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Der Ruhrpilot

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55 Kommentare zu “Der Ruhrpilot

  • #1
    ke

    @ Polizei hält Muslime am Kölner Bahnhof fest – Zentralrat ist empört…Welt

    So wie die Situation in dem Artikel beschrieben finde ich es gut, dass die Polizei sofort jede mögliche Gefahr ausschließt. Erst vor ein paar Monaten gab es dort eine Geiselnahme.

    Bei Sicherheitskontrollen, in Flugzeugen/Bahnen, in Menschenansammlungen etc. ist unverantwortlich, irgendwelche Handlungen durchzuführen, die ein Teil der Menschen als Gefahr ansieht.
    Zu diesen Verhaltensweisen gehört für mich auch das beschriebene Verhalten.

    Ich bin erstaunt, dass ein Einhandmesser heute von der Presse offensichtlich als normaler Gegenstand betrachtet wird, den man benötigt, wenn man zum Bahnhof geht. Bin ich der einzige Mensch in NRW, der kein Messer bei sich hat?

  • #2
    Helmut Junge

    @ke "Einhandmesser" , also Messer, die mit einer Hand die Klinge herausspringen lassen, sind seit 2008, also seit 11J ahren verboten.

  • #3
    Peter Ansmann

    @ke

    Der Zentralrat der Muslime ist immer empört. Und natürlich war es richtig einzuschreiten.

    Punkt ist: Alle Attacken mit Messern oder Schusswaffen starten mit Ausrufen wie "Allahs Akbar" oder "Taktir". -> Wie Du geschrieben hast: "Eine Handlung… …die ein Teil der Menschen als Gefahr ansieht."

    Das Einhandmesser wurde allerdings erst bei der Kontrolle danach entdeckt und hatte mit der (richtigen) Reaktion der Polizei nichts zu tun,

    Es gibt auf der Faceboolseite der Ruhrbarone dazu übrigens ein gutes Videostatement von Tobias Huch. Und die kurdische Gemeinschaft hat sich auch klar zugunsten der Polizei positioniert:

    https://bit.ly/2MtE2a6

  • #4
    Wolfram Obermanns

    Wobei von "Einhandmesser" meines Wissens bisher keine Rede war.

    Der Vorgang zeigt die beschissene Lage, in der sich Muslime heute befinden.

    Zum einen war Ramadan und da kleidet man sich schon mal entsprechend.
    Zum Anderen ist das aber ein Dresscode der hier in D gut und gerne als IS-nah erkannt wird. Wenn das die richtigen Rabauken waren, wird es denen auch klar gewesen sein. So gesehen gab’s zu recht was auf die Finger.

    Wenn sich der ZMD echauviert hat er also nicht ganz unrecht.
    Seine Ignoranz gegenüber dem weiteren Kontext lässt ihn aber auch nicht gerade als Speerspitze des interkulturellen/interreligiösen Dialogs und der Integration in D erscheinen. Er könnten die Jungs nämlich auch fragen, ob sie in dem Dress und "Allahhu akbar" rufend durch den Bahnhof laufend noch ganz frisch in der Mütze sind. Ganz abgesehen davon, daß leichtfertige Gottesanrufungen auch im Islam nicht gerade von Frömmigkeit zeugen.
    Er hätte also von den jungen Helden auch wenig in beide Richtungen angemesseneres Auftreten einfordern können.

    Bei den großen Verbänden vermisse ich gerade auf höherer Ebene regelmäßig eine ausreichende Kompetenz. Die Neuausrichtung der NRW-Landespolitik, die diese weniger bedeutungsvoll werden lässt, halte ich für konstruktiv für den interreligiösen Dialog.

  • #5
    Ke

    Die Bezeichnung des Messers ist aus der Polizeipresse Köln.

    Formulierungen wie im folgenden Artikel finde ich verstörend. Hier wird diese Waffe nach meinem Empfinden abgewertet. Warum? Wir dürfen nicht akzeptieren, dass Waffen in der Öffentlichkeit getragen werden.

    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/koeln-umstrittene-polizeikontrolle-am-bahnhof-a-1271248.html

    "Bilder in den sozialen Medien zeigen drei Menschen, ausgestreckt und mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden liegend, während sie von der Polizei kontrolliert werden. Die Polizei fand ein Messer, sonst keine Waffen."

  • #6
    paule t.

    Es ist eine Sache, ob man Leute, die sich auf eine Weise verhalten, die andere als bedrohlich empfinden (wenn auch zu Unrecht), kontrolliert und sie die Außenwirkung dieses Verhaltens erkennen lässt.

    Es ist aber eine ganz andere, ob man sie dann, wenn die Polizei ja wohl feststellt, dass keinerlei Gefahr gegeben ist, fesselt, auf den Boden legt, zur Wache mitnimmt und dort eine Stunde festhält. Welche Rechtfertigung gibt’s dafür? Widerstandshandlungen wird’s ja wohl nicht gegeben haben, da davon nichts erwähnt wird und die Polizei ja eher nicht damit zögert, sowas festzustellen.

  • #7
    thomad weigle

    "Aloha aktba" geht halt nun mal mittlerweile ein Ruf wie Donnerhall voraus. Da darf sich niemand über entsprechende Reaktion wundern. Die Polizei hat richtig gehandelt.

