Dortmund: „Wir wollen eine bessere Polizei“


Um die 800 Menschen gedachten heute Nachmittag auf dem Friedensplatz in der Dortmunder Innenstadt dem am Montagabend von der Polizei erschossenen Mohammed D..

Den dritten Tag in Folge gab es heute in Dortmund Proteste gegen die Polizei, nachdem am Montagabend ein mit einem Messer bewaffneter 16jähriger Flüchtling aus dem Senegal von einem Polizeibeamten erschossen worden war.

An die 800 Menschen waren auf dem Friedensplatz zusammen gekommen um zu demonstrieren. Im Zentrum der Kundgebung stand eine Rede des Dortmunder Ratsmitglieds Jacques Armel Dsicheu Djiné (Grüne). Djiné sagte: „Als schwarzer Mensch, als Kommunalpolitiker und als Vater: Wir sind heute hier,  weil Mohammed tot ist. Wir wissen nicht warum das passiert ist. Wir haben viele Fragen.“

Jacques Armel Dsicheu Djiné

 

Es gäbe eine Krankheit die bekämpft werden müsse und sie hätt einen Namen: Rassismus. Der grüne Kommunalpolitiker erinnerte rechtsradikale Chatgruppen von Polizeibeamten und dass etliche AfD-Politiker bei der Polizei gewesen wären.

Im Vorfeld der Demonstration von autonomen Gruppen aufgestellte Forderungen wie dem Abzug der Polizei aus Stadtteile in denen viele Migranten leben folgte Djiné  nicht. Er sprach sich für eine „bessere Polizei“ aus, die so vielfältig sein müsse wie die Gesellschaft.

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6 Kommentare

  1. #1 | Wolfram Obermanns sagt am 12. August 2022 um 20:01 Uhr

    „Wir wissen nicht warum das passiert ist.“
    „Rassismus“
    Na, widerspricht sich da das Ratsmitglied wenig subtil nicht gerade selbst?

    Eine bessere Polizei kann man sich allerdings immer wünschen. Mit dem Anliegen rennt er auch bei der Polizei selbst offene Türen ein.

    Ich würde mir auch wünschen in den Herkunftsländern vieler Migranten wäre eine Uniform etwas anderes als klare Bedrohung. Das würde bei uns viele Missverständnisse vermeiden.

    Ich würde mir für Deutschland ein funktionales Einwanderungsrecht wünschen. Also eins, bei dem die Integration der Migranten und Flüchtlinge bestmöglich gelingt. In Europa setzt dabei die gerne geschmähte Schweiz den Standard, der zu toppen ist.

    Ich würde mir also eine von weniger Feindbildern und bornierter Ideologe geprägte Politik wünschen.
    Wenn wir die hätten, käme eine bessere Polizei fast von selbst.

  2. #2 | Realo sagt am 12. August 2022 um 20:53 Uhr

    Ich möchte Zugereiste die keine Polizisten angreifen

  3. #3 | discipulus senecae sagt am 13. August 2022 um 00:57 Uhr

    Daß die RUHRBARONE mit einem Bild der MLPD aufmachen, irritiert mich …

    So sehr ich die eigentliche Frage verstehe.

  4. #4 | Stefan Laurin sagt am 13. August 2022 um 09:36 Uhr

    @discipulus senecae : So sah nun einmal die Spitze der Demonstration aus.

  5. #5 | Marita Weissig sagt am 13. August 2022 um 10:56 Uhr

    Wir wissen nicht, warum das passiert ist? Der 16jährige Senegalese ist mit einem Messer auf die Polizei los und hat dieses auch auf mehrmalige Aufforderung nicht fallen gelassen. Was das mit Rassismus zu tun hat, wenn ein Messerangreifer in Notwehr erschossen wird, erschliesst sich mir nicht. Diejenigen, die demonstrieren, sind bestimmt bereit, sich einem agressiven jungen Mann mit einem Messer gegenüberzustellen, beruhigend auf ihn einzureden und zu warten, bis er das Messer fallen lässt und wenn nicht, ja, dann hat man halt Pech gehabt. Menschen, die Polizisten oder auch normale Bürger mit einem Messer angreifen, sind Kriminelle und potentielle Mörder, es ist vollkommen egal, welche Hautfarbe sie haben……

  6. #6 | Ricardo sagt am 13. August 2022 um 12:54 Uhr

    Die MLPD hat sich schamlos an die Spitze der Demo gesetzt. Reden zwecklos.

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