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Der Masterplan – Chinas Weg zur Hightech-Weltherrschaft

Annette Krohn und Stephan Scheuer Foto: Peter Ansmann


Seitdem der Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland im Focus steht, wird immer wieder eine beteiligte Firma in den Vordergrund gerückt: Huawei, dessen Technologie bei diesem Mammutprojekt der Mobilkommunikation unentbehrlich ist – falls man daran interessiert ist, das 5G-Netz zeitnah zu erleben und nicht erst nach Fertigstellung von BER. Es gibt aber auch Kritik: Die NSA, die CIA, der BND – einige von vielen Institutionen, die vor der Kooperation mit dem chinesischen Technologieriesen warnen. Die USA, Australien und Neuseeland gehen inzwischen auf Distanz zu Huawei.
Stephan Scheuer ist Redakteur bei der Wirtschaftszeitung Handelsblatt in Düsseldorf, war zuvor fünf Jahre lang Korrespondent in China und ist Autor des Der Masterplan – Chinas Weg zur Hightech-Weltherrschaft. Von unserem Gastautor Peter Ansmann.

Zu diesem Themenkomplex war Stefan Scheuer in die Zentralbibliothek zu Düsseldorf geladen: Die aktuelle Diskussion um den Netzausbau, wäre schon Grund genug, diese Veranstaltung am gestrigen Abend aufzusuchen. Die aktuelle Entwicklungen, welche das Ruhrgebiet direkt betreffen, sind weitere Gründe einen abendlichen Ausflug in unsere  wunderschöne Landeshauptstadt zu unternehmen:

Die neue Seidenstraße – die  in Duisburg endet und somit China direkt mit dem Ruhrgebiet verbindet.

Das Projekt „Smart City“, das aus Duisburg ein Musterbeispiel der Digitalisierung – und damit endgültig zum Spitzenreiter in den Bereichen Technologie, Kultur, Logistik und Freizeitangebot – im Ruhrgebiet macht. Hätte Grönemeyer sein bestverkauftes Album erst in diesen Tagen, anstatt 1984, rausgebracht: 4100 Duisburg, und nicht das lahme 4300 Bochum, wäre heute die Perle des Reviers.

Aufgrund jahrelanger Abwesenheit im Ruhrgebiet, war mir Smart City bis vor wenigen Wochen kein Begriff. Im Gegensatz zur neuen Seidenstraße, die in den Medien richtig gepusht wurde. Ich gehe unbefangen in die Veranstaltung, um mir ein Update zur aktuellen Lage in China und einen Überblick über die Chancen und Gefahren für Kooperationspartner zu verschaffen.

Auf der einen Seite spürt man bei der Berichterstattung über Smart City den unglaublichen  Optimismus und hört relativ wenig über Ängste und Risiken – ähnlich wie im Vorfeld der letzten Loveparade in Duisburg.

Auf der andere Seite hört man, aus kompetenten Kreisen, Kritik am Kooperationspartner Huawei: NSA, BND und das britische GHCQ sind ja nicht unbedingt Amateur*innen.

Zugegeben: Wenn man die Presseerklärungen zu Smart City liest – die Kooperation zwischen Duisburg und Huawei erinnert an eine echte Liebesheirat: Hohes Risiko einer Scheidung nach wenigen Jahren oder einer der Partner stirbt vorzeitig – dann ist alles gut. Eine mittelgroße Chance, daß das Projekt viele Jahre vor sich hindümpelt und alle irgendwie unglücklich sind, geringe Chancen daß irgendwann jemand mit einem Messer im Rücken in der Küche liegt.

Daß in der oben verlinkten Presseerklärung, der Duisburger Oberbürgermeister zum OberOberbürgermeister mutiert ist selbstverständlich ein Vertipper und entschuldbar – entbehrt aber, im Angesicht von Huldigungen á la „Ewiger Staatspräsident“ (Für den Staatsgründer von Chinas Verbündeten, Nordkorea, Kim Il-Sung), nicht einer gewissen Komik.

