palästina-LAG der Linkspartei erklären derweil, unter welchen Bedingungen sie lieber in der Opposition bleiben. Als Eralp-Unterstützerin Daniela Sepehri widerspricht, wird es persönlich.

Für die Beschäftigung mit politischen Gegnern bleibt bei so viel innerer Solidarität kaum noch Zeit.

Linkspartei-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat eine beruhigende Erklärung für den Streit um ihre Regierungspläne. Im ntv-Interview vom 14. September 2026 sagt sie: „Einzelstimmen kann man vernachlässigen.“ Die große Mehrheit ihrer Partei stehe hinter ihr.

In den Kommentarspalten haben diese Einzelstimmen allerdings erstaunlich viele Einwände gegen den Einzug ihrer Partei in den nächsten Berliner Senat.

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Merz entdeckt plötzlich die Zapfsäule – zu spät für die Rettung?

Friedrich Merz, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Für Friedrich Merz und seine schwarz-rote Koalition wird es langsam ungemütlich. Sehr ungemütlich sogar. Die Umfragewerte der Union rauschen nach unten, die Stimmung im Land bleibt mies und inzwischen werden sogar erste Rücktrittsforderungen gegen den Kanzler laut. Und ausgerechnet jetzt entdeckt Merz ein Thema wieder, das seine Regierung über Wochen erstaunlich konsequent ignoriert hat: die explodierenden Spritpreise.

Nun kündigt der Kanzler an, man werde auf „Preistreiberei reagieren“. Ein konkretes Instrument gibt es allerdings noch nicht. Man werde „sehr bald“ einen Vorschlag vorlegen. Das klingt weniger nach durchdachter Politik als nach hektischer Suche nach einem politischen Rettungsring.

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Die Linke Berlin: Elif Eralp entdeckt die Müllabfuhr

Elif Eralp bei einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses
Elif Eralp bei einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Foto: Sandro Halank / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (Hintergrund seitlich KI-gestützt erweitert; Format angepasst)

Elif Eralp will Berlin verändern. Zum Auftakt verspricht die Spitzenkandidatin der Linken unter anderem einen kostenlosen Sperrmülltag.

Die Berliner Stadtreinigung dürfte erleichtert sein: Was sie längst anbietet, hat jetzt auch eine Bürgermeisterkandidatin entdeckt. Beim politischen Hintergrund ihrer Gesprächspartnerinnen wäre dieser Entdeckerdrang ebenfalls angebracht. Am besten vor dem gemeinsamen Wahlkampfvideo.

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Woche(n) der Kanzlerdämmerung in Deutschland?

Friedrich Merz, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Wer gedacht hätte, die Endphase der Ampel-Koalition habe in Deutschland bereits den absoluten Tiefpunkt politischer Stimmung erreicht, erlebt in diesen Tagen offenbar eine Art Déjà-vu – nur diesmal mit Friedrich Merz im Kanzleramt. Was sich derzeit rund um die Bundesregierung abspielt, wirkt zunehmend wie eine politische Vorstufe zum offenen Machtkampf.

Gut eine Woche nach dem desaströsen Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und nur wenige Tage vor den Abstimmungen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ziehen über dem Kanzleramt jedenfalls ziemlich dunkle Wolken auf. Und diesmal wird nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen, ob der Kanzler noch die Kurve bekommt. Inzwischen wird ganz offen darüber spekuliert, ob Merz überhaupt noch lange Kanzler bleibt.

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