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Fußball im Nationalsozialismus (Teil 3) – ‘Vom Reichs- zum Bundestrainer’

Das Berliner Olympiastadion in der Gegenwart. Foto: Michael Kamps

Das Berliner Olympiastadion in der Gegenwart. Foto: Michael Kamps

Im dritten Teil seiner Mini-Serie für die Ruhrbarone beschäftigt sich unser Gastautor Thomas Weigle heute mit der Übergangsphase des Fußballs von der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zu den Anfängen der fußballerischen Nachkriegszeit in der BRD und ihrem unbestrittenen Höhepunkt beim ‚Wunder von Bern‘ im Jahre 1954:

„Die Gründung der Bundesrepublik im Wankdorfstadion zu Bern.“

„100.000 sind deprimiert aus dem Stadion weggegangen. Den Leuten liegt der Gewinn eines Fußballspiels mehr am Herzen als die Einnahme irgendeiner Stadt im Osten“, giftete Goebbels nach dem 2:3 gegen Schweden am 20.9.1942. Solch billiges Sehnen und Fühlen der Volksgenossen durfte in Zeiten des Kampfes im Osten und um die Weltherrschaft natürlich nicht angehen, so war trotz dreier folgender Siege mit jeweils fünf Toren auf der Habenseite am 22.11.1942 Schluss mit nationalmannschaftlicher Kickerei, ehe auf den Tag genau 8 Jahre später der Schalker Burdenski einen Elfmeter zum 1:0 gegen die Schweiz verwandelte. Ein Tor, das geschätzte 100.000 Zuschauer im völlig überfüllten Neckarstadion, ehemals Adolf-Hitler-Kampfbahn, heute Mercedes-Benz-Arena, bejubelten.

Dass Herberger ein Nationalsozialist war, kann man sicher nicht behaupten, für ihn stand immer der Fußball im Vordergrund, dass ihm da das Regime, zumindest in Teilen bis weit in den Krieg hinein entgegenkam, hat sicher nichts mit einer möglichen Sympathie zu tun, sondern hier trafen sich sozusagen gleiche, aber nicht gleichgeschaltete Interessen .Das Regime wollte im Krieg Normalität demonstrieren, Herberger lag –verständlicherweise- die körperliche Unversehrtheit seiner Spieler am Herzen, so dass er jede Gelegenheit nutzte, diese zu Lehrgängen und Länderspielen  aus dem im Wortsinne gegnerischen Feuer zu holen. Vor allem die Tatsache, dass sein Lieblingsschüler Fritz Walter durch glückliche Umstände der Verbringung als Kriegsgefangener nach Russland entging, dürfte neben Herbergers Trainerqualitäten ausschlaggebend für das viel zitierte Wunder von Bern gewesen sein.

Es gab wohl kaum einen Funktionsträger auf so hoher Ebene, der sein Aufgabengebiet so nahtlos und unbeschädigt aus den 1000 Jahren in die Wirtschaftswunderzeit der jungen Bundesrepublik hinüber schaffte wie Herberger. Er war nach seinen Angaben im Entnazifizierungsverfahren, wo er als „MITLÄUFER“ eingestuft wurde, in die NSDAP geraten, weil man ihm dazu geraten habe, da „es sich um eine gute Sache handele, die von anständigen Männern geführt werde“, und so wurde er  „Mitglied der Partei, wie man zuweilen Mitglied eines Vereines wird.“ Herberger war Praktiker, andere würden sagen Opportunist, der sich anpassen konnte, der von ideologischen Schwärmereien nichts hielt.

Herbergers Aufstieg begann im Grunde mit dem Abstieg seines  Mentors Nerz, dem man 1936 in die Mannschaftsaufstellung für das Viertelfinalspiel bei den OS  gegen Norwegen reingepfuscht hatte, ihn aber nach der völlig unerwarteten Pleite gegen die Nordmänner flugs als Alleinverantwortlichen brandmarkte, ihm nun seinen Mannheimer Landsmann Herberger zur Seite stellte. Dies tat der bisherigen eher spröden Freundschaft, Herberger war Trauzeuge bei dessen Hochzeit, der beiden nicht gut, im Vorfeld der WM 38 zog sich Nerz völlig zurück. Immerhin war Nerz der Verantwortliche für den ersten großen Erfolg des DFB gewesen, als er mit der Nationalmannschaft 34 den 3.Platz gegen das „Wunderteam“ der zukünftigen Ostmark erreichte, das in den beiden Spielen 31 die DFB-Elf in Berlin mit 6:0 und in Wien mit 5:0 klassisch demontiert hatte.