  • #8
    Martin

    @ thomad weigle

    "Der gefährliche Mann mit dickem Bart, weißem Gewand, Granatenweste und Ziege als Haustier ist spätestens seit 9/11 das Bild von Muslim*innen weltweit, seit Pegida und AfD auch in Deutschland. So wird eine rassistische Karikatur von einer nicht wirklich definierbaren Gruppe gezeichnet, die jegliche Gewalt gegen alle, die angeblich zu dieser diffusen Gruppe gehören, rechtfertigt. Man kennt die jeweiligen Gruppen, Länder, Gesellschaften und Kulturen kaum oder gar nicht, und das braucht man auch nicht: Es sind doch schließlich ’alle gleich’."

    http://www.taz.de/Polizei-fixiert-Unschuldige-in-Koeln/!5598162/

  • #9
    Wolfram Obermanns

    @ Martin
    Eben drum müssen sich die Kölner Jungs fragen lassen, warum sie in D den Dresscode dieses Islam zitieren. Heiligmäßig ist an diesem Outfit ganz und gar nichts
    http://ghandour.de/sunna-kleidung-gibts-nicht/
    Wenn sie sich mit diesem Mördern so gleich machen, können sie sich auch auf entsprechende "Kritik" einstellen. Für viele Kurden und Schwarze, die durch Nordafrika hierher gekommen sind, wird so ein Auftritt, gespeist aus sehr konkreter Lebenserfahrung, ein sehr erschreckendes Erlebnis gewesen sein. Ein Minimum an interkultureller Sensibilität ist von allen Mitgliedern einer multikulturellen Gesellschaft zu erwarten.

    Grundsätzlich sei daran erinnert, daß vieles an dem Hergang strittig ist. Ob überhaupt "Allahhu Akbar" gerufen wurde oder nicht, ist bereits unklar. Und viele werden sich an den muslimischen Jungen in USA erinnern, der wegen einer selbst gebastelten Armbanduhr als vermeintlicher Bombenleger verhaftet wurde. Daß eine kollektive Hysterie hierbei eine Rolle gespielt haben mag, ist Stand heute nicht auszuschließen.
    Ob die Kerls in fortgeschrittene Punk-Attitüde diese womöglich provoziert haben, ist allerdings auch nicht auszuschließen. Sowas kommt von sowas. Warum darum irgendjemand weiteres deswegen zusätzlich in Hysterie verfallen sollte, erschließt sich mir nicht.

  • #10
    Martin

    @ Wolfram Obermanns

    wenn du den Artikel der Taz gelesen hättest, wüßtest du, "warum sie in D den Dresscode dieses Islam zitieren":

    http://www.taz.de/Polizei-fixiert-Unschuldige-in-Koeln/!5598162/

    "An jenem Tag handelte es sich um den ersten Tag des Ramadan-Festes am Ende der Fastenzeit in einem der drei Heiligen Monate des Islams. Es ist Tradition, sich an Festtagen schick anzuziehen und Verwandte zu besuchen. In meiner Kindheit war es üblich, dass Kinder „Bayramlık“ geschenkt bekamen – schicke Kleidung extra für die Festtage. Ein Blick auf die betroffenen Männer reicht aus zu verstehen, dass es genau darum ging. Auf dem Foto, das die Bild in ihrer Meldung einbettete, sieht man einen jungen Mann von hinten, der mühsam frisiert, und sauber und frisch angezogen ist. Er trägt eine traditionelle Weste, die man von Festtagen und Hochzeiten kennt."

  • #11
    Nina

    Die Polizei hat nur ihre Arbeit gemacht!
    Man stelle sich vor, es wären wirklich Terroristen gewesen und die Polizei so: "Ach was, hey, ist doch gerade Ende des Ramadams, da ist es ja üblich, dass Moslems mit langen Gewändern unterwegs sind und "Allahu Akbar" rufen."
    Im Kontext der letzten Jahre, der Attentate, des Terrors, des präsenten IS ist doch wohl mehr als klar, wie solch ein Auftreten wirkt, oder? Würde ich das sehen, wäre ich ebenfalls alarmiert.

  • #12
    Martin

    @ Nina

    "Die Polizei hat nur ihre Arbeit gemacht!"

    macht man so "seine Arbeit":

    "Stellen Sie sich vor: Sie machen sich schick für einen festlichen Besuch und werden gerade deshalb mit Gewalt auf den Boden geschmissen. Es sollen andere Bahnfahrer*innen gewesen sein, die die Polizei alarmierten. Sie sahen also festlich gekleidete Männer und dachten gleich an Terroristen. Wir wissen nicht, wer diese Männer sind. Es ist gut möglich, dass es Deutsche sind. Deutsche, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, arbeiten gehen, Steuern zahlen."

    http://www.taz.de/Polizei-fixiert-Unschuldige-in-Koeln/!5598162/

  • #13
    Wolfram Obermanns

    Um das zu wissen, brauche ich nicht die TAZ lesen. (Wie Du wüsstest, hättest Du mein früheres Posting gelesen. 😉 )
    So oder so müssen sich die jungen Männer dennoch die Frage gefallen lassen, wie sie sich zum Bedeutungswandel dieser Kleiderordnung positionieren wollen.
    War schon immer so, wäre zu hinterfragen! Schick – wo bitte, wäre zu hinterfragen! der Dresscode der Mörder als normativ für den frommen Muslim ist zu hinterfragen!

    Wer das unterlässt, soll mir bitte nicht mit interkultureller Kompetenz kommen. Eine Zeitung, die eine regional begrenzte Tracht, die zur Uniform von Mörderbanden geworden ist, für muslimisch hält, sollte vielleicht doch noch mal etwas Zeit in Recherche investieren und es im Weiteren unterlassen ihre primitiven Feindbilder zu pflegen. Diese Flatearther einer Migrationsgesellschaft von der TAZ sind keine belastbare Referenz, sondern Repräsentanten einer desinteressierten Schickeria, die ihr unterkomplexes, binäres Weltbild mit Multikulturalismus verwechseln.

  • #14
    Arnold Voss

    Hätten die Polizisten durch ihr (über)schnelles eingreifen ein Attentat verhindert, wären sie jetzt Helden und die Dikussion würde gar nicht stattfinden. Da das nicht der Fall war, haben sie stattdessen die rassistische Arschkarte gezogen. So läuft das heute halt. Schön, dass ein paar Leute dabei nicht mitmachen.

  • #15
    Wolfram Obermanns

    #6 paule t.
    Der Einwand ist in soweit berechtigt, als daß er von der Annahme ausgeht, neben Widerstand gäbe es keine weiteren guten Gründe nach der Fixierung der Männer sie für das weitere Prozedere vom Ort des Geschehens weg zubringen. Ich könnte mir welche vorstellen, aber das wäre auch nur Spekulation.

