ECCE korrigiert Schummel-Eintrag

Gestern berichteten wir über einen falschen Eintrag auf der Internetseite des planetenverschiebenden European Center for Creative Economy (ECCE).  Heute wurde der Eintrag korrigiert.

Noch gestern gab ECCE damit an, etwas bewirkt zu haben:

Eine Belebung der Brache des Katholikentagsbahnhofs gelang unter anderem durch eine temporäre Nutzung mit TAIB, der dann die Investition einesPrivatmanns folgte, der sich durch die entstandene Nachfrage ermutigt sah. Zudem fiel im Jahr der Kulturhauptstadt die Entscheidung, dass die Stadt Bochum im Viktoria Quartier ein Musik-Zentrum erhält.

Seit wenigen Minuten gibt sich die Truppe um Bernd Fesel und Dieter Gorny wieder etwas bescheidener. Nun heißt es:

Eine Belebung der Brache des Katholikentagsbahnhofs gelang unter anderem durch eine temporäre Nutzung mit T.A.I.B.. Es ging bei der „temporären architektonischen Intervention in einer Baulücke“ 2010 darum, nicht genutzten Wohnraum auf künstlerische Weise zu erschließen. Zudem fiel im Jahr der Kulturhauptstadt die Entscheidung, dass die Stadt Bochum im Viktoria Quartier ein Musik-Zentrum erhält.

Gut, ist auch Unsinn, weil es in der Ecke keinen ungenutzten Wohnraum gibt. Aber zumindest schmückt sich ECCE nicht mehr mit fremden Federn und tut so, als ob es irgendwas mit den Investitionen am Katholikentagsbahnhof zu tun hätte. Und das ECCE weiß, worum es bei den eigenen Projekten ging, erwartet ja auch niemand.

 

 

 

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Rambo
Rambo
13 Jahre zuvor

Ich glaube nicht, dass der Mensch, der das mit der Baulücke und dem Wohnraum geschrieben hat, jemals in Bochum war. Unter einer Brücke ist keine Baulücke und da von „Wohnraum“ zu sprechen ist eher zynisch. Und das Bild vom Rottstr5Theater ist wohl immer noch daneben – also räumlich wie inhaltlich.

Rambo
Rambo
13 Jahre zuvor

Und jetzt mal ehrlich: Die Musikzentrums-Entscheidung fiel doch (damals noch als Konzerthaus) vor 2010, wurde dann als kaum finanzierbar auf Eis gelegt, 2011 dann erneut unter dem Namen Musikzentrum gefällt und mittlerweile wiedermal als nicht finanzierbar zurückgenommen. Oder war das anders?

Nicht mal vernünftig berichtigen können die Deppen.

Rambo
Rambo
13 Jahre zuvor

Kannst du bitte aufhören, Artikel über diesen Verein zu posten….ständig hängt man auf dieser schwachsinnigen Seite fest und gefährdet seinen Blutdruck… oder seinen Mageninhalt.

Rambo
Rambo
13 Jahre zuvor

In der nördlichen Innenstadt von Essen soll es einen Club namens „GOP“ geben. Ich kenne da nur ein Variete-Theater dieses Namens. Dann soll da noch ein „Mikatronic“ sein. Ja, ich erinnere mich, das gabs mal, aber der Club da heißt jetzt Studio.

lebowski
13 Jahre zuvor

“Das Areal wird das Zusammenwirken beim Aufeinandertreffen von Kunst, Kultur, Ökonomie und Bildung völlig neu ausloten und damit die internationale Aufmerksamkeit auf die Region richten.”

das Zusammenwirken beim Aufeinandertreffen von Kunst, Kultur, Ökonomie und..

Sehr schön! Kanns sein, dass wir mit dem Verfasser dieses Textes auch denjenigen vor uns haben, der dem Guttenberg die Doktorarbeit geschrieben hat?

Ein Leser
Ein Leser
13 Jahre zuvor

Großes Lob, Herr Laurin! Es ist gut zu wissen, dass es auch Leute gibt, die hinter Fassaden schauen. Ich finde es immer wieder interessant, wie solche Leute wie ecce versuchen, die Leute systematisch zu veräppeln und vorzugeben, sie hätten großen Einfluss.

Bitte so weitermachen!

