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Drei Gründe für die Waldorfschule

Wir dokumentieren einen Vortrag zum Thema „Sekten und Psychogruppen“, den unser Gastautor Andreas Lichte am 5. Mai auf  Einladung des Ministeriums für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt hielt. Lichte ist einer der prominentesten Kritiker von Waldorfschulen in Deutschland – und ebenso prominent sind auch seine Kritiker. Am Ende befindet sich ein Text von Waldorf-Gründer Rudolf Steiner zum Thema Masern. Interessant für alle, die sich überlegen, ihre Kinder in die Hände von Anthroposophen zu geben.

Warum entscheiden sich Eltern für eine der 217 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland?

Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Manchen reicht schon die ganzheitliche Zauberformel der Waldorfschulen „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“. Andere sind gründlicher. Aber: Je mehr man sich informiert, desto weniger weiss man – Eltern-Informations-Abende der Waldorfschulen sind reine Werbeveranstaltungen.

Viele Eltern wissen aber ganz genau, was sie tun, wenn sie sich für eine Waldorfschule entscheiden. Im folgenden werden drei Gründe für deren Schulwahl behandelt, die ich vorweg als Thesen formuliere:

These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter.

These II: „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

These III: „Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern.

An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter

Diese These sei am Beispiel der nordrhein-westfälischen Gesetzgebung für die Waldorfschulen erläutert. Am 13. Februar 2008 traf sich der Ausschuss für Schule und Weiterbildung des nordrhein-westfälischen Landtags, um über die „Verordnung über den Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I an Waldorfschulen“ zu informieren.

Landesministerialrat Marietrud Schreven gab im Auftrag von Bildungsministerin Barbara Sommer einen Bericht ab. LMR‘ Schreven stellte zunächst allgemein die Ziele der neuen, zentralen Abschlussprüfungen vor. Es gelte, Zitat, „sich an nationalen Bildungsstandards zu orientieren, Bildungsstandards, die die Anforderungen für den mittleren Abschluss transparent machen sollen, die Abschlüsse über die Länder hinweg vergleichbar machen sollen.“ Knapp gesagt: Die neue Gesetzgebung solle Chancengleichheit gewährleisten.

Dann folgte eine kurze Darstellung der Waldorfschulen und deren Sonderbehandlung durch das NRW-Bildungsministerium, LMR‘ Schreven sagte, dass „sich die Waldorfschulen besonderer Privilegien erfreuen“, wie beispielsweise „den Unterricht durch Klassenlehrer – der Klassenlehrer ist in Waldorfschulen aufgrund des pädagogischen Konzepts sehr wichtig –, obwohl diese Klassenlehrer keine staatlichen Lehramtsprüfungen haben und nicht an einer staatlichen Hochschule unterrichtet wurden.“

Im Grundgesetz Artikel 7, Absatz 4, Satz 3 heißt es aber: „Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen (…) in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen (…)“

Der Schulrechtler Prof. Hermann Avenarius sagt zu einer vergleichbaren Baden-Württembergischen Sonderregelung für die Waldorfschulen: „Es widerspricht dem Grundgesetz. Auch die an Waldorfschulen tätigen Lehrkräfte benötigen eine wissenschaftliche Ausbildung, die nicht hinter den öffentlichen Schulen zurücksteht. Von diesem Qualifikations- und Qualitätsniveau können sie nicht entbunden werden.“

Schließlich erläuterte LMR‘ Schreven die Besonderheiten des neuen Gesetzes für die Waldorfschulen, hier nur einige entscheidende Passagen wiedergegeben, Zitat Ausschuss-Protokoll:

Seite 8: „Diese [anderen Privat-] Schulen legen eine komplette externe Prüfung ab. Das bedeutet, in allen abschlussrelevanten Fächern finden externe Prüfungen statt. Demgegenüber verfahren wir an Waldorfschulen anders. Die Prüfungen werden an den Waldorfschulen selbst durchgeführt.“

Seite 9: „Die Klausuren werden von Waldorflehrkräften selbst erstkorrigiert. Auch das gibt es in anderen Fällen nicht.“

Seite 10: „Denn es werden nur zwei bis drei schriftliche Prüfungen zentral gestellt. Alle anderen Noten sind waldorfeigene Noten, die auf dem Abschlusszeugnis erscheinen und die, soweit sie den Fächern des Regelsystems entsprechen, natürlich abschlussrelevant sind. Das heißt, sie haben ein Abschlusszeugnis mit dem kompletten Spektrum ihrer Noten, wobei lediglich die Noten in Deutsch, Mathematik bzw. Deutsch, Mathematik und Englisch auf zentralen Prüfungen beruhen.“

Seite 11: „Da wir [wie von den Waldorfschulen gefordert] Vornoten nicht anerkennen können, können wir dieses Verfahren „Vornote und Abweichungsprüfung“ nicht durchführen. Wir haben dafür aber die Möglichkeit eröffnet – diese Möglichkeit haben die Schüler im Regelsystem nicht –, dass eine Nachprüfung gemacht wird. Das heißt, Schülerinnen und Schüler, die punktuell in einer schriftlichen Prüfung versagt haben, können nach den Sommerferien nochmals eine schriftliche Prüfung in diesem Fach machen. Mit dieser schriftlichen Prüfung können sie ihre Note entsprechend verbessern. Das heißt, die bessere Note der Nachprüfung ersetzt die schwächere Note im ersten Durchgang.“

Konnte es NRW den Waldorfschülern noch leichter machen? Die Abgeordnete der Grünen, Sigrid Beer, meint ja. Zitat Beer: „Hinsichtlich der anderen Bundesländer verweise sie auf Niedersachsen, wo 70 % der Abschlussnote, sowohl hinsichtlich der schriftlichen als auch hinsichtlich der mündlichen Prüfung, durch die Vornote zustande komme.“

Chancengleichheit? Wie vom Gesetzgeber beabsichtigt? Deutlicher kann die Bevorzugung der Waldorfschulen nicht sein, und das offensichtlich nicht nur in NRW.

Die strengste Prüfungsordnung für Waldorfschulen gibt es in Bayern, aber auch dort wissen sich Waldorfeltern zu helfen: Für das Abitur wechselt Kind einfach auf eine Waldorfschule in einem anderen Bundesland. Hier ein Interview aus der Jugendsendung „Südwild“ des Bayerischen Rundfunks vom 17. September 2008:

Mirko M.: „Ich war 12 Jahre hier in Coburg auf der Waldorfschule und den restlichen Teil dann in Marburg, also in Hessen, und hab‘ mein Abitur dort gemacht.“

Moderatorin: „Warum bist du nach Hessen gegangen?“

Mirko M.: „Also in Bayern ist es ein bisschen schwierig, da sind die Waldorfschulen staatlich nicht anerkannt (…) Für mich waren es 3 Gründe, warum ich gewechselt bin:

– dass wir keine Vorzensuren hatten, was wirklich schwierig war

– dann auch die externen Abschlüsse, z.B. hier am Gymnasium (…)

– und wir hatten natürlich noch Russisch als zweite Fremdsprache, wo man als Jugendlicher natürlich auch nicht so gern mitmacht.“

„Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

Spricht man mit Eltern über deren Beweggründe, sich für eine Waldorfschule zu entscheiden, so hört sich das oft so an, als lese man eine Imagebroschüre der Waldorfschulen. Fragt man freundlich aber beharrlich nach, so lösen sich die pastellfarbenen Traumbilder nach und nach in Luft auf. Und schliesslich hört man: „Ich wohne in (Berlin) Kreuzberg. Da schicke ich mein Kind doch nicht in eine Schule mit hohem Ausländeranteil!“

Richtig, das hat der Autor so erlebt. Nur ein „Einzelfall“? Der ehemalige Waldorfschüler und Anthroposoph Sebastian Gronbach schreibt im anthroposophischen Magazin „info 3“, Zitat:

„Ich konnte vor einigen Tagen erleben, wie die neuen Erstklässler eingeschult wurden. Zwei Schulen, zwei Bilder: Die Grundschule, eine Regelschule, feierte diesen Tag und begrüßte unter den Neuen ein gutes Drittel Kinder, mit dem, was man heute »Migrationshintergrund« nennt. (…)

Der gleiche Tag, wenige Kilometer weiter. Eine Waldorfschule. Auch hier werden die neuen Kinder begrüßt. Das Bild unterscheidet sich kaum von dem in den vergangenen Jahren an dieser Waldorfschule: Kein einziges Kind mit Migrationshintergrund – doch; vor einiger Zeit gab es mal das Kind einer Anwaltsfamilie. Alle Kinder sprechen reines Deutsch. (…)

Heute sind Waldorfschulen Eliteschulen (…)“

Was Gronbach schildert, bestätigt auch eine Statistik des „Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen“ (KFN). In der „Studie 2005 – spezielle Befunde zu Waldorfschulen“ wurde der ethnische Hintergrund der Schüler erhoben.

In der 4. Klasse der untersuchten Schulen betrug der Ausländeranteil:

– staatliche Grundschule: 22,6 %

– Waldorfschule: 2,8 %

In der 9. Klasse der untersuchten Schulen betrug der Ausländeranteil:

– Gesamtschule: 30,3 %

– Waldorfschule: 4,0 %

Die Studie des „Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen“ belegt auch, dass es in Waldorfschulen kaum Kinder aus „sozial benachteiligtem Milieu“ gibt. Waldorfschulen liegen meist in einer „besseren Gegend“, aber selbst auf der Clay Allee im Villenviertel Berlin-Dahlem bildet sich ein allmorgendlicher Stau, wenn die reichen Mamas ihre Kinder in die Rudolf Steiner Schule Berlin bringen und in der zweiten Reihe halten.

Wie sieht es aber im „Märkischen Viertel“ in Berlin aus, in einem Hochhausviertel, das eher von sozial schwachen Bürgern und Ausländern bewohnt wird (50 % sozialer Wohnungsbau)? An der Waldorfschule Märkisches Viertel machte ich mein Praktikum während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer und … Ausländer oder Kinder aus dem Viertel konnte ich dort nicht entdecken.

Eine ehemalige Schülerin schreibt mir dazu in einer e-mail:

“Hallo Andreas,

also ich kann Ihre Wahrnehmung durchaus bestätigen. KEIN Schüler kam aus dem Märkischen Viertel oder aus benachteiligtem Milieu. Ich hatte mal eine Mitschülerin in der sechsten oder siebten Klasse, doch diese war genauso schnell wieder dort wo sie herkam: Nämlich auf einer Schule im MV. (…)”

Im Grundgesetz heisst es aber, GG, Artikel 7, Absatz 4, Satz 3: „Die Genehmigung [von Privatschulen] ist zu erteilen, wenn (…) eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird.“

Natürlich würden die Waldorfschulen niemals zugeben, dass sie gegen das Grundgesetz verstossen. Gründe, Schüler abzulehen, finden sich viele, zum Beispiel dieser von der Psychologin Aiga Stapf beschriebene:

„Eltern berichteten wiederholt, dass Kinder vom Waldorfkindergarten und der Waldorfschule abgelehnt wurden. Die Kinder mussten u. a. bei dem Aufnahmegespräch etwas malen: ein Sechsjähriger malte z.B. ein Haus ohne Tür, wozu er kommentierend auf Nachfrage der Waldorfpädagogin sagte: »Die Tür ist hinten.« Dies wurde von ihr als ein »Anzeichen« dafür gedeutet, dass das Kind seine Seele nicht öffnen will, sie lehnte die Aufnahme ab.”

„Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern.

Wie ermittelt man, ob eine bestimmte „Soziale Gruppe“ die selben Überzeugungen teilt? Mit umfangreichen Befragungen? Für die Waldorfschule – bzw. Anthroposophen – könnten das beispielsweise solche Fragen sein:

– „Glauben Sie an Karma?“

– „Glauben Sie, dass Ihr Kind, als es noch ein Geistiges Wesen war, Sie für seine Inkarnation als Eltern ausgewählt hat, weil Sie ihm die besten Voraussetzungen für die Erfüllung seines Karmas bieten?“

Wer antwortet darauf wahrheitsgemäss? Dieses Verfahren scheint doch sehr fehleranfällig. Gibt es vielleicht irgendein objektives, gemeinsames Kennzeichen, das man wissenschaftlich, statistisch, erfassen könnte? Ja:

Im März 2008 reist das Schulorchester einer Schweizer Rudolf-Steiner-Schule, der „Freien Oberstufenschule Baselland“ in Muttenz, zu einem Konzert in die Salzburger Rudolf Steiner Schule. Der Gastauftritt findet internationale Beachtung: Nicht nur in Salzburg, nein, in ganz Österreich, in Deutschland und Norwegen – überall brechen die Masern aus.

Im April 2010 lese ich von Masern in Mettmann, NRW. Als ich der Pressestelle des Kreisgesundheitsamtes sage, dass ich mich für den Masernausbruch interessiere, fragt man: „Wieso? Die Masern sind doch schon wieder vorbei.“ Ich sage: „Das mag sich vielleicht merkwürdig anhören, aber ich möchte wissen, ob eine Waldorfschule betroffen war.“ Am anderen Ende der Leitung macht es „aaah“, man weiss sofort Bescheid und sagt: „Dann ist es wohl am besten, wenn Sie Frau Kohnert zurückruft.“ Das tut Regina Kohnert, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Mettmann, und bestätigt mir, dass alle Masernfälle in Waldorfschulen aufgetreten sind. Die Kinder hätten Kontakt zur Waldorfschule in Essen gehabt, auch dort gibt es die Masern …

„Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen …“, aber da sage ich Frau Kohnert wirklich nichts neues.  J E D E R  der mit Impfprävention zu tun hat, weiss das.

So warnt Dr. Axel Iseke vom Gesundheitsamt Münster Ende April: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es über die Waldorfschule auch in Münster zu einem größeren Masernausbruch kommt.“ Denn in Essen sind die Masern ja schon, und Zitat Presseerklärung Münster: „Familien aus dem Umfeld von Waldorfschulen seien häufig überregional vernetzt.“

Doch wer weiss genaueres über die Infektionskette Waldorfschule? Doch sicher das „Robert Koch Institut“ (RKI), „die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention“. Dort müssen seit der Einführung der Masern-Meldepflicht im Jahr 2001 alle Fälle gemeldet werden. Ich spreche mit der Epidemiologin Dr. Anette Siedler. Doch sie überrascht mich, meint, dass das RKI nicht den Verursacher der Krankheit ermittetele, der weltanschauliche Hintergrund einer Schule nicht berücksichtigt werde. Auch die entscheidende Information kann Dr. Siedler nicht liefern, sie sagt: „In Deutschland gibt es keine verlässlichen Zahlen zur Impfrate in Waldorfschulen bzw. öffentlichen Schulen.“

In der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ werden Zahlen genannt, sie sollen hier als Orientierung dienen, auch wenn sie sich auf Schweden beziehen:

Geimpft waren gegen MMR (Masern-, Mumps-, Röteln- Kombinationsimpfung):

– in öffentlichen Schulen: 93 %

– in Waldorfschulen: 18 %

61 % der Waldorfschüler hatten eine Masernerkrankung durchgemacht.

Warum untergraben Waldorfschulen das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern bis 2010 in Europa auszurotten? Und warum werden Menschen dem Risiko einer Infektion mit einer schweren Krankheit ausgesetzt?

Masern sind nämlich keinesfalls eine „harmlose Kinderkrankheit“:

– bei etwa 20–30 % der Masern-Fälle kommt es zu Komplikationen. Durchfall, Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen sind dabei am häufigsten, oft ist eine stationäre Aufnahme erforderlich.

– Die Meningoenzephalitis ist selten (bei 0,1 % der Erkrankungen), verläuft jedoch in 15–20 % der Fälle tödlich. In weiteren 20–40 % bleiben dauerhafte Schädigungen des Gehirns zurück.

– Die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist eine sehr seltene Spätkomplikation nach Maserninfektion, verläuft nach langem Siechtum aber immer tödlich.

In Waldorfschulen treffen sich 2 Gruppen von Impfverweigerern, Zitat Dr. Georg Vogt, Gesundheitsamt Duisburg: die „ideologisch verhärteten Anthroposophen“ und die „oberkritischen Gebildeten“.

Anthroposophen – natürlich auch der anthroposophische Schularzt der Waldorfschulen – folgen Rudolf Steiner. Steiner begründet, warum die Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss, so:

Ein Mensch hat in seinem letzten Leben zu viel „gegrübelt“, was zu einer „Schwäche der Seele“ führt. Die Masern sind die „physisch-karmische Wirkung“ dieses Fehlverhaltens im letzten Leben. Die Masern macht man durch, „um organische Selbsterziehung zu üben“, „die Krankheit kann in einen geistigen Prozeß zurückverwandelt werden“ …

Wer meint, dies sei aber eine völlig idiotische Zusammenfassung, der überzeuge sich selbst: Im „Anhang“ gibt es Steiners Karma-Masern-Quacksalberei im Original zu bestaunen.

Und was ist mit der zweiten Gruppe der Waldorf-Impfverweigerer, den „oberkritischen Gebildeten“, für die Entscheidungen von Medizinern und Gesundheitsbehörden nicht gelten?

Im Januar 2010 durften rund 260 Kinder der Rudolf Steiner Schule Berlin zu Hause bleiben. Als Quarantäne-Massnahme wurde der Schulbesuch vom Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf untersagt, nachdem in der Waldorfschule Masern aufgetreten waren. Ein Vater, von Beruf Anwalt, klagte gegen den Ausschluß der Schüler beim Verwaltungsgericht und verlor:

„Das Gericht gab der Behörde Recht. Die Kinder könnten bei einer Erkrankung Mitschüler anstecken, bevor sie selbst sichtbare Symptome zeigen, hieß es zur Begründung. Ihr Interesse am Schulbesuch müsse angesichts der Ansteckungsgefahr der mitunter sogar tödlich verlaufenden Krankheit zurücktreten.“

Vorher hatte der Vater der zuständigen Berliner Stadträtin in einem Brief geschreiben:

„Allein die Tatsache, dass Masern auch tödlich verlaufen können, gibt der Gesundheitsverwaltung meines Erachtens nicht das Recht, derartig einschneidende Maßnahmen zu ergreifen.“

Fazit und Fragen

– Kultusministerien beschließen Gesetze, die die Waldorfschulen bevorzugen. Das Grundgesetz findet bei den Waldorfschulen keine Beachtung.

– Eine „Elite“ lebt auf Kosten der Allgemeinheit: Waldorfschulen werden zum grössten Teil aus öffentlichen Steuermitteln finanziert, sind aber eine geschlossene Gesellschaft von Privilegierten.

– Aus ideologischen Gründen setzen die Waldorfschulen die Gesundheit von Menschen aufs Spiel. Die Gesundheitsbehörden engagieren sich zwar sehr bei der Minimierung der Risiken für die Allgemeinheit, bekämpfen aber nicht die eigentliche Ursache des Problems.

Kann sich eine demokratische Gesellschaft wie die Bundesrepublik Deutschland eine Parallelgesellschaft Waldorfschule leisten? Ist diese Parallelgesellschaft politisch gewollt?

Anhang:

Rudolf Steiner begründet, warum Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss:

„Nehmen wir an, im späteren Leben bekommt eine Persönlichkeit Masern, und wir suchen nach dem karmischen Zusammenhang dieses Falles. Wir finden dabei, daß dieser Masernfall aufgetreten ist als eine karmische Wirkung von solchen Vorgängen in einem vorangegangenen Leben, die wir etwa so beschreiben können: Die betreffende Individualität war in einem vorhergehenden Leben eine solche, die sich nicht gern um die äußere Welt bekümmert hat, sich nicht gerade im grob egoistischen Sinne, aber doch viel mit sich selber beschäftigt hat; eine Persönlichkeit also, die viel nachgeforscht hat, nachgedacht hat, aber nicht an den Tatsachen der äußeren Welt, sondern die im inneren Seelenleben geblieben ist. Sie finden auch heute sehr viele Menschen, welche glauben, daß sie durch In-sich-abgeschlossen-Sein, durch Grübeln und so weiter zur Lösung von Welträtseln kommen können. Bei der Persönlichkeit, die ich meine, handelte es sich darum, daß sie mit dem Leben so fertigzuwerden suchte, daß sie innerlich nachgrübelte, wie man sich in diesem oder jenem Falle verhalten soll. Die Schwäche der Seele, welche sich daraus ergeben hat im Verlaufe des Lebens, führte dazu, daß im Leben zwischen Tod und neuer Geburt Kräfte erzeugt wurden, welche den Organismus in verhältnismäßig später Lebenszeit noch einem Masernanfall aussetzten.

Jetzt können wir uns fragen: Wir haben auf der einen Seite den Masernanfall, der die physisch-karmische Wirkung ist eines früheren Lebens. Wie ist es denn aber nun mit dem Seelenzustand? Denn das frühere Leben gibt ja als karmische Wirkung auch einen gewissen Seelenzustand. Dieser Seelenzustand stellt sich so dar, daß die betreffende Persönlichkeit in dem Leben, wo sie auch den Masernanfall hatte, immer wieder und wieder Selbsttäuschungen unterworfen war. Da haben Sie also die Selbsttäuschungen anzusehen als die seelisch-karmische Folge dieses früheren Lebens und den Eintritt der Masern als die physischkarmische Folge jenes Lebens.

Nehmen wir nun an, dieser Persönlichkeit wäre es gelungen, bevor der Masernfall eintrat, etwas zu tun, um sich gründlich zu bessern, das heißt, um eine solche Stärke der Seele sich anzueignen, daß sie nicht mehr ausgesetzt wäre allen möglichen Selbsttäuschungen. Dann würde diese dadurch heranerzogene Seelenstärke dazu geführt haben, daß die Masernerkrankung hätte unterbleiben können, weil das, was im Organismus schon hervorgerufen war bei der Bildung dieser Organisation, seinen Ausgleich gefunden hätte durch die stärkeren Seelenkräfte, welche durch die Selbsterziehung herangezogen worden wären. Ich kann natürlich nicht ein halbes Jahr über diese Sachen reden; aber wenn Sie weit im Leben herumschauen und alle Einzelheiten, welche sich als Erfahrungen darbieten, von diesem hier gegebenen Ausgangspunkt aus betrachten würden, so würden Sie immer finden, daß das äußere Wissen voll bestätigen würde – bis in alle Einzelheiten -, was hier gesagt worden ist. Und was ich jetzt gesagt habe über eine Masernerkrankung, das kann zu Gesichtspunkten führen, die erklären, warum Masern gerade zu den gebräuchlichen Kinderkrankheiten gehören. Denn die Eigenschaften, die genannt worden sind, kommen in sehr vielen Leben vor. Insbesondere in gewissen Zeitperioden haben sie in vielen Leben grassiert. Und wenn dann eine solche Persönlichkeit ins Dasein tritt, wird sie so schnell wie möglich Korrektur üben wollen auf diesem Gebiet und in der Zeit zwischen der Geburt und dem gewöhnlichen Auftreten der Kinderkrankheiten, um organische Selbsterziehung zu üben, die Masern durchmachen; denn von einer seelischen Erziehung kann ja in der Regel in diesem Alter nicht die Rede sein.

Daraus sehen Sie, daß  wir wirklich davon sprechen können, daß die Krankheit in gewisser Beziehung wieder zurückverwandelt werden kann in einen geistigen Prozeß. Und das ist das ungeheuer Bedeutsame, daß wenn dieser Prozeß in die Seele als Lebensmaxime aufgenommen wird, er eine Anschauung erzeugt, die gesundend auf die Seele wirkt. In unserer Zeit braucht man sich nicht besonders zu wundern, daß man so wenig auf die Seelen wirken kann. Und wer die Zeit heute vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus durchschaut, der wird es begreifen, daß so viele Mediziner, so viele Ärzte Materialisten werden (…)“

Rudolf Steiner, „Die Offenbarungen des Karma“, GA 120, FÜNFTER VORTRAG, Hamburg, 20. Mai 1910, S. 102ff

Die Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart vom Anthroposophen Emil Molt, Besitzer der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, als Betriebsschule gegründet. Molt beauftragte Rudolf Steiner mit der pädagogische Leitung der neuen „Waldorf“-Schule.

Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 mit der schlechtmöglichsten Note „rite“ in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen   „Anthroposophie“ neu gründete.

Steiner ist nach eigener Aussage Hellseher. Er behauptet, in der „Akasha-Chronik“, einem allumfassenden „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können. Steiner erklärt: „Erweitert der Mensch auf diese Art [d.h. durch Steiners Anthroposophie] sein Erkenntnisvermögen, dann ist er (…) nicht mehr auf die äußeren Zeugnisse angewiesen. Dann vermag er zu  S C H A U E N , was an den Ereignissen nicht sinnlich wahrnehmbar ist (…).“ Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen, okkulten Quellen, die für Nicht-Anthroposophen reine Fiktion sind.

Die Waldorfschule war für Steiner von Beginn an ein wirksames Instrument zur Verbreitung seiner esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“. Und die „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule, Rudolf Steiner deren unangefochtene Autorität. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände.

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145 Kommentare zu “Drei Gründe für die Waldorfschule

  • #1
  • #2
    Stefan Laurin

    @Rudi: Ich bin nochmal durch und habe die „0s“ gelöscht. Wenn noch welche drin sind – damit muss man jetzt leben. Ich muss jetzt arbeiten ;-). Wenn einer der Kollegen oder Kolleginnen da noch mal ran will – gerne.

