Als ich klein war, versprach der elterliche Satz “Heute musst Du aber früh schlafen gehen, denn morgen fahren wir nach Duisburg” unendliche Wundervolligkeiten.
Duisburg, das war fast so aufregend wie ans Meer zu fahren, wo man unter anderem den nervenden kleinen Bruder im Sand verbuddeln und den ganzen Tag herummatschen durfte.
Es ging schon damit los, dass Duisburg so schön war – gut, jetzt nicht im herkömmlichen Sinne schön, aber es gab so viel zu staunen. Zum Beispiel die riesigen Schornsteine. Aus jedem kam andersfarbiger Rauch, mancher war grünlich, mancher rosa, mancher apricot, und so sah es an manchen Stellen aus, als hingen Berge von Zuckerwatte über der Stadt.
Nicht nur im Fußballoberhaus sind die Spitzenplätze bereits vor dem letzten Spieltag fix, auch im Unterhaus sind die wichtigsten Entscheidungen an der Tabellenspitze bereits gefallen. Seit gestern steht damit nun auch unumstößlich fest, was sich seit Monaten (gar Jahren) für viele Traditionalisten unter den Fußballfans bereits immer bedrohlicher andeutete: Fußballdeutschland hat endgültig einen neuen ernsthaften Anwärter auf den Titel ‚Unbeliebtestes Team der 1. Fußball-Liga‘.
Denn RB Leipzig sicherte sich durch einen 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC am vorletzten Spieltag der Saison 2015/16 den zweiten direkten Aufstiegsplatz, hinter dem neuen, und bereits zuvor als Aufsteiger feststehenden neuen Zweitligameister SC Freiburg. Der 1. FC Nürnberg geht demnächst als Dritter in die Relegationsspiele mit dem Drittletzten der 1. Bundesliga, der am nächsten Wochenende endgültig ermittelt werden wird.
Der von Brausemilliardär Dietrich Mateschitz im Jahre 2009 ins Leben gerufene Ostdeutsche-Club aus Leipzig realisierte damit seinen kühl auf dem Reißbrett ausgetüftelten Plan, nach nur einem Zwischenjahr in Liga 2, direkt erfolgreich den Angriff auf das Fußballoberhaus zu starten.
Und so wie es aussieht, wird man sich an den Brauseclub im Fußballoberhaus wohl gewöhnen dürfen. Mit diesen finanziellen Möglichkeiten dürfte ein direkter Wiederabstieg für die Ostdeutschen eigentlich kein Thema sein.
Die Vorurteile gegen diese künstlichen ‚Plastikclubs‘ sind bekannt, und auch schon seit Jahren immer wieder ausgetauscht worden. Auch hier im Blog haben wir in der Vergangenheit schon häufiger darüber diskutiert. Die Meinungen wurden dabei stets sehr emotional ausgetauscht, den Gang der Dinge konnte das offenkundig aber nicht aufhalten.
Sexistische Werbung soll verboten werden. The world as we know it will end. Vielleicht gut so. Eine Replik an Christoph Lövenich.
Lieber Christoph,
zunächst zu den Formalia. Hier steht eine etwas weniger vage Formulierung dazu, wie sich sexistische Werbung beschreiben ließe. Dass das Leitmotiv in Deutschland 2016 „Wir schieben jede Gesetzesänderung auf die Silvesternacht“ ist, muss natürlich idiotisch gefunden werden, da gebe ich dir vollkommen Recht. Und dass es Lobbyismus gibt, naja, hat relativ geringen Erkenntniswert.
Seit gestern ist das Eso-und-Schwurbelei-Aufklärungs-Wiki-ohne-gültiges-Impressum a.k.a. Psiram wieder da. Hausgemachte Serverprobleme sollen die gleichermaßen beliebte wie gehaßte Webseite für Wochen nicht zugänglich gemacht haben. Jetzt fliegt die Eule wieder!
