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Fußball: Initiative „Ich fühl‘ mich sicher. – Aktion sicheres Stadionerlebnis“

Das BVB-Fanmagazin ‚Schwatzgelb.de‘ hat heute eine Aktion ins Leben gerufen, welche mir sehr unterstützenswert erscheint: Die Initiative „Ich fühl‘ mich sicher. – Aktion sicheres Stadionerlebnis“

Unter http://www.ich-fuehl-mich-sicher.de/ können sich ab sofort alle Fußballfans in eine Online-Liste eintragen um damit zu dokumentieren, dass sie sich in den Fußballstadien der Republik derzeit noch immer sicher fühlen.

Die Veranstalter der Aktion erklären dazu:

„…Seit Monaten überschlagen sich die Diskussionen und Berichte und wir stehen staunend daneben: Angeblich herrschen im deutschen Fußball Gewalt und Anarchie, ist der Stadionbesuch inzwischen ein gefährliches Abenteuer. Angeblich erlebt unser aller Lieblingssport eine nie dagewesene Dimension von Ausschreitungen.

Wirklich? Warum bekommen wir als Fußballfans und regelmäßige Stadiongänger davon dann kaum etwas mit?

Tatsächlich ist der Stadionbesuch heute nicht gefährlicher als vor fünf, zehn oder dreißig Jahren, ganz im Gegenteil! So viele Zuschauer wie niemals zuvor strömen in die Bundesligastadien und darunter befinden sich auch immer mehr Familien mit ihren Kindern, die offenbar vor allem eines eint: Sie haben gar keine Angst….“

Eine, wie ich finde, recht bemerkenswerte Aktion, welche sich auch mit meinen ganz persönlichen Erfahrungen deckt!

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12 Kommentare zu “Fußball: Initiative „Ich fühl‘ mich sicher. – Aktion sicheres Stadionerlebnis“

  • #1
    Lynsey Wells

    Ganz so einfach wie du sehe ich das nicht. Ich fühle mich sicher, so lange kein Pyroquatsch gezündet wird und/oder keine Dynamofans in der Nähe. Meine ich ernst.

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Lynsey: Das ist auch nicht ganz so einfach. Habe ich auch nicht behauptet. Aber die Probleme gab es auch schon vor x Jahren. Heute fühle ich mich im Stadion eher sicherer als noch vor 20 Jahren. Nicht umgekehrt. Die Diskussionen über die derzeitige Situation ist vielfach übertrieben. Natürlich gibt es Probleme. Aber so groß wie vielfach behauptet sind sie sicher nicht.

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  • #4
    David Schraven

    Vor drei Jahren habe ich das geschrieben. Da habe ich einen Überfall der Borussen auf die Schalker miterleben müssen.

    Ich hatte verdammte Angst. Und überhaupt keinen Spass.

    http://www.ruhrbarone.de/ein-beschissenes-erlebnis-auf-schalke/

    Mich kotzt diese Gewaltverherrlichung richtig an, wie ich sie viel zu oft im Stadion erlebt habe.

    Mit meinen Jungs hatte ich im Stadion Angst.

    Wenn die Stadien der Fans so sein sollen wie jetzt, in denen Väter mit ihren Söhnen offenbar als Randgruppe im Stadion maximal geduldet werden, wie es in den letzten beiden Sätzen zwischen den Zeilen heißt, dann haben diese Ultras echt nix begriffen.

    Die Ausschreitungen beim letzten Derby waren so asozial wie in den tiefsten 80er Jahren. Das muss beendet werden. Sofort.

    Und wenn die Ultras das nichts einsehen, dann darf es eben keine Fahnen mehr im Stadion geben, keine Doppelhalter und keine Choreos.

  • #5
    der, der auszog

    Ich fühl mich sicher !“ – das klingt nach Always Ultras.

    Dementsprechend gehören die Ultras auch nicht in die Toilette sondern sollten als Restmüll entsorgt werden. Aber soviele Hygienebeutel, wie man für das derzeitige Geschleime in der Öffentlichkeit benötigt, gibt es wahrscheinlich auf keiner Stadiontoilette.

  • #6
    Christian

    In kann zwischen den Zeilen nicht das erkennen, was @David da hineininterpretiert. Familien sind keine Randgruppe im Stadion, sondern Normalität.

  • #7
    Thorsten

    Ich fühle mich nicht sicher, wenn mich abends auf dem Heimweg nach der Arbeit pöbelnde und besoffene „Fans“ im Zug begleiten. 🙁
    Wo ist hierfür die entsprechende Liste?

  • #8
    Andreas Lorenz

    Ich bin der Meinung man sollte seitens der Vereine und der Polizei versuchen mehr dieser Blödmänner im Vorfeld von Spielen zu erwischen.Mit stärkeren Personenkontrollen und vor allem Nacktscannern werden sich DFL und DFB nur lächerlich machen!! Und mal ganz ehrlich, was kann ein Verein für diesen kleinen Prozentsatz von gewaltätigen „Anhängern“ (keine Fans) ? Strafe bezahlen muß er aber dafür,deshalb sollte jeder Erwischte komplett haftbar gemacht werden.
    Dühnahmoh`s und die 95+1er haben Mittwoch erfolgreich daran mitgearbeitet,das Pyrotechnik im Stadion verboten bleibt! Schade,denn wenn es vernünftig gehandhabt wird,ist es`ne tolle Sache besonders bei Flutlichtspielen.
    Alles andere was Fußballfans so nachgesagt wird ist kein reines Phänomän im Stadion.Wer´s nicht glaubt,sollte mal z.B. auf`s Oktoberfest gehen,oder ein Schützenfest in der Provinz besuchen.Da trift man auf Assi`s als Kleinbürger verkleidet und wenn denen dein Gesicht nicht passt gibt`s eine rein!
    @ Thorsten:Ich weiß nicht ob Du es schon gehört hast,man kann auch von Leuten die nicht vom Fußball kommen in der U Bahn totgeschlagen werden!!!!!!
    Also immer schön durch die Hose atmen.

  • #9
    Siegfried Anten

    Auf den Hype um die „gefühlte Sicherheit“ sollte man nicht mit „gefühlte Sicherheit“-Argumenten reagieren, dann hat man bei den Kommentaren nur postings das Hans sich im Zug nicht sicher fühlt und Franz mit seinen Kindern nicht sicher fühlt und Hans-Peter fordert mehr Polizeieinsatz und Friedrich fordert mehr Überwachung und das die Polizei härter durchgreift. Und alle knüppeln auf die armen Ultras ein und die fühlen sich dann nicht gemocht, wo sie doch so toll sind und jammern rum, weil sie keiner mag, obwohl sie doch so toll sind.

    Scheiß Sicherheit!!!
    Scheiß Ultras!!!
    Mehr Pyrotechnik für den Langnese-Block!!!

  • #10
    Thorsten

    @Andreas Lorenz : Da hast Du natürlich recht, auch wenn gerade kein Fussballspiel ist, kann man sich in öffentlichen Verkehrsmitteln unsicher fühlen. Soll mich das beruhigen? Ich wollte mit meinem Kommentar darauf hinweisen, dass es auch eine Welt ausserhalb von Stadien gibt. Mein Eindruck ist, dass mit einer solchen Aktion, so richtig sie auch sein möge in Bezug auf die tatsächliche Situation in Stadien, nicht das gesamte Bild betrachtet. Man könnte fälchlicherweise folgende Aussage von dieser Aktion ableiten: „Ich fühle mich im Stadion sicher, also ist die Situation allgemein auch nicht so schlimm.“

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