Mimimi: „Sehr geehrte Autor*innen der ruhrbarone“

Karsten Finke, macht irgendwas mit Grünen und sich selbst gerne wichtig, hat sich in einem Brief an die Redaktion der Ruhrbarone über mich beschwert. Der Grund: Ich lösche immer mal wieder seine Kommentare, weil sie mir schlicht zu  dumm sind. Nun hat Karsten ein großes „Mimimi“ gestartet, das ich unseren Lesern an diesem trüben Sonntag nicht vorenthalten möchten. Meistens sind die Kommentare von Karsten so blöd, dass ich sie einfach nicht lesen möchte. Zu ein paar der Vorwürfen: Von keiner Partei haben hier so viele Gastautoren Texte veröffentlicht wie Mitglieder der Grünen – in der Regel waren sie allerdings heller als Karsten…

Sehr geehrte Autor*innen der ruhrbarone,

mein Name ist Karsten Finke und ich bin regelmäßiger Leser und Kommentator der ruhrbarone. Leider muss ich mich bei euch und ihnen über Stefan Laurin beschweren. Schon seit längerer Zeit beschimpft er mich in Kommentaren, auch in Texten, die nicht von ihm sind. Aus heiterem Himmel schreibt er z.B. so etwas hier: „Du bist ein Spinner und Wichtigtuer mit dem Differenzierungsvermögen eines betrunkenen Dreijährigen.“ oder „Du fliegst hier bald wegen Dummheit raus…“ Dies sind nur Beleidigungen im letzten Artikel zur AfD. 
Gleichzeitig schaltet er teilweise meine Beiträge nicht frei, obwohl sie völlig harmlos sind. Er zensiert, wo und wann er will. Er beleidigt und beschimpft aber auch andere auf kindische Weise. Mit ihm kann ich nicht darüber reden, er macht da komplett zu. Ich war mal mit ihm auf facebook befreundet. Auch persönlich kennen wir uns von Demos. 
Nach dem (radikalen) Rauchverbot hat er fast alle Grünen (also auch mich) aus seiner Freundesliste gestrichen. Fast jedesmal, wenn ich unter einem Artikel von euch und ihnen etwas kommentiere, dauert es nicht lange, bis mich Stefan beschimpft. Ich verstehe einfach nicht warum. Vor ein paar Stunden habe ich Stefan eine Mail geschrieben, die er natürlich nicht beantwortet hat, mit einem Kompromissvorschlag (die Mail ist unter dem Text). Stefan schlägt einfach auf alles ein, besonders auf alles Grüne. Wie ein Berserker und ohne Rücksicht auf Verluste. Meistens gebe ich irgendwann entnervt auf. Häufig wollte ich auch schon Texte kommentieren, habe es aber gelassen, weil ich wusste, dass Stefan mich wieder beleidigen wird. Stefan erzeugt ein Umfeld der Angst, ich kann ganz klar sagen, aus Angst vor seinen Beschimpfungen teilweise zu schweigen.
Insgesamt konnte ich in der letzten Zeit einen klaren Rechtsruck bei den ruhrbaronen feststellen, von Stefan Laurin forciert. Es gibt regelmäßig Lobpudeleien auf die FDP, vieles erinnert an die Achse des Guten oder eine weichere Form von PI News. Nur, wenn Martin Niewendick oder Jan Matzoll etwas schreiben, geht mein Herz auf. 
Auch die Kommentare werden immer rechter. Leute, die die Alternative für Deutschland verteidigen, die gegen den sog. „Genderterror“ hetzen, einfach gegen alles Linke und Emanzipatorische. Ich kenne auch viele, die die ruhrbarone deswegen nicht mehr lesen. Viele finden es einfach nur noch peinlich, was Stefan da treibt.
Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn die ruhrbarone wieder vielfältiger würden. Die Themen von Stefan sind häufig interessant und seine Meinung wichtig, aber es kann nicht die einzige Meinung sein. Sein autoritäres Gehabe gegen alle Andersdenkenden schadet den ruhrbaronen als Ganzes. Ich finde es echt schade, dass ich euch und ihnen das hier schreiben muss. Ich möchte Stefan nicht anschwärzen und ich will auch nicht, dass der Streit in der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Ich möchte einfach, dass ihr und sie mal mit Stefan reden und sich vielleicht auch wieder verstärkt in die ruhrbarone einbringen.
 
Hier noch die Mail, die ich an Stefan geschickt habe:
 
Lieber Stefan,
warum müssen wir eigentlich immer streiten? Fast jedes mal, wenn ich was bei den ruhrbaronen kommentiere, musst du darauf antworten? Warum eigentlich? Kannst du nicht einfach die Diskussionsteilnehmer*innen diskutieren lassen? Und es bleibt ja nicht dabei, dass du mit diskutierst, du muss mich sofort beleidigen, warum? Wenn dir mein Argument nicht gefällt, kannst du ja sagen, dass das aus deiner Sicht Unsinn ist und kurz begründen warum. Aber, obwohl ich dich weder angeschrieben habe, noch über dich geredet habe kommt so etwas „Du bist ein Spinner und Wichtigtuer mit dem Differenzierungsvermögen eines betrunkenen Dreijährigen.“ Was soll das? Warum kannst du nicht einfach argumentieren, dass ich Unrecht habe?
Dann giften wir uns gegenseitig an, es schaukelt sich hoch, bis du mir ganz autoritär drohst, mich rauszuschmeißen. Wenn du mal reflektierst, was du von dir gibst, hättest du dich selber schon längst rausschmeißen müssen. Aber ich fände das albern. Am Ende jeder Diskussion gebe ich meistens nach und lasse es lieber, bevor es noch mehr eskaliert.
Können wir nicht einfach vereinbaren, dass wir versuchen, uns so weit es geht in Ruhe zu lassen? Ich schreib nichts über dich und du nicht über mich, ganz einfach. Wenn ein Argument von mir dich so sehr nervt, widerlege es, ohne mich zu beleidigen. Wäre das so schwer?
Mit freundlichen Grüßen,
Karsten
 
Alles Gute und vielen Dank,
Karsten Finke
Für die Nazis sind wir Kommunisten, für Finke Rechte, für Sozis Grüne, für Kommunisten Anarchisten und für Niederrheiner Ruhrgebietsfanatiker. Auf der anderen Seite: Wenn einer wie Karsten Funk sich nicht beklagen  würde. hätte ich das Gefühl, es läuft was falsch:-) Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter.

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96 Kommentare

  1. #1 | Chris sagt am 6. Oktober 2013 um 10:39 Uhr

    Also ich muss sagen, dass ich da auf der Seite von Karsten bin. Als ich die Kommentare unter dem AfD-Artikel gelesen habe, dachte ich auch ziemlich schnell, dass es was persönliches ist. Ob es sein muss, diese Mail hier öffentlich zu machen, ganz offensichtlich mit dem Ziel, jemanden bloßzustellen und sich über ihn lustig zu machen? Ich sehe das sehr kritisch, dafür bin ich wirklich nicht hier.

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 6. Oktober 2013 um 10:42 Uhr

    @Chris: Ich kann ihn schlicht nicht ausstehen. Ein kleiner, autoritärer Wichtigtuer und Berufsbetroffener.

  3. #3 | Nansy sagt am 6. Oktober 2013 um 10:55 Uhr

    Also das hört sich für mich danach an, als ob ein enttäuschter Grüner hier darüber lamentiert, dass bei den Ruhrbaronen auch andere politische Richtungen zu Worte kommen (Leute, die die Alternative für Deutschland verteidigen, die gegen den sog. “Genderterror” hetzen, einfach gegen alles Linke und Emanzipatorische).
    Soll das jetzt heißen, dass Karsten lieber deren Beiträge zensiert wissen möchte, anstatt der von ihm unterstellten „Zensur“ seiner Beiträge? Irgendwie klingt das etwas unreif….

  4. #4 | Nata sagt am 6. Oktober 2013 um 10:56 Uhr

    @Stefan Wenn dein Verhalten darauf zurückzuführen ist, dass du ihn nicht leiden kannst, würde ich dir mal empfehlen damit umgehen zu lernen. Egal ob man einen Menschen mag oder nicht – Repsekt hat er in jedem Fall verdient. Zumal beleidigendes Verhalten auch sehr unprofessionell ist. „Unschönen“ Kommentaren kann man auch respektvoll und deeskalierender entgegnen. 😉

  5. #5 | Thorsten Stumm sagt am 6. Oktober 2013 um 11:01 Uhr

    Lieber Karsten Funk,
    als einer der der angesprochenen Ruhrbarone kann ich Ihnen nur sagen : Unsinn muss man Unsinn nennen.

    Auch wenn Sie diesen Unsinn emanzipatorisch, links, grün oder ökölogisch nennen. Wir pflegen hier die Kontroverse. Eine grade von Leuten wie Ihnen verschüttete Kunst. Meinungsfreiheit heisst eben nicht die Freiheit einer Meinung zu sein.

    Zudem: Der Artikel an dem sich Ihr Streit entzündet hat, gefällt mir ganz und gar nicht ! Aber ich würde niemals verhindern wollen oder es auch nur fordern das solche Beiträge hier nicht erscheinen.

    Leider herrscht grade unter Linken und Grünen die fatale Tendenz Kritk an Ihren Positionen mit der rechten Keule totzuprügeln und ganze Themenbereiche als nicht PC auszuklammern.

    Hier ist einer der wenigen Orte wo die Kontroverse und der Pluralsimus gepflegt wird. Das ist dank Leuten wie Ihnen bitter nötig. Und da Sie das Wort „Liberaler“ als Schimpfwort benutzen, wenn Sie mal kurz innehalten werden Sie hoffentlich feststellen in welcher Tradition Sie da stehen, zeigt mehr über Ihr Verständnis von demokratischen Pluralismus und Meinungsfreiheit als über das unsere.

    Und ganz persönlich: Mir machen Leute wie Sie deutlich mehr Angst als ein paar Eurokritiker ! Sie teilen selber kräftig aus und sind dann eine kleine Heulsuse wenn es auch Ihnen gegenüber rauher wird.

  6. #6 | Yilmaz sagt am 6. Oktober 2013 um 11:12 Uhr

    „Insgesamt konnte ich in der letzten Zeit einen klaren Rechtsruck bei den ruhrbaronen feststellen, von Stefan Laurin forciert.“

    Absolut lächerlich, es zeigt aber mal wieder, wie die Grünen ticken, wenn man mal nicht ihrer Meinung ist.

    Fazit: unwählbar hoch 10 !

