13

NRW-CDU kämpft für Dieter Bohlen

Andrea Verpoorten: Die Jugendlichen in NRW haben eine Freundin im Landtag

Vor ein paar Tagen beklagte ich das Fehlen von Oppositionspolitikern in NRW. Ich habe mich geirrt. Die Kölner Landtagsabgeordnete Andrea Verpoorten kämpft gegen die rot-grüne Stimmungsdiktatur im Land.

Der WDR, bekanntlich das rundfunkende Zentralorgan von Rot-Grün, will den Musikgenuss der Jugendlichen in NRW steuern. So soll ihnen das von Dieter Bohlen komponierte Stück des aktuellen DSDS-Gewinners – wie der heißt habe, ich gerade vergessen – vorenthalten werden.  Es passt nicht in das Musikprofil der Sender.

Aber dagegen regt sich Widerstand. Und der hat einen Namen: Andrea Verpoorten. Hier die Mitteilung der CDU-Landtagsfraktion gegen die Müsli-Medien-Hegemonie:

Die medienpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Andrea Verpoorten, hat den WDR aufgefordert klarzustellen, dass es insbesondere auf seiner Jugend-Hörfunkwelle “Einslive” keinen Boykott von Sieger-Titeln aus der RTL-Serie “Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) gebe. “In den letzten Tagen bin ich mehrfach von jungen Leuten darauf angesprochen worden, dass die Siegertitel der letzten Staffel, die mittlerweile die deutschen Singles-Charts anführen, im WDR nicht zu hören seien”, erklärte die CDU-Abgeordnete heute in Düsseldorf. “Ich bitte die Verantwortlichen, diesen Vorwürfen aus der jungen Hörerschaft nachzugehen.” Mit dem Programm- und Informationsauftrag eines öffentlich-rechtlichen Senders sei ein “Boykott” bestimmter Musikformen jedenfalls nicht vereinbar, betonte die Kölner Abgeordnete. Andrea Verpoorten: “Ein solches Verhalten wäre nicht nur kleinkariert, sondern ausgesprochen imageschädigend und kontraproduktiv bei der Gewinnung junger Hörerschichten.”

Ob die CDU diesen Vorfall zum Anlass nimmt, Neuwahlen zu fordern und ob Dieter Bohlen dann die Wahlkampfhymne komponiert, ist noch unklar.

 

RuhrBarone-Logo

13 Kommentare zu “NRW-CDU kämpft für Dieter Bohlen

  • #1
  • #2
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Hans: Nein, die CDU in NRW ist die mächtige Freundin aller Pop-Liebhaber des Landes: http://bit.ly/iuAyWh

  • #3
  • #4
    Erdgeruch

    Ei, Ei, Ei, Verpoorten.

    Okay, es ist so flach, dass es die Raumzeitkrümmung negiert, aber vom altbackenen Omagetränk der einen Blondine zur altbackener Omamusik der anderen Blondine ist es nur ein kleiner Schritt.

  • #5
    Sebastian

    Immer dieser WDR und das noch bösere 1Live und das wo die NRW-Jugend ja auf 1Live angewiesen ist, wenn es um Musik geht. Alternativen wie das Internet, Musikfernsehen und andere Radio-Sender sind in NRW ja überhaupt zugänglich und wenn würde es ja auch gar nicht genutzt werden, da die WDR-Diktatur dies schon zu verhinder wisse 😀

  • #6
    Hustenstorch

    Oh ja, das sind Probleme.
    Da sieht man mal wieder, wie sich doch die CDU für die kleinen Leute und speziell für die Jugend einsetzt!

  • #7
    Fred

    Ziemlich clever von der CDU. Jugendliche die permanent RTL gucken und dazu noch Bohlens Plastikmusik konsumieren, sind zeitnah für keinen kritischen Gedanken mehr zugänglich. Quasi genau das, was diese ehemalige Volkspartei dringend braucht.

  • #8
    unschland

    “Unbestätigten Meldungen zufolge fordere Verpoorten, dass 1Live-Radio auch Hochglanzbilder der Superstars senden müsse…”

  • #9
    south of heaven

    Hmm, heisst das jetzt, wenn sihc genüngend “Jugendliche” bei der CDU beschweren, dass die sich dann auch dafür einsetzen würde, dass mehr Slayer bei 1Live gespielt wird? Schließlich sind deren Longplayer auch immer in den Charts und bei 1Live deutlich unterrepräsentiert. Das kann ja wohl nicht angehen! Ein Boykott ist mit der CDU hoffentlich nicht zu machen!

  • Pingback: Was macht die CDU in NRW ? « Alden Pyle Blog

  • #11
    Mario

    Ei, ei, ei, Verpoorten! Endlich mal ein Politikerin, die sich um die drängendsten Probleme unseres Landes kümmert! Es gibt übrigens noch mehr Beispiele. Dieses tolle Lied hier habe ich im WDR-Programm auch noch nie gehört:

  • Pingback: Pottblog

  • #13
    Michael

    Eigentlich nicht so verwunderlich für eine Politikerin, die in derselben Partei wie Frau Merkel sich entfaltet. Feudalistische Parteien sind halt immer ein wenig bunt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.