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Linken-Vize und Pressesprecher NRW: „Leyendecker lügt“

Der Vizechef und Pressesprecher der Linkspartei NRW, Ralf Michalowsky, hat ein gespaltenes Verhältnis zur freien Presse. Das wissen wir. In der Gladbecker Lokalausgabe der WAZ äußerte sich Michalowsky jetzt zu den bundesweit in den Medien erhobenen Vorwürfen gegen seine Person.  Was er sagt, überrascht dann doch: Michalowsky fühlt sich verfolgt und bezichtigt ausgerechnet den Journalisten Hans Leyendecker von der  Süddeutsche Zeitung der Lüge.

Hans Leyendecker gehört ohne Zweifel zu den besten Journalisten Deutschlands.  Die Liste seiner Enthüllungen ist beeindruckend:  Ob Flick Affäre,  CDU-Spenden-Affäre, der Fußball-Wettskandal, die VW-Korruptionsaffäre und viele andere Nummern – Leyendecker steht für exzellente Recherche verbunden mit der Fähigkeit Fehler einzugestehen. Für Ralf Michalowsky, den Pressesprecher der Linkspartei, ist Leyendecker hingegen ein Lügner. Gegenüber der WAZ in Gladbeck sagte der Linke Pressemann, dass Leyendecker die Inhalte eines mit ihm geführten Interviews,  verfälscht wiedergegeben hat: „Er lügt und schreibt bewusst die Unwahrheit.“ Bei dem Gespräch ging es um Michalowskys Rolle in der Spitzel-Affäre der Linkspartei in NRW sowie die Statue des KGB-Gründers Felix Dschersinski, die auf Michalowskys Klavier stand. Die Autorin des WAZ-Artikels bestätigte uns gegenüber das Zitat. Michalowsky habe das so gesagt.

Was war Leyendeckers Fehler in den Augen von Michalowsky? Leyendecker hatte nicht über die ungedeckten Behauptungen Michalowskys berichtet, die Bespitzelungen der innerparteilichen Gegner sei erfolgt, weil diese zum Umfeld der rechten Schillpartei gehörten. Leyendecker hatte das gemacht, was gute Reporter machen, er hatte das berichtet, was bewiesen ist. Nicht das, was einer wie Michalowsky so alles erzählt, wenn der Tag lang ist. Das ist also eine Lüge in den Augen von Michalowsky.

In der WAZ hat Michalowsky seine Erzählungen wiederholt. Er sagte: In Bottrop hätten vor zwei Jahren Mitglieder der ehemaligen rechten Schillpartei versucht, die Linke zu unterwandern, deshalb habe man Neumitglieder mit erhöhter Aufmerksamkeit beobachtet und Informationen darüber ausgetauscht.

Diese Aussage ist nicht belegt. Ich habe dazu recherchiert. Es ist richtig, dass es wilden Streit in Bottrop gab, in dem alle erdenklichen Vorwürfe erhoben wurden. Von PKK-Sympathisanten war die Rede, die die Partei kapern wollten, von Rechtsradikalen und von DKPisten. Die Wahrheit hinter den Vorwürfen und Gerüchten ist kaum auszumachen. Eines ist jedenfalls sicher. Es gibt keine stichhaltigen Belege dafür, dass es Schillpartei-Leute gab, die die Linke übernehmen wollten. Selbst einen Beleg, dass es Leute gab, die der Schillpartei nahe standen, ist nicht zu finden. Ich habe danach gesucht. Dafür gab es aber jede Menge unbelegte Beschuldigungen aus dem Bottroper Kampf gegen parteiinterne Kritiker, die Michalowsky heute noch als Gerücht und seine Wahrheit verbreitet.

Das ist nicht alles. Märchenerzähler Michalowsky zieht ohne Belege wieder Verbindungen, die nicht stimmen. Zum Beispiel bei der Geschichte mit der Blutsäufer-Figur von KGB-Gründer Felix Dschersinski auf seinem Klavier. Michalowsky sagt, er habe sie auf einem Trödelmarkt in Weißrussland gekauft und für einen Musiker gehalten. Das ist seine Wahrheit. Uns liegt eine Aussage vor, nach der Michalowsky einem Gast in seiner Wohnung die Figur als Statue von Felix Dschersinski vorgestellt hat. Welche Wahrheit richtig ist, wissen wir nicht. Wir lassen das mal so stehen. Und geben zu bedenken, dass eigentlich jeder Linke über 50 Jahre das markante Gesicht des Schlächters kennt. Und dass dem Blutsäufer gerade in Weißrussland immer noch Denkmäler gewidmet sind. Dort gibt es sogar in der Nähe von Minsk eine Stadt, die nach ihm benannt ist. Dschersinskis Geburtsstadt. Aber klar: Michalowsky will den Mann für eine Musiker gehalten haben. Und im Sommer schneit es gewöhnlich in Gladbeck.

Dann sagt Michalowsky in der WAZ, er habe Leyendecker berichtet, dass die Dschersinski-Anekdote aus der gleichen Quelle in Bottrop stamme, wie die Infos über die Spitzeleien – eben aus den Reihen von ehemaligen Schillparteileuten oder -sympathisanten.  Es sei eine Lüge von Leyendecker, dies nicht zu schreiben. Gut. Die Info haben auch wir von den Ruhrbaronen gebracht, in unserem Linken-Report in unserem Print-Ding. Und wir wissen, wo wir die Info her haben. Sie stammt nicht aus Bottrop. Nicht mal nahe. Es ist völliger Bullshit, davon zu sprechen, dass die Info aus „der gleichen Quelle in Bottrop“ stamme. Oder sagen wir, es ist Michalowskys Wahrheit.

Leyendecker eine Lüge vorzuwerfen, ist übrigens nicht das erste Mal, dass Ralf Michalowsky Probleme mit Journalisten hat: Er streicht missliebige Reporter nach Gutsherrenart aus dem Presseverteiler der Linkspartei und versucht auch direkt die beruflichen Basis und die Integrität der Berichterstatter anzugreifen. Sein Ziel: Die Vernichtung. Als ich beispielsweise in der Welt am Sonntag über die Spitzeleien von Michalowsky schrieb, verschickte der Pressemann eine Email an alle möglichen „Genossen und Genossinnen“ sowie an Reporter, die noch in seinem Verteiler sind, und an mindestens einen Kollegen der Welt.

Darin hieß es: „Die WELT sollte sich Gedanken darüber machen, wen sie da beschäftigt.“ Michalowsky wollte die Kündigung eines kritischen Reporters erreichen.

Kommen wir zurück zur Süddeutschen. Auch hier ging er, wie es wohl seine Art ist, Reporter frontal, möglichst einschüchternd an: Er schrieb in die Redaktion, dass er die Vertreter des freien Mediums aus dem Presseverteiler der Linken streicht. Informationen sollte es fortan nicht mehr per Email gleichberechtigt und gleichzeitig für alle geben. Stattdessen wollte er die Reporter gegenüber anderen benachteiligen. „Informieren Sie sich bitte über unsere Aktivitäten über unsere Homepage“. Zudem schrieb Michalowsky, dass Anfragen nur noch beantwortet würden, wenn die Redaktionsleitung diese autorisiert hätte. Weiter lies Michalowsky die kritischen Journalisten schriftlich „schon jetzt wissen“, dass diese für den Fall des Einzugs seiner Partei in den Düsseldorfer Landtag „nicht zu den von uns bevorzugten Gesprächspartnern zählen würden“. Was war der Fehler, der in den Augen von Michalowsky diese Einschüchterung rechtfertigte? Leyendecker und Co. hatten zu viele unbequeme Fragen gestellt.

Genug für den Bannstrahl des Linken Pressemannes.

Das Verhalten von Michalowsky ist nicht tragbar. Auch wenn sich der Parteichef der Linkspartei Wolfgang Zimmermann für das Verhalten seines Stellvertreters und Sprechers bei der SZ entschuldigt hat.

Um es ganz ehrlich zu sagen: ich gehe davon aus, dass Michalowsky in seiner Tour weitermacht. Zu Stefan Laurin hier von den Ruhrbaronen hat er beispielsweise in der WAZ behauptet, dieser sei „ein Linkenhasser, der mich seit Jahren verfolgt“. Wahr daran ist: Stefan mag die politische Position der Linken überhaupt nicht.