  • #3
  • #4
    Lutz

    Ich finde es erschreckend, dass in diesem Blog Werbung für so eine Rassistische und Menschenverachtende Gruppierung Werbung gemacht werden darf.
    Darf man bald mit den ersten positiven Berichten zur NPD rechnen?

  • #5
  • #6
    Richard

    Endlich sagt mal einer wie es ist. Die bilden sich viel zu viel darauf ein, dass die ganzen Promis ihre Kinder auf eine Waldorfschule schicken. Und ob Sandra Bullock nur deswegen einen Oscar gewonnen hat, weil sie auf einer Waldorfschule war, bezweifle ich auch.

  • #7
    anon

    achso, aber negative propaganda ist erlaubt?

    „These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter.“

    ist doch völliger quatsch. der autor sollte sich die prüfungsbedingungen für das abitur an waldorfschulen noch mal genauer anschauen.
    ich kenne einige leute, die dort ihr abi gemacht haben, die an anderen schulen sicher bessere abschlüsse gemacht hätten…

    zur lehrerausbildung: ist ja nicht so, dass die waldorflehrer keinerlei ausbildung gemacht hätten – so wirkt der text aber. auch das kann sachlicher dargestellt werden.

  • #8
    Andreas Lichte

    @ „anon“ (was soll das sein: ein „Name“?)

    Ich habe eine „Ausbildung“ zum Waldorflehrer gemacht … die Anführungszeichen, weil die „Ausbildung“ eine Steiner-Gehirnwäsche war:

    ……………………………..

    http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

    „Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand

    (…) In der Oberstufenpädagogik [am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“] wird ein spannendes Thema präsentiert: „Wie gehe ich als Lehrer mit pubertierenden Schülern um?”

    Na, wenn das nicht Unterrichtspraxis bedeutet! Und die Freude wächst noch, als ausnahmsweise einmal ein Text als Vorlage dient, der nicht von Rudolf Steiner ist! Aber dann lesen wir, was wir eh schon wussten: dass die menschliche Individualentwicklung sich in drei Sieben-Jahre-Schritten vollzieht; bis zum siebten Lebensjahr wird der physische Leib ausgebildet, dann folgt vom siebten bis zum vierzehnten Lebensjahr der Ätherleib und schließlich der Astralleib, mit dem alles krönenden Ich … das ist original Steiner, auch wenn nicht Steiner draufsteht.

    Der Lehrer soll die Schüler ihrem Reifestadium gemäß ansprechen und besonders darauf achten, dass keine „Verfrühung” eintritt. Wenn vorzeitig das Interesse am Sexuellen erwacht, so soll der Lehrer (”therapeutisch”) „den Schönheitssinn der Schüler wecken …” – so also geht man mit der Pubertät um!
    Es folgen erhitzte Debatten, mit der immergleichen Frage: „Wie soll ich mich als Lehrer konkret verhalten, wenn dieses oder jenes passiert?” Antworten gibt es keine. Stattdessen entwirft der Dozent [Michael Handtmann] ein Diagramm der gesamten Menschheitsentwicklung mit Schwerpunkt Sexualität: aus dem ursprünglichen Zustand der Asexualität hat der Mensch sich in zwei Geschlechter getrennt. Das ist der Jetzt-Zustand. „Aber es gibt Hoffnung, denn in der Zukunft wird dieser Zustand überwunden werden und der Mensch sich wieder zu einem asexuellen Wesen entwickeln …” – oder sagt der Dozent „hermaphroditisch”? Auf jeden Fall führt er weiter aus: „Wenn Sie das so betrachten, dann werden Sie vielleicht gelassener mit der Aufgabe des harmonischen Miteinanders umgehen können, dieser riesigen Aufgabe entspannter gegenübertreten können.” (…)“

    ……………………………..

    Hat sich Michael Handtmann diesen „sexual-pädagogischen“ Schwachsinn selber ausgedacht? Nein. Zum Stichwort „Hermaphrodit” ein Vergleich mit Rudolf Steiner, „Menschheitsentwickelung und Christus-Erkenntnis”, GA 100, 1981, S. 251:

    „Die Fortpflanzungsorgane haben am längsten ihren pflanzlichen Charakter bewahrt. Alte Sagen und Mythen berichten uns noch von Hermaphroditen (…). Manche glauben, das Feigenblatt, das die ersten Menschen im Paradies gehabt haben, sei ein Ausdruck der Scham. Nein, in dieser Erzählung hat sich die Erinnerung daran bewahrt, daß die Menschen an Stelle der fleischlichen Fortpflanzungsorgane solche pflanzlicher Natur gehabt haben (…). Der Mensch wird nicht auf seiner jetzigen Stufe stehenbleiben. Wie er von der reinen Keuschheit der Pflanze in die Sinnlichkeit der Begierdenwelt hinabgestiegen ist, so wird er aus dieser wieder heraufsteigen mit reiner geläuterter Substanz zum keuschen Zustande.”

  • #9
    Andreas Lichte

    @ “anon”

    … damit wir uns auch wirklich richtig verstehen … zur “Steiner-Gehirnwäsche” … hier noch ein Brief, der die Ausbildung zum Waldorflehrer am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” beschreibt:

    “M.S.

    Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
    Beuthstr. 6-8
    10117 Berlin

    Bitte um staatliche Prüfung der Lehrerbildung und damit verbundener Lehrinhalte am Waldorf- Lehrerseminar Berlin- Mitte

    Berlin, 28.2.2007

    Sehr geehrter Prof. Dr. Zöllner,

    ich habe von September 2006 bis Ende Februar 2007 an der Weiterbildung zum Waldorflehrer/ Abendkurs am Seminar für Waldorfpädagogik e.V. in Berlin- Mitte, Weinmeisterstraße 16, 10178 Berlin, teilgenommen.

    Was dort als Lehrerbildung bezeichnet wird, ist meiner Erfahrung nach die Vermittlung anthroposophisch- esoterischer Inhalte, ohne Duldung sachlicher Kritik, die seitens der teilnehmenden Seminaristen geäußert wurde. Zur Weiterbildung gehört die Besprechung und Auslegung esoterischer Texte des Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner. Diese Besprechungen und Auslegungen haben den Charakter einer ideologischen Schulung, die das anthroposophische Menschenbild im zukünftigen Lehrer fest verankern soll. Das bedeutet, dass die äußerst fragwürdigen Anschauungen Steiners in den zu lehrenden Unterrichtsstoff der Waldorfschulen einfließen.

    Noch vor Beginn des Seminars wurde mir vom Dozenten und Seminarleiter Michael Handtmann beim Vorstellungsgespräch versichert, dass ich keinesfalls zum „willigen Schüler Rudolf Steiners“ ausgebildet werden solle. Das Gegenteil war der Fall. Ich möchte klarstellen, dass ich nicht im Verlauf einer offenen Auseinandersetzung das Seminar verlassen habe, sondern schlicht um eine Auflösung meines Lehrgangsvertrages gebeten habe.

    Viele meiner Mit- Seminaristen waren ebenso verwundert und abgestoßen von der Indoktrination esoterischer Schulungsinhalte, doch offene Kritik kam nur bei den wenigsten auf. Grund dafür ist die berufliche und ökonomische Lage der meisten Seminaristen, die sich durch die Weiterbildung zum Waldorflehrer eine berufliche Perspektive erhoffen. Die meisten der Seminaristen sind ebenso wie ich über 30 Jahre und älter – viele von ihnen von Arbeitslosigkeit bedroht. Da Kritik von den Dozenten des Seminars mit Schweigen oder beleidigter Ablehnung beantwortet wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit schweigt, obwohl viele anders denken – niemand möchte seinen zukünftigen Arbeitsplatz gefährden.

    Zur Methodik des Unterrichts: Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.

    Ich frage mich ernsthaft, wo dabei das eigene Denken eines zukünftigen Lehrers bleiben soll, es wird einfach ersetzt, denn die obskuren Schriften Steiners liefern nach Ansicht der Dozenten die Antworten auf alle Fragen. Diese Art von Lehrerbildung verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht im Denken und Handeln der Teilnehmer, sie ist sektiererisch und esoterisch- ideologisch. Deshalb bitte ich sie nachdrücklich, das Aufsichtsrecht des Staates zu nutzen, um die Lehrerbildung des Seminars für Waldorfpädagogik eingehend kritisch zu prüfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    M.S.”

  • #10
    anon

    danke. so wirds doch gleich interessante.
    dann wissen sie doch auch sicher, wie die abiturprüfungen heutzutage an den waldorfschulen aussehen. selbst dort ist mitlerweile das zentralabitur angekommen.

  • #11
    Vatta

    Zunächst möchte ich mich beschweren, weil ich seit mehreren Minuten diese nervige Melodie aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ als Ohrwurm habe. Wir hatten ja nun mehrere Monate Ruhe vor Herrn L.s Kreuzzug.

    Ich habe kurz mit mir gerungen, den Artikel ob arger Zweifel an zu erwartenden neuen Erkenntnissen schlicht zu ignorieren, wurde aber dann doch schwach (Deleuze – „skopischer Trieb“?).

    Nun aber zu meinem Anliegen:

    An einer Diskussion über diesen Artikel und insbesondere mit dessen Autor ist mir weiß Gott nicht gelegen, aus dem ganz einfachen Grunde, daß ich dies vorab als vertane Zeit erachte.

    Ich möchte indes etwaigen unbedarften Lesern folgendes mit auf den Weg wohin auch immer geben: Meine Kinder besuchen eine der im obigen Traktat behandelten Brutstätten des elitären, bildungsfeindlichen, esoterischen Rassisimus (=Kernaussagen). Und jetzt kommts! Keine der drei Thesen trifft auf uns zu! Was soll ich denn jetzt machen, damit’s wieder passt?

    These I ließe sich ja leicht verwirklichen, ich müßte nur einen Fernseher anschaffen und in Betrieb nehmen. Will ich aber nicht, dazu hat es zu lange gedauert, die GEZ davon zu überzeugen, daß wir die Kiste einfach weggegeben haben.

    These III kommt für mich definitiv nicht in Frage, ich bin ja schließlich Agnostiker.

    Bliebe noch These römisch Zwo. Auf die Einkommensverhältnisse und Staatsangehörigkeiten anderer Menschen ist mein Einfluß eher begrenzt, aber ich könnte ja zumindest versuchen ein „Besserverdienender“ zu werden. Warum nicht? Am Besten fange ich mal direkt damit an und mach mal schön mit meiner Arbeit weiter, anstelle mich mit den sich gebetsmühlenartig wiederholenden Anfeindungen zu befassen. Kommt ja eh nix bei rum.

    Deswegen: Tschüß!

  • #12
    Ex-Steiner

    Sie haben recht, Herr Lichte

    Die pastellfarbenen Traumbilder (und Waldorfschulen?) lösen sich nach und nach in Luft auf, wenn man nachfragt.

    Danke 🙂

  • #13
    Michael

    Vatta, Sie haben völlig recht: Die Vorwürfe wiederholen sich gebetsmühlenartig.
    Und nicht nur das: Sie bestätigen sich wiederholt und fortlaufend, mal mit mehr, mal weniger Intensität und Tragweite. Aber das eigentlich Erschreckende: Im Kern (und oft genug darüber hinaus) treffen sie beinahe allesamt zu. Auch ich hatte Kinder an einer Steiner-Romantik-Experiment-Schule: Die Folgen sind heute noch ablesbar, nur die Verantwortlichen, die wollten und wollen nichts damit zu tun haben, weil sie von Anbeginn (der Zeitrechnung?) alles richtig gemacht haben… die Hybris dieser Leute ist ein wahrer Feind: Ein Feind der Menschlichkeit, des Anstands, jedweden Kritikansatzes und der Vernunft ganz im Allgemeinen…

  • #14
    Andreas Lichte

    @ vatta

    Falls Sie sich nicht angesprochen fühlen – es gibt im Artikel eine „Ausschlussklausel“, Zitat:

    „Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Manchen reicht schon die ganzheitliche Zauberformel der Waldorfschulen „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“. Andere sind gründlicher.* Aber: Je mehr man sich informiert, desto weniger weiss man – Eltern-Informations-Abende der Waldorfschulen sind reine Werbeveranstaltungen.“**

    Die ursprünglich vorhandenen Fussnoten geben hier links an:

    *Ruhrbarone: „Wie gut sind Waldorfschulen?“ – Erfahrungsbericht einer Mutter

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

    **Ruhrbarone: „Die Waldorfschulen informieren“ – Ein Eltern-Info-Abend an der Waldorfschule (Johannes-Schule Berlin)

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/

  • #15
    Michael

    Ach ja, Vatta, noch das mit auf den Weg wohin auch immer:
    Agnostiker erklären ausdrücklich, sie wissen nicht oder können nicht wissen.
    Sie, Vatta, geben ausdrücklich zu verstehen, daß Sie wüssten, wovon Sie reden (an die Adresse z.B. der Unbedarften gerichtet); auch das ist so eine Masche offener wie versteckter Steinerianer: Sich hinzustellen und zu behaupten, dass im Grunde genommen keine Kritik zutreffen kann; schon gar nicht derjenigen, die tatsächlich wissen, wovon sie reden, weil sie sich zunächst der Realität verpflichtet fühlen und keinem sonstwie generiertem Wunschbild. Nur verfängt diese Masche immer weniger in dem Grade, wie diese scheinbar selbstironisch-distanzierte Art um Zustimmung für ihren pseudo-pädagogischen Scherbenhaufen wirbt. Maschen entwerfen und anwenden, das ist wahrhaft eine der ganz großen Leistungen der Waldorfpädagogik und Anthroposophie: Hier entfaltet sich die ganze gebetsmühlenartig beschworene Kreativität, wie sie Steiner-Schulen geradezu erfunden zu haben scheinen. Ich für meinen Teil finde Waldi-Maschen längst nur noch primitiv: und diese das genaue Gegenteil halluzinierende Geisteshaltung in ihren rauschhaften Breitengraden ebenso…

  • #16
    Vatta

    Ich wußte, daß es sich lohnen würde, hier noch mal anzutischen.

    @#15:Natürlich weiß ich, wovon ich rede. Was ich hingegen nicht weiß ist, wo genau es sich dabei um eine Masche handeln soll. Auch würde ich mich weder als „offenen“ noch „versteckten Steinerianer“ bezeichnen. Ich seh das nur alles nicht so verbohrt. Weil ich davon überzeugt bin, daß es nicht so einfach ist, wie Sie und der andere Kreuzritter es darstellen. Ich bin zufrieden mit unserer Schule. Und trotzdem bin ich weder Eso, noch Fascho, noch Bonze. Das paßt natürlich nicht in ein schlichtes Schwarz-Weiß-Schema.
    Aber in Anbetracht Ihrer selbst im Vergleich zu Herrn L. (und das will was heißen!) heftigen Anwürfe gegenüber dieser bestimmen Schulform: Warum zum Kuckuck schicken Sie denn dann Ihre Kinder dahin? Ich verstehe es nicht, genauso wenig wie ich es verstehe, wie man eine spezielle Berufsausbildung ergreift um sich dann im Nachhinein hinzustellen und alles, worauf diese begründet ist, nicht nur komplett abzulehnen, sondern mit erheblichem Zeitaufwand zu bekämpfen. Ich raff es einfach nicht.

    So Jungs, gleich Feierabend, ihr müsst jetzt ohne mich weitereifern. Überstunden mach ich wegen euch nich!Vielleicht bis morgen mal.

  • #17
    Andreas Lichte

    @ Vatta

    sagen Sie mal, müssen Sie hier den Waldorf-Kasper geben?

    Dafür ist doch der „Waldorf-Prominente“ Harald Effenberg zuständig, der sieht es auch „nicht so verbohrt“, haut die oberpeinlichen Sprüche nur so raus, Beispiele hier: http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/

    Harald Effenberg, Waldorf-Ultra schreibt: “… statt meine Kinder den kleinen Nazis an den staatlichen Schulen “zuzuliefern”, lieber an unserer [Waldorf-] Schule bleibe …”

  • #18
    Philip

    @ Vatta: Herr L. hat für sich erkannt, dass die Waldorfschulen wegmüssen und setzt sich dafür ein. Ist ja legitim.

    @ Michael: Was bedeutet „Auch ich hatte Kinder an einer Steiner-Romantik-Experiment-Schule: Die Folgen sind heute noch ablesbar“? Haben Ihre Kinder psychische Schäden o.ä. davongetragen oder haben Sie einfach nicht genug beigebracht bekommen, was sie jetzt mühevoll nachholen müssen?

  • #19
    Michael

    @ Philip: Das bedeutet tatsächlich beides: Psychische Schäden davongetragen durch nicht angegangenes Mobbing, inkompetente und selbstsüchtige „Lehrer“ sowie einem Schul- bzw. Klassenklima, das geprägt war von mutwillig beiseite geschobenen Konflikten und letztlich immer stur-dogmatisch behandelten, besser: abgehandelten und versiegelten Problemen. Das beide Kinder nicht genug beigebracht bekommen haben, versteht sich im Prinzip von selbst; wer einmal Kinder an einer Waldorfschule hatte und weder Augen noch Ohren (ganz zu schweigen vom Mund) verschlossen hat bzw. diese sich nicht hat verschließen lassen, der kann ein Lied davon singen. Unsere jüngere Tochter haben wir zum Glück noch rechtzeitig herausgenommen, so daß sie mittlerweile angemessen aufschließen konnte und sich dabei nicht zuletzt das erste Mal so richtig freuen konnte über authentische Erfolgserlebnisse: Jene, die man ihr so arglos und frech-naiv vormachte, die man ihr als solche verkaufen wollte, die waren nie echt und konnten es auch nie sein. Durchsichtiger Fantasy-Schund bleibt auch dann noch Fantasy-Schund, wenn er künstlich aufgeblasen angeblich modernsten Bildungszielen entsprechen soll. Das tat er nie, er tut es immer noch nicht, und er wird es auch solange nicht tun, wie hier Menschen am Werk sind, die rationalen, wohlüberlegten Argumenten nicht zugänglich sind, knallharten anthroposophisch-esoterischen Heil- und Lösungsversprechen dagegen ungleich mehr. Die meisten von ihnen würden das natürlich niemals zugeben (manche haben es dann aber doch getan, ganz ausversehen, oder in vermeintlich guter Absicht), aber man erkennt es ganz leicht an ihren Ausführungen, der Abwesenheit von Logik und Gefühl, oder ganz oft auch an vielsagenden Blicken und Gesten.
    Fazit: Schulische Herausforderungen und leistungsbezogenes Denken machen unserer Tochter mittlerweile weitestgehend Spaß, was die Waldorfschule ja zunächst noch erfolgreich und immer ideologieschwer zu verhindern wusste. Man kann sagen, sie hat sich wieder gefangen, was Folge einer Befreiung aus de facto pädagogikfreien Verhältnissen war. Unsere große Tochter dagegen hat das bis dato nicht wirklich geschafft: Den Anschluss an die Realität, so wie wir sie nun einmal zur Kenntnis nehmen müssen, hat sie noch nicht errungen – zu sehr muss sie noch die Verhältnisse ausbaden, für die das System Waldorfschule leider noch nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann, allemal nicht juristisch…

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  • #21
    Hirnweiser

    Nur am Rande: eine LMR’in ist keine Landesministerialrätin sondern eine Leitende Ministerialrätin…

  • #22
    Andreas Lichte

    @ Hinweiser

    Danke!

    Für alle, die es interessiert, hier auch noch der komplette Vortrag von LMR‘ Marietrud Schreven:

    Landtag Ausschussprotokoll, Nordrhein-Westfalen APr 14/598

    http://www.landtag.nrw.de/www/www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMA14-598.pdf

  • #23
    3555

    da sieht man was sich da lehrer nennen darf..
    nicht einmal eine richtige ausbildung bzw ein studium und vollgepumpt mit schwachsinn.
    da schick ich doch meine kinder lieber auf eine schule mit „ausländer“, aber dafür mit richtigen lehrern und ohne masern.

  • Pingback: Ein Vortrag von Andreas Lichte zum Thema Waldorfschule auf Einladung des Ministeriums für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt « Ratgeber-News-Blog

  • #25
    Ostermann

    Woher stammen bitte diese Aussagen über Waldorfschulen?
    Schaut mal in die bayrische Prüfungsordnung. Haltet ihr acht schriftliche und zwei mündliche Prüfungen, die von staatlichen Lehrern abgenommen werden, als fair?
    In meiner mündlichen Prüfung saß ich drei fremden Lehrern gegenüber und meine Deutschlehererin saß DABEI, aber hat nicht geprüft (Schleswig-Holstein).
    Informiert euch erst mal gründlich und objektiv. Sonst sage ich nur: Propaganda und Vorurteile lassen sich immer gegen eien Minderheit, wie die Reformpädagogik Steiners, erfolgreich schüren.

  • #26
    AM

    Lieber Ostermann,

    Da ich lustigerweise gerade dieselbe Abiturprüfung (d.h. eine genauso gestaltete) an einer Waldorfschule in RlP ablege, stimme ich Dir hierbei vollkommen zu – einfacher ist das nicht, im Gegenteil wäre es weitaus angenehmer, wenn die Abinote über mehrere Jahre angesammelt werden könnte und nicht nur von einer einzigen Prüfung abhinge (das dann mit dem Ergebnis, dass Waldorfabi-Ergebnisse sich oft vom vorherigen Notenstand der AbiturientInnen erheblich unterscheiden). Außerdem sind es doppelt so viele prüfungsrelevante Fächer wie an rheinland-pfälzischen Gymnasien, auch das macht die Sache nicht grad einfacher^^ Und über die Note in den schriftlichen Fächern entscheiden letztlich die Zweitkorrektoren. Aber wie auch immer.

    Was die übrigen Punkte angeht, sind zwar die „Vorurteile“ möglicherweise nervig, aber nur das Komplement dazu, dass sich den gravierenden Schwächen der Steinerschen Pädagogik von Waldorfseite niemand stellt. Wäre das der Fall, müssten ja keine KritikerInnen ran… Und die Masernfälle sind ja auch ganz handfest lebensgefährlich.

    LG

  • #27
    Andreas Lichte

    @ Ostermann

    Sie schreiben: „Schaut mal in die bayrische Prüfungsordnung …“

    Haben Sie eigentlich den Artikel GELESEN?

    Zitat: Die strengste Prüfungsordnung für Waldorfschulen gibt es in Bayern, aber auch dort wissen sich Waldorfeltern zu helfen: Für das Abitur wechselt Kind einfach auf eine Waldorfschule in einem anderen Bundesland. Hier ein Interview aus der Jugendsendung „Südwild“ des Bayerischen Rundfunks vom 17. September 2008:

    Mirko M.: „Ich war 12 Jahre hier in Coburg auf der Waldorfschule und den restlichen Teil dann in Marburg, also in Hessen, und hab‘ mein Abitur dort gemacht.“

    Moderatorin: „Warum bist du nach Hessen gegangen?“

    Mirko M.: „Also in Bayern ist es ein bisschen schwierig, da sind die Waldorfschulen staatlich nicht anerkannt (…) Für mich waren es 3 Gründe, warum ich gewechselt bin:

    – dass wir keine Vorzensuren hatten, was wirklich schwierig war

    – dann auch die externen Abschlüsse, z.B. hier am Gymnasium (…)

    – und wir hatten natürlich noch Russisch als zweite Fremdsprache, wo man als Jugendlicher natürlich auch nicht so gern mitmacht.“

  • #28
  • #29
    Ansgar

    Dazu gerne ausführlich per Mail oder Telefon, lieber Andreas =)

    Die zwei unteren der drei genannten Gründe sind zwar durchaus zu bedenken in jedem möglichen Zusammenhang, aber doch eher seltener (wenn auch sicher der Punkt „ausländerfreie Zone“ gerade in großen Städten durchaus!) Gründe, aus denen Eltern ihre Kinder ursächlich auf eine Waldorfschule schicken. Ein solcher ist meistens der Wunsch nach einer stressfreien, künstlerischen oder sonstwie „alternativen“ Erziehung. Das zeigt sich auch daran, dass andere, tatsächliche Reform-Schulen ihnen allmählich den Rang ablaufen:

    „Waldorfschulen werden oft
    nicht wegen ihres besonderen
    Profils gewählt, sondern weil
    es für Eltern, die keine Staatsschule
    wollen, keine andere
    Alternative gibt. Das ändert
    sich nun.“

    http://www.laura-krautkraemer.de/referenzen/Privatschulen_info3_07_09.pdf

  • #30
    Andreas Lichte

    @ Ansgar Martins

    Ansgar Martins macht weiter in „Heiler Waldorf-Welt“?

    Ansgar Martins bezweifelt, dass: – „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer – einer der wichtigsten Gründe für die Wahl einer Waldorfschule, d.h. einer Privatschule, ist?

    Konferenzschaltung zu „Aufklärung 2.0“: http://feuerbringer.com/2010/05/20/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

    Kommentar von Martin: „(…) Meine Tochter (im August 4) wird zwar nicht auf eine Waldorf-Schule gehen, wir versuchen dennoch grade,sie in einer nicht-religiösen Privatschule unterzubringen.

    Ich denke nicht dran, meine Tochter als Kanonenfutter die bisher gemachten und immer noch gemachten massiven Fehler in der Migrations- und Bildungspolitik ausbaden zu lassen.

