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#GamerGate – Kritische Spielereien

Christian Szymanek (30) weiß mittlerweile den Kapitalismus zu schätzen. In seinem Beitrag erfahrt ihr, wieso. (Foto: privat)

Christian Szymanek (30) weiß mittlerweile den Kapitalismus zu schätzen. In seinem Beitrag erfahrt ihr, wieso. (Foto: privat)

Fette männliche Jungfrauen. Adorno. Kapitalismus. Videospiele. Sexismus. Radikalisiertes Halbwissen.

Die Zutaten für #Gamergate.

Zumindest für unseren Gastautor Christian Szymanek (30), der als Webentwickler in einer Werbeagentur arbeitet.

2013 war er Gegenkandidat von Ursula von der Leyen als Direktkandidat der Piratenpartei (eine ehemals recht präsente Kleinpartei) für den Wahlkreis 42 – Stadt Hannover II.

von Christian Szymanek

Hinzutritt die Verabredung, zumindest die gemeinsame Entschlossenheit der Exekutivgewaltigen, nichts herzustellen oder durchzulassen, was nicht ihren Tabellen, ihrem Begriff von Konsumenten, vor allem ihnen selber gleicht.

– Aus dem Kapitel: Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug der Dialektik der Aufklärung, Theodor W. Adorno und Max Horkheimer

Die von Horkheimer und Adorno geprägte Kritische Theorie weitet die marxistische Marktkritik auf die gesamte Gesellschaft aus. Es ist nicht mehr nur der Arbeiter, der zum Wohle der Mächtigen unterdrückt wird. Der Kapitalismus – so sieht es die Kritische Theorie – ist kein Produkt des Möglichen und des Gewollten, sondern vielmehr ein maskuliner Gatekeeper, ein Torwächter, der in jedem Besucher des Landes eine Gefahr für seinen Platz auf dem Thron sieht. Wenn der moderne Feminismus nach der Gleichstellung in allen rechtlichen Belangen, die Gesellschaft immer noch im Würgegriff eines metaphysischen Patriarchats sieht, zieht er seine Erklärung aus der Kritischen Theorie. Karl Marxs Bücher haben einen festen Platz in den Seminarräumen der Geschlechterstudien. „The personal is political“ (Das Private ist politisch), so lautet der Wahlspruch des Feminismus der dritten Welle. Sie sieht in der Sexualität nicht mehr länger den Ausdruck der individuellen Zuneigungen des Menschen, sondern ein Schlachtfeld des konstruierten Maskulinen gegen das menschliche Feminine.

Adrienne Shaw ist eine gender-feministische Akademikerin aus den USA, die sich in ihren Veröffentlichungen innerhalb der Digital Games Research Association (DiGRA) mit der Konstruktion der Konsumenten komplexer Videospiele für Computer und Konsolen – den Gamern – befasst. Hinter der Tatsache, dass sich vorwiegend weiße Männer als Gamer bezeichnen, vermutet Shaw Sexismus und Rassismus. Auch abseits der akademischen Zirkel, in den großen Online-Medien der amerikanischen Spiele-Presse, erschienen Artikel über Artikel, die sich mit angeblichem Sexismus und Rassismus in der Spieleindustrie, anstatt mit dem Unterhaltungswert und der technischen Qualität der Spiele beschäftigten.

Im August 2014 stellte Eron Gjoni einen Blog online, in dem er die Beziehung zu seiner Ex-Freundin, der feministischen Spiele-Entwicklerin Zoe Quinn beschrieb. In dem langen Beitrag führt er detailliert aus, wie ihn Zoe mit ihrem damaligen Chef, sowie mit einem Journalisten, der auch positiv über eines ihrer Spiele berichtet hatte und mit einem Preisrichter eines Wettbewerbs, den eines ihrer Spiele gewann, betrogen hat. Der YouTuber mit dem Pseudonym MundaneMatt stellte wenige Stunden darauf ein Video ein, in dem er über die Korruptionsvorwürfe berichtet. Als dieses Video von Zoe Quinn selbst, unter dem Vorwand einer Urheberrechtsverletzung aus YouTube gelöscht wird, verbreitet sich die Nachricht über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Medien sehen sich mit einer Masse an Gamern konfrontiert, die wissen möchten, wie nah die Journalisten den Entwicklern stehen. Es stellt sich heraus, dass sogar einige Journalisten über das Netzwerk Patreon regelmäßig Geld an Zoe spenden.

Am 28. August 2014 erscheinen als Antwort 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 Artikel und Dan Goldings Tumblr Blog-Eintrag, auf den die Artikel verlinken. Alle handeln davon, dass Gamer schlimme Frauenhasser sind und die Identität Gamer vorbei, kaputt, untragbar ist. Dan Golding bezieht sich in seinem Blog auf seine Kollegin in der DiGRA: Adrienne Shaw. Der Schauspieler Adam Baldwin versieht seine Twitter-Nachrichten zu der Kontroverse mit #GamerGate. Unter dieser Bezeichnung beginnt eine weltweite Unterhaltung aus Millionen von Beiträgen.

Nichts da von wegen unvoreingenommen – Ich schreibe über die Sachen, die mich interessieren, die Kreativen, die mir etwas bedeuten und die Trends, die Erfolg haben sollen.
Das ist die Verschwörung.

– Gamasutra Journalistin Leigh Alexander, Autorin des Artikels: „Gamer müssen nicht dein Publikum sein, Gamer sind vorbei“

Journalisten die ihre eigene Leserschaft dämonisieren, die sich auf einer Mailingliste absprechen, obwohl sie eigentlich für unterschiedliche, konkurrierende Medien schreiben, die ihre Ideologie und Korruption stolz vor sich her tragen – der Fall sollte eigentlich eindeutig sein. Frauen und ethnische Minderheiten in #GamerGate, die sich zusätzlich unter dem Banner #NotYourShield (nicht dein Schutzschild) sammelten und davon berichteten, dass sie keineswegs aus der digitalen Spielekultur ausgeschlossen sind, konnten Außenstehende ebenso wenig von der Märchengeschichte über Frauenhasser und Trolle abbringen, wie die Finanzierung des Wettbewerbs der Organisation Fine Young Capitalists zur Förderung weiblicher Talente in der Spieleindustrie – ein Wettbewerb, den Zoe Quinn im ersten Anlauf sabotiert hatte – mit Spenden von #GamerGate Unterstützern.