Dirk Haas
Dirk Haas
13 Jahre zuvor

Die Kurztexte zu den so genannten Kreativquartieren des Ruhrgebiets sind in der Tat eine Zumutung, inhaltlich wie stilistisch. Man kann ECCE – wenn es künftig ernst genommen werden will – nur dringend empfehlen, diesen Abschnitt bis zu einer sorgfältigen Überarbeitung vom Netz zu nehmen.

Arnold Voß
Arnold Voß
13 Jahre zuvor

@ Stefan

Nett, dass du mich und die anderen genannten für fähig hälst so ein Ding zu schaukeln. Ich halte allerdings das ganze Konzept für fragwürdig, egal wer da jetzt leitend tätig ist. Und ich habe genug zu tun 🙂

Arnold Voß
Arnold Voß
13 Jahre zuvor

Ja Stefan, der Laden ist mittlerweile sogar im wörtlichen Sinne rufschädigend. Aber die Gornisierung der Region, ja der ganzen Welt, schreitet munter weiter voran und die politische Klasse des Ruhrgebietes klatscht auch noch Beifall dazu. Allerdings ist der Geist Potemkins hier schon länger zuhause und fühlt sich ob seiner vielen Fans und Nachahmer pudelwohl.

Arnold Voß
Arnold Voß
13 Jahre zuvor

Stefan, ich mag den Ausdruck Deppen in diesem Zusammenhang nicht. Gorny z.B. ist kein Depp. Ganz im Gegenteil. Er hat auch in seinem Leben einiges zu Stande gebracht. Bevor man etwas versemmelt, muss man es zumindest erst mal aufbauen und das schaffen viele schon nicht und geben sich deswegen mit subalternen Posten und Aufgaben zufrieden. Das hat Gorny nie getan.

Auch seinen Job als Geldbeschaffer beherrscht er perfekt, wobei er im Falle des ECCE offensichtlich zunehmend ins Straucheln gerät. Irgendwann wollen auch die Förderer angeblich tragfähiger Ideen auch ihre praktische Umsetzung, sprich real zählbare Erfolge vorzeigen.

Im Ruhrgebiet allerdings ist diese Erfolgspflicht schwächer ausgeprägt als in anderen Regionen Deutschlands, denn hier ist man auf Grund der Hegemonie einer Partei viele Jahrzehnte daran gewöhnt gewesen, dass man auch ohne reale Erfolge wiedergewählt wird. Irgendwann verselbstständigt sich solch eine Mentalität der Geldgeber und das ist das Einfallstor für jede Art von intelligenten Sprücheklopfern.

Und man versteht sich, weil die Geldgeber selbst zu Sprücheklopfern geworden sind. Dazu ist man im Ruhrgebiet in der Regel schon dankbar wenn überhaupt Jemand, wohlmöglich mit bekanntem Namen, kommt und hier „was tun“ will. Mal den Ruhris zeigt wo es lang geht, wie sie „international“ punkten können. Unsere Bürgermeister spielen das Spiel immer wieder mit, weil sie aus gutem Grunde auch im internationalen Wettbewerb mithalten wollen.

Natürlich gibts dann immer auch ein paar echte Deppen in diesem Spiel. Auf beiden Seiten. Auf der Geldgeberseite sind im Ruhrgebiet schon deswegen mehr, weil die jahrzehntelange Parteibuchwirtschaft nicht unbedingt die Besten auf die verantwortungsvollen Posten gehoben hat, von denen diese Leute dann auch partout nicht mehr weg wollen, geschweige denn können.

Aber insgesamt ist es kein Deppenproblem sondern eine Altlast der besonderen politischen und kulturellen Geschichte dieser Region. Eine, die sich so schnell nicht abtragen lässt, weil unser Beamtenrecht und die besondere Schutzfunktion des öffentlichen Dienstes zusammen mit der Parteibuchwirtschaft keine schnelle „Entsorgung“ der Problemfälle erlaubt.

Tati
Tati
13 Jahre zuvor

Lieber Arnold Voss,
vielen Dank für diese wirklich treffende Analyse.

Schönen mittwoch noch!

Tati

Udo
Udo
13 Jahre zuvor

@Laurin: Der GOP-Club heißt “Baliha”. Aber bei der Bewältigung so komplexer Recherchen sind Sie sicher überfordert.

Perik Hillenbach
13 Jahre zuvor

#22 Wie bitte? Danke, nicht mein Stil.

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[…] Sommer haben wir darüber berichtet, dass das nicht stimmt. ECCE veränderte daraufhin seine Homepage – in der Antwort auf meine Frage taucht der Unfug nun wieder auf. […]

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