Man darf also zuversichtlich sein – ein wenig Information kann aber nicht schaden:

Annette Krohn, zuständig für die Veranstaltungen der Zentralbibliothek, begrüßte die interessierten Gäste: Offensichtlich beschäftigt das Thema die Menschen – nur vereinzelt gab es noch einige freie Sitzplätze.  Die lockere Atmosphäre und gute Moderation fiel angenehm auf. Annette Krohn stellte ihren Gast kurz vor. Die Aussage „Er ist auch vor keiner Frage fies.“ klingt ja generell vielversprechend, ich war dafür aber wohl in der falschen Veranstaltung.  Stefan Scheuer gab einen kurzen, nicht umamüsanten, Rückblick über seine ersten Erfahrungen in China: Exerzierende und uniformierte Studenten in der Unimensa. Zu Semesteranfang ein Boot Camp – so einen Service bieten in Deutschland selbst die konservativsten schlagenden Verbindungen nicht mehr. Interessant, wenn auch nicht überraschend, waren Stefan Scheuers Schilderungen des Kulturschocks bei der Rückkehr nach Deutschland: Metropolen in China, in denen die Einwohner von ganz NRW unterkommen könnten und in denen man über Monate keinen Europäer sieht. Das etwas andere Umweltklima: An der frischen Luft zu sein, in Peking war es negativ weil diese aufgrund der Umweltbelastung Lebenszeit kostet.

Schikane gegen Korrespondenten

Wie kann man sich die Arbeit als Journalist in China vorstellen? „Für Menschen, die für eine Firma nach China geschickt werden, ist es eine völlig andere Realität, der man dort ausgesetzt ist um zu arbeiten, als die man als Journalist vorfindet.“   Nicht überraschend: Die Arbeit der ausländischen Journalisten sind Beschränkungen unterworfen. Für chinesische Journalisten ist der Rahmen der Berichterstattung allerdings sehr viel kleiner: Innerhalb der einzelnen Medien wird zensiert. Es gibt Menschen, die innerhalb der Redaktionen abgestellt sind um Artikel zu korrigieren: Aber anders als in der freien Welt geht es um Inhalte – nicht um Rechtschreibung oder Grammatik. Chinesische Redakteure arbeiten mit zwei Texten: Einen internen Bericht für die Redaktion, in dem steht wie es wirklich aussieht. „Was bei uns der BND machen würde.“, so Stephan Scheuer – und eine Version die veröffentlicht werden darf. Ausländische Journalisten haben weitaus mehr Freiheiten und dürfen mit Menschen sprechen. Die Zensur erfolgt subtil, durch gelegentliche Erinnerungen daran, dass diese Rechte auch entzogen werden können. Quellenschutz hat Vorrang: So wurden bestimmte Geschichten nicht veröffentlicht.

China hat Deutschland und die Weltwirtschaft durchdrungen:

Der erste – und drastische – Satz in Stephan Scheuers Buch. Es gibt einen Plan den China, bzw. der Staatschef und Vorsitzende der Kommunistischen Partei, Xi Jinping, verfolgt: Chinas Vormachtstellung in der Wirtschaft zu stärken und voranzutreiben.

Die Verlegung der Produktion vieler westlicher Produkte nach China, ist der Ausgangspunkt dieser Strategie. Fernseher, Smartphones, elektronische Geräte – ursprünglich wurden diese Geräte nur in China von Auftragnehmern gefertigt – und sich genau angesehen welches Know-how hinter westlichen Produkten steckt. Irgendwann wurden diese Produkte kopiert- und später verbessert. Bestes Beispiel dafür sind Smartphones , die in China produziert und un Europa und Amerika entwickelt wurden: Inzwischen ist es umgekehrt. Chinesische Firmen entwickeln inzwischen selbst und haben den Vorteil, ihre Fabrik vor Ort zu haben.

Komplett und unumkehrbar.

In China gibt es nur eine Partei. Die Kritik unterdrückt. Die dafür sorgt, daß es keine freie Presse gibt. Die lange an der Macht ist. Was dazu führt, daß langfristige Ziele konsequent verfolgt werden können – und in den 90er Jahren Richtungsentscheidungen getroffen wurden. Nicht alle, aber viele dieser  teilweise aufgegangen sind und die Wirtschaft vorangebracht haben.

Der große Sprung nach vorne…

Diese Bezeichnung für eine Kampagne Mao Zedongs in den 60er Jahren, mit der China den Rückstand gegenüber dem bösen imperialistischen Westen aufholen sollte, kam mir in den Sinn, als Stephan Scheuber, als Beispiel für eine erfolgreiche Richtungsentscheidung, den Ausbau des Mobilfunknetzes anführt.