Wenn Frauen unter #GamerGate versuchten, sich Gehör zu verschaffen, unterstellte ihnen die Gegenseite, in Wahrheit Männer zu sein, die sich nur als Frauen ausgeben. Als Mann hatte man sowieso nicht mit dem geringsten Respekt zu rechnen. Fans von Spielen seinen große Kinder, fette Jungfrauen, die in den Kellern ihrer Eltern hausen und Frauen hassen, weil sie keine abbekommen – diese Spitzen gehen den Anti-Gamer-Gate-Aktivisten – den Streitern für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Sexismus – leicht von Lippen.

Das Buch "Who Stole Feminism?“ von Christina Sommers. Dies ist kein eBook. (Foto: privat)

Das Buch „Who Stole Feminism?“ von Christina Sommers. Dies ist kein eBook. (Foto: privat)

Ein Name ist schon vor #GamerGate untrennbar mit der Anschuldigung verbunden, Popkultur im Allgemeinen, und Videospiele im Speziellen, seien sexistisch: Anita Sarkeesian. Wie ich selbst ist auch Anita Sarkeesian kein Gamer. Die Spiele-Entwickler, die ich während meiner Berufsausbildung kennenlernen durfte, haben mich allerdings mit ihrem Talent sehr beeindruckt. Anita hingegen mag Videospiele nicht besonders und musste sich eher zwingen, sich damit zu beschäftigen, wie sie in einem Video aus ihrer Studienzeit kund tut. Trotzdem gelang es Sarkeesian, Feministen dazu zu bewegen, ihr über 150.000 Dollar zu spenden, um eine Reihe kritischer Videos zu produzieren, die sich mit der angeblichen Frauenfeindlichkeit von Videospielen beschäftigen sollten. Ihre Kritik stellt die Spiele grotesk falsch dar. Anita schafft es, sich aus einem Spiel, in dem hunderte Polygone mit männlichem Aussehen virtuell ermordet werden müssen, die Szene herauszupicken, in der zwei simulierte Frauenkörper stehen, denen der Spieler ausweichen soll.

Die feministische Kritik hält einer objektiven Prüfung nicht stand. Unter Anita Sarkeesians Videos sind deshalb die Kommentare deaktiviert. Feministische Aktivisten mit ihren Fehlern zu konfrontieren, ist manchmal das, was die Gender-Feministen als hate speech (Hass Sprache) bezeichnen. Ärzte sind bekanntlich die schlimmsten Patienten. Kritiker sind scheinbar am wenigsten kritikfähig. Ihnen fehlt der Einblick, und damit das Verständnis für die Menschen, die die kritisierte Subkultur bevölkern. Was viele von ihnen dafür besitzen, ist einen Abschluss der Kommunikationswissenschaften und einen Hintergrund in Public-Relations. Anita Sarkeesians Masterarbeit speist sich aus ein paar Stunden Fernsehen, mit ihrem Lebensgefährten und Co-Produzenten ihrer feministischen Webvideo-Show, dem Milliardärssohn Jonathan McIntosh. Bevor Sarkeesian zur Vortänzerin der kritischen Gemeinde der Spielejournalisten wurde, verdiente sie ihre Brötchen mit der Vermarktung von Seminaren zur Umsatzsteigerung.

Eine der radikalsten Dinge die ihr tun könnt, ist Frauen Glauben zu schenken, wenn sie von ihren Erfahrungen erzählen.

– Anita Sarkeesian aus ihrer Rede auf dem XOXO Festival 2014.

Sich selbst als Opfer einer Schmutzkampagne zu stilisieren, erwies sich für Anita als gute Strategie. Die Narrative – also die Geschichte, die sie durchdrücken möchten – ist wichtiger, als ihre Argumente zu untermauern. Die Quellenangaben unter Sarkeesians Videos führen zu Meinungs-Blogs und Artikeln aus der Spiele-Presse, sowie zu Vorträgen von feministischen Ideologen, deren Quellen in gleicher Weise auf Meinungen und gefühlten Wahrheiten beruhen. Professorin Christina Hoff Sommers recherchiert schon seit den späten 80er-Jahren in den Reihen des akademischen Feminismus, und prüft alarmistische feministische Studien. Dass Spiele mit sexualisierten Bildern die Spieler sexistischer machen, ist für sie ebenso wenig plausibel, wie dass Spiele mit Gewaltdarstellungen die Spieler gewalttätig machen.

Im September 2014 wurde der Begriff #GamerGate zum ersten Mal in den Massenmedien erwähnt. #GamerGate sei ein Vorwand, unter dem ein Mob aus Männern Frauen angreift, hieß es in dem Bericht des amerikanischen Nachrichtensenders MSNBC. Gezeigt wurden eine Hand voll Twitter-Nachrichten ohne den #GamerGate-Vermerk darin, adressiert an eine Spiele-Entwicklerin. Dazu gab es ein Interview mit dem Angestellten einer Spiele-Entwickler-Firma, die zum NBC-Konzern gehört.

In den darauf folgenden Tagen hagelte es auch in Deutschland Artikel: In der FAZ in der taz, in der Süddeutschen, im Spiegel. In allen Publikationen wird die vermeidliche Bedrohung der Frauen in der Spieleindustrie beklagt. Die Sichtweise der Gegenseite wird nicht erfragt, und unsere Leserbriefe ignoriert. Die taz stellt unironisch fest: „Die Videospielewelt ist von Sexismus geprägt. Wer darauf hinweist, kann Probleme bekommen.“ Die Süddeutsche verlinkt sogar auf Dan Goldings Tumblr Blog-Eintrag, der die Identität der Gamer verteufelt.

