Mittleres Wietingsmoor bei Freistatt Foto: losch Lizenz: CC BY-SA 3.0
Im Juni kommt ein von Arte mitproduzierter Film in die Kinos, der sich mit Freistätter Jugendheimen Ende der 60er beschäftigt. Von daher möchte ich vorab einen kurzen Blick auf die „Erziehung“ auffällig gewordener Jugendlicher im Freistatt der 50er und 60er Jahre werfen. Von unserem Gastautor Thomas Weigle
Sommer 1968 in Deutschland. Der 14 jährige Wolfgang(Louis Hofmann) wird von seinem Stiefvater Heinz (Uwe Bohm) in das Erziehungsheim „Freistatt“) abgeschoben. Dort herrscht militärischer Drill. Die Erzieher zwingen die Jungen zu Arbeitseinsätzen in den Mooren. Doch der rebellische Wolfgang gibt seine Sehnsucht nach Freiheit nicht auf. Mit seinem Freund
Anton(Langston Ubel) wagt er den Aufstand. Regisseur Marc Brummund vereint in seinem sensiblen Jugenddrama den Kontrast von Liberalisierung und repressiven System Ende der 1960er. Ab 25.Juni im Kino“.
„Heiligenstatt lag im Moor. Es war bedeutend größer als das Landesjugendheim, Heiligenstatt war eine ganze Gegend, rechts oder links von der Bundesstraße, je nach dem von welcher Seite man kam. Hinter dem Gutshof begann das Moor, eine weite, mit niedrigen Birken und Büschen
Der VfL Bochum beleuchtet in dieser Woche den Zusammenhang von Fußball und Antisemitismus in einem aktuellen Vortrag im heimischen Stadioncenter.
Am kommenden Mittwoch, den 24. Juni 2015, lädt man daher zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Antisemitismus in Deutschland. Gestern. Heute. Morgen?“ alle Interessierten sehr herzlich ein. Beginn des Vortrags ist um 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr. Der Eintritt ist dabei kostenlos.
Ein Dortmunder Chor singt den syrischen Flüchtlinge im Protestcamp ein Willkommenslied
Bei den Dortmunder Bürgern sind die Syrer, die sich auf der Katharinentreppe in einem Protestcamp zusammen geschlossen haben, offenbar willkommen. Nachdem am Samstag an die syrischen Flüchtlinge rote Rosen als Zeichen der Solidarität verteilt worden waren, kam ein Chor und sang Willkommens-Lieder. Neben den spontanen Besuchen und Gästen des Camps, kamen auch diese Gesten offensichtlich gut an.
Rosen für die syrischen Flüchtlinge
Die Syrer, die um das Leben ihrer in Syrien zurückgebliebenen Familien bangen, halten – wenn möglich – über Internet und die sozialen Medien Kontakt zu ihren Angehörigen. Die Fotos von dem Willkommens-Chor wurden via Handy direkt in die syrische Heimat geschickt. Ein kurzer Moment der Freude.
Während in Syrien der Krieg tobt und die Kämpfe der ISIS-Schlächter das Leben der Frauen und Kinder der Flüchtlinge bedrohen, überprüfen die zuständigen deutschen Ausländerbehörden weiterhin den Aufenthaltsstatus der Syrer, grübeln über die eventuellen Möglichkeiten der Familienzusammenführung nach, fordern dann doch noch weitere Nachweise, verlangen weitere Vermögensnachweise, halten – immer korrekt- die innerbehördlichen Zuständigkeiten ein, tippen Briefe, formulieren noch einmal ein paar Fragen zum genauen Fluchtweg, sehen Fristen als nicht einhaltbar an, erwarten eine erneute Aufstockung der Summe auf den Bankkonten, wollen den Pass noch einmal sehen und ach, ihre Familie hat erst 2016 einen Termin auf dem deutschen Konsulat – wir bedauern, dass ist zu spät – sie müssen bis dahin die Bundesrepublik bereits verlassen haben. Sie lehnen die Verlängerung von Visa ab … mahnen … fordern … fragen … zweifeln an.
Die Verfahren ziehen sich in die Länge. Abschiebebescheide hingegen werden schnell verschickt. Auch die Rückführungen im Dublin III-Verfahren in vermeintlich sichere Drittländer werden zügig eingeleitet.
Sich vor die Syrer zu stellen und zu resümieren, es sei traurig, hilft niemandem. Zu erklären, warum die Ämter nicht anders handeln können, ist Aufgabe der Pressesprecher der Behörden und nicht der Job von Kommunalpolitikern. Sie müssen die beteiligten kommunalen Behörden, wie Ausländeramt und Gesundheitsamt, in Blick auf ihre Entscheidungsprozesse und -kriterien überprüfen und hinterfragen.
Während den syrischen Flüchtlingen schwere Steine in den Weg gelegt werden, machen die Dortmunder genau das, was sie besonders gut können: Herz zeigen. Kaum vorstellbar, dass eine Abschiebung dieser Menschen in Dortmund stillschweigend toleriert werden würde.
Der NSU-Untersuchungsausschuss in Nordrhein-Westfalen dümpelt seit seiner Einsetzung vor 8 Monaten vor sich hin. Neben Anhörungen von Sachverständigen ist bisher nicht viel passiert. Dabei müsste das Interesse der Abgeordneten an einer zügigen Aufklärung elementar sein, denn der Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) hatte auch zahlreiche Politikerinnen und Abgeordnete im Visier. In den nordrhein-westfälischen Städten Dortmund, Paderborn, Bielefeld und Hamm kundschaftete der NSU die Lage von CDU-Wahlkreisbüros und SPD-Parteibüros intensiv aus. In den Brandtrümmern der Wohnung von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt und in ihrem Wohnmobil fand man neben umfangreiches Kartenmaterial auch Adresslisten, die belegen, dass der Kreis möglicher NSU-Opfer groß war. Auch eine jüdische Gemeinde stand auf den Listen.
Die auf einem USB-Stick gespeicherten 90.000 Datensätzen enthielten etwa 10.000 Adressen. Sie dienten laut Bundeskriminalamt dazu, „aus Tätersicht geeignete Tatopfer zu identifizieren“. In 23 verschiedenen Städten wurden mit großem Planungsaufwand mindestens 191 potentielle Ziele zur Tötung von Menschen von den NSU-Tätern und möglichen Helfern ausgewählt. Einige anvisierte Tatorte wurden im Vorfeld abfotografiert. Fotos zeigen das Büroschild eines SPD-Unterbezirksbüros und das dazu gehörende Straßenschild „Landwehrstraße“. Schwer vorstellbar, dass die Mitglieