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Das Problem mit den Gänsereitern und ihren Gegnern

Gänsereiter in Wattenscheid Foto: CA_Rotwang Lizenz: CC Quelle: Wikipedia

In Bochum Wattenscheid werden Reiter aus zwei Vereinen an Rosenmontag wieder versuchen Gänsen den Kopf abzureißen. Wie jedes Jahr wird es dagegen Protest geben.

Ja, so ist Wattenscheid. Während sich die Rheinländer im Karneval redlich um die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten mühen, mag es der Wattenscheider etwas rustikaler: Auf einem Pferd reitend versuchen die Mitglieder zweier Vereine toten Gänsen den Kopf abzureißen. Das mag ein alter Brauch sein, aber ist trotzdem stil- und geschmacklos. Als ich Mitte der 90er nach Bochum zog fand ich das Treiben in Wattenscheid sehr befremdlich und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Irgendwelche rotgesichtigen Vereinsmeier, die starr auf ihren Traditionen beharren – das mag ich nicht.

Mein Problem: Ich mag auch keine Tierrechtsaktivisten, die gegen solche Vereinsmeier protestieren. Was sie jedes Jahr in Wattenscheid tun. Die meisten die ich kenne sind Hysteriker. Im schlimmsten Fall vergleichen sie Hühnerställe mit Konzentrationslagern. Im nicht schlimmsten Fall nennen sie jeden Leberwurstesser einen Mörder.

Gänse, die mag ich. Sie gehören, kross gebraten und mit Rotkraut und Klößen, zur Vorweihnachtszeit. Von da an ist mir der Vorwurf, die Gänsereiter würden Tiere nur zum Spaß töten, eher befremdlich: Auch ein Gänseessen macht Spaß und da ich mal davon ausgehe, dass ich bislang keine Suizid-Gans auf dem Teller hatte, wurde das Viech zu meiner Unterhaltung getötet. Kann ich mit leben. Die Gans zugegebenermassen nicht.

Am Montag werden sich also zwei Gruppen, die ich nicht ausstehen kann,  in einem Stadtteil, den ich nicht mag, gegenüberstehen: Gänsekopfabreißer und Hippies. Und das in Wattenscheid. Wie gut dass es eigentlich keinen vernünftigen Grund gibt, dahin zu fahren. Auch Rosenmontag nicht. Kann man das Boykott nennen? OK. Ich boykottiere also das Gänsereiten und den Anti-Gänsereiter-Protest. Und freue mich schon jetzt auf die Martinsgans.

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36 Kommentare zu “Das Problem mit den Gänsereitern und ihren Gegnern

  • #1
  • #2
    Katharina

    Töten, um der Unterhaltung willen.
    Das kann es nur bei Menschen geben,
    angeblich die Krönung der Schöpfung.
    Da kommen mir gerade Zweifel.

  • #3
    DAMerrick

    Die Gänse sindschon Tod, also was soll’s?! Die Pferde stört es genausowenig wie mich, es kommt keiner zu schaden und einen Psychologisch positiven Effekt hat es auch – Die Reiter können sich austoben.

    Ich persönlich finde dieses Verhalten nicht befremdlicher als Männern als Altweiber den Schlips abzuschneiden, Polo zu spielen oder den Tag zu feiern an dem ein Xbiebiges Baby geboren wurde, nur weil es in einem alten Buch steht.

    In dem Sinne kann ich mich nur wiederholen: Was soll’s, Wems Spaß macht. Mich stört das so viel wie die gerittenen Gäule.

  • #4
    O. Mertens

    Also ehrlich gesagt glaub ich das nicht; Katharina. Hast Du schon mal gesehen, wie Katzen Mäuse zur Strecke bringen?

  • #5
    Michael

    “Die meisten die ich kenne sind HYSTERIKER. Im SCHLIMMSTEN Fall vergleichen sie Hühnerställe mit KONZENTRATIONSLAGERN. Im nicht SCHLIMMSTEN Fall nennen sie jeden Leberwurstesser einen MÖRDER.”