Die Journalisten haben hier offensichtlich von ihren amerikanischen Kollegen abgeschrieben, und sich dabei ausgerechnet aus den Online-Medien informiert, die seit #GamerGate unter heftiger Kritik stehen. Das diese Kritik berechtigt war, bestätigt selbst die amerikanische Federal Trade Commission, ein Organ der US-Regierung. Neue FTC-Richtlinien zwingen den Gawker Media Konzern, mit seinem Videospiel-Portal kotaku dazu, bezahlte Artikel und versteckte Werbung offen zu legen. Andere Akteure der Spiele-Presse verpflichteten sich, in Zukunft alle Beziehungen zwischen ihren Journalisten und deren Themen offenzulegen.

Feierstimmung will aber nicht so recht aufkommen. Prominente Kritiker Anita Sarkeesians verschwinden für Wochen aus Twitter. Wie sich schnell zeigt, ist eine feministische Gruppe namens Women, Action, And The Media (WAM) für die Ausschlüsse wegen gezielten Missbrauchs von Twitter zur Belästigung von Frauen verantwortlich. Twitter gab ihnen die Autorität, Nutzer nach eigener Einschätzung zu bannen. Wikipedia-Chef Jimmy Wales spricht ein Machtwort, und belässt den #GamerGate Wiki-Eintrag in der Version, die schon in der Einleitung behauptet, es handle sich um eine Kampagne von Frauenhassern gegen die Frauen in der Spieleindustrie. Eine Programmiererin erstellt eine #GamerGate Blockliste, auf der die meisten Unterstützer stehen. Ich selbst bin auf Platz 2196 zu finden. Mitarbeiter der Spiele-Schmieden und anderen Technologie-Unternehmen halten sich größtenteils aus der Debatte heraus. Die Gefahr einen Platz auf der Blockliste der Frauenhasser zu ergattern, die auch ein potentieller Arbeitgeber durchsuchen kann, ist real.

Es mag vielleicht überraschen, aber ich habe etwas Mitleid mit dem Gawker Media Konzern und seinen Konkurrenten. Diese Medien-Firmen konkurrieren über nicht notwendigerweise wahre Geschichten von Stars und Sternchen und noch Seichterem, um die Aufmerksamkeit der Online-Leserschaft. Mit dem feministischen Portal Jezebel hat Gawker eine Goldgrube gefunden. Wer sich hinstellt und ruft: „Frau in Bedrängnis! Frau in Gefahr!“ findet sein Publikum. Jezebel versteht es wie keine andere Seite, die Erste-Welt-Probleme der kollektiven Erfahrung Frau in der Gesellschaft zu thematisieren und zu monetarisieren.

Vielleicht war es naiv von mir, aber ich hätte nicht erwartet, die gleiche Narrative der frauenhassenden Gamer mit der bösen Identität, die sich nur bedroht fühlen, auch in den gebührenfinanzierten Medien zu finden. Eigentlich müssten die nicht auf das Spektakel angewiesen sein, und sich die Zeit nehmen, wenigstens ein bis zwei gegensätzliche Meinungen einzuholen, dachte ich. Aus der Tagesschau erfahre ich, dass ich Teil einer „Hetzkampagne“ bin. Das ZDF bedauert, dass man die gute Gelegenheit über „reale Abgründe“ der sexistischen Videospiele zu sprechen, nicht nutzen kann, weil die Gamer nicht mitreden wollen. Bayern 2 redet ganze 53 Radio-Minuten am Thema vorbei. Der verantwortliche Bayern 2 Journalist verteilt bei Twitter Inhalte aus Gawker-Quellen. Alle übernehmen Anita Sarkeesians haltlose Kritik gänzlich unkritisch. Immerhin machte sich die BBC die Mühe, eine einflussreiche Stimme aus den Reihen der #GamerGate-Unterstützer zu befragen. 15 Minuten lang müht sich der BBC Redakteur ab, seinem Interviewpartner einen kurzen Satz zum Thema Frauenhass zu entlocken.

Vivian_james

Vivian James – Nutzer der Seite 4chan haben diesen Charakter für die Fine Young Capitalists entworfen. Die Figur ist eine Ikone der #GamerGate Kultur geworden.

Das ist das #GamerGate. Die größte Gefahr, die ich langfristig sehe, ist eine weitere Verschärfung der Zensur. „Weißt du noch damals im #GamerGate, als die Frauenhasser und Anti-Feministen Frauen aus den Videospielen ausschließen wollten? ARD, ZDF und die Games-Journalisten bestätigen es. Wir müssen uns vor ihrer Hass-Sprache schützen!“

Dieses Thema betrifft längst nicht nur Videospieler. Der gleiche Menschenschlag kritischer Kämpfer gegen empfundene Unterdrückung findet überall einen Ansatzpunkt für das Prisma, durch das sie alles politisch sehen.

Die kritische Sicht der Sozial- und Geisteswissenschaften auf die Naturwissenschaften wurde schon 1996 von dem Physiker Alan Sokel vorgeführt, indem er einen satirischen Artikel voller Unsinnskritik einem wissenschaftlichen Magazin unterjubelte.

Gespräche über Geschlechterrollen und marginalisierte Gruppen übernahmen die Debatte in den Zeltlagern der Occupy-Bewegung, und verwandelten sie in eine Lachnummer. Debattenbeiträge wurden nach Vorbild des akademischen Feminismus den Privilegien der einreichenden Person nach sortiert vorgebracht.

Dann kam Atheism+ als nicht-sexistische, vergewaltigungsfreie und sozial gerechte Identität und Abspaltung von der amerikanischen Atheisten- und Skeptiker-Szene mit haltlosen Belästigungs-Anschuldigungen – gerne aus dritter Hand und Jahre zurückliegend – gegen berühmte Köpfe der Bewegung.