Von verfolgen kann aber keine Rede sein: Insgesamt hat Stefan in den vergangenen 15 Jahren zwei, vielleicht drei Artikel geschrieben, in denen Michalowsky vor kommt.

Die beiden waren mal bei den Grünen in Gladbeck in einer Partei. Stefan sagt, aus dieser Zeit könne er eigentlich nur Gutes über Michalowsky berichten. Man habe sich inhaltlich gestritten, aber auch in der Partei vertragen. Stefan sagt: „Mit Ralf habe ich nie Probleme gehabt.“

Der Ralf hat sich wohl seither verändert.

Kleine Info am Rande: Linken-Chef Wolfgang Zimmermann hatte uns gestern ein Interview zugesagt. Gerade eben hat das Linke Wahlquartier angerufen und gesagt: „Das Ihnen zugesagte Gespräch kann leider nicht stattfinden.“

Nicht reden ist auch eine Aussage.

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65 Kommentare zu “Linken-Vize und Pressesprecher NRW: „Leyendecker lügt“

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  • #2
    Ingo Engbert

    Es müsste doch inzwischen auch bei den Ruhrbaronen angekommen sein, dass alle in diesem Land Lügen verbreiten. Nur die LINKEN nicht. Sie erheben den Anspruch auf das ausschließliche Recht der Wahrheit. So versucht man von der Landesführung das Denken, Lesen und Reden zu empfehlen. Das sind Methoden aus Nicht-Demokratischen Zeiten. Aus dem Presseverteiler des ehrenwerten Pressesprecher wurden im Übrigen auch aufmüpfige Mitglieder ausgeschlossen,
    welche diesen Sonderling zu kritisieren wagten.
    Eine Partei welche die unsauberen Machenschaften von Blocks, Remmers, Michalowsky oder auch Thomé nicht unterbindet, sollte sich in eine Sekte umbenennen.

  • #3
    Hans Czinzoll

    Zu viel der Ehre. Lassen Sie diesen Herrn doch einfach nicht mehr vorkommen.

  • #4
    Arnold Voß

    Was sagt uns das alles David? Dass es in der Linken den Streit verschiedener Richtungen und ne Menge dabei unvermeidlicher Paranioa gibt. O.K. Das sollte man wissen, aber qualitativ neu ist das jetzt nicht.

    Der rigorose und stark selbstmitleidige Umgang mit der Presse ist (leider) auch bei anderen Parteien zu finden, wenn sie ähnlich unter Druck geraten. Die Figuren die das dann auch personifizieren und umsetzen sind sich sogar, jenseits der politische Coleur, irgendwie ähnlich.

    Allerdings geht es in vielen Verwaltungen und Unternehmen weitaus härter und hinterhältiger zu und mit weitaus größeren Schäden für Mensch und Betrieb. Da braucht es auch keine Dschersinski-Figur auf dem Schreibtisch oder sonstwo als Ansporn für. Da reicht das eigene und ganz private Bereicherungs-, Aufstiegs- und Machtinteresse völlig aus. Und das häufig sogar noch gesetzlich abgesegnet.

    Die Gefahren die aus diesem Gebahren für das Gemeinwesen nicht nur unseres Landes entstehen halte ich mittlerweile für weitaus größer als die, die hier unter dem Begriff des politischen Extremismus und Chaotentum verhackstückt und aufgeblasen werden.

  • #5
    Thomas

    Ich hatte für uns ja nach dem Zimmermann-Interview nachgesucht.

    Das die Linke nicht gewollt hat.

    Gestern hieß es ja noch: Sie haben eine Stunde mit Zimmermann.

    Kommense nach Backstage, da steht ein Securitymann, aber weil Sie auf der Gästeliste stehen werden, läßt der Bouncer Sie rein.

    Umpf. Bei dem Zauber dachte ich natürlich sofort an den richtigen Zimmermann.

    Ich dachte an Bob.

    Whatever.

    Nach der Interviewabsage des anderen Zimmermannes, Sprecher Linke NRW, hab ich dann den PR-Mann des linken Wahlquartiers um ein Interview mit Lafontaine gebeten, der Lafontaine spricht nämlich morgen ebenfalls in Duisburg – und zwar als Headliner.

    Neben diesem Zimmermann.

    Ich: Nur eine Viertelstunde. Aber mit allen Fragen zur NRW-Linkspartei.

    Der PR-Mann dann: Erstmal müssen Sie Ihre Fragen schriftlich einreichen.

    Soweit, so komisch.

  • #6
    Reginald

    Leyendecker hat ein Problem: Er hat vor Zeugen etwas anderes gesagt, als er dann geschrieben hat. Die Geschichte mit dem „Blutsäufer“ beruht auf einer eidesstattlichen Erklärung Von Herrn Laurin, so sagte Leyendecker. Geschrieben hat er aber, die Erklärung käme von einem Parteifreund Michalowskys, und das ist Laurin ja nun absolut nicht. Also hat Michalowsky recht, wenn er behauptet das Leyendecker lügt.
    Warum Laurin nun eine Figur, die vor 15 Jahren auf einem Klavier im Privathaus Michalowskys stand skandalisiert, weiß er wohl nur selbst. Mich erinnert so etwas schon arg an genau die Spitzelei und Denunziationen, die er Michalowsky vorwirft.
    Übrigens ist Michalowsky auch nicht von den Grünen zur Linken übergelaufen, wie die Ruhrbarone am 10. April behaupten, auch das ist gelogen. Michalowsky war bis zum Kosovokrieg bei den Grünen und hat aus Protest gegen die Zustimmung der Grünen zum Kosovo- Einsatz der Bundeswehr die Partei verlassen. Jahre später war er einer der Mitgründer der WASG, die zur LINKEN wurde. Ein „Überlaufen“ ist das wahrlich nicht. Ich nehme das als schon sehr deutlichen Hinweis, dass hier Medien und Journalisten Tatsachen verdrehen, dass sie missbräuchlichen Journalismus betreiben.

  • #7
    David Schraven Beitragsautor

    @ Reginald,

    Leyendecker hat kein Problem. Michalowsky hat eins.

    Michalowsky hat eine Blutsäufer-Figur auf seinem Klavier gehabt. Leyendecker hat nix von Namen erzählt und nix von einer eidesstattlichen Versicherung von Laurin. Da würde ich an Eurer Stelle meine Quellen checken. Ihr schießt ins Blaue.

    Michalowskys Problem ist auch nicht die Figur, sondern das rumgeeiere darum. Michalowsky sagt, er wisse nicht, wer der Blutsäufer ist. Klar.

    Und davon ab: Die Figur selbst ist nur die Figur. Sie beschreibt aber eine Geisteshaltung in der Partei, die Michalowsky offensichtlich verkörpert. Und das ist bedenklich.

  • #8
    Barbara Underberg

    Michalowsky gibt keine sehr glückliche Figur ab bei der ganzen Geschichte, wohl wahr. Weiß der Teufel, warum er sich selbst immer weiter reinreitet.

    Aber die Dserschinski-Figur nun zu behandeln als sei sie das offizielle Parteilogo, ist wirklich Quatsch. Darin drückt sich nicht die Geisteshaltung in einer Partei aus, sondern die Doofheit eines Parteimitglieds.

  • #9
    effjottausbo

    Hab‘ ich den Artikel von L. gelesen, hab‘ ich ich ’nen Kommenatr geschrieben, war 2 Minuten später verschwunden, wg. Unnettigkeit:
    Kommt der Hans nach Bochum, zischt mit den Kumpels von Springer und WAZ ein paar Fiege, setzt sich ans Laptop, fleddert die Seiten der Ruhrbarone und abgehtdiepost.
    Journalismus mit Niveau: nix eigene Recherche, nix „proof it“. Bisken stänkern, bisken mit Matsche werfen. Wem nützts? Herrn Rau-Rüttgers? Frau Clement-Kraft? Iss egal.

    War wohl voll getroffen.

  • #10
  • #11
    David Schraven Beitragsautor

    Es gibt zwei Dshershinsk. Eins in Russland, das hast Du gefunden. Eins bei Minsk. Da wurde der Blutsauger geboren.