    Ich denke auch nicht im Traum dran, mich dafür von einer Politik, die diese Fehler weder willens ist zu beheben, noch überhaupt ernsthaft anzugehen, noch entsprechend einzugreifen, wenn Auswüchse stattfinden zum Buhmann machen zu lassen.

    Solange es keine verpflichtende Kita- und Vorschule,keine verbindlichen Sprachtests mit verbundenen Sanktionen bei mehrfacher Nichterfüllung, keine wirksamen rechtlichen Maßnahmen bei Abzieh- und Gewaltdelikten gibt, solange kommt das für mich im Traum nicht in Frage.

    Kurz: solange Migrations- und Integrationspolitik weiterhin nur aus wohlfeilem Tolerallalla besteht, ohne mich.“

    siehe auch die folgenden Kommentare …

  • #31
    Anke

    @ Vatta

    Zitat: „Auch würde ich mich weder als “offenen” noch “versteckten Steinerianer” bezeichnen.“

    Natürlich nicht. Ich kenne niemanden, der sich so bezeichnen würde.

    Haben Sie Rudolf Steiner gelesen?

    Wenn nein, wie kommen Sie zu Ihrem Urteil über die von ihm konzipierten Schulen?

    Wenn ja, welche Texte denn beispielsweise? Und was halten Sie von denen?

  • #32
    Ansgar

    Lieber Andreas,

    Das war leider weder eine Antwort auf meine Darstellung noch eine Widerlegung, wenn es sowas sein sollte, sondern hatte auch praktisch nichts mit ihr zu tun. Es geht den meisten Eltern nicht nur und nicht mal in erster Linie darum, mit wem ihr Kind lernt (oder mit wem nicht, etwa „ohne MigrantInnen“ – dann ist es aber auch einfacher, das Kind auf ein Gymnasium zu schicken…), sondern WIE es lernt. Und da haben Waldorfschulen eben nach wie vor den Ruf einer „kindgerechtern Alternative“ zum öffentlichen Schulsystem. DESWEGEN kommt das gros der Eltern zu dieser Schulwahl – die von Dir benannten Gründe sind zwar nicht irrelevant, das „Unter sich sein“ ist sicher ein Grund für die Existenz von Privatschulen (aber in erster Linie drückt sie sich in der Existenz und dem Erhalt des Gymnasiums aus, vgl. die Schul-„Reform“ in RlP, wo das Gymnasium als Institution unangetastet bleibt, oder die konservativen Proteste in Hamburg angesichts des geplanten Veränderungen…), aber lange nicht der erste, warum ich mein Kind ausgerechnet auf die als musisch-hippiesk verschieene Waldorfschule schicke…

  • #33
    Andreas Lichte

    @ Ansgar Martins

    machen wir es kurz, Ansgar Martins Waldorf-Verteidigungsfloskeln langweilen nur noch.

    Konferenzschaltung zu “Aufklärung 2.0″: http://feuerbringer.com/2010/05/20/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

    Kommentar von Celine:

    „Danke für den großartigen Artikel, auch wenn er mir als ehemaligen Schüler einer Rudolf Steiner Schule (1. Klasse bis Abitur), eigentlich nur bestätigt, was ich im Grunde schon wusste, ist es doch immer schön sein Wissen bestätigt zu sehen. (…)“

  • #34
    .Waldi.

    Diesem Artikel fehlt es meiner Meinung nach an Objektivität.

    Ich möchte nicht behaupten, dass die Waldorschule perfekt ist. Und dass Sie schlechte Erfahrungen gemacht haben, kann man genauso wenig wegdiskutieren.
    Aber Sie scheinen ja mit aller Mühe irgendetwas zu suchen, was die Waldorschule wieder schlecht dastehen lässt. So zweifeln Sie in ihrem Artikel „Upgrade: Am Ende: Waldorfschüler ohne Abschluss?“ an, dass die Waldorschüler die zentralen Prüfungen der 10. Klasse bestehen können, welche laut diesem Artikel plötzlich wieder irrelevant sind.

    Dass ich hier nicht zu jedem Absatz etwas schreibe, liegt nicht daran, dass ich den anderen Absätzen zustimme, sondern daran dass ich einfach keine Lust habe hier endlose Kommentare zu schreiben.
    Ich möchte nur noch anmerken, dass der Absatz über das Impfen hier total fehl am Platz ist. Kein Lehrer auf der Waldorschule verbietet den Eltern ihre Kinder zu impfen. Das bleibt allein deren Entscheidung. Außerdem ist das Denken, Impfungen machen gesünder eher konservativ. So wird dies genug angezweifelt (auch von Menschen, die keine Anthroposophen sind). So wird sogar behauptet, dass Kinderkrankheiten wichtig dür die Entwicklung des Immunsystems sind. Deshalb bekommt man die KINDERkrankheiten ja in der Regel auch nur einmal im Leben. Also ist das schon ein Streitthema für sich.

    Gruß

  • #35
    Andreas Lichte

    @ Waldi

    Danke für Ihren Kommentar! Es wird sehr schön deutlich, dass Sie zur „Parallelgesellschaft Waldorfschule“ gehören.

    Warum schreiben Sie nicht einfach, dass Sie Impfgegner sind?

    o.k., man versteht es auch so, Zitat „Waldi“: „Außerdem ist das Denken, Impfungen machen gesünder eher konservativ. So wird dies genug angezweifelt (auch von Menschen, die keine Anthroposophen sind). So wird sogar behauptet, dass Kinderkrankheiten wichtig dür die Entwicklung des Immunsystems sind. Deshalb bekommt man die KINDERkrankheiten ja in der Regel auch nur einmal im Leben.“

  • #36
    Michael

    @ Waldi

    Man muss man nicht wirklich etwas suchen, was eine Waldorfschule schlecht dastehen oder aussehen lässt: Wer mit halbwegs kritischen Verstand den inneren Gegebenheiten und Abläufen einer Waldorfschule begegnet, hat schnell und problemlos gefunden, was sich in nächtlichen Alpträumen besser integrieren ließe. Heißt auch: Echte Mühe muss man sich nicht machen, wenn über einen längeren Zeitraum die gravierenden Defizite und tiefgreifenden menschlichen, ethischen und sozialen Grausamkeiten als Folge Steinerscher Widerhaken in den relevanten Köpfen dieser Einrichtungen ernüchtert zur Kenntnis nehmen musste. Hier wäre eine Impfung allemal angebracht: Ein hochwirksames Serum gegen die nach wie vor große Bereitwilligkeit, große wie kleine Menschen dem System Waldorf gleichermaßen hoffnungsvoll wie gedankenlos auszuliefern…

  • #37
    .Waldi.

    @ Andreas Lichte
    Zitat (#35):
    „Warum schreiben Sie nicht einfach, dass Sie Impfgegner sind?“

    Das hat zwei Gründe:
    1. Bin ich kein Impfgegner. Ich stehe dem Ganzen bloß etwas kritischer gegenüber. Und 2. tut das hier ja nichts zur Sache. Ich wollte damit bloß veranschaulichen, dass dieses Streitthema, bei dem sich sogar die nicht-anthroposophische Wissenschaft noch nicht einig ist, nicht als Argument gegen die Waldorfschule verwendet werden sollte.
    Das ist auch der Punkt, der mich am meisten an diesem und an den anderen anti-waldorf-Artikeln dieser Internetseite stört. Es werden keine oder nur wenige fundierte Argumente gegen die Waldorfschulen gebracht.
    So ist folgendes einfach nicht wahr:

    Zitat:
    „Seite 11: „Da wir [wie von den Waldorfschulen gefordert] Vornoten nicht anerkennen können, können wir dieses Verfahren „Vornote und Abweichungsprüfung“ nicht durchführen. Wir haben dafür aber die Möglichkeit eröffnet – diese Möglichkeit haben die Schüler im Regelsystem nicht –, dass eine Nachprüfung gemacht wird. Das heißt, Schülerinnen und Schüler, die punktuell in einer schriftlichen Prüfung versagt haben, können nach den Sommerferien nochmals eine schriftliche Prüfung in diesem Fach machen. Mit dieser schriftlichen Prüfung können sie ihre Note entsprechend verbessern. Das heißt, die bessere Note der Nachprüfung ersetzt die schwächere Note im ersten Durchgang.““

    Erreicht ein Schüler die nötige Punktzahl nicht, so hat er die Möglichkeit zu einer Nachprüfung, vorrausgesetzt die Prüfungsnote weicht von der Vornote ab. Diese Nachprüfung ist aber weder schriftlich, noch findet sie nach den Sommerferien statt. Sondern sie findet am gleichen Termin statt, an welchem die Schüler der Regelschulen ebenfalls ihre mündlichen Nachprüfungen ablegen (dazu haben diese nämlich durchaus die Möglichkeit). Die Note der mündlichen Prüfung ersetzt dann auch nicht die Note der schriftlichen Prüfung, sondern geht zu 50% in das Gesamtergebnis ein.
    (Wo haben Sie das eigentlich her?)

    @Michael
    Das oben Genannte kann man, wenn ich das richtig sehe, auch als Antwort auf Ihren Vorwurf sehen:

    Zitat(#36):
    „Man muss man nicht wirklich etwas suchen, was eine Waldorfschule schlecht dastehen oder aussehen lässt: Wer mit halbwegs kritischen Verstand den inneren Gegebenheiten und Abläufen einer Waldorfschule begegnet, hat schnell und problemlos gefunden, was sich in nächtlichen Alpträumen besser integrieren ließe.“

    Stimmt. Sie finden etwas. Sogar viel. Wahrscheinlich auch ohne große Mühe. Doch diese Argumente, die Sie so schnell finden, lassen sich größtenteils ebenso einfach entkräften.
    Da war die Annahme, dass Sie mit aller Mühe nach Argumenten suchen vielleicht nicht ganz richtig, wodurch Ihre Argumente jedoch nicht an Überzeugungskraft gewinnen.

    Gruß

  • #38
    Andreas Lichte

    @ „waldi“

    Waldi fragt: „(Wo haben Sie das eigentlich her?)“

    die Quelle habe ich genannt, hier:

    http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/comment-page-1/#comment-50598

  • #39
    Michael

    @ waldi
    Kurz zu Ihrem Zitat, von wegen „…sogar die nicht-anthroposophische Wissenschaft…“ – Ihre Worten implizieren die Existenz einer anthroposophischen Wissenschaft, bloß: Die gibt es nicht, die hat es nie gegeben, und die wird es nie geben – allein das sture, trotzige Vorhandensein einer Pseudo-Fakultät namens „Geistwissenschaft“ macht weithin (Waldorf-)Schule, nix sonst…

    Und: Ich habe keine Argumente für oder gegen etwas gesucht bzw. gefunden, ich habe schlichtweg umfangreiche Erfahrungen gemacht, an deren Ende ich mir eine Meinung bilden musste, dann erst für oder gegen etwas. Das es dummer- und tragischerweise (in Hinblick auf die anhaltenden Folgen für die Kinder – meine eigenen und viele, viele andere -) die Erfahrungen an Waldorfschulen waren, die man nur noch negativ bewerten konnte, lässt die ganze Angelegenheit hier in einem besonders zweifelhaftem Licht erscheinen. Daß Sie ebenfalls den üblichen kleinkindlichen Trotz bei Waldis und Asofen (Zitat: „Stimmt. Sie finden etwas. Sogar viel. Wahrscheinlich auch ohne große Mühe.“) bemühen, macht die Angelegenheit hier stimmig und vorhersehbar. Es hat aber auch was von einer ausgefeilten Originalität, erstmal freiwillig vorauszusetzen, daß an Waldorfschulen ordentlich was im Argen liegt (quasi die Gegenargumente wenn schon nicht auf der Strasse, so doch in den Schulfluren, den Klassen- und Lehrerzimmern, etc. pp.), im selben Atemzug aber zu versichern, daß sich diese „größtenteils ebenso einfach wieder entkräften lassen“. Wenn ich auf einen Hund treffe, der nicht zögert, mich skrupellos anzupinkeln, soll ich den dann im Nachhinein unterstellen, er habe bloß eine notwendige Bewässerungsmaßnahme zum Schutze der Trockenheit in seiner Umgebung durchgeführt? Was ist das eigentlich für ein absurdes Argumentationsverfahren, daß sie hier anwenden? Sie stellen schlichtweg trotzig und aus welchen Gründen auch immer eine hilflose Uneinsichtigkeit zur Schau, die Sie wahrscheinlich auch noch für den Tragpfeiler einer soliden und glaubwürdigen Gesprächsführung halten. Und schlußendlich, pfff, nein, also nein, „an Überzeugungskraft gewinnen Ihre Argumente dadurch nicht.“ Klingt das nicht toll? Also daß der (ich) gar nicht gewinnen kann, weil ich ihm einen sprachlichen Allgemeinplatz aus der Ultraklasse unterzujubeln versuche, mit dem jetzt aber auch alles an Widerspruch, Feindabwehr und Ehrenrettung zum Ausdruck gebracht wurde?! Oh ja, Sie haben völlig recht: Ihre Annahme der krampfhaften Suche nach einem imaginierten Feindbild liegt komplett daneben. Wenn Sie dieses banale Muster jetzt auch noch für weitere mögliche Antworten ausblenden könnten, die Waldorfbewegung würde Ihnen sicher noch einen Steiner-Orden verleihen, vielleicht bald schon, spätestens aber in einem nächsten Leben…

  • #40
    .Waldi.

    @ Andreas Lichte:

    Ich hatte mir nicht alle Kommentare durchgelesen.
    Ich habe eine Datei auf der Internetseite des Schulministeriums gefunden. Da sind die Bestimmungen meiner Meinung nach neutraler und realitätsnäher aufgeführt:

    http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/zp10/upload/download/anlagen_verfuegung/ZP10-verfuegung_2008_06_2009

    @Michael:
    Zitat (#39): „Ihre Worten implizieren die Existenz einer anthroposophischen Wissenschaft, bloß: Die gibt es nicht, die hat es nie gegeben, und die wird es nie geben“
    Mein Ziel war nicht, auf eine anthroposophische Wissenschaft hinzudeuten. Ich wollte bloß verdeutlichen, dass diese Behauptungen, welche das Impfen betreffen, nicht auf einer anthroposophischen Weltanschauung beruhen. Davon einmal abgesehen gibt es doch die anthroposophische Medizin. Wieso sehen Sie das nicht als Wissenschaft an?

    Zitat (#39):
    „Ich habe keine Argumente für oder gegen etwas gesucht bzw. gefunden, ich habe schlichtweg umfangreiche Erfahrungen gemacht, an deren Ende ich mir eine Meinung bilden musste, dann erst für oder gegen etwas.“

    Ok. Dagegen kann ich nichts sagen. Allerdnigs können Sie die positiven Erfahrungen die ich und andere gemacht haben, genauso wenig bestreiten.

    Zitat:
    „Es hat aber auch was von einer ausgefeilten Originalität, erstmal freiwillig vorauszusetzen, daß an Waldorfschulen ordentlich was im Argen liegt […] im selben Atemzug aber zu versichern, daß sich diese “größtenteils ebenso einfach wieder entkräften lassen“

    Stimmt, ich möchte nicht behaupten, dass die Waldorfschule perfekt ist. Aber so wie Sie das ausdrücken, haben Sie mich wohl etwas missverstanden. Ich wollte damit sagen, dass schnell etwas gefunden wird, das die Schule schlecht dastehen lässt, bei näherem Hinschauen aber nicht richtig ist. Genau wie das Vorurteil, Waldorfschüler würden lernen, mit Bäumen zu reden: Lässt die Schule schlecht dastehen, stimmt aber nicht.

    Zitat:
    „Was ist das eigentlich für ein absurdes Argumentationsverfahren, daß sie hier anwenden? Sie stellen schlichtweg trotzig und aus welchen Gründen auch immer eine hilflose Uneinsichtigkeit zur Schau.“

    Ich bringe bloß zum Ausdruck, dass Sie mich nicht überzeugt haben und ich das anders sehen. Dabei führe ich die Dinge auf, die Ihren Aussagen widersprechen. Oder ist es nicht das, was Sie stört?

    Meinen Sie nicht, dass Sie mit Ihrem Sarkasmus und Ihrer stellenweise fast schon nachäffenden Weise mindestens auf mein Argumenatationsniveau herabgestiegen sind?

    Gruß

    PS: rechnen Sie nicht mit einer allzu schnellen Antwort, da ich ab Montag eine Weile kein Internet zur Verfügung habe. Vielleicht schaffe ich es aber noch, vorher zu antworten.

  • #41
    Andreas Lichte

    @ „Waldi“

    Waldi schreibt: „Da sind die Bestimmungen meiner Meinung nach neutraler und realitätsnäher aufgeführt“

    Wollen Sie LMR‘ Marietrud Schreven unterstellen, dass sie nicht korrekt Auskunft über das neue Gesetz gibt?

    Landtag Ausschussprotokoll, Nordrhein-Westfalen APr 14/598: http://www.landtag.nrw.de/www/www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMA14-598.pdf

    Vergleichen Sie doch die Ausführungen von LMR‘ Marietrud Schreven mit dem Gesetzestext.

    Leiden Befürworter der Waldorfschulen unter Verfolgungswahn?

  • #42
    Andreas Lichte

    @ “Waldi”

    Waldi schreibt: „Davon einmal abgesehen gibt es doch die anthroposophische Medizin. Wieso sehen Sie das nicht als Wissenschaft an?“

    Mein Artikel „Drei Gründe für die Waldorfschule“ wurde vor der Veröffentlichung von einem Juristen und einem Mediziner geprüft. Ich habe den Mediziner gefragt, ob er das Steiner-Zitat im Anhang gelesen hat, Antwort:

    „Nach der Hälfte hab ich aufgegeben, darüber muss man doch nicht reden …“

    Soll heissen: Für einen Arzt völlig indiskutabel, dass wegen dieses Steiner-Hokus-Pokus nicht geimpft wird.

  • #43
    Michael

    @ waldi
    Punkt 1: Anthroposophische Medizin als autonomes medizinisches Angebot existiert nicht. All das, was hierunter fällt bzw. sich dazu bekennt, unterliegt der ausschließlichen Betrachtungsweise einer „ergänzenden bzw. anthroposophisch erweiterten Medizin“. Komplett in Anthro-Sprech liest sich das so: „Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen“ – von Medizin mag man dem heil-igen Selbstverständnis nach sowieso nur ungern reden, von Heilkunst immer und überall, so wie man ja auch auf der pädagogischen Ebene (die auf Waldorfebene immer nur eine behauptete ist) die künstlerisch wertvolle Vokabel von der sogenannten „Erziehungskunst“ gebraucht. Von Wissenschaft kann demnach in anthroposophischen Zusammenhängen niemals die Rede sein, man lehnt sich nur an sie an, benutzt sie, spannt sie vor den eigenen Karren, mißbraucht ihre legitime Bedeutung und beutet ihre Seriosität, ihren Klang, und nicht zuletzt ihren Rang in der Gesellschaft aus. Wenn Sie ebenfalls dem engelgleich-vorzüglichen Klang einer „Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen“ folgen wollen, tun Sie das – aber achten Sie bitte streng darauf, daß Sie an keiner Stelle Ihres Weges der Wissenschaft über den Weg laufen, Sie könnten sich ziemlich lächerlich vorkommen.

    Punkt 2:
    Ich bestreite Ihre positiven Erfahrungen nicht. Es bleibt Ihnen überlassen, all das Gute zu glauben, was Ihnen an einer x-beliebigen Waldorfschule vermeintlich ansprechend gegenübertritt; nur tun Sie mir den Gefallen und streifen Sie gelegentlich die maßlose Naivität ab, die diese Schulen als unausgesprochene Zugangs- und Mitwirkunsvoraussetzung einfordern.

    Punkt 3:
    „Daß schnell etwas gefunden wird, was die Schule schlecht dastehen lässt“, hat wahrscheinlich damit zu tun, daß die Waldorfschulen nichts unversucht lassen, konkret und nachvollziehbar Schlechtes solange als etwas grundsätzlich Positives erscheinen zu lassen, daß am Ende nur noch stark auffallen kann, daß es im Grunde genommen schlecht sein muss – andernfalls würde die autosuggestive Überbeanspruchung des Guten schlichtweg entfallen.

    Punkt 4:
    Daß Waldorfschüler mit Bäumen zu reden erlernen müssen, ist mir als Vorurteil kaum bekannt. Wäre zwar immer noch einfacher, als mit dem veröffentlichten Steiner ins Gespräch zu kommen, macht am Ende aber doch wieder keinen Sinn, weil soviel Erlerntes dann doch nicht zur Verfügung steht, daß die Bäume davon abhalten könnte, sich in der Hauptsache zu schütteln…

    Punkt 5:
    Daß es mir nicht gelingen wird, Sie von der noch aktuellen Gemeingefährlichkeit der Waldorfschule auf ganz verschiedenen Ebenen (darunter nicht wenige subtile) zu überzeugen, ist mir schon irgendwie klar. Jetzt führen Sie zwar nicht gerade „Dinge auf, die meinen Aussagen widersprechen“ (vielleicht hab` ich auch nur vergessen, zu meiner leistungsfähigsten Lupe zu greifen), aber immerhin sprechen Sie jene Dinge ein bißchen wenigstens an, die der Waldorfschule ein bißchen wenigstens unter die Arme greifen sollen. Das ist doch schon was. Und das stört mich auch überhaupt nicht, das ist nur nicht gerade das, was als gerade noch ernsthaft und relevant durchgehen würde. Was mich eher stört, ist die Tatsache, daß Sie sich keine wirklich durchdringenden Gedanken machen zu einem durchaus diskussionswürdigen Thema (bzw. den Aspekten eines Themas), das unter einer leichtgewichtigen Handhabe, wie Sie sie hier praktizieren, sehr schnell zu einer merkwürdig vorhersehbaren Bagatelle verkommt.

    Punkt 6:
    Schön zu erfahren, daß Sie von Ihrem eigenen Argumentationsniveau mehr als angetan sind. Schon deshalb möchte ich fast bestreiten, daß wir hier an irgendeinem Punkt gleichauf sind. Aber in Ihrer Wahrnehmung, vermute ich mal, liegt bestimmt wieder irgendein Missverständnis vor, so daß ich mich lieber darauf beschränke, nachzuäffen, was vorgeäfft Ausdrucks- und Stilwunder authentisch erlebbar macht. Das war jetzt nicht sarkastisch, das war bloß eine Feststellung mir zuliebe, damit ich mir auch weiterhin sicher sein kann, mich meiner eigenen Sprache zu bedienen, die mit einiger Sicherheit ohne nachäffliche Versuchungen auskommt… Punkt 7: Grüße

  • #44
    Anthroposophische Medizin

    „Anthroposophische Medizin

    Anthroposophische Medizin ist ein esoterisch-mystisches Konzept und gründet auf der Lehre des Österreichers Rudolf Steiner, der theosophisch inspirierten Anthroposophie. Die theoretische Basis der anthroposophischen Medizinlehre entwickelte der Nichtmediziner Steiner selbst in den 1920er Jahren. Die Ärztin Ita Wegman gründete 1921 die erste Anthroposophische Klinik in Arlesheim (Schweiz).

    Die wahlweise als Parawissenschaft oder Pseudowissenschaft anzusehende anthroposophische Medizin entzieht sich heutigen rationalen Erklärungsansätzen eines neutralen externen Beobachters, dem die entsprechenden esoterischen oder magischen Fähigkeiten zum Verständnis nicht eingeräumt werden. Behauptungen aus antroposophischen Kreisen wissenschaftlich überprüfbar zu sein gibt es, und es gibt auch entsprechende Versuche Heilerfolge demonstrieren zu können. Die gleichzeitig erhobenen Ansprüche auf nicht falzifizierbares okkultes Wissen das der Lehre zu Grunde läge, macht diese jedoch dann zu einer Pseudowissenschaft. Andererseits wird in parawissenschaftlicher Weise eine externe Bewertung dadurch erschwert oder unmöglich gemacht, dass sachliche Kritik als Unverständnis der Methode immunisierend gekennzeichnet wird.