    Feinsinnig mal eben aus der Hüfte einen Schwall negativ konnotierten Vokabulars abgefeuert und schon düst dem Rezipienten sogleich ein Aversionsschauer gegen dieses abnorme Gesindel durch die Magengegend und lässt ihn zur Beruhigung sogleich herzhaft in seine Fleischwurst beißen.

    Ein echter Laurin

  • #6
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Michael: Solange es eine Fleischwurst mit Knoblauch ist…

  • #7
    Michael

    @ Stefan: Natürlich, die nötige Würze.
    Die darf bei dir weder auf dem Teller noch bei derlei Beiträgen fehlen.
    So schließt sich dann der Kreis.

  • #8
    Matthes

    Ich würde auch nicht auf die Straße gehen, um die Würde toter Gänse zu verteidigen. Um das Verhältnis der “Hippies” zu den “Traditionalisten” zu verstehen, schadet es aber nicht, zu wissen, dass das “Spektakel” noch gar nicht so lange, erst auf Druck der “Hippies” und natürlich gegen schärfsten Protest der “Traditionalisten” mit TOTEN Gänsen veranstaltet wird. Und um das, was da vorher passierte, mehr als nur befremdlich zu finden, muss man hoffentlich kein Hippie sein.

  • #9
    Matthes

    Hmpf, wenn man dem Wikipedia-Eintrag glauben darf, werden in Wattenscheid seit 1806 keine lebenden Gänse mehr zu Tode gequält. Dann hab’ ich das wohl mit der spanischen oder belgischen Veranstaltung durcheinander gebracht und leiste hiermit Abbitte.

  • #10
    Helmut Junge

    Ich glaub, dem Stefan geht es nur um “rotgesichtige Vereinsmeier, die starr auf ihren Traditionen beharren”. Die mag er nicht.
    Wenn die mit Holzlatten auf einen Strohsack eindreschen würden, wäre es auch nicht gut.
    Die Gänse sind nur Vorwand.
    Wenn die Vereinsmeier wenigstens nicht sichtbar unter Bluthochdruck litten.
    Aber schön, daß er immer Themen findet, die geeignet sind, seine Leser so richtig in Fahrt zu bringen. Das wiederum bringt mich zum Schmunzeln, was blutdrucksenkend wirkt, bei mir.

  • #11
    Mechi

    Hallo,

    volle Zustimmung was die Abneigung gegen Hippies und Gänsereiter angeht.
    Ich sehe das Problem beim Gänsereiten auch mehr darin, dass sich unter den
    Traditionalisten auch immer wieder Nazis tummeln.
    Die Bochumer NPD hat Beispielsweise vor wenigen Tagen eine Mitteilung veröffentlicht in der sich für das Gänsereiten ausspricht. Auch die Anwesenheit von Neonazis beim Gänsereiten wurde immer wieder dokumentiert.

    Hier zum Beispiel:
    http://de.indymedia.org/2006/02/140176.shtml
    http://www.tierrechtsnetz.de/brauchtum/nazis%20beim%20gaensereiten.htm

    P.S. @Stefan: Schau dir diesen Vorfall doch mal an, in der Presse und bei den Polizeimeldungen findet sich davon bislang nichts…
    http://de.indymedia.org/2011/02/301430.shtml

  • #12
    haffi59

    Hier geht es um den Respekt vor der Kreatur, auch wenn sie schon tot ist. Da wird mir einfach schlecht, wenn irgendwelche Vereinsmeier auf ihren Gäulen durch die Gegend reiten und Gänseköpfe abreissen und das noch Tradition nennen. Ich bezeichne mich auch als Tierschützer, bin aber sicher kein Hysteriker. Schade ist, dass du alle in eine Schublade presst. Und manche Hühnerställe sehen schlimmer aus, als Konzentrationslager. Da kann der Vergleich schon passen. Niemand kommt auf die Idee, einen Toten in einen Baum zu hängen und ihm die Arme abzureissen. Das wäre ethisch nicht vertretbar. Bei Tieren ist das egal. Armes Wattenscheid.