Nächster Stopp: Piratenpartei. Als die Gender-Feministen innhalb der Partei Kritik an ihren Alleingängen und ihrem ideologischen Weltbild in Sachen Feminismus und Antifaschismus ausgesetzt waren, und sich der Rest der Partei nicht auf ihre Seite pressen ließ, packten sie ihre Koffer und suchten sich eine neue, eine reinere Identität: die Progressive Plattform. Die Mitmachpartei wurde dort zur Bürgen-Plattform, denn jeder musste 3 Bürgen für die politische Identität und reine Ideologie haben, um Einlass in diesen Save Space zu finden.

Und nun? … Ist Ihnen schon Mal aufgefallen, wie männerdominiert und sexistisch die Metal-Musik-Subkultur ist?

Ich habe durch #GamerGate den Kapitalismus wieder mehr zu schätzen gelernt. Immerhin ist es ein System, in dem erwachsene Menschen die Spiele spielen können, die sie spielen möchten.

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26 Kommentare zu “#GamerGate – Kritische Spielereien

  • #1
    Christoph Bauer

    Objektiver Artikel der uneigennützig Krankheitssymptome deutscher Berichterstattung, aber auch generell in der Berichterstattung bestimmter Medien aufzeigt. Feminismus ist per se nichts Falsches. Aber wie Paracelsus einst schon sagte; „Die Dosis macht das Gift.“ Ein Klima der Angst, welches durch extremen Feminismus in den Köpfen der Frauen erzeugt wird lässt Betroffene überall Sexismus sehen und kann, ironischerweise, im Sexismus gegen Männer enden. Das auf dieser Grundlage Nachrichten und dadurch Meinungen entstehen muss vermieden werden. Ich denke, das ist auch im Sinne der Gleichberechtigung.

  • #2
    wp

    Die Gender Studies ziehen ihre Kritiken nicht etwa aus der kritischen Theorie oder gar aus der Kritik der politischen Ökonomie, sondern aus der poststrukturalistisch geprägten Gender-„Wissenschaft“, die sich deutlich von der kritischen Theorie absetzt. Autoren, die sich in der Tradition der kritischen Theorie sehen, sind die härtesten Kritiker der Gender-, Queer- und Postcolonial Studies, zu nennen wären hier Magnus Klaue, Martin Dornis, Alex Gruber und Ähnliche. Zu den in diesem Beitrag aufgeführten Schlüssen kann nur jemand kommen, der sich äußerst oberflächlich mit den Inhalten der ach so verderblichen marxistischen oder kritisch-theoretischen Gesellschaftstheorien auseinander gesetzt haben.

  • #3
    Akem Manah

    In der Tat, der gefühlte Klassenkampf gender-ideologischer Reflexkämpfer zieht immer weitere Kreise und macht dabei immer weniger Sinn. Besondere Beachtung sollte beim geneigten Leser vor allem jene Leichtigkeit finden, mit der diese selbsternannten Verfechter sozialer Gerechtigkeit schlicht und ergreifend die Definition von geladenen Begriffen wie „sexueller Belästigung“, „Frauenhass“ und „Vergewaltigung“ nach Bedarf abändern. Tatsächlich beschämend ist allerdings, dass die von der GEZ finanzierten Medien dies dann auch noch kommentar-, recherchen-, kritiklos wieder in den Äther hochwürgen. Für meine Gebühren erwarte ich mehr.

  • #4
    Alreech

    Mann darf auch nicht vergessen das diese Medienkritiker den Finger auf den Punkt legen.
    Frauenfeindliche Videospiele oder Filme machen Frauenfeindlich. Das ist der gleiche Mechanismus, der auch dazu führt das die Konsumenten von Schwulenpornos homosexuell werden… 😉

    Man müsste also nur die Spiele und andere Medien von rassistischen und sexistischen Möglichkeiten säubern, dann würde die Welt besser.
    In den Spielen der GTA Reihen kann der Spieler rücksichtslos simulierte Gewalt gegen andere Menschen ausüben (was allerdings nicht sinnvoll ist, da irgendwann die simulierten Gesetzeshüter genauso gewalttätig zurückschlagen). Dabei ist Gewalt gegen Figuren die als weiß und männlich und heterosexuell gedeutet werden kein Problem.
    Nur Gewalt gegen Figuren die als weiblich. quer, nichtweiß oder einer sonstigen Minderheit angehörig ist problematisch.
    Das ganze währe kein Problem, wenn es im Spiel keine Möglichkeit gibt Gewalt gegen diese Figuren auszuüben, oder wenn diese Gewalt folgenlos wäre.
    Es gäbe z.B. keinen Antisemitismusvorwurf gegen GTA wenn Gewalt gegen eine Figur die als Jüdisch gedeutet werden dazu führt das die Figur des Spieler von einem Blitz getroffen wird. Im Kontext des Spieles könnte das als Vergeltung JHVs dargestellt werden (oder als Folge eine israelischen Drohne).
    Es gäbe auch kein Problem mit Sexsimus, wenn die weiblichen Figuren kugelfest wären.
    In dem man Konsequent die Möglichkeiten des Spieler um die unmoralischen beschneidet schafft man eine bessere Welt, die sich auch irgendwann auf die Realität auswirkt.

    Das gilt aber nicht nur für Spiele, sondern auch für Filme.
    Am Ende der 80er entstanden Klassiker wie Terminator oder Aliens bei denen die Weibliche Hauptrolle aus der Rolle fiel.
    Statt sich vom männlichen Helden retten zu lassen, retteten sie sich am Ende selber.
    So weit so gut ? Nein, weil diese weiblichen Helden selber im heterosexuellen Kontext handelten.
    Ellen Ripley riskiert ihr Leben um ein Kind zu retten (das zudem noch weiß und weiblich ist).
    Geht es noch sexistischer ? Heute würde Ripley das Kind als Brutkasten für Aliens verrecken lassen und mit Vasquez fliehen. 😉

  • #5
  • #6
    Klaus Lohmann

    @#4 Alreech:
    Ripley wurde doch im Laufe der Alien-Sequels selbst zum Brutkasten für die Aliens. Viel sexistischer geht es dann ja überhaupt nicht mehr.