    Die anthroposophische Medizin ist streng auf Aussagen des verstorbenen Rudolf Steiner fixiert, die dieser aus seiner okkulten Schau einer Akasha-Chronik gewonnen haben will. Dies erschwert etwaige Versuche einer Reform oder Anpassung an heutige Erkenntnisse aus der Medizin. (…)“

    Fortsetzung: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Anthroposophische_Medizin

  • #45
    chris

    der Artikel auch hier: „Die Achse des Guten“

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/drei_gruende_fuer_die_waldorfschule/

  • #46
    Catharina

    Mein Gott…….grins. Ich habe nur durch Zufall, falls es diesen denn gibt, diesen blog gefunden. Sicherlich lassen meine Schreibweise, deutlich erahnen, dass ich schon etwas aelter bin, also nicht gleich rot sehen, wenn ich in normaler, nicht geifender oder giftiger Form darstelle.
    Alle unsere Kinder waren auf einer Waldorfschule, davon war ein Kind sehr begabt und studiert mittlerweile an einer Eliteuniversitaet( weil er dies so wollte und mit seinem Notendurchschnitt leisten konnte) und ein Kind sehr schwach begabt und macht nun eine Ausbildung. Auf unserer Schulen waren Tuerken ( Maedchen in Kopftuecher die auch im Sportunterricht nicht teilnehmen durften) bis zu Afrikanern. Keiner unserer Kinder wurde ideologisch mit „Anthroposophie“ geplagt. Dafuer hatten wir aber „koerperbehinderte“ Kinder in der Klasse, was seltsamerweise zu einem ganz anderen Bewusstsein im Umgang mit schwaecheren Menschen gefuehrt hat. Mein Mann war zeit seines Lebens Handwerker – und dies in einem Beschaeftigungsverhaeltnis, uebrigens hatten wir sehr viele Handwerker und Arbeiterfamilien an unserer Schule. Seltsamerweise waren unsere Kinder viel gesuender als die durchgeimpften Kinder meiner Geschwister und keines unserer Kinder hyperactive. Zwei unserer vielen Kinder waren fuer viele Jahre im Profisport fuer den Nationalkader Deutschland unterwegs……lol und wenn ich so andere Muetter ueber die Pubertaet ihrer Kinder hoere und ich meine Erfahrungen widergebe, wird mir regelmaessig gesagt, dass ich einfach „Glueck“ mit unserer Kindern hatte…….lol
    Mir scheint in diesem Forum oder blog haben sich viele „ehemalige“ getroffen, die einen Schuldigen suchen…..lol und wenn man Steiner’s Vortraege aus dem Kontext zieht und in der Folge als Artikel darstellt, muss es einem schon irrig vorkommen…..hahah um Steiner zu verstehen, muss man sich schon die Zeit nehmen ( vorausgesetzt der Intellekt und vorallem die Konzentration lassen dies zu…..grins) Es fehlt mir in all Euren Anschuldigen die Bandbreite und Objektivitaet……und wenn man so durch ist, hat man das Gefuehl es handelt sich um ein paar in der Trotzphase Steckengebliebene ….die sich fuer etwas entschieden haben und dies nicht erhalten hatten. Die Waldorfschulen sind kein Zwang und da ich selbst bei Aufnahmegespraechen dabei war, weiss ich was tatsaechlich gefragt wird und es mutet etwas laecherlich an obige Anschuldigen zu lesen. Jedem steht es frei seine Kinder dort hinzugeben oder eben nicht, auch den sozial Schwaecheren steht es nach wie vor offen, da die meisten Waldorfs einen Sozialfond haben….lol ( grins im Gegensatz zu einer wirklichen Eliteschule wie den Internationalen Schulen )

    Ach ja vergessen wurden natuerlich die ganzen sozialen Einrichtungen wie die Camphill Bewegung in denen Menschen mit nicht soviel Glueck wie Euch offensichtlich….lol die Moeglichkeit des Lebens und Arbeitens in Familienanschluss gegeben wird. Die Waldorschulen fuer geistig Behinderte und Drogensuechtigen, die weitaus mehr Erfolge zu verzeichnen haben, als jegliche andere soziale Einrichtung die es fuer diese Menschen in Deutschland gibt……lol
    Ach ja und zur Impfdogmatik……..voellig sinnlos darauf eigentlich zu reagieren. Aber als gebildeter und sozialkritischer Mensch, und ich gehe schwer davon aus, dass alle Andreas, Michael’s und Ansgars dies fuer sich beanspruchen. Es gibt schon seit vielen Jahren wissenschaftliche/medizinische Doppelblindstudien aus vielen Laendern, die die Durchimpferei in Frage stellen. Es gibt zwischenzeitlich Tausende Opfer von Impfschaeden – seit einiger Zeit wird untersucht ob die ganze Autoimmun Problematik durch bestimmte Impfstoffe in die Wege geleitet werden koennte.( vorallem MS steht schwer unter Beschuss, da viele Impfstoffe mit quecksilber geladen sind……lol) Um die Problematik des Impfens zu verstehen, muss man sich erst einmal mit den Impfstoffen auseinandersetzen und verstehen, was da eigentlich in das Blut eines Kindes gegeben wird, man muss sich das Serum ansehen und sich weiterhin die Muehe machen zellbiologisch ein bischen zu recherchieren. Sicherlich darf man nicht einfach mit Saetzen aufwarten, dass die WHO gesagt hat……denn sonst macht man sich doch zum WHO-ler oder?????? Und wenn ich etwas von Steiner verstanden habe, so ist dies Erziehung zur Individualitaet…( uebrigens sind massive Studien gerade ueber Impfschaeden in den USA im Gange und die USA ist wirklich das Land des Impfens, so weit ich weiss hat ein Kind bis zum Schulater bis zu 47 Impfungen intus…lol)

    Schade, dass aus Frustration und mangelnder Selbsterziehung so eine Boesartigkeit gegenueber Schulen entstanden ist, die eigentlich genau das Gegenteil von Euren Beschimpfungen versuchen hervorzubringen. Erziehung zur Freiheit.
    Nicht alles passt zu Jedem – viele Dinge passen nicht zu mir – dann trenne ich mich davon und hacke dies ab und orientiere mich anders. Um die Waldorfpaedagogik zur voller Bluete zu bringen braucht man aufmerksame Eltern, Eltern die gewillt sind sich fuer Ihre Kinder zu interessieren. Eltern die wiederum ihre Kinder nur auf eine Waldorfschule schicken, damit die dort eine gute Erziehung erhalten sollen,um Unzulaenglichkeiten der Eltern auszubuegeln sind hier total fehl am Platz und deshalb wird oft ein Kind bei einem Aufnahmegespraech abgelehnt und nicht weil die Eltern nicht an die karmischen Verwicklungen ihrerseits mit den Kindern glauben, was fuer ein Schmarrn ist das den….hahahah
    Und Menschen die sich zum Lehrerseminar als Waldorflehrer anmelden weil sie in schlechten wirschaftlichen Zeiten leben – stellen fuer mich eine Laecherlichkeit dar. Natuerlich wird versucht einem Waldorflehrer die Anthroposophie zu erklaeren. Ich bewerbe mich doch auch nicht bei BMW als Mechaniker und fange dann einen blog an, in dem ich mich ueber die Sektengemeinschaft und den Dogmatismus bei BMW beklage weil ich in der Ausbildung alles ueber das Auto BMW lernen muss grins………und dann noch, dass sich in Deutschland eigentlich nur eine bestimmte Elite einen BMW leisten kann, obwohl wir alle doch mit einem smartcar oder Trappi theoretisch herumfahren koennten.

    Waldorfschulen sind freie Schulen – man kann oder man kann nicht….so einfach……Alles Liebe Catharina

  • #47
    Anke

    Catharina, von welcher vorbildlich weltoffenen Waldorfschule sprichst Du? Wäre doch schade, die nicht konkret zu empfehlen. Und könntest Du bitte kurz Deine wissenschaftlichen Studien zum Thema Impfen benennen? Auch das ist doch einfach zu wichtig, um so allgemein zu bleiben.

    Und, da Du das ausdrücklich hervorhebst: Was hältst Du von der Überzeugung, Behinderte seien in einem früheren Erdenleben üble Menschen gewesen, wofür sie nun als „minderwertige Trottelinkarnationen“ zu büßen hätten?

    Ist es das, was Du unter „einem ganz anderen Bewusstsein im Umgang mit schwaecheren Menschen“ verstehst?

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/02/seelenpflege-bedurftige-kinder_17.html

    Drei Fragen, die sich klar beantworten lassen, um Dich besser zu verstehen.

  • #48
    Michael

    Mein lieber Scholli… nach dem Eintrag der Dame von Waldorfwelt bin ich mir echt nicht mehr sicher (und all die anderen gemeinten bitte auch nicht mehr so ohne weiteres), ob ich gebildet genug bin, wirklich zu verstehen, was ohne Kenntnis echt freier Schulen (weil Waldorfschulen keinen Wert höher hängen), echt kontextfreier Steiner-Stellen (weil Steiner erst im Zusammenhang verstandesmäßiges Denken ad absurdum führt) und echt trotziger Phasen (jetzt hab ich`s dieser freien und mit freien Geistern zusammen herum hängenden Sektengemeinschaft, die genausogut BWM statt Geisterbahn fahren könnte, aber echt mal gezeigt) nie und nimmer kapiert werden kann. Ja, man kann oder man kann nicht… dieses einzigartige Plädoyer für die freieste, zwangloseste, gesündeste, sozialste, ausländerfreundlichste, objektivste und zusammenhängendste Bildungseinrichtung sympathisch finden oder einfach nur: lächerlich. So wie die Dame selbst vieles lächerlich findet, weil es nicht unbedingt die volle Blüte der Waldorfpädagogik begünstigt (sofern diese keine an andere und vergleichbare Heilserwartungen angelehnte Dornen sprießen lässt). Eher so Beschimpfungen von unsereins, die es doch tatsächlich wagen, flotte Sprüche wie die von der „Erziehung zur Freiheit“ argumentativ und schlichtweg aus Erfahrung zu zerrupfen. Liebe Catharina, für den Moment genug, es ist schon spät… aber ein paar Sätze zu Ihren lieblichen Ausführungen über ihre Lieblingsschule müssen noch erlaubt sein. Das will ich dann auch noch in den nächsten Tagen tun. Ich will auch ganz brav bleiben bis dahin, nicht wüten, nicht schimpfen und nicht Freiheit für alle rufen, keine kindischen Trotzanfälle bekommen und Smartcar und Trabbi noch dem letzten fanatischen Autofetischisten nahelegen… alles wird schon irgendwie gut, Sie werden schon sehen, und es wäre doch gelacht, wenn nicht ausgerechnet die Waldorfschule hierzu den entscheidenden Schritt nach vorne in eine bessere, karmischen Verwicklungen nicht vorgreifende und vor allem mit BMW-Sektenmitgliedern unmissverständlich hart ins Gericht gehende Welt tun würde…!

  • #49
    Andreas Lichte

    @ Catharina

    Willkommen im Wettbewerb um den tiefsten Ausschlag der Nach-Unten-Offenen-Rudolf-Steiner-Skala !

    Es gibt natürlich viel Konkurrenz, all die anonymen Anthroposophen, die Rudolf Steiner hochleben lassen, will ich gar nicht auflisten. Nur mal einige Top-Favoriten:

    – Valentin Hacken, Vorstand der WaldorfSV, schafft es, einen ganzen Artikel beim Bund der Freien Waldorfschulen abzuschreiben, und ist auch noch stolz darauf: http://www.ruhrbarone.de/waldorf-kritik-wenn-das-licht-ausgeht/

    – Harald Effenberg, „Waldorfprominenter“, im Waldorfzirkus aktiv, sieht überall Nazis, nur nicht in der Waldorfschule. Durchgeknallte Kommentare von Harald Effenberg hier: http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/

    – Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg … dazu sollte man vielleicht mal einen eigenen Artikel schreiben, hier nur die Skandale, in die er verwickelt ist: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Detlef_Hardorp

  • #50
    Andreas Lichte

    Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg …:

    http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/01/rudolf-steiner-und-die-schrodingergleichung.php

    “Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung

    (…) Wer hats erfunden? Die Anthroposophen!

    Ein weiteres Beispiel für Geschichtsklitterung findet sich bei den Anthroposophen. Deren Oberindianer Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler:

    »Bemerkenswert ist u.a., daß er (Steiner) in einem dieser Vorträge schon im Jahre 1920 eine Differentialgleichung für Lichtwirkungen entwickelte, die erst drei Jahre später von Erwin Schrödinger “neu” entdeckt wurde. Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle.« Hardorps Äußerungen stammen ursprünglich aus der Publikation “Rudolf Steiner and Schrödinger’s equation” von Detlef Hardorp and Ulrich Pinkall, in “Mathematisch-Physikalische Korrespondenz”, Nr. 201, Johanni 2000.

    Im Original liest sich das so:

    »Thus the third differential equation that Steiner writes down on the 12th of March in the year 1920 is not only “formally equivalent” to Schrödinger’s equation. Apart from the fact that the value of the constant is not specified as a number related to Planck’s constant, it is Schrödinger’s equation.«

    Der promovierte Physiker Andreas Krämer hat sich die Steiner-Publikation und deren Interpretation von Hardorp und Pinkall genauer angesehen. Das Fazit seiner Analyse: »Für den Physiker ist eine mathematische Formel ohne eine klare Beschreibung der enthaltenen Grössen keine Theorie. Nach meinem Verständnis der Grössen in der Steinerschen Formel (Kontext Wärmeleitung/Energieumsatz) wird daraus sogar eine falsche Theorie.«

    Beide, Pinkall und Hardorp haben zur Analyse von Andreas Krämer Stellung bezogen.

    Prof. Ulrich Pinkall, TU Berlin, rudert zurück:

    »Ich selbst habe auch ein etwas ungutes Gefühl dabei, das ganze Thema als Munition in Debatten um die Wissenschaftlichkeit der Waldorf-Pädagogik zu verwenden.«

    Dr. Detlef Hardorp schreibt in seiner Steiner-Verblendung:

    »[…] Das aber just Steiner eine Gleichung intuitiv an die Tafel schreibt, die einige Jahre später in der Physik zu den bedeutsamsten Gleichungen überhaupt werden wird, erscheint mir symptomatisch für Steiner zu sein. Denn das hat er doch in vielen Bereichen gemacht: von außen betrachtet stochert er unprofessionell in allen möglichen Gebieten herum, und trifft mit unverschämter Sicherheit immer wieder Goldadern, auch wenn er nicht den wissenschaftlichen Apparat bieten kann, mit dem das dann meist später von anderen wesentlich vollständiger gemacht wird.« (…)”

  • Pingback: „Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen …“ « Waldorf Blog

  • Pingback: Waldorf und die Spielverderber « Aufklärung 2.0

  • Pingback: Waldorfschule: Lehrer gesucht! | Ruhrbarone

  • Pingback: Waldorfschule Schloss Hamborn, das anthroposophische Zentrum in Ostwestfalen | Ruhrbarone

  • #55
    "Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

    „Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

    Jetzt ist schon wieder was passiert. Nein, keine Sorge. Der „Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“, Detlef Hardorp, hat kein Kind tot gebissen. Obwohl. Beschwören möchte ich das nicht– (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„detlef-hardorp-der-berlin-brandenburgische-bullterrier-der-anthroposophischen-offentlichkeitsarbeit“/

  • #56
    Waldorfschule: Physik vom Hellseher

    „Waldorfschule: Physik vom Hellseher

    Wie sorgt man in der Waldorfwelt für Ruhe? Mit „Mundzukleben“? Richtig laut wird es, wenn Detlef Hardorp Waldorfeltern die nobelpreisverdächtigen Leistungen seines Gurus Rudolf Steiner erklärt. Der soll schlauer gewesen sein als viele Physiker. Von unserem Gastautor Tobias Maier.

    Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler: (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-detlef-hardorp-lautsprecher-der-anthroposophie/

  • #57
    3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“

    „3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“

    6 September 2010

    Vor drei Jahren, am 6. September 2007, entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben. Die Bücher waren nur knapp der Indizierung durch die BPjM entgangen, weil der Verlag zusicherte, alsbald kommentierte Neuauflagen herauszubringen und bis dahin die Bücher nur mit einer Beilage auszuliefern. Doch nach drei Jahren ist noch immer nichts geschehen. Unser Gastautor Andreas Lichte erstellte für die BPjM ein Gutachten zur Praxisrelevanz von Steiners Rassismus, in dem er auch die Vermittlung von Rudolf Steiner im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ darstellte. Hier ein Auszug, Zitat: (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-„zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen“/

  • #58
    Waldorf Schools: Rudolf Steiner’s books are “an incitement to racial hatred”, says BPjM

    „Waldorf Schools: Rudolf Steiner’s books are “an incitement to racial hatred”, says BPjM

    In the UK a discussion is going on about Rudolf Steiner’s racism, see: “Steiner Waldorf Schools Part 3. The problem of racism“. Therefore Ruhrbarone publish a short English summary of the BPjM’s decision on Rudolf Steiner. By Andreas Lichte.

    The “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien” (BPjM) (”Federal Department for Media Harmful to Young Persons”) examined 2 books by Rudolf Steiner for “racist content” and decided that the content of the books is racist. (…)“

    continuation: http://www.ruhrbarone.de/waldorf-schools-rudolf-steiner’s-books-are-“an-incitement-to-racial-hatred”-says-bpjm/

  • #59
    Bernd W.

    Das Verrückte an den ganzen Diskussionen um die geistige Welt und das beliebte Masern-Beispiel ist ja, dass man keine Beweise liefern kann, die für uns befriedigend wären. Wie soll man denn etwas wissenschaftlich beweisen, das unseren Vorstellungen der materiellen Welt komplett widerspricht? Leider nicht machbar. Genauso wird man scheitern, wenn man einem Atheisten die Existenz von Gott beweisen möchte.
    Deshalb ist diese ganze Diskussion doch müßig.
    Hört sich zwar alles total weit hergeholt und unwahrscheinlich an. Aber das ist leider auch schon alles, was wir darüber sagen können…

  • #60
    Rudolf Steiner

    @ Bernd W.

    Ich habe mein Wissen direkt aus der geistigen Welt, aus der Akasha-Chronik. Lichte ist ein ichloser Mensch, ein Dämon in Menschengestalt, wie das Mädchen „L. K.“:

    „Der Schularzt spricht über besondere medizinische Fälle.

    Dr. Steiner: Das Mädchen L. K. in der l. Klasse, da wird irgendeine recht schlimme Verwickelung da sein mit dem ganzen Inneren. Da wird auch nicht viel zu machen sein. Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, daß Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten.

    X.: Wie ist das möglich?

    Dr. Steiner: An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange füreinander determiniert die hinuntersteigen den Individualitäten. Es geschehen auch Generationen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächtnis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis.

    Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesen heit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zurück.

    Es könnte sein, daß irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirnautomatismen eine Pseudomoral züchten.

    Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies vielfach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, daß es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht solchen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, daß manche Leute herumgehen, die gerade da durch, daß sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Menschen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt.

    Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegner schaft ist so schon groß genug. Solche Dinge schockieren die Menschen furchtbar. Es hat einen furchtbaren Schock hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, daß ein ganz berühmter Universitätsprofessor, der einen großen Ruf hat, daß der, nach einem sehr kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt, ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher.

    Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden.“

    Rudolf Steiner, „Vorträge über Erziehung – Konferenzen mit den Lehrern III“, Konferenz vom Mittwoch 25. April 1923, 16.30-19 Uhr, GA 300c, S.70f

  • #61
    Bernd W.

    Nunja, das kling alles tatsächlich etwas befremdlich. Aber eine Erklärung wäre es ja, sogar in sich schlüssig. Und dass es seltsam klingt gibt Steiner ja selbst zu. Und mit der Aussage, es könne gegen ihn eingesetzt werden, hat er ja glaube ich richtig gelegen…
    Und dass mit dem Universitätsprofessor lässt sich ja wohl auch nicht gegen Steiner verwenden. Schließlich war er selbst ja anscheinend nicht geschockt über diese Reinkarnation, sondern die Gesellschaft (in welcher der Ausdruck „Neger“ ja recht gebräuchlich war). Was er konkret über Schwarze gesagt hat, als er sich genötigt sah, sich über den Prof. zu äußern, weiß ich jetzt auch nicht. Aber ich denke nicht, dass er sich dabei abwertend über Schwarze geäußert hat.

    Gruß

  • #62
    Rudolf Steiner

    @ Bernd W.

    Wenn ich mich über Schwarze geäussert habe, habe ich nur die ewigen Wahrheiten der Akasha-Chronik wiedergegeben:

    “(…) Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.

    So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.

    (…) Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus.

    Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

    Rudolf Steiner, “Vom Lebens des Menschen und Erde – Über das Wesen des Christentums”, GA 349, S. 49ff

    Mein gesamter Vortrag: http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  • #63
    Bernd W.

    Falsch liegt Steiner mit seiner Aussage über die Wärme ja nicht. Auch wenn er sich für heutige Verhältnisse etwas unkonventionell ausdrückt, indem er davon spricht Licht und Wärme aus dem Weltall würden „aufgesaugt“ werden. Dunkle Flächen absorbieren einfach wesentlich mehr Licht als helle Flächen. Und das Licht verwandelt sich bei Absorption bekanntlich in Wärme. Und damit der Körper damit fertig wird, wird die Wärme von Hinterhirn über den Blutkreislauf reguliert. Also bis hierher kann man Steiner denke ich nicht widersprechen.

    Die Unterschiede der verschiedenen „Rassen“, die Steiner hier benennt, würden wir heute vielleicht eher als Mentalität der verschiedenen Völker bezeichnen. Eine Auf- oder Abwertung nimmt Steiner hier schließlich nicht vor. Und falsch liegt er doch nicht. Das kann man sogar hier in Deutschland beobachten. Selten sieht man einen Deutschen im Bus, der für sich alleine singt oder sich so angeregt mit seinen Freunden unterhält wie Menschen aus südlichen Ländern. Ob der Deutsche, der still im Bus sitzt jetzt im Geiste schaffend ist, sei mal so dahingestellt. Oft gelten Menschen aus den südlichen Ländern auch als offener und herzlicher.
    Die Unterschiede lassen sich wohl kaum leugnen.

    Mit der zuletzt genannten These sprechen Sie ein heikles Thema an, zu dem ich nichts sagen kann oder möchte.

    Und bevor Sie mir jetzt das nächste Zitat auftischen, äußern Sie sich doch einmal selbst zu dem Gesagten.

    Grüße

  • #64
    Rudolf Steiner

    @ Bernd W.

    Wen meinen Sie mit „äußern Sie sich doch einmal selbst zu dem Gesagten“? Bei den Ruhrbaronen werden Sie keine kompetenten Diskussionspartner finden, niemand von den Ruhrbaronen hat die Bedeutung meiner Geisteswissenschaft verstanden:

    “Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.”

    “Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut”

    Rudolf Steiner

  • #65
    Bernd W.

    Ich hoffe doch, dass Sie mir etwas damit sagen wollen.
    Einfach nur eine paar Zitate zu kommentieren halte ich für wenig sinnvoll. Da könnte ich mir auch Steiners Bücher durchlesen. Oder eine der Internetseiten, auf denen einige seiner Aussagen angeprangert werden.

    „Inkompetent“?
    Das haben Sie gesagt…nicht ich.

  • #66
    shrink

    @ Bernd W.

    „Da könnte ich mir auch Steiners Bücher durchlesen.“

    Ich denke, es reicht, wenn Sie die obigen Kommentare von „Rudolf Steiner“ lesen: das macht doch deutlich, mit wem Sie es zu tun haben:

    mit dem geisteskranken Rudolf Steiner

  • #67
    blaubaer

    @ Bernd W. – # 59, # 61, # 63, # 65

    warum schreibst du diese bizarren kommentare # 59, # 61, # 63, # 65 ?

    – mangendes textverständnis (bist du kein deutscher muttersprachler) ?

    – hast du eingeschränkte kognitve fähigkeiten ?

    – nimmst du psychopharmaka (drogen) ?

    – bist du „Anthroposoph“ (anhänger der sekte anthroposophie) ?

  • #68
    Bernd W.

    „Geisteskrank“?
    Machen Sie es sich mit der Bezeichnung nicht etwas einfach?
    Was meinen Sie denn, was er vorhatte?

  • #69
  • #70
    steinerimbrett

    @ Bernd W.

    Es geht längst (mehr) nicht um die Anprangerung einiger Steiner-Zitate, es geht um ein wenig mehr: Im Focus stehen die weithin ausstrahlenden Folgen eines – aus einer realistischen Position der Vernunft betrachtet – wirr-pathologisch eingefärbten Gedankenguts, dem noch heute Menschen folgen, die sich führen lassen allein von groben Wunschdenken und einem erheblichem, der Ratio mutwillig abhanden gekommenen Vorstellungsdrang.

    Von den Menschen, die ich meine, sind mitunter Menschen betroffen, die nach anthroposophischer Lesart einen unzumutbaren Teil der sogenannten „Widersacherkräfte“ darstellen. Das lassen sie diesen Teil der eher rational veranlagten Menschheit durchaus auch spüren. Hierfür bieten sich Waldorfschulen an, Heime für „seelenpflegebedürftige“ Kinder, Demeter-Bauernhöfe und ähnliche, die Fährte sträflichster Selbstüberschätzung aufgenommene Einrichtungen mehr. Daß unsere Welt selbst dabei ebenfalls einer bemerkenswerten, weil auf suggestive einfälle bauenden Mißinterpretation zum Opfer fällt, auch daß ist Teil des anthroposophisch-egoistischen Kulturkampfes, der alles Geistige verklärt, um den Mensch an sich besser nicht wahrhaftig erklären zu müssen.

    Was Steiner vorhatte? Sich selbst zu Lebzeiten schon ein Denkmal zu errichten, um kommenden Generationen ganz selbstlos eine laute Ahnung grenzenloser Selbstverliebtheit, haltloser Sehnsüchte und philosophischer Selbstversuche zu vermitteln.

  • #71
    Rudolf Steiner

    @ Bernd W.

    Vielen Dank für Ihre Kommentare, die von einem tiefen Geistigen Verständnis der Anthroposophie zeugen:

    “[…] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird […]”

    Rudolf Steiner, “Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft”, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

  • #72
    Bernd W.

    @Steinerimbrett

    So ganz scheint die Ratio ja doch nicht abhanden gekommen zu sein. Sonst würden sich unter den Waldorf-Eltern wohl keine wohlhabenden Leute befinden (was hier von den Ruhrbaronen oft angesprochen wird). Würden sie in ihrer wirklichkeitsfremden Traumwelt leben, wären sie doch gar nicht fähig dazu.