Trotz der 36er Pleite, oder gerade deswegen, musste 1938 ein Erfolg her, den Herberger sicherstellen sollte. Vor allem im 37er Jahr mit seinen 10 Siegen in Folge, darunter ein 4:0 gegen WM-Gastgeber Frankreich und ein 5:0 in der WM-Quali gegen Schweden ließ Blütenträume reifen. Diese zerplatzten aber im außenpolitischen Erfolg des Anschlusses der nunmehrigen Ostmark. Eine, nun ja, freiwillige Erklärung zum Anschluss durch die beiden Kapitäne Sindelar und Szepan, die aus Sicht der Naziführung unschönen Begleiterscheinungen beim „Verbrüderungsspiel“ im April, bei dem Teile des Publikums den 2:0 Sieg der Ostmark lautstark bejubelten und auch sonst deutlich machten, dass das neue Großdeutschland nicht ihre Sache war. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, waren auch nicht alle Wiener Spieler, allen voran der Supertechniker Sindelar, damit einverstanden, nunmehr für Großdeutschland aufzulaufen. Auch in späteren Jahren kam es in Wien immer wieder bei Endrunden-und Freundschaftsspielen von Mannschaften aus dem Altreich zu Manifestationen österreichischer widerständiger Haltung, zu Pöbeleien und Anfeindungen. Ein vom „Kicker“ noch im Juli 38  für September annoncierte Rückspiel in Berlin fand jedenfalls nicht statt.

Herberger stand also vor einer so gut wie unlösbaren Aufgabe, folgerichtig scheiterte die großdeutsche Mannschaft bereits in der ersten Runde unter dem Beifall des Pariser Publikums in der ersten Runde in der WH mit 2:4 n.V. am südlichen Nachbarn. Unerwartet kam die Niederlage auch deshalb für den Fachmann nicht, hatten die Eidgenossen doch noch im Februar ein beachtliches 1:1 gegen die noch intakte „kleindeutsche“ Mannschaft aus Köln mitgenommen.

Erstaunlicherweise wurde nach der Pariser Niederlage nicht der Stab über Herberger gebrochen, offenbar hatten seine Qualitäten im Vorfeld des Anschlusses überzeugt. Jedenfalls wurde u.a. im  gleichgeschalteten Fachblatt „Kicker“  verständig und ohne Polemik die Ursachen des Scheiterns benannt, so dass  Herberger seine bis zum Anschluss erfolgreiche Arbeit fortsetzen konnte.

Für Herberger begann nun die Vorbereitung auf die OS 1940 in Tokio und die WM 42, für die sich Deutschland als möglicher Ausrichter in Stellung gebracht hatte. Aus den bekannten Gründen wurde aus beiden Veranstaltungen nichts. Herberger, dem seine Spieler am Herzen lagen, versuchte viel, um diese so oft wie möglich um sich zu sammeln, die bereits benannten Gründe erschwerten dies von Zeit zu Zeit, aber zumindest bis Ende 42 nicht durchschlagend. Gleichwohl „fielen“ Nationalspieler „für Führer, Volk und Vaterland“ an den verschiedenen Fronten des Krieges von Beginn an. Was wiederum im Sinne der Nazis war, galt es doch als ehrlicher Beleg für die „Volksgemeinschaft“, in der es keine Privilegien für niemanden gab….

Noch auf dem Fifa-Kongress während der WM 1950 in Rio war der von der Schweiz  eingebrachte und von Uruguay leidenschaftlich unterstützte Antrag auf Aufnahme der Bundesrepublik in die FIFA verschoben worden, wie das „Sportmagazin“ begeistert über diese Unterstützung aus Rio berichtete. So musste Sepp Herberger weiterhin nur regionale Auswahlspiele coachen und Vorbereitungslehrgänge abhalten, während die Zuschauer zu diesen Auswahlspielen und zu Gastspielen ausländischer Klubmannschaften, die schon seit einiger Zeit wieder  bei den „Eingeborenen von Trizonesien“ , gastieren durften, nur so strömten.

Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet das Jahr des WM-Erfolges ihm zunächst die heftigsten Kritiken und Anfeindungen einbrachte. Zunächst hatte Hannover 96  die Lauterer mit fünf zukünftigen Weltmeistern um Herbergers Lieblingsschüler Fritz Walter im deutschen Endspiel mit 5:1 aus dem Hamburger Volkspark geschossen, dann das 3:8 einer „B-Elf“ gegen Ungarn im Baseler Sankt-Jakob-Stadion. Säckeweise Schmähbriefe und lautstarke Beschimpfungen noch am Ort der nationalen Schmach waren die Folge. Aber vom „Kreuzigt ihn“ zum „Hosianna“ war es nur ein kurzer Weg, „die Gründung der Bundesrepublik im Wankdorf Stadion zu Bern“ (Arthur Heinrich) konnte nur zwei Wochen später bei „Fritz-Walter-Wetter“ zwischen 16 und 18 Uhr am 4.Juli 1954 stattfinden. Tausende begeisterte Neubürger legten dann auch gleich im Berner Regen sangeskräftig die Grenzen des weltmeisterlichen Staates fest: „Von der Etsch bis an den Belt,…“  DFB-Präsi Bauwens konnte also bei seiner Münchener Rede zwei Tage später sich durchaus in diesem Mainstream wähnen, frei nach dem Motto „Das wird man ja noch sagen dürfen“, als er in schlechtester Tradition der 1000 Jahre nationalistischen Unfug so heftig absonderte, dass der BR, wie schon erwähnt, sich ausschaltete.

Mit dem Berner Erfolg wurde Herberger fast unangreifbar, zu Mal mit dem 4.Platz 1958 in Schweden der Berner Erfolg bestätigt wurde, die Bundesrepublik war zur fußballerischen Großmacht aufgestiegen. Als die DFB-ELF 1955 in Italien weilte, konnte der Termin einer Privataudienz beim „Heiligen Vater“ erst mit Herbergers Einverständnis festgelegt werden. Journalisten, die es wagten, andere Ansichten als „DER CHEF“ zu haben, gehörten fürderhin nicht mehr zum „Kreis“, dem ehemaligen Nationalspieler Hans Fiederer vom „Sportmagazin („Hans, ich dachte Sie gehören zum Kreis.“) wurde so die exklusive Ehre entzogen, wusste der im Pott bekannte Harald Landefeld zu berichten, dem selbst die Ehre zu Teil wurde, auf einer PK in Chile von Herberger mit Namen angesprochen zu werden, wie er in  „Helmut, erzähl mich dat Tor“  amüsiert berichtete. Landefeld genoss aber nicht das Wohlwollen des „Chefs“, hatte er doch 53 einen Artikel „Hinter den Klostermauern von Wedau“ publiziert, in dem es um die rigorosen Abschottungsmaßnahmen Herbergers bei Lehrgängen ging.

Was den Lebenswandel der Nationalspieler anging, hatte Herberger klare Vorstellungen. Der Genuss von Alkohol und Zigaretten bedeuteten, wenn Herberger sie bemerkte, unweigerlich das Ende einer Nationalspielerkarriere, bzw.  ließen eine solche gar nicht erst zu, wie es  vor dem Krieg dem Höntruper Jupp Timpert passierte, der sich unter den Augen Herbergers mit einem doppelten Klaren für das anstehende Punktspiel stärkte. Mit einem erstaunlich knappen „Höre Sie, das haben wir net so gerne“, war für Herberger, dem „Meister der Fensterreden“ ( Landefeld), das Thema Timpert beendet .Das Thema Helmut Rahn und dessen alkoholische Eskapaden und Herbergers Haltung dazu sind sicher im Pott noch zu bekannt, als dass ich hier davon handeln muss.

Man mag es heute kaum glauben, wo in Zeiten des Klimawandels kaum ein medizinischer Ratgeber ohne Hinweis auf ausreichendes alkoholfreies Trinken auskommt, aber Herberger war, ebenso wie Helenio Herrara, der Inter 2x zum EC1 Sieg führte, der Meinung, dass zu viel Flüssigkeitsaufnahme schade, so dass selbige streng kontrolliert  wurde, wie Szymaniak, der unter beiden spielte, berichtete.

