Das Ruhrgebiet schrumpft

Duisburg Foto: Stefan Laurin

Die Bevölkerung des Ruhrgebiets wird sich nach der neunten Bevölkerungsprognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bis zum Jahr 2040 verringern. Die Entwicklung in den einzelnen Städten und Kreisen ist jedoch unterschiedlich.

Laut BBSR-Prognose wird im Ruhrgebiet nur Essen ein leichtes Einwohnerwachstum von einem Prozent verzeichnen. In Dortmund wird ein Rückgang von 1,9 Prozent vorhergesagt. In den anderen Städten und Kreisen liegt der Bevölkerungsrückgang zwischen 5,1 Prozent (Mülheim an der Ruhr) und 10,5 Prozent (Duisburg).

Deutschlandweit erwartet das BBSR einen Bevölkerungsrückgang von rund 1,3 Millionen auf 81,9 Millionen. Die regional differenzierte Prognose beruht auf langjährigen demografischen Entwicklungen. Dazu zählen u. a. Außen- und Binnenwanderungen sowie die Geburten und Sterbefälle. Die Prognose geht davon aus, dass diese Trends in der Zukunft stabil bleiben werden.

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10 Kommentare

  1. #1 | David sagt am 10. März 2021 um 19:44 Uhr

    ICH WILL DAS NICHT! hier isset am besten!

  2. #2 | der, der auszog sagt am 10. März 2021 um 21:18 Uhr

    @David

    Das Ruhrgebiet ist entstanden, weil Menschen aus den verschiedensten Teilen Europas links und rechts der Emscher Arbeit gefunden haben und hierher gezogen sind. Der Umstand, dass das Ruhrgebiet schrumpft hat dieselbe Ursache, wie die Entstehung des Ruhrgebiets, denn die Menschen ziehen wie damals der Arbeit hinterher und die gibt es für viele nur woanders. Meine Frau und ich wohnen im Ruhrgebiet, haben allerdings noch einen Zweitwohnsitz im Rhein-Sieg-Kreis, wegen der Arbeit, die es dort, aber nicht im Ruhrgebiet gibt. Wenn wir in Rente gehen, werden wir uns überlegen, wo wir unseren Lebensabend verbringen wollen, im Pott oder im Rheinland bei Bonn. Fürs Ruhrgebiet sprechen eigentlich nur noch die Familiären Bindungen und Freunde, denn um so etwas hässliches, armseliges und motivationsloses wie das Ruhrgebiet zu erleben, muss man ansonsten schon sehr tief in die neuen Bundesländer reiten… und selbst da ist zumindest die Landschaft vielerorts schöner.

  3. #3 | Detlev Winkler sagt am 10. März 2021 um 22:55 Uhr

    1,9 % Rückgang! Respekt für die Genauigkeit der Hochrechnung auf 40 Jahre!

    Was war den in der Vergangenheit so los!?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Dortmund#Ab_1990

  4. #4 | kein Name sagt am 10. März 2021 um 23:13 Uhr

    @ der, der auszog

    mmh, das hört sich aber sehr klischeehaft an, und ist vor allem eins: so gar nicht lustig

    Da höre ich mir doch lieber Harry Rowohlt an:

    "Eine Ruhrgebietshuldigung

    Ich glaube, jetzt drifte ich doch ‘nen bisschen in die Ruhrgebietshuldigung ab …

    von meiner Bochumer Omma habe ich nämlich einen Merkvers gelernt …

    äh, die war Italienische Zigeunerin und …

    damit hat man natürlich automatisch ziemlich wenig Leute, auf die man herabblicken kann …

    und ist entsprechend mürrisch …

    und da kamen natürlich die Polnischen Arbeitsimmigranten wie gerufen …

    und deshalb dieser Merkvers:

    In Kruppsche Baracken da wohnen Polacken,

    da laufen die Kackerlacken die Polacken im Nacken,

    da nehmen die Polacken die Piekhacken,

    und tun die Kackerlacken kaputthacken.

    die sind natürlich alle inzwischen vorbildlich integriert …

    ich erinnere nur an das legendäre Länderspiel Deutschland–Polen, da wusste man überhaupt nicht, wer bei wem mitspielt (…)”

    Die Ruhrgebietshuldigung ist auf:

    "Rowohlt, Harry
    Der Paganini der Abschweifung
    live"

    https://edition-tiamat.de/der-paganini-der-abschweifung/

  5. #5 | Mercator sagt am 11. März 2021 um 00:00 Uhr

    Hätte, hätte Fahrradkette.