    “[…] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird […]”

    Rudolf Steiner, “Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft”, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

    Nach einer „haltlosen Sehnsucht“ hört sich das nicht an, finde ich. Und diese Aussage alleine würde auch niemanden dazu verleiten ihm zu „folgen“ oder gar zu „verehren“. Da gehört schon wesentlich mehr zu. Und das müssten Sie erst einmal widerlegen. Dann wären Sie aber auch einen ganz schönen Schritt weiter mit ihrer Arbeit gegen die Anthroposophie.
    Ob er selbstverliebt war? Keine Ahnung, dazu kann ich nichts sagen.
    Er spricht halt überzeugt von seiner Sache. Das kann man ihm ja wohl kaum verdenken.

  • #73
    gequirlte ...

    „Nach einer “haltlosen Sehnsucht” hört sich das nicht an, finde ich.“

    das hört sich nach gequirlter scheisse an – gequirlter steiner-scheisse:

    “[…] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird […]”

    Rudolf Steiner, “Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft”, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

  • #74
    Zander, die Steiner-Klär-Anlage

    @ gequirlte …

    Helmut Zander, „Anthroposophie in Deutschland“, S. 1587:

    „Ein drittes Standardthema der Anthroposophie, die geistige Evolution, ist demgegenüber in den Vorträgen weniger präsent. [Fussnote 54].

    [Fussnote 54]: Beispielsweise korrelierte Steiner Gehirn und Darm, »die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse« (GA 327, 201) (eine Analogisierung, die sich möglicherweise aus der optischen Ähnlichkeit von Gehirn- und Darmwindungen herleitet). Wenn aber das Gehirn als Ausscheidungsergebnis des Darmes gedeutet wird, ist auch der »tierische Mist« eine Grundlage der »Ich-Anlage« und »enthält« sie sogar, so daß sich das materielle Gehirn als »fortgeschrittener Dunghaufen« bezeichnen lasse (ebd., 201).“

    Helmut Zander ist ein grosser Interpretations-„Künstler“, der selbst aus „gequirlter Steiner-Scheisse“ noch „Seriöses“ macht, zum Vergleich noch einmal das Steiner-Original,

    “[…] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird […]”

    Rudolf Steiner, “Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft”, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

  • #75
    "Töne wie aus einer undichten Gummizelle!"

    über Rudolf Steiner:

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

    Harry Rowohlt

  • #76
    Bernd W.

    Ich schließe mich euch einfach mal an und zitiere jetzt auch mal. Ich weiß nämlich gerade nicht, was ihr von mir hören wollt.

    Gegner glauben uns zu widerlegen,
    indem sie ihre Meinung wiederholen
    und die unsre nicht achten.
    -J. W. Goethe-

  • #77
    schmidt

    @ Bernd W.

    was ist denn überhaupt ihre „meinung“ ?

    sie schreiben zwar sehr viele kommentare, aber die sind allesamt völlig unverständlich. der leser weiß gar nicht, was sie überhaupt sagen wollen.

    wollen sie vielleicht allen ernstes sagen, dass das wahrheiten sind, die rudolf steiner in der geistigen welt gesehen hat:

    “Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.

    Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut”

    Rudolf Steiner

  • #78
    Bernd W.

    „was ist denn überhaupt ihre “meinung” ?“

    Meine Meinung ist, dass Sie hier zu unrecht auf auf allem, was mit Waldorf zu tun hat, herumhacken. Sie machen ausnahmslos alles schlecht und degradieren alle, die etwas mit der Anthroposophie zu tun haben zu verblendeten Dogmatikern. Und warum? Weil Sie ein Dutzend Zitate von Steiner gefunden haben, die Ihnen nicht passen…der eine oder andere hier vielleicht auch, weil er selbst schlecht Erfahrungen mit Waldorfschulen gemacht hat. Grund genug dafür, jetzt gegen alle anzukämpfen die damit zufrieden sind? Halten Sie die nicht-waldorfschulen für perfekt?
    Vielleicht fragt sich der Leser ja auch, was Sie mir zu sagen haben. Hier wird, oft kommentarlos, mit Zitaten um sich geworfen, ohne dass man weiß, worauf Sie hinaus wollen. Gar nicht mal so blöd. Immerhin kann man Ihre Meinung dann nicht widerlegen.

    Bringen Sie doch bitte auf den Punkt was Sie an ihrem Zitat (#77) stört. Ich kann es mir natürlich denken. Aber ich möchte ja auch nicht, dass es wieder „völlig unverständlich“ wird und der Leser nicht versteht, was ich meine.
    Wo kommt das Zitat mit den Blonden und Blauäugigen (#77) eigentlich her? Ich würde mir gerne den Kontext anschauen. Denn so wie es da steht, könnte ich es auch nicht akzeptieren.

  • #79
    steinerimbrett

    @ Bernd W.

    Ich gehe keine Schritte hin auf eine „Arbeit gegen die Anthroposophie“. Es geht mir im Grunde genommen um ein ganz banales, gleichwohl ultramodernes Anliegen: Aufklärung. Damit arbeite ich nicht gegen etwas, sondern ich möchte für etwas einnehmen: Dafür, daß der klare Blick nicht willkürlich und von verschrobenen Interessen geleitet zum verhangenen wird, durch den alles nebulös, geheimnisvoll erscheint und – exclusive „Geistesschulung“ vorausgesetzt – einer ständigen tieferen Bedeutung unterworfen wird. Das wird dem Menschen an keiner Stelle gerecht, sondern ist allein dem Versuch geschuldet, eigene maßlose Selbstbespiegelung zum Nonplusultra eines anachronistischen, weil längst ad absurdum geführten Menschenbildes zu machen. Das irre, trotzige, theoretisch volkommen überladene Festhalten an einem solchen nennt man u.a. Anthroposophie, andere Wege dorthin führen über das Christentum, den Islam, etc. … ´

    Zu anderen Punkten Ihrer trotzigen Ausführung äußere ich mich noch zu einem späteren Zeitpunkt. Unvermittelter Dinge geht anderes vor…

  • #80
    Mo

    @ Bernd W.

    „Bringen Sie doch bitte auf den Punkt was Sie an ihrem Zitat (#77) stört. Ich kann es mir natürlich denken. Aber ich möchte ja auch nicht, dass es wieder “völlig unverständlich” wird und der Leser nicht versteht, was ich meine.“

    Sagen Sie doch einfach, was Sie denken. Die Leser sagen Ihnen dann, ob Sie sich verständlich ausgedrückt haben.

    „Wo kommt das Zitat mit den Blonden und Blauäugigen (#77) eigentlich her?“

    Wie eine google-Recherche funktioniert, wissen Sie aber? Ich habe sofort die „Freie Verwaltung des Nachlasses von Rudolf Steiner“ (Rudolf-Steiner-online-Ausgabe) gefunden. Versuchen Sie es mal. Geben Sie irgendetwas von diesem Zitat des geisteskranken Rudolf Steiner bei google ein:

    “Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.

    Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut”

    Rudolf Steiner

  • #81
    steinerimbrett

    @ Bernd W.

    Auf die Schnelle: Den „wohlhabenden Leuten“ in der Waldorf-Elternschaft obskur-spirituelle Neigungen auf breiter Front zu unterstellen, wäre tatsächlich naiv. Diese Spezies ist zwar auch vertreten, weil sie sich derlei geistige Erbauung als zusätzliches Steckenpferd leisten will, gehört aber definitiv zur Minderheit.
    Dem ausgesprochen bessergestellten Teil der Waldorf-Eltern geht es in der Hauptsache um Anderes: Deren Sprößlinge haben in der Regel unterschiedliche Entwicklungsprobleme intellektuellen, moralischen oder sozialen Ursprungs. Sie ungeniert auf eine staatliche Schule zu geben, wäre verbunden mit einer stattlichen Aneinandereihung gehöriger Ansehensverluste, dem auszuweichen sich eine Waldorfschule geradezu aufdrängt. Bei entsprechendem Einkommen natürlich auch ein geeignetes Internat, alles nur eine Frage des Geldbeutels oder anderer Bequemlichkeiten… manchmal sträubt sich natürlich auch der Filius.

    Also Waldorfschule: Hier fallen gewisse (Entwicklungs-)Defizite weniger auf, gehören sie doch quasi zum guten Ton einer Steiner-Einrichtung, weil mit dem Begriff „Individualität“ alles steht und fällt, meistens letzteres. Demnach ist bereits schwer individuell, was sich staatlicherseits nicht in den Griff bekommen lässt bzw. lassen will. Zudem lässt man es sich noch immer nicht nehmen, Waldorfschule mit gediegener Exclusivität und pädagogischer Vorwärtsbewegung gleichzusetzen, was mindestens Genugtuung verschafft, wenn nicht gleich erhabene Gefühle von elitärem Totaldurchblick auszulösen vermag. Das direkte Umfeld einer Waldorfschule jedenfalls gibt genau das her, und da fühlen sich die eitlen Momente ab einer bestimmten Einkommensschicht durchaus angesprochen.

    „Wirklichkeitsfremde Traumwelt“, aber nein. Der Wirklichkeit entfremdet nur in dem Ausmaß, wie es Waldorfschulen gerade so weit zulassen können, daß an Bord des Traumschiffs kommt, wer zu erwartende Schwankungen finanziell jederzeit abfedern kann. Die werden ebendrum gezielt angesprochen, und wenn deren Nachwuchs noch dazu mitbringt, was an WS vermeintlich individuell (weil künstlerisch-kreativ-musisch: was den Menschen halt für gewöhnlich so auszeichnet) angegangen werden kann, umso besser. Überwiegend ist man letztlich halt doch unter seinesgleichen, und allein das zählt.

    Soviel für den Moment mal wieder…

  • #82
    Bernd W.

    Ich frage mal ganz platt. Wer soll denn von der ganzen Sache ihrer Meinung nach profitieren?
    Ohne irgendeinen Grund würde doch niemand diesen immensen Aufwand auf sich nehmen, eine solche Scheinwelt aufzubauen, die anscheinen nur eine auserwählte Elite zu durchschauen vermag.
    Und irgendjemanden muss es schließlich geben, denn ein solch gewaltiges Ausmaß an Täuschung und Irreführung durch alle Gruppen der Bevölkerung hindurch, organisiert sich nicht von allein…

  • #83
    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag. Doch nicht überall huldigt man dem „Universalgenie Steiner“. In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Endlich! Endlich schreibt auch eine „normale“ Tageszeitung Klartext über Rudolf Steiner. Andreas Hirstein, Ressortleiter Wissen der NZZ, legt eindrucksvoll dar, was bereits auch bei den Ruhrbaronen zu erfahren war: Dass Steiner ein selbsternannter Hellseher und notorischer Rassist ist.

    Andreas Hirstein, NZZ, über den Hellseher Rudolf Steiner, „Ein Jesus aus Nazareth und einer aus Bethlehem“:

    „(…) Wirkliche Erkenntnis sei immer übersinnlich [Zitat Steiner]: «Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst», sagt er. Oder: «Meine Erkenntnisse des Geistigen, dessen bin ich mir voll bewusst, sind Ergebnisse eigenen Schauens». Steiner formuliert offen einen hellseherischen Anspruch, eine Quelle des Wissens, die nur Initiierten wie ihm offensteht und die ihn zu ganz neuen Erkenntnissen (…) führt. (…)“ Sein „Wissen will Steiner dem geistigen Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik, entnommen haben. (…)“

    Andreas Hirstein, NZZ, über den Rassisten Rudolf Steiner, „Rassistische und antisemitische Tendenzen“:

    „(…) Problematisch bei Steiner ist aber, dass sein Rassismus aus den von ihm postulierten Evolutionsstufen der Menschheit folgt. Will man das Rassendenken loswerden, droht das gesamte Gedankengebäude zusammenzubrechen.

    (…) Die weisse «Rasse» ist in Steinerscher Terminologie die am «Geiste schaffende Rasse» – die Avantgarde der Menschheit also: «Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.» Die übrigen «Rassen» sind in diesem Sinne nur überflüssige Abfallprodukte der Evolution. Indianer sieht er als «degenerierte Menschenrasse», schwarze Afrikaner seien eine zurückgebliebene Rasse. (…)“

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“ sagt Harry Rowohlt über Rudolf Steiner. Was hat der, Zitat wikipedia, „Schriftsteller, Kolumnist, Übersetzer, Rezitator und Schauspieler“ mit Steiner zu tun? Harry Rowohlt hat eine Erfahrung gemacht, und beschreibt sie hier, Seite 2

    Ist Rudolf Steiner psychisch krank? Wenn ja, wie lässt sich das feststellen? Wie wäre es damit, Steiner zu lesen? Unten ein link zu einem Vortrag Steiners, der unzweifelhaft rassistisch ist. Aber spannender als diese Feststellung ist die Frage, wie Steiner sein Programm „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ begründet:

    Warum ist das so, Zitat Steiner: „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus.“

    Besuchen Sie Steiner in seiner „Gummizelle“, seien Sie Zeuge von Steiners „Kampf zwischen Vorderhirn und Hinterhirn im Kopf“. Und sagen Sie bitte nicht mehr: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    link zum Vortrag Steiners hier: http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/

  • #84
    steinerimbrett

    @ Bernd W.

    Aber, aber… warum glauben Sie, fragen zu müssen, wer von der anthroposophischen Sache profitieren solle? Reden wir hier von einem börsennotierten Unternehmen oder einer quasi-religiösen Bewegung, die den Glauben an Wiedergeburt, unerreichte geistig-philosophische Erkenntnisse und der Missionierung einzelner Schülerseelen in den Mittelpunkt ihrer Ziele und Methoden stellt?

    Wenn ich auch mal kurz platt formulieren dürfte: Dem anthroposophischen Protagonisten wird`s warm ums Herz, wenn er nicht länger mehr den Tod vor Augen hat, sondern sagenumwobene, letztlich unerklärliche Reiche voll der geistigen Hierarchien und hartnäckigen Widersachermächte.
    Schnell verschwindet der harte Gedanke an Endlichkeit und menschliche Profanität, und die eigene Eitelkeit und Selbstbeweihräucherung (funktioniert auch, wenn der liebe Mitmensch gemeint ist) profitiert in ungekanntem Ausmaß. Solange jedenfalls ungekannt, wie die Bekanntschaft mit dem Herrn Doktor noch auf sich warten ließ. Aber der Profit im Anschluss hat gestimmt, und er tut es noch heute, ganz individuell und immer erkenntnistheoretisch … und wer noch davon profitiert, schnöde materialistisch zu Ende gedacht? Weleda vielleicht, und DM, die GLS Bank (die ja den Profit-Gedanken an sich abgestriffen hat, dafür aber so viel anders mit Geld umgeht, daß – viel – Geld zu besitzen plötzlich zur sozial-ökologischen Allzweckwaffe wird), und Wala, und Demeter sicher auch noch ein wenig.

    Religionen neigen nun mal dazu, glamouröse, blendende Scheinwelten aufzubauen. Die Anthroposophie als religiös angesäuerter Kulissenschieberverband verhält sich da nicht anders, warum auch. Gewisse Worte und Taten bedürfen einer Rechtfertigung, und die bietet die Anthropsophie in – wie gesagt – lange nicht gekanntem Ausmaß. Wer sich einmal anthroposophisch gerechtfertigt hat (offen oder verdeckt/verhuscht), den darf man ruhig wähnen am Himmelstor zur Wahrheit. Wahlweise im Vorzimmer zur psychotherapeutischen Behandlung.
    Die „auserwählte Elite“? Denkt so, fühlt so, würde es aber niemals zugeben. Und schon gar nicht, daß sie nur deshalb so denken und fühlen, weil die Angst vor dem Psychologen einfach übergroß ist. Ja, man wähnt sich auserwählt, schon des Übersetzungsproblems Steiner-Deutsch wegen. Aber dem IQ in seiner wählerischen Ausdrucksweise hat schon Steiner vergeblich nachgejagt, weil Intelligenz ist irgendwo ja auch Ansichtssache: Nach Steiners Ansicht allein seine Sache.

    „Täuschung und Irreführung“? Hierzu, glaube ich fast, habe ich bereits einiges Wissenswerte festgehalten. Dies im Übrigen ganz ohne falsches Pathos und durchsichtige Ironie, aber doch immerhin recht organisiert und gewaltig ins Schwarze getroffen…

  • #85
    Bernd W.

    @Stenerimbrett
    Das Frage ich, weil Sie die Waldorfschulen gerne mal als Sekte bezeichnet werden. Und für Sekten ist eine führende Spitze nicht unüblich, die aus der ganzen Sache ihren Nutzen zieht…
    Und anscheinend finden Sie die Frage ja doch nicht so abwegig. Meinen Sie wirklich DM, Weleda und die anderen oben genannten nutzen die Anthroposophie für ihre Zwecke? Wie soll das denn konkret aussehen?
    Und dass die Idee vom Bedingungslosen Grundeinkommen ein enormer Schritt zur individuellen Freiheit wäre, können doch selbst Sie nicht leugnen…

    Da fällt mir in dem Zusammenhang der Skandal mit einem anderen Drogeriemarkt ein. Stichwort Zeitarbeit.
    Welcher der Beiden Märkte ist da der menschlich fortschrittlichere?
    „Zu Ende gedacht“ (#84) haben Sie da nicht.

    Außerdem. Was verstehen Sie eigentlich unter „Aufklärung“ (#79), die Sie zu betreiben vorgeben? Mit dem Finger auf eine Gruppe der Gesellschaft zeigen, zu erklären, was sie von der Norm unterscheidet und dann, die eigenen persönlichen Maßstäbe ansetzend, zu verurteilen? Mehr tun Sie hier doch nicht.

    Ich weiß nicht wie es mit Ihnen aussieht aber dieser Helmut Zander oder wie in Kommentar #74 so wunderbar „als Zander, die Steiner-Klär-Anlage“ beschrieben, scheint hier ja großen Respekt zu genießen.
    Einige der, in Kommentar #83 erwähnten, Artikel der Steiner-Reihe aus der NZZ scheinen auch von ihm verfasst worden zu sein.
    Dass der katholische Theologe als inkompetent entlarvt wurde (z.B. in dem Buch „Aufgearbeitete Anthroposophie“ von Swassjan) und sich in den Augen mancher Leser sogar blamiert hat, macht es mir schwierig ihn ernst zu nehmen.

  • #86
    “Aufgearbeitete Anthroposophie” von Swassjan

    @ Bernd W.

    „Bernd W.“ schreibt: „Dass der katholische Theologe (Helmut Zander) als inkompetent entlarvt wurde (z.B. in dem Buch “Aufgearbeitete Anthroposophie” von Swassjan) …“

    „Swassjan“: damit ist ja nun endgültig geklärt, dass Sie ein weiterer hardcore-Anthroposoph sind, der hier den Naiven abgab, abgibt:

    Wie peinlich, „Bernd W.“, wie AnthropoDOOF

  • #87
    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag. Doch nicht überall huldigt man dem „Universalgenie Steiner“. In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Endlich! Endlich schreibt auch eine „normale“ Tageszeitung Klartext über Rudolf Steiner. Andreas Hirstein, Ressortleiter Wissen der NZZ, legt eindrucksvoll dar, was bereits auch bei den Ruhrbaronen zu erfahren war: Dass Steiner ein selbsternannter Hellseher und notorischer Rassist ist.

    Andreas Hirstein, NZZ, über den Hellseher Rudolf Steiner, „Ein Jesus aus Nazareth und einer aus Bethlehem“:

    „(…) Wirkliche Erkenntnis sei immer übersinnlich [Zitat Steiner]: «Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst», sagt er. Oder: «Meine Erkenntnisse des Geistigen, dessen bin ich mir voll bewusst, sind Ergebnisse eigenen Schauens». Steiner formuliert offen einen hellseherischen Anspruch, eine Quelle des Wissens, die nur Initiierten wie ihm offensteht und die ihn zu ganz neuen Erkenntnissen (…) führt. (…)“ Sein „Wissen will Steiner dem geistigen Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik, entnommen haben. (…)“

    Andreas Hirstein, NZZ, über den Rassisten Rudolf Steiner, „Rassistische und antisemitische Tendenzen“:

    „(…) Problematisch bei Steiner ist aber, dass sein Rassismus aus den von ihm postulierten Evolutionsstufen der Menschheit folgt. Will man das Rassendenken loswerden, droht das gesamte Gedankengebäude zusammenzubrechen.

    (…) Die weisse «Rasse» ist in Steinerscher Terminologie die am «Geiste schaffende Rasse» – die Avantgarde der Menschheit also: «Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.» Die übrigen «Rassen» sind in diesem Sinne nur überflüssige Abfallprodukte der Evolution. Indianer sieht er als «degenerierte Menschenrasse», schwarze Afrikaner seien eine zurückgebliebene Rasse. (…)“

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“ sagt Harry Rowohlt über Rudolf Steiner. Was hat der, Zitat wikipedia, „Schriftsteller, Kolumnist, Übersetzer, Rezitator und Schauspieler“ mit Steiner zu tun? Harry Rowohlt hat eine Erfahrung gemacht, und beschreibt sie hier, Seite 2

    Ist Rudolf Steiner psychisch krank? Wenn ja, wie lässt sich das feststellen? Wie wäre es damit, Steiner zu lesen? Unten ein link zu einem Vortrag Steiners, der unzweifelhaft rassistisch ist. Aber spannender als diese Feststellung ist die Frage, wie Steiner sein Programm „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ begründet:

    Warum ist das so, Zitat Steiner: „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus.“

    Besuchen Sie Steiner in seiner „Gummizelle“, seien Sie Zeuge von Steiners „Kampf zwischen Vorderhirn und Hinterhirn im Kopf“. Und sagen Sie bitte nicht mehr: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    der Original-Artikel der Ruhrbarone – mit allen links – hier:

    http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/

  • #88
    steinerimbrett

    @ Bernd W.

    Für den Moment auf die Schnelle:

    Wer tatsächlich Swassjan als Kronzeugen gegen Zander ins Feld zu führen glaubt, ist – mit Verlaub – jeden Anspruch auf eine sachlich-rationale Argumentation verlustig gegangen. Nicht nur, daß Swassjan selbst gegen dogmatische Anthroposophen wie Ravagli anschreibt – dieser Professor ist eine Art Hohepriester der Ur-Ur-Anthroposophie, der Steiner noch besser zu verstehen glaubt als Steiner sich dereinst selbst. In seinen stets wortgewaltigen esoterischen Ausführungen kreist letztlich alles um die eigene vermeintliche Erkenntnisfähigkeit, die offenbar dem „Wissen“ geschuldet ist, dem „Christus“ höchstpersönlich am nächsten zu stehen.

    Teilen Sie von mir aus seinen Wahn, und treffen Sie ihn so oft Sie wollen auf seiner eigens geschaffenen Umlaufbahn. Aber wenn Sie sich auch nur einen Anstrich von Seriosität wahren wollen, sozusagen ernst genommen werden wollen, treten Sie das nächste Mal weniger auffällig ins Fettnäpfchen. Und vermeiden Sie dies bitte auch unbedingt zum Stichwort Aufklärung:

    Wer sich außerstande sieht, allgemein verbindliche Kriterien und Maßstäbe von persönlich-individuellen auseinanderzuhalten, hat ein Auffassungsproblem. Wenn Sie also z.B. demokratische Ideale und Gepflogenheiten zu meiner persönlichen Vorstellung davon degenerieren wollten, hätten Sie ein kaum noch in den Griff zu bekommendes Auffassungsproblem.
    Und wenn ich abschließend noch den „Finger, der auf eine Gruppe der Gesellschaft““ erwähnen dürfte: Es sind umgekehrt anthroposophische Protagonisten, die nichts lieber tun, als auf die Menschen um sie herum zu deuten. Schon deshalb, weil sie diese für zu blöd halten, Sinn und Zweck der menschlichen Existenz wahrheitsgemäß auszudeuten. Diesen „Finger“ spürt man im Übrigen dauerhaft in der Anwesenheit der genannten Spezies…

    Letzter Hinweis für den Moment: Arbeiten Sie unbedingt an Ihrer Rechtschreibung – ich habe gerne mit Menschen zu tun, die insbesondere in sprachlicher Hinsicht besser keine Zweifel aufkommen lassen an dem, was sie da meinen, zum Besten geben zu müssen. Beliebtes Szene-Stichwort hierzu: Achtsamkeit…

  • #89
    blaubaer

    @ Bernd W.

    danke für die beantwortung meiner fragen von oben:

    Bernd W. hat eingeschränkte kognitve fähigkeiten (“Swassjan”)

    und ist “Anthroposoph”, anhänger der sekte anthroposophie

  • #90
    Bernd W.

    @ steinerimbrett
    Solche Kommentare wie z.B. #67, #75 und #86 sind ja wohl üble Eigentore, die hier geschossen wurden. Aber darüber muss man wohl hinwegsehen…
    Und jetzt kommen Sie mir mit Rechtschreibung?