  • #13
    Michael Kolb

    Tscha, moderne Zeiten… und ich dachte, es gäbe für alles eine app…

  • #14
    Michael

    “Und manche Hühnerställe sehen schlimmer aus, als Konzentrationslager. ”

    ZACK! In die Patterson/peta-Falle getappt.

    Selbst aus einer antispeziesistischen Perspektive heraus muss als Mittel der Vergleichbarkeit die Heranziehung des Begriffs “Konzentrationslager” aufgrund des automatischen Gedankensprungs hin zum Holocaust, bei dem es sich verbittet Vergleiche in jedwede Richtung zu unternehmen, unterlassen werden.
    Das ist kontraproduktiv.

  • #15
    Arnold Voß

    @ Michael Kolb @ Haffi59

    Für die Menschen wurde aus diesem Grunde die Guillotine erfunden. Vielleicht kann man ja sowas auch für die Wattenscheider Gänse entwickeln.

    http://www.welt.de/kultur/article3016219/Die-Guillotine-ein-Fortschritt-fuer-die-Menschheit.html

  • #16
    Ede Zimmermann

    Huah,

    ich bin erst vor kurzem ins Ruhrgebiet gezogen und fand die Leute hier bisher relativ normal. Jetzt bin ich zum erstenmal auf das Gänsereiten aufmerksam geworden und überrascht.
    Den Tierschutzaspekt mal beiseite, finde ich es erheblich grenzwertig mit Leuten in einer Nachbarschaft zu wohnen, die es spaßig finden Tieren den Kopf anzureißen.
    Was machen die sonst so in ihrer Freizeit?

  • #17
    Helmut Junge

    @Ede Zimmermann,
    “Was machen die sonst so in ihrer Freizeit?”
    Wir sind uns da doch einig, daß das reine Ersatzhandlungen sind?
    Oder nur Training?

  • #18
  • #19
    Katharina

    zu 3 DAMerrick

    Die Gänse sind schon tot. Wie tröstlich für die Gänse.

    Wurden sie nicht speziell für diese Gaudi getötet ,also tot,

    damit der Mensch sich amüsieren kann. Prächtig.

    Habe nie das “Moor-Huhn-Spiel” gespielt.

    Habe immer gesagt, aus Hühnern werden irgendwann Menschen.
    (ist das nicht doppeldeutig?)

    Und diese grausamen Tötungsspiele gibt es ja jetzt zuhauf.

    Der Mensch steigert sich.

    Was im Spiel anfängt, will er irgendwann mal realistisch erleben, live.

    Ich Spielverderber halte jetzt die Finger still.

  • #20
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Katharina: Ich fand Moorhuhn auch immer öde. Quake und Doom haben gerockt!

  • #21
    Katharina

    Bin etwas hinterwäldlerisch, kenne Quake und Doom nicht.
    Habe ich jetzt was verpaßt? Bildungslücke?!?

    Im Übrigen, bei Männern den Schlips abschneiden finde ich ööödddee.

    Wie sagt man denn in Wattenscheid bei den schneidigen Männern, die toten Tieren den Kopf abreißen ? HELAU

  • #22
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Katharina: Quake und Doom waren in ihrer guten Zeit DIE SYMBOLE für familiengerechte Unterhaltung auf dem Computer.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Quake_(Spieleserie)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Doom

  • #23
    Helmut Junge

    Wird dem Huhn
    man nichts tun?
    Quelle:aus Christian Morgenstern: Das Huhn

  • #24
    Katharina

    Vielen Dank Stefan, das ist nett.

    -nicht vom pferd fallen- allaf – Katharina

  • #25
  • #26
    Erika

    seit wann ist Essen Spielzeug und zur Erheiterung da?

    der Artikel ist reine Verachtung gegen alles… 🙁

  • Pingback: Links anne Ruhr (02.03.2011) » Pottblog

  • #28
    Axel Weiss

    Selbst nach dem für Wattenscheid so kläglich verlaufenem Kulturhauptstadtjahr muss der Ort das Gefühl haben, nicht gemocht zu werden – es geht dieses aus manchem, was hier geschrieben wurde, hervor.

