„Islamo-Gauchismus“: Hannah Bruns hat gesprochen. Die Partei möge gehorchen.

Hannah Bruns im Interview bei 99 ZU EINS.
Hannah Bruns bei 99 ZU EINS, Archivaufnahme. (Screenshot: YouTube)

Die Berliner Linke hat aktuell noch genug mit ihren eigenen Konflikten ( Die Linke in Berlin-Neukölln plant den Koalitionsbruch. Die Koalition fehlt noch.) zu tun. Hannah Bruns liefert ihr am Morgen des Landesparteitags einen zusätzlichen Arbeitsauftrag: Die Partei soll eine von ihr als rassistisch bezeichnete Kampagne bekämpfen. Die Berliner Palästina-LAG und die Bundesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität veröffentlichen die Forderung gleich mit.

Rückendeckung lässt sich offenbar schneller organisieren als eine politische Klärung.

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Die Linke in Berlin-Neukölln plant den Koalitionsbruch. Die Koalition fehlt noch.

Das Rote Rathaus in Berlin mit Uhrturm und Berliner Flagge.
Das Rote Rathaus: Einziehen möchte die Parteispitze. Die Bedingungen schreiben andere mit. (Archivfoto: Peter Ansmann)

Um 10 Uhr beginnt an diesem Samstag, dem 31. Oktober 2026, in Berlin der Parteitag der Linken. Noch eine halbe Stunde (bei Veröffentlichung dieses Beitrags) bis zur nächsten Übung im geschlossenen Auftreten. Die Linke in Neukölln hat vorsorglich schon aufgeschrieben, unter welchen Bedingungen die noch gar nicht gebildete Koalition wieder beendet werden soll.

Die Berliner Linksjugend möchte derweil den vorgesehenen Mitgliederentscheid über einen Koalitionsvertrag durch eine Parteitagsabstimmung ersetzen.

Für einen Vormittag, an dem Regierungsfähigkeit vorgeführt werden soll, ist das ein ordentliches Programm.

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Die Linke in Berlin-Neukölln: Solidarität für Ibrahim. Für Eralp gibt’s Gegenwind.

Elif Eralp im Berliner Abgeordnetenhaus
Elif Eralp im Berliner Abgeordnetenhaus. (Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Hintergrund seitlich KI-gestützt erweitert, Format angepasst)

Die Palästina-AG der Linken in Neukölln hat ihre Solidarität verteilt. Für die eigene Parteispitze bleibt der Protest. Am Freitagabend um 18:35 Uhr verbreitet die AG der Linken erneut einen Aufruf, der der Führung vorwirft, sich „rassistischer Hetze“ zu beugen.

Der bereits am 29. Oktober um 19:22 Uhr veröffentlichte Instagram-Beitrag verteidigt Ibrahim Ibrahim und stellt Eralps Angst infrage.

Dort heißt es außerdem: „Der rechtsextreme Verfassungsschutz ist keine seriöse Quelle“. Die Spitzenkandidatin soll laut BILD mit Personenschutz zum Parteitag der Linkspartei Berlin am 31. Oktober 2026 kommen. Die politische Fürsorge der AG gilt an diesem Abend erkennbar anderen.

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Die Linke im Eralptraum: Schuld ist der böse Wecker

Elif Eralp bei der konstituierenden Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses am 29. Oktober 2026
Elif Eralp bei der konstituierenden Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses am 29. Oktober 2026. (Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Hintergrund seitlich KI-gestützt erweitert, Format auf 1200 × 630 Pixel angepasst)

Die Linke hat am Donnerstag einen Gegner gefunden, gegen den sie sich erstaunlich unerschrocken wehrt: Das Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Bodo Ramelow schickt Elif Eralp ein Herzchen, die Parteispitze stellt sich vor ihre Familie. Der Brandenburger Landesvorstand diagnostiziert Sexismus. Das alles beantwortet allerdings noch nicht die unangenehmere Frage: Was folgt politisch aus den Zuständen, über die nun alle reden?

Am 29. Oktober 2026 lässt sich auf X besichtigen, wie aus Fragen an die Berliner Linke Vorwürfe gegen die Berichterstattung werden. Ramelow veröffentlicht „Yes she can!“, garniert mit Herz und Sonnenbrillen-Emoji. Dazu ein Bild Eralps und sein Urteil: Sie verfüge über die Eigenschaften, die eine Regierende Bürgermeisterin brauche. Die Prüfung ist bestanden. Das Prüfprotokoll besteht aus einem Sharepic.

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Das Spiel der Berliner Linkspartei mit dem Feuer

 

Elif Eralp. Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Elif Eralp. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Interne Anmerkungen aus dem Büro der Berliner Linkspartei-Spitzenkandidatin Elif Eralp werfen Fragen über den Umgang der Partei mit israelfeindlichen Aktivisten und Hamas-Sympathisanten auf. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie Bündnisse zwischen linken Kräften und Islamisten in der Vergangenheit geendet sind: Die Islamisten schalteten ihre einstigen linken Verbündeten aus, sobald diese ihren politischen Zielen im Weg standen.