    Was ist eigentlich mit dem ersten Teil meines Kommentars (#85)? Haben Sie den „auf die Schnelle“ überlesen? Oder war die Freude über diverse Rechtschreibfehler so groß, dass Sie ihn einfach vergessen haben?
    „Allgemein verbindliche Kriterien und Maßstäbe „…
    Werden Sie doch konkreter, dann kann ich vielleicht zur Einsicht kommen und Sie haben Ihre Mission der Aufklärung erfüllt. Also, was passt Ihnen an dm nicht? Dass der Gründer Anthroposoph ist? Das wird doch hoffentlich noch nicht alles gewesen sein…

    Um zum Schluss aber trotzdem auf Kommentar #86 (und indirekt auf #80) einzugehen, möchte ich kurz erwähnen, dass die Möglichkeit einer google-Recherche nicht nur Ihnen offen steht…aber netter Versuch.
    Da ich mit diesem Swassjan anscheinend einen wunden Punkt bei Ihnen getroffen habe, können wir den hier gerne beiseite lassen. Dann möchte ich mir aber auch nicht anhören müssen, was dieser Zander alles von sich gegeben hat…

  • #91
    Masernausbruch: Waldorfschule schließt

    „Masernausbruch: Waldorfschule schließt

    15.04.11

    Masernausbruch an der Waldorfschule in Offenburg. 26 Kinder infizierten sich bereits mit den lebensgefährlichen Erregern. Das Gesundheitsamt schloß die Schule.

    An der Waldorfschule in Offenburg gab es schon gestern Osterferien. 26 Schüler aus allen Klassenstufen infizierten sich mit Masern. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ordnete das Gesundheitsamt die Schließung der Schule an. Nach den Osterferien wird der Schulbetrieb wieder aufgenommen, dann ist die Inkubationszeit vorbei.

    Ein Kind der Waldorfschule Offenburg infizierte sich vor einigen Wochen mit Masern. Es blieb zu Hause, was eine Ansteckung von anderen Kindern jedoch nicht verhindern konnte. Die Waldorfschule, dessen Philosophie anthroposophisch ausgerichtet ist, stellt den Eltern frei, ihre Kinder gegen Masern immunisieren zu lassen oder nicht. Die Anthroposophen nehmen eine kritische Haltung gegenüber der Masernimpfung ein.

    Was gemeinhin als harmlose Kinderkrankheit galt, wird als gefährliche Infektion eingestuft: Masern. Nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten Eltern ihre Kinder gegen Masern impfen lassen. Masern werden per Tröpfcheninfektion übertragen. Etwa nach acht bis 12 Tagen kommt es zu den ersten Symptomen. Maserninfizierte klagen neben Ausschlag über Fieber, Müdigkeit, Bronchitis und Lichtempfindlichkeit. Das Gefährliche an der Krankheit sind mögliche Komplikationen, wie Lungen- oder Hirnhautentzündungen, die oft tödlich enden.

    Wenn sich jeder an die Impfempfehlungen halten würde, könnte das Virus ausgerottet werden. Doch es existieren zunehmend mehr Impfgegner, die die Immunisierung ihrer Kinder bewußt verweigern. In Deutschland sind Masernerkrankungen meldepflichtig. Das besagt das Infektionsschutzgesetz, welches am 1. Januar 2001 in Kraft trat.

    In der Fachsprache werden Masern Morbilli genannt. Masern sind hochansteckend, aber in den meisten Fällen verläuft die Krankheit komplikationslos. Allerdings müssen Betroffene strenge Bettruhe einhalten und viel trinken. Im Falle von Fieber können fiebersenkende Arzneien verabreicht werden.“

    http://www.cecu.de/deutschland-nachrichten+M5d4a2eb1a3e.html

  • #92
    Andreas Lichte

    http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=67&db=news_lokales&table=artikel_ortenau&id=16256

    „Masern: Waldorfschule schließt

    (…) Masern-Alarm an der Offenburger Waldorfschule. 26 Kinder aus allen Klassenstufen haben sich mit der ansteckenden Krankheit infiziert. Grund genug für das Gesundheitsamt und die Schulleitung der Waldorfschule, die Notbremse zu ziehen und die Schule ab heute bis nach den Osterferien zu schließen.

    15.04.2011 – Seit Beginn dieser Woche verzeichnet das Offenburger Gesundheitsamt eine rasch ansteigende Zahl an Masernerkrankungen im Ortenaukreis. Insgesamt 34 Fälle wurden gemeldet – 26 davon betreffen die Offenburger Waldorfschule »Im Einvernehmen mit der Schulleitung haben wir den Unterricht bis zu den Osterferien ausgesetzt, um eine Weiterverbreitung einzuschränken«, so Thomas Wolf, Arzt beim Gesundheitsamt gestern. (…)

    Auf ihrer Internet-Seite (http://neu.waldorfschule-og.de) informiert die Offenburger Schule transparent über die Masern-Fälle und die Schulschließung. Dort heißt es: »Leider war es durch vorgelagerte Maßnahmen wie Elternbriefe und Impfbuchkontrollen nicht möglich, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, sodass wir leider zu dieser Maßnahme in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt greifen müssen.«

    Begonnen hat alles ganz harmlos. Nach den Fasnachtsferien hatte sich ein Kind infiziert. Es ist dann zu Hause geblieben, alle Eltern wurden mit Merkblättern über die Krankheit und eine Impfung informiert

    Die Waldorfschule hat dabei bewusst zu dem Merkblatt des Gesundheitsamtes auch ein Merkblatt der Gesellschaft anthroposophischer Ärzte beigefügt, die einer Masernimpfung eher skeptisch gegenübersteht (ebenfalls nachzulesen auf der Internetseite der Schule). Wolfgang Meyer-Buerdorf: »Wir haben es den Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder impfen lassen wollen oder nicht. Das kann nicht unsere Entscheidung sein. Wir als Schule verhalten uns neutral.«

    Kurt Fleig aus Lahr, dessen beide Kinder (15 und 17) die Offenburger Waldorfschule besuchen, befürwortet die neutrale Haltung der Schule: »Diese Entscheidung müssen die Eltern treffen.« Fleig selbst hat sich nach langer Überlegung und Beratung dafür entschieden, seine Kinder nur mit dem Notwendigsten zu impfen. Eine Masern-Impfung gehört nicht dazu. »Das haben wir mit den Kindern gemeinsam so entschieden«, so Fleig auf Anfrage der Mittelbadischen Presse. Der Familienvater wehrt sich dagegen, dass seine Haltung als »fahrlässig« bezeichnet wird: »Wir haben sehr bewusst und verantwortlich gehandelt.« Wäre die Waldorfschule nicht ab heute geschlossen, wären seine Kinder weiterhin in den Unterricht gegangen. (…)“

  • #93
    Andreas Lichte

    http://kinderdoc.wordpress.com/2011/04/15/masern-im-suddeutschen/

    „masern im süddeutschen

    15 APR 2011, by kinderdok

    um dann mal wirklich bei dem thema impfen zu bleiben – es beschäftigt einen kinderarzt schon sehr, denn wir machen uns ernsthaft sorgen um ungeimpfte kinder – passen dann auch die aktuellen meldungen aus dem süddeutschen über eine ablaufende masernwelle im großraum freiburg. und danke, ja, es ist eine waldorfschule.

    spannend finde ich, dass dort jetzt die schule bis zu den osterferien frühzeitig geschlossen wird, um die inkubationszeit auszusitzen und die welle damit einzudämmen. mag funktionieren, muß aber nicht: gibt es doch bei eltern, die ihre kinder nicht impfen lassen, auch immer noch die unsitten der masern- und windpockenparties, damit die kids „mal so richtig in der entwicklung vorankommen“. und außerdem bedeutet ein verfrühter ferienbeginn, dass die frisch inkubierten in den urlaub fahren, und die viren fröhlich weiter verteilen.

    rein epidemiologisch sind wir ärzte alle mal wieder gespannt, ob die quote der 1 enzephalitis auf 1000 masernerkrankte auch im ortenaukreis und umgebung erfüllt wird, wie wir das auch bei den letzten ausbrüchen z.b. in nrw erleben durften. aber das ist natürlich eine uninteressante quote im vergleich zu den häufigen impfschäden.“

  • #94
    Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    „Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der „Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.2.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version. (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  • #95
    “Waldorfianer” eine Sekte

    “Hopmann sieht bei “Waldorfianern” eine Sekte

    Überhaupt sieht er [Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Universität Wien] in den Schriften Steiners ein “Gemengelager aus dem, was im 19. Jahrhundert populär war. Die Lehre ist eine Mischung aus Rassentheorie, Welttheorie, Astraltheorie, Weltuntergang und Atlantis”. Dass die Anhänger von Steiner sagen, dass es ihnen vor allem um das Kind gehe, klinge zwar “freundlich”, gemeint sei damit aber, dass sie das Kind als “Spielfläche für die eigenen Pädagogik” verwenden würden. “Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht”, so Hopmann.

    Wenn man seinem Kind einer Sekte aussetzen wolle und will, dass es nach der Lehre von Steiner unterrichtet wird, dann könne man das aber natürlich machen. “Das ist das Recht der Eltern”. Dass manche Kinder schadenfrei aus der Waldorfschule kommen können, sei nur ein Beweis dafür, dass starke Kinder und ihre Eltern den Schaden ausgleichen können.”

    http://derstandard.at/1304553480433/derStandardat-Reportage-Mit-Schlingenmalen-zum-Schreiben-finden

    derStandard.at, LISA AIGNER, 05. Juni 2011, “Mit Schlingenmalen zum Schreiben finden”

  • Pingback: Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“ | Ruhrbarone

  • Pingback: #Waldorfschule: #Man #kann #nicht #nur #ein #bisschen #Waldorf #sein | aufwachenundmitmachen

  • #98
    Andreas Lichte

    „Die Waldorfschulen informieren – Heute: Die Johannes-Schule Berlin

    (…) „Jahrsiebtelehre“: Rudolf Steiners esoterische Einteilung der Individualentwicklung des Menschen in Abschnitte von 7 Jahren. Neben der „Temperamentenlehre“ der für die Praxis der Waldorfpädagogik folgenreichste Aspekt der esoterischen „Menschenkunde“ Rudolf Steiners (…)“

    mehr zur „Jahrsiebtelehre“ und anderen „Alleinstellungsmerkmalen“ der Waldorfpädagogik:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/

  • #99
    Andreas Lichte

    Bildungswissenschaftler Prof. Stefan Hopmann über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone:

    „(…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“

    zum vollständigen Interview:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #100
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)

    (…) Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen! (…)“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

  • #101
    Masern durch Waldorfschule

    “Experte kritisiert „missionarische Blindheit“: Waldorfschulen als Zentren von Masernausbrüchen

    (…) Waldorfschulen waren dabei in den letzten Jahren mehrfach Ausgangspunkt von Masern-Ausbrüchen (…)

    (…) Den Grund für die Ausbrüche sieht Professor Ernst in der niedrigen Impfrate der Kinder. Anhänger der von Rudolf Steiner begründeten anthroposophischen Medizin betrachten Kinderkrankheiten als wichtige Meilensteine in der Entwicklung einer Persönlichkeit. Professor Ernst: Sie glauben, dass die Kinder physische und mentale Stärke gewinnen, wenn sie sich mit Masern infizieren. Dies beuge späteren Krankheiten, inklusive Krebs vor. Diese Behauptung ist aus Sicht des Experten weder plausibel noch durch Studien schlüssig belegt.

    „Anthroposophen sind ähnlich wie andere Impfgegner häufig durch eine missionarische Blindheit gegenüber den Fakten gekennzeichnet“, wirft Professor Ernst den Eltern der Waldorfschüler vor. Die ablehnende Haltung zur Impfung müsse kritisch hinterfragt werden, da Masern zu sehr ernsten Komplikationen führen können. Außerdem könnte es zum Verlust der Herdenimmunität der Gesamtbevölkerung kommen. Damit meint Professor Ernst, dass Ausbrüche an Waldorfschulen auf ältere Menschen mit nicht ausreichendem Impfschutz übergreifen könnten. Den Ärzten rät der Experte, durch intensives Aufklären der Eltern Schäden zu vermeiden.

    Edzard Ernst wurde 1948 in Wiesbaden geboren. Nach Lehrtätigkeiten in Hannover und Wien, wurde er an das Peninsula College of Medicine and Dentistry in Exeter berufen, wo er ab 1993 den weltweit ersten Lehrstuhl für Komplementärmedizin innehatte.

    E. Ernst:
    Anthroposophische Medizin verursacht Masern-Ausbrüche.
    DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2011; 136 (44):
    S. 2271-2272.
    DOI 10.1055/s-0031-129204″

    Quelle: http://www.thieme.de/SID-A6472491-C0644283/presseservice/38558.html

  • #102
    Andreas Lichte

    Leseempfehlung:

    “Techniker Krankenkasse lässt Versicherte für anthroposophische Pseudomedizin bezahlen

    (…) Rudolf Steiner (1861–1925) war ein populärer Scharlatan und größenwahnsinniger Sektenführer, dessen „Anthroposophie“ so gut wie keinen Lebensbereich unberührt lässt. Seine Heilslehre, die in Anthroposophenkreisen auch irreführend als „Geisteswissenschaft“ bezeichnet wird, gründet sich praktisch vollständig auf den hellseherischen Eingebungen Steiners. Neben bio-dynamischem Gemüse, Heileurythmie und Waldorfschulen haben wir ihm so auch eine anthroposophische „Medizin“ zu verdanken. (…)

    (…) In der Konsequenz werden auch Impfungen von vielen Anthroposophen abgelehnt, man will den Sprösslingen ja keine wichtige entwicklungsfördernde Krankheit vorenthalten. Waldorfschulen und -Kindergärten sind daher bekannt als Brutstätten für die immer wieder aufflammenden Masernepidemien in Deutschland, die Durchimpfungsraten liegen hier weit unter dem Durchschnitt. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern können schwerste Komplikationen – bis hin zum Tode – nach sich ziehen (…)“

    zum Artikel von Martin Ballaschk: http://www.ruhrbarone.de/techniker-krankenkasse-laesst-versicherte-fuer-anthroposophische-pseudomedizin-bezahlen/

  • #103
    Andreas Lichte

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule

    Ende Dezember 2011 gibt es in Deutschland 227 Waldorfschulen. Betrieben werden sie von der „Anthroposophie als Ersatzreligion des Bildungsbürgertums“, so „Die Zeit“. Bis heute ist Rudolf Steiner (1861–1925), Begründer der Religion Anthroposophie, unangefochtener Guru der Waldorfschulen. Das erstaunt doch sehr:

    – Rudolf Steiner ist selbsternannter Hellseher, behauptete, in der „Akasha-Chronik“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können.

    – Rudolf Steiner ist Rassist, sein Programm in Kürze, Zitat Steiner: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    – Rudolf Steiner hatte keinerlei pädagogische Ausbildung, Kurt Tucholsky schreibt: „Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie: (…)

    (…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)”

    weiter zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  • #104
    Oh Gott!

    Ich gedenke gerade, mein Kind (noch klein) zur Waldorfschule anzumelden und will mich über die Nachteile informieren, und was find ich? SO einen Schrott!

    Erstens:
    Die Schulabschlüsse der Waldorfschulen in NRW sind staatlich anerkannt, das Abi bei uns zentral, und führt sogar eher zu nem schwächeren NC, da nur die Prüfungen gelten und die Schulnoten nicht berücksichtigt werden.

    Zweitens:
    Das mit dem Unter-Sich-Bleiben ist ja wohl in anderen Schulen auch so. Die Prozentigkeiten der staatlichen sind ein DURCHSCHNITT!!! Geh mal in n Gymnasium in nem besseren Stadtteil. Oder in die Grundschule. Und dann geh in ne Grundschule in Duisburg Marxloh. Und dann errechne den Durchschnitt. Als ne Freundin von mir aus ihrem Lehramtsreferendariat erzählte, eine Lehrerin am Gymnasium hätte sich über die Problematik der vielen ausländischen Schüler an der Schule beklagt – in jeder Klasse saßen 1-2 ausländische Schüler – ist mir ja fast die Kinnlade runtergefallen.
    Und das unter-sich-bleiben mit den Ökos – Das ist so wie sagen: An der katholischen Mädchenschule sind fast ausschließlich katholische Mädchen. Oder: an der Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt sind fast nur Kinder von Eltern, die Wert auf einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt legten. Oder oder oder. An der Waldorfschule gibt es gesunde Ernährung, eine starke Förderung von Kreativität, eine Anbindung an Natur- und Gartenarbeit und Werken. Das ist mir wichtig, wo liegt bitte das Problem? Da ich selbst an ner Multikultigesamtschule war, in der die Integration total versagt hat, die türkischen Kinder mit den türkischen Kindern abhingen, die Oberstufenkandidaten mit den Oberstufenkandidaten etc… und die Stimmung unter den Schülern total beschissen war, bin ich durchaus geneigt zu sagen, dass das unter-sich-bleiben nicht unbedingt die schlechtere Wahl ist, auch wenn die schöne Mischung natürlich ein erstrebenswertes Ideal ist. Sollte ich eine Schule finden, in der das WIRKLICH funktioniert, bin ich durchaus gewillt, mein Kind dort anzumelden. Tatsächlich habe ich gerade sehr positives über UNESCO-Schulen gehört und überlege, meinem Kind alternativ dort etwas zu suchen. Ansonsten fördert gemeinsame Schule ja noch lange nicht was weiß ich bitte. Und klar, gutsittuierte (da schulgeldzahlende) Nazis ziehen immer am liebsten in die Multikultiviertel wie Berlin Kreuzberg. Das Zitat aus dem Bericht, das Waldorfschulen als Eliteschulen bezeichnet, ist außerdem n Fake. Zwischen der Erwähnung der Eliteschule und der Beobachtung stehn nämlich n paar Pünktchen, und es ist gar nicht klar, ob das eine auf das andere bezogen ist. Der Satz mit dem reinen deutsch ist vielleicht ein Ärgernis. Punkt. Übrigens werden viele Schulen, die quasi ausschließlich eine Gemeinschaft von Priveligierten bilden, ausschließlich von Steuergeldern bezahlt. So wie die Marxloher Hauptschule eine geschlossene Gemeinschaft von ausschließlich unpriveligierten bildet und ebenfalls ausschließlich aus Steuermitteln bezahlt wird.

    NB bemerkt, mein Kind ist geimpft. Ich kenne zwei Waldorfkinder, eines davon geimpft, eines nicht. Ersteres ist auch kein Ökokind, sondern geht zur Waldorfschule, weil die Mutter erhoffte, der Kleinen den Spaß am Lernen zu bewahren. Das hat bislang geklappt. Ungeimpfte Kinder würde es übrigens auch ohne Waldorfschulen geben, sofern die Impfungen nicht gesetzlich vorgeschrieben werden. Ich kenne auch ein NICHT-Waldorfkind, das nicht geimpft wird. Ich habe mich über das Impfen, so wie jetzt auch über die Waldorfschule, informiert, und fand die Argumente dagegen nicht standhaft. Aber das muss jeder selber wissen. Wie auch immer kommt mir die Verbindung von Waldorfschulen und Impfkindern aufgrund meiner Erfahrung schwer verallgemeinernd vor.

    Die Waldorfschule, von der hier gesprochen wird, hat nb bemerkt Abschlüsse, die mit denen an anderen Schulen deckungsgleich sind. Der Anteil an Kindern, die Haupt- oder Realschulabschluss oder Abi machen, ist mit dem der Kinder an Regelschulen durchschnittlich deckungsgleich. Im Abi erzielen die Kinder dieser Schule einen durchschnittlich erheblich besseren Abschluss in Sprachen als an Regelschulen. Die Abschlüsse in den naturwissenschaftlichen Fächern schneiden im Durchschnitt minimal schlechter ab als die Vergleichsschulen. Die Leistungen der Schüler beim Real- und Hauptschulabschluss sind erheblich besser als an den Vergleichsschulen. Das wird an Waldorfschulen sicherlich utnerschiedlich sein, so wie an anderen Schulen auch. Die sind nämlich schon etwas unterschiedlich, die Waldorfschulen. Na so was.

    Ach und noch was. Ich mache hier keine Werbung, sondern eine Gegendarstellung. So wie die Eltern von Gymnasiasten wahrscheinlich auch eine Gegendarstellung machen würden, wenn ihre Schulform angegriffen würde.

  • #105
    Andreas Lichte

    @ Oh Gott! #104

    Sie schreiben: „Und klar, gutsittuierte (da schulgeldzahlende) Nazis ziehen immer am liebsten in die Multikultiviertel wie Berlin Kreuzberg.“

    Wie kommen Sie auf „Nazis“? Wollen Sie die Zusammenarbeit der Waldorfschulen mit den Nationalsozialisten thematisieren?

    „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    Berlin, 24. Februar 2012 – Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird:

    Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischem Staat im Großen anstrebt“.1

    Wurde die Anthroposophie von den Machthabern in Deutschland letztlich als weltanschauliche Konkurrenz wahrgenommen, so war sie in Italien eine willkommene „spirituelle“ Ergänzung des Faschismus. Hier konnten Anthroposophen ihren Traum von der „überlegenen arischen Rasse“2 ausleben, und daran arbeiten, Rudolf Steiners programmatische Aussage „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“3 zu verwirklichen. Zur Anthroposophie im italienischen Faschismus und ihrer anthroposophischen Rezeption heute.

    „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses grossen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“4 (…)“

    zum vollständigen Artikel mit einer Darstellung der Forschungsergebnisse des Historikers Prof. Peter Staudenmaier: http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  • #106
    Andreas Lichte

    @ Oh Gott! #104

    Sie schreiben: „An der Waldorfschule gibt es (…) eine starke Förderung von Kreativität (…)“

    Der bestgepflegte Mythos der Waldorfschulen …:

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    „(…) Hopmann: … Und welche Freiheit, welche Kreativität sind gemeint in einer Schulphilosophie, deren Erfinder weder als Demokrat, noch als Ästhet hervorgetreten ist, sondern der eine autoritäre Geisteshaltung einnahm und eine naturalistische Schrumpfästhetik bevorzugte? (…)“

    zum Interview „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #107
    Andreas Lichte

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    „(…) Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun. (…)“

    zum Interview „Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein“: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • Pingback: 3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ | Ruhrbarone

  • #109
    Andreas Lichte

    Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1

    Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3 (…)

    Kontinuität bis in die Gegenwart: Atlantis und die Rassen

    „Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus, schrieb Karutz 1934, »gewinnt man auch die positive Einstellung zur Rasse wieder, die unter dem wissenschaftlichen Materialismus verlorengegangen war«31: »Die nationalsozialistische Völker- und Rassenpolitik ist in der geistigen Wirklichkeit verankert.«32

    Um die Zusammengehörigkeit von anthroposophischer und nationalsozialistischer Rassenlehre zu dokumentieren, zitierte er Steiner und Hitler nebeneinander als Beweis, »dass sich hierin die auf Blut, Boden, Vererbung aufgebaute Weltanschauung des Dritten Deutschen Reiches und die Geisteswissenschaft nicht widersprechen«.33

    Karutz erklärte: »Der Nationalsozialismus ist, vielen unbewusst, tatsächlich eine geistige Bewegung, Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht.«34“35

    „Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht“ – und von denen auch noch in der Gegenwart „gesprochen“ wird, in Waldorfschulen, wenn „Atlantis“ und die darauf folgenden anthroposophischen „Kulturepochen“36 unterrichtet werden. Die Kultusministerien und Schulaufsichten scheinen sich nicht dafür zu interessieren, wenn damit in Waldorfschulen Rassismus in „kindgerechter Form“ vermittelt wird – und die Eltern?

    O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“:

    „Mutter: »Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.«

    SWR: »Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …«“ (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben und links: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  • #110
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei: „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“ Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage: „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“

    Ein einfaches und sicheres Mittel, zu sehen, was in der Waldorfschule wirklich unterrichtet wird, ist ein Blick in die Epochenhefte der Schüler. Dies erklärt sich so:

    Die Waldorfpädagogik übernimmt die in der Anthroposophie übliche Einteilung des Menschen in „Wesensglieder“. Diese „Wesensglieder“ entwickeln sich laut Rudolf Steiner (1861–1925) in zeitlichen Abschnitten von 7 Jahren, den „Jahrsiebten“:

    – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt,

    – von 8–14 Jahre der Ätherleib,

    – von 15–21 Jahre der Astralleib,

    – vom 21 Lebensjahr an endlich das ‘Ich’1 – erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

    Für die Unterrichtspraxis bedeutet das, dass der Waldorflehrer nur die Fähigkeiten ansprechen darf, die der Schüler seinem Alter entsprechend auch schon besitzt. Ein Schüler der 1sten bis 8ten Klasse, – der Klassenlehrerzeit, sie ist identisch mit dem 2ten Jahrsiebt –, verfügt laut Rudolf Steiner noch nicht über einen voll ausgebildeten „Astralleib“ oder gar ein „Ich“. Was soll der Waldorflehrer mit einem so unvollständigen Schüler anfangen? Richtig, er gibt „Frontalunterricht“ in seiner extremsten Form: Der Schüler soll nachahmen, nachahmen, nachahmen … schreibt nur ab, was ihm der Lehrer vorgibt: In den Epochenheften liegt also eine unmittelbare Wiedergabe des Lehrstoffes der Waldorfschulen vor.

    Man sollte erwarten, dass Eltern, die sich bewusst für die Waldorfschule entschieden haben, – also für eine „andere“ Pädagogik entschieden haben –, dieses „andere“ auch kennen, oder kennenlernen wollen, also in den Epochenheften nachlesen, was ihre Kinder in der Schule gelernt haben. Dazu ein kurzer O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, ‘Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?’:

    „Mutter: ‘Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.’

