#1 | Jens Kobler sagt am 10. Juni 2009 um 15:16 Uhr

Gutes Interview, wundert mich dass nicht mehr Reaktionen kommen. Tabuthema Kind?
Denn typisch für hierzulande wird immer weggehört, wenn Deutschland als „nicht sehr kinderfreundlich“ klassifiziert wird, denn es ist ja grundsätzlich immer alles in Ordnung mit den lieben Kleinen, ob konkret oder allgemein, und man ist in der Sache ja auch grundsätzlich ausschließlich optimistisch gestimmt und geht höchstens mal ausgerechnet für eine diffuse „Bildung“ auf die Straße. Und so ist natürlich auch der Verdacht nahe liegend, dass die Deutsche Kinderhilfe vor allem ein Marketinginstrument ist, das positive Bilder á la „man kümmert sich“ produzieren soll, nach innen wie nach außen. Und in der Öffentlichkeit diskutieren kann man das Thema ja auch nicht, denn die Kinder lesen ja mit, oder wie? Okay, dann also Kapitulation: Jedem Kind ein Instrument, und dann klappt’s wenigstens mit dem Himmelreich. P.S.: Bezeichnend fand ich ja eh immer dass aus (Aktion) Sorgenkind inzwischen (Aktion) Mensch geworden ist – denn es wird anscheinend gar nicht mehr davon ausgegangen, dass ein Mensch ohne gewisse Schäden aus der Kindheit und Jugend kommt.