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Lale Akgün: Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime

Lale Akgün Foto: © Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0


DAS Manifest für einen liberalen, aufgeklärten, frauenemanzipierten, selbstkritischen, toleranten und rechtsstaatlichen deutschen Islam.

Die öffentliche Debatte über den Islam in Deutschland wird  maßgeblich geprägt durch den Einfluss der hartkonservativen Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), dem Zentralrat der Muslime (ZDM) und weiteren. Diese wurden von der politischen Kaste und der Deutschen Islamkonferenz (DIK) in den Ritterstand der ausschließlichen Ansprechpartner für die Belange der Muslime jeglicher Art erhoben und vermitteln in ihrem medialen Auftreten den omnipotenten Eindruck, sie sprächen im Namen aller rund 4,5 mio in Deutschland lebenden Muslime. Faktisch repräsentieren sie jedoch nur einen kleinen Bruchteil der pluralistischen muslimischen Gemeinde. Dadurch entsteht in der Gesellschaft das falsche Bild des Islam als fundamentalistischer, kritikunfähiger, unaufgeklärter und integrationsunfähigen Religion.

Der Anteil der aufgeklärten und säkularen Muslime ist in der medialen Öffentlichkeit unsichtbar. Es sind die Salafisten, die mit ihren Bücherständen die Innenstädte fluten und als selbsternannte Scharia-Polizei durch  Städte wie Wuppertal patrouillieren, welche damit das mediale Bild des Islam bestimmen und nicht die liberalen Muslime. Im säkularen Staat darf es bei aller Meinungsfreiheit nicht passieren, dass das Recht der Religionsfreiheit dazu missbraucht wird, religiöse Ansichten einzelner religiöser Teilgruppierungen öffentlich als Norm und zu Lasten anderer Teilgruppierungen durchzusetzen. In einem wahrhaftig säkularen Staat müssen alle Religionen, Atheisten Agnostiker und deren Teilgruppierungen einen gleichberechtigten Platz haben. Die Entwicklung eines Islam, der mit den Menschenrechten, der Gleichberechtigung und dem Recht auf Selbstbestimmung komplett vereinbar ist und sich  vom konservativen Islam emanzipiert ist laut Lale Akgün besonders eine Aufgabe der Muslime in Deutschland, um den Bedenken der nichtmuslimischen Bevölkerung entgegenzuwirken.

„Platz da!“ gliedert sich in acht Kapitel, denen zehn Thesen vorangestellt sind.

Die erste These besagt: „Es gibt nicht den einen Islam, der Islam wird in vielfältigen Formen und Ausrichtungen gelebt“. Das ist deswegen wichtig klarzustellen, da es einen grundsätzlichen Unterschied des Islam zum christlichen Dogmatismus ausmacht; die zwingende und hinterfragungslose Auslegung aller Inhalte der vorgegebenen christlichen Glaubenslehre.

Zweitens; die Strukturen und Institutionen, die sich um die Religion bilden, sind nicht absolut. Was Akgün genau damit meint, wird in ihrer dritten These deutlich; dass diese Strukturen „der Veränderung durch Zeit und Raum“ unterliegen. Dadurch ergibt sich, dass der Islam sich im Zeit-Raum und in der jeweiligen Kultur, in der er praktiziert wird, verändert.

Viertens wird der Islam verstärkt vor der Folie der Aufklärung diskutiert und aufgrund seiner vorgeblichen Aufklärungsdefizite insbesondere mit Rückständigkeit in Verbindung gebracht.

In der fünften These stellt Akgün klar, dass sich Europa nicht wegen des Christentums, sondern trotzdessen aufgeklärt hat. Diese Emanzipationsbewegung wider die Religion müssen auch die Muslime erreichen. Sechstens: „Aufklärung und Menschenrechte hängen eng zusammen. Menschenrechte sind unteilbar, sie gelten für alle Menschen unabhängig von allen Gruppenzugehörigkeiten. Menschenrechte können auch nicht durch die Religion – in diesem Falle den Islam – relativiert werden.“ Die Autorin setzt Menschenrechte und Aufklärung als absolut und stellt sie damit klar über jegliche Religionsdoktrin. Die Menschenrechte sind nicht verhandelbar und stehen über Bibel, Koran etc. und die Worte von Propheten wie Mohammed und Jesus.

