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„Ich bin mittlerweile auch eine Gläubige“ – Globulinatalmedizin am ältesten Krankenhaus Essens

Schwangerschaft: eine schwierige Phase, in der Hilfe umsomehr evidenzbasiert sein sollte. (Foto: Flickr/
Thomas Pompernigg/ CC BY-SA 2.0)

Anfang Januar 2019, im Hörsaalzentrum des Elisabeth Krankenhauses, eines der akademischen Lehrkrankenhäuser der Universität Duisburg-Essen. Es wird früh dunkel und der Regen unterstreicht zusätzlich, dass Neujahrsdepressionen oder der „Januar-Blues“ nicht von ungefähr kommen.

Kommen zwei Typen zu ‘nem Infoabend für werdende Eltern

Vermutlich gäbe der Umstand schon genügend Material für einen Artikel her. Die Blicke der grob 80 Anwesenden waren jedenfalls unbezahlbar und noch bevor die Veranstaltung anfing, rief einer der Teilnehmer zu uns herüber, dass er von der Geburt ein Video haben wolle.

Tja, deal with it.

Ungeachtet dessen, dass wir beide die Rolle des Paares sicher hervorragend spielen können, ist der Grund wenig spektakulär. Mein bester Freund wird Vater, ich Patenonkel, und da es der werdenden Mutter nicht sonderlich gut ging, habe ich ihn zu dem Termin begleitet. So weit, so uninteressant. Mit wenigen Minuten Verspätung begann Frau Dr. med. Catherina Lomann, Oberärztin und Mitverantwortliche für die vier Kreißsäle des Krankenhauses, ihren Vortrag. Ein Bericht von Daniel Bleich.

„Lassen Sie das bloß, das ist alles Geldschneiderei!“

Sichtlich engagiert und von der Arbeit ihres Teams überzeugt, schilderte die charismatische Ärztin, wie eine Geburt im Elisabeth Krankenhaus abläuft. Die Klinikmitarbeiter machen alles, um Frauen die Angst vor der Geburt zu nehmen. Deutlich warnte sie hierbei vor irgendwelchen Präparaten, die angeblich vor Dammrissen schützen oder die Geburt leichter gestalten können. Hierfür, so Frau Dr. Lomann, gebe es keinerlei wissenschaftliche Belege. Meine Sympathien wuchsen.

Nächstes Thema: Schmerztherapie direkt vor der Geburt. Sehr überzeugend erklärte Dr. Lomann, weshalb nicht dauerhaft eine PDA (eine starke Form der Anästhesie) gelegt werden kann, eine natürliche Geburt gänzlich ohne Schmerzen quasi ausgeschlossen und dass es wenig sinnvoll sei, direkt mit „Kanonen auf Spatzen“ zu schießen.

Bis hierhin konnte ich Frau Dr. Lomann nur zustimmen. Es nur zu befürworten, wenn Ärzte größte Vor- und Weitsicht bei der Gabe von Medikamenten walten lassen. Es bedarf nicht immer des pharmazeutischen Nuklearschlags.

„Früher habe ich Homöopathie auch für Unsinn gehalten, aber was unsere Hebammen mischen…“

Was dann aber über den Beamer im Hörsaal flackerte, verschlug mir ein wenig die Sprache. Nicht Schmerztherapie war weiterhin das Stichwort, sondern Homöopathie, genauer das

„Frauenhandbuch der Homöopathie – körperliche und seelische Störungen erkennen, behandeln und dauerhaft heilen“.

Das Ungeborene als körperliche Störung, der Parasit im Mutterleib, eine neunmonatige Psychose. Schöne Analogie.

„Ob Sie Homöopathie bekommen wollen, das müssen Sie entscheiden. Früher, nach dem Studium, habe ich das auch für Unsinn gehalten. Aber was unsere Hebammen hier mischen, das hat mich eines Besseren belehrt. Ich bin mittlerweile auch eine Gläubige.“

Da war es geschehen. Die selbe Frau, die gerade noch vor der Scharlatanerie am Damen-Damm warnte, bricht eine Lanze für den größten medizinischen Hokuspokus unserer Zeit, ein 220 Jahre altes Märchen. Minutenlang erklärte Frau Dr. Lomann nun, welche großartigen Erfahrungen sie über die Jahre sammeln durfte. Es wird gelacht und gegrinst, auch die anwesende Kinderkrankenschwester nickt zustimmend.

Ich konnte mich des Eindrucks kaum erwehren: In Essen, da sind Zauberer am Werk!