  • #12
    niki

    @David Scharven

    Der Blutsäuger Dshershinsk hat also die Linke gesäugt! Daher ist rot auch die Farbe der Linken. So langsam werden die Dinge verständlich.

    Fraglich nur, wann bei den Ruhrbaronen der Verstand einzug hält.

  • #13
    David Schraven Beitragsautor

    @ Niki

    Danke für den Hinweis. Hab den Rechtschreibfehler geändert.

  • #14
    Helmut Junge

    Welche Figur jemand auf seinem Klavier stehen hat, ist mir egal. Viele Skulpturen von Schlächtern stehen ja auch im Museum, wo sie bewundert werden. Ich kann da bei Bedarf eine Liste mit Namen aufstellen. Die Liste wäre endlos, und da würde sich aber noch manch einer wundern, wer da alles in der Geschichte massenhaft geschlachtet hat.
    Das ist doch heute, politisch gesehen, kalter Kaffee, gut recherchiert, meinetwegen. Mich interessieren aber nur politische Aussagen und kein Fetischismus.
    Allerdings würde ich selbst auch zu so einem Objekt stehen, wenn ich es auf`s Klavier gestellt hätte. Daß Michalowski versucht, sich da rauszureden, finde ich bemerkenswerter als die Sache selbst. Ich weiß gar nicht, wie diese Leute, die sich zu nichts ehrlich bekennen, die Welt verändern wollen.
    Oft wurden Robespierre, Saint Just, Danton oder Louis-quatorze gemalt. Alles Mörder. Aber alle sind sie selber hingerichtet worden. Gemeinsam mit Felix Dschersinski haben sie, (Wikipedia: „Er starb plötzlich und unter nie näher geklärten Umständen) daß sie in ihren Geburtsstätten mindestens ein Denkmal haben.

  • #15
    Helmut Junge

    Muß einen Namen korrigieren: Nicht Louis Quatorze ist gemeint, der hat lange unter seinen Ärzten gelitten, ist aber nicht hingerichtet worden, sondern Ludwig der 16-te. Das mit den Schlächtereien stimmt aber bei beiden.

  • #16
    Detlef Obens

    David schreibt in seinem Bericht:
    “ Hans Leyendecker gehört ohne Zweifel zu den besten Journalisten Deutschlands.“
    Recht hat er!
    Ich würde den Satz allerdings noch vollenden mit:
    “ und Michalowsky sicher einer der schlechtesten Parteiensprecher Deutschlands“!

    Denn wer so dumm ist, wie ein Michalowsky, den Leyendecker öffentlich zum Lügner zu stempeln, der zeigt nun wirklich seine wahren Qualitäten. Sicher hat es ein Journalist vom Schlage eines Leyendeckers nicht nötig, sich an einem kleinen linken Selbstdarsteller abzuarbeiten.

    Dieser Pressesprecher wird immer mehr zu einer innenpolitischen Belastung! Da kann sich sein Chef Zimmermann noch so viel entschuldigen (nebenbei : was in der Linkspartei ein Novum darstellt!). Vielleicht gibt es ja jemanden aus der Partei, der Michalowsky vor das Schiedsgericht bestellt. Erfahrungen damit haben sie ja allesamt genug UND es wurden schon Mitglieder für wesentlich Geringfügigeres ausgeschlossen! Er schadet der Partei derzeit maximal!

  • #17
    jk

    irgendwie kommen die Linken nicht mit der realen welt klar. Diese doppelmoral, wir wissen das sie genau so sind wie alle anderen, aber sie wollen vom herzen eigentlich anders sein. Warum finden sich die Linken nicht einfach damit ab und fertig.

    Nur weil man Links ist muss man nicht Arm sein. Aber warten wir mal die Landtagswahl ab. Dann verdienen die Linken, (vorher hartz4 345,-€(die meisten), dann 9.633,-€, das ist ca das 28 fache an Geld) richtig fettes Geld. Dann wird sich das endlich auch mal normalisieren und dieses kommische verhalten verschwindet dann vllt auch mal, und wir können wieder echte Affären lesen.

  • #18
    so, so

    ja, der Blutsäufer Dschersinki. Wäre schon ok, wenn es dann heißen würde der Angriffskrieger Friedrich der Große, Bismarck, Kennedy usw., der Diktatoren und Blutsäuferunterstützer Kennedy, Bush, Adenauer usw.. Wie Helmut Junge zu Recht meint, eine lange Liste. Das wäre schon mal was.

  • #19
    so, so

    #18 soll Diktatoren- und Blutsäferunterstützer heißen. Und bei Clinton fehlt mir ein Adjektiv dafür, daß er ein Embargo (Irak) zu verantworten hat, bei dem hunderttausende Menschen, darunter viele Kinder, umgekommen sind und bei dem die Kontrolleure selbst zurückgetreten sind, weil sie es zu grausam fanden.

  • #20
    Stefan Laurin

    @so so: Und dieses Embargo hatten keinen Grund? Und Saddam hätte es nicht durch eine Änderung seiner Politik beenden können? Und Ihrer Ansicht nach scheint ein Berufsfolterer ja irgendein Typ wie viele andere zu sein. Warum kommen in ihrer Liste eigentlich nur eher konservative „Blutsäufer“ vor? Sie vergessen Trotzki, Lenin, Stalin, Mao… . Aber wie gut, das die ideologische Rechtfertigungs- und Relativierungsmaschine gut geölt läuft.

  • #21
    Helmut Junge

    @ so, so

    Herr Soso,
    Wenn Sie sich auf mich berufen, sollten Sie etwas differenzierter an die Sache herangehen. Da muß ich doch drum bitten.
    Ihre Liste ist nämlich nicht meine Liste!
    Da hat der Stefan Laurin mit seiner Kritik völlig recht.
    Und noch was Herr Soso.
    Ich habe nichts gegen die Verwendung von Nicknamen. Dafür gibt es ja auch Gründe.
    Wenn einer allerdings für eine politische Partei Propaganda machen will, sollte er offen argumentieren.
    Aber bei fast allen Vertretern der Linkspartei, die sich hier im Forum zu Wort melden, sehe ich, daß sie unter Decknamen schreiben.
    Sie auch. Aber am schlimmsten ist mir da der Herr „Mein Parteibuch“ aufgefallen. Der hat zwar eine eigene Homepage, die er auch für seine Propaganda nutzt, aber da hat er im Impressum keinen Namen, sondern eine Frechheit reingeschrieben.
    Solche Typen, die nicht mal ehrlich auftreten, wollen „Linke“ sein?
    Die wollen mich überzeugen, mit Ihnen gemeinsame Sache zu machen?
    Solche Feiglinge?
    Wissen Sie, was ich denke?
    Ich denke, daß jeder, der nicht offen, und mit vollem Namen für den Sozialismus eintritt, sondern mit einem Nicknamen, daß der auch nicht die „Internationale“ singen darf. Diese Leute, sind nämlich selbst das Elend. Punkt.

  • #22
    so, so

    @stefan laurin

    a) es kommen nur konservative „Blutsäufer“ vor, weil die linken ja gerne von Ihnen angeführt werden. Hir besteht wohl kein Aufklärungsbedarf. Nur die konservativen und Liberalen, die ich – ist ja nur ein kleiner Auszug – werden als solche nicht attributiert. Der Vorwurf Aber „wie gut, das die ideologische Rechtfertigungs- und Relativierungsmaschine gut geölt läuft“ trifft sie deshalb selbst. Und eine Relativierung kann ich überhaupt nicht erkennen. Wenn A einen umbringt macht es das nicht besser wenn B auch einen umbringt. Das wirft wohl eher wieder auf ihren Geisteszustand ein bezeichnendes Licht, das als Relativierung zu nehmen. Ich selbst habe ja nichts dagegen Dscherschinski als Blutsäufer zu bezeichnen (s. mein Posting).

    b) was das Embargo Clintons betrifft: Es bleibt halt eine Tatsache, daß Clinton das Embargo verhängt hat. Daß Saddam einlenken hätte können klar. Allerdings ist ja nicht Saddam der Geschädigte gewesen. Und welchen Grund genau es hatte zum Beispiel Rinder nicht importieren zu lassen, würde mich auch interessieren. Und das mit dem „Folterer“ ist ein Typ wie alle Anderen können Sie sich sparen. Mir fehlt nur vielleicht das feine Differenzierungsvermögen großartige Unterschiede in der Beurteilung zwischen Menschen zu machen, die Folter anordnen und jemanden der Kriege befiehlt, in denen Menschen in Flammen aufgehen. Sie scheinen es ja zu können.