    Aufgrund der dürftigen wie widersprüchlichen Informationslage abschließende Urteile zu fällen, halte ich für Fahrlässigkeit. Der Vorverurteilung der jungen Männer steht die Vorverurteilung der Beamten gegenüber. Und so pflegen die disfunktionalen Milieus beschränkter Xenophoben und erleuchteter Autochthophoben ihre Feindbilder und sehen sich einem staunenden Publikum gegenüber, das sich fragt, unter welchem Stein haben die die letzten 20 Jahre gelebt?

  • #16
    Helmut Junge

    Die Polizei hat die ihr Verdächtigen doch sofort freigelassen, nachdem ihr klar wurde, daß der Verdacht unbegründet war. Das war nach einer Stunde der Fall. Soll dieses "Karwerden", nur weil es länger gedauert hat, als es bei der TAZ-Journalistin vermutlich der Fall gewesen wäre, direkt als Rassismus gewertet werden? Nach dem Motto: "Hat mir zu lange gedauert, also Rassismus? "
    Echt? Und solchen absurden Denkprozessen soll ich folgen?
    Etwas tiefgründiger müssen Argumente bei mir schon sein.

  • #17
    Peter Ansmann

    Jedes Attentat mit Schusswaffen, Messern, etc. der letzten Jahre wurde durch "Taktier"- und "Allahu Akbar"-Rufe eingeleitet. Über die Nationalität der betroffenen Personen habe ich bisher noch nichts gelesen, ist aber auch irrelevant: Sven Lau und Pierre Vogel wären so Aktionen ja auch zuzutrauen.

    Wenn man Allahu-Akbar-rufend durch die City rennt, kann man sich die Reaktion ja ungefähr ausrechnen. Die Polizei hat alles richtig gemacht, besonnen reagiert und keiner wurde verletzt: Besser geht’s kaum.

  • #18
    Martin

    @ Arnold Voss

    die "rassistische Arschkarte" zieht man, wenn man sich rassistisch verhält. Scheint aber très chic zu sein, dabei mitzumachen, wenn ich mir die Kommentare hier anschaue …

  • #19
    ke

    @Martin:
    Ich habe im Leben genügend Länder besucht. Da brauche ich keine Aufklärung aus der TAZ-Blase. Die Redakteure leben meistens in ihrer eigenen Welt, was auch durch die Kommentare zu diesem Fall in der TAZ deutlich wurde.

    Wir leben in Zeiten von Anschlägen, und da ist es unsere Aufgabe auch die Sicherheitsbehörden zu unterstützen. Auf Flughäfen wird auch direkt reagiert, wenn jemand witzig sein will. So ist unsere Kultur. Dass Sicherheitskräfte eine Eigensicherung betreiben, ist auch verständlich.

    Deshalb ist es für mich auch wichtig, dass die Polizei Unterstützung für ihre Arbeit erfährt und sich weiter auf ihre Erfahrungen und Instinkte berufen kann. Sonst kann sie ihren Job nicht machen.

    Es handelte sich dann auch noch um zumindest einen bewaffneten Mann (das Einhandmesser).
    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/4288800

  • #20
    Nina

    @18 Martin:
    "die "rassistische Arschkarte" zieht man, wenn man sich rassistisch verhält." Nö, so läuft das nicht immer. Es gibt unzählige Negativ-Beispiele, wo reflexhaft "Rassismus", "Sexismus", "Faschismus" gekräht wird, wo nichts dergleichen vorliegt. Diese Begriffe dürfen nicht für eigene Zwecke, weil mir gerade etwas nicht passt, missbraucht und aufgeweicht werden. Damit schadet man auch den Menschen, die tatsächlich benachteiligt werden! Und es beleidigt in dem Fall die Polizisten, die ihren Job gemacht haben. Die müssen sich nun so einen Unsinn anhören?

  • #21
    Wolfram Obermanns

    #18
    Geht es noch armseliger?
    Falls sie jemals Mitglied einer bunten, multikulturellen Gesellschaft werden wollen, sollten sie die Filterblase der Islamismusskeptiker (analog zu Klimaskeptiker) verlassen. Außerdem werden sie sich auch für die Belange anderer migrantischer Gruppen interessieren müssen, neben denen, die sie in eben auch nur rassistischer Weise glauben in jeweils selbst genehmer Weise Paternalisieren zu dürfen.

    Und falls sie Muslime tatsächlich interessieren sollten, dann fordern sie doch bitte auch noch ihr Lieblingsblatt auf, sich mal wirklich für deren verbrieften Rechte, die fortgesetzt vom Berliner Senat mit Füßen getreten werden, einzusetzen. Aber wahrscheinlich haben sie nicht die geringste Ahnung, was ich meine, was wiederum alles über sie sagt, wie das Schweigen der TAZ dazu alles über dieses Blatt sagt.
    Viele Grüße an die links-rassistische Szene in der Komfortzone des kostenlosen Multikulturalismus.

  • #22
    paule t.

    #16 Helmut Junge
    "Die Polizei hat die ihr Verdächtigen doch sofort freigelassen, nachdem ihr klar wurde, daß der Verdacht unbegründet war. Das war nach einer Stunde der Fall. "

    Das ist jetzt aber polizistenfeindlich.

    "Hmm, wir haben bei der Durchsuchung nur ein Messer an Waffen gefunden, die können uns sagen, warum sie gerannt sind und wo sie hinwollen, und Widerstand geleistet haben sie auch nicht. [Das schließe ich immer noch daraus, dass die Polizei nichts davon erwähnt.] Wenn wir die jetzt zu Boden bringen, fesseln und wegbringen, und dann noch eine Stunde ganz scharf nachdenken, könnte uns klar werden, ob die harmlos sind."

    Sie "entlasten" die Polizisten vom Vorwurf des Rassismus gerade dadurch, dass sie sie zu einem Haufen von Idioten erklären.

    Ich warte jetzt nur noch darauf, dass die Polizei jeden Typen, der Klischeemerkmale eines Nazis an sich hat, ähnlich behandelt.