  • #7
    Narf

    Interessant. Kein Wort darüber, dass Gjonis Behauptungen erstunken und erlogen waren. Kein Wort darüber, dass die GamerGate-Kampagne mit dem Ziel lanciert wurde, Quinn persönlich zu beschädigen (inklusive Mord- und Vergewaltigungsfantasien), wie die Chatprotokolle der Astroturfer belegen. Berichte über Bedrohungen der Beteiligten werden als „vermeidlich“ (!) abgetan, obwohl beispielsweise Felicia Day nur Stunden nach einem kritischen Beitrag über GamerGate sehen musste, wie ihre persönlichen Daten im Internet veröffentlicht wurden.

    Und als Tüpfelchen auf dem i wird noch als Quelle eine rechtsextremistische Seite (Breitbart.com) herangezogen. Super. But of course, „actually, it’s all about ethics in games journalism“.

    Als Alternativprogramm würde ich folgende Artikel empfehlen: 1 und 2

  • #8
    TuxDerPinguin

    Ein schwacher Artikel, der verschiedene Themen vermischt. Das Thema ist allerdings auch recht langweilig.

    1. Es gibt ein Anliegen, bei Spiele stärker auf sexistische und rassistische Inhalte zu achten.
    2. Spiele-„Journalisten“ haben ungekennzeichnete Bezahlte Inhalte veröffentlicht.

    Das sind die beiden inhaltlichen Fakten, die eigentlich jeder zustimmen kann.
    Wie daraus so ein Shitstorm entsteht aus Kritikern und Befürwortern… man weiß es nicht. Zum Glück ist das mittlerweile abgeflaut. Dachte ich zumindest, bis der Artikel hier erschien.

  • #9
    Frank

    Hauptwiderspruch der #aufschrei-Hysterikerinnen: sie erklären geschlechter zu fiktiven, sozialen konstrukten, die man demnach also wählen und wechseln kann. Gleichzeitig beklagen sie sexismus, also die diskriminierung von etwas, was sie negieren.

  • #10
    paule t.

    @frank

    Aus der Aussage, Geschlecht (iSv Gender) sei sozial konstruiert (ob nur/ wesentlich/ zu einem großen Teil/ in bestimmter Hinsicht, sei mal dahingestellt), zu folgern, man könne es frei wählen und wechseln, ist grober Unfug.

    „Rasse“ als Kategorie ist auch sozial konstruiert; trotzdem kann es sich niemand aussuchen, ob er/sie von Rassismus betroffen sein möchte oder nicht. Gleiches gilt für Klasse usw.

    @ Narf #7
    Volle Zustimmung. Ich habe mich auch sehr gewundert über einen „Artikel“, der nicht nur derartig einseitig ist, sondern sogar längst widerlegte Behauptungen wiederholt und wesentliches ausblendet.

  • #11
    TimL0ewe

    Danke für den Artikel. Einseitige Berichterstattung ist sicherlich ein wesentlicher Treiber für #gamergate. Es ist halt spannender über konkrete Fälle von Belästigung, Beleidigung oder Bedrohung zu berichten, erst recht wenn es gegen (vermeintlich wehrlose) Frauen geht. Wer da genau der Täter ist und ob solche Fälle auf beiden Seiten vorkommen fällt da schnell unter den Tisch, wichtig ist da eher das mehr oder weniger prominente Opfer. Mit diesem kann der Medienkonsument mitfühlen und die Täter verdammen. Weitere Details machen die Geschichte nur unnötig kompliziert, das ist kompliziert zu recherchieren und kompliziert dazustellen, das liest dann keiner mehr. Aber den Lesern sollen doch doch eine spannende Geschichte geboten werden, das wollen sie doch, oder?

  • #12
    Akem Manah

    @#7 Breitbart ist rechtsradikal, aber wehuntedthemammoth.com ist eine zitierenswerte Quelle? Da fliegt mir vor Lachen ja fast der Kaffee aus der Nase.

    @#10 Warum liest sich diesee Kommentar nur wie ein Tumblr-Post… hmmm…. Aber versuchen wirs mal. 1. Ist der Terminus „genderfluid“ ein Begriff? 2. Rasse ist kein soziales Konstrukt, es ist biologisch bedingt. Wie ein Gesellschaft jedoch mit Leuten verschiedener biologischer Herkunft umgeht (also Rassismus oder nicht etc) ist sozial bedingt.

  • #13
    paule t.

    #12 Akem Manah
    „2. Rasse ist kein soziales Konstrukt, es ist biologisch bedingt. Wie ein Gesellschaft jedoch mit Leuten verschiedener biologischer Herkunft umgeht (also Rassismus oder nicht etc) ist sozial bedingt.“

    Auch das ist grober Unfug. Biologisch bedingt sind einzelne Merkmale, wie Haut-, Haar- und Augenfarbe, Gesichtszüge, zT die Körpergröße (für die aber auch, zB über Epigenetik, sozial-wirtschaftliche Faktoren wie die Ernährungslage in den vorigen Generationen relavant sind) usw.

    Diese Merkmale sind aber noch keine „Rassen“ (die es beim Menschen nach biologischer Auffassung überhaupt nicht gibt, guckst du Wikipedia/ Rasse/ Anthropologie). Zu Einteilungen der Menschheit aka „Rassen“ werden sie erst, wenn
    – bestimmte körperliche Merkmale als relevant für eine solche Einteilung gesehen werden, andere aber nicht;
    – innerhalb dieser Merkmale Abgrenzungen gesehen werden (zB: ab wann ist ein Mensch „schwarz“, bis wann geht er als „Weißer“ durch);
    – diese Merkmale zu Bündeln zusammengefasst werden.
    Schon dieser Vorgang ist eine soziale Konstruktion.