    SWR: ‘Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …’“

    „Atlantis“. In einem Geschichtsepochenheft der 5ten Klasse. Ist Atlantis „Geschichte“? Und wie geht die Geschichte in der Waldorfschule weiter? So, die Überschriften aus einem anderen Geschichtsepochenheft:

    – Urindische Kulturepoche, 7200 v. Chr. bis 5100 v. Chr.

    – Die 2. nachatlantische Kulturepoche, Die Urpersische Kulturepoche, 5100 – 2900 v. Chr.

    – Die 3. nachatlantische Kulturepoche, chaldäisch-babylonische-assyrische Epoche, 3000 – 750 v. Chr.

    Ist das Geschichte? Nein. Es gibt keine „nachatlantischen Kulturepochen“, wie sollte es auch, wenn Atlantis ein Mythos ist? Und was sind das für absurde Datierungen? Die auch im Detail nicht besser werden:

    Im Geschichtsepochenheft wird Buddha der „Urindischen Kulturepoche“ von 7200 – 5100 v. Chr. zugeordnet. Im Standardwerk „Philosophie und Religion Indiens“ werden für Buddha folgende Lebensdaten genannt: 563 – 483 v. Chr.: Differenz ca. 5000 Jahre …

    Die Lebensdaten Zarathustras sind umstritten, in Frage kommt ein Zeitraum von ca. 1800 v. Chr. bis ca. 600 v. Chr.. Im Geschichtsepochenheft ist für die „Urpersische Kulturepoche”, der Zarathustra zugerechnet wird, aber 5100 – 2900 v. Chr. angegeben, was in jedem Fall falsch ist.

    An diesen wenigen Beispielen wird deutlich, dass im Geschichtsunterricht der Waldorfschule keine „Geschichte“ unterrichtet wird, was für jeden Laien ersichtlich ist, auch ohne Vorkenntnis der Anthroposophie. Hier würde man eigentlich kritische Nachfragen der Eltern erwarten – „Was soll das?!?” „LERNT mein Kind auch etwas in der Waldorfschule? Etwas anderes als diesen Humbug …”, aber offensichtlich werden diese Fragen nicht gestellt.

    Wenn man die Grundlagen der Anthroposophie kennt, weiss man, dass in der Waldorfschule anthroposophische Geschichtsschreibung unterrichtet wird: Die „Kulturepochen“ und ihre Datierung – die in den Schülerheften lediglich kindgerecht gerundet ist –, sind Anthroposophie. Das Nachschlagewerk „ABC der Anthroposophie“ erklärt:

    „Großeinteilung für die Bestimmung der historischen Rhythmik der Menschheitsgeschichte auf der Erde ist das Platonische Weltenjahr von 25920 Jahren. (…) Alles, was zeitlich angeordnet ist, das ist nach dem Maße und nach der Natur der Siebenzahl angeordnet. (…) Jede der sieben Kulturepochen entspricht nach Steiner der Zeit, die der Frühlingspunkt braucht, um ein Tierkreiszeichen zu durchwandern, also 2160 Jahren.“2

    Die sieben anthroposophischen Kulturepochen im Überblick:

    1. Urindische Kultur (7227 – 5067 v. Chr.)

    2. Urpersische Kultur (5067 – 2907 v. Chr.)

    3. Ägyptisch-Chaldäische Kultur (2907 – 747 v. Chr.)

    4. Griechisch-Lateinische Kultur (747 v.Chr. – 1413 n. Chr.)

    5. Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche (1413 – 3573 n. Chr., unsere gegenwärtige Epoche)

    6. Slawische Kulturepoche (3573 – 5733 n. Chr.)

    7. Amerikanische Kulturepoche (5733 – 7893 n. Chr.)

    Anthroposophische Zahlenmystik bestimmt den Geschichtsunterricht der Waldorfschule. Aber natürlich ist auch der Inhalt des Geschichtsunterrichts anthroposophisch.

    Vielleicht – hoffentlich! – hat sich schon der ein oder andere gefragt, warum in der 5ten Klasse überhaupt „Buddha“ und „Zarathustra“ auftauchen. Ist das nicht eine hoffnungslose Überforderung der Schüler? Ist ein Zwölfjähriger in der Lage, das Wesen des „Buddhismus“ zu erfassen? Ich sage „ja“ – wenn man das wirklich will, und viel Zeit hat –, aber sicher nicht in der Form, wie in der Waldorfschule „Buddha“ unterrichtet wird: die Schüler erfahren im Geschichtsunterricht nicht wirklich etwas über den Buddhismus – oder den Zoroastrismus (die Lehre Zarathustras) – vielmehr haben die Schilderungen das Gepräge von Mythen und Märchen, ohne dass ein Fünftklässler aber in der Lage wäre, klar zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Lernziel ist es wohl, zu „erahnen“ – unbewusst zu verinnerlichen – dass die „Menschheitsentwickelung“ höheren, kosmischen Gesetzmäßigkeiten folgt: Geschichte als Religion.

    Und das Motiv dafür, dass Buddha und Zarathustra in der Waldorfschule auftauchen, ist eindeutig religiös:

    „Laut Steiner gab es nicht nur einen Jesus, sondern zwei, die beide um die Zeitenwende geboren wurden – einer in Bethlehem, der andere in Nazareth. Die Eltern hiessen in beiden Fällen Maria und Joseph. Der eine Jesus war eine Reinkarnation des alt-iranischen Religionsstifters Zarathustra, der andere stand mit Buddha in Verbindung. Mit 12 Jahren verliess die «Ichheit» des Zarathustra-Jesus seinen Körper und drang in den anderen Jesus ein. Dieses Wissen will Steiner dem geistigen Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik, entnommen haben. Er formuliert ein 5. Evangelium, das die vier biblischen ergänzt, sie in ihrer Bedeutung laut Steiner aber übertrifft, weil er als Hellseher unmittelbare Erkenntnis beansprucht. Die biblischen Evangelien stammten zwar auch aus der Akasha-Chronik, seien durch fehlerhafte Abschriften aber verfälscht worden.“3

    „Jesus“ – oder anthroposophisch, der „Christusimpuls“ –, ist für Rudolf Steiners „Menschheitsentwicklung“ unabdingbar, und im Geschichtsunterricht der Waldorfschule werden die Grundlagen für seine Geburt behandelt: Ohne es zu wissen, vollziehen Waldorfschüler also Steiners „5tes Evangelium“ nach, „lernen“, was der selbsternannte Hellseher Rudolf Steiner gesehen haben will …

    Rassismus im Geschichtsunterricht der Waldorfschule

    Historiker wie Peter Staudenmaier und Helmut Zander stellen die Rassenlehre Rudolf Steiners als ZENTRAL für die Anthroposophie heraus. Steiners esoterische Evolutionslehre – die „Menschheitsentwickelung“ – ist Beweggrund und Ziel der Anthroposophie, Zitat Staudenmaier:

    (…)“

    weiterlesen (dort auch Quellenangaben): http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  • Pingback: Psiram » Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

  • #112
    Jasmin

    @ Andreas Lichte #93:

    Sie schreiben „…mag funktionieren, muß aber nicht: gibt es doch bei eltern, die ihre kinder nicht impfen lassen, auch immer noch die unsitten der masern- und windpockenparties, damit die kids „mal so richtig in der entwicklung vorankommen…“

    Ich würde gerne von Ihnen wissen, warum in aller Welt ich mein Kind gegen Windpocken impfen lassen sollte? Nur weil die STIKO das so empfiehlt? Ich bin weiß Gott keine Imfgegnerin, meine Kinder sind u.a. auch gegen MMR geimpft, aber es erschließt sich mir wirklich nicht der Sinn, auch noch die Impfung gegen die Windpocken dazu zu nehmen. Ich bin Jahrgang 1974 und bin nicht gegen Masern geimpft worden, ich habe Mumps und Windpocken gehabt und es überlebt. Wenn man mal die Impfbücher aus unserer Zeit mit denen der heutigen Kinder vergleicht, ist es schon erschreckend, wie hoch die Impfrate gestiegen ist. Ich habe da max. 4 Einträge bis zu meiner Jugend und meine Eltern waren wahrlich keine Impfgegner. Obwohl ich durchaus impfkritisch eingestellt bin, haben meine Kinder bis jetzt trotzdem schon mehr Impfungen über sich ergehen lassen müssen als ich in meinem ganzen Leben. Viele Impfstoffe, die es zu meiner Zeit problemlos in Einzeldosen oder 3-fach gegeben hat (ich denke z.B. an Diphterie/Tetanus/Pertussis), sind auf dem deutschen Markt gar nicht mehr erhältlich, sodass man als Mutter gezwungen ist, andere Stoffe dazu zu nehmen, die man eigentlich nicht impfen wollte. Dass da eine wahnsinnig große Lobby der Pharmaindustrie dahintersteckt – um das zu erkennen, muss man doch kein Anthroposoph sein. Man muss auch kein Anthroposoph sein, um zu erkennen, dass ein Kleinkind natürlich eine Entwicklung durchmacht, wenn es eine Kinderkrankheit durchmacht und das Immunsystem dadurch gestärkt wird. Warum also in aller Welt sollte ich gegen Windpocken impfen, ausser aus dem Grund, dass es „lästig“ ist, ein krankes Kind 1-2 Wochen zuhause betreuen zu müssen? Das ist nämlich so ziemlich der einzige Grund, der mir von anderen Müttern genannt wird, wenn ich sie frage, warum sie blind nach den Empfehlungen der STIKO impfen lassen, u.a. gegen Windpocken… Mir ist klar, dass der Verlauf der Krankheit mit steigendem Alter schwerer wird, deshalb überlege ich ernsthaft, meinen Sohn von einem anderen Kind mit WP anstecken zu lassen, sobald ich davon höre. Diese panische Angst vor jeglichen ansteckenden Kinderkrankheiten ist mir höchst suspekt, deshalb kann ich Ihren ebenfalls panikmachenden Worten überhaupt nichts abgewinnen, tut mir leid….

    Noch eine Frage zu Ihren Ausführungen bezüglich der Waldorf-Schulen:
    Mich würde sehr interessieren, warum Sie die Ausbildung zum Waldorflehrer absolviert haben? Basierte das auf ernsthaftem Interesse, dass dann durch den Einblick in die Waldorf-Pädagogik in Kritik umgewandelt ist? Oder war das ein Experiment à la „Günther Wallraff“, um danach noch kompetenter gegen die Waldorfschulen wettern zu können? Nach einigem Querlesen Ihrer Artikel würde mich dieser Punkt wirklich sehr interessieren.

  • #113
  • #114
    Andreas Lichte

    @ Jasmin #112

    ich habe die Ausbildung zum Waldorflehrer aus echtem Interesse begonnen – damals gab es noch nicht so viele kritische Artikel zur Waldorfpädagogik wie heute, wie hier:

    Waldorflehrer werden! – am ‘Seminar für Waldorfpädagogik Berlin’

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der „Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.2.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  • #115
    Jasmin

    Wie „veritabel“ so ein Kinderarzt tatsächlich ist, der in seinem BLOG nichts über sich preisgeben möchte, aber sich über alles und jeden auslässt, sei mal dahin gestellt. Auch ist es gar nicht mein Anliegen, mit Ihnen über Fragen der Impfung zu diskutieren, denn da habe ich meine eigene impfKRITISCHE Meinung dazu und halte Sie – mit Verlaub – nicht für kompetent.
    Mich stört an Ihren Beiträgen diese Verallgemeinerung, alle Eltern an Waldorfschulen seien Imfpgegner bzw. diese seien nur an Waldorfschulen zu finden. Das ist völliger Quatsch, denn die gibt es überall in der Gesellschaft und auch an staatlichen Schulen. Wenn man selber Kinder hat und sich einmal mit dem Thema Impfen eigenverantwortlich beschäftigt hat (und damit meine ich NICHT die Eltern, die ihrem KiA blind vertrauen und drauf losimpfen lassen, ohne das zu hinterfragen), dann muss man zu der Erkenntnis kommen, dass das Thema Impfen kritisch betrachtet werden sollte. Das sagt einem schon der reine Menschenverstand, dass es nicht gut sein kann, einem 9 Wochen alten Säugling eine 7-fach Impfung zu verpassen. Da kann man getrost auch noch ein paar Monate mit warten und abwägen, ob es wirklich ALLE von der STIKO empfohlenen Stoffe sein müssen.
    Wie gesagt: Es gibt natürlich auch an Waldorfschulen Impfkritiker und sicher auch -gegner, aber eben nicht nur da. Ihre Kritik an den Waldorschulen in allen Ehren, aber wenn Sie derart verallgemeinern, wird man Ihre Kritikpunkte auch nicht wirklich ernst nehmen können….

  • #116
    Andreas Lichte

    @ Jasmin #115

    fragen Sie doch einfach den kinderdok, ob er „veritabel“ ist, hier seine e-mail-Adresse: kinderdok (klammeraff) yahoo.de

    Wenn Sie, wie Sie schreiben, gar nicht mit mir diskutieren wollen, Ihre „eigene impfKRITISCHE Meinung“ haben, was wollen Sie dann hier?

    Gehen Sie mit Ihrer „Impfkritik“ an Waldorfschulen, dort sind Sie höchst willkommen – viele Waldorf-Eltern und der anthroposophische Schularzt sind schon überzeugt:

    natürlich gibt es eine statistisch signifikante Häufung von Masernausbrüchen an Waldorfschulen.

  • #117
    Andreas Lichte

    Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie?

    Regelmässig erfreut die taz ihre anthroposophischen Leser mit der Beilage „taz THEMA Anthroposophie“. Nun wirbt Christian Füller in der taz-Rubrik „Zukunft – Bildung“ für ein höchst umstrittenes Schulprojekt, die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands, als „Zukunftsmodell für das Bildungswesen“. Wirbt Christian Füller damit für die, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie?

    Christian Füller beginnt seinen Artikel so: „Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich, was die staatliche Waldorfschule in Hamburg anlangt. Ein Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen sammelt Unterschriften, um die Schule zu verhindern.“ Quellenangaben – z.B. einen einfachen link – hält Christian Füller offensichtlich nicht für nötig, um die „Nachrichtenlage“ zu verbessern, stattdessen versucht er es mit einer Unterstellung: „Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen …“.

    Nein, André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, und Initiator der Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ ist kein „Steiner-Hasser“. Sebastiani interessiert sich als Lehrer einer öffentlichen Schule in Bremen für „Bildung“. Irgendwann stiess er auf das Thema „Waldorfschule“ und hat sich seitdem intensiv damit auseinandergesetzt, wie bei den Ruhrbaronen hier nachzulesen ist: Waldorfschule: Versteinerte Erziehung (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/erste-deutsche-staatliche-waldorfschule-wirbt-christian-fueller-taz-fuer-die-sekte-anthroposophie/

  • Pingback: Masernausbruch an einer Waldorfschule in Essen › Detritus › SciLogs - Wissenschaftsblogs

  • #119
    Andreas Lichte

    Die Waldorfschule Hildesheim nennt „12 gute Gründe“ für die Waldorfschule. Gleich der erst genannte Grund ist ein Bekenntnis zur Sekte Anthroposophie, Zitat:

    „1. Anthroposophie ist gut

    In der Anthroposophie geht es um die Einheit von Wissenschaft, Kunst und Religion. Rudolf Steiner hat ein ganzheitliches Menschenbild entwickelt, das heute noch aktuell ist. Viele seiner Impulse führten in der Pädagogik, der Medizin, der Landwirtschaft, im Sozialen, der Kunst, der Musik und der Wirtschaft zur Bildung eines neuen Bewusstseins und zu tiefgreifenden Veränderungen.“

    Zu den restlichen 11 Gründen siehe das „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ des ehemaligen Waldorfschülers Lukas Böhnlein.

  • #120
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiner, ‘Philosoph’?

    (…)

    Vor allem Rudolf Steiners Waldorfschulen sind beim „Bildungsbürger“ sehr beliebt, von überzeugten Eltern hört man wahre Wunder-Dinge. Seltener wird offen darüber geredet, dass die Waldorfschule als Privatschule eine quasi „ausländerfreie“ Umgebunggarantiert. Und mit „Schmuddelkindern“ müssen die Elite-Kinder auch nicht spielen, „Sozialbenachteiligte“ gibt es an Waldorfschulen kaum. Viele Eltern können in der anthroposophischen Schule auch ihre überkritische Haltung ausleben: Auffallend häufig kommt es an Waldorfschulen zu Masern-Ausbrüchen, da Eltern der „Schulmedizin“ misstrauen, und ihre Kinder nicht impfen lassen. Noch Unentschlossene werden gerne vom anthroposophischen Schularzt „beraten“.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/01/rudolf-steiner-philosoph/

  • #121
    Andreas Lichte

    MASERN IN BERLIN – Gesundheitsminister Gröhe kritisiert Impfgegner

    (…) Die beim staatlichen Robert-Koch-Institut für Impfungen zuständige Sabine Reiter erklärte die Impfskepsis bei Masern, Mumps und Röteln jüngst im Deutschlandfunk so:

    “In den deutschsprachigen Ländern, also auch in der Schweiz und Österreich, ist die Skepsis in weiten Teilen der Bevölkerung sehr verbreitet. Das kommt vor allen Dingen daher, dass viele denken, das sei eine harmlose Kinderkrankheit und das Durchmachen würde das Immunsystem stärken.”

    Ferner wies Reiter auf den starken Einfluss von Anthroposophen in dieser Frage hin: “In den letzten Jahren, wenn wir Masernausbrüche in Schulen und Kindergärten hatten, waren die oft in Waldorf-Kindergärten oder anthroposophischen Schulen.”

    http://www.deutschlandfunk.de/masern-in-berlin-gesundheitsminister-groehe-kritisiert.1818.de.html?dram:article_id=312349

  • #122
    mina

    Ich kenne noch viel schlimmeres als die Masern: fadenscheinige Ablehnungen bei Geschwister Kindern an der Waldorfschule.
    Alles was ich hier lese, hat nichts mit unseren Einrichtungen zu tun.
    Kindergarten eine Katastrophe und nun wird er auf Grund mangelnder Erfahrungen mit gleichaltrigen Kindern und wirklich fadenscheinigen Begründungen als nicht aufnahmefähig abgestempelt.
    Nur weil er bei der Aufnahme nicht das gemacht hat was er sollte.
    Alle Atteste und Berichte oder Bilder die er gemacht hat, wurden beim heutigen Klärungsgespräch nicht einmal angeschaut.
    Dieses Kind ist vollkommen normal.
    Jetzt habe ich zwei Kinder auf der Schule(7 und 14 Jahre alt) habe mir diesen Kindergarten angetan, mit dem Wissen das er ja bald auf die Schule kommt und seit heute das Wissen: Ich stehe nun alleine dar. Ich bin nicht mobil und kann nur hoffen, das mich die nächste Grundschule nimmt.
    Das nenne ich Waldorf!! Bravo!
    Wahrscheinlich erwartet man von mir das ich meine Klappe halte, weil ich ja noch zwei Kinder auf der Schule habe, aber das werde ich nicht tun.
    Auf Kindeswohl pellt man sich dort sowieso ein Ei. Wurde ja schon bei einer anderen Mutter gemacht.
    Mir wurde im Aufnahme Gespräch auch deutlich gesagt, das es im nachhinein ein Fehler war, meinen grossen Sohn auf diese Schule zu schicken.
    Was macht er denn?? Nichts!! Er ist ein Kind in der Pubertät! Und er macht keinen Unfug, erledigt alle Aufgaben. Er ist ein wenig träge und das ist das Problem?
    Ich dachte, ihr seid so offen und nehmt jedes Kind so wie es ist??
    Wenn ich mir alles von Henning Kullak- Ublick so durchlese, dann habe ich das Gefühl, er redet von einer anderen Schulform.
    Autonomie ist in diesem Fall nicht angebracht.
    Selbst mein Mann der heute dabei war, hat schon nach 5 Minuten gemerkt, das egal was man vor bringt, es nichts nützt.
    Mein Sohn ist nicht dumm laut Kinderarzt so wie er sein soll.
    Sorry, ich kenne mittlerweile mehr als 3 Gründe seine Kinder auf keine Waldorfschule mehr zu schicken.
    Wenn ich heute nochmal vor der Wahl stehen würde, dann keine Waldorfschule sondern direkt privat. Früher war es ein Muss Geschwisterkinder mit anzumelden, heute werden Geschwisterkinder einfach nicht mehr genommen und man kann nichts machen!
    NICHTS!
    Ist ja eine Autonomie!
    Wir sind sicherlich kein Einzelfall!

  • #123
    mina

    Und was ich noch einwerfen wollte: Mein gesamtes Ur- Vertrauen in diese Schule ist weg. Mich hat das so dermaßen ins Mark getroffen, das ist unbeschreiblich.
    Es gab mal eine Diskussion im Netz, wo die Frage im Raum stand, warum die Geschwisterkinder vorrangig sind.
    Dort hat jemand geantwortet( der durch seine Antworten sehr Waldorfkundig schien):

    Wie soll das denn sonst in diesen Familien funktionieren?
    Wie soll eine Familie denn zwei Schulformen in einer Familie miteinander verbinden?
    Wie soll man denn 2-3 Schulformen miteinander vereinbaren? Mit allen Terminen, Veranstaltungen und Verpflichtungen?

    Genau vor der Frage stehe ich jetzt.

    Im übrigen habe ich eine Bekannte. Diese erfuhr durch mich, dass es eine Waldorfschule in der Nähe gibt. Ihr Kind hat einen Sprachfehler, hört kein Stück und ist zumindest zu uns, absolut frech.
    Jetzt dürfen sie mal raten, ob sie genommen wurde.
    Genau!
    Deswegen die Frage nach welchen Aufnahmekriterien diese Schule geht, wenn ein Kind mit Förderung genommen wird und unser Kind, ein Geschwisterkinder nicht.
    Ich durfte mir dann noch Aufnahmetipps meiner Bekannten anhören, die bis letztes Jahr nicht einmal wusste, was eine Waldorfschule ist.

  • #124
    Andreas Lichte

    @ mina #123

    Sie schreiben: „Ich durfte mir dann noch Aufnahmetipps meiner Bekannten anhören, die bis letztes Jahr nicht einmal wusste, was eine Waldorfschule ist.“

    Und? Was ist eine Waldorfschule?

    Einverstanden damit: Die Waldorfschule ist ein Ort, wo sich Menschen treffen, die auf den Hochstapler / Scharlatan Rudolf Steiner hereingefallen sind. Und diese Menschen halten sich auch noch selbst für die geistige Elite …:

    „‘Unsere atlantischen Vorfahren’ im Waldorfkindergarten Schwerte

    (…)

    Wer wie Waldorferzieher und Waldorfeltern bestätigt, dass Steiner Recht hat, und seine „Erkenntnisse“ tatsächlich aus „übersinnlicher Anschauung“ schöpft, der hat erfolgreich gelernt, „einem menschlichen Manu frei zu folgen“ – sprich: Steiner zu folgen –, und ist ein Teil der Waldorfbewegung geworden, die der Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann als „Sekte“ bezeichnet.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/02/08/unsere-atlantischen-vorfahren-im-waldorfkindergarten-schwerte/

  • #125
    Thomas Weigle

    Im 78er Jahr habe ich mit dem Kollegium meiner Schule die Waldorfschule in Bremen besucht. Ich wusste bis dato nix von Waldorfschulen und war durchaus angetan. Allerdings störte mich, materiell wie ich nun mal bin, die Bezahlung und die Arbeitszeiten. Letztere lag deutlich über der Arbeitszeit öffentlicher und auch meiner Schule für Verhaltensgestörte im Landkreis DH. Wer also als Eltern nur auf die Informationen setzt, die man von denen bekommt, wird in den allermeisten Fällen also zunächst ein positives Bild von diesen „Bildungsorten“ bekommen.
    Manche werden dann durch Erfahrung klug, viele aber nicht, wie ich in meiner Zeit bei den Bündnisgrünen feststellen konnte. Dort hatten diese Schulen größtenteils einen guten Ruf, Kritik wurde durchaus ungnädig aufgenommen.

  • #126
    Andreas Lichte

    @ Thomas Weigle #125

    Danke für Ihre Schilderung der Waldorf-Blümchen-Tapete in den späten Siebzigern !

    Die Waldorf-Blümchen-Tapete wird immer wieder erneuert, an den Zeitgeist angepasst, es sind schon Dutzende Lagen, auch die Grünen haben fleissig mitgeklebt –

    Aber es gibt da Menschen – also wirklich! – die mögen die Waldorf-Blümchen-Tapete einfach nicht, wollen die Heile Welt einfach nicht sehen – unglaublich! – besser selber lesen:

    „Waldorfschule: ‘Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein’

    (…)

    Prof. Hopmann: … Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.