  • #23
    Wolfram Obermanns

    #16 Helmut Junge
    So geschmeidig würde ich das nicht abtun wollen. Ob die Männer überhaupt irgendwas rufend unterwegs waren ist strittig.

    Gesetzt den Fall wir sehen eine etwas exotisch gekleidete Gruppe Männer, die hinter ihrem Zug her sprintet. Diese Männer tragen Festtagskleidung, weil sie einen eben solchen begehen wollen. Diese Männer werden von der Polizei niedergerungen, fixiert und für eine Stunde in Gewahrsam genommen.
    Das wäre für sich genommen völlig unangemessen.

    Weder Du noch ich können ein solches Szenario sicher ausschließen. Die Möglichkeit einer medial getriggerten Islamhysterie ist gegeben (vgl. der Junge mit der Armbanduhr).

    Ebenso vorstellbar ist eine Gruppe junger Männer, die Punk-mäßig auf "dicke Hose" machen und mal ein paar Spießer erschrecken wollen. Grundsätzlich eigentlich harmlos ist das bei den aktuellen Gegebenheiten maximal bescheuert und gegenüber den hier lebenden gar nicht mal so wenigen Opfern islamistischer Gewalt maximal instinktlos.

    So oder so werden sich Muslime damit auseinander setzen müssen, daß die islamistischen Mörderbanden ihnen Teile auch ihrer bewahrenswerten Traditionen gestohlen haben. Ein zunächst völlig harmloses, das Stadtbild bereicherndes Bild gut gekleideter Männer ist hochgradig ambivalent geworden. Die Deutungshoheit über dieses Bild hat kein Redakteur der TAZ oder Du oder ich und schon gar nicht in Ferndiagnose.

    Diese Deutung lag in der Hand des Publikums vor Ort, das die Polizei gerufen hat. Die Deutung solcher Situationen wird auch in Zukunft in der Hand des Publikums vor Ort und nicht von Redakteuren von jenseits des funktionierenden Teils der Republik und ihrer Groupies liegen. Dieser Tatsache werden alle Mitglieder einer wie auch immer gearteten multikulturellen Gesellschaft Rechnung tragen müssen. Das ist für die Polizei herausfordernd und für Bürger mit liberaler Grundhaltung in der Nachbetrachtung schwierig. Für manche wird natürlich auch weiterhin alles ganz klar und einfach bleiben.

  • #24
    thomad weigle

    In der bunten Multikultigesellschaft ist Kritik am Islam und Muslimen nicht vorgesehen und verfällt der sofortigen Ächtung. Ich ziehe mir diesen Schuh schon lange nicht mehr an.

  • #25
    Helmut Junge

    @Paule 22, @Wolfram Obermanns 23
    Solange ich zurückdenken kann, war es unter Linken aller Schattierung verpönt, Polizist zu werden.
    Darum wird es unter Polizisten auch nur wenige Linke geben.
    Was denen, die Polizisten geworden sind, verdächtig erscheint, könnte sich aus genau diesem Grund auch, von dem, was Linke, sagen wir z.B. was der TAZ-Artikelschreiberin, oder auch mir selber verdächtig erscheinen würde, unterscheiden.
    Der TAZ-Schreiberin wird vermutlich überhaupt nichts, was mit Migranten zu tun hat "verdächtig" vorkommen. Aber diesen Polizisten schon. Wie bereits erwähnt, gibt es fast keine Linken in der Polizei. Hat aber jemand einen Verdacht, der zu seinem Weltbild paßt, wird dieser Verdacht auch nicht so schnell verfliegen. Das dauert eben und hat nichts mit "Idiotie" zu tun wie Paule mir gerne unterschieben möchte. Paule soll sich mal selber überprüfen, ob er so leicht von einem Verdacht abläßt, wenn es gegen Rechte geht. Irgendwas wird schon dran sein, wenn ich auch nicht sehen kann wo. Oder liege ich da falsch, Paule?
    Und Wolfram, wenn du mir abnimmst, daß ich so denke, wirst du vielleicht zugeben, daß ich es überhaupt nicht so "geschmeidig abtun" möchte. Nun sind Polizisten, bzw. müssen sie berufsmäßig mißtrauisch in die Welt gucken. Und wenn Leute beklagen, daß sie einseitig gucken, stimme ich oft genug zu.Wie könnten sie auch anders? Die könnten auch nicht mit den Augen ihrer Kritiker gucken. Darum ist es gut, daß es eine Gewaltenteilung gibt, und daß sie selber kein Urteil fällen dürfen. Andererseits steht es jedem Kritiker frei, entweder selber Polizist zu werden, oder seine Kinder dazu ermutigen diesen Schritt zu wagen. Ich habe weder das Eine , noch das Andere getan, aber ich verlasse mich auch mehr auf die Gewaltenteilung, als auf die Polizei. Und kritisieren darf ich natürlich auch noch. Manchmal hilft es.

  • #26
    ke

    @24 T Weigle
    Eine Gesellschaft kann sich nur positiv weiterentwickeln, wenn positive Faktoren und Probleme transparent diskutiert werden.
    Dabei ist es mir egal, welche Menschen bzw. Gruppe ich kritisiere bzw. positiv hervorhebe. Wir haben einen Staat erschaffen, der für mich in vielen Bereichen positiv ist, und jetzt an die Globalisierung angepasst werden muss. Dabei bin ich nicht bereit, Sachen, die für meine Vorfahren an Freiheit und Rechten erkämpft hatten, wieder aufzugeben.

  • #27
    Martin

    @ Wolfram Obermanns

    je mehr es jemand nötig hat, beleidigend zu werden, desto weniger hat er zu sagen.

    Allen Lesern empfehle ich noch einmal ausdrücklich den Artikel der taz, weil die Autorin Sibel Schick vermutlich besser weiß, worüber sie redet, als "alte, weiße Deutsche", denn:

    Sibel Schick ist 1985 in Antalya (Türkei) geboren und wohnt seit 2009 in Deutschland.

    http://www.taz.de/Polizei-fixiert-Unschuldige-in-Koeln/!5598162/

  • #28
  • #29
    paule t.