    Erst recht natürlich sozial konstruiert ist natürlich die Zuschreibung weiterer Eigenschaften zu diesen so konstruierten Gruppen (fällt das schon unter den „Umgang“? dann räumen Sie immerhin das ja ein), und dann, ja, der konkrete Umgang mit ihnen.

  • #14
    Ben

    @Frank (#9): Wer Aufschrei, eine Kampagne von Feministinnen, die leider noch viel zu oft in der binären Geschlechtervorstellung stecken, und Judith Butlers Theorien der sozialen Konstruktion von Geschlecht in einen Topf wirft, hat sich auch eher oberflächlich mit dem Thema beschäftigt. Es gibt im Bereich der Gender Studies mindestens ebenso viele Lager wie zu Wirtschafts- oder Staatstheorien. Keine Gruppe ist homogen, Verallgemeinerungen daher immer falsch.

  • #15
    DividedbyZero

    Soll dieser Artikel Satire sein? Wenn so etwas als Schnellschuss vor drei Monaten gepostet worden wäre, hätte ich ich es ja verstanden, aber bis heute wäre sicherlich genug Zeit gewesen, um die zahlreichen Behauptungen, die gamergate-Aktivisten(!) immer wieder vorbrachten, zu recherieren und herauszufinden, dass sie meistens erfunden sind. Es verwundert mich auch sehr, dass der größte ethische Skandal in der Spielebranche eine Entwickerlin sein soll, die ihrem Freund fremdgeht.

    Ja, der Kapitalismus bringt Menschen Spiele, die sie spielen wollen. Er kommt außerdem mit der Freiheit, diese Spiele nach allen Kriterien, die Kritiker*innen für sinnvoll erachten, zu kritisieren. Genauso wie bei Filmen, Musik und Literatur ist feministische Kritik ein integraler Bestandteil von solchen Betrachtungen. Leider hat der Autor dieses Artikels übersehen, wie auf diese Kritk reagiert wurde und mit welchen Methoden versucht wird, Kritiker*innen mundtot zu machen.

  • #16
    Christoph Bauer

    @Jiri
    Danke für den wertvollen Input. /s

    @Narf
    Gjonis Behauptung, ZQ hätte positive Bewertungen für ihr Spiel bekommen sind, wie du sagtest, unwahr. Wahr ist jedoch, das Depression Quest positive Presse auf Kotaku von einem ihrer Bekannten bekam und von einem Anderen für einen Indie-Preis nominiert wurde an dessen Verleihung er mitgearbeitet hat. Dies warf die Frage auf wie großflächig der Filz bereits ist, der den englischsprachigen Videospiele-Journalismus durchzieht und bildet bis heute die Hauptantriebsfeder für #GamerGate.

    @DividedByZero
    Es wäre interessant zu erfahren welche Behauptungen erfunden sein sollen. Wie ich oben schon andeutete wird #GamerGate oft missinterpretiert was in einseitiger und dadurch leider unobjektiver Berichterstattung mündet. Ich weiß dass Fehldeutungen auf beiden Seiten passieren, die feministisch geprägte Gegenseite zu #GamerGate aber das lautere Sprachrohr besitzt da sie von den Medien untertsützt werden.

    Ich würde ein Gedankenexperiment nach Occams Razor vorschlagen:

    Was ist wahrscheinlicher?
    Tausende Personen verschiedenen Geschlechts und verschiedener Abstammung rotten sich im Internet zusammen um über fast ein halbes Jahr hinweg gezielt 1 weibliche Indie-Entwicklerin zu mobben.

    Oder:
    Tausende Personen verschiedenen Geschlechts und verschiedener Abstammung protestieren gegen die unethische Bericherstattung in den Medien und werden darum mit Hilfe der Gegenbewegung von Diesen als Hassmob karikiert.

  • #17
    TimL0ewe

    Die Menge an Diss-Tweets bietet sicherlich das Potential für weitere endlose Diskussionen voll von Anschuldigungen von Vertretern der einen gegen Vertreter der anderen Seite.
    Ich fände mal spannend, wenn die GamerGate-Seite und die Anti-GamerGater-Seite mal die TOP 3 Forderungen zum Beenden des ganzen nennen könnte und ob die wirklich diametral gegensätzlich sind, oder ob da nicht (wie auf Twitter häufig) aneinder vorbei gestritten wird.
    Ich sehe natürlich die Einschränkung, dass es sich jeweils um heterogene Gruppen handelt, deren Mitglieder vielleicht ganz unterschiedliche TOP 3 benennen würden.

  • #18
    Christian Szymanek

    1. Der Zusammenhang zur Kritischen Theorie + Marxismus zu den gender-feministischen Kultur-Kritikern, ergibt sich daraus, dass ich mir angeschaut habe, was da so gelehrt wird, nachdem mir mehrere Menschen in den Universitäten dieser Republik (vor allem in Göttingen) ihr Leid geklagt haben. Schaut auf die Seminare, schaut auf die Veröffentlichungen. Ich denke mir das nicht aus. So viel Fantasie besitze ich nicht.

    2. Irgendjemand hat behauptet, die Affäre von Quinn und dem Journalisten wäre nicht zur gleichen Zeit geschehen, zu dem die positiven Artikel erschienen sind. Daraus haben die Anti-Gaters gemacht: „Aha, alles gelogen!“ Ich empfehle sehr den Blog-Beitrag einmal ganz zu lesen. Meine persönliche Lieblingsstelle ist die, wo Quinn sagt, dass jeder Sex nach dem Fremdgehen nicht einvernehmlich, und deshalb Vergewaltigung ist. Damit wird sie in den Chat-Logs konfrontiert. Wisst ihr denn nicht, dass Vergewaltigung etwas schlechtes ist?