    @werner Junge

    es ist schon immer toll, daß man immer in eine bestimmte Ecke geschoben wird. Ich war hier schon Anarchist, jetzt bin ich Linker. Und villeicht will ich ja nur nicht meinen richtigen Namen lesen, weil ich noch im Berufsleben stehe. Sie mögen es ja feige nennen, aber Ihnen ist halt nicht passiert, was mir schon passiert ist. Sicherlich ganz schwer verständlich. Im Übrigen dachte ich immer ein Argument ist richtig oder falsch und hat keinen Namen.

  • #23
  • #24
    so, so

    um nicht deshalb des Unwissens bezichtigt zu werden: Das Embargo war ein UN-Embarg auf Druch der US-Regierung. Locherungen wurden von der US-Regierung verhindert.

    @helmut Junge noch was

    vielleicht mal „Maßnahmen gegen die Gewalt“ von Brecht lesen.

  • #25
    Patrizia

    @so, so

    Nachdem der eine oder andere den „Blutsäufer“ Saddam Hussein offenbar zu
    vermissen scheint, darf ich doch darauf hinweisen, dass unter dem Embargo
    bestimmt keine Hunderttausende umgekommen sind … zumindest dann nicht,
    wenn man jene, welche von den Schergen Saddams ermordet wurden, von den
    mehr als vagen Zahlen abzieht. Inzwischen gibt es für die politischen Anhänger
    blutiger Unterdrückungsrituale einige 100 km weiter östlich einen neuen, religiös
    motivierten, „Blutsäufer“, Folterknecht und Henker. Er nennt sich Ahmadinejad
    und lässt gerne Frauen, „Discomiezen“ nennt sie ein gewisser, perverser Jürgen
    Ellsässer auf seiner HP, in darkrooms foltern, zur allgemeinen Erheiterung der
    „linken“, faschistischen AnhängerInnen des religiösen Verbrecherregimes dort.

    @Helmut Junge
    Bei „Mein Parteibuch“ treffen sich die alten und neuen Judenhasser. Für eine
    demokratische Gesellschaft ein eher beschämendes Zeugnis politischer Unkultur.

  • #26
    Detlef Obens

    Mit Interesse lese ich die letzten Einträge und frage mich: Was hat das nur mit diesem provinziellen, unbegabten und autokratischen „Linken-Pressesprecher“ zu tun?

    Diesem Manne wird dann doch zu viel der Ehre zuteil. Er leistet sich einen „Klops“ nach dem anderen und wird schliesslich ernten, was er sät. Seine eigene Partei gleich mit.

    Denn es bringt nichts, mit Schaum vor dem Mund vorm Laptop zu sitzen, seine eigenen Kommentare nicht vor dem „abschicken“ auf Rechtschreibfehler zu kontrollieren, und zu versuchen, die Michalowsky-Links-Skandale in eine weltpolitische Nähe zu rücken. Da gehören die Linken nun mal, gottlob, nicht hin!

    Die große Zeit der Kommunisten auf diesem Planeten ist lange vorbei. Sie wurden entweder abgewählt, zum Teufel gejagt oder ihnen liefen die BürgerInnen davon. Und da, wo es sie Heute noch gibt, da finden wir dann auch wieder Despoten von „Rang“. Allerdings: in aller Regel waren dieser „Leader“ keine Kommunisten! Denn der Klassenkampf eines Karl Marx kann sicher nicht die Grundlage von „Arbeit“ eines Blutsäufers des KGB gewesen sein.

    Michalowsky sollte die Büste in seinen Garten stellen. Vielleicht taugt sie ja wenigstens dazu, gefrässige und lästige Raben zu verscheuchen.

  • #27
    Helmut Junge

    Herr Soso,
    Wenn Sie nur deswegen, weil Sie im Berufsleben stehen, glauben, Ihren Namen nicht nennen zu können, sollten sie sich vielleicht selbst so verhalten, wie Brecht seinen Herrn Egge beschreibt. Hat dieser doch 7 Jahre lang den Diktator bedient und gepflegt, aber eben genau diese 7 Jahre nicht gesprochen. Gar nichts. Erst, als der Diktator tot war, hat Herr Egge als erstes Wort „Nein“ gesagt.
    Später, wenn alles, was Sie bedrückt, vorbei ist, könnten Sie sich ja immer noch auf eine Kiste stellen, und Ihr „Nein“ in die Welt rufen. Dann aber laut.
    Warum machen Sie das nicht?
    So lassen Sie sich durch einen wie mich ärgern und fühlen sich trotz Ihrer Anonymität betroffen. Ist das nicht irgendwie kurios?

    Patrizia,
    gut daß Sie den Herrn Ahmadinejad in diesem Zusammenhang erwähnen,
    wird doch dessen Politik in letzter Zeit nicht nur von diesem Elsässer als revolutionär gelobt.
    Da sind sich auch etliche westdeutsche „Linke“ nicht zu schade zu.
    Elsässer hält nur viele Vorträge darüber und verdient vermutlich seinen Lebensunterhalt damit, daß es Leute gibt, die solchen Unsinn hören und lesen wollen.

    Detlef Obens,
    Sie können uns ja wegen verfehltem Thema eine „Fünf“ geben.
    Ich könnte aber auch auf Ihren längeren historischen Zusammenhang „über die große Zeit der Kommunisten auf diesem Planeten“ eingehen.
    Lieber nicht?
    0k.

  • #28
  • #29
    Ex-Linker

    Als ehemaliges Mitglied der Linkspartei melde ich mir hier zu Wort.

    Leider muss ich feststellen, dass die Rufschädigung von Kritikern und kritischen Journalisten keine Spezialität des Pressesprechers der Linkspartei ist. Im GegenteiL Es ist die sympotamtisch für diese Partei.

    Ein Beispiel: Der Kreisverband EN, aus dem die Landesvorsitzende Schwabedissen entsprungen ist, hat ebenfalls mit falschen Anschuldigungen versucht, Journalisten und Krikter in Misskredit zu bringen.

    Auf der Kommentarseite der Westen verlangte ein EN-Kreistagsmitglied der Linkspartei, der zuvor erfolglos als Landratskandidat sich regelrecht aufgedrängt hatte, dass ein Volontär der WAZ-Lokalausgabe Hattingen nicht mehr über die Linken schreiben solle. Dem Linksaußen der Linkspartei hatte der Bericht nicht gefallen, den der Volontär über einen Auftritt von Shra Wagenknecht bei einer Wahlkampfveranstaltung anläßlich der Kommunalwahl geschrieben hatte.

    Ich selbst wurde vom Vorstand des Kreisverbandes in übelster Weise öffentlich auf den Kommentarseiten der WAZ diffamiert. Dies ging gar soweit, dass man öffentlichen meinte, ich gehöre in eine Psychiatrie.

    Weil ioch über meine lokalen Erfahrungen in der Linkspartei auf der WAZ-Kommentarseite schrieb, wurde ich von einem Mitglied und jetzigem Mitglied des Hattinger Stadtrates per e-mail bedroht.

    Mehr noch: Als ich im Forum über die Hintergründe und Streitereien der WAZ berichtete, wurde das Medienhaus von der Linkspartei aufgefordert, meine Beiträge zu löschen, da diese nicht stimmten. Die WAZ folgte dem, obwohl sämtliche Belege für meine Anschuldigungen der WEAZ-Lokalredaktion als e-Mail vorlagen.

    Mehr noch: Die Linkspartei sucht aktiv auf kreisebene die Zusammenarbeit mit den Kommunisten. Im kreisverband EN trat wegen zeitweiser Distanzierung zur DKP die Sprecherin und ihr Kreisgeschäftsführer zurück. Als die WAZ davon erfuhr und berichtete traten beide wieder vom Rücktritt zurück und behaupteten, sie seien gar nicht wirklich zurückgetreten. Gefaßte Beschlüsse auf Parteiversammlungen werden zerredet, damit dann letztlich doch das durchgesetzt wird, was ursprünglich vom Vorstand vorgesehen worden ist.

