Fußball: Böses Erwachen für die Bundesliga im Europapokal

Fußball. Quelle: Wikipedia, Foto: Anton, Lizenz: cc
Fußball. Quelle: Wikipedia, Foto: Anton, Lizenz: cc

Nein, es war wahrlich nicht die Woche der Bundesligisten auf der europäischen Fußballbühne. Mit Borussia Mönchengladbach, Bayer 04 Leverkusen und Hannover 96 haben sich am gestrigen Donnerstag gleich drei ambitionierte Bundesligisten aus der Europa League-Zwischenrunde verabschiedet. Lediglich der in der eigenen Liga zuletzt schwer gebeutelte VfB Stuttgart kam diesmal noch eine Runde weiter.

Zwar sieht es in der Champions League, nach den zufriedenstellenden Auswärtsergebnissen von Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 insgesamt deutlich freundlicher aus (die entscheidende Rückspiele folgen hier bekanntlich erst noch), doch ist die zuletzt ausgebrochene Feiertagslaune im deutschen Fußball, welche vor Weihnachten plötzlich überall zu herrschen schien, als man erstmals seit langer Zeit alle gestarteten nationalen Teilnehmer der Bundesliga in den europäischen Wettbewerben ‚überwintern‘ lassen konnte, seit gestern Abend doch bereits wieder deutlich getrübt.

Vorbei damit wohl auch erst einmal die Euphorie um die zuletzt angeblich wieder deutlich gestiegene Bedeutung der Bundesliga im europäischen Vergleich.

Wer im direkten sportlichen Kräftemessen mit Teams wie Anschi Machatschkala, Lazio Rom und Benfica Lissabon gleich so große Probleme offenbart, am Ende aus dem Wettbewerb ausscheidet, der muss sich darüber zwar nicht direkt verschämt zeigen, ein Zeichen von neu gewonnener Stärke der Liga im eigenen Lande ist es allerdings wohl auch nicht gerade.

Es gibt also, entgegen vieler Stimmen welche man in letzter Zeit wieder vermehrt vernehmen konnte, offenkundig doch noch sehr viel Arbeit bis die Bundesliga (wieder) eine solch dominierende Rolle im europäischen Fußball einnimmt, wie sie es wohl gerne würde.

Derzeit scheint, bei realistischer Betrachtung, nur Bayern München wirkliche Europäische Spitze zu verkörpern. Die Finalteilnahme im letzten Mai und die insgesamt doch konstant ordentlichen bis guten Leistungen der letzten Jahre auf Spitzenniveau beweisen das.

Borussia Dortmund, mit seinem sehr jungen, qualitativ sicher noch steigerungsfähigen Kader, ist nach den mageren letzten Jahren sicher eine längerfristige, positive Zukunft auf Europäischen Bühne zuzutrauen.

Beim FC Schalke 04 herrschen, aufgrund der seit Wochen andauernden Ligakrise zuletzt, zumindest schon größere Zweifel im Hinblick auf die sportliche Zukunft auf der internationalen Fußballbühne.

Andere Deutsche Teams spielen derzeit, aus kontinentaler Sicht, leider keine große Rolle.

Das hat der gestrige Abend Fans und Teams leider ganz eindeutig gezeigt.

Es bleibt also noch reichlich Luft nach oben für den Bundesligafußball im internationalen Vergleich, auch wenn das manch einer im Lande sicher nicht so gerne hört.

 

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