„Wenn es doch hilft, ist es doch egal, wie man es nennt“, mag nun der ein oder andere einwenden. Ich übe fundamentalen Widerspruch. Es ist nicht egal. Es ist gefährlich. Wenn Sie wissen wollen wieso, lesen Sie weiter. Falls Sie bisher an Homöopathie glauben, lesen Sie zunächst den Exkurs: Was ist Homöopathie und wieso hat es nichts (wirklich gar nichts) mit Naturheilkunde zu tun und warum sollten Sie JETZT SOFORT aufhören zu masturbieren?

Weiter geht´s.

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert

Es ist nicht mehr genau nachzuvollziehen, wem die Menschheit dieses wunderbare Bonmot verdankt. Zunächst: Ich bin mir sicher, dass der Großteil homöopathisch arbeitender Ärzte, Heilpraktiker, Apotheker und Hebammen dies mit noblen Vorsätzen tun.

Vorsätze sind edel, aber eben nicht genug. Es geht um mehr, es geht um Autorität und Deutungshoheit. Wenn Menschen den Rat von medizinischem Fachpersonal suchen, dann geschieht dies immer aufgrund eines Informationsvorsprungs. Ausbildung, Studium und Fortbildungen haben die entsprechende Person in die Lage versetzt, Sachverhalte wissenschaftlich zu bewerten. Mündige Patientinnen und Patienten vertrauen hierauf – und genau an dieser Stelle ist Nachhaltigkeit gefragt.

Zahlreiche Studien belegen, dass Präparate besser wirken, wenn der Mensch von deren Wirksamkeit überzeugt ist. Im Fall der entbindenden Frau kann bei ersten Wehen auch ein Salbeibonbon helfen, sofern die Frau fest daran glaubt, dass sie ein wirksames Medikament einnimmt. Zugegeben, in der emotionalen Situation der Geburt käme auch ich nicht auf die Idee, mit einer Frau eine Diskussion über Sinn und Zweck von Schmerzmitteln anzufangen. Aber von Hebammen kann erwartet werden, dass sie sich an medizinische Standards halten.

„Hebammen sind Multiplikatoren der Alternativmedizin, sie betreiben zum Teil die schlimmste Quacksalberei mit ihren Patienten“ Dr. Edzard Ernst

In vielen Situationen hilft es, dem Patienten irgendwas zu verabreichen, egal ob Zucker, Salbeibonbon oder Tee – der Patient muss nur daran glauben. Es ist in Deutschland jedoch leider zur Unsitte geworden, hier immer wieder auf die Homöopathie zu rekurrieren. Das wirklich Fatale hierbei ist der gesellschaftliche Lerneffekt.

Angst ist eine großartige Geschäftsgrundlage

Egal ob Höllenfeuer, Schmerzen oder Geldprobleme – wenn der Mensch vor etwas Angst hat, dann ist es auch eine wunderbare Geschäftsgrundlage. Diese ausgesprochen schmutzige Praxis hat sich seit der Antike nicht geändert.

„Wenn mir Homöopathie geholfen und keine Nebenwirkungen hat, dann gebe ich auch Homöopathie!“

Derartige Sätze finden sich ständig und definieren das Verhalten Homöopathiegläubiger. Es ist eine unheilige Allianz aus mangelndem Wissen, falsch gedeuteten Erfahrungen und guten Vorsätzen. Häufig kommt hierzu eine generelle Skepsis gegenüber der klassischen Medizin. Es ist nachvollziehbar, dass Menschen nach Möglichkeiten suchen, ihr Leben und auch ihre Gesundheit mit möglichst wenig Chemie zu gestalten. Patientinnen und Patienten hierbei aber vorzugaukeln, es gebe eine „sanfte Alternative“, ist schlicht Betrug und mitunter unterlassene Hilfeleistung.

Genau diese Marktlücke besetzen Unternehmen wie die Deutsche Homöopathie Union (DHU) sowie ihre Handlangerinnen und Handlanger, um seit Jahrzehnten mit der Angst vor Krankheiten und dem Versprechen der nebenwirkungsfreien Heilung Geld zu verdienen.

In Spanien geht die Regierung seit 2018 aktiv gegen Homöopathie in der medizinischen Praxis vor, in den USA müssen Präparate mit Warnhinweisen versehen werden. Eine Entwicklung, die auch in Deutschland wünschenswert wäre. Das Problem ist nicht nur Homöopathie, das Problem ist der Glaube, es gebe „Alternativen“ zur Medizin. Wenn eine Behandlung wissenschaftlich belegt wirkt, dann ist es keine Alternative, dann ist es Medizin. Alternativmedizin aber gleicht alternativen Fakten – es sind Lügen.

„Gute Erfahrungen“ dienen nicht als Richtschnur, auch nicht Ärzten oder Hebammen. Der Grund, weshalb die Menschheit heute nicht mehr in Höhlen haust und Sie gerade diesen ausgesprochen langen Text lesen dürfen, ist die Forschung. Die wissenschaftliche Analyse von Wechselwirkungen. Beobachtungen können nur als Forschungsgrundlage dienen – im Fall der Homöopathie hat die Forschung gezeigt, dass ebenjene Beobachtungen täuschen.