Gestern veröffentlichte der Spiegel eine Titelstory, in der es darum geht, dass das Büro der Spitzenkandidatin der Berliner Linkspartei, Elif Eralp, versehentlich eine Korrekturfassung eines Interviews an die Redaktion zurücksandte, in der interne Kommentare und Notizen enthalten waren, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.

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Elif Eralp und die Linke Berlin: Warnungen entsorgt, Bündnispartner behalten

Elif Eralp bei einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses
Elif Eralp bei einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. (Foto: Sandro Halank / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0,Hintergrund seitlich KI-gestützt erweitert, Format angepasst)

Die Neuköllner Linke hatte das Problem mit dem Hamas-Umfeld schon im August 2025 ausgesprochen elegant gelöst: Sie erklärte die Warnung des Verfassungsschutzes für unglaubwürdig. Der Bündnispartner durfte bleiben, die Kritik konnte weg. Gut ein Jahr später berichtet der SPIEGEL über Elif Eralps Angst vor Leuten mit Hamas-Kontakten. Vielleicht hätte man die damalige Entwarnung auch mit ihr abstimmen sollen.

Die SPIEGEL-Recherche macht öffentlich, was Eralp in internen Anmerkungen zu einem Interview über ihre Sicherheitsbedenken schrieb. Es ging unter anderem um Ibrahim Ibrahim, einen führenden Vertreter des Vereinigten

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Berlin: Die SPD bekommt ihre Warnungen jetzt auch zum Mitnehmen

Anke Rehlinger beim Fototermin nach Hart aber fair; der Studiohintergrund wurde für das Breitformat mit KI erweitert.
Anke Rehlinger beim Fototermin nach „Hart aber fair“ in Köln, 10. März 2025. (Archivfoto: © Raimond Spekking / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; für das Breitformat mit KI erweitert. Bearbeitung unter derselben Lizenz.)

Die Berliner SPD arbeitet an einer Koalition, für deren mögliche Beerdigung schon erstaunlich viele Unterlagen vorliegen. Die eigene Bundesvize erklärt im Fernsehen, weshalb sie unter diesen Bedingungen nicht mit der Linken verhandeln würde. Deren Palästina-Gruppen stellen unterdessen Flugblätter gegen den Koalitionskurs zur Abholung bereit. Wer später behaupten möchte, von alldem nichts gewusst zu haben, sollte spätestens jetzt das Lesen einstellen.

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Bundespräsident gesucht: Warum eigentlich unbedingt eine Frau?

Hape Kerkeling; Foto: Peter Ansmann
Hape Kerkeling; Foto: Peter Ansmann

Seit Wochen wabert durch Berlin die Diskussion über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier. In einem Punkt scheinen sich viele führende Politiker bereits einig zu sein: Diesmal soll eine Frau ins Schloss Bellevue einziehen. Unions-Fraktionschef Thorsten Frei findet das ebenfalls gut, obwohl er Quotendiskussionen eigentlich wenig abgewinnen kann. Ja, was denn nun? Mich beschleicht bei dieser Debatte zunehmend das Gefühl, dass in Berlin die falschen Fragen gestellt werden.

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Gen Z regelt: Die Revolution sucht ihre Verantwortlichen

Teilnehmer einer historischen Nachstellung des russischen Bürgerkriegs in Kruty, Ukraine, am 1. Februar 2008.
Nachstellung des russischen Bürgerkriegs von 1918 in Kruty (Ukraine), aufgenommen am 1. Februar 2008. Symbolbild zum großen historischen Vergleich. (Foto: Sergey Kamshylin / Shutterstock.com)

Die Linke mobilisiert für den 31. Oktober. Bei „Gen Z regelt“ steigen unterdessen Beteiligte aus: Der bisherige Sprecher bezweifelt den friedlichen Rahmen, Berliner Unterstützer fühlen sich mit der Verantwortung nicht wohl. Auf die Straße sollen möglichst viele. Wer dort wofür geradesteht, scheint die weniger zugkräftige Kampagne zu sein.

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Volker Beck: „Besser ein Ende mit Schrecken als eine Emde ohne Ende“

Volker Beck, fotografiert von Peter Ansmann.
Volker Beck findet für die Berliner Vertagung die treffendste Bezeichnung: Emde ohne Ende. (Archivfoto: Peter Ansmann)

Die Berliner Linke möchte eine Stadt regieren. Vorerst verwaltet sie die Frage, mit wem sie überhaupt zusammenarbeiten kann. Nach den Beratungen vom 27. Oktober 2026 sieht die Fraktionsspitze weiterhin keine gemeinsame Arbeitsgrundlage mit Vanessa „Vedi“ Emde. Die Entscheidung über ihren Verbleib bleibt offen. Für unhaltbare Zustände gibt es offenbar ausreichend Sitzgelegenheiten.

Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, kommentiert diese Berliner Hängepartie mit trockenem Spott.

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