Das nicht nur im Pott beliebte „ Leck mich …“ ließ Karrieren enden, bevor sie anfingen, wie es der Dortmunder Michallek  erfahren musste.  Auch das Aachener Oberligaurgestein Jupp Martinelli  machte eine eher unschöne Erfahrung mit dem Bundestrainer. Die Frage Herbergers, ob er denn lieber Mittelläufer oder Verteidiger spiele, beantwortete der Aachener mit einem wahrheitsgemäßen: „Am liebsten Mittelstürmer!“  „Herberger drehte sich wortlos um und ging weg“, schildert Martinelli sein letztes Gespräch mit ihm  in „Helmut, erzähl mich dat Tor.“

„Kritisch“ wurde es für Herberger erst nach dem Aus im Viertelfinale gegen die „Jugos“ (0:1), wo ihm vor allem die Defensivtaktik, die außer einem Pfostenschuss von „UNSUWE“ schon in der 3.Minute nichts eingebracht hatte, angekreidet wurde. Wirkliche Begeisterung hatte nur der Sieg gegen Gastgeber Chile ausgelöst, aber auch der war letztlich einer starken Defensive zu verdanken gewesen. Die Causa Rahn kam erneut auf den Tisch, der Fall Tilkowski/Fahrian vor allem im Westen  beleuchtet und einiges mehr. Schon im Vorfeld hatte das Sportmagazin( Fiederer) die uns heute gewiss merkwürdig anmutende  Vorbereitung kritisiert, z.B. dass nur ein einziges Länderspiel stattfand. Auch kritisierte das „Sportmagazin“ im Vorfeld eher etwas dümmlich, dass man ein Auswahlspiel bei -10 Grad ausgetragen habe, in Chile solche Temperaturen aber nicht zu erwarten seien. Herberger konnte zwar  Weltmeister machen, aber Wetter…

Herberger konnte zu Recht darauf verweisen, dass der DFB als EINZIGER in Europa nicht über eine zentrale Liga verfüge und dies der Hauptgrund für das frühe Ausscheiden gewesen sei, jetzt müsse endlich die Bundesliga her. Gefordert, getan. Nicht mal zwei Monate nach dem verfrühten Ende des chilenischen Abenteuers am 11.6. wurde im Goldsaal  eines bekannten Dortmunder Gebäudes unter der Regie des Kölners Kremer die Bundesliga für die Saison 63/64 beschlossen. Am Rande bemerkt: Diese WM fand vor EARLY BIRD, also vor der Einführung der Satellitenübertragung statt, Live war nur im Radio, die Fernsehbilder liefen erst 48 Stunden später über die heimischen Mattscheiben. Und in Chile es gab  einige Spiele mit nur vierstelligen Besucherzahlen, das Halbfinale zwischen der CSSR und Jugoslawien im Badeort Vina del Mar sahen keine 5000 Zuschauer.

Herberger, der es immerhin in den Zwanzigern zu drei Länderspielen für Waldhof und den VFR Mannheim , sowie zu einer längeren Sperre wegen des Erhalts unerlaubter Zahlungen für seine Kickerkünste gebracht hatte, schlug nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn den Weg ein, der seine Krönung an jenem 4.Juli 1954 in Bern finden sollte. Danach war er  unumschränkter Herrscher über die Nationalmannschaft, sein sehnlichster Wunsch aber, die Gründung einer Bundesliga scheiterte lange an den Granden vieler  der 64 Vereine der vier Oberligen. Die Gründe waren vielfältig, vor allem die berechtigte Angst vieler Vereine vor dem Abstieg in die Zweitklassigkeit hielt die Gegner auf Trab und zusammen.