Wenn Sie morgens Ihre Betablocker nehmen, Ihre Schilddrüsentabletten oder Ihre Psychopharmaka, dann müssen Sie nicht daran glauben, dass Ihre Medikamente wirken. Sie wissen es und der verordnende Arzt kann auf zahlreiche Studien zurückgreifen, die das Anwendungsgebiet des jeweiligen Präparats spezifizieren.

Medial bekannt wurde Anfang 2017 der Fall eines vierjährigen Mädchens in Bayern, dem ein HNO 10 Globuli aus dem Ohr holte. Das Mädchen hatte eine schwere, eitrige Mittelohrentzündung – die Eltern gaben Homöopathie, auf Anraten eines Heilpraktikers. Das Kind überlebte, es hätte aber, ohne jede Übertreibung, schwere Folgeschäden davontragen können. Im schlimmsten Fall wäre es gestorben.

Das Informationsnetzwerk Homöopathie listet zahlreiche Fälle von Patientinnen und Patienten, die homöopathisch statt allopathisch behandelt wurde. Einige davon sind früh verstorben, andere leiden seit Jahren unter den Folgeschäden. Nicht die Homöopathie richtete den eigentlichen Schaden an, sondern der Verzicht auf wirksame Medizin. Den Patientinnen und Patienten wurde eine Behandlung vorgegaukelt, für die sie am Ende einen hohen Preis zahlten.

Mangelndes Wissen, falsch gedeutete Erfahrungen und gute Vorsätze.

Genau deshalb darf für Homöopathie und sonstige Hexerei kein Platz sein. Nicht jede Erkrankung, nicht jedes Symptom bedarf einer Behandlung – und falls doch, dann einer Behandlung, von der wir wissen, dass sie wirkt.

Alles andere ist ein unverantwortliches Spiel mit Menschen und Menschenleben. Insbesondere, wenn dies an akademischen Lehrkrankenhäusern geschieht.

Epilog

Gegen 19.30 Uhr war die Veranstaltung beendet und wir beide verließen den Saal mit gemischten Gefühlen und doch zahlreichen neuen Erkenntnissen. Wir hatten beide nie darüber nachgedacht, dass eine Frau im Sitzen wohl am besten gebären kann. Dr. Lomann hatte ausgeführt, dass bereits die Maya so Kinder bekommen haben. Dies sei ja auch nur logisch, so Lomann weiter, immerhin mache man sich die Schwerkraft zunutze.

Naturwissenschaften. Eine gute Idee.

Anmerkung:

Ungeachtet meiner Kritik habe ich Frau Dr. Lomann als ausgesprochen engagierte Ärztin erlebt, die mit Sicherheit eine exzellente und verantwortungsbewusste Versorgung der ihr anvertrauten Patientinnen sicherstellt.


Daniel Bleich, ist 31 Jahre alt und hat Wirtschaftswissenschaften mit Fokus auf VWL und empirische Methodik studiert.

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9 Kommentare zu “„Ich bin mittlerweile auch eine Gläubige“ – Globulinatalmedizin am ältesten Krankenhaus Essens

  • #1
    ke

    Bei "Gläubigen" in der Uni Klinik stellt sich natürlich die Frage, wieso der Glaube nicht erforscht wird.
    In der Medizin gibt es doch genügend Promotionen etc.

    Warum sind so viele Basis-Bereiche der Medizin nicht verifiziert?

  • #2
  • #3
    ke

    @2 S Bartoschek
    OK, unglücklicher Begriff, den ich verwendet habe, weil ich schon mehrfach meine Verwunderung geäußert habe, dass bspw. einige Leistungen aus dem IGEeL Monitor, d.h. Leistungen, die häufig angeboten werden, keine bestätigte Wirkung haben.

    Klassisches Beispiel ist die professionelle Zahnreinigung, zu der es seit Jahren keine aussagekräftigen Studien gibt.

    https://www.igel-monitor.de/
    https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/professionelle-zahnreinigung.html

    Dies ist bei dem hohen Grad an akademischen Titeln in der Medizin eigentlich nicht nachvollziehbar.

    Aktuell war dann das Thema "Zahnspange" in der Presse.