    Wer aber die Tatsachen und das vorliegende, authentische Material kennt, der weiß, mit welchem Streich Wattenscheid seinerzeit zu Bochum gezwungen wurde.
    Es ist nachvollziehbar, dass sie sich daher in Wattenscheid liebgewordenes Brauchtum – ein Stück kultureller Identität – nicht von ein paar Schmuddelkindern vom Bauwagenplatz verbieten lassen wollen.
    Freilich, dabei geht es manchmal zur Sache! Nur: Wer nicht die Bereitschaft zu ein bisschen Kernigkeit aufbringen kann, ist in Westfalen ohnehin nicht am rechten Fleck; dass das so ist, sehen wir ja anhand der Dokumentationen der Wattenscheider Schule (Nomen est Omen): in musterhafter Art haben sie uns die nicht für jeden leicht zu verkraftende Originalität von Haltern und Borgentreich nahe gebracht.

    Aus eigener Anschauung kann ich sagen: Wattenscheid ist schön, gegenüber des Bahnhofs befindet sich ein seltenes Stück „Heiliger-Hain-Architektur“ im Ruhrgebiet, mit Ruhr-Antiquaria besitzt der Ort ein international geschätztes Treffen für Leseratten und Büchernarren, von deren Seite man bisher noch nie etwas gegen das Gänsereiten vernommen hat. „Leben und leben lassen“, fürwahr wurde dieses Motto, welches zugleich als das westfälische Credo schlechthin gelten mag, in Wattenscheid geboren und nirgendwo sonst!
    Viel Gutes ließe sich auch noch über die Innenstadt von Wattenscheid sagen, aber ich kann nur jedem den Rat geben: selber hinfahren, am besten mit der Tram von Gelsenkirchen, die an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.
    Pro Wattenscheid!

  • #29
    Helmut Junge

    @Erika (26),

    Meiner Einschätzung nach beschränkt sich das Wesen einer Gans nicht darauf, daß sie “Essen” ist.
    Wenn ich es darauf anlege, ist das eine Ansicht, die selbst von Verachtung gegenüber Lebewesen zeugt, allerdings auf einer anderen Ebene, als die, die Sie kritisieren. Erika, Sie sitzen im Glashaus.

  • #30
    Ben

    @11 (Mechi): Natürlich instrumentalisieren Rechte sowas für sich – ist ja auch ein ideales Thema, da hier durch den Zeitgeist (um das unsäglich bescheuerte “political correctness” zu vermeiden) eine Tradition verboten oder verändert werden soll. Trotzdem sehe ich hier – als regelmäßiger Besucher des Gänsereitens – kein Problem mit Rechten. Die halten sich nämlich meist in der Nähe der Demonstranten auf und machen damit ihr eigentlichen Ansinnen deutlich, nämlich Krawalle.

  • #31
    Olaf

    Was/wie würden Menschen wohl argumentieren wenn Aliens, mal angenommen, den Menschen in jeder Hinsicht überlegen die Erde “erobern” und Menschen zum Verzehr züchten und Mästen, ihre Leichen an den Füßen in Bäume hängen und diesen Leichen den Kopf zur Belustigung abtrennen?

  • #32
    Ben

    @Olaf: Ob man mich einäschert, verbuddelt, mich verspeist. mich bei Gunter von Hagens ausstellt, meinen Körper für Organspenden plündert oder mir den Kopf abreisst ist mir so völlig wayne – ich bin tot, was schert es mich?

  • #33
    Olaf

    @Ben ja, was schert es dich. Kann ich nachvollziehen.
    Nur, die Gänse, eh, die Menschen würden nicht eines natürlichen Todes sterben. Und zu tode gestreichelt werden die Menschen, die verspeist werden sollen, auch nicht.
    Zwischen dem, vielleicht, guten Leben auf dem (Bio-)Bauernhof und dem einäschern, verbuddeln, verspeisen, bei Gunter von Hagens ausgestellt werden, dem Körper für Organspenden plündern oder den Kopf abreissen kommt noch ein Zwischenschritt.