  7. #7 | der, der auszog sagt am 6. Oktober 2013 um 11:16 Uhr

    Habe gerade wenig Zeit, aber der Streit, der hier seit gestern eskaliert, widert mich an. Er ist deshalb unerträglich, weil die Ruhrbarone immer eine Plattform war, die sich gegen Rechtsextremismus stark gemacht und die deutsche Vergangenheit kritisch hinterfragt hat. Den Autoren, speziell Stefan Laurin vorzuwerfen, er würde nach rechts abdriften und ihn als Nazi zu beschimpfen, ist unter aller Sau. Solche unverschämten Unterstellungen, wie sie Karsten Funke von sich gibt, muss man sich als „Hausherr“, der man als Betreiber einer Internetseite nun mal ist, nicht gefallen lassen, zumal man rechtlich auch für den Schwachsinn mitverantwortlich gemacht werden kann, den die Kommentatoren hier von sich geben.

    @Stefan
    Lass Dich nicht verarschen. Vermutlich ist den wenigsten, die hier gerade mit brauner Scheiße um sich werfen, bewusst, wie viel Arbeit und Herzblut in dieser Seite stecken und das man eine solche Plattform, auf der sich auch Willis zu Wort melden dürfen, solange sie nur Schwachsinn reden und nicht beleidigend werden, nicht aus dem Ärmel schüttelt.

    @Karsten Funke
    Wenn Dir diese Plattform nicht passt, dann mach doch eine eigene auf. Wir leben in einem freien Land, in dem niemand zensiert wird und jeder sagen darf was er denkt. Sorry, wenn ich jetzt direkt und ausfallend werde, aber wenn es Dir hier nicht passt, dann verpiss Dich doch einfach.

  8. #8 | Anna sagt am 6. Oktober 2013 um 11:48 Uhr

    @stefan: Es mag verständlich sein, dass du ihn nicht ausstehen kannst, aber ist es eine gute Idee, dass über die Ruhrbarone auszutragen?

  9. #9 | Stefan Laurin sagt am 6. Oktober 2013 um 11:51 Uhr

    @Anna: Ich hab gehofft er zieht irgendwann von dannen 🙂

  10. #10 | Bill Brook sagt am 6. Oktober 2013 um 12:23 Uhr

    „Nur, wenn Martin Niewendick oder Jan Matzoll etwas schreiben, geht mein Herz auf“

    Ob die davon so begeistert sind, wage ich mal zu bezweifeln.

  11. #12 | Sebastian Bartoschek sagt am 6. Oktober 2013 um 12:39 Uhr

    Ich muss gestehen, Karsten Finke hat Recht.
    Zumindest was mich betrifft.
    Ich stehe für Freiheit. Freiheit ohne mimimi.
    Und das tut mir noch nicht einmal leid.
    Bin sogar stolz darauf.
    Nenne mich mal liberal, mal libertär, mal individualanarchistisch.
    Und wenn andere Autoren das hier nicht so sehen:
    ist es m.E. ihre Freiheit, das so zu vertreten.
    Willkommen im Pluralismus!

  12. #13 | Klaus Lohmann sagt am 6. Oktober 2013 um 12:51 Uhr

    @#7 | der, der auszog: Komplett d’accord!

    Mich beschleicht immer wieder eine Art „ekliger Faszination“, wenn ich solche Ignoranten mit ihrer Weigerung, sich mal über Zensur, Blogs, Persönlichkeits-/Hausrecht und Art. 5 GG richtig schlau zu machen, lesen muss. Aber die Grünen haben anscheinend grad ihre Offenbarungs-Wochen…

  13. #14 | Magda_lena sagt am 6. Oktober 2013 um 13:03 Uhr

    *Was* *macht* ihr da?

    Eine private E-Mail leitet man a) nie, nie, nie weiter und stellt sie b) unter gar keinen Umständen ins Netz.

    Ich weiß auch gar nicht, ob Karsten dich jetzt wegen Verletzung des Briefgeheimnisses rechtlich belangen kann.

    Damit hast du, Stefan Laurin, dir und den Ruhrbaronen keinen Gefallen getan.

    Auf den Inhalt des „liberal oder nicht“-Debatte will ich gar nicht eingehen. Aber:

    Ein Chefredaktakteur oder Moderator sollte sich sachlich mit Kritikern auseinandersetzen. Selbst wenn du privat einen Konflikt mit Karsten Finke hast, gehören emotionale Momente daraus das nicht in eine Zeitschrift, die ernst genommen werden will. Wie ernstzunehmen soll die Berichterstattung denn noch sein, wenn du deinen privaten Konflikt nicht aus deiner Rolle als Chefredakteur heraushalten kannst? Wenn du mit diesem Konfliktfall dann so unsouverän, unfair und emotonal umgehst? Dass du auf simple Abwertung setzt: „Ich hab keine anderen Argumente, also muss Karsten Finke doof sein, er ist einfach doof, seht diese aus dem Zusammenhang gerissene Mail. Mit doofen und Untermenschen red ich nicht“. Gut, er hat dein Verhalten in der Mail kritisiert. Aber kannst du mit Kritik so schlecht umgehen, dass du dann ohne Umschweife persönlich angreifen musst?

    Menschen die Emails in selbstgewähltem Kontext weiterleiten oder veröffentlichen, um andere vorzuführen, die *mit* ihnen kommunzieren wollten, stellen sich ein Armutszeugnis aus. Das ist würdelos, vertrauensunwürdig und völlig rückgratlos.

    Für die Ruhrbarone, über die letztes Jahr sogar der SPIEGEL berichtete, und ihre weitere Entwicklung kann sich *das hier* *wirklich* fatal auswirken.

  14. #15 | Paul sagt am 6. Oktober 2013 um 13:07 Uhr

    Karsten Finke ist der – Achtung: Oxymoron! – fleischgewordene Beweis dafür, dass die Grünen nicht mehr funktionieren. Er stellt Transsexuelle in den Mittelpunkt – deren Diskriminierung unmöglich ist und natürlich bekämpft gehört! -, diffamiert Männer, die weiterhin daran festhalten, Männer sein zu wollen und glaubt, dass die Welt mit seinem linksautoritären Weltbild besser werden könnte.

    Ich glaube, dass Karsten vor allem persönliche Probleme hat. Seine Artikel, die er im Internet publiziert oder früher für die BSZ schreiben durfte, sind da doch eindeutig. Auch das ist ein Problem vieler Grüner. Nein, ich kann nichts dafür, dass du dich falsch verstanden fühlst. Nein, nur weil du glaubst, dass du ein Opfer bist, halte ich nichts davon, fast vierzig Jahre nach den größten Erfolgen der Frauenbewegung (Scheidungsrecht, Beziehung Ehemann-Ehefrau bzgl. Frauen-Arbeit, Abtreibung) Frauen heutzutage Opfer sind. 41 Prozent der Wähler haben Merkel gewählt. Weit über 41 Prozent der Wählerinnen stimmten für die CDU. Trotz Betreuungsgeld! Und woran das liegt? Die Leute wollen ernst genommen und nicht belehrt werden.

    Ihr habt – nicht nur an den Universitäten – Dinge in die Politik geholt, die damit nix zu tun haben. BDSM-Workshops? Das ist keine politische Aufgabe. Vor allem sollte das nicht von denen zu einer politischen Aufgabe gemacht werden, die selbst einfach nur eine Möglichkeit suchen, irgendwelche Fetische auszuleben. Veggie-Day? Das ist keine politische Aufgabe. Man hätte ja einfach mal über die Zustände in Mastbetrieben reden können.

    Bei den Grünen sind immer nur Betroffenheitsbeauftragte. Das macht mich aber noch lange nicht betroffen. Und nur weil Karsten sich hier von einem der Ruhrbarone-Autoren unterdrückt fühlt, muss er nicht unterdrückt sein. Auf wordpress.com kann jeder seinen eigenen Blog führen. Bitte! Tu das! Schade nur, dass da erst recht keiner das lesen will, was er behauptet.

    Ich arbeite nun schon einige Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität. Und natürlich lese ich auch als Nicht-Student die BSZ. Was Karsten da veröffentlichen durfte, war der reine Horror.

    Es gab da einen Artikel (leider nicht im Netz auffindbar), in dem „fik“ sich wieder einmal als Opfer stilisierte. Er fühlte sich angesichts der Äußerungen seiner Kommilitoninnen in seinem Pädagogik-Seminar als einzige Frau bzw. einzige „Feministin“ (so bezeichnet er sich ja tatsächlich). Dann wurde er auf seinem Fahrrad fast überfahren auf der Universitätsstraße. Und das alles – das war die Quintessenz – nur, weil er anders ist als andere.

    Ich danke den Ruhrbaronen, dass sie hier so ein breites Meinungsspektrum zulassen. Die Berichterstattung – auch deswegen ein Hohn, dass „fik“ Stefan Laurin quasi als rechte Socke bezeichnet – über Nazi-Aufmärsche und die Gegendemonstrationen ist preisverdächtig. Kein professionelles Medium schafft es, so aktuell und detailliert von der Straße zu berichten. Man merkt auch die unterschiedlichen Hintergründe der Autoren. Das ist eben das Ruhrgebiet. Und das versteht „fik“ nicht. Hier bei uns heißt es: „Woanders is‘ auch Scheiße.“ Für ihn gibt es aber nur den Ort, an dem er lebt. Das ist „fiks“ Horizont. Und da „fik“ den offensichtlich Scheiße findet, kann er nicht anders als Opferperspektive. Und merkt gar nicht, dass er 1. kein Opfer ist und 2. wie sehr er damit anderen auf die – Achtung, männlicher Sexismus! – Nüsse geht. Schönen Sonntag noch! Paul.