  • #4
    Thomas Weigle

    By the way, am Mittwoch lief im hier viel gescholtenen ZDF eine Sendung zur Firlefanzmedizin. Unglaublich was da an Unsinn von "Gläubigen" halluziniert wurde. An einer Stelle fühlte ich mich an Bond erinnert: gerührt, nicht geschüttelt, als ein Zauberwasserhersteller den Reporter eine Stunde lang ein Gefäß mit dem Wasser geschütteln ließ, damit das Wasser die zur Heilung nötige Energie aufnehmen konnte. Zum Schluss musste dann noch 10x auf den Verschluss geschlagen werden. Der Hersteller war von der Profession her Wissenschaftler und gab immerhin zu, dass er nicht verstehe, wieso sein Wässerchen heilen könne. Schlimm auch,dass es in der Berliner Politik keine Mehrheit für die Abschaffung der Kostenerstattung für diesen Unfug durch die gesetzliche KV keine Mehrheit gibt.
    Ungeheuerlich, dass diese teure Unfug nicht mal eine Zulassung braucht wie jedes Pharmamedikament, sondern nur eine Anmeldung.
    Die schwächste Verdünnung bei Globuli ist, so der Autor, wie wenn mann einen Tropfen in ein Schwimmbecken gibt. In einem Dopinglabor konnte kein Nachweis geführt werden, dass in Globuli was anderes als Wasser ist. Das Fazit der Sendung: alles Humbug!! Der einzige und beklagenswerte Nachteil der ZDF-Sendung war der Sendeplatz:22.45.

  • #5
    Christine Toro

    "Wir hatten beide nie darüber nachgedacht, dass eine Frau im Sitzen wohl am besten gebären kann. Dr. Lomann hatte ausgeführt, dass bereits die Maya so Kinder bekommen haben. Dies sei ja auch nur logisch, so Lomann weiter, immerhin mache man sich die Schwerkraft zunutze."

    Auch das ist ausgemachter Blödsinn. Bei einer Geburt werden durch die Kontraktionen der Gebärmutter Kräfte wirksam, gegen die man die Schwerkraft getrost vernachlässigen kann. Eine Frau kann mit kräftigen Wehen sogar auf dem Kopf stehend ein Kind gebären. Fazit: Sie sollte sich in die Position bringen, die ihr am angenehmsten erscheint.

  • #6
    Dm

    Liebe/e ke,

    ein beliebter Irrtum ist es, zu glauben, Homöopathie sei nicht wirklich erforscht. Dem ist aber nicht so, im Gegenteil. Daher kann man auch mit Sicherheit sagen, dass sie nicht wirksamer als beliebige Placebos sind. Was fehlt, sind hochwertige Studien, die eine Wirksamkeit darüber hinaus belegen. Das liegt aber nicht daran, dass nicht genug hochwertige Studien durchgeführt wurden (unter anderem mit dem Ziel, endlich den Beweis zu liefern), sondern lediglich, dass in methodisch korrekt durchgeführten Studien keine Wirksamkeit belegt werden konnte. Was bei dem nun (vorsichtig ausgedrückt) phantasievollem Unterbau ja auch kaum überrascht…

  • #7
    ke

    @6 Dm
    Ja, bisher habe ich auch keine anderen Infos gefunden als die, die sie genannt haben.

    Hier geht es ja um ein Verfahren/eine Mixtur (?) , das/die nicht näher beschrieben wurde: "was unsere Hebammen hier mischen" in
    „Ob Sie Homöopathie bekommen wollen, das müssen Sie entscheiden. Früher, nach dem Studium, habe ich das auch für Unsinn gehalten. Aber was unsere Hebammen hier mischen, das hat mich eines Besseren belehrt. Ich bin mittlerweile auch eine Gläubige.“

    Wenn es sich dabei um einen unerforschten Bereich handelt, ist eine Forschung notwendig. Sonst muss auch erwähnt werden, wie die Erfolge erzielt werden.

    Wir sind im Jahr 2019, wir wollen rational denken. Dann MUSS dies auch in der Medizin passieren. Wenn es ein Placebo-Effekt ist, muss er zumindest später so genannt werden. Sonst ist das Risiko zu hoch, dass von Kranken weiterhin auf eine Methodik gesetzt wird, die nachweislich keine wirksameren Ergebnisse erzielt hat als ein Placebo. Bei anderen Krankheiten kann dies tödlich sein.

    Wenn wir gegen Fake News etc sind, müssen wir auch in anderen Bereichen wissenschaftlich denken. Wie wollen wir sonst unseren Kindern die Welt erklären bzw sie zu einem wissenschaftlichen Denken motivieren?

  • #8
    AndreasP

    "was unsere Hebammen hier mischen" – gerade wenn man den Homöopathie-Unfug glaubt, ist es völlig unsinnig, irgendetwas zu "mischen". Hahnemann dreht sich im Grabe herum.

    Und egal ob man es glaubt oder nicht, haben Hebammen keine Medikante zusammenzumischen, dafür gibt es ausgebildete Apotheker, die Verschreibungenr ausgebildeter Ärzte ausführen.

  • #9

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