    Das töten, auch schlachten genannt, wird gerne ausgelassen und vergessen beim Einkauf an der Fleisch- und Wursttheke.

    Einfach mal die Aussagen von z.B. http://www.toennies.de mit der Realitätabgleichen. Was z.B. genau passiert in “der neuen Tandembetäubungsanlage im Backloaderverfahren”?
    Zum Vergleich mag man dann noch http://www.thoenes-natur-verbund.de/index.php?page=schlachth-wachtendonk betrachten.

  • #34
    Michael Kolb

    Bis zu den Kommentaren 31 und 32 haben mich die Gänse ziemlich unberührt gelassen, ich mag sie nicht sonderlich, weder als Braten, noch als Füllung für Kissen oder Decken, egal!
    Wie wir Menschen auf Aliens reagieren würden, die uns aus Tradition den Kopf abreissen? Nun, ich denke, wir würden den Aliens gar nicht erst die Gelegenheit geben, aus dem Abreissen den Kopfes eine Tradition werden zu lassen. Wahrscheinlich würden wir nach dem ersten Menschen- oder Wattenscheider-Reiten zu massiven Gegenmaßnahmen aufrufen, was ich auch ziemlich in Ordnung finden würde. Ansonsten hätten wir hier ja den Planet der Gänse und ich bin mir nicht sicher wer sich finden würde, die Rolle von Heston zu übernehmen (inklusive der anschließenden Mitgliedschaft in der NRA… woran die Revolte wahrscheinlich scheitern würde).

  • #35
    Katharina

    Wie Tiere rein aus wirtschaftlichen Gründen, für den Mammon, gemästet und geschlachtet werden, ist ja mittlerweile bekannt, oder nicht?
    Tieren Tiermehl zum Fressen reichen ist pervers. Soll ja angeblich vorbei sein?
    Diese widerlichen Tierquälereien aus der Massentierhaltung entsprechen weder der Natur, noch unserem Schöpfungsanspruch und sind ungesund
    für den Menschen, man denke z.B. nur an Antibiotikum.
    Wenn nun Aliens -wer auch immer- genauso mit uns Menschen umgehen, kann
    uns das nur klarmachen, welche Grausamkeiten hier stattfinden.
    Kein Respekt vor der Natur und vor der Schöpfung, kein Respekt vor den Tieren.
    Die Überproduktion ist vollkommen überflüssig. In den Läden bleibt soviel liegen, weil gar nicht soviel Fleisch gegessen werden kann. Dann wird es vernichtet. Wohin damit? Ein Teil zur Tafel, ich weiß. Aber auch da bleibt viel übrig.
    Brauchen die Menschen jeden Tag Fleisch ? Schmeckt das Massentierfleisch ?
    Wenn schon nicht aus Liebe oder Achtung vor den Tieren, dann aber wohl im eigenen Interesse, müssen diese Formen der Ausbeutung und Missachtung der
    Natur und Umwelt aufhören.
    Ich möchte gern Vegetarierin werden, nicht weil mir das Fleisch nicht schmeckt, sondern aus Protest gegen diese Tierquälereien.Manchmal werde ich schwach.

    Einen guten Tag wünsche ich allen Lesern.

  • #36
    Ben

    @33 (Olaf): Das ist ja genau eines meiner Argumente, warum viele Menschen das Gänsereiten gerne verbieten wollen: Weil es perfekt unseren Umgang mit Tieren symbolisiert, den wir aber fast alle erfolgreich verdrängt haben. Und weil wir das nicht sehen wollen, soll das möglichst wieder verschwinden. Klar, dieser Vorwurf gilt nicht für die veganen Tierschützer, aber wenn man sich mal in den Protest einliest, dann stoplert man oftmals über Verbotswünsche von Lieschen Müller, die kein Problem mit dem Sonntagsbraten hat, das Gänsereiten aber barbarisch findet. Bei solchen Menschen ist es schlichtweg ein “aus den Augen, aus dem Sinn”.

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