    @#25 Helmut Junge
    "[…] Darum wird es unter Polizisten auch nur wenige Linke geben.
    Was denen, die Polizisten geworden sind, verdächtig erscheint, könnte sich aus genau diesem Grund auch, von dem, was Linke, sagen wir z.B. was der TAZ-Artikelschreiberin, oder auch mir selber verdächtig erscheinen würde, unterscheiden.
    Der TAZ-Schreiberin wird vermutlich überhaupt nichts, was mit Migranten zu tun hat "verdächtig" vorkommen. Aber diesen Polizisten schon. Wie bereits erwähnt, gibt es fast keine Linken in der Polizei. Hat aber jemand einen Verdacht, der zu seinem Weltbild paßt, wird dieser Verdacht auch nicht so schnell verfliegen."

    Lieber Herr Junge, Sie machen es echt nicht besser. Jetzt vermuten Sie, die Polizisten könnten länger als notwendig an einem Verdacht festgehalten haben, weil er in ihr "Weltbild" gepasst haben könnte.
    Damit entkräften Sie aber meinen Vorwurf der Idiotie keineswegs, denn wenn man bei einer Kontrolle nichts wesentliches feststellt, stellt man nichts fest, Weltbild hin oder her, und braucht keine Stunde, damit einem das "klar wird". Der Verdacht muss auch nicht "verfliegen" – entweder er bestätigt sich bei einer Kontrolle oder eben nicht.
    Sie fügen dem nur noch Unprofessionalität hinzu – denn die Polizei soll gefälligst neutral arbeiten und nicht nach ihrem Weltbild. (Ja, solche Fehler sind menschlich, aber deswegen doch trotzdem zu kritisieren, wenn sie vorkommen.)
    Und darüberhinaus bestätigen Sie dann doch wieder den Vorwurf, das Vorgehen sei rassistisch begründet. Denn was soll das von Ihnen vermutete "Weltbild" denn sonst sein, wenn dadurch ein Verdacht allein deshalb plausibel scheint und auch ohne bestätigende Ergebnisse einer Kontrolle eine Stunde zum "Verfliegen" braucht, weil die Leute fremdländisch aussehen?

  • #30
    paule t.

    @ #23 Wolfram Obermanns
    Zitat: "Gesetzt den Fall wir sehen eine etwas exotisch gekleidete Gruppe Männer, die hinter ihrem Zug her sprintet. Diese Männer tragen Festtagskleidung, weil sie einen eben solchen begehen wollen. Diese Männer werden von der Polizei niedergerungen, fixiert und für eine Stunde in Gewahrsam genommen.
    Das wäre für sich genommen völlig unangemessen."

    Meine Rede. Und da die Polizei nichts vorgebracht hat, was während oder als Ergebnis der Kontrolle dieses Vorgehen rechtfertigt, gehe ich zunächst mal davon aus, dass da auch nichts war. Der allgemeinen Erfahrung nach zögert die Polizei ja eher nicht, Widerstandshandlungen festzustellen und mitzuteilen, gelegentlich auch, nun ja, mit einer sehr weiten Definition von "Widerstandshandlung".

    Allenfalls mag richtig sein:

    "Ebenso vorstellbar ist eine Gruppe junger Männer, die Punk-mäßig auf "dicke Hose" machen und mal ein paar Spießer erschrecken wollen. Grundsätzlich eigentlich harmlos ist das bei den aktuellen Gegebenheiten maximal bescheuert und gegenüber den hier lebenden gar nicht mal so wenigen Opfern islamistischer Gewalt maximal instinktlos."

    Das kann natürlich so sein. Aber das (ob tatsächlich so geschehen oder von Zeugen nur so wahrgenommen) würde ja überhaupt erst nur eine Kontrolle rechtfertigen – denn allein in exotischer Kleidung durch den Bahnhof zu rennen rechtfertigt ja wohl überhaupt kein polizeiliches Vorgehen. Das beschriebene Vorgehen würde ich dadurch aber auch nicht gerechtfertigt sehen.

  • #31
    ke

    @27 Martin
    Der Artikel (oder ist es ein Kommentar) erfüllt nicht meinen Qualitätsanspruch.
    Er beginnt wie ein Roman, unterdrückt einige Fakten (Messer, Rufe) und endet in Textbausteinen, die wahrscheinlich unter jedem TAZ-Artikel abgedruckt werden. Man muss ja die Vorurteile der eigenen Zielgruppe immer wieder bestätigen. Natürlich mit Gender-Sternchen.

    Von Journalisten erwarte ich mehr. Meistens ignoriere ich deshalb auch die TAZ, da ich mit der Blase der Zielgruppe wenig anfangen kann.

    INteressant sind in diesem Fall eher die Kommentar zu dem Artikel.

  • #32
    Wolfram Obermanns

    #27
    Und wann kommt dann von Ihnen endlich mal ein Argument und keine Beleidigung oder Unterstellung?
    Sibel Schick erzählt von ihren Kindheitserinnerungen in der Türkei. Was ist das bitte schön für eine Referenz in einer multikulturellen Gemengelage?

  • #33
    Helmut Junge

    Paule, es ist Ihre und nicht meine Analyse mit der "Idiotie". Sie haben den Selbsttest nicht gemacht, oder sich das Ergebnis beschönigt. Unehrlichkeit sich selber gegenüber ist ja nicht strafbar, aber eben falsch. Nach Ihrer Logik gibt es leider keine komplexen Zusammenhänge, die schwer zu klären sind, weil man befangen ist. Sie sind nie befangen. Ein Pluspunkt oder ein Manko? Ich will es nicht entscheiden.

  • #34
    Arnold Voss

    @ Martin # 18

    Hier mal was von einem "alten weißen Deutschen", der nach ihrer Ansicht schon wegen seiner Hautfarbe und seines Jahrgangs nur weniger wissen kann als eine viel jüngere Migrantin.

    https://www.ruhrbarone.de/wie-der-postmoderne-antirassismus-zum-hemmschuh-der-multikulturellen-gesellschaft-wird/137996

  • #35
    Wolfram Obermanns

    @Helmut Junge
    Ich muß gestehen, daß ich Deine Postings #16 und #25 inhaltlich nicht übereinanderbekomme, sie erscheinen mir widersprüchlich.
    Auf der einen Seite (#16) scheinst Du die Position zu vertreten, die Handlungsweise der Polizei sei so oder so korrekt, andererseits (#25) stellst Du subjektive, politische oder andere nicht näher benannte Präferenzen als Handlungsmotiv der Polizei in den Raum. In einem Rechtsstaat sollten aber nun mal auch belastbare, nachvollziehbare objektive Kriterien gelten. Wo sind die in der Argumentation?
    Erscheint Dir die Handlungsweise der Polizei bei dem von mir skizzierten ersten Szenario aus #23 korrekt? Im Abgleich mit welchem anderen üblichem Vorgehen der Polizei meinst Du das feststellen zu können?

  • #36
    Wolfram Obermanns

    @ paule t.
    "denn allein in exotischer Kleidung durch den Bahnhof zu rennen rechtfertigt ja wohl überhaupt kein polizeiliches Vorgehen. Das beschriebene Vorgehen würde ich dadurch aber auch nicht gerechtfertigt sehen."
    Ob es nur das war, wäre eben noch abzuwarten. Hilferufe von Zeugen wären schon mal ein starkes Motiv. Und ich kenne inzwischen einige Schwarze, die die Hölle in Lybien erlebt haben und bei traditionell gekleideten Muslimen die "Allahu akbar" rufend auf sie zu kommen, gar nicht anders können als nur noch um ihr Leben zu laufen.
    Wieso wird diese Realität, die insbesondere seit 2015 Einzug in unser Land gehalten hat, bis heute ignoriert?
    Mehr als die Pflege noch nicht in der aktuellen Gegenwart angekommener Vorurteile kann ich darum beim gegebenen Informationsstand bei der Beurteilung dieses Polizeieinsatzes häufig nicht erkennen.

  • #37
    Ke

    Ein Kommentar der Bild
    https://m.bild.de/politik/kolumnen/kolumne/umstrittener-polizei-einsatz-in-koeln-ein-kommentar-62484566.bildMobile.html

  • #38
    Martin

    @ alle

    es scheint ja hier ein Riesending zu sein, wenn jemand – "allāhu akbar" – sagt.

    Allein – "allāhu akbar" – scheint für einige Kommentatoren jedwede Form eines Polizeieinsatzes zu rechtfertigen (wie auch für die BILD).

    Wenn man es nicht aus eigener Erfahrung kennt, kann man es ja auch erst einmal nachlesen, wikipedia:

    "Durch die mediale Präsenz des "islamistischen Terrorismus" ist der Ausdruck „Allahu akbar“ vor allem im Westen mit diesem konnotiert. Tatsächlich aber findet der Ausdruck bei Muslimen und auch arabischsprachigen Christen eine alltägliche Verwendung zu verschiedenen Anlässen."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Takbīr

  • #39
    Helmut Junge

    @Wolfram Obermanns,
    1. ja ich halte die Vorgehensweise der Polizei für korrekt.
    2. Ich kann deinen Gedankengängen (23) durchaus folgen. Sie zeigen aber auch, wie komplex manche Zusammenhänge sein können.
    3. Es gibt nachweislich auch immer wiederkehrende Fehler, wie ich es in (25) beschrieben habe.
    Ich glaube aber nicht, daß der hier diskutierte Fall dazu gehört.
    Ich hoffe, daß ich jetzt meine Position besser verständlich formuliert habe.

  • #40
    Nina

    Wären es Frauen gewesen, wäre die Polizei sexistisch. Wären es Schwule gewesen, wäre die Polizei homophob.
    Wären es Schafe gewesen, wäre dies ein tierfeindliches Land! Und zwar massiv!
    Wären es alte, weisse Männer gewesen, wäre es… ach nee, interessiert keinen (und verdient hätten sie es ja diese Imperatoren!).
    Sog. Möchtegern-Antirassisten, die laut und reflexhaft krähen, dies sei Rassismus, spielen mit dieser Falsch-Unterstellung Rechten, insb. der AfD, in die Hände. Darüber machen sich solche Möchtegern-Antirassisten aber keine Gedanken. Ob Linke oder prominente Menschen, die gerade laut krähen-sie arbeiten der AfD zu.

  • #41
    Wolfram Obermanns

    #39 Helmut Junge
    Ich versuche Dich mal in eignen Worten zusammenzufassen um sicher zu stellen, daß ich Dich jetzt richtig verstanden habe.
    Der Einsatz ist so oder so korrekt.
    Der Einsatz war nicht fehlerlos, ist aber in einem vertretbaren Rahmen geblieben. Vertretbar sind die Fehler, weil sie im Rahmen menschlich subjektiver Kriterien zu verorten sind und die bei anderer Präferenz in anderen Zusammenhängen ebenso vorkommen. Die harten Kriterien rechtstaatlichen Handelns sind nicht tangiert worden.
    Richtig?

  • #42
    Arnold Voss

    @ Martin # 38

    Mal etwas von einem alten weißen Atheisten zum Ruf " Gott ist groß" gefällig?

    https://www.ruhrbarone.de/ich-kann-das-wort-gott-einfach-nicht-mehr-hoeren/86444

  • #43
    Martin

    @ Arnold Voss

    ich bin selber "ungläubig", deshalb muß mich niemand zum Atheismus bekehren.

    Bei der Diskussion geht es aber nicht um berechtigte Religionskritik, sondern um einen Einsatz der Polizei, und die Frage: war er o.k.? oder übergriffig?

    Vielleicht könnte die Polizei in Zukunft jeden auf dem Boden fixieren, der "Grüß Gott!" sagt?

  • #44
    Arnold Voss

    @ Martin 43

    Ich will Niemanden bekehren. Im Gegenteil, ich achte den Glauben eines jeden Menschens.

    Ob ich mit Gott Grüße, oder ob ich laut rufend seinen Namen Preise, ist allerdings nicht nur von der Lautstärke her ein großer Unterschied. Tue ich das auch noch aggressiv, erst recht. Wie man darauf angemessen reagiert? Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht. Ich wohne seit Jahrzehnten mit Muslimen Haus an Haus. Mein Hausmeister ist Muslim. Ich habe ihn und meine Nacharn noch nie laut Allahu Akbar rufen hören.

  • #45
  • #46
    Helmut Junge

    @Martin, "Vielleicht könnte die Polizei in Zukunft jeden auf dem Boden fixieren, der "Grüß Gott!" sagt?"
    Genau das würde geschehen, wenn solche Gruppen bereits einige Meuchelmorde begangen haben. Dann wäre jeder, der sich so verhält, verdächtig. Woher ich das weiß?
    Weil in Europa etliche Religionskriege stattgefunden haben. Und da war immer schnell der Kopf ab, wenn auch nur die Betonung geringfügig anders, also verdächtig war. Geschichtsunterricht kann manche Frage klären. Da haben die alten weißen Männer den jüngeren weißen Männern weil sie in der Schule nichts abwählen durften, möglicherweise etwas voraus. Kann man aber alles nachlesen, sofern man will. Wikipedia hilft.

  • #47
    ke

    @43 Martin
    Ihre Vergleiche passen nicht,
    Vielleicht hilft es, sich mit der Historie des Kölner Bahnhofs in den letzten Jahren und sich mit den letzten Anschlägen zu beschäftigen.

    Dann sind Parallelen erkennbar. Ich kann mich an kein "Grüß Gott" Attentat erinnern und kenne diesen Gruß auch eher aus dem Süden in einem zumeist sehr freundlichen Setup.

  • #48
    Martin

    @ Helmut Junge @ ke

    ihr wollt Muslimen also pauschal unterstellen, dass sie "Meuchelmörder" sind, "Anschläge" verüben?

    Könnt ihr mal erklären, warum eure Haltung, einer Gruppe von Menschen aufgrund deren Glaubens negative Eigenschaften zuzusprechen, kein Rassismus sein soll?

    Im übrigen würde ich mal eine Statistik zu Rate ziehen, wie groß in Deutschland das persönliche Risiko ist, Opfer eines Anschlags (von wem auch immer) zu werden. Dann werdet ihr feststellen, dass das reine Hysterie ist.

  • #49
  • #50
    ke

    @Martin:
    Ihre Unterstellungen haben keinerlei Grundlage. Unterlassen Sie bitte diese offensichtlichen Fehlinterpretationen von Aussagen aus anderen Kommentaren! Insbesondere, wenn sie meine Kommentare betreffen.I

    Mit dem letzten Absatz liegen sie aber sicherlich richtig. Das persönliche Risiko, Opfer eines Anschlags zu werden dürfte weltweit sehr niedrig sein. In D ist es sicherlich extrem niedrig.

    Das bedeutet natürlich nicht, dass wir nicht alle wachsam sein müssen, wenn wir Personen mit Verhaltensweisen, die denen aus vorherigen Anschlägen ähneln, sehen. Das haben die Bahnhofsbesucher gemacht und die Polizei hat die Situation geklärt.
    Statistik wird dann unerheblich, wenn man betroffen ist.

  • #51
    abraxasrgb

    Martin, ich würde mal einen Grundkurs Logik empfehlen, um zu lernen, wie schnell man selbst Opfer ein Fehlsch(l)usses wird.
    @Unterschied Koinzidenz, Korrelation und Kausalität.

    Probabilistik ist schon an sich schwierig, aber vor allem dann, wenn es in absoluten Zahlen tote Opfer gibt, die es ohne islamistischen Terror nicht gegeben hätte.

    Sicherheit ist ein ex negativo bestimmtes Gut, das sich aus der Absenz von eingetretenen Schadensereignissen bestimmt.
    Das gelegentlich der „Wasserschaden“ nach Löscharbeiten größer ist, als der ursprüngliche Brand, spricht weder gegen Löschen noch gegen die Feuerwehr 😉

    Hysterie bei anderen zu (fern)diagnostizieren, ist angesichts der manifesten paranoischen Angst vor Rassismus, artreine Projektion.

  • #52
    nussknacker56

    Eines ist sicher: Wenn demnächst einer mit Hackebeilchen und „Allahu-Akbar“-Rufen bei mir die Straße entlang rennt, und seien es auch mehrere, werde ich zuerst mal in aller Ruhe meinen Tee austrinken und abwarten. Falls irgendwelche Personen niedersinken und „Blut“ spritzt besteht noch lange kein Grund, hysterisch zu werden oder gar die Polizei (all Cops are racists!) zu rufen. Wer sagt denn, dass es sich hierbei nicht um Statisten nebst Theaterblut handelt? Aha! Typisch, zuerst mal das Schlimmste denken.

    Zu 99,999% handelt es sich hierbei um einen der aktuellen Feldversuche, die den wissenschaftlichen Nachweis der weit verbreiteten Islamophobie unterstützend begleiten.

    Denn hier sind wir uns sicher alle einig: Es gibt nichts Schlimmeres als Islamophobie (außer Zionismus natürlich). Ohne die zahlreichen systematischen Kränkungen von Muslimen, angefangen schon weit vor den Kreuzzügen bis heute, gäbe es kein 9/11, kein IS, kein Boko Haram und und und – ohne westliche Gier und deren globale Ausbreitung wäre die Welt wäre einziges Paradies.

    Haben Mohammed Atta und seine Freunde in Hamburg nicht jahrelang alles versucht, um mit uns klar zu kommen? Es ging nicht! Irgendwann platzt jedem der Kragen. Ständig irgendwelche Schikanen („Bestimmungen, Gesetze“), Blicke, Gesten, respektlose Nachfragen („woher kommst du?“) und zahlreichen Verführungen (Schlampen, die dann doch nicht wollen) – da muss man ja durchdrehen und anfangen, sich zu wehren.

    Nee, nee, das Ding in Köln war klarer Rassismus.

  • #53
    paule t.

    @#36 Wolfram Obermanns , Zitat:
    "Hilferufe von Zeugen wären schon mal ein starkes Motiv. Und ich kenne inzwischen einige Schwarze, die die Hölle in Lybien erlebt haben und bei traditionell gekleideten Muslimen die "Allahu akbar" rufend auf sie zu kommen, gar nicht anders können als nur noch um ihr Leben zu laufen.
    Wieso wird diese Realität, die insbesondere seit 2015 Einzug in unser Land gehalten hat, bis heute ignoriert?"

    Ich ignoriere diese Realität ja nicht. Ich habe ja geschrieben: _Wenn_ die Polizei wegen solcher Rufe gerufen wurde, kann ich eine einfache Kontrolle, verbunden mit einer Ansprache über die Außenwirkung, ja durchaus verstehen. Was ich auch dann aber nicht verstehen könnte, ist, wozu man die Leute zu Boden bringen, fixieren und eine Stunde befragen muss, wenn eine Kontrolle nichts ergibt.

  • #54
    Nina

    @paule t. Eine Stunde ist doch nichts für eine Befragung von mehreren Menschen. Da verstehe ich Dich nicht.

  • #55
    Wolfram Obermanns

    #53 paule t.
    Bei der Annahme einer akuten Gefährdungslage würde ich es jedem Polizisten übel nehmen, wenn erst mal einen Gesprächskreis gründet wird, um die genaue Lage zu ergründen.

    Wieso die Polizisten in der konkreten Lage meinten derart massiv vorgehen zu müssen, ist und bleibt aber beim Stand der Dinge Spekulation. Einseitige Schuldzuweisungen sind für mich kein Ausdruck einer verantwortungsbewußten Haltung.
    Denkbar sind bekloppte Jungspunde, ein hysterisches Publikum oder eine Ressentiment geladene Polizei. Wieso irgendjemand glaubt per Ferndiagnose klare Verantwortlichkeiten ausmachen zu können, bleibt m.E. für immer deren Geheimnis, bzw. deren "Vorwahrnehmungen" (Gabriel) geschuldet.
    Auch eine Verbringung auf die Wache halte ich an und für sich für wenig problematisch. In HH durfte ich Zeuge werden, wie die Polizei einen mutmaßlichen Taschendieb festgenommen hat. Was da für ein Aufwand für die Fixierung des mutmaßlichen Diebes und an Abschirmarbeit zur Selbst- und Kollegensicherung notwendig war, das war schon heftig. Übertragen auf eine mutmaßliche Bedrohungssituation durch eine Gruppe, ist für mich leicht verständlich, daß man alle Beteiligten aus der Szene herausbekommen muß. Alles andere wäre fahrlässig.
    Last but not least wurden schließlich auch die Persönlichkeitsrechte der Festgesetzten durch die "Onlinefotografen" nicht wenig beeinträchtigt.

    Waren das höfliche Junge Männer im Exotendress, war das ein bittere Erfahrung, wie der schon lange nun mal auch Terrormonat Ramadan von Extremisten für Teile der Umwelt ins Perverse gewandelt wurde. Waren es Rüpel, konnten sie lernen ein wenig kultursensibler in der Öffentlichkeit aufzutreten.
    Für die Polizei wird eine vertiefte Einsatzanalyse anstehen: Haben wir uns von der Hysterie des Publikums anstecken lassen? Haben wir Merkmale des Hergangs falsch gedeutet, und wenn ja warum etc.. Sie sollte all das tun, was Menschen, die eine guten Job machen wollen sowieso immer wieder machen, die eigenen Handlungen kritisch reflektieren.
    Wir als Betrachter aus der Ferne sollten daraus lernen einen kühlen Kopf zu bewahren und uns vor voreiligen, einseitigen Schlüssen hüten.

    Was ich rate ist ein kühler Kopf, nicht "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht". Das verwechseln manche.
    Wenn eine TAZ-Autorin mit offensichtlichen Feinbildern ihre simple Sicht der Welt in einem erstaunlich einfältigem Artikel veröffentlicht, gibt es für kritische Menschen keinen Grund dem eins zu eins zu folgen.
    Der TAZ-Artikel zeigt nämlich einige Merkmale einer faschistoiden Grunddisposition:
    1. Die eigene Peergroup kann keine Fehler gemacht haben, da sie keine Macht
    2. Alle Nicht-Angehörigen der Peergroup, die nicht ihre unbedingte Loyalität zur Peergroup bezeugen, sind als feindlich einzuschätzen,
    3. Wir, die Peergroup, sind Opfer,
    4. Falls Gewalthandlungen von Mitgliedern der Peergroup vorkommen, so sind dies immer Verteidigungshandlungen,
    5. Die Peergroup entspringt einem Idyll
    6. Diese gemachten Feststellungen sind keinesfalls von Außenstehenden zu relativieren
    7. Diese gemachten Feststellungen sind i.A., also meistens, gewissermaßen grundsätzlich so, genauso, für alle und immer korrekt.
    8. Jeder Widerspruch zu diesen Feststellungen ist mit Mitteln der eigenen Wahl zu bekämpfen.
    So reden und denken kleine Kinder, Faschisten und andere unreife Persönlichkeiten. So reden und denken natürlich auf einfach dumme Menschen, die ernsthaft glauben Betroffenheit schaffe automatisch Kompetenz. Aber auch diese Menschen sind Teil einer multikulturellen Gesellschaft. Solche Menschen gibt es in jeder sozialen Gruppe. Solche Menschen gibt es mit jeder denkbaren Gesinnung.
    Die mit dem kühlen Kopf, die es auch fast überall gibt, werden die sein, die für und mit diesen Kindsköpfen eine gelingende plurale Gesellschaft organisieren müssen, oder niemand tut es.

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