Internet via Modem – BTX sowieso: Diese Phase hat China komplett übersprungen und direkt auf einen konsequenten Ausbau des Mobilfunknetzes gesetzt. Erfolgreich. Die Chinesen haben konsequent das weltbeste Mobilfunknetz aufgebaut. Perfekter Empfang mit 4G an jedem Ort: Ein klarer Standortvorteil. Wer einmal die Zugstrecke zwischen Ulm und Bodensee – ca. 180 km ohne mobilen Datenempfang – zurückgelegt hat, weiß: Chinesische Zustände wären in Baden-Württemberg und dem Rest Deutschlands in Sachen Mobilfunk wirklich erstrebenswert.

BAT – Baidu Alibaba Tencent

Drei chinesischen Wunderwaffen: Alibaba, Baidu, Tencent  – chinesische Internetgiganten – haben begonnen, an der Vormachtstellung der amerikanischen Gegenstücke Google, Amazon und Facebook zu kratzen. Smartphones in China sind, was die Anzahl der Apps angeht, aufgeräumter als die Smartphones amerikanischer oder europäischer Nutzer. Eine App, für alles: Bezahlen, kaufen, einen Termin ausmachen, Reise buchen, Fahrkarten kaufen, chatten. Datenschutzrechtlich in Europa schwer vorstellbar. Software wird konsequent weiterentwickelt: Das chinesische Pendant zu WhatsApp, ursprünglich eine reine Kopie, bot drei Jahre (!) vor WhatsApp die Möglichkeit Videoanrufe zu machen, Audionachrichten zu versenden oder zu telefonieren: WeChat heißt diese App, die inzwischen auch in deutsch, türkisch, polnisch und italienisch verfügbar ist. Ein Payment-System ist bei WeChat bereits integriert. Die andere Seite dieser phantastischen Welt: Ein soziales Bonitätssystem – das auch ein Sanktionierungssystem für „Vertrauensverbrecher“ (Im Westen würden wir sie Dissidenten nennen. ) umfasst. Ein Journalist, der negativ aufgefallen ist, gerät so schnell in die Situation, kein Flug- oder Bahnticket kaufen zu können: Was in einem Land von dieser Größe einem Hausarrest in einer Stadt gleichkommt. Um die Dimension zu erkennen: Bisher wurden über 10.000.000 Beförderungstickets aufgrund dieses Systems verweigert. Die größte Gefahr dieser Automatisierung:

Planwirtschaft: Optimiert durch Supercomputer

Freier Markt wird in China als Mittel eingesetzt: Vernünftiger – für die chinesische KP – ist eine funktionierende Planwirtschaft. Diese hat sich bisher, wie in allen sozialistischen Ländern, nicht umsetzen lassen: Daß es problematisch ist, ein Reich mit 1,2 Milliarden Einwohnern, durch ein paar Beamte zu steuern verwundert nicht wirklich. Die chinesische Regierung setzt auf Supercomputer um diese Lücke zu füllen. Wohnraumprobleme und Mieterhöhungen  haben in einer Stadt wie Peking, mit 23 Millionen Einwohnern (Mehr als in NRW!) extreme soziale Auswirkungen. Diese Planung übernimmt ein Computer, der Wohnraum – unter Berücksichtigung der Geburtszahlen und Zuzüge – verwaltet. Ein Algorithmus plant den Wohnungsbau. Funfact: Chinesische Ingenieure haben sich in Deutschland die SCHUFA angeschaut – fanden diese Institution von der Grundidee ganz nett – und bemängelt, daß die Deutschen zu klein denken. In der Volksrepublik wird dieses System nun erweitert getestet. Verkehrssünden, werden z.B. automatisch via SMS sofort geahndet. Inklusive Gesichtserkennung.

Keine Strategie um China zu begegnen

Was aktuell in Deutschland – und Europa – fehlt: Eine eigene Strategie um sich, wie China, für die Zukunft aufzustellen. Wir reden ausdrücklich nicht von einer Gegenstrategie. Der eigene Weg fehlt.

Duisburg: Huawei

Für einen Blog wie Ruhrbarone ist es – natürlich – wichtig, bei einem lokalen Bezug nachzuhaken: Die Publikumsfragen boten hier die beste Chance. Besonders wenn der Referent aus Düsseldorf kommt und Duisburg (Vorort von Düsseldorf) in seinem Blickfeld liegt:

Duisburg ist, aufgrund seines Binnenhafens, einer der Endpunkte der Neuen Seidenstraße.