Im Gegensatz zum Alten von Rhöndorf, der nicht von seinem Amte lassen wollte, erkannte Herberger die Zeichen der Zeit und überließ dem nicht sonderlich von ihm geschätzten Helmut Schön (H .hätte gerne Fritz Walter in dieser Position gesehen) das Amt und die Vorbereitung und Qualifikation für die englische WM 1966, die mit dem dritten Tor ihren unvergesslichen Höhepunkt und Abschluss fand. „Auch wir spielten weltmeisterlich“ titelte das „Sportmagazin“, mehr aber machte weltweit positiven Eindruck, wie die deutschen Spieler das umstrittene Tor hinnahmen. In der BRD hatte nur  Bundespräsident Lübke den Ball klar hinter der Linie, ihn gar „im Netz zappeln“ gesehen. Dabei war das englische Unternehmen schlecht gestartet. Einem unbefriedigenden 1:1 im ersten WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden war die Verletzung des Jahres gefolgt. Am 20.2.65 gegen 16.45 wurde Uwe Seeler vom winterlichen Rasen des Frankfurter Waldstadions getragen. „Uns Uwes“ Achillessehne war ohne Einwirken eines Eintrachtspielers gerissen, England so weit entfernt wie der Mond, ärztliche Bulletins über Seelers Genesungsfortschritte wurden an prominenter Stelle veröffentlicht. Das gemeinsame Sorgen aller Fans fand am September 1965 im Rasundastadion zu Stockholm ein glückliches Ende, denn des „Dicken“ langes Bein stieß mit dem 2:1 in der 53.Minute das Tor nach England weit auf. Knapp 40 Minuten später stand der Fußballrepubliks lichter WM-Zukunft nichts mehr im Wege.

Das Verhältnis von Diktaturen zum Sport war und ist durchaus zwiespältig, Sport war und ist für sie vor allem Kampf, der mit einem Sieg zu enden hat. Fußball aber kann genau das nicht garantieren, im Gegenteil ist es eher so, wie Herberger es mal formuliert hat: „Die Leute gehen zum Fußball, weil sie nicht wissen, wies ausgeht“, bzw. weil sie darüber hinaus wollen, dass die Eintracht gewinnt. Oder der BVB. Oder S04. Oder wer auch immer.  Es ist, wie es Mike Collet über die ersten vier FA-CUP-Spiele am 11.11.(!!!) 1871 schreibt: „…but the passions, emotions and frenzies that were first set in motion on that distant Victorian afternoon, remain as strong as ever.”

Die also dem Fußball innewohnende grandiose Ungewissheit und die beschriebenen „passions, emotions and frenzies“ lassen ihn deshalb für diktatorische Politregisseure in der Förderwürdigkeitsskala  nach hinten rücken. Eine Diktatur weiß um die Faszination des Fußballs auf die und bei den untertänig zu haltenden Massen, aber sie kann damit nicht so beliebig und kunstvoll jonglieren wie ein Rastelli mit dem runden Leder. Sehr ärgerlich das, denn wie Herberger sagte: „Der Ball ist rund“, und kann deshalb schnell und unerwartet die Richtung wechseln.

 

Literatur

 

Baroth: „Jungens, Euch gehört der Himmel!“ Die Geschichte der Oberliga West, Klartext, Essen 6.Auflage 1994

Blickensdörfer: Ein Ball fliegt um die Welt, Union, Stuttgart 1965

Collet: The Complete Record of the FA-CUP, Sportbooks, Cheltenham 2003

Fischer/Lindner: Stürmen für Hitler Die Werkstatt, Göttingen 1999

Friedemann: Sparwasser und Mauerblümchen, Klartext, Essen 1991

Grüne: Vom Kronprinzen zur Bundesliga, AGON, Kassel 1996

Ders .Bundesliga & Co., AGON, Kassel 1997

„Haller Kreisblatt“ verschiedene Ausgaben 1938

Heering: „Entscheidend is Auffem Platz!“, Heyne, München 2013

Hering: Im Land der tausend Derbys Die Fußballgeschichte des Ruhrgebietes, Die Werkstatt, Göttingen 2001

Jankowski /Pistorius: Fußball im Norden, Norddeutscher Fußball-Verband, Kassel 2005

Kicker Almanach, verschiedene Ausgaben, dito „Kicker“ und „Sportmagazin“, verschiedene Ausgaben 1938, 1949, 1950, 1962-66, diverse Kicker-Sonderhefte

Krämer: An Tagen da das Endspiel war, Limpert, Frankfurt 1963

Landefeld/Nöllenheidt (Hg): „Helmut, erzähl mich dat Tor…“ Klartext, Essen 1993

Peiffer/ Schulze-Marmeling (Hg): Hakenkreuz und rundes Leder, Die Werkstatt, Göttingen 2008

Schulze-Marmeling (Hg): Die Geschichte der Fußball Nationalmannschaft, Die Werkstatt, Göttingen 2004

Passend zum Thema auch:

http://www.ruhrbarone.de/fusball-im-nationalsozialismus-teil-2/90432

http://www.ruhrbarone.de/fusball-im-nationalsozialismus-teil-1/90193

 

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