    Diffamierungen und Mobbing sind an der Tagesordnung. So wurde in Hattingen ein orztsvereinsvorsitzender durch den Kreisvorstand abgesetzt. Vorwand, er habe rechtsextreme Parolen ausgesprochen. Dies aber war nicht der Fall. Vielmehr ging es bei der Absetzung darum, dass er sich auch zunehmend weigerte, einen Bund mit den Kommunisten einzugehen. Die Folge war: Drei Parteimitglieder, die zudem für die Kommunalwahl antreten wollten, traten aus. Auf der gemeinsamen Kommunalwahlliste von Linkspartei und DKP kandidierten mehr Kommunisten als Angehörige der Linkspartei. Die konnte nur noch fünf Namen augf die Liste setzen, wovon zwei alte über siebzig jährige Mitglieder am Ende gar nicht mehr kandidieren wollten, aber nicht mehr zurücktreten konnten oder durften.

    Bis heute verbreitet die Linkspartei die Lüge, ich habe die Partei verlassen, da ich dort keine Karierre hätte machen können. Ich bin ausgetreten, weil ich a) das Verhalten nicht sehr demokratisch fand und b)die Nähe zur DKP ausdrücklichst gesucht wurde und c) die Landesvorsitzende mit ihren diktatorisch- feministischen Ansichten und Aussagen nicht mehr wirklich ernst nehmen konnte. So muss ich also heute feststellen, dass die Art und Weise wie nun mit dem Kollegen Leyendecker von seiten des Pressesprechers der Linkspartei umgegangen wird, kein Einzefall, sondern die Regel ist. Kritiker will die Linke zum verstummen bringen. Nach alter stalinistischer Art!

  • #30
    Ex-Linker

    PS

    Die Tippfehler bite ich zu entschuldigen, aber leider ist meine Lesebrille zerbrochen. Für das Verständnis, danke ich.

  • #31
    so, so

    @patrizia

    einfach ignorieren ist auch gut. Ich habe noch zurückhaltend geschätzt.

    Eine Quelle unter vielen
    http://en.wikipedia.org/wiki/Iraq_sanctions
    Welche profunden und nicht vagen Zahlen haben Sie denn?

    Was die Linken im Iran betrifft

    Zitat aus Wikipedia

    „Nachdem die Mudschahedin keine akute Gefahr mehr darstellten, d. h. zahlreiche Mitglieder hingerichtet oder inhaftiert waren, richtete sich die Aufmerksamkeit des Regimes und dessen militärischer Organisation (die Revolutionsgarde) zunehmend auf die Tudeh-Partei.

    1982 kam es dann zum konzentrierten Schlag gegen die Partei. Bis zu 5000 Tudeh-Mitglieder und Unterstützer wurden als „sowjetische Spione“ bezeichnet und inhaftiert. Viele der Inhaftierten wurden hingerichtet, führende Personen gezwungen öffentlich von ihrer Ideologie abzuschwören.[10] Außerdem erging am 4. Mai 1983 ein neuerliches Parteiverbot, das bis heute in Kraft ist. Die Tudeh-Partei agiert seitdem wieder im Untergrund und hauptsächlich aus dem Exil.“

    Darunter waren natürlich auch Frauen. Ebenso wie unter den gefolterten und getöteten Volksmudschahedin.

    Angesichts dessen ist ihre Bemerkung über „linke“ Anhängerinnen eine – na ja ich will hier nicht beleidigend werden.

    @helmut Junge

    Gott, sie wissen nicht wovon sie reden. Seien sie froh, daß sie nie mit den Herren des Morgengrauens Bekannschaft gemacht haben.

    Im übrigen danke – auch an Herrn Obens, der es nicht versäumt hat auf meine Rechtschreibfehler hinzuweisen und mir „Schaum vor dem Mund“ per Ferndiagnose zu attestieren – für Ihre sachlichen Beiträge. Vor der Wucht all der guten Argumente, die namentlich gekennzeichnet wurden, ziehe ich den Hut.

  • #32
    Helmut Junge

    Herr Soso,

    Zuerst hat die Tudeh-Partei die religiösen Kräfte unter Chomeini unterstützt. Als dessen Macht gesichert war, hat er sich ihrer entledigt.
    Gerade das sollte doch allen sogenannten Linken, die sich jetzt Ahmadinejad zum Helden ihrer Träume machen, zu denken geben. Oder?

  • #33
    so, so

    @helmut junge

    ich habe erwartet, daß eine solche „Replik“ kommt. Vielleicht sollten Sie sich einfach mal den Zusammenhang und den Grund meines Postings anschauen. Wofür soll es eigentlich stehen, wenn ich darauf hinweise, daß die Mitglieder der Tudeh-Partei gefoltert und ermordet wurden, daß sie zunächst mit den Ajatollahs zusammengearbeitet haben?

  • #34
    Helmut Junge

    Herr Soso,
    Das sollte dafür stehen, daß man was lernt.
    Haben Sie denn daraus was gelernt?
    Sie geben Hinweise, und machen Angaben, die durchaus richtig sein können,
    aber mir ist nie richtig klar, welche Schlüsse Sie daraus ziehen.
    Liegt das an mir? Oder eiern Sie einfach nur immer um eine klare Aussage herum?
    Und dazu kommt noch, daß Sie andere Diskussionsteilnehmer falsch verstehen.
    @Patrizia hat sich klar ausgedrückt, wen sie unter „“linken”, faschistischen AnhängerInnen des religiösen Verbrecherregimes dort“ verstanden haben möchte.
    Sie schreibt ein gutes Deutsch. Wenigstens aus meiner Sicht. Es gibt da auch Kritiker, aber was Sie da verstehen ist mir rätselhaft.

  • #35
    so, so

    @werner junge

    nun ja, wen oder was hat sie denn gemeint, wenn Sie als Replik auf mein Posting explizit mit meiner Anrede so etwas schreibt?

    „Nachdem der eine oder andere den “Blutsäufer” Saddam Hussein offenbar zu
    vermissen scheint, … Inzwischen gibt es für die politischen Anhänger
    blutiger Unterdrückungsrituale einige 100 km weiter östlich einen neuen, religiös
    motivierten, “Blutsäufer”, Folterknecht und Henker. Er nennt sich Ahmadinejad
    und lässt gerne Frauen, “Discomiezen” nennt sie ein gewisser, perverser Jürgen
    Ellsässer auf seiner HP, in darkrooms foltern, zur allgemeinen Erheiterung der
    “linken”, faschistischen AnhängerInnen des religiösen Verbrecherregimes dort.“

    Entweder das Ganze ist völlig ohne Zusammenhang zu mir – weil ich an keiner Stelle etwas geschrieben habe, was auf irgendein „Vermissen“ hindeutet – warum adressiert sie es aber dann an mich? Oder es handelt sich hier doch irgendwie um eine Bezugnahme auf mich als „Linken“ und jemanden der Saddam Hussein vermisst.

    Was hat sie denn gemeint, wenn sie von nicht näher umrissenen „linken, faschistischen AnhängerInnen“ (also Plural, die Aussage bezieht sich also nicht auf Elsässer) fabuliert, die das Foltern von „Discomiezen“ erheitert? Woher hat sie das denn, irgendwelche Quellen wären mir da schon lieb. Auch Elsässer unterstelle ich das nicht. Welche Linken erheitern sich daran? Es ist ja immerhin unterstellt, daß es welche gibt.

    Und nochmal, was hat das mit mir zu tun?

    Ja und besonders angesichts dessen, daß es viele Linke gibt, die unter dem Ajatollah-Regime gefoltert und umgebracht wurden (dafür steht das Zitat mit der Tudeh-Partei) finde ich das schon reichlich sagen wir vorsichtig „geschmacklos“.

    Ein Mißverständnis gab es allerdings schon meinerseits: Ich habe das AnhängerInnen als Anhängerinnen gelesen, und deshalb besonders Bezug auf die Frauen genommen.