These sieben stellt klar, dass es auch in der islamischen Welt aufgeklärte Menschen gibt, die sich gegen die Bevormundung durch religiöse Instanzen wehren, deren Zahl gegenüber dem Westen zwar relativ geringer ausfällt, aber das war im Christentum zu Beginn der Aufklärung ja auch nicht anders, da der Klerus mit aller zur Verfügung stehenden Macht und Gewalt dagegen anging. Die geringe Zahl der aufgeklärten Menschen in den muslimischen Ländern bringt sie in der achten These in den direkten Kausalzusammenhang mit der eingeschränkten Demokratiesierung in den entsprechenden Ländern. Folglich fordert sie in ihrer neunten These eine umfassende Reform des Islam, ruft die Muslime in den Ländern, wo „dies ohne Gefahr für Leib und Leben möglich ist“ dazu auf, sich für diese Reformen einzusetzen. Von der Gesellschaft fordert sie, den liberalen Raum bereitzustellen, um dies zu ermöglichen.

Außerdem besteht laut der zehnten These die Aufgabe der europäischen Demokratien darin, es den aufgeklärten Muslimen zu ermöglichen, ihre Auslegung des Islam ohne Angst vor Repressalien zu leben und zu verbreiten und damit die Entwicklung des aufgeklärten Islam aktiv zu unterstützen.

Im ersten Kapitel klärt Akgün die Frage, wovon wir eigentlich reden, wenn wir vom Islam sprechen,   Die vier führenden,  erzkonservativen Islamverbände DITIB, Islamrat, VIKZ und ZMD lenkten Debatten (Kopftuch, Parallelgesellschaften) in eine Richtung, die ein gesellschaftliches Unbehagen befeuerten. Auf dem Nährboden verfehlter Einwanderungspolitik machte diese Entwicklung den Erfolg der AfD mit seiner Ablehnung des Islam möglich.

Nach einem Exkurs über die Geschichte der muslimischen Gastarbeiter kommt sie über die Etablierung islamischer Strukturen zu Beginn der 80er Jahre auf die Politisierung des Islam.  Der Zusammenhang zwischen Aufklärung  einschließlich der damit untrennbar verbundenen Denkfreiheit, Meinungs-, Presse-, Glaubensfreiheit und Säkularisierung mündet in dem Projekt, in dem verschiedene Denk- und Glaubensmodelle sich gegenseitig tolerieren und ein gesellschaftliches Miteinander ermöglichen. Über die Frage, ob es einen aufgeklärten, europäischen Islam geben kann und was ihn auszeichnet, kommt sie zu den kulturellen Differenzen des Islam weltweit und weist nach, dass man nicht von „einem Islam“ sprechen kann. Sie skizziert das Modell eines europäischen Islam unter der Prämisse einer Bejahung der säkularen Demokratie.  Wenn die Aufklärung als Grundpfeiler unserer Gesellschaft des säkularen Humanismus mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau, Religionsfreiheit, Meinungs- und Pressefreiheit, Demokratie und Gewaltenteilung als Grundstein für das Grundgesetz in seiner Bedeutung missachtet wird, dann läuft etwas falsch. Säkularisierung und Aufklärung sind die Voraussetzung dafür, dass die Muslime in Europa ihre Religion frei ausüben können.

Im zweiten Kapitel beschreibt Akgün die verschiedenen Gesichter des politischen Islam. Zunächst skizziert sie den unpräzisen Begriff des Islamisten in seiner Differenz zum Islam. Über die wichtigsten Vertreter des politischen Islam kommt sie auf die Einheit von Religion und Staat, in der Gott als Souverän unveränderliche göttliche Gesetze setzt, die über staatlichen Gesetzen stehen. Sie behandelt das islamische Völkerrecht und erläutert die Verbindungen zwischen Gewalt und Religion.

Die Bedeutung der Scharia wird von der Autorin mit einer Begriffsbestimmung erklärt, mit dem orthodoxen Verständnis als gottgegebenes Recht gespiegelt. Die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ KEM sieht für ihre Mitgliedsstaaten eine konzeptionelle Leitlinie vor, in der die Scharia als einzige Quelle der Gesetzgebung anerkannt wird. Das bedeutet, dass die Grundrechte wie das Recht auf Leben, Meinungs-, Presse-, Kunst-, und Wissenschaftsfreiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Kinderrechte und Religionsfreiheit im Einzelfall durch die Scharia ausgehebelt werden können – und dass die Frau dem Mann gesellschaftlich und politisch nicht gleichberechtigt ist. Für die in Deutschland lebenden KEM-Muslime ist damit Artikel 3 des Grundgesetzes nicht mehr bindend.

„gemäß der fundamentalistischen Auslegung des Islam gibt es keine Trennung von Religion und Politik, und damit entfällt die Grundlage unseres Staats- und Demokratieverständnisses: die Bejahung der säkularen Demokratie.“

Zusammenfassend stellt die Autorin fest, dass der politische Islam ein gefährlicher Player auf der politischen Bühne ist.

Im dritten Kapitel kommt Akgün zu der Kardinalfrage: „Ist eine Reform des Islam möglich?“ Die theologischen Grundlagen einer liberalen Islamauslegung müssen sich bei der zeitgemäßen Koranauslegung über die orthodoxe Haltung der Bedeutungsfixierung des Korans hinwegsetzen. Neue Koran-Übersetzungen und zeitgemäße Interpretationen von Koran und Sunna sind zwei Versuche einer Erneuerung, in deren Kontext insbesondere muslimische Frauenrechtlerinnen gegen die patriarchalische Weltsicht und die entsprechenden Bekleidungsvorschriften anschreiben.

„Die Kleidungsvorschriften haben nichts mit der Gott-Mensch-Beziehung zu tun. Um es leger auszudrücken: Gott kümmert sich nicht um die Bekleidung von Menschen. Sie spielten zu Zeiten des Propheten im gesellschaftlichen Miteinander von Frauen und Männern eine Rolle.“

Da schwillt natürlich jedem orthodoxen Muslim unter anderem auch der religiöse Kamm! Ebenso ist es, wenn Akgün anschließend die Verpflichtung, den Koran auf arabisch zu rezitieren mit dem Argument angreift, dass Gott nicht nur nicht Arabisch spricht: Das Festhalten am Arabischen dient einzig und allein der Stabilisierung des Patriarchats. Logischerweise fordert Akgün entsprechend die Übersetzung des Korans in die jeweilige Sprache der Gläubigen Muslime ein. Als Vorbild dafür verweist sie auf die Luther-Übersetzung der Bibel auf dem Weg des Christentums zu einer Volksreligion. Und das ist absolut richtig.

Es ist Fakt, dass der Islam reformiert werden muss, wenn er eine Zukunft haben möchte. Die Dominanz konservativer Islamverbände ist  nicht zuletzt auch mitschuldig an der teilweise verfehlten Integration, wie auch die Politikerkaste, die bis heute den Islam nicht in seiner Differenz erfasst hat.

Im zweiten Teil ab Kapitel 5.2. legt Lale Akgün Konzepte zur Integration des Islam vor, beginnend mit der Frage, wie das geschehen soll, die Integration einer Religion, die im Unterschied zum Christentum keine kirchenähnlichen Institutionen hat, mal abgesehen von den Lobbyverbänden. Integration und Islam sind zwei verschiedene Dinge; Integration ist eine nationale Aufgabe, die Auseinandersetzung mit dem Islam eine globale. Akgün warnt vor dem Bau einer „islamischen Identität“, ein Propagandakonstrukt des politischen Islam zu dessen Gleichschaltung. Sie stellt die Kardinalfrage nach der Identität und kommt zu dem Ergebnis, dass sie viel zu komplex ist, um sie auf die Religion herunter zu reduzieren.  Die Frage ist, wer für die Muslime in Deutschland spricht, Es folgt eine Analyse der führenden Islamverbände. Und die sind in liberaler Perspektive eine Katastrophe.

Akgüns Fazit fällt niederschmetternd aus; Islam und Integrationspolitik hat in dieser Konstellation keine Aussicht auf Erfolg.

Kapitel 6 – Die Schlüsselfrage – Die Rolle der Frau im Islam – geht in die Offensive und stellt ihr Konzept der Assimilation über das der Integration:  Das bedeutet die Fokussierung auf Frauenrechte: Die Frage der ungelösten Gleichberechtigung von Mann und Frau im Islam und die Überwindung des Patriarchats mit Geschlechtsvormundschaft bleiben zentrale Aspekte der Frauenbevormundung und der untergeordneten Sexualität der Frau.

„In einer aufgeklärten Gesellschaft mit demokratischen Rechten sind Frauenrechte Teil der Menschenrechte, und Menschenrechte sind universell. Jeder Mensch hat Anspruch auf gleiche Rechte – unabhängig von  (…) auch Geschlecht. Das heißt: jede Frau ist ein Subjekt – so wie ein Mann – und kein Objekt für die Erfüllung männlicher Wünsche, gesellschaftlicher oder persönlicher Erfordernisse. Und weil hier dringend Einstellungsänderungen notwendig sind, genügt mir Integration nicht. Ich will Assimilation – Anpassung an die aufgeklärte Gesellschaft.“

Die Frauenfrage ist die Schlüsselfrage des Islam.

Über den sexualisierten Körper der Frau herrscht im Islam der Mann: Die Jungfräulichkeitsmythologie und die damit einhergehenden Folgen sind Auswüchse dieser frauenverachtenden Tradition samt Hymen-Wiederherstellung. Die Skizzierung von Polygamie und Endogamie führt Akgün zu dem Fazit, dass diese dogmatischen Auslegungen des Islam zu einem Verlust an ethischer Substanz führen.

Das Kopftuch ist wesentlich mehr, als nur irgendein Tuch, sondern es ist ein Überlegenheitssymbol des islamischen Mannes über die Frau.

„Die Frau „akzeptiert, dass ihr Körper als ein sexuelles Angebot aufgefasst wird und sie diesen Körper verstecken muss, um sich den Männern nicht anzubieten.“

Lale Akgün gelangt zu der These:

„Das Kopftuch ist nicht irgendein Tuch, es ist ein Tuch, mit dem den Frauen die Ohren zugehalten werden, die Luft abgeschnürt wird, mithin ein Zeichen reinster Isolation.“

Akgün weist nach, dass die Funktion des Kopftuchs, die es im 7. Jahrhundert hatte, im heutigen Rechtsstaat obsolet geworden ist, „es wird nicht mehr gebraucht“.

Die Vision ist, dass der Islam sich vom patriarchalischen Denken befreit. Ohne die Gleichberechtigung wird der Islam den Sprung ins 21 Jahrhundert nicht schaffen. Der vielbeschworene Respekt im Islam muss immer auch ein gleichberechtigter Respekt vor der Frau und ihrer vollständigen Autonomie über sich, ihren Körper, ihre Seele und alle ihre Entscheidungen sein. Dafür fordert Akgün mehr Pluralität im Islam,, die den Respekt zwischen Liberalen und Orthodoxen vor der jeweils anderen Islamvorstellung impliziert. Sie fordert mehr Säkularität, „einen religionskundlichen Unterricht, der den Boden bereitet für Empathie und friedliches Zusammenleben“ und es „muss alles dafür getan werden, dass die Muslime sich mit der Aufklärung und den daraus entstandenen Werten auseinandersetzen“. Akgüns zentrale Forderung manifestiert sich in dem Aufruf:

„Wir brauchen einen aufgeklärten, reform-orientierten Islam, einen Islam mit dessen Lesart der säkulare Rechtsstaat und die liberale Gesellschaft akzeptiert werden können und wir brauchen Muslime, die einen solchen Islam als Teil der Moderne begreifen. Und dieser aufgeklärte, reform-orientierte Islam in Deutschland sollte ein deutscher Islam sein!“

Die  gesellschaftliche Anforderung in diesem Prozess beschreibt sie wie folgt:

„Die Aufgabe, die auf die deutsche Gesellschaft wartet, heißt somit: Trennung des Islam von der prägenden arabischen und türkischen Kultur. Die arabische Kultur ist eben nicht die islamische Kultur. Auch die türkische Kultur ist nicht die islamische Kultur.“

Das ist eine Schulaufgabe, die nicht nur dem türkischen Präsidenten Erdogan das osmanische Blut in den Adern hochkochen lassen dürfte, aber sie ist absolut richtig.

Als Kriterien für einen deutschen Islam benennt Akgün im Folgenden:

  • – die Unabhängigkeit von ausländischen Geldquellen und entsprechenden politischen Weisungen
  • – das unbedingte JA! zum Rechtsstaat, seinen institutionen und seine bedingungslose Überordnung gegenüber der Scharia
  • – Toleranz gegenüber anderen Islam-Interpretationen und Atheisten
  • – Selbstreflexion & Selbstkritik und den Mut der persönlich praktizierten Koranauslegung vor dem Hintergrund der Aufklärung, des Humanismus und der Moderne
  • – die Diskussion der Gleichberechtigung von Mann und Frau in der islamisch-deutschen Gesellschaft und die Überwindung archaisch-patriarchalischer Gesetze
  • – die konstruktive Auseinandersetzung mit den zahlreichen Vertretern des orthodoxen Islam
  • – die konsequente Durchsetzung des „Sapere aude!“, dem Leitspruch der Aufklärung als dem Leitspruch der aufgeklärten Muslime
  • – Ein Aufruf zur aufgeklärten Koranforschung und Interpretation

Lale Akgün legt ein brillantes, humanistisch-aufgeklärtes und ebenso feministisches Manifest für einen deutschen Islam vor, das in seiner Entschiedenheit für die muslimischen Frauen in der deutschen Literatur kein Beispiel hat. Es wäre wünschenswert, wenn alle Muslime, Christen, Juden, Hindus, Atheisten, Agnostiker in Deutschland es lesen, darüber nachdenken und beginnen, sich in die Diskussion um einen aufgeklärten Islam einzumischen. Lest „Platz da!“! Geht zu der Veranstaltung „Islamkritik von links #2 – Liberale Muslime, zeigt euch endlich!“ am heutigen Donnerstag, 28.03.2019 (Details unten) und diskutiert mit der Autorin Lale Akgün über ihr Manifest für einen aufgeklärten Islam. Das ist  schon mal ein richtig guter Anfang im Kampf für einen liberalen Islam in Deutschland.

 

Lale Akgün: Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime: Schluss mit der Vorherrschaft des konservativen Islam in Deutschland.
Alibri 1. November 2018
240 Seiten Taschenbuch EUR 18,00
ISBN 13: 978-3865692986

 

Veranstaltungshinweis:
Vortrag und Diskussion mit Lale Akgün
Veranstalter: Düsseldorfer Aufklärungsdienst DA
Reihe: Islamkritik von links #2 – Liberale Muslime, zeigt euch endlich!
Donnerstag 28.03.2019, 19.00 Uhr
Jazz-Schmiede, Himmelgeister Straße 107g, 40225 Düsseldorf
Eintritt: 10,- / DA! Mitglieder und ermäßigt 5,-
Kartenvorbestellung unter gbs@aufklaerungsdienst.de

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6 Kommentare zu “Lale Akgün: Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime

  • #1
    Nina

    Präsentieren DITIB und ZDM tatsächlich nur einen Bruchteil der Muslime in Deutschland?
    Wie kommt es dann, dass unter den Muslimen die Haltung gegenüber Homosexuellen, gegenüber Abtreibung, gegenüber Ehe von Männern und Frauen auf Augenhöhe erzkonservativ sind? Es sind Muslime, die hier die härteste Haltung einnehmen (im Vergleich zu Christen und Konfessionslosen).

  • #2
  • #3
    thomas weigle

    Die Sprache ist nicht unwichtig, wie man daraus ersehen kann, dass die Messe bei Katholens erst um 1970 nicht mehr nur zwangsläufig in Latein gehalten wurde, mehr als satte 400 Jahre nach der Lutherbibel. Es gab da doch diesen franz. Kardinal/Bischoff, der die Katholen zumindest in Frankreich schwer aufgemischt hat und auch im Vatikan Fürsprecher hatte. Sprache als Herrschaftsinstrument war halt schon immer sehr beliebt.

  • #4
    walter stach

    Thomas Weigle,
    es gab und es gibt in Westeuropa Menschen, die daran glauben, wieder eine (west-)- europäischen Union schaffen zu können, schaffen zu müssen, die ihre rechtliche Verfaßheit aufzubauen hat auf den Grundprinzipien der sog. christlich-abendländischen Kultur -wider den "Ungeist" einer Aufklärung, die für sie eine sogenannte ist- , wider die Idee von der Gleichheit aller Menschen, wider die Idee von der Herrschaft des Volkes und einem gleichwertigen (Wahl-) Stimmer eines jeden Bürgers unabhängig von Geschlecht, sozialer Stellung, Bildung pp.

    Das alles in Erinnerung und in Anlehnung an das sog. heilige römische Reich deutscher Nation" und/oder an das Reich Karls des Großen. Und die Sprache der in diesem Reich Herrschenden soll dann Latein sein.

    Der neue Politstar in den Niederlanden, Thierry Baudet, ist für mich sozusagen der Prototyp für Politiker, dieser "Denkschule". Beispiel: Vor ca einem Jahr hat er seine Rede in Parlament der NL "auf Latein" gehalten, und zwar solange, bis der Präsident des Parlaments in daran gehindert hat mit dem Hinweis: " Im niederländischen Parlament wird niederländisch gesprochen".

    Thomas Weigle,
    auch insofern dürftest Du also richtig liegen mit Deiner Feststellung: "Sprache als Herrschaftsinstrument war halt immer schon sehr beliebt ".

  • #5
    Helmut Junge

    Vielleicht erkennt die Autorin ja in diesen katholischen Frauen so etwas wie Verbündete.
    https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/ex-chefin-von-vatikan-zeitschrift-papst-hat-verengtes-frauenbild

  • #6
    thomas weigle

    @Walter Stach Es ist ein Zangenangriff auf die Werte der Aufklärung und Demokratie. Mittlerweile bin ich mir über den Ausgang bzw dem Fortbestehen dessen, was die größte Errungenschaft auf deutschen Boden war und ist,nicht mehr so sicher wie vor Jahren noch.

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