Baden-Württemberg wählt die Deindustrialisierung – und die FDP braucht eine neue Führung

Linda Teuteberg Foto: Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

„Deutschland“, schrieb gestern der Ökonom Daniel Stelter nach der Wahl in Baden-Württemberg auf X, „will die Deindustrialisierung“. Ob Deutschland sie will, wird man in den kommenden Jahren sehen. Was „The Länd“ betrifft, hat Stelter Recht: Dort wurde Cem Özdemir (grüne) zum Ministerpräsidenten gewählt. Özdemir hat sich im Wahlkampf von der Bundespartei distanziert und gilt als Realo – was natürlich nicht bedeutet, dass er den Wahnsinn der Energiewende beenden oder auf Technologieoffenheit setzen will. Es gibt keine wirklichen Realpolitiker bei den Grünen, die Politik der Partei hat immer die Zerstörung des Wachstums zum Ziel und stärkt auf Dauer die AfD.

Aber welche Alternative hatten die Baden-Württemberger? Der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel unterschied sich kaum von Özdemir, wollte im Schlafwagen an die Macht und stolperte dann noch über die von den Grünen geschickt gesetzte Rehaugen-Affäre. Wer möchte schon, dass ein solcher Amateur ein Land regiert?

Die SPD hat die Arbeiterschaft an die AfD verloren und kam gerade noch in den Stuttgarter Landtag. Dort wird die AfD die stärkste Oppositionspartei sein. Die Linke hat es nicht geschafft, die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden – der einzige Lichtblick am Sonntagabend: Eine extremistische Mullah- und Putinpartei im Landtag ist zu viel, eine zweite wäre eine noch größere Katastrophe.

Kommen wir zur FDP: Nach dem Ausscheiden aus dem Landtag blickt die Partei dem immer wahrscheinlicheren endgültigen Ende entgegen. Christian Dürr, ihr blasser Bundesvorsitzender, sollte sein Amt so schnell wie möglich aufgeben. Wenn die FDP überleben will, muss sie auf Wolfgang Kubicki und Linda Teuteberg als Doppelspitze setzen. Die Liberalen würden dann wieder wahrgenommen werden. Erfolgsgaranten sind die beiden auch nicht – aber vielleicht die letzte Chance.

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hase12
1 Monat vor

Es ist interessant mitanzusehen wie die Wähler in Baden-Württemberg ein Land ruinieren. Auffallenderweise fallen die Stimmanteile der Grünen besonders dort hoch aus, wo Universitäten sind beziehungsweise ein universitäres Umfeld besteht. Man hat zuweilen den Eindruck, dass manche geradezu todessehnsüchtig sind.

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