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Das Trianel Kraftwerk in Lünen droht endgültig zum finanziellen Fiasko zu werden

Das Trianel Kraftwerk in Lünen. Foto: Robin Patzwaldt

Über die möglichen Auswirkungen des angedachten Kohleausstiegs bis zum Jahre 2038 für das derzeit noch gar nicht im Betrieb befindliche Kraftwerk ‚Datteln 4‘ hatten wir hier vor ein paar Tagen schon diskutiert. Der riesige Uniper-Bau an der Stadtgrenze zwischen Datteln und Waltrop im Kreis Recklinghausen, mit einem Kühlturm von der Höhe des Kölner Doms, ist jedoch längst nicht der einzige umstrittene Steinkohlemeiler, für den die jüngst präsentierten Pläne gravierende Auswirkungen haben könnten.

Wenige Kilometer weiter, genauer gesagt an der Stadtgrenze zwischen Lünen und Waltrop, reckt sich seit einigen Jahren der ebenfalls nicht gerade zierliche Kühlturm des Uniper Kraftwerks Lünen in den Ruhrgebietshimmel.

Hier wird seit 2013 (mit einigen Unterbrechungen) Strom produziert. Juristisch ist auch dieses Kraftwerk noch nicht in trockenen Tüchern, sind doch auch in diesem Falle noch immer Klagen des BUND anhängig.

Davon einmal abgesehen hat das vorgesehene Aus für die Kohleverstromung bis spätestens 2038 aber natürlich auch für dieses Projekt womöglich drastische Konsequenzen.

Seit gut fünf Jahren ist das moderne Kraftwerk im Kreis Unna inzwischen im Regelbetrieb. Wenn alles so kommt wie es die Kommission vorgeschlagen hat, dann endet die Geschichte des Kohlekraftwerks in Lünen wesentlich eher als geplant. Hier droht ganz konkret eine Verkürzung der Lebensdauer von 40 auf 25 Jahre.

Logisch, dass das für die ohnehin schwierige wirtschaftliche Situation des Kraftwerks gravierende Folgen hätte.

Doch damit nicht genug der schlechten Nachrichten für Trianel. Für die Zukunft des Kraftwerks in Lünen wird es zudem von entscheidender Bedeutung sein wie es um ‚Datteln 4‘ in den nächsten Jahren bestellt sein wird.

Sollte es wirklich so kommen, dass Datteln gar nicht ans Netz geht, dann könnte Trianel sein kriselndes Kraftwerk mit Fernwärme-Auskopplung und Bahnstrom zukünftig womöglich etwas besser auslasten und sich damit Einnahmen sichern, mit denen man bislang so nicht geplant hatte. In diese Richtung spekulieren aktuell jedenfalls lokale Medien.

Und um die Lage bezüglich der Zukunft der beiden Projekte insgesamt noch weiter zu verkomplizieren: Das Trianel-Kraftwerk steht, wie auch das Vorhaben nebenan in Datteln, juristisch längst noch nicht auf sicheren Füßen. Im kommenden Mai beschäftigt sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit dem Bau im Kreis Unna.

Die heiß diskutierten Themen rund um diese jüngsten Steinkohle-‚Dinos‘ (und vermutlich letzten ihrer Art) im Ruhrgebiet gehen uns also so schnell nicht aus. Trotz Kohlekompromiss und verkündetem Ausstiegsplanungen…

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3 Kommentare zu “Das Trianel Kraftwerk in Lünen droht endgültig zum finanziellen Fiasko zu werden

  • #1
    Juri Hertel

    Um welchen Teil des Kraftwerks handelt es sich bei der Meldung?

    Ich vermute es handelt sich dabei um Luenen1

    https://www.energy-charts.de/percent_full_load_de.htm?source=coal&year=2019

    Die Kohlekommission hat keine Entschluesse gefasst – das ist nicht ihre Aufgabe – aber der Autor weiss Bescheid ….

    STEAG hatte vor geraumer Zeit die Schliessungen in Luenen angekuendigt, nicht systemrelevant und zu teuer:

    https://www.steag.com/de/pressemitteilungen/31-08-2018-steag-schliesst-kraftwerk-luenen-bereits-ende-2018/

    Die Bahn faehrt auch ohne Luenen und ohne Datteln.

  • #2
    Peer M.

    Was denn jetzt? Erst wird behauptet: "Das Trianel Kraftwerk in Lünen droht endgültig zum finanziellen Fiasko zu werden." Und dann wird behauptet:" (…)dann könnte Trianel sein kriselndes Kraftwerk mit Fernwärme-Auskopplung und Bahnstrom zukünftig womöglich etwas besser auslasten und sich damit Einnahmen sichern, mit denen man bislang so nicht geplant hatte." Nix recherchiert, alles nur hörensagen und Vermutungen. So einen Artikel braucht kein Mensch….

  • #3
    Reinhard Orlowski

    Lange wurden keine neuen Kohlekraftwerke gebaut. Die Kernkraftwerke wurden gebaut um die Umwelt zu schützen und gleichzeitig das Plutonium für die Verteidigung zu erzeugen. Schweden hatte lange über die Schwefelsäure von Deutschland, Holland und England geklagt. Frau Merkel und Frau von der Leihen sind nun 18 Jahre im Krieg in Afganisthan. In dieser Zeit wurden die Kernkraftwerke abgestellt und als Ersatz 8 neue Kohlekraftwerke gebaut mit je 800 MW Leistung. Gegen Windmühlen hat schon ein Spanier gekämpft. Ergebnis, die Schwerindustrie geht ins Ausland und die Menschen im Ruhgebiet schaffen sich wieder Schrebergärten an, weil der Strom zu teuer ist für Kriegerwitwen. Das auch durch die SPD und die Gewerkschaften. Seit 100 Jahren können Frauen wählen. Sie haben jetzt die Macht die Autoindustrie nach China zu verlagern. Nur 16% der Ingenieure sind Frauen. Davon sitzt keine im Bundestag. Auf der Hannovermesse kann man nächste Woche sehn wo Deutschland im Verhältnis zu USA und China bleibt. Wer kann hier Computer bauen? Alles vorbei.

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