    Ein Teil des Ruhrgebiets wurde mit der Kohle größer. Und er wird nach dem Ende des Bergbaus tatsächlich wieder kleiner.

    Aber eine Stadt wie Duisburg dermaßen geographisch günstig gelegen, dass sie immer einen Standortvorteil hat hat.

    Rund um das Jahr 1818 wanderten wichtige Bestände der Uni Duisburg nach Bonn. Stellen Sie sich mal vor, das wäre nicht geschehen: Duisburg hätte jetzt soviele vergoldete Häuserfassaden wie Antwerpen.

    Duisburg mag zurzeit unscheinbar wirken, aber diese Stadt hat eine Zukunft.

  6. #6 | HolleSonnenberg sagt am 11. März 2021 um 07:29 Uhr

    @Mercator
    Ihre These ist so absurd und Weltfremd das ich mir eigentlich nicht die Mühe machen möchte meine gegenteilige Meinung mit Argumenten zu untermauern.

  7. #7 | Angelika, die usw. sagt am 11. März 2021 um 10:38 Uhr

    #5 "…, aber diese Stadt hat eine Zukunft."

    Fraacht sich nur wat für eine …

    Wir machen doch alles Amerika nach.
    Cola. Fast Food. Autos immer größer, breiter, schwerer. Und Detroit war mal… Und im Ruhrpott war mal…

  8. #8 | DEWFan sagt am 11. März 2021 um 17:15 Uhr

    Die Prognosen von heute sind die Irrtümer von Morgen 😉

  9. #9 | Philipp sagt am 11. März 2021 um 18:13 Uhr

    Das sind ja überraschend lustige und schöne Kommentare hier. 😀 Danke für Rowohlts Ruhrgebietstext, sein Tod hat wirklich eine Lücke hinterlassen.

    RE: Duisburg. Ich glaube schon, dass die Stadt eine Zukunft hat oder zumindest Teile von ihr. Die Bezirke Mitte und Süden sind überraschend attraktive Schlafstadtteile von Düsseldorf.

  10. #10 | DAVBUB sagt am 11. März 2021 um 19:44 Uhr

    Hätte vor dreißig Jahren OWL als zukünftiges Zentrum der Steuerungstechnologie im Bereich industrielle Fertigung vorhergesagt, wäre er wahrscheinlich direkt in eine Landesklinik eingewiesen worden.
    Mitte der neunziger Jahre konnte man von der Hochbahn in einigen Stadtteilen Berlins die Immobilienangebote in den Fenstern der "Schrottimmobilien" sehen. Wer damals angstfrei einige zehntausend Mark investierte, saß auf einem stetig wachsenden Geldberg.
    Duisburg, das an seinen Ränder mit Krefeld und Düsseldorf zusammengewachsen ist, könnte sich ähnlich entwickeln. Zum einen ist da der Hafen, der auch Endpunkt der "neuen Seidenstraße ist. Zum anderen gibt es auch in Duisburg noch etliche Viertel, in denen die mangelhafte Infrastruktur sich langfristig als Vorteil erweisen könnte: Wo nichts ist, kann man neues aufbauen. Falls die Stadt großflächig Vorkaufsrechte wahrnähme, könnten sich hier im Zusammenspiel von Neubau und Sanierung die Viertel entwickeln, in denen die Menschen leben und arbeiten. Und vielleicht nur noch ein- oder zweimal pro Woche in ihre Firma pendeln. Dazu langfristige, günstige Mietverträge für Kleinsthändler, Direktvermarkter, Gastronomieen und Kultureinrichtungen der freien Szene usw. usf.
    Dazu bedarf es aber einer mutigen Vision, politischen Willen und stringentes Handeln. Da sehe ich dann eher grau…

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