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Der FC Schalke 04 mutiert gerade zur größten Lachnummer der Bundesligageschichte!

Wohin geht die Reise des FC Schalke 04? Foto: Michael Kamps

Wer noch auf ein sportliches Wunder durch Schalkes Neu-Trainer Dimitrios Grammozis gehofft hatte, der dürfte spätestens nach der 0:5-Pleite der Gelsenkirchener am Samstag beim VfL Wolfsburg der letzten Illusionen beraubt worden sein.

Die Königsblauen werden am Ende der Saison 2020/21 absteigen. Daran gibt es nachdem auch der fünfte (!!!) Trainer der Saison beim Kader keinen wahrnehmbaren positiven Impuls auslösen konnte, wohl endgültig keine Zweifel mehr.

Diese Schalker Truppe wird als eine der peinlichsten Mannschaften der Bundesligageschichte in die Annalen eingehen. Das ist selbst für einen bekennenden BVB-Anhänger kaum mitanzusehen. Einer der größten Traditionsklubs in diesem Lande wird gerade nach allen Regeln der Kunst zugrunde gerichtet.

Man weiß inzwischen wirklich nicht mehr, wie man ein Fünkchen Resthoffnung auf einen Klassenerhalt der Gelsenkirchener aufrechterhalten könnte.

Konnte man sich die Premiere von Trainer Grammozis in der Vorwoche, das enttäuschende 0:0 daheim gegen den Vorletzten aus Mainz noch irgendwie damit schönfärben, dass der neue Coach in der Kürze der Zeit ja kaum wirkliche Einflussmöglichkeiten auf die Elf haben konnte, offenbarte die peinliche Vorstellung am Samstag in Wolfsburg endgültig, dass es für Schalke in dieser Saison einfach nicht reicht.

Mit zehn mageren Punkten und einem einzigen Saisonsieg rangieren die Knappen auch nach dem 25. Spieltag weit abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga. Rechnet man auch die vergangene Rückrunde mit hinzu, haben die Schalker seit Januar 2020 ganze zwei (!!!) Bundesligaspiele siegreich beenden können.

Das Ganze lässt sich längst nicht mehr mit einer unglücklichen Verkettung von Pleiten, Pech und Pannen erklären. Hier zerlegt sich ein Verein nach allen Regeln der Kunst gerade öffentlich in seine Einzelteile und niemand scheint bisher in der Lage zu sein den Zerfall zu stoppen.

Selbst die nun überraschend öffentlich geführte Diskussion, ob nun in Zukunft Ralf Rangnick oder doch besser Markus Krösche im Sommer der neue starke Mann auf Schalke werden soll, droht beide Nachfolgekandidaten von Jochen Schneider schon entscheidend zu beschädigen, noch  bevor einer von ihnen überhaupt ins Amt gekommen wäre.

Der Neuaufbau in Liga 2, er droht so ebenfalls frühzeitig zur Mission Impossible zu werden, noch bevor diese Saison des Niedergangs überhaupt abgeschlossen wäre.

Und die leidenschaftlichen Fans in Gelsenkirchen? Die müssen weitestgehend tatenlos mitansehen, wie ihre große Liebe zu einer Lachnummer im Profisport verkommt.

Wer wird ab Sommer von der aktuellen Mannschaft überhaupt noch das Trikot der Schalker tragen? Ein gigantischer Umbruch ist zu erwarten. Welche Spieler halten einem Absteiger, dessen Zukunft völlig in den Sternen zu stehen scheint, in diesen Tagen schon die treue?

Erfahrungsgemäß werden sich alle halbwegs namhaften Aktiven im Kader schon jetzt innerlich umorientieren, sich neue Arbeitgeber suchen. Zurückbleiben werden überwiegend die Spieler mit den wenigsten beruflichen Alternativen oder die Profis, die sich auch mit einem Dasein in Liga 2 durchaus anfreunden können. Viele fallen einem da aber aktuell nicht ein, die mithelfen könnten die Mannschaft in möglichst kurzer Zeit wieder erstklassig werden zu lassen.

Und wie könnte Coach Grammozis den Neuaufbau erfolgversprechend anführen, wenn die Truppe auch in den Spielen bis Mai so auftritt wie bei den jüngsten Spielen gegen Mainz und Wolfsburg?

Fragen ohne Ende, aber keine Antworten! Schalke droht als absolutes Negativbeispiel in die Sportgeschichte einzugehen. Eigentlich ist das, trotz all der Erfahrungen in den vergangenen Monaten, so noch immer nicht zu glauben….

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5 Kommentare zu “Der FC Schalke 04 mutiert gerade zur größten Lachnummer der Bundesligageschichte!

  • #1
    kassandro

    Zugrunde gehen wird Schalke mit Sicherheit nicht. Es gibt bislang nur zwei zugrundegegangene Traditionsvereine. Der eine ist 1860 München, der andere der 1. FC Kaiserslautern. Bei ersterem lag das an dem übermächtigen Konkurrenten in der eigenen Stadt, beim anderen an der zu kleinen Stadt. Schalke hat weder einen übermächtigen Konkurrenten in der Nachbarschaft und auch das Einzugsgebiet des Vereines ist sehr groß. Deshalb wird es unweigerlich wie Nürnberg, Hamburg oder Hannover wieder in die Erste Liga aufsteigen. Möglicherweise wird es aber heuer einen neuen Trainerwechselrekord aufstellen oder es hat ihn schon aufgestellt.
    wie viele Trainer hat den bislang ein Verein maximal in einer Saison gewechselt?

  • #2
    DAVBUB

    @ 1: RWE, RW Oberhausen, Alemannia Aachen, Lokomotive Leipzig, Uerdingen, . Alles Traditionsvereine, deren Niedergang wenig mit Einzugsgebieten o.Ä. zu tun hatte. In z.B. Aachen war es Größenwahn, gepaart mit wirtschaftlichen Unvermögen und ,vorsichtig ausgedrückt, der Überschätzung der eigenen Fähigkeiten durch die Hauptakteure.
    Bei S04 wurden m.M. nach lange Zeit die Baustellen durch das Tönniesgeld zugeschüttet. Das wirkt sich dann aus wie bei jeder Baustelle: Wenn man immer nur flickt, muß man irgendwann totalsanieren oder neu bauen. Ob S 04 "zugrunde geht", wird die Zukunft weisen, den direkten Wiederaufstieg sehe ich allerdings noch nicht.

  • #3
    Emscher-Lippizianer

    @DAVBUB #2

    Es stellt sich ja auch die Frage, aus welcher Liga der S04 wieder aufsteigen möchte. Für mich ist es doch offen, ob es bei der Finanzlage überhaupt zu Liga zwo reicht, oder nicht der lizenzbedingte Durchmarsch in Liga vier ansteht. Vom fußballerischen ist es sowieso kein Bezahlfußball mehr.

  • #4
    DAVBUB

    @3: Sehe ich auch so: Obwohl der Abstieg wohl nicht mehr zu vermeiden ist, wird noch gedacht und geplant, als ob man die Gelder wie in der ersten Liga zur Verfügung hätte. Interessant wird z.B., wie die Geschäftsstelle/Verwaltung weiter betrieben wird. Das fängt bei den Dienstwagen an und hört bei der personellen Ausstattung auf. Das weiß eigentlich jeder Büdchenbetreiber: Es sind die laufenden Kosten…

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