    3. Achtet mal auf den Platz in diesem Artikel, den ich ihr spendiere. Ich habe nur das nötigste gesagt. Sie ist nämlich keine Journalistin. Sie war der Auslöser, aber nicht der Grund für das #GamerGate. Ich hätte auch noch lange von Wizardchan anfangen können und ihrem verwerflichen Verhalten in diesem Punkt. Das hättet ihr aber auch ignoriert, wie die Fine Young Capitalists, weil es nichts mit ihrem Geschlecht zu tun hat.

    4. Bis zum #GamerGate hatte ich ein taz-Abo. So richtig mit Papiermüll und allem Drum und Dran. Meine Browser-Startseite war Spiegel Online. Wenn aber leider die einzige Publikation, die das geringste Interesse besitzt, investigativ und ehrlich über dieses spezielle Thema zu berichten, Breitbart.com ist, sorry Leute, dann muss ich dafür Breitbart.com lesen und verlinken. Hier habt ihr direkt mehr Feuer für eure Bigotterie: Christina Hoff Sommers arbeitet für das American Enterprise Institute. Das ist ein konservativer Think Tank (super evil). Die verbreiten auch Religions-Apologetik, bei der ich als Atheist das kalte Kotzen bekomme. Aber Sommers Aussagen sind schlüssig, sie unterstellt den Leuten keine Absichten, sie erfindet keine Feindseligkeit, sie hat über Jahre wo immer sie konnte, das Gespräch gesucht, und sich die Argumente der Gegenseite angehört, und gibt sie unverfälscht wieder. Man muss halt alles für sich sehen, und kann nicht einfach von der Identität so weite Rückschlüsse ziehen. Diese Gedanken sind euch fremd, ich weiß. Was habt Ihr gegen Milo, den Breitbart Journalisten? Warum seid Ihr so homophob?

    5. Felicia Day – wieder so jemand, der überhaupt gar nichts mit #GamerGate zu tun hat, es sei denn man möchte sich die Beschützerinstinkte der Männer zu Nutze machen – wechselt aus Angst vor Gamern die Straßenseite, weil ihr Leute erzählt haben, dass die Gamer ganz schlimme Menschen sind. Das stand in ihrem Blog. Das nennt man hier „Kritik“. Warum machen die Leute der armen Felicia solche gänzlich unbegründete Angst? Dann wurde ihre Adresse publik. Das finde ich falsch, das unterstütze ich nicht. War das #GamerGate? Wenn man davon überzeugt ist, dass es sich um Frauenhasser handelt, würde man diesen Schluss ohne jeden Beweis ziehen.

    6. Stichwort: „Krieg der Kulturen“. Wer beschwört diese Auseinandersetzung in der Welt der Videospiele? Wer feuert aus allen Rohren gegen eine Identität, gegen die Freizeitgestaltung mancher Menschen? Und wer möchte sich über sein Hobby austauschen, ohne sich von professionellen Kritikern, mit fragwürdigen Argumenten als Sexist usw. beschimpfen zu lassen?

    7. Deadspin sieht alles so wie die übrigen Gawker Portale? Überrascht mich nicht. Ist mein Artikel wirklich so unlesbar, dass Ihr nicht mitbekommen habt, dass sich die Damen und Herren Games-Journalisten sogar über die Grenzen ihrer eigenen Arbeitgeber hinweg auf der Mailingliste abstimmen, wer wann welchen Mist über wen schreibt?

  • #19
    Sato

    @Narf (Kommentar #7)

    Du verlinkst als ‚Alternative‘ zu Artikeln von DeadSpin und ArsTechnica. Deine Meinung hast du somit ins Leere befördert.

    „Interessant. Kein Wort darüber, dass Gjonis Behauptungen erstunken und erlogen waren. “
    Warum? Weil Quinn sagt sie sind erlogen? Weil Gjoni derzeit einen Maulkorb verpasst bekommen hat, aus dem er sich herausklagen will?
    Wo sind die harten Fakten die widerlegen das der gesamte Beitrag von Gjoni erlogen ist?
    Achja, Beweise brauch man ja nicht wenn man „FRAUENHASS“ nur laut genug brüllt.

    „Berichte über Bedrohungen der Beteiligten werden als “vermeidlich” (!) abgetan“
    Hast du jemals einen Artikel über diese Vorkommnisse gesehen?
    http://gamergateharassment.tumblr.com/
    Das sind zwar schon ältere Beispiele, zeigen aber klar und direkt das böse Äpfel auf beiden Seiten des Arguments stehen, verteidigt du etwa den Hass der Anti-Seite?
    Es ist Fakt das die Medien sich hart auf eine Seite gestellt haben und nur über eine Seite berichtet haben.
    Milo (Nero) hat gefüllte Spritzen und tote Tiere an seine Adresse geschickt bekommen, wieso lese/höre ich davon nirgends?
    GamerGate Unterstützer wurden ge-swatted, ihre persönlichen Infos wurden geteilt, wurden in Massen bedroht und beleidigt. Aber das kümmert auf der Anti-Seite natürlich niemanden.
    Es ist ja auch OK für euch eine breite, gemischte Masse an Menschen als „Frauenhasser“ hinzustellen, ganz ignoriert das viele Frauen GamerGate unterstützen, die dann mit „verinnerlichtem Frauenhass“ beworfen werden.

    Anti-#GamerGate fliegt gerade sowieso auf. Da findet man Kinderpornographie-Verteiler (FoldableHuman), Pädophile (srhbutts), Rassisten (Ben Kuchera) und weiteres. Aber ich glaube so langsam, es ist OK ein inhumanes Ekel zu sein, solange man sich als Feminist/SJW ausgibt.

    Ich weiß auf welcher Seite ich stehe, und es ist bestimmt nicht die von den breiten Medien kontrollierten.