    (…)“

    zum vollständigen Interview mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #127
    mina

    Hallo Herr Lichte,

    Die Thesen Steiners werden dort wenig angewandt. Es war immer mehr das Zusammen sein, das gemeinsam auf die Beine stellen . Meinem Kind Zeit zum lernen geben. Dieses nicht materielle Denken gefiel mir. Das war Waldorf für mich. Mit den Lehren habe ich wenig zu tun.
    Ich lese viel über das Für und Wider dieser oder jenen Schulart, aber manchmal lese ich auch, woher diese Menschen kommen. Aus sehr viel besseren Gegenden. Würde ich woanders wohnen, wäre auch eine staatliche Schule in Betracht gekommen, aber ich wohne und lebe mitten im schlimmsten Teil des Ruhrgebiets. Hier sind die Schulen wirklich miserabel. Wir haben sogar eine Hartz 4 Schule. Das kann es nicht sein.
    Es war Jahre lang in Ordnung so, nun nicht mehr.
    Aussortiert.
    Vor die Tür gesetzt.
    Mich interessiert Waldorf im Moment gar nicht mehr.
    Nicht Rudolf Steiner und seine Thesen sind das schlimmste an diesen Schulen, sondern die Autonomie.
    Falsches Werben um neue Schüler.
    Das Lügen und einfach entledigen.
    Rudolf Steiner kann ich annehmen oder nicht. Es ist meine Entscheidung. War aber nie ein Thema für mich. Praktiziert wurde es an der Schule kaum.
    Es war also meine/unsere Entscheidung.
    Einfach dort raus gekickt zu werden, nicht! Kann man nicht entscheiden.
    Um es auf den Punkt zu bringen: Waldorf wirbt mit Lügen und sind teils schlimmer als staatliche Einrichtungen.
    Was ich von den Thesen gelesen habe, muss ich Ihnen bei Pflichten. Man das so liest, schauderts einen.
    Leider habe ich nun noch 2 Kinder auf dieser Schule und kann nicht einfach das Thema abhaken.
    Ich bin Mutter und denke alleine an das Wohl meiner Kinder.
    Die Menschen sehen nur Waldorf, sehen das gemeinsame Lernen. Sehen das es finanzierbar ist.
    Wachrütteln kann man sie nur mit Erfahrungen wie es meine sind. So etwas passiert nämlich nicht selten.
    Plötzlich interessiert den Lehrer das Wohl des Kindes nicht mehr.
    Dass ist dann doch wohl schlimmer, als die Lehren des Rudolf Steiners:-)
    Ich schreibe leider im Moment auch nicht neutral, sondern sehr konfus. Zu tief sitzt im Moment die Wut.
    Kleine Anmerkung noch am Ende, für alle die meinen Waldorf wäre das A und O: es sind Handwerker die dort lehren. Man bezahlt also Geld, das die Kinder von Handwerkern unterrichtet werden. Die halbwegs richtigen Lehrer kommen ab der 8/9 Klasse und dann werden die Kinder so richtig in den Allerwertesten getreten. Wer jetzt versagt, kommt nicht weit.
    Mein Kind wurde von zwei Handwerkern knapp 3 Jahre vor der Rente als dumm eingestuft. Haben es 30 Minuten gesehen.
    Sowohl Gesundheitsamt und Kinderarzt sagen, das mein Kind absolut normal ist.
    Wenn ich das jetzt alles so lese, merke ich jetzt erst, wie bescheuert ich doch war und bin….

  • #128
    Andreas Lichte

    @ mina #127

    Sie schreiben: „Rudolf Steiner kann ich annehmen oder nicht. Es ist meine Entscheidung.“

    Eben nicht: Waldorfschulen sind durch und durch anthroposophisch geprägt, durch Rudolf Steiner geprägt. Natürlich kann man das ABSICHTLICH übersehen. Sollte man aber nicht. Sonst schreibst man irgendwann so etwas, Zitat Mina:

    „Plötzlich interessiert den Lehrer das Wohl des Kindes nicht mehr.“

    Hat es denn jemals interessiert? Ich zitiere noch einmal (wie oben) den Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann:

    „Waldorfschule: ‘Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein’

    (…)

    Lichte: Ein Werbeslogan der Waldorfschulen lautet: „Im Mittelpunkt der Mensch“. Im Standard sagen Sie über die anthroposophische Pädagogik: „Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht.“

    Prof. Hopmann: Im Mittelpunkt steht bei denen der Mensch, wie Rudolf Steiner ihn sieht, also als Reinkarnation, als Mitglied einer Rasse, als Charaktertyp usw. Ziel ist es, den jeweiligen Menschen entsprechend den Steinerschen Lehren zu formen bzw. sein „Wesen“ zu entfalten. So wie bei anderen Sekten verbindet sich damit ein Totalitätsanspruch: Wir wollen dich mit Haut und Haaren, mit deiner ganzen Persönlichkeit vereinnahmen – nicht anders als eine Bank dein Geld will: Nicht um nett zu dir zu sein, sondern um an dir Geld zu verdienen. Bloß blöd, wenn man zu jenen Wesen zählt, denen laut Steiner Dahinsiechen oder Verkümmern vorausbestimmt ist. Denen geht es dann wie bei der Bank, wenn die Kreditwürdigkeit dahin ist.

    (…)“

    zum vollständigen Interview mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #129
    Andreas Lichte

    @ mina #127
    Sie schreiben: „Mein Kind wurde von zwei Handwerkern knapp 3 Jahre vor der Rente als dumm eingestuft. Haben es 30 Minuten gesehen. Sowohl Gesundheitsamt und Kinderarzt sagen, das mein Kind absolut normal ist.“

    Es gibt bei den Ruhrbaronen einen Erfahrungsbericht einer Mutter, vielleicht lesen Sie ihn mal, könnte allerdings schockierend sein:

    Wie gut sind Waldorfschulen?

  • #130
    mina

    Hallo Herr Lichte,

    Ich bin wachgerüttelt. Sogar sehr. Doch was kann ich tun? Mir selber hat ein Schulwechsel seelischen Schaden zugefügt. Einen sehr grossen Schaden.
    Der Groll sitzt schon länger. Wenn ich ihnen erzählen würde, was alles schief läuft… Sie würden mich für durchgeknallt halten, das ich das alles mitgemacht habe. Ich habe nur keine Möglichkeit mehr, keine Alternativen.
    Eine gute Bekannte arbeite als Sozialpädagogin in den hiesigen Kindergärten. Laut ihrer Meinung sollte ich alles Mögliche tun, um mein Kind nicht auf diese Grundschulen schicken zu müssen. Im Moment sieht alles danach aus.
    Es geht hierbei nur ums Geld. Das sagt alles.
    Laut dem Bund der Waldorfschulen sind es Autonomien. Nun ja, dann sollten sie auch die öffentlichen Gelder ablehnen, aber diese werden ja dankend angenommen.Ich bin recht jung Mutter geworden.
    Mein Sohn ist 14 ich bin selber 34. Ich kann mich an meine Schullaufbahn sehr gut erinnern. Es war nie schön. Ich bin gemobbt worden, meine Schwester von Lehrern und Schülern. Das sollte bei meinen Kindern an der sein. Natürlich gibt es hier auch Waldorffreie Schulen, aber die liegen ganz woanders. Für uns nicht erreichbar.
    Ich bin im Moment selber sauer auf mich, das ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört habe und das ich ihre Seite so spät entdeckt habe. Dann wäre meine Entscheidung eindeutig gewesen:-(((
    Und mal ganz unter uns: Wer wirklich Geld hat, meldet seine Kinder an richtigen Privatschulen an.
    Ich hoffe inständig, das jeder das hier liest. Wer sich unschlüssig wegen Rudolf Steiner ist: Dieser ganze Mist ist hinfällig. Wer sein Kind trotzdem anmeldet, kam seine Freizeit nur noch dort verbringen. Geschwisterkinder werden nicht automatisch genommen. Aufnahmekriterien gibt es nicht und wenn sie nicht mehr ins Bild passen, werden sie rausbefördert. Ohne das man etwas dagegen tun kann. Es sind autonomien. Entscheiden also selber.
    Ich bin seit 2006 Waldorfmutter unsere Schule gehört zu den besten in der Umgebung und genau dort passiert so etwas jedes Jahr.
    Jede Waldorfschule ist anders. Das mag stimmen, aber sie praktizieren alle diese Methoden, denn im Vordergrund steht das Geld und nicht das Kind.
    Ich war jedoch erstaunt, das man selbst das Schulamt noch schocken konnte:-)
    Ich bin jedenfalls immer nur ein bisschen Waldorf gewesen und dass hat man sicherlich gemerkt.
    Ichnwerde mir jetzt erstmal den von ihnen empfohlenen Bericht der Mutter durchlesen und ich kann sagen, das ich Angst habe ihn zu lesen.
    Manchmal will man die Wahrheit nicht akzeptieren.

  • #131
    mina

    Ich habe ihren Bericht gelesen und habe zu meinem Erschrecken festgestellt, das ist unsere Laufbahn.
    Abhängigkeit. Ich komme schwer raus. Was soll man tun, wenn keine Alternativen vorhanden sind?

  • #132
    Andreas Lichte

    @ mina #130 / #131

    wenn Sie mittlerweile mit der Waldorfschule so große Probleme haben, dann bleibt doch nur ein Schulwechsel ?

    Die Autorin des Erfahrungsberichts aus der Waldorfschule „Wie gut sind Waldorfschulen?“ war über den Schulwechsel ihres Sohnes an eine öffentliche Schule glücklich …

    Ich habe im Sommer 2014 kurz in einer öffentlichen Grundschule im „sozialen Brennpunkt“ hospitiert, die Kinder kamen aus der ganzen Welt … sehr bunt: mir hat es Spaß gemacht !

  • #133
  • #134
    Andreas Lichte

    Masernausbruch in der Waldorfschule Ludwigsburg:

    “Zwei Schüler an Masern erkrankt

    Stuttgarter Zeitung, von meb/tim 13. März 2015

    In der Freien Waldorfschule in Ludwigsburg sind die Masern ausgebrochen: Offenbar sind zwei Schüler an dem Virus erkrankt.

    In der Freien Waldorfschule in Ludwigsburg sind die Masern ausgebrochen: Zwei Schüler einer dritten und einer zehnten Klasse sind an dem ansteckenden Virus erkrankt. Deshalb dürfen in den betroffenen Klassen nun nur noch Kinder zur Schule kommen, die geimpft sind – oder bereits an Masern erkrankt waren und deshalb gegen eine erneute Infektion geschützt sind. Das führt dazu, dass diese Klassen zurzeit zur Hälfte leer bleiben. „Es gibt bei uns recht viele Elternhäuser, in denen die Kinder nicht geimpft wurden“, erklärt Markus Fuhlendorf, der Geschäftsführer der Schule (…)”

    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ludwigsburg-zwei-schueler-an-masern-erkrankt.84ba2e8d-7535-4270-92ca-a3e8a51632a6.html

  • #135
    mina

    Hallo Herr Lichte,

    In eine ordentliche Grundschule wird er nun auch gehen müssen.
    Mir ist eine staatliche Einrichtung lieber, als eine Privatschule die sich um die Kinder nicht kümmert.
    Ich werde auch versuchen meinen mittleren Sohn auf eine andere Schule zu bringen. Nur leider hat er die Brückenklasse mitgemacht. Das heisst, offiziell wurde er erst mit 7 Jahren eingeschult. Wenn ich ihn jetzt runter nehmen, wird er wieder zurück gestuft.
    Ich habe trotzdem versucht Infos rauszufinden, ob sich diese Schule alles rausnemen darf und sie darf es. Ich habe mit dem Schulamt probiert und habe bis Arnsberg angerufen. Das ist ja mal wirklich traurig.
    Trotzdem gehe ich mittlerweile leichter an die Sache ran. Ich lasse jetzt die Schule bei meinem mittleren Sohn die Veranstaltungen alleine machen. Werde mich um nichts mehr kümmern und alleine die Tatsache, das ich mit meinen Kindern endlich Karneval, Weihnachten und andere Feste ohne schlechtes Gewissen so feiern kann, wie ich es möchte, hilft ungemein.
    Auch dass es eine Zuckertüte gibt und ich Fotos bei der Einschulung machen kann, wie ich es will, ist sehr schön.
    Waldorf ist Zwang und macht bei diesem Programm auch keine Freude mehr.
    Gerne würde ich Henning-Kulak Ublig ( der bei uns im September eine Lesung hatte) sagen, wie sehr sich doch die wahre Waldorf Welt von seinen kleinen Geschichten unterscheidet.
    Ich denke, in keiner staatlichen Schule sind die Kinder dem Lehrer so egal, wie in einer Waldorf Schule. Das hat auch nichts mit beleidigt sein zu tun, weil wir mit dem dritten nicht genommen wurden, sondern weil es genau die Erfahrungen sind, die ich gemacht habe, genau wie einige andere Familien die auf Zwang raus musste oder es selbst gemerkt haben.
    Was ich noch zu ihren Masern sagen wollte: wir hatten ständig die schlimmsten Krankheiten dort. Zeitgleich waren es drei. Hand-Mund-Fuss Krankheit, Scharlach und Masern. Zeitweise musste ich meine Kinder 4 Wochen am Stück draussen lassen.
    Den Erziehern war es egal. Genauso sah es auch bei Läusen aus.
    Beitrage bekam man aber nicht zurück:-)
    Eigentlich kann es nur besser werden.
    Traurig bin ich eigentlich nur, das ich ihre Seite nicht eher gefunden habe. Das hätte mir letztes Jahr viel Ärger erspart und meine Entscheidung offensichtlich.
    Dann hätte ich lieber die Holzgrundschule genommen ohne Waldorfeinfluss:-)
    Ich drücke ihnen die Daumen, das sie noch viel mehr Eltern aufklären, mit diesen Infos hätte ich diese Schule nicht mal in Betracht gezogen.

    MfG

    mina

  • #136
    mina

    Ich habe mir die Masern Diskussion durch gelesen und musste bei e Schlagabtausch recht schmunzeln. Andre Sebastiani hat sehr gut gekontert.
    Gut, das alle meine Kinder ihre Impfungen vorschriftsmäßig erhalten haben:-)
    Ein Satz war jedoch erschreckend: Das die Waldorfschulen wie schleichendes Gift sind und es erst gemerkt sind, wenn es zu spät ist….
    Mich lässt das erschaudern….

  • #137
    mina

    Bitte entschuldigen Sie die Rechtschreibung, aber ich schreibe mit Tablet und Autokorrektur:-)

  • #138
    Andreas Lichte

    Michael Mentzel, Anthroposoph, scheint einen sehr schweren Impfschaden zu haben.

    Michael Mentzel wurde mit Rudolf Steiner geimpft.

    Michael Mentzel deliriert:

    „Impfen gegen Esoterik?

    16.03.2015

    Impfpflicht einmal anders beleuchtet. „Impfung gegen Esoterik müsste gesetzlich verordnet werden“

    wv/mm- tdz. – Der österreichische „Standard“(1) veröffentlichte am 11. März 2015 einen Artikel mit der Überschrift: „Die Masern – ein Esoterikschaden“ von Christian Kreil. Dieser macht hauptsächlich die Anthroposophen und ihre „rassistischen“ Lehre für Masernausbrüche verantwortlich (…)“

    weiter zu Mentzels Steiner-Delirium: http://www.themen-der-zeit.de/content/Impfen_gegen_Esoterik.1939.0.html

  • #139
    Andreas Lichte

    Ansgar Martins beschreibt im folgenden Artikel Michael Mentzels Steiner-Delirium im Detail:

    “Löffelchen voll Zucker”. Impfschäden, Mary Poppins und die Geister der Finsternis

    Mit verstörender Regelmäßigkeit tauchen im Waldorfmilieu Masernfälle auf (im März 2015 gab es bestätigte in Erfurt, Sankt Augustin und Ludwigsburg). Wer aber einen Zusammenhang zwischen Masern und Waldorf postuliert, wird von Anthroposophen für gewöhnlich beleidigt zurückgewiesen: “pauschale” Vorwürfe seien das. Parallel plädiert man aber für “individuelle Impfentscheidung”, was, sofern es keine Tautologie sein soll (natürlich entscheiden faktisch Individuen darüber, sich bzw. ihre Kinder impfen zu lassen), ja wohl heißt, dass man sich “individuell” auch gegen Impfungen und dann im Zweifelsfall eben für Masern (bzw. eventuell tödliche Folgeerkrankungen) entscheiden solle. Die offizielle Begründung für diese “individuelle Impfentscheidung” sind reale und/oder vermeintliche “Impfschäden” und “Nebenwirkungen”.

    In der Anthroposophischen Medizin freilich gibt es zusätzliche Gründe: “Karma” zum Beispiel oder der (gegenläufige, weil nicht wie “Karma” retrospektive, sondern proskeptive) Glaube, dass Kinderkrankheiten ganz wunderbare Reifungs- und Entwicklungschancen darstellen. Es sei daran erinnert, dass um’s kosmische Kindeswohl bemühte Eltern zumindest früher einmal regelrechte “Masernpartys” abhielten – wie ja auch Dr. Michaela Glöckler, Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum, ausführt, der Kranke erlebe “in der Krankheit unbewusst die Schritte zu seiner Höherentwicklung”, wozu sie gleich ein Beispiel beisteuert: “Die Hunderttausende [sic], ja Millionen, die in Afrika von der AIDS-Epidemie hingerafft werden, bereiten sich vor, der Menschheit von morgen, die am Egoismus zu zerbrechen droht, die notwendige Hilfe und Inspiration für lebensfreundlichere Kulturgewohnheiten zu bringen.” (Glöckler: Sexualität und Menschenkunde, in: Bart Maris/Michael Zech: Sexualkunde in der Waldorfpädagogik, Stuttgart 2006, S. 62) Wozu Masern gut sein sollen, gilt es gleich zu diskutieren.

    (…)“

    weiter (zu Michael Mentzels Steiner-Delirium): https://waldorfblog.wordpress.com/2015/03/17/impfschaden/

  • #140
    wisse-was-du-sagst

    Also mal abgesehen davon das an der Waldorfschule die selben Prüfung abgelegt werden, ist das geschriebene hauptsächlich erfundener quatsch. Natürlich müssen die Lehrer an einer Waldorfschule das ganz normale Studium an einer staatlich anerkannten Hochschule machen?!
    Wenn Sie sich tiefer mit dem Thema beschäftigen würden, dann hätten Sie auch ein mehr Ahnung.

  • #141
    Andreas Lichte

    @ wisse-was-du-sagst #140

    ich bin ausgebildeter Waldorflehrer: die Ausbildung zum Waldorflehrer macht man an anthroposophischen Waldorfseminaren, das hat nichts mit einem Pädagogikstudium – einer "normalen" Ausbildung zum Lehrer – zu tun.

    eine Beschreibung der Ausbildung ( Steiner-Gehirnwäsche ) zum Waldorflehrer:

    "Waldorflehrer werden! – am ‘Seminar für Waldorfpädagogik Berlin’"

    http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/23428

  • #142
    Typ

    Danke für diesen Artikel, der auch im Januar 2016 noch immer extreme Relevanz besitzt.
    Homöopathie, Anthoposophie, etc. sind Gelddruckmaschinen zum Ausnehmen leichtgläubiger Menschen.
    Allein das Wort "Alternativmedizin" ist schon so irreführend, dass ich schreien möchte.
    Es kann keine alternative Wissenschaft geben, es gibt keine "Alternativmedizin".
    Wissenschaft revidiert sich selbst und ist somit immer automatisch auf dem neuesten Stand.
    Das liegt in der Methodik der Wissenschaft an sich: Etwas ist als nicht existent anzunehmen, bis es bewiesen wurde. Und sollten sich neue Erkenntnisse nach einiger Zeit ergeben, so muss auch die revidierte These wieder neuerlich falsifiziert werden.
    Dieser Prozess sondert automatisch und evidenzbasiert (meist nach Statistik) falsche Axiome aus.
    Annahmen wie "Ätherleib" und "Astralleib" wurden schon vor über einem Jahrhundert "debunkt". Sie sind zum Verständnis der Vorgänge nicht relevant und können daher als unwahr angenommen werden.
    Jetz bleibt noch der letzte Anker: "Aber Galileo wurde auch erst nicht ernst genommen aber dann!"
    Das hier lesen:
    http://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-19-das-galileo-gambit

  • #143
    Nicole

    Tja ich dachte eigentlich, in der Waldorfschule ist es freier,individueller und dank kleiner Schulklassen wird mehr auf das Kind eingegangen- aber wenn ich mitkriege Klassen zusammengelegt und Lehrer untere Klassen gar nicht studierte Päd oft und wenn es nicht passt wird aussortiert – ich denke man einem Kind ganz schön das Leben verbauen, was eigentlich gut gemeint war- immer noch wird Waldorf belächelt und als Elite echt nicht wahrgenommen eher das Gegenteil- ich kannte mal Einer die war 18J und hatte schlechtes Zeugnis Waldorfschuld das entsprach schlechtem Hauptschulabschluss! für Realschule nachmachen reichte der Notendurchschnitt nicht und Lehrer bekam sie nicht, die hat dann aus Frust Kind bekommen- echt so gesagt und deren Eltern viel Geld bezahlt damit das Kind dann mit 18 total ohne Perspektive- wenn ich das mit Steiner und was im zweiten Weltkrieg war lese dann doch wunderlich dass auf einer Seite so total für Asylanten und refugees welcome und da was berechtigt kritisch sagen wird wohl laut Konferenz gar nicht toleriert also schwar weuß denken! und musst mit der Konferenz mitschwimmen, das würde mich ja schon total ankotzen-
    nein was git überlegt war ich denke ich würde da anecken und Kind mit so Schulform schade und Wege verbauen – und Toleranz da jawohl nur was Konfernz zulässt- dieses Eurythmie da habeich bei der VHS mal Eine erlebt, die das anbot und die war so agressiv,als ich ihr die Teststunde eben nicht zahlen wollte und ging der nur um Geld und sonst wirst beschimpft vonwegen entspannt und sowas als Lehrer schlimm – nein würde so Überlegung da zur Schule mehr als überdenken-
    süss ein Satz vonwegen jedem steht Bildung zu etc aber nur wer Schulgeld zahlt also im Widerspruch oder zahlen die nun alle Eingewanderten wohl kaum und klar in kleinem Rahmen besser als Multikulti mit einem überforderten Lehrer und Chancengleichheit gab es nie echt mal überlegen wie es in echt läuft und Multikulto braucht dann eben mehr Lehrer und kleine Klassen aber es geht um Geld,darum immer-

  • #144
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Bei den weltweit bestehenden mittlerweile 2000 Kindergärten, die alle zu Waldorfschulen ausgebaut werden sollen, soll es dann also genauso werden – die Mission des deutschen Volkes (wie sie in Steiners umstrittener Schrift "Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der nordisch-germanischen Mythologie" niedergeschrieben ist) wird darüber wohl ausgeführt – vielen Beteiligten ist diese politische Dimension in ihrer Tiefe nicht bewusst. Würden sie selber Steiner lesen, könnten sie es wissen.

    Sind wir als Deutsche damit einverstanden?
    Was wird in diesen Waldorfkindergärten und -schulen vermittelt?
    Wer kontrolliert die Ausbildung und die Praxis?
    Taugen diese pädagogischen Einrichtungen überhaupt zur Entwicklungspolitik?

  • #145
    Andreas Lichte

    die "These II" des Artikel (oben):

    "«Man bleibt gern unter sich» – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer."

    wird von der "Berliner Privatschulstudie" des "Wissenschaftszentrums Berlin" bestätigt. Im Tagesspiegel heißt es:

    "Freie Schulen sind zu teuer – und zu elitär

    Von sozialer Mischung keine Spur: Eine neue Studie übt scharfe Kritik an ungenügender Kontrolle der freien Schulen durch den Senat.

    VON SUSANNE VIETH-ENTUS, 13.07.2017

    Einem ziemlichen Wildwuchs bei den Elternbeiträgen von Berlins freien Schulen haben die Autoren des Wissenschaftszentrums Berlin, Michael Wrase und Marcel Helbig, ausgemacht. Sie untersuchten die Schulgeldhöhen und kommen in einer am Donnerstag vorgestellten Studie zu dem Ergebnis, dass sich von 160 freien Schulen nur 50 an die Senatsvorgaben halten, indem sie als Mindestbeitrag unter 100 Euro pro Monat kassieren. Rund 110 Schulen sind zu teuer: Knapp 20 von ihnen verstoßen sogar „eklatant“ gegen die Vorgaben, indem sie über 200 Euro verlangen.

    Wrase und Helbig beschäftigen sich schon länger mit der Frage der freien Zugänglichkeit von „Privatschulen“. Ihr Maßstab ist Artikel 7 Absatz 4 des Grundgesetzes, laut dem eine „Sonderung der Schüler nach Besitzverhältnissen der Eltern darf nicht gefördert werden“ darf.

    (…)

    Im aktuellen „Diskussionspapier“ haben Wrase und Helbig sich mit der Frage beschäftigt, wie groß die Unterschiede zwischen den staatlichen und öffentlichen Schulen und innerhalb der freien Schulen sind. Das Ergebnis: In den staatlichen Grundschulen stammt mehr als jedes dritte Berliner Kind (36,5 Prozent) aus Sozialtransferfamilen.

    Nur 1,66 Prozent aus armen Familien

    Ganz anders bei den freien Grundschulen: Bei ihnen beträgt der Anteil knapp acht Prozent, wobei die Autoren auch hier noch weiter differenzieren: Bei den Schulen die „eklatant“ gegen die Senatsvorgaben verstoßen kommt nur rund jedes 50. Kind aus Transferfamilien (1,66 Prozent).

    (…)

    Die teuren Schulen seien für die betreffende Bevölkerungsschicht nur ein Mittel zum Zweck, unter sich zu bleiben.

    (…)"

    weiter: http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-privatschulstudie-freie-schulen-sind-zu-teuer-und-zu-elitaer/20055828.html

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