Köln weltweit: Dumont Schauberg will Berliner Zeitung kaufen

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet gerade, dass der Kölner Verlag DuMont Schauberg kurz vor der Übernahme des deutschen Zeitungsgeschäfts der angeschlagenen Mediengruppe Mecom steht. Bereits am Freitag soll angeblich ein Vertrag unterzeichnet werden, der dem Kölner Verlagshaus für 165 Millionen Euro die Berliner Zeitung, die Hamburger Morgenpost und einige weitere Titel einbringt.

Das ist ein Ding, nach der Übernahme der Frankfurter Rundschau entwickelt sich damit der Verlag des Kölner Stadtanzeigers zu Deutschlands wichtigstem Regionalzeitungsverlag. DuMont würde auf diesem Weg mit dem Tip auch ein weiteres Stadtmagazin erwerben – die Kölner Illustrierte gehört dem Verlag schon. Die WAZ-Gruppe jedenfalls nennt kein bundesweit relevantes Blatt ihr eigen.

Dank an F.S.

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2 Kommentare

  1. #1 | Paul Havers sagt am 7. Januar 2009 um 19:47 Uhr

    Sehr spannend. Nur der Form halber: Geschichte hatte das Magazin werben&verkaufen ausgegraben.

    Vorab der Kollegen:
    Du Mont Schauberg greift nach Berliner Verlag
    München (ots) – Die Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg
    (Kölnische Rundschau, Express, Mitteldeutsche Zeitung) steht offenbar
    kurz vor der Übernahme der BV Deutsche Zeitungsholding mit den
    Flaggschiffen Berliner Zeitung, Berliner Kurier und Hamburger
    Morgenpost. Dies berichtet das Branchenmagazin Werben & Verkaufen
    (W&V) in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Die BV Deutsche
    Zeitungsholding gehört zum Deutschlandgeschäft des ins Schlingern
    geratenen britischen Medieninvestors David Montgomery.
    Laut W&V, dass sich auf Verlagskreise beruft, sind sich die Kölner
    und Montgomery über den Kaufpreis handelseinig geworden. Er soll rund
    170 Millionen Euro betragen. Möglicherweise soll noch in dieser Woche
    der Kauf rechtlich unter Dach und Fach gebracht werden, so W&V
    weiter. Mit der Übernahme der Zeitungsholding könnte Verleger Alfred
    Neven DuMont seine Position im kriselnden deutschen Zeitungsmarkt
    erheblich ausbauen. Bereits 2006 übernahm sein Verlag die Frankfurter
    Rundschau.
    Mit dem Verkauf seines Deutschlandsgeschäfts könnte die Mecom-Gruppe
    von Montgomery seine hohe Schuldenlast verringern. Die Banken hatten
    dem Konzern bis Ende Februar Zeit gegeben, seine Verbindlichkeiten in
    Höhe von mehr als 600 Millionen Euro deutlich zu senken. Deshalb
    plant Montgomery auch den Verkauf der polnischen Wirtschaftszeitung
    Rzeczpospolita, an der die Axel Springer AG Interesse zeigt.
    Originaltext: w&v werben und verkaufen

  2. #2 | David Schraven sagt am 7. Januar 2009 um 19:58 Uhr

    Wow, die ots hatte ich nicht gesehen.

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