    Und ja ich glaube schon, daß es an Ihnen liegt, daß sie glauben ich bliebe vage. Ihnen fehlt die klare Parteinahme. Tatsächlich heißt es für mich noch lange nicht, wenn ich die USA kritisiere, daß ich für ihre Gegner bin. Aber anders können sich anscheinend viele die Welt nicht vorstellen. Und komischerweise scheint Stefan Laurin schon verstanden zu haben, was ich gemeint habe.

  • #36
    Helmut Junge

    Herr Soso,
    Ich glaub doch gar nicht, daß Sie vage sind. Aber Sie diskutieren, ohne auf Fragen einzugehen. Sie vermeiden sogar Die Antwort auf die Frage, ob Sie Rückschlüsse aus einem politischen und menschlichem Desaster ziehen, also ob Sie was gelernt haben. Vage wäre eine ausweichende Antwort. Sie widerholen aber nur die schon vorher genannten Fakten.
    Wenn das so ist, daß der Stefan Laurin Sie verstanden hat, dann kann ich den nur beneiden.
    So ein, von Ihnen angedeutetes, Verständnis kann ich allerdings auch beim besten Willen nicht aus seinem Beitrag 20 herauslesen.
    Im Gegenteil, ich war froh, daß ich nicht selbst gemeint war.
    Herr Soso, seitdem diskutieren sie so, wie Ihr Nickname, mal so, mal so.
    Mir fehlt bei Ihnen nicht etwa eine klare „Parteinahme“, sondern eine Position.
    Sie sind für mich ein Phantom ohne Namen, ohne Position. Ich hab sogar schon mal gedacht, daß Sie nicht einer, sondern zwei sind. Deshalb das Komma zwischen den beiden so`s. Herr so, und Herr so.
    Was die Position von @Patrizia betrifft, glaube ich, daß ich die verstanden habe, ich bin aber nicht befugt, sie zu erklären. Vielleicht hat sie es ja auch schon aufgegeben, mit Ihnen zu diskutieren.

  • #37
    so, so

    @werner junge

    „Sie vermeiden sogar Die Antwort auf die Frage, ob Sie Rückschlüsse aus einem politischen und menschlichem Desaster ziehen, also ob Sie was gelernt haben.“

    Was meinen Sie damit? Also ob ich Rückschlüsse aus einem politischen und menschlichen Desaster ziehe? Vieleicht liegt es ja auch an Ihnen, daß ich manchmal nicht auf eine Frage antworte. Also das ist mir zum Beispiel völlig rätselhaft.

  • #38
    Patrizia

    @so, so
    Ich glaube Sie sollten sich die Chronologie der Postings noch einmal anschauen;
    dabei müsste Ihnen eigentlich Folgendes auffallen …

    a.) dass Sie es waren (#19), welcher den Namen „Clinton“ im Zusammenhang mit
    irgendwelchen „Blutsäuferunterstützern“ in Verbindung brachte

    b.) dass Sie von einem Schreiber namens „Stefan Laurin“ auf ihre ideologische
    Ausrichtung angesprochen worden sind und

    c.) dass ich es war, welche dann die Vermutung ausgesprochen hat, dass der
    eine oder andere den Schlächter Saddam Hussein zu vermissen scheint.

    Wenn Sie also völlig „unmotiviert“ den Namen Clinton in die „Diskussion“ einführen,
    den aber eines Verbrechers wie Saddam Husseins aussen vor lassen, dann drängt
    sich für die Leserin der Eindruck auf, als würden Sie den Grund des damaligen
    Embargos, eben das Verbrecherregime des Saddam Husseins, vermissen. Wie
    erklären Sie sich sonst ihre „Vorgehensweise“ ???

    Ich habe dann den Faden weitergesponnen und auf die aktuelle Situation im Iran
    hingewiesen und dabei den neuen Menschenschlächter Ahmadinejad erwähnt.
    Herr Helmut Jung hat diesen Hinweis verstanden, Sie offenbar nicht; statt dessen
    ziehen Sie sich auf längst vergangene Ereignisse zurück. Die Geschehnisse um die
    Tudeh-Partei – das war vor meiner Zeit, hat für mich aus verständlichen Gründen
    deshalb nicht die Bedeutung, wie das aktuelle Geschehen es hat. Sowohl Täter,
    als auch Opfer, sofern sie noch leben, sind im heutigen Iran Gegenwart.
    Dass ich in diesem Zusammenhang den deutschen Faschisten Ellsässer (siehe HP),
    ob links oder rechts spielt dabei für mich keine Rolle, explizit erwähnt habe liegt
    an dessen Vorliebe für unsere Schweiz. Ich meine wir benötigen Vieles … nichts
    ist perfekt, schon gar keine Demokratie und bestimmt auch nicht „usere Schwiiz“,
    auch berechtigte Kritik hat einen nicht zu unterschätzenden Lerneffekt, aber was
    wir sicher nicht benötigen sind Anbiedungsversuche von deutschen FaschistInnen,
    welche die Folterknechte und Henker im Iran bejubeln und dort ihren grossen
    neuen Führer, namens Ahmadinejad, lokalisiert zu haben scheinen. Wir haben
    genug mit unseren eigenen FaschistInnen, VerschwörungstheoretikerInnen und
    Schleiereulen-tanzenden-SteineranhängerInnen etc., etc. zu tun 🙂 …

    noch etwas zu Ihrem link …

    Wenn Sie ihn richtig durchgelesen hätten, müssten Sie eigentlich zu dem gleichen
    Schluss kommen, wie ich es gekommen bin … die Zahlen sind „vage“; auch wenn
    jeder Tote einer zuviel ist. Je nach politischer Ausrichtung und je nachdem wer
    unter welcher Prämisse und zu welchem Zweck, -mit welcher Absicht – eine, meist
    nur auf ungenauen Angaben beruhende, „Untersuchung“ der Auswirkungen dieses
    Embargos vorgenommen hat. So betrachtet könnte frau/man auch zu dem Schluss
    kommen Bush’s Irakkrieg war gerechtfertigt, denn er führte zu einem Ende der
    Sanktionen und beseitigte gleichzeitig einen Massenmörder. Das Problem solcher
    Aktionen ist immer, dass deren Durchführung auch mögliches neues Unrecht
    schafft. Bei einem bestimmten Mass an menschlichem Leid kann sich dann jede
    Demokratie, trotz sorgfältiger Güterabwegung, ganz plötzlich auf der Anklagebank
    wiederfinden.
    Der entscheidende Unterschied ist der, um ihre kommunistische Tudeh-Bewegung
    (Partei ?) noch einmal zu erwähnen, dass das Rechtswesen einer Demokratie
    auch bekennenden DemokratiefeindInnen nach ihrer Gefangennahme noch die
    Möglichkeit von Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Barmherzigkeit einräumt; etwas
    was Faschisten jeglicher couleur und Schattierung komplett abgeht.

  • #39
    Helmut Junge

    @Patrizia,
    Ich will das mit der Tudeh für Sie, die wohl noch jung sind, mal erklären.
    Das Schicksal der Tudeh hat nämlich für unsere Zeit und dafür, für das Sie sich einsetzen, eine sehr große Bedeutung.
    Es gab damals einen großen Widerstand im iranischen Volk gegen das verhaßte Schahregime. Dieser Widerstand vereinte viele Kräfte, die eigentlich sonst sehr gegensätzliche Positionen vertraten. Fortschrittliche Kräfte und ländlich rückständige Kräfte, bürgerliche Parteien und Kommunisten (Tudeh) waren sich in dem Punkte einig, daß die Diktatur des kaiserlichen Regimes vernichtet werden mußte.
    Diese Volksbewegung bekam Auftrieb, als sich die religiösen Mullahs anschlossen.
    Die Bewegungs- und Handlungsfähigkeit des Regimes wurde immer stäker eingeschränkt, weil es ein immer breiterer Aufstand wurde.
    Chomeini konnte sogar aus dem Exil in den Iran reisen und der Schah war zu diesem Zeitpunkt schon unfähig, ihn daran zu hindern. Es kam zu einer Vertreibung des Kaisers und zum Sieg der revolutionären Kräfte über die „unsterbliche“ Kaisergarde.
    Weil dieser gemeinsam errungene Sieg alle beteiligten gesellschaftlichen Schichten das Gefühl gab, nun auch gemeinsam einen demokratischen Iran schaffen zu können, nahm niemand, nicht mal die Kommunisten mißtrauische Notiz davon, daß die Macht der Mullahs heimlich und offen wuchs. Die Tudeh hat sogar besonders lange mit den Mullahs zusammengearbeitet. Das ging so lange, bis das geschah, worauf uns „so,so“(31) hingewiesen hat. Alle Parteien, auch Tudhe, wurden zerschlagen, und alle Gegner der Mullahs physisch venichtet, bzw. eingekerkert.
    Die Mullahs errichteten die „islamische Republik“ mit allen Schrecklichkeiten,
    die Sie hier ansprechen.
    Die Reste, die von der Tudeh noch leben, sind, wie „so,so“ andeutet im Untergrund. Sie kämpfen ums nackte Überleben.
    Diese Menschen leiden natürlich darunter, daß große Teile der Linken nicht mit ihnen solidarisch sind, sondern mit dem Regime der Mullahs sympathisieren, also mit ihren Henkern.
    Ich habe „so, so“ nicht ohne Hintergedanken gefragt, ob er was aus dieser Geschichte gelernt hat, aber er weigert sich, dazu eine Antwort zu geben.
    Meine Frage ist „so,so“(37) rätselhaft!
    Ich frage jetzt Sie, ob man aus dieser Geschichte etwas lernen kann.

  • #40
    so, so

    @patrizia

    also ihre Schlüsse sind mehr als kühn!

    „Wenn Sie also völlig “unmotiviert” den Namen Clinton in die “Diskussion” einführen,
    den aber eines Verbrechers wie Saddam Husseins aussen vor lassen, dann drängt
    sich für die Leserin der Eindruck auf, als würden Sie den Grund des damaligen
    Embargos, eben das Verbrecherregime des Saddam Husseins, vermissen. Wie
    erklären Sie sich sonst ihre “Vorgehensweise” ???“

    Warum ich Clinton oder andere Namen eingeführt habe, dann deshalb, weil ich, wenn schon im Zusammenhang mit einem Linkenpressesprecher davon die Rede ist, daß er eine Blutsäuferstatue auf seinem Schreibtisch stehen hat doch fürderhin erwarte, auch in anderen Zusammenhängen entsprechende Personen entsprechend attributiert zu sehen. Das war nicht unmotiviert, sondern enthält den Vorwurf der Heuchelei. Und das meinte ich hat Stefan Laurin verstanden – zu Helmit Junge gesprochen. Wobei ich nicht von „Blutsäufer“ gesprochen habe im Zusammenhang mit Clinton. Das war Stefan Laurin, der ich nehme mal der Einfachheit halber, als „Blutsäufer“ die von mir genannten Personen benannt hat – übrigens in Anführungszeichen, was anzeigt, daß er hier einen summarischen Begriff verwendete, den er nicht voll teilt. So und das habe ich der Einfachheit halber dann auch so gehalten. Daß ich jemanden wie Saddam Hussein außen vor lasse, hat einfach damit zu tun, daß ich kaum glaube, daß ich irgendjemanden bei den Ruhrbaronelesern von dessen Grausamkeit überzeugen muß. Genausowenig wie sie übrigens stets auf die (un-)taten zum Beispiel diverser US-Präsidenten hinweisen, wenn sie über Saddam Hussein reden. Ich könnte ja auch darauf hinweisen, daß Saddam Hussein von der Reagan Regierung unterstützt wurde im Krieg gegen den Iran und deutsche Firmen mit Wissen des BND (diese Klarstellung war sogar der US-Regierung im Nachhinein ein Affront wert) Gaszentrifugenteile geliefert haben und könnte sagen das fehlt mir bei Ihnen. Hätte ich es mit Saddam-Hussein-Anhängern zu tun, würde ich es im Großen und Ganzen umgekehrt halten.

    Sie gehen schon sehr leichtfertig mit ihren Anwürfen um.

    „So betrachtet könnte frau/man auch zu dem Schluss
    kommen Bush’s Irakkrieg war gerechtfertigt, denn er führte zu einem Ende der
    Sanktionen und beseitigte gleichzeitig einen Massenmörder.“

    Gott, was für eine gedankliche Konstruktion. Der Irak-Krieg der USA war unter anderem deshalb gerechtfertigt, weil er das Embargo der US-Regierung, das vielen Menschen das Leben gekostet hat (die „vagen“ Zahlen beginnen bei minimal 100000 Menschen), beendet hat. Sozusagen ist das dann ein „Gnadenschuß“ des Täters nachdem er das Opfer verletzt hat und deshalb „gerechtfertigt“. Wissen Sie eigentlich noch, was sie so schreiben?

    @helmut junge

    ja, ihre Darstellung der Geschichte der Tudeh-Partei entspricht auch meinem Wissen. Allerdings unterstellt ihre Frage, ob ich etwas gelernt habe, daß ich vorher auf seiten der Politik der Tudeh-Partei gestanden habe oder Ähnliches. Das ist nicht der Fall. Was ja nicht heißt, daß ich das was mit ihren Mitgliedern geschehen ist und geschieht, für absolut grausam halte. Auch ist es vorher schon öfters geschehen, daß kommunistische Parteien Bündnisse mit irgendwelchen „bürgerlichen“, wie das so heißt, Regierungen geschlossen haben, die dann grausamst gegen sie vorgingen. Das wissen sie sicher auch. Daß linke Gruppierungen mit der iranische Regierung „sympathisieren“ halte ich so auch für viel zu pauschal. Weshalb ich eben auch auf eine Frage, die dies unterstellt, keine entsprechende Antwort geben kann.

  • #41
    so, so

    @patrizia
    nur damit sie nicht die Möglichkeit haben in meinen Versuch Ihnen klarzumachen, was sie da schreiben irgendwie wieder etwas reinlesen: Das Opfer ist sicher nicht Saddam Hussein. Nur ihre Logik geht so, daß, wenn der Täter eine Grausamkeit durch eine andere Grausamkeit beendet dies die letztere Grausamkeit rechtfertigt.

  • #42
    Helmut Junge

    @so,so
    Sie lassen also gerne ganze Gedankengänge weg, weil Sie denken, daß die Leserschaft der Ruhrbarone diesen weggelassenen Blickwinkel schon im Überfluß kennen?

    Zitat: „Daß ich jemanden wie Saddam Hussein außen vor lasse, hat einfach damit zu tun, daß ich kaum glaube, daß ich irgendjemanden bei den Ruhrbaronelesern von dessen Grausamkeit überzeugen muß.“
    Und weiter:
    „Hätte ich es mit Saddam-Hussein-Anhängern zu tun, würde ich es im Großen und Ganzen umgekehrt halten.“
    Damit können Sie sich überall einseitig und auch krass äußern.
    Mit dieser Methode können Sie alles provozieren, ohne wirklich dahinter zu stehen.
    Ätsch, ich meine immer das, was ich nicht gesagt habe!
    Sie wirken aber zunächst wie jemand, der eine Position vertritt.
    Davon sind Sie allerdings weit entfernt. Dummerweise muß man ihre Texte schon sorgfältig lesen. Das kostet Zeit, und ist letztlich völlig sinnlos, denn Sie sind genau so konturenlos, wie ich in meinem Beitrag 36 schon vermutet hatte. Sietäuschen allerdings eine Kontur vor. In der Biologie nennt man das Mimikry.
    Es ist mir jetzt auch egal, ob Sie was gelernt haben. Außer zu rein semantischen Übungen würde das bei Ihnen doch nicht führen.
    Ich will mich auch nicht darüber beklagen, daß ich meine Zeit in die Diskussion mit Ihnen reingesteckt habe. Habe ich doch dabei wenigsten etwas Neues gelernt.

  • #43
    Arnold Voß

    Helmut Junge, Patrizia, vergessen sie so,so. Er ist wie sein Deckname: so oder so. Er gefällt sich in seiner schwurbeligen Dialektik und hält sie anscheinend für Intellektualität.

    „Daß ich jemanden wie Saddam Hussein außen vor lasse, hat einfach damit zu tun, daß ich kaum glaube, daß ich irgendjemanden bei den Ruhrbaronelesern von dessen Grausamkeit überzeugen muß.”

    Der Autor lässt also einen Namen außen vor, weil die Leser, ohne dass er ihn nennt, wissen wer gemeint ist. Und weil sie von der Grausamkeit des nicht Genannten überzeugt sind, meint er, dass es auch gar nicht nötig war, ihn zu nennen.

    Dieser Satz ist nicht mal mehr demagogisch. Er ist einfach nur Quatsch.

  • #44
    Helmut Junge

    „Quatsch“ ist vermutlich das Wort, daß „so,so“ im Zusammenhang mit seiner „Meinung“ am wenigsten lesen möchte. Hat er aber verdient.

  • #45
    Arnold Voss

    Helmut Junge, so,so ist nicht dumm. Er ist einfach nur ein schlitzohriger (politischer) Winkeladvokat, der die Antwort nicht lohnt.

  • #46
  • #47
    so, so

    @helmut Junge, arnold voss

    ja, dann ist es ja gut, wenn sie sich einig sind. #43 zeugt übirgens von einer völligen Willkür in der Argumentation. Weder ging es mir in #18 um eine umfassende Aufzählung von „Blutsäufern“ noch um ein Urteil über Saddam Hussein. Einfach dann mal Saddam Hussein in den Raum werfen und mir Sympathie mit ihm unterstellen – wie Patrizia das tat – ist schon eine reife intellektuelle Leistung, die natürlich nicht demagogisch ist, und keineswegs für einen von Ihnen bemerkenswert. Eins sei ihnen attestiert: Sie sind auf der Höhe der Zeit.

  • #48
    so, so

    @Helmut Junge #46

    das unterscheidet sie dann offensichtlich von einem Herrn Voss. Wissen Sie ich denke, was wir zu bereden hätten, wenn es um unsere „Standpunkte“ geht, das denke ich gehört nicht in ein öffentliches Blog und sicher nicht in dieses, weil es vermutlich etwas ist, was hier nicht verstanden wird und mir sicherlich wieder jede Menge solch intellektuell hochstehender Argumentationen wie von Herrn Laurin, der jungen Dame Patrizia und eines Herrn Voß einträgt. Wer sich dann ändern würde, das halte ich dann immer noch für eine offene Frage. Also nichts für ungut, Herr Junge.

  • #49
    Helmut Junge

    @so,so,
    ist schon ok.
    Es gibt neue Themen, lassen Sie mal wieder was von sich hören.

  • #50
    so, so

    Sofern es noch Leser gibt ;-), will ich mich doch nochmal zur Klarstellung zu den Postings, die mein Posting #18 betreffen, äußern.

    Ich schrieb:

    „ja, der Blutsäufer Dschersinki. Wäre schon ok, wenn es dann heißen würde der Angriffskrieger Friedrich der Große, Bismarck, Kennedy usw., der Diktatoren und Blutsäuferunterstützer Kennedy, Bush, Adenauer usw.. Wie Helmut Junge zu Recht meint, eine lange Liste. Das wäre schon mal was.“

    In #19 erweitere ich die Liste um Clinton.

    Was haben die genannten Personen gemeinsam? Genau! Es sind alles in der deutschen Öffentlichkeit geachtete Personen, sicher eine recht willkürliche und lückenhafte Liste. Und wer zählt da sicher nicht dazu? Genau: Saddam Hussein. So und da die „Ruhrbarone“ Mainstream sind und – soweit ich die Kommentare lese – die Ruhrbaroneleser eher rechts davon (ja, ja , es gibt auch Grüne etc.) verorte, habe ich diese Sortierung der Wertschätzung auch den Ruhrbaronelesern unterstellt.
    So und mit dieser Aufzählung habe ich auf einen Blogbeitrag mit dem „Blutsäufer“ Dscherschinski geantwortet. Warum? Die genannten Personen habe m.E. auch einiges in Sachen (Unt-)taten zu bieten – was auch von meinen „Antwortern“ nicht bestritten wird. Mal mehr mal weniger und auch ohne sie mit Dschersinski gleich zu setzen. So und daraus mache ich mal ein Urteil – wobei ich die Leser für so intelligent gehalten habe, dies nachvollziehen zu können – daß Dschersinki seine Attributierung als „Blutsäufer“ nicht seinen Untaten verdankt, sondern dem, daß er auf einer politisch entgegengesetzten Seite des Blogschreibers stand. Und zwar weil ich ja auch über die aufgeführten Personen, oder auch Andere, nie entsprechende Attributierungen bei den Ruhrbaronen gelesen habe. Also zuerst die Feindschaft gegen den „Standpunkt“ besteht und nicht die Feindschaft gegen den „Standpunkt“ seinen Grund im Blutsäufertum hat. Wohlgemerkt ich habe nichts gegen die Attributierung Dscherschinskis als Blutsäufer, sofern alle anderen auch entsprechend ihren Taten attributiert werden.
    Also es geht um den Vorwurf der Heuchelei gegenüber dem Blogschreiber und natürlich auch einem Teil der Leser – und Saddam Hussein spielt überhaupt keine Rolle. Nur um dies zu erläutern, habe ich später geschrieben, bei Saddam-Hussein-Anhängern würde ich es umgekehrt halten. Umgekehrt, um dieses „Argument“ klarzumachen. Also nichts Beliebiges, sondern wegen der unterschiedlichen Urteile eines Saddam Hussein-Anhängers und eines Ruhrbaronelesers würde ich für dasselbe Argument andere Personen anführen (das hebt ein Arnold Voß dann gleich auf eine Ebene von „Dialektik“ und „Winkeladvokatentum“. Klar, wenn man es nicht versteht, ist der andere böswillig. Und mit irgendeiner Mimikry hat so was doch auch nichts zu tun). Falls ich mich getäuscht habe, und unter „Ruhrbarone-Lesern es jede Menge Saddam-Hussein-Anhänger gibt, revidiere ich natürlich diese Aussage.
    So und nun kommt Laurin daher und ruft aber Clinton würde zu Unrecht aufgeführt wegen Saddam Hussein. Erstens mal ist das völlig an meinem Thema vorbei – wobei ich unterstelle daß Laurin schon verstanden hat, worum es geht. Zweitens ist es auch eine Relativierung von Gewalt – der andere hat sie doch provoziert. Außerdem war ja nicht Saddam-Hussein das Opfer. Es ist so, wie wenn ich bei Laurin mit seinem MLPD-Artikel um die Ecke komme und als Kritik sage, aber Hitler wird nicht erwähnt.
    Aber das (gespielte) Unverständnis lässt sich noch steigern. Patrizia wirft mir gleich vor, ich wäre Saddam-Hussein-Anhängern, weil ich ihn in der „Liste“ nicht aufführe. Offensichtlich (oder auch nicht und sie macht das mutwillig) hat sie überhaupt verstanden, worum es geht oder ihr machts halt Spaß, Leute aus einem anderen politischen Lager zu bashen. Das ist, wie wenn ich Laurin zum Nazi befördere, weil in seiner „Liste“ im aktuellen Blogbeitrag, Hitler nicht vorkommt.
    Und natürlich der – Oberknaller – Herr Arnold Voss, der in gewohnter Manier einfach so seinen Senf dazu gibt, ohne offensichtlich auch nur im Entferntesten eine Ahnung zu haben.
    So und dieses Personal ist sich einig, daß ich „dumm“, „demagogisch“ usw. bin. Es ist mir eine Ehre!

  • #51
    so, so

    kleine Ergänzung:

    „dumm“ ist so nicht gefallen, sondern „Quatsch“. also dumm nehme ich zurück obwohls natürlich eine ähnliche Bedeutung hat. Im übrigen ist es ist ja auch nicht von schlechten Eltern, wenn Patrizia“ unter meiner Anrede von „Anhängern blutiger Folterrituale“ fabuliert.

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  • #53
    Helmut Junge

    @so,so,
    keine Sorge, hier geht so schnell kein Beitrag ungelesen in die Mottenkiste.
    Aber heute ist bei den Ruhrbaronen der Bär los.
    Lesen Sie sich mal die Beiträge durch.
    Da gibt es sogar einen, der genau so was ähnliches macht, was Sie nicht gemacht haben. Im MLPD-Artikel

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