NRW: Krafts Schwäche wird für Gabriel zum Problem…Post von Horn NRW: Junge Männer, die die Kultur der Gewalt mitbringen…Welt NRW: 14.000 Angriffe auf Polizisten pro Jahr…Der Westen NRW: Islamisten schon mit 14 überwachen…RP Online NRW: Riskante Räumung…taz Debatte: Die Wiedergänger des Nationalen ruinieren den Westen…Welt Debatte: SPD-Chef Gabriel im Sog…Spiegel Debatte: Antworten auf die AfD…FAZ Ruhrgebiet: Wie Jungpolitiker das Revier sehen…Der Westen Ruhrgebiet: Draußen ist IN!…Bild Bochum: Fotografien zeigen Innenleben des Schauspielhauses…Der Westen Dortmund: Bunte Vielfalt gegen braune Einfalt…Nordstadtblogger Duisburg: ESL ermittelte die neuen deutschen Meister…Der Westen Essen: Endspiel der Spaßgesellschaft auf Zollverein…Der Westen
Na gut, das Wetter ist grad super draußen, was soll man also im Kino, aber an Pfingsten soll’s ja wieder schlechter werden und spätestens dann wird sich der ein oder andere hoffentlich doch wieder in den dunklen Kinosaal trauen – also, um es kurz zu machen (das Wetter ist doch grad so super und ich will auch wieder raus): Es sei hiermit nachdrücklich empfohlen, sich in den nächsten Wochen unbedingt den Film „Schrotten!“ anzuschauen, den bislang besten deutschen Film des Jahres, in dem Lucas Gregorowicz endlich mal wieder in einer schönen großen Hauptrolle auf der schönen großen Kinoleinwand zu sehen ist!
Bald nur noch Zweitligafußball in Stuttgart? Quelle: Wikipedia, Foto: Markus Unger. Lizenz: CC BY 2.0
Es ist eigentlich genau das, was viele Fußballfreunde in diesem Lande sich zurückwünschen. Doch der gestrige Nachmittag hat dann wieder einmal gezeigt, dass es durchaus auch Nachteile hat, wenn tatsächlich alle neun Bundesligaspiele zeitgleich am Samstagnachmittag stattfinden.
So viele Ereignisse, so viele Geschichten die es durchaus wert sind einmal näher in Ruhe betrachtet und auch diskutiert zu werden, dass man selbst als aufmerksamer Beobachter der Geschehnisse kaum noch hinterher zu kommen droht, sich nach den rund drei Stunden zunächst einmal wieder etwas sammeln muss, um all diese unterschiedlichen Aspekte des Nachmittags ein wenig sacken zu lassen.
Gleich neun der 18 Erstligastadien erlebten am Samstagnachmittag also bereits das letzte Spiel der Saison. In allen neun zeitgleich angesetzten Erstliga-Begegnungen ging es auch sportlich tatsächlich noch um etwas. Von Meisterschaft bis Abstieg. Und das am 33. Spieltag. Es war die volle ‚Dröhnung‘ Fußball, die bei herrlichstem Wetter die Nation ‚bespaßte‘.
Dass am Ende der FC Bayern München die vierte Fußballmeisterschaft in Folge einheimsen konnte, was ein Rekord in der Ligageschichte ist, das war dabei vielleicht die wichtigste, aber sicherlich längst nicht die meistbeachtete Erkenntnis des Tages unter den Fußballfans.
Das wenig spektakuläre 2:1 in Ingolstadt fand nur wenige Tage nach dem Ende des Triple-Traums selbst bei den Bayern-Offiziellen so wenig Beachtung, dass man auf die eigentlich obligatorischen Bierduschen verzichtete. Symptomatisch für die vielleicht am wenigsten gefeierte Meisterschaft der Ligageschichte war die Formulierung von Sky-Reporter Torben Hoffmann, der in seinem Bericht aus dem Ingolstädter Stadion formulierte: „Pep gab nach dem Spiel den ‚Feierbefehl‘!“ Damit ist dann eigentlich auch schon alles zu dieser abermaligen Meisterschaft der Bayern gesagt.
Das geplante Verbot vermeintlich sexistischer Werbung würde die Autonomie der Verbraucher und die Gestaltung von Reklame unzulässig beschränken. Dahinter steckt Bevormundungslobbyismus der NGO-Szene. Von unserem Gastautor Christoph Lövenich.
Die Bundesregierung will verbliebene Reservate der Tabakreklame abschaffen, außerdem soll sexistische Werbung verboten werden. Ersteres kommt aus dem Ressort von Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) und wurde schon vom Kabinett abgesegnet, beim letzterem handelt es sich um einen Vorstoß von Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD). Dass man wieder plant, etwas zu untersagen, vermag nicht zu überraschen, schließlich gilt für die ganze Regierungsarbeit der Großen Koalition das Mantra, das Kabinettskollegin Barbara Hendricks (Umwelt, SPD) mal bei einem ihrer Gesetzgebungsprojekte formuliert hatte: „Es wird nichts ermöglicht, was bislang verboten ist. Im Gegenteil: Es wird vieles verboten, was bislang möglich ist“.
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