Auf über 11.000 Kilometern der Yuxinou-Bahnstrecke können Waren zwischen der chinesischen Metropole Chongqing und Duisburg transportiert werden: Ein wichtiges Projekt, auch um chinesische Interessen durchzusetzen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping, bei seinem ersten Deutschlandbesuch, auch den Duisburger Binnenhafen mit einem Besuch beehrte.

Mit dem Projekt Smart City hat Duisburg Huawei als Kooperationspartner. Huawei produziert nicht nur Geräte für den Endverbraucher: Wichtiger für Huawei ist die Technologie, die in Mobilfunkmasten benötigt wird. Bei dieser Technologie ist Huawei Weltmarktführer. Huawei hat, im Jahre 2017, mehr Patente in Europa angemeldet als jedes andere Unternehmen.

Mit der aktuellen 4G-Technologie, hat man die Bandbreite um ruckelfrei auf dem Handy hochaufgelöste Filme zu gucken oder größere Dateien hin- und herzuschieben.

Der neue Standard 5G ist so schnell, daß es keine Verzögerungen bei Übertragungen von Daten gibt. Was banal klingt, hat praktisch weitreichende Auswirkungen: Eine mögliche Anwendung z.B., wäre die Realisierung eines elektronischen Babelfischs: Ein Minicomputer im Ohr der permanent mithört und als Universalübersetzer funktioniert. 

Eine Auswirkung von 5G: Mehr heikle Daten, die über Mobilfunk übertragen werden. Was vielfältige Möglichkeiten für Angriffe bietet: Anstatt Konstruktionspläne zu klauen, fischt man einfach die betreffenden Daten ab.

Ausgehend von der 5G-Debatte, muss auch über die Frage „Wie sicher sind eigentlich unsere Netze?“ gesprochen werden. Bei dieser Diskussion haben sich die Amerikaner eingeschaltet, wie man ja in den letzten Wochen in den Medien verfolgen konnte.

Australien und Neuseeland folgten diesen Aufruf.

In Deutschland wird debattiert.

Hintergrund: Der Einbau von Hintertüren konnte Huawei bisher nicht nachgewiesen werden. Ebenso fehlt ein Beweis, daß Huawei mit der chinesischen Regierung zusammengearbeitet und spioniert hätte.

Aber: Sie könnten. Die Zentrale von Huawei ist in China und der Zugriff des chinesischen Staats auf alle Firmen im Land ist relativ weitreichend. Huawei unternimmt alles um die Produkte sicher zu machen, aber die Befürchtung, daß sich die chinesische Regierung eines Tages einen Zugriff erzwingen könnte, kann die Firma schwer auflösen.

Huawei wird heute schon in allen Netzen eingesetzt: Die Telekom, Vodafone, O2, Telefonica – alle benutzen diese Technologie. Ein Zurück ist schwer möglich – und würde den Ausbau des 5G-Netzes um Jahre verzögern und das Projekt um Milliarden von Euro verteuern.

Auf der anderen Seite, ist der Worst Case viel teurer: Spionage in den Netzen.

Bei amerikanischen Produkten wurden in der Vergangenheit Sicherheitslücken aufgezeigt – der NSA-Skandal ist ja erst wenige Jahre her.

Was aber die amerikanische Spionage von der chinesischen unterscheidet: China hat ein anderes politisches System, die Risiken die von chinesischer Spionage ausgehen, sind weitreichender und dramatischer als bei Spionage durch einen Verbündeten Deutschlands.

Stephan Scheuer: „Sind wir bereit zu sagen, wir wollen nur Komponenten verwenden die in Europa produziert werden? Das würde gehen. Es gibt zwei große Firmen. Ericsson und Nokia, beide aus Skandinavien. Würde aber bedeuten, wir müssen deutlich mehr für unsere Handyverträge bezahlen. Und wir laufen Gefahr, daß Firmen, die auf 5G angewiesen sind, ins Hintertreffen geraten.“

Stephan Scheuers Apell: Einen vernünftigen Mittelweg finden und die Produkte die eingesetzt genau kontrollieren. Und die Gefahr, ausspioniert zu werden, im Hinterkopf behalten.