  15. #16 | mek sagt am 6. Oktober 2013 um 13:20 Uhr

    Ja Hut ab! Das Wort von der Kritik, die ihren Gegenstand nicht widerlegen, sondern vernichten will scheint hier ernst genommen zu werden, wenn ich das obig dargestellte Selbstverstädnis recht verstehe. Das ist eigentlich auch ganz charmant, richtig und notwendig. Probate Mittel dazu sind unter anderem Polemik und Pöbelei, hierzulande in der Tat unterschätzte Formate. Muss man mögen, können und abkönnen,ansonsten liest man wohl nicht hier mit, sondern die Restjournallie weg. Was mich indes schmunzeln und den Beitrag zwischen Amüsement und Ärgernis pendeln läßt: Euer beider Art und Umgang mit diesem – nennen wir es der Einfachheit halber mal – Konflikt, ist so pathologisch „links“, dass eine unbedarfte LeserInnenschaft mit Anlass,Ursache und Bearbeitungsstrategien nicht mehr hinterherkommt. Der eine sieht seine Meinungsäußerungsfreiheit gefährdet und wünscht darüberhinaus Fragen des Umgangs zu thematisieren, fordert das gar erst einmal im privaten Gesprächsversuch, dann öffentlicher ein, der andere fühlt sich von der Existenz dieser Befindlichkeit belästigt, bimmelt die ganz große Glocke und schreit – in denuziatorischer Absicht (?) – das größte Schwein im ganzen Land, das sei und bleibe der Denunziant. Auf der sachlichen Ebene geht es aber nach wie vor schon noch um unterschiedliche Verständnisse von Autoritarismus, Fortschritt, Emanzipation, Bewertung von Realpolitiken und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen, oder? „Klein, dumm, betroffen, autoritär, rechts“ sind alles gute Gründe, sich gegenseitig links liegen zu lassen oder seine individuelle Wahrnehmung beim Männerfrühstück wahlweise zu bestätigen oder zu korrigieren. Als Stoff für eine öffentliche Auseinandersetzung, die nicht Glosse, Kommentar oder publizistische Hinrichtung sein will (was dieser Beitrag selbstverständlich sein will, nur gibt es bei diesem Format wohlweislich und gewollt meistens keine offene Kommentarfunktion!) ist euer „Wattebäuschchengeschmeiße auf der Metaebene“ ebenso erheiternd wie definitiv nicht abendfüllend.

  16. #17 | Stefan Laurin sagt am 6. Oktober 2013 um 13:25 Uhr

    @mek: Und weil Du Recht hast und der Konflikt nicht abendfüllend ist lief er ja auch am Sonntag Vormittag. Mattiné… 🙂

  17. #18 | Klaus sagt am 6. Oktober 2013 um 13:33 Uhr

    @14: Das Briefgeheimnis gilt nicht für E-Mails. Es gibt ähnliche Regelungen für elektronische Kommunikation, die aber genau wie das Briefgeheimnis nur für den Transport gelten. Ergo: Keine Verletzung des Briefgeheimnisses.

    Von einer privaten E-Mail würde ich übrigens hier nicht sprechen, schließlich ging das Schreiben an eine größere Gruppe. Ihre Empörung über die Veröffentlichung wirkt auf mich wie gekünstelt.

  18. #19 | Stefan Laurin sagt am 6. Oktober 2013 um 13:39 Uhr

    @Klaus: Dazu kommt das die Mail auch nicht privat ist. Ein Politiker – und damit eine Person der Zeitgeschichte – schickte sie über einen sehr großen Verteiler. Es gibt keinen privaten Inhalt. Es sind politische Äusserungen und der Versuch auf ein Medium Einfluss zu nehmen.

  19. #20 | Magda_lena sagt am 6. Oktober 2013 um 13:46 Uhr

    Wenn du Aufregung über rückgratloses oder unfaires Verhalten nicht als echte nachfühlen kannst, hast du wohl ein anderes Wertesystem. 😉 Aber die Medienwelt teilt das nicht. Das hier ist wirklich schlechter Stil.

    Es waren: eine private Mail an Stefan, eine Mail an die Redaktion, die man als privat oder nicht sehen kann. Geschichten, über die die Bild „nur“ berichtet (Boris mobbt Babsi und umgekehrt) finden hier in der Zeitschrift statt.

  20. #21 | discipulussenecae sagt am 6. Oktober 2013 um 13:49 Uhr

    @ Magda_lena: So wie ich den Schriftwechsel verstanden habe, wurde die private e-mail von Herrn Finke daselbst veröffentlicht.

    @ Karsten Finke und seine Apologeten: Bitte registriert doch einmal, daß es genügend viele Leute gibt, die gegen die Frauenquote, die doppelte Staatsbürgerschaft oder für Militäreinsätze im Rahmen der NATO sind. Diese nun mit dem Vorschlaghammer als ‚Rechte‘ kaputtschlagen zu wollen, ist nicht nur oberflächlich, sondern auch undemokratisch. Und warum soll es denn keine ‚Rechten‘ geben dürfen? Ich kenne zumindest mehr ‚Linke‘, die Stalins Gulags und Maos Politik verteidigen, als ‚Rechte‘, die auch nur ein gutes Wort über die Nazis verlieren. Diese ewige mehr oder weniger offen behauptete Gleichsetzung von ‚Rechten‘ und Nazis kotzt mich an!

    Nehmt doch endlich zur Kenntnis, daß die politische Deutungshoheit nicht in irgendwelchen rot-grünen Teerunden beschlossen wird, sondern in einer allgemeinen politischen Willensbildung. Und die ist z. Zt. weder rot-grün noch ‚links‘. Auch wenn Euch das nicht gefällt. Aber so ist es nun einmal!

  21. #22 | Julius sagt am 6. Oktober 2013 um 14:02 Uhr

    Warum drehen hier eigentlich alle Karstens Worte so um, als hätte er etwas gegen andere Meinungen? Er kritisiert doch nur, dass seine Meinung zensiert wird, er persönlich auf unterstem Niveau beleidigt wird und dass eine solche Zensur eben dazu führt, dass eine Verschiebung der politischen Positionierung der Ruhrbarone forciert wird. Ich sehe nirgendwo etwas in seinem Text, das darauf hinweist, dass er gegen die Veröffentlichung solcher Meinungen ist. Er kritisiert nur, dass du, Stefan, ihn daran hinderst, Kritik daran zu üben. Ihn selbst jetzt der Zensur zu bezichtigen ist mehr als armselig.
    Und ich muss sagen, wenn ich mir die Wortwahl in deiner Einleitung ansehe, mit der du Karsten versiehst, dann muss ich im zustimmen, dann schreibst du hier auf einem Niveau, das asozialer kaum sein kann.

  22. #23 | EMZ sagt am 6. Oktober 2013 um 14:04 Uhr

    Köstlich, köstlich, köstlich… Auch mir als Tierfreundin geht das Herz auf:

    Lobpudeleien

    Ich schrei mich weg. Realsati(e)re vom Feinsten und der langweilige Sontag ist gerettet.

    Als olle Pottemigrantin – nun im höchsten Nordwesten hockend und mit den Verstrickungen vor Ort so gar nicht mehr vertraut – beschleicht mich der Verdacht, dass der Herr Funkefinkefunkfink u. U. vielleicht auch bei den geadelten Ruhris in Lohn & Brot steht, denn diese Steilvorlagen, die kriegt man doch wohl nicht für lau…?
    Oder etwa doch? Na denn Prost Mahlzeit.

  23. #24 | Helmut Junge sagt am 6. Oktober 2013 um 14:50 Uhr

    EZM (23).
    Sie haben Recht! Solch eine Steilvorlage kriegt man selten umsonst.
    Aber Sie sollten bedenken, dass so etwas, wenn Studierende aus den Seminaren heraus in die reale Welt gehen, immer wieder vorkommt. In der Welt genießen sie keinerlei Welpenschutz. Da passiert so etwas ganz schnell, dass Vorstellungen, die vom Seminarleiter gut benotet werden, sich in der Praxis nicht bewähren.
    Wenn Sie häufiger Ruhrbarone lesen, werden Sie das alle paar Tage in, allerdings abgeschwächter Form, sehen können.
    Und das sage ich Ihnen, soviel Geld, alle Steilvorlagen zu bezahlen, haben die Redakteure überhaupt nicht zur Verfügung.

  24. #25 | M. sagt am 6. Oktober 2013 um 15:03 Uhr

    Karsten Finke + Stefan Laurin = Hitler 😉

  25. #26 | Dummkopf sagt am 6. Oktober 2013 um 15:10 Uhr

    #14 | Magda_lena
    #22 | Julius

    voll ack!

    Bei manchen Akteuren hier kommt es mir so vor, als sei es der wichtigste Ausdruck von Liberalimus, mit `ner offenen Hose durchs Leben zu gehen (sh. auch Kommentare zu der SMS-Geschichte).

  26. #27 | Klaus Lohmann sagt am 6. Oktober 2013 um 15:40 Uhr

    @#14 | Magda_lena, @#26 | Dummkopf:
    „Sehr geehrte Autor*innen der ruhrbarone,..“, „..Hier noch die Mail, die ich an Stefan geschickt habe:..“, „..Ich möchte einfach, dass ihr und sie mal mit Stefan reden..“

    Wo soll da bitte irgendwas „privat“ sein??

    (Mal davon ab, dass ich bei einem Ratsfraktionsmitglied, egal ob grün oder liberallibertär, sowohl grundlegende Rechtschreibkenntnisse als auch Lesekompetenz erwarte)

  27. #28 | Volker Steude sagt am 6. Oktober 2013 um 15:52 Uhr

    Ich gebe mir keine Mühe mehr, die Menschen politisch einzuordnen, außer sie bewegen sich in einer extremistischen Gedankenwelt.

    Wenn man jedes Thema für sich betrachtet. Dann stellt man fest, dass dieselben Personen zu verschiedenen Themen mal eher links, mal eher liberal und mal eher konservativ eingestellt sind. Na und?

    Auch kommt es doch darauf an, was die Menschen äußern und was sie tun oder nicht. Mal gefällt einem das, mal geht es einem gegen den Strich. Das kann bei der selben Person passieren bei unterschiedlichen Themen.

    Vielleicht sollte man den Kommentaren, die Daten der Verfasser weg lassen. Leider würden dann wohl manche, geschützt von der Anonymität, jeden Schmutz verbreiten.

    @Karsten Finke: Mach deinen Job im Rat und lamentiert nicht immer über Politikstil, wie ihr kritisiert werdet und ähnliches. Setzt euch mit der Kritik und den Inhalten auseinander. Und beschwert euch nicht, dass kritisiert wird und wie laut. Wenn ihr die Zeit nutzen würdet, um die Bochumer Themen zu bearbeiten, die ihr für die Lamentiererei opfert, dann wären wir schon ein Stück weiter.

    @Stefan Laurin: Hab nichts dagegen wenn mal drauf haut und seinen Emotionen freien Lauf lässt. Sollte man sich aber auf persönliche Fehden einlassen und die dann auch noch hier öffentlich austragen? Den Kommentar mit dem betrunkenen Dreijährigen halte ich für unnötig. Mir persönlich geht er deutlich zu weit. Wieso muss man so persönlich werden? Die Kommentare geben doch genug Stoff sich damit inhaltlich zu beschäftigen.

  28. #29 | abraxasrgb sagt am 6. Oktober 2013 um 16:27 Uhr

    Hm, reicht ein „Heul doch“ als Entschuldigung von Stefan? 😉

    Der Junge(sic!) hat mal wieder bewiesen, das die Nazikeule nur in die Hände von GutmenschInnen gehört.

    Stefan: You made my (sun)day 😉

    PS: Von mir sind auch schon Kommentare nicht veröffentlicht worden … na und?

  29. #30 | Sebastian sagt am 6. Oktober 2013 um 18:32 Uhr

    Hallo,
    1. Ich finde das veröffentlichen einer persönlichen Mail die deutlich an eine andere Person ging als einen Verstoß gegen das Post- und Briefgeheimnis.
    2. Ich kann nachvollziehen, dass Karstens Linksradikalismus nicht jedem passt.
    Mir sehr oft auch nicht, dennoch solche Vokabeln wie „dumm“ sind doch wirklich unter dem sonst witzigem und gutem Niveau dieser Seite…
    Ich habe gelernt, dass man am Besten mit Karsten persönlich spricht, wenn man ein Problem hat.

    Jetzt der Grund für meinen Appell hier:
    Karsten ist zwar Mitglied der Grünen aber nicht die Grüne Partei!!!
    Karsten ist zwar Mitglied der Grünen Hochschulgruppe aber nicht die Grüne Hochschulgruppe!!! etc.

    Bitte habt den Anstand, wenn ihr ein Problem mit Karsten habt es ohne die Partei, die oft nicht seine Ansichten teilt und der GHG, bei der das ebenfalls gilt daraus zuhalten.

    Ich will nämlich nicht abgestempelt werden wie es hier oft gegen Grüne geht. Karsten Finke repräsentiert nicht die komplette Grüne Partei!

    Das gilt übrigens für sämtliche Parteien. Alles über einen Kamm zu scheren wäre doch sehr kurzsichtig.

    Liebe Grüße
    Sebastian

  30. #31 | Klaus Lohmann sagt am 6. Oktober 2013 um 18:53 Uhr

    @#28 | Volker Steude: Wenn man in jedem Fliegenschiss „diskussionswürdige Inhalte“ vermutet, kann man natürlich drüber diskutieren, auch wenn es keine Sau interessiert.

    Albern ist es aber, eine vom Autor *ausdrücklich* offen erbetene Diskussion mit den Autoren dieses Blogs – welche eben auch Kommentatoren sind – als „persönliche Fehde“ abzutun. Das hat schon was „piratisches“…

  31. #32 | Klaus Lohmann sagt am 6. Oktober 2013 um 18:57 Uhr

    @#30 | Sebastian: Da Du anscheinend auch nichts vorm Kommentieren richtig durchliest – beantworte Dir doch erstmal die Frage, die ich unter #27 aufgeworfen hatte, bevor Du den Unsinn mit der Privatmail wiederholst. Wenn *ich* als Mailautor eine von *mir* verfasste Mail nachträglich in Kopie an einen größeren, mir persönlich total unbekannten Personenkreis versende, ist da nix mehr „privat“.

  32. #33 | Volker Steude sagt am 6. Oktober 2013 um 20:34 Uhr

    @Klaus: Wenn in Kommentaren nichts diskussionswürdiges enthalten ist, dann sollte ich den Kommentar nicht kommentieren, oder?

    Der Austausch hier macht für mich nicht mehr den Eindruck von einer Diskussion. Er passiert ja deutlich mehr als der Austausch von Argumenten. In der Tat ist die Auseinandersetzung hier der Art wie Piraten teilweise miteinander umgehen leider nicht unähnlich.

    Zumindest eine Seite hat auch ausdrücklich geschrieben, dass Sie keinen öffentlichen Streit will… .

  33. #34 | of sagt am 6. Oktober 2013 um 20:42 Uhr

    Egal wie man zum Inhalt steht. Die Reaktion von Stefan Laurin sind eines seriösen Blogs nicht würdig. Dann kann ich auch Bild-Online lesen
    Dislike Ruhrbarone.

  34. #35 | theo sagt am 6. Oktober 2013 um 20:46 Uhr

    @Thorsten Stumm, #5:

    „Hier ist einer der wenigen Orte wo die Kontroverse und der Pluralsimus gepflegt wird.“

    Nur ein Beispiel: Stefan Laurin hat zeitweise Kommentare pro Rauchverbot reihenweise unterdrückt. Das ist Zensur. Kann man machen, das ist sein Blog. Aber dann stimmt deine Aussage nicht mehr, Thorsten.

    Ich finde diesen Karsten auch nicht unbedingt sexy, was seine Aussagen betreffen. Aber das, was Julius in #22 geschrieben hat, ist ja nicht ganz falsch (wobei ich den Ausdruck „asozial“ auch nicht gut finde).

    Und eine Mail an die Redaktion wird erst mit Zustimmung des Absenders veröffentlicht, so ist das Usus.

  35. #36 | Stefan Laurin sagt am 6. Oktober 2013 um 20:57 Uhr

    @theo: Wie immer werden hier zwischen 10 und 20 Prozent der Kommentare gelöscht. Das war nie anders und wird bei Bedarf auch so bleiben. Ich habe auch viele Kommentare pro Rauchverbot freigeschaltet, aber viele auch nicht. Die genauen Gründe Haben viel mit Erfahrung zu tun – wem es nicht passt, muss hier nicht sein und kann sein eigenes Blog aufmachen. Wir geben hier auch Verbotsfetischisten keinen Raum. Den haben sie anderswo genug.

  36. #37 | Stefan Laurin sagt am 6. Oktober 2013 um 21:02 Uhr

    @of: Mimimi… 🙂

  37. #38 | Frank sagt am 6. Oktober 2013 um 21:21 Uhr

    Karstens Mail erinnert mich an irgendeine Folge von „Schmidteinander“. Hat Schmidt nicht mal gesagt, „Viel Text, viel Stress?“

    @Magdalena: Leute wie Karten, die andere anschwärzen, weil sie eine abweichende Meinung haben, müssen damit rechnen, das das Opfer sich wehrt. Bei manchen gibt es halt keine größere Revanche, als ihr Verhalten transparent zu machen. Man braucht da selbst dann gar nix mehr zu tun, das ist doch sehr elegant. Broder macht das auf seiner Website schon lange so.

  38. #39 | Klaus Lohmann sagt am 6. Oktober 2013 um 21:41 Uhr

    Ich hätte ja nie gedacht, dass ich das mal auch nur denken werde, aber: Früher waren die Mädels und Jungs im Usenet bei weitem nicht so Mimimi wie die Microfaserhöschenträger in heutigen Blogs, da wünscht man sich ja fast Kim „Kimble“ Schmitz zurück…

  39. #40 | Stefan Laurin sagt am 6. Oktober 2013 um 21:54 Uhr

    @Klaus Lohmann: Alles Berufsbetroffene, die von einem Job in der Empörungsindustrie träumen 🙂

  40. #41 | der, der auszog sagt am 6. Oktober 2013 um 22:06 Uhr

    @#35 Theo, Du hast hier gerade noch gefehlt…

    Es gibt unzählige Internetangebote zu gesellschaftspolitischen Themen wie Nichtraucherschutz und Veggyday, bei denen der Leser seinen Senf und seinen intellektuellen Auswurf los werden kann und auf denen die Administration so gut wie gar nicht eingreift, beispielsweise das Internetportal der WAZ auf der westen.de oder auch beim WDR.

    Da will bloß von den Bettnässern, die sich hier gerade vor lauter Zensur ins Hemdchen machen, keiner kommentieren, weil ihnen die meisten Leserbeiträge dort zu dämlich und die Diskussionen zu niveaulos sind, ohne zu begreifen, dass das Niveau bei den Ruhrbaronen nur deshalb so hoch ist, weil die Kommentare vor ihrer Veröffentlichung von der Administration gesichtet und unter Umständen gelöscht werden. Das hat nix mit Zensur, viel mehr mit Qualitätssicherung zu tun.

  41. #42 | theo sagt am 6. Oktober 2013 um 23:06 Uhr

    @41: ne Terminologie wie „Bettnässer“ ist nicht mein Niveau, „Qualitätssicherung“ als Bezeichnung einer Zensur ist im Orwellschen Sinne „Neusprech“.

    @Stefan: Wie ich schon geschrieben habe, du kannst hier natürlich schalten und walten wie du willst. Du kannst auch Menschen, die z.B. auf Rauchverbote im Ausland hinweisen, pauschal „Verbotsfetischisten“ nennen.

    Mein Kommentar bezog sich auf die Aussage “Hier ist einer der wenigen Orte wo die Kontroverse und der Pluralsimus gepflegt wird.” Da sind wir wohl d´accord, dass das Mumpitz ist.

  42. #43 | mek sagt am 6. Oktober 2013 um 23:56 Uhr

    Wo wir aber schonmal bei Qualitätssicherung sind: Irgendwie kann ich ob der entäußerten Gemegelage aus Bezichtigungen (Bettnässer, Microfaserhöschenträger, dumm, klein, autoritär, Berufsbetroffener, Wichtigtuer, schlechter Schreiberling, rechter Berserker, Heulsuse…) die Kriterien, nach denen diese funktioniert nicht so ganz ausmachen.Dieses Ding hier erinnert mich eher an das Hornberger Schießen.

  43. #44 | Wibke Mayer sagt am 7. Oktober 2013 um 01:45 Uhr

    und manchmal möcht ich singen … https://youtu.be/7IlUCJfl79M … und frage mich, was macht Ihr Da?! …

  44. #45 | Wibke Mayer sagt am 7. Oktober 2013 um 02:46 Uhr

    … Und neben Eurer Profilneurose wollt ich noch sagen, ihr geht mir voll auf den Sack! …

  45. #46 | Wibke Mayer sagt am 7. Oktober 2013 um 03:12 Uhr

    … Absoluter Kindergarten!!! Ehrlich zum heulen 🙁 …

  46. #47 | Nansy sagt am 7. Oktober 2013 um 07:25 Uhr

    @der, der auszog #41:
    Die Aussage, dass das Internetportal der WAZ auf der westen.de so gut wie gar nicht bei Leserbriefen eingreift, kann ich nicht bestätigen.
    Auch dort wird bei Themen wie Rauchverboten, je nachdem wer dort gerade sitzt,
    der eine oder andere Leserbrief versenkt. Mir ist das auch schon passiert, obwohl ich mir einbilde, einen Text ohne Beleidigungen oder Herabsetzungen verfassen zu können. Im Gegenteil, ich habe bei der WAZ manchmal den Eindruck bekommen, dass Texte mit sachlichen Informationen (z.B. Rauchverbote) der Redaktion mehr „Probleme“ bereitet haben, als irgendwelche Pöbelkommentare…..

  47. #48 | KClemens sagt am 7. Oktober 2013 um 08:26 Uhr

    Ich stehe dem ganzen irritiert gegenüber. Wenn etwas auffällt, so scheinen aber derzeit bei etlichen politischen Akteuren die Nerven blank zu liegen.

    Das alleine zeigt schon die weinerliche Mail. Ich kenne jetzt nicht alle Hintergründe, finde es aber ehrlich gesagt, unter aller Kanone, wenn sich Politiker derart heulsusenartig benehmen.

    Gerade von Politikern (mit oder ohne _I oder *) erwarte ich ein gerüttelt Maß an Nervenstärke. Wir sind doch hier nicht in einer Klippschule. Das sollen Leute sein, die irgend etwas „bewegen“ sollen?

    Das fällt schwer zu glauben.

    Ich weiß nicht, ob das typisch für grüne Politiker ist, aber sowie der Wind mal ein wenig schärfer um die Nase weht, kommt die Opferrolle mit anschließender Mitleiderhaschungstour.

    Wenn das das „weibliche“ Element in der Politik sein soll, kann ich als Frau dankend darauf verzichten.

    Also Herr Finke, seien Sie ein Mann oder eine Frau, aber keine Wischi-Waschi Heulsuse!

  48. #49 | Stefan Laurin sagt am 7. Oktober 2013 um 10:44 Uhr

    @Theo: Ich sperre auch Kommentare weil sie, was dir Auswirkungen des Rauchverbots im Ausland betreffen, schlicht lügen. PR läuft hier nun einmal nicht:
    https://news.bbc.co.uk/2/hi/6625687.stm

  49. #50 | Wolfram Obermanns sagt am 7. Oktober 2013 um 11:02 Uhr

    Es ist ein immer wieder zu beobachtendes Phänomen, daß Konzepte die bei der Ingroup Referenzcharakter haben, außerhalb als Wahrnehmungsstörung erkannt werden.

    Bei der Selbsterkenntnis könnte z. B. eine relativ einfache Transferleistung beim Blick in die Kirchengeschichte helfen. Die eintretenden Schockwellen bei der Ingroup führen allerdings seltenst zu einem Perspektivenwechsel der Betroffenen, sondern viel häufiger zu Ausweichstrategien, wie Verschwörungstheorien mit vorläufig nicht näher benannten dunklen Mächten (Trittin), die aber im weiteren Verlauf weiter konkretisiert werden (Rechtsruck (Finke)).

    Das hier aufgeschlagene Kapitel der Zeitgeschichte, ist insofern sicher nicht schön anzusehen und bringt Außenstehenden auch nur geringen Erkenntnisgewinn, scheint aber der notwendige negative Stimulus zu sein, um das hermetische Weltbild der betroffenen Ingroup ein wenig in Schwingung zu bringen.

    Die Frage wieso Stefan Laurin sich das überhaupt antut, ist am einfachsten mit entäuschter Liebe zu beantworten. Was aber nicht heißt, daß diese Antwort notwendiger Weise stimmen muß.

  50. #51 | Nansy sagt am 7. Oktober 2013 um 11:15 Uhr

    @Stefan #49:
    Dafür musst Du noch nicht einmal die BBC als Beispiel zitieren – gerade hat es der „Auslandskorrespondent“ der TAZ in bewundertswerter Art und Weise geschafft, das Wort „Rauchverbot“ im Zusammenhang mit dem Pubsterben in Irland ganz zu vermeiden, obwohl er selbst zugeben musste, dass seit 2005 ist der Umsatz um ein Drittel zurückgegangen (Rauchverbot in Irland 2004):
    https://www.taz.de/Pubsterben-in-Irland/!125000/
    Das ist „ganz hohe Kunst“ 😉

  51. #52 | Klaus Lohmann sagt am 7. Oktober 2013 um 11:29 Uhr

    @#42 | theo: Genau so, wie Du (und ebenso der Großteil der mal irgendwo/irgendwann geblockten Netzschreier) den Zensurbegriff per definitionem und aus historischem Kontext heraus völlig falsch und imho nur als billige, von Anderen abgekupferte Provokation benutzt, wird wahrscheinlich auch Deine Terminologie besetzt sein. Über das dahintersteckende „Niveau“ brauchen wir deshalb auch nicht gesondert diskutieren.

    Apropos: Wo ist eigentlich *Dein* Blog zum Abseien von Dummkommentaren?

  52. #53 | Helmut Junge sagt am 7. Oktober 2013 um 11:40 Uhr

    @Wolfram Obermanns,
    „Es ist ein immer wieder zu beobachtendes Phänomen, daß Konzepte die bei der Ingroup Referenzcharakter haben, außerhalb als Wahrnehmungsstörung erkannt werden.Bei der Selbsterkenntnis könnte z. B. eine relativ einfache Transferleistung beim Blick in die Kirchengeschichte helfen. Die eintretenden Schockwellen bei der Ingroup führen allerdings seltenst zu einem Perspektivenwechsel der Betroffenen, sondern viel häufiger zu Ausweichstrategien, wie Verschwörungstheorien mit vorläufig nicht näher benannten dunklen Mächten (Trittin), die aber im weiteren Verlauf weiter konkretisiert werden (Rechtsruck (Finke)).“

    Das ist ein Gedanke, der nachdenkenswert ist. Wenn das nämlich oft so ist, dass gescheiterte „Propheten“ nichts aus ihrer Niederlage lernen, sondern in Verschwörungstheorien verfallen, dann kann ich auch einiges, bisher Unerklärliches aus der Geschichte verstehen.
    (Dolchstoßlegende, Kirchengeschichte sowieso)
    Woher haben Sie diesen Gedanken?

  53. #54 | der, der auszog sagt am 7. Oktober 2013 um 12:14 Uhr

    @Nansy #47

    Mein Hinweis auf den WDR und derwesten.de sollte in erster Linie als Angebot an diejenigen verstanden werden, die wegen der heftigen Zensur, die es bei den Ruhrbaronen zu geben scheint, derzeit nicht wissen, wohin sie sich flüchten sollen. Eine Diskussion über Rauchverbote und wie man bei diesem Thema mit den Lesermeinungen in anderen Medien umgeht, war nicht beabsichtigt.

    Für mich war das Stichwort „Zensur bei den Ruhrbaronen“ der Punkt, über den ich reden wollte, weil ich diesen Vorwurf absolut lächerlich finde. Lächerlich ist er deshalb, weil diejenigen, die sich gerade heftigst über Stefan empören, weil er diverse Kommentare nicht freischaltet, die ersten sind, die Stefan auffordern, Beiträge von rechtslastigen Kommentatoren oder Gastautoren nicht zuzulassen.

    Wir führen gelegentlich solche Diskussionen bei den Ruhrbaronen. Eine wird vermutlich auch Dir noch Erinnerung sein, als die Ruhrbarone nämlich einen Gastbeitrag des rechtspopulistischen Wendehalses Andreas Molau unter dem Titel „NPD: Wie geht man mit der extremen Rechten um?“ veröffentlichten.

    „Bäh, jetzt darf also der Molau auf den Ruhrbaronen über Heimat schwadronieren.“

    und

    „Ich finde auch, den Molau hier schreiben zu lassen, das geht echt zu weit,“ hiess es da.

    Bei linken Willis von Zensur zu reden und bei rechten Willis zu fordern, dass man hier nichts von ihnen lesen darf, ist paradox.

    hier gehts zu dem Beitrag, den ich meine:
    https://www.ruhrbarone.de/npd-wie-geht-man-mit-der-extremen-rechten-um/comment-page-1/#comments

  54. #55 | 68er sagt am 7. Oktober 2013 um 12:14 Uhr

    Anstatt sich hier auf Kindergarten-Niveau zu streiten, sollte man sich besser über die Sachthemen unterhalten. Daher nur ganz kurz mein Kommentar zum Streit zwischen SL und KF:

    Die Ruhrbarone sind – so wie ich es verstanden habe – eine Hobbyseite von teilweise professionell arbeitenden Journalisten. Da kommt es auch schon mal vor, dass der eine oder andere weniger geistreiche (SL würde sagen „dumme“) Artikel der „Netzgemeinde“ zur Diskussion vorgeworfen wird. Man kann diese Artikel lesen oder ignorieren. Wenn man sich an der Diskussion beteiligt, fällt auf, dass der eine Ruhrbaron (mir ist da z. B. Herr Voss eher positiv aufgefallen) versucht auch in den Kommentarspalten konstruktiv und höflich zu argumentieren. Bei anderen, wie z. B. SL, ist das Niveau sowohl bei den Texten als auch bei den Kommentaren – ich will mal sagen – eher heterogen.
    Das ist bei einer Hobbyseite auch völlig OK, wenn sie denn eine Hobbyseite bleiben will. Darauf kann man sich als Externer durchaus einstellen und weiß irgendwann auch, wann SL einen Kommentar nach seinen Kriterien eben nicht freischaltet. Das geschieht durchaus nicht nur, wenn man mit einem groben Keil auf einen groben Klotz von SL einschlägt sondern – so habe ich es erlebt – wenn die Argumente von SL auszugehen drohen. Das ist keine Zensur sondern das Gutdünken von SL.

    Wenn die Ruhrbarone, wie es manchmal den Anschein hatte, sich von einer Hobbyseite zu einem seriösen Online-Medium mausern wollen, wäre es durchaus sinnvoll, wenn zum einen bei den Texten, aber vor allem bei den Kommentaren, welche von den Ruhrbaronen selbst verfasst werden, das Niveau eingehalten wird, was z. B. von KF gefordert wird.

    Ich selbst habe gemerkt, dass ich im hiesigen „heterogenen“ Umfeld eher dazu neige, ins ironisch, satirisch, abfällige Jargon zu gleiten, als auf anderen durchweg seriösen Blogs. Mich würde daher interessieren, wie die anderen Ruhrbarone und Kommentatoren, die sonst mit ihrer bedachten Art an den Diskussionen teilnehmen, diesen öffentlichen Privatkrieg zwischen FK und SL empfinden.

  55. #56 | Stefan Laurin sagt am 7. Oktober 2013 um 12:20 Uhr

    @68er: Es ist nach wie vor – wie fast alle Blogs in Deutschland – ein Hobby von uns. Das Geld wird auch in diesem Jahr wieder nur für eine Mitarbeiterparty reichen. Und weil es ein Hobby ist, habe ich mit jemanden wie Karsten ein Problem: Viele seine Kommentare stecken so voller falscher Behauptungen, dass sich vor der Wahl stehe, sie nicht freizuschalten oder darauf zu reagieren. Auf letzteres habe ich aber keine Lust – zuviel Arbeit, zuviel Zeitverschwendung. Davon ab sind seine Beiträge ja nur selten mehr als wichtigtuerisches Getröte. Und nach der Heul-Mail habe ich beschlossen, nix mehr von ihm freizuschalten. Karsten Finke kann ja gerne ein eigenes Blog gründen – ich habe keine Lust mich mit ihm in meiner Freizeit zu beschäftigen. ich würde ja auch kein Bier mit ihm trinken gehen… 🙂

  56. #57 | Wolfram Obermanns sagt am 7. Oktober 2013 um 12:34 Uhr

    Mit Böll könnte man wohl von „Konduktion“ reden:
    1. Wiederkehrende geschichtliche Muster
    2. Beobachtung der „anderen Idioten“
    2. Persönliche Erfahrung („Ich Idiot!“)
    3. Jens Förster: Kleine Einführung in das Schubladendenken
    4. Vor kurzen im Wissenschaftsteil verschiedener Tagesmedien: Wie Meinungen wider besserem Wissen aufrecht erhalten werden. (Ich habe versucht das kurz zu ixquicken, wurde aber nicht fündig.)

  57. #58 | Nansy sagt am 7. Oktober 2013 um 12:38 Uhr

    @der, der auszog #54:

    Mein Hinweis auf derwesten.de sollte in erster Linie zeigen, dass auch bei anderen Online-Zeitungen je nach Thema und Moderator manche Leserbeiträge in der Versenkung verschwinden.

    Und ja, ich kann mich noch an die Diskussion „NPD: Wie geht man mit der extremen Rechten um?“ erinnern – und auch daran, wie schnell man für eine vom allgemeinen „linken Konsens“ abweichende Meinung abgewatscht werden kann.

    Und ja, ich habe wohl noch immer nichts dazugelernt, gerade musste ich mich wieder zum Beitrag „Wenn Wahrheit zu Rassismus wird, ist Deutschland verloren.“ äußern, obwohl mir eigentlich klar sein müsste, dass abweichende Meinungen zur Einordnung in die rechte Schublade führen werden 😉

  58. #59 | Helmut Junge sagt am 7. Oktober 2013 um 13:06 Uhr

    @Wolfram Obermanns,
    Danke, es paßt auch gut in meine Vorstellung rein.
    Im parallel laufenden Jehova Thread habe ich gelernt, dass nach einem nichtgeglücktem Harmageddon-Termin Satan schuld sein muß. Also, wenn die Zeugen aufwachen und sehen, dass solche wie ich noch frei herumlaufen, muß das mit dem Teufel zugehen. In dieser dualistischen Religion ist die Schuldzuordnung einfach und muß sich nicht erst entwickeln, wie hier in unserem Fall. Aber sonst paßt das zur Theorie.
    Da, wo ich sofort umdenken würde, lernen manche andere Leute nichts. Kann man auch häufig bei älteren Wissenschaftlern beobachten.

  59. #60 | Wolfram Obermanns sagt am 7. Oktober 2013 um 14:06 Uhr

    @ Helmut Junge
    Nun, der Antagonist der PC ist PI, da liegt schon eine gewissermaßen zwingende Logik drin.
    Die namentliche Zuordung ist hier wie auch sonst häufig dem zufälligen Horizont des Protagonisten geschuldet.

    (An den Jehova-Thread mußte ich hier auch denken.)

  60. #61 | Klaus Lohmann sagt am 7. Oktober 2013 um 14:42 Uhr

    @#55 | 68er: „diesen öffentlichen Privatkrieg zwischen FK und SL empfinden“

    ???
    Ich sehe hier keinen „Privatkrieg“ zwischen FK und SL. Ich sehe hier nur *eine* Person, die aus gekränkter Eitelkeit und Aufmerksams-Geilheit gern einen solchen „Privatkrieg“ gegen die Ruhrbarone entfesseln *möchte*, allerdings nur unter höchstmöglicher medialer Reichweite für ihre „Privatmails“. Stefan sagt: „Kein Krieg hier in meinem Wohnzimmer, verpiss Dich!“ und gut ist.

  61. #62 | Dummkopf sagt am 7. Oktober 2013 um 14:57 Uhr

    #49 | Stefan Laurin

    „@Theo: Ich sperre auch Kommentare weil sie, was dir Auswirkungen des Rauchverbots im Ausland betreffen, schlicht lügen.
    PR läuft hier nun einmal nicht:“

    Dann versteht sich diese Site als „Hort der Wahrheit“ und insoweit als eine Art „Verkündungsplattform?

    Ich frage mich das nur, weil oben steht:Journalisten bloggen das Revier – und eingedenk eines Satzes von Hanns-Joachim-Friedrichs…

    #56 | Stefan Laurin

    „@68er: Es ist nach wie vor – wie fast alle Blogs in Deutschland – ein Hobby von uns.“

    Die eigene Wahrnehmung mag diese Site als Hobby empfinden. Die Wahrheit ist, nach Recht und Gesetz ist sie Business.

  62. #63 | 68er sagt am 7. Oktober 2013 um 15:28 Uhr

    @ Klaus Lohmann

    Wer sich hier an was aufgeilt, muss jeder selbst entscheiden. Wenn SL bei der Sache wirklich nichts „abgeht“, hätte er auf diesen Artikel auch einfach verzichten können. Konnte er aber anscheinend nicht.

  63. #64 | Stefan Laurin sagt am 7. Oktober 2013 um 15:29 Uhr

    @68er: Ich fands lustig 🙂

  64. #65 | Klaus Lohmann sagt am 7. Oktober 2013 um 16:33 Uhr

    @#63 | 68er: Unabhängig von Thema und Anlass – in *meinem* Wohnzimmer hätte ich meinen Gästen wahrscheinlich auch gezeigt, wie sich Jemand mit dummdreisten Lügen auf meine Kosten ohne Not zum Vollhorst machen möchte.

  65. #66 | DH sagt am 7. Oktober 2013 um 19:04 Uhr

    @ Stefan: Dein vor Jahren mal viel versprechend gestartetes Blog nimmt bereits seit geraumer Zeit eine höchst unerfreuliche Entwicklung. Die Nummer hier (die billige Kannibalisierung der eigenen Leser) ist ein neuer Tiefpunkt, aber wohl die logische Konsequenz der letzten Jahre. Die übrigen bzw. übrig gebliebenen Mit-Autoren des Blogs tun mir ein wenig leid.

  66. #67 | Stefan Laurin sagt am 7. Oktober 2013 um 19:31 Uhr

    @DH: Platz 14 aktuell in den Blogcharts – anscheinend wird es erfolgreicher, wenn es Dir nicht mehr gefällt 🙂 Davon ab: Schon zwei Wochen nach dem Start kamen die ersten Kommentare mit „Früher war es besser“. Man gewöhnt sich dran…
    https://deutscheblogcharts.de/

  67. #68 | 68er sagt am 7. Oktober 2013 um 20:07 Uhr

    @ SL #67

    Da sind die Ruhrbarone ja mit dem Honigmann und dem Postillion in guter Gesellschaft. ;.)

  68. #70 | DH sagt am 7. Oktober 2013 um 21:05 Uhr

    @Stefan: Platz 14? Toll, knapp vor Politically Incorrect. Und was hat das nun mit Qualität zu tun? Soll „Ich bin auf Platz 14!“ nun erklären, warum dieser hämisch-kindische Beitrag über einen Deiner Leser toll und richtig ist? Und versuch’ mal eine Antwort, die ohne Ironie-Gedöns auskommt!

  69. #72 | Michael Kolb sagt am 7. Oktober 2013 um 21:13 Uhr

    Ich bin auch einer derjenigen, an die die mail adressiert gewesen ist und bin, sozusagen, doppelt betroffen.

    Für mein Empfinden ist der Weg, den Karsten Finke hier gewählt hat, an Erbärmlichkeit kaum zu überbieten und mit „Mimimi“ auch nur unzureichend beschrieben. Von hinten durch die Brust ins Knie alle verfügbaren Autoren und Mitarbeiter anzukobern, sie mögen doch bitte beim primus inter pares, nach amerikanischem Vorbild, eine intervention vornehmen, ist so unsagbar peinlich, dass mir die Worte fehlen. Dieses implizite „aber“ bei einem Satz wie: „Ich möchte Stefan nicht anschwärzen“ ist unglaublich verlogen, natürlich möchte Finke Stefan anschwärzen… wie gesagt, erbärmlich, aber auch egal.

    Doppelt betroffen bin ich deshalb, weil auch mir das zweifelhafte Vergnügen zukommt, gelegentlich die Kommentare zu moderieren auch die von Karsten Finke. Manchmal kommt es mir so vor, als würden Kommentatoren mit ihren Texten geradezu darum betteln, gelöscht zu werden um dann flennen zu können, dass sie „zensiert“ worden sind, gerne auch mit einem Monolog über die Meinungsfreiheit allgemein und das Grundgesetz im Besonderen. Ich behaupte einmal, diese Leute haben nicht die geringste Ahnung, wovon sie da gerade sprechen.

    Gerade mit seinen letzten Kommentaren hat Finke genau dieses getan, er hat gebettelt und gefleht, dass er gelöscht wird. Spätestens bei dem Versuch, dieses Blog auch nur ansatzweise in eine rechte Ecke zu rücken oder mit PI zu vergleichen, ist der Ofen, schlicht und ergreifend, aus.

    Bei mir hat Finke nach dieser Aktion jedenfalls keine guten Karten mehr.

  70. #73 | Arnold Voss sagt am 7. Oktober 2013 um 23:28 Uhr

    Ohne Stefan Laurin gaebe es diesen Blog nicht. Das es diesen Blog immer noch gibt und sehr wahrscheinlich auch weiter geben wird ist ein kleines Wunder an dem er wesentlich beteiligt ist. Das Stefan Laurin so ist wie er ist, ist dagegen keine Wunder sondern eine kaum zu veraendernde psychosoziale Realitaet, landlaeufig auch als persoenlicher Charakter bezeichnet.

    Jeder der in diesem Blog laenger schreibt kennt deswegen seinen Schreibstil und seine Art zu argumentieren. Man kann das gut finden oder auch nicht. Aber man weiss eigentlich ziemlich gut wie er tickt und bei welchen Themen er besonders engagiert ist. Ich kann also die Aufregung ueber ihn hier nicht wirklich verstehen und werde mich erst recht nicht daran beteiligen.

  71. #74 | Ulf sagt am 7. Oktober 2013 um 23:55 Uhr

    @DH: D’accord! „Kannibalisierung der eigenen Leser“ trifft’s genau, nicht nur in diesem Fall. Und worum es in diesem Blog mittlerweile nur noch geht, zeigt die Antwort auf Ihren Beitrag: Quote. Platz 14 – whow! Die seit „geraumer Zeit unerfreuliche Entwicklung“, die Sie konstatieren, lässt sich an einem Datum festmachen – dem Abschied von David Schraven.

  72. #75 | Stefan Laurin sagt am 8. Oktober 2013 um 06:33 Uhr

    @Ulf: Niemand war so heiß auf eine gute Quote wie David, der sich übrigens über diesen Artikel amüsiert hat 🙂

  73. #76 | Peter Podewitz sagt am 8. Oktober 2013 um 07:16 Uhr

    @ Ulf @DH
    Wenn ich ihre Beiträge lese, dann erklären sich mir die hohen Zugriffszahlen hier nur so, daß offenbar seeehr viele Menschen das hier total doof finden, jeden Tag herkommen, um sich zu vergewissern, daß es immer noch total doof ist, und abends dann hier noch einen Kommentar schreiben wie total doof es hier doch ist und das man ganz bestimmt nie wiederkommt … außer, um morgen mal zu gucken, ob es hier immer noch …

  74. #77 | DH sagt am 8. Oktober 2013 um 09:01 Uhr

    Arnold, diese „kaum zu verändernde psychosoziale Realität“ wird es gewesen sein, die den Leser Finke veranlasst haben dürfte, sich Hilfe suchend an andere Autoren dieses Blogs zu wenden. Dass es, wie Du schreibst, „ohne Stefan Laurin dieses Blog nicht gäbe“ mag zumindest erklären, warum die anderen, übrig gebliebenen Autoren sich entweder raushalten (#73) oder an der Kannibalisierung beteiligen (#72). Ich vermute, Leser Finke wird wie alle anderen Leser mittlerweile verstanden haben, dass er da offensichtlich zuviel erwartet hat.

    @PP#76, ich wiederhole es gerne, Zugriffszahlen sind hier nicht mein Thema.

  75. #78 | Klaus Lohmann sagt am 8. Oktober 2013 um 11:03 Uhr

    @#77 | DH: „..sich Hilfe suchend an andere Autoren dieses Blogs zu wenden.“

    Mit dem Vorwurf, Stefan würde hier und im RealLife nicht genügend gegen Nazis/Faschismus vorgehen, sucht man eigentlich Hilfe bei Professionellen mit entspr. Approbation.

  76. #79 | 68er sagt am 8. Oktober 2013 um 12:20 Uhr

    Beim Freitag habe ich zum Thema einen interessanten Beitrag von ACHTERMANN gefunden, aus dem ich folgendes zietieren möchte:

    „Blogger als Blockwarte zu charakterisieren, ist schon ein bisschen böse. Der Blockwart war innerhalb der NSDAP für seine unmittelbare Nachbarschaft zuständig. Für seinen Block eben, der meist rund 50 Haushalte umfasste. Er sorgte für die nationalsozialistische Alltagsordnung, war Beobachter, Vorbild und Denunziant zugleich. Dieser Teil des deutschen Charakters soll sich bis heute erhalten haben und in den vielen Nachbarschaftsprozessen seinen Ausdruck finden. Die Blogger mit der Blockwartmentalität sind wohl diejenigen, die andere anprangern, sei es der Blog- oder der Blocknachbar.“

    https://www.freitag.de/autoren/achtermann/vom-blogger-zum-blockwart

    Da die Diskussion sich hier ja auch – soweit ich mich erinnere – an einem Nazivergleich aufgehängt hat, dachte ich, das könnte zum Thema passen.

  77. #80 | DH sagt am 8. Oktober 2013 um 14:07 Uhr

    @KL, #78: Vermutlich gibt es sogar Leser, die Ihre Replik witzig finden.

    @ 68, #79: Nein, passt nicht. Leser Finke beschwerte sich über willkürliches, autoritäres, beleidigendes Gehabe, einhergehend mit einem „Rechtsruck“. Ein Rechtsruck gibt es allerdings nicht, denn dieses Blog war nie „links“. Der Ruck, den es gibt, ist der einer zunehmenden Verrohung. Die „psychosoziale Realität“ dieses Blogs ist eben doch nichts Statisches, nichts Unveränderliches.

  78. #81 | 68er sagt am 8. Oktober 2013 um 14:35 Uhr

    @ DH

    Mit dem Kommentieren hier auf den Seiten ist es ja nicht so leicht, wie der aktuelle Fall zeigt. Ich stelle mir vor, so könnte es auch in der DDR gewesen sein. Man flieht ins Zweideutige und hofft, dass der Text die Öffentlichkeit erreicht und diese auch zwischen den Zeilen lesen kann.

    Gott sei Dank sind wir noch nicht so weit und Sie verstehen meinen Text noch so, wie ihn eigentlich nur der Gatekeeper verstehen sollte.

    Wer hier „Blogwart“ ist und wer hier zum „Mimimi“ (auf dem Schulhof würde man heute eher „Opfer“ sagen) gemacht werden soll, muss jeder für sich entscheiden.

    Ich persönlich finde die Dicke-Hosen-Tour von SL absolut jämmerlich.

  79. #82 | Klaus Lohmann sagt am 8. Oktober 2013 um 15:00 Uhr

    @DH, 68er: Ich sehe es grad vor meinem geistigen Auge, wie Jemand mit hinter Euren Köpfen angelegter Stinkbombe Euch hier zum Lesen und AbsurdeVorwürfe-Posten zwingt…

  80. #83 | 68er sagt am 8. Oktober 2013 um 15:18 Uhr

    @ Klaus Lohmann

    Mich zwingt hier niemand, zu lesen oder zu posten, da könnten wir uns sogar mal ausnahmsweise auf etwas einigen.

    Aber ich schätze das Forum hier eigentlich sehr und fände es bedauernswert, wenn der Stil, den SL gerade hier pflegt, zum Standard würde.

    Ich kenne KF nicht persönlich, habe ihn nur bei seiner politischen Arbeit beobachtet. Da hat er gegen die Teilnahme der Bundeswehr an der Bildungsmesse gestimmt, wogegen seine Parteikollegen von den GRÜNEN mit SPD und dem rechteren Spektrum für die Teilnahme gestimmt haben.

    https://www.bo-alternativ.de/2013/09/26/karsten-finke-aufrecht-unrecht/

    Ansonsten war er nach meiner Einschätzung, wie die meisten Mitglieder im zuständigen Ausschuss, sehr schlecht über die Situation an den Bochumer Schulen informiert und hat den Schließungen der Grundschulen nicht widersprochen.

    Darüber würde ich lieber diskutieren, als über mangelnden Anstand.

  81. #84 | Helmut Junge sagt am 8. Oktober 2013 um 17:17 Uhr

    @68er, ich würde auch lieber über Inhalte diskutieren, als über Anstand.
    hatte ich sogar kürzlich sogar mit KF, allerdings noch ohne seinen vollen Namen zu kennen, gemacht.
    Es war so, dass er meinte, dass das Wort „MitgliederInnen“ bei den Grünen nicht vorkäme. Da ich es benutzt hatte, fühlte ich mich gezwungen, dafür den Nachweis zu bringen. Ich mußte also wg. KF googlen. Kleinigkeit zwar, aber es war auch für mich das Signal, dass es sich für mich nicht lohnt, mit KF weiter zu diskutieren. Ich habe meine Zeit nicht gestohlen und das Wort Mitgliederinnen kommt lt. google so häufig vor bei den Grünen, dass er es häufig gehört haben muß, weshalb ich die Antwort von KF ziemlich frech fand.
    Im gleichen Thread hat sich Stefan mächtig über KF aufgeregt, so dass ich vermute, dass die Auseinandersetzung schon einige Zeit früher begann.
    Egal, das geht mich nichts an.
    Jetzt hat KF versucht Stefan bei seinen Kollegen anzuschwärzen.
    Er sei FDP-freundlich geworden. Da habe ich ihn allerdings schon immer vermutet, ist also Quatsch.
    Auch die Kommentatoren kriegen ihr Fett weg. Auch die sollen nach rechs gedriftet sein. Einer soll sogar von „Genderterror“ gesprochen haben, was ich allerdings nicht googlen konnte. Für einen Webmaster sind solche Behauptungen vielleicht unangenehm. Was weiß ich?
    Die Zeiten sind insgesamt auch aus meiner Sicht grober geworden, aber wenn @DH von einer „Verrohung“ spricht, ist das eben auch seiner eigenen Vorstellung darüber, was gut und was böse ist, geschuldet. Für DH, mit dem ich schon viele Diskussionen hatte, ist auch der Begriff „links“ anders als meiner. Es ist die ihm eigentümliche Zuspitzung in seinen Formulierungen, die ich tatsächlich manchmal sogar an ihm faszinierend finde. Aber es kann zu einem echten Problem werden, wenn hier jemand unter „links sein“ eine antiisraelische Position versteht. Dann findet man dieses Bloq eben daneben, wenn nicht sogar „Scheiße“.
    Für mich ist übrigens wichtig, dass hier trotz gewisser Einschränkungen doch ein ziemlich breites politisches Spektrum zu Wort kommt, dass es hier zu echten Diskussionen, die den Begriff verdienen kommt, und dass da einer die Arbeit macht und die Texte vor der Freischaltung durchliest. Dadurch fühle ich mich nämlich auch vor dem wildesten Niveauverfall geschützt.
    In der letzten Zeit habe ich bei FB zweimal gesehen, dass sich FB-Gruppen aufgelöst haben, weil den Organisatoren die Kommentare über den Kopf gewachsen sind.

  82. #85 | DH sagt am 8. Oktober 2013 um 19:27 Uhr

    @#82, KL: Um Ihr geistiges Auge beneide ich Sie nicht.
    @#84, Helmut: Man muss dem Leser Finke nicht in allen Punkten Recht geben, um die Art und Weise, wie mit ihm umgegangen wird, höchst unerfreulich zu finden. Was Israel (bzw. „Anti-Israel“, was immer das sein soll) mit all dem hier zu tun haben soll – ich vermute, Du spielst auf die lange zurück liegende Kontroverse um Judith Butler an – mag ich nicht so recht erkennen. Was ich hier und heute kritisiere, schrieb ich bereits weiter oben.

    Das soll es aber auch gewesen sein – nicht das dieses Ding hier noch auf Platz 13 hoch schießt.

  83. #86 | Arnold Voss sagt am 9. Oktober 2013 um 00:26 Uhr

    @ DH

    Um eine Blog in seinem sachlichen Erfolg fair zu beurteilen muss man Inhalt, Niveau, Quote und Finanzierung als Ganzes betrachten, bzw. zueinander in Verhaeltnis setzen. Dieses Blog hat im Verhaeltnis zu seiner hohen Quote und seiner Non-Profit-Finanzierung immer noch ein ungwoehnlich hohes Niveau. Die Postings und vor allem die Kommentare sind in der Mehrzahl immer noch lesenswert.

    Wenn man damit andere hochfinanzierte respektive hoch subventionierte Blogs aus dieser Region vergleicht, ueberagt dieses Blog diese im sachlichen Erfolg in geradezu beschaemender Weise. Ein Niveau das Niemand mitbekommt, geschweige denn in Diskussionen verarbeitet, ist naemlich keins. Es ist vielmehr intellektuelle Onanie mit hohem Selbstbetaeubungsfaktor. Im uebrigen kann hier jeder das Niveau und die Richtung mitbestimmen, in dem er sich einer gewissen Rauhheit stellt, anstatt sich vornehm zurueckzuziehen oder beleidigt zu jammern.

    Die oeffentliche Debatte ist in der heutigen Welt nun mal kein Zuckerschlecken. Das ist schade, aber es ist so. Man kann sich natuerlich stattdessen in seine je eigenen Qulaqueur- und Selbstbeweihraeucherungszirkel zurueckziehen und/oder sich gleich einer Sprache bedienen, die davon lebt, dass sie nur die verstehen, die man auf seinem eigenen Niveau waehnt, was auch immer das genau sein mag.

    Niveau, genauer gesagt das sogenannte fehlende Niveau wird auf diese Weise zur Schutzbehauptung um sich der „schmutzigen“ Debatte mit „Jedermann“ zu entziehen. Zugleich dient es als positives Differenzerleben seiner selbst. Knapper und deutlicher ausgedrueckt: Niveaulos sind immer die anderen. Besser waere es aber sich nicht ueber den schlechten Stil der anderen zu beschweren sondern mit dem eigenen guten Stil(versuch) voranzugehen, und zwar wo immer man diskutiert.

    Dieser Blog hat nachwievor ein sehr weites Meinungssprektrum. Es gibt fuer die meisten Themen auch qualifizierte Gespraechspartner. Mit einem Satz: Der Fundus an Menschen und Inhalten ist gross genug um sich die als Diskutanten auszusuchen, die sachliche und stilistisch zu einem passen, was produktiven Streit ja nicht ausschliesst. Ganz im Gegenteil. Die anderen laesst man einfach links oder auch rechts liegen, bzw. laesst man sie so wie sie sind.

  84. #87 | DH sagt am 9. Oktober 2013 um 08:58 Uhr

    Arnold, dass Du Dir dieses Ding hier gnadenlos schön redest, habe ich Dir, hier wie draußen, bereits mehrfach gesagt. Also: Schreib’ das, was Du da schreibst, nicht mir, der längst anderweitig diskutiert und „produktiv streitet“, sondern schreib’ das dem Leser Finke, den Ihr gerade auf widerwärtige Weise vorgeführt habt. Er würde nämlich gerne mit tun, er wünscht sich genau das, was Du hier schreibst. Lad’ ihn ein, wieder mit Euch zu debattieren und zu streiten! Anderenfalls wäre Dein Kommentar leider hohles Gerede.

  85. #88 | Stefan Laurin sagt am 9. Oktober 2013 um 09:14 Uhr

    @DH: Finke bleibt draussen – wer dieses Blog mit Nazi-Seiten vergleicht, fliegt, das muss sich hier keiner bieten lassen. Da gibt es auch keine Basis mehr für einen Dialog. Das kannst Du anders sehen, aber es geht Dich eigentlich auch nichts an. Einen Finke mute ich mir nicht länger zu.

  86. #89 | Arnold Voss sagt am 9. Oktober 2013 um 15:12 Uhr

    Ach Dirk. Ich streite schon viel laenger als du. Lange bevor es diesen Blog gab und auch noch woanders, seitdem es dieses Blog gibt. Gnadenlos schoenreden tun sich in der Region ihr Niveau ganz andere und haetten das hier niemals ohne eine Menge fremden Geldes zustande gebracht.Ja nicht mal damit.

    Wenn ihnen der Geldhahn zugedreht wird, werden sie schweigen wie ein Grab und hier haben sie sich, als nach deiner Meinung der Blog noch „Niveau“ hatte, im Gegensatz zu dir, nie zu Wort gemeldet. Du weisst auch aus welchem Grunde. Du bist aus politischen Gruenden gegangen, und nicht wegen des Niveaus. Gestehe es dir wenigstens selbst ein.

    Das Niveau schwankt hier manchmal erheblich, das ist bei einem ehrenamtlichen-Blog nicht ungewoehnlich, aber es sinkt nicht. Unabhaengigkeit bekommt man nur, wenn man sich von Zahlungen anderer frei macht. Uns kann Niemand den Geldhahn zudrehen.Uns koennen nur die Leser verloren gehen.

    Andere haben im Vergleich zu uns so gut wie keine und erklaeren das mit ihrem Nievau. Das ich nicht lache. Einen Blog macht man, damit er von moeglichst vielen gelesen wird. Alles andere ist „gnadenlose Schoenrederei“. Wir sehen uns. Ich schaetze dich weiterhin. Lassen wir es dabei.

    PS. Ach ja, die ganze Widerspruechlichkeit deiner Argumentation wird an deiner Aufforderung klar, Finke wieder in dieses Blog zurueckzuholen. Wenn dieses Blog so scheisse ist wie du behauptest, ist diese Forderung geradezu grotesk. Du haettest ihn vielmehr dazu gratulieren sollen, dass er hier rausgeflogen ist und ihn aufffordern sollen dort zu diskutieren, wo du so vorbildlich streitest. 🙂

  87. #90 | DH sagt am 10. Oktober 2013 um 12:05 Uhr

    Oh, Arnold, ich sehe, es dreht sich schon wieder und wird komisch. Dieses Blog hat offensichtlich schlechte Vibrationen. Sprechen wir lieber draußen darüber, warum ich andere Medien weniger unerfreulich finde. Das hat auch in der Vergangenheit besser geklappt.

  88. #91 | Arnold Voss sagt am 10. Oktober 2013 um 15:32 Uhr

    Dirk, meine Lieber, ich habe mir gerade die 2 Kommentare (in 3 Monaten )angeschaut, die dein kluger Aufsatz „Sankt Ruhrgebiet“ im LAB 2010 hervorgerufen hat. Diskussion sieht anders aus,oder? 🙂

    Ansonsten spreche ich gerne mit dir. Auch ausserhalb der Bloggosphaere. Und schoen das du hier doch nochmal reingeschaut hast.

  89. #92 | Stefan Laurin sagt am 10. Oktober 2013 um 15:36 Uhr

    @Arnold Voss: Und es sind so schöne, ausführliche Kommentare 🙂 So sieht es aus wenn die Lab-Versager Debatte simulieren 🙂

  90. #93 | DH sagt am 10. Oktober 2013 um 19:32 Uhr

    Dass ihr Zwei euch aber nach all den Jahren immer noch am Lab abarbeitet, zeigt zumindest, dass Ihr Sinn für Traditionspflege habt. Manchmal wirkt die Zeit dann doch wie stehengeblieben, im Platz-14-der-deutschen-Blogcharts-Blog.

    Arnold, Stefan, weil Ihr die 2 Kommentare im Lab entdeckt habt, spendiere ich 2 Korn.

  91. #94 | Stefan Laurin sagt am 10. Oktober 2013 um 20:14 Uhr

    @DH: Wir machen weiter bis sie zumachen 🙂

  92. #95 | Helmut Junge sagt am 10. Oktober 2013 um 20:56 Uhr

    Dirk, ich finde es schade, dass Du dieses gute Interview nicht dort gemacht hast, wo ich es sofort gefunden hätte. Wäre bestimmt eine gute Diskusion daraus entstanden.
    Es stimmt zwar, dass Du mehrfach laut Kritik am Stil der Ruhrbarone geübt hast, aber letztlich bist Du m.E. aus politischen Gründen weggeblieben. Ich habe die Diskussionen mit Dir immer als interessanten, wenn auch anstrengenden Gedankenaustausch empfunden. Jetzt bist Du wieder da, und ich begrüße das.

  93. #96 | Ben sagt am 10. Oktober 2013 um 21:53 Uhr

    Zu den Ruhrbaronen kann man ein ambivalentes Verhältnis haben – aber ohne sie würde doch deutlich etwas fehlen. Das ist mir im vergangenen Jahr klar geworden als ich mal eine längere Lesepause eingelegt habe. Die begründete sich durch ein Ärgern über manche Texte hier, die ich ganz furchtbar fand und die mich auf die Palme gebracht haben. Ich suchte dann den Abstand. Irgendwie fehlte mir da aber was und so begann ich wieder regelmäßig das Blog zu lesen. In der Zwischenzeit habe ich eine für mich ganz gute Lösung gefunden: es gibt Autoren, deren Texte lese ich nicht gerne. Die werden dann übersprungen. Wiederum gibt es aber auch Autoren, die ich besonders gerne lese. Wegen ihnen komme ich wieder. Diese Mischung, sie ist nichts verkehrtes, sondern eigentlich genau richtig. Für mich – und der Erfolg zeigt es ja auch – für viele andere Leser auch.

    Ich wollte das schon ganz am Anfang dieser Diskussion hier gepostet haben. Als Tipp sozusagen an Karsten Finke, dass man gelegentlich Distanz braucht und dann erkennt, dass man eben nicht mit jedem d’accord gehen muss. Und das so ein Blog eben auch nicht dazu da ist, das eigene Weltbild bestätigt zu bekommen, sondern – im Gegenteil – das eigene Weltbild ständig auf den Prüfstand zu stellen. Sowas aber muss man verstehen lernen und verstehen wollen. Aus diesem Grund habe ich den Kommentar dann erst einmal nicht geschrieben. Weil ich dachte, dass bei Karsten Finke – angesichts der Absurdität der Anschuldigungen – eh Hopfen und Malz verloren ist.

    Jetzt aber es ist mir noch einmal ein Anliegen, diesen Kommentar zu schreiben. Denn vielleicht fungiert er ja als Schlusspunkt einer Diskussion, die immer weitere Kreise zieht und dabei immer persönlicher wird. Ich will gar nicht lesen, wer hier mit wem Stress hat und warum. Manche Spitzen in den Kommentaren sind überflüssig und so langsam droht das alles in einen riesigen Sandkasten zu kippen. Können wir nicht endlich einen Schlusspunkt setzen? Also auf allen Seiten? Es gibt doch nun wahrlich wichtigere Themen als das Privatgezanke der Ruhrgebietsherren. 😉

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