  • #20
    Filetstueck

    Breitbart ist keine Seite, die ‚objektiv‘ über #gamergate berichten würde, sondern natürlich auch eine politische Agenda verfolgt – mal abgesehen davon, das Redakteur Milo Yiannopoulos selber kein Gamer ist und in sich in der Vergangenheit durchaus lustig über das Gamer klientel gemacht hat, das er jetzt versucht zu bedienen.

    Ich habe durchaus Sympathien für #gamergate aber dieser Artikel hier, ist einfach nur schlecht recherchierter Müll.

  • #21
    Akem Manah

    @#13 den gleichen Stuss mit mehr Fremdwörtern und langatmiger zu wiederholen macht ihn nicht wahr – sorry

    @#15 Alle dürfen kritisieren was sie wollen, das ist richtig. ABER, eine Meinung (also persönliche Kritik) als akademische Analyse zu tarnen und diese Meinung dann von den Medien ungeprüft als Fakt präsentiert zu bekommen (weil der/die/das Kritiker/ette eine persönliche Freund/ette ist) ist nun einmal schlicht und ergreifend journalistisch bestenfalls fragwürdig. Das Aufzeigen offensichtlicher Fehler und dubioser Praktiken als „mundtot machen“ zu bezeichnen kommt hier einem akademischen Insolvenzantrag gleich.

    @#20 Aber Gawker, Polygon und Konsorten verfolgen keine Agenda – oder wie darf ich den Vorwurf an Breitbart sonst verstehen? Davon einmal abgesehen hat Milo Yiannopolus zwischenzeitlich selbst zugegeben, dass seine früheren Ansichten zu Spielen falsch waren (http://goo.gl/ExEALI). Soviel zum Thema schlecht recherchiert…

  • #22
    Unbekannt

    Interessant. Kein Wort darüber, dass Gjonis Behauptungen erstunken und erlogen waren.

    Es ist also eine „erstunkene Behauptung“ wenn 2 der Beschuldigten es zugegeben haben , wobei 1 nur indirekt durch seinen Chef Stefan Totilo?

    Kein Wort darüber, dass die GamerGate-Kampagne mit dem Ziel lanciert wurde, Quinn persönlich zu beschädigen (inklusive Mord- und Vergewaltigungsfantasien), wie die Chatprotokolle der Astroturfer belegen.

    Deswegen ist Zoe , mal abgesehen vom Anfang kurz und später einmal wegen dem Swatiing von Mike Cernoviche , vollkommen nicht das Thema hinter Gamergate.
    Sie war der erste Katalysator für das ganze , mehr nicht.
    Das alles fing erst dadurch an das MundaneMatt darüber berichtet , ein kleiner Youtuber , und sein Video über ein DMCA von Quinn gelöscht wurde , vollkommen fällschlich mal angemerkt.
    Das ganze erregte dann doch die Aufmerksamkeit einiger Leute die das natürlich in bestimmten Foren diskuieren bzw von den Seiten wo einige der Beschuldigten Arbeiten klare Aussagen dazu haben wollten.
    Das widerrum wurde mit Zensur gekontert , jeglicher Versuch über dieses Thema zu reden wurde auf diversen Seiten gelöscht und Zensiert , sei es Seiten wie Reddit oder 4Chan , aber auch Kotaku , RPSG und mehr.

    Abgesehen davon , in wie fern ist gequatsche in einem IRC Channel , ein direkter Angriff auf eine Person.
    Und da du Breitbart so schön kritisierst , und die fälschlicher Weise im Deutschen Sinne als Rechts extrem darstellst . in wie fern ist eine Radical Feministische Seite wie We hunt the mammoth vertrauenswürdiger?

  • #23
    M

    Guter Überblick. Hoffen wir, dass unser Hobby auch diesen Angriff der Protestanten, Totalitären und sonstiger Fanatiker übersteht. Es ist ja nicht der Erste. Ich erinnere mich noch gut an die „Killerspiele“.

  • #24
    Filetstueck

    @21

    Natürlich haben die auch eine Agenda, habe nichts anderes gemeint.
    Mal abgesehen davon verstehe ich nicht was der Vorwurf soll? Bis jetzt war es videospielern doch egal, welche Werte Videospiele einem vermitteln. Anstatt sich also zu feuen, das es Menschen wie Anita S. gibt, die sich kritisch mit der Agenda von Videospielb befasst, wird die Frau dumm angegangen.
    Das es #gamergate gerade um Ethik gehen soll, ist eben schwer zu glauben, wenn man sich gegen jegliche Reflektion der Inhalte von Videospielen wehrt.

  • #25
    McMad

    Im Vergleich zu nahezu allen anderen Medien – vor allem auch den zwangsfinanzierten – ist dies ein herausragend gut erarbeiteter Artikel, der viel Mühe und intensive Beschäftigung gekostet haben wird, während die meisten anderen „Abschreiber“ wohl wegen der Einfachheit des Themas eher zu Mittag gingen (Femi-Kritik = Männer-Ärger ist ja skandal genug und passt gut ins allgemeine Wahrnehmungsraster, das haste ruck zuck runter geschrieben)

    Daher finde ich insbesondere den Satz von #20: „Ich habe durchaus Sympathien für #gamergate aber dieser Artikel hier, ist einfach nur schlecht recherchierter Müll“ eine absolute Unverschämtheit. Wo, liebes Filetstück ist denn dein Filetstück zu diesem – oder irgendeinem – Thema, dass dir dein A**loch-mässiges „von oben herab“ rechfertigt, hä?

    Danke also für diesen, einen der wenigen Artikel, die das Thema vernünftig aufarbeiten. Hier ist noch , wenn auch nicht ganz so detailliert. Am Ende steht aber derselbe logische Schluss: es handelt sich um Sarkesians Business-Modell.

    Als Vehikel zum Geldverdienen wird der Feminismus heute wohl eh am meisten missbraucht

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