Smart City – Modellprojekt für Huawei

Klar: Kommunikations- und Informationstechnologien und Vernetzung brungen Vorteile. Wie man auf der Website zum Projekt nachlesen kann:

„Die Smart City Duisburg nutzt Informations- und Kommunikationstechnologien, um kommunale Infrastrukturen, wie beispielsweise Energie, Gebäude, Verkehr, Wasser und Abwasser intelligent zu verknüpfen. Der Informationsfluss zwischen den verschiedenen Infrastrukturen wird analysiert und in Services für Bürger*innen sowie Organisationen übersetzt.

Durch die Umwandlung in eine Smart City soll die Wirtschaftlichkeit gesteigert und die Lebensqualität in der Stadt erhöht werden. Dies erfolgt durch den Ausbau von stadtübergreifendem kostenlosen W-LAN, einen optimierten öffentlichen Nahverkehr sowie die Einführung von E-Government, das Behördengänge vereinfacht.

Die Stadt Duisburg, renommierte Forschungspartner, Technologie-Firmen, lokale Unternehmen sowie städtische Gesellschaften arbeiten zusammen, um Duisburg für Investoren, Bürger*innen und die Wirtschaft attraktiver zu gestalten.“

Duisburg als Aushängeschild für Deutschland, Europa und die Welt: Als Huawei diese Idee vorschlug, wurde dies aus der Politik begeistert aufgenommen: „Hey, bitte kommt!“

Ob dieser Ruf vielleicht voreilig erfolgte, wird die Zukunft zeigen.

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5 Kommentare zu “Der Masterplan – Chinas Weg zur Hightech-Weltherrschaft

  • #1
    ke

    Eine Reise nach China, Indien etc. kann nur jedem Schüler empfohlen werden, um mal zu erleben, wie die boomenden Gesellschaften Asiens aussehen, was dort bspw. in Sachen Technologie passiert.

    Zum Thema China mit Fokus auf Digitalisierung, Datenhunger und Spionage verweise ich gerne auf:
    https://logbuch-netzpolitik.de/lnp280-wolkensensorik

    Dies ist ein China Special mit detaillierten Infos bspw. über die Great Firewall etc. und natürlich auch über das soziale Scoring etc.

    Wir sind ein kleines und eher unbedeutendes Land mit der Tendenz, die Welt erziehen zu wollen. Das hat mehrfach nicht geklappt und wird auch in der nächsten Zeit nicht funktionieren.

    Wenn wir nicht bald den Wettbewerb mit den dynamischen Gesellschaften aufnehmen, werden wir in der Höhle mit Biofutter landen oder von anderen Mächten unterdrückt werden, weil wir nicht gegenhalten können.

    Smart City Duisburg klingt natürlich wie ein Witz, zeigt aber auch, dass die Stadt am Rhein im Zentrum Europas ihr Potenzial einfach nicht ausnutzen kann und sich eher auf das Einsammeln von Fördermitteln und Verzögern von Prozessen konzentriert.

  • #2
    Helmut Junge

    "Wenn wir nicht bald den Wettbewerb mit den dynamischen Gesellschaften aufnehmen, werden wir in der Höhle mit Biofutter landen oder von anderen Mächten unterdrückt werden, weil wir nicht gegenhalten können. "
    ja, das sehe ich auch so.
    Nur müßte dazu ein gigantischer Ruck durch unsere Gesellschaft gehen, und das sehe ich absolut nirgends. Es ist doch nicht nur das winzige Problem der sogenannten Digitalisierung. Große Bereiche unserer Forschung liegen flach, weil weil weil.
    Tonangebend sind doch in Politik und mittlerweile auch in den Verwaltungen, die wissenschaftsfernsten Gestalten, die ich mir vorstellen kann. Das wirkt sich aus. Schon länger. Ich habe aber keine Lust mehr das heute Abend weiter zu diskutieren. Nur ein Beispiel von vielen Beispielen dazu: https://www.welt.de/wissenschaft/article188827661/Neues-Material-uebersteht-extreme-Hitze-und-Kaelte.html
    Und die Frage, warum solch ein Ergebnis nicht in Deutschland zustande gekommen ist, obwiohl "wir" schon sehr lange auf dem Gebiet forschen. Warum? Am Geld mangelt es nicht.

  • #3
    Jiri

    Es ist immer wunderbar, wenn suggeriert wird, eine Weltherrschaft würde übernommen. China ist genauso von der Vermehrung des Kapitals abhängig wie alle anderen Nationen. Das natürlich in China mehr als 1 Milliarde Menschen leben und diese derzeit unter einer autoritären Führung leben, ist klar. Davon wird aber keine Weltherrschaft etabliert.

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