Das bieten unsere Freunde vom Straßenmagazin bodo diesen Monat: Titelgeschichte ist ein Interview mit dem Schauspieler Joachim Król. Mit „bodo“ sprach er über erlesene Literatur, Freiräume für Ungewöhnliches, Westfalia Herne und den BVB.
In Berlin besucht die Redaktion die Filmemacher Dominik und Benjamin Reding, Söhne des Dortmunder Schriftstellers Josef Reding. Ein Gespräch über Heimat und Identität, das Ruhrgebiet als Drehort und die Nacht, in der die NSU-Terroristen auf sie schossen.
Der Hattinger Dirk Sondermann ist Sagenforscher und spricht im Interview über das sagenhafte Ruhrgebiet, sein „Institut für Erzählforschung“, GPS-Erkundungen, den Zwergenkönig Goldemar auf Burg Hardenstein und die Frage, ob die Nibelungen bei Dortmund-Brechten die Lippe überquert haben.
Die Regisseurin Claudia Bauer veranstaltet auf der Bühne des Schauspiels Dortmund ein „Märchenmassaker“. „Republik der Wölfe“ ist großes Theater mit einer beeindruckenden Allstar-Live-Band. „bodo“ traf die Regisseurin, den musikalischen Leiter Paul Wallfisch (Botanica), sowie Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten), Mick Harvey (Nick Cave & The Bad Seeds) und Danielle de Picciotto, Co-Gründerin der Loveparade.
Christine Straetling, Enkelin von Moritz Fiege, möchte auch im Alter in ihrem Bochumer Haus bleiben. Kurzerhand eröffnete die 88-jährige ein kleines Studenten-Wohnheim. „bodo“ ließ sich zu Kaffee und Spekulatius einladen.
Die Straßenzeitung vor der Straßenzeitungen: Der „Klüngelkerl“ war Dortmunds alternatives „Zentralorgan“, verkauft auf der Straße oder in den Szenekneipen, und in mancher Hinsicht ein Vorläufer von „bodo“. Eine Zeitreise in die bewegten 70er.
Anlässlich der Verleihung der „Academy Awards“ Anfang März erzählt „bodo“ das wahre Märchen der obdachlosen Inocente, die sich nicht hätte träumen lassen, bei der „Oscar“-Verleihung im letzten Jahr auf der Bühne zu stehen und von Daniel Day Lewis geküsst zu werden.
Weitere Themen: Der „bodo“-Rollentausch, „Foodsharing“ in Bochum, der Plan der Stadt Essen, Süchtige mit Bier zu bezahlen, Neues aus der Nordstadt, das Watchblog www.bildblog.de.
„bodo“ empfiehlt die Benefiztour des Cellisten Thomas Beckmann „Gemeinsam gegen Kälte“ und die Messe „gut.“ für nachhaltiges und soziales Design in der Jahrhunderthalle.
Das Straßenmagazin lädt ein zur eigenen Kulturreihe „Zweiter Freitag“, am 14.3. im Dortmunder Buchladen des „bodo e.V.“ mit Markus Veith und seinem neuem Roman „Menschenfischer“.
Im kommentierten Veranstaltungskalender verlost „bodo“ Bücher, Konzert- und Theaterkarten, u.a. für „The Brew“ und „2Raumwohnung“.
INFO
Das Straßenmagazin wird von Wohnungslosen und Menschen in Armut auf der Straße verkauft. Die Hälfte des Verkaufspreises von 2,50 Euro bleiben beim Verkäufer. Herausgeber ist der gemeinnützige „bodo e.V.“ „bodo“ erscheint im östlichen Ruhrgebiet mit einer Auflage von 20.000.


Die vor allem in Dortmund aktive Nazipartei Die Rechte hat es nicht geschafft, genug Unterschriften für die Teilnahmen an der Europawahl zu sammeln.
Im Netz wird gerade eine Broschüre des Roten Kreuzes Nürnberg (DRK) diskutiert. Sie enthält einen Comic, der Kinder auf die „Rückkehr“ in ihr „Heimatland“ vorbereiten soll. Pro Asyl ist „fassungslos“.
Heute geht der Geierabend, Dortmunds alternativer Comedy-Karneval mit der traditionellen Vergabe des Pannekopp-Ordens zu Ende. Der schwerste Karnevals-Orden der Welt geht an den FC Schalke 04 für die Rettung der „beleidigten Leberwurst“. Grund hierfür, teilt das Deierabend-Team mit war ein peinlicher Boykott des Vereins gegenüber dem Fernsehsender ZDF. Weil dieser lieber die Dortmunder Champions League-Spiele übertrug als die aus Gelsenkirchen, weigerte sich der Verein nach dem nächsten Bundesligaspiel, dem Sender Interviews zu geben. Geierabend-Moderator und Ruhbarone-Autor Martin Kaysh, bekannt als „der Steiger“, kommentiert: „Das ist ein historischer Moment für diesen Verein, der schon so lange nichts mehr gewonnen hat und nun ausgerechnet in Dortmund diese ganz besondere Ehrung erfährt.“
