Dortmunder LesArt.Festival mit Fußball, Liebe und Konflikten

Die Stimmung verdunkelt sich gerade beim BVB | Foto: Peter Hesse


Vom 4. bis 14. November bringt das LesArt.Festival vielfältige Literatur nach Dortmund: Autoren erzählen in Graphic Novels, Romanen, Poetry Slams und Reportagen von Liebe, Identität, gesellschaftlichen Konflikten und Fußball. Eröffnet wird das Festival von Nele Jongeling. Im Literaturhaus.Dortmund liest sie aus ihrer Graphic Novel „Ich will nicht arbeiten“. Die Geschichte nimmt die moderne Arbeitswelt und den Drang zur Selbstoptimierung aufs Korn.

Frauen stehen in den folgenden Tagen häufig im Mittelpunkt von Geschichten und Büchern. So stellt Silvi Carlsson am 6. November ihr Buch „Good Girl Exit. Vom Ende der weiblichen Verfügbarkeit“ vor. Sie hinterfragt gesellschaftliche Rollenbilder und Erwartungen an Frauen. Auch die Macht der Sprache und die Frage nach dem Zusammenleben beschäftigen das Festival. Lütfiye Güzel und Dortmunds ehemaliger Stadtbeschreiber Alexander Estis etwa präsentieren am 8. November pointierte literarische Miniaturen unter dem Titel „Das alles ist so langweilig“.

Dass auch Fußball und Literatur zusammenpassen, beweist am 9. November das LesArt.Stadion im Signal Iduna Park. Zwei Lesungen führen das Publikum jeweils für eine Halbzeit in die Gäste- und die Heimkabine. Christoph Biermann beschäftigt sich in „Die Tabelle lügt immer“ mit der Rolle des Zufalls im Fußball. Ronny Blaschke richtet in „Spielfeld der Herrenmenschen“ den Blick auf Kolonialismus und Rassismus im Sport. Das Festival endet mit einer Gala im Domicil, bei der Schauspieler und Autor Christian Berkel aus seinem Roman „Sputnik“ liest und der LesArt.Preis der jungen Literatur verliehen wird.

Informationen: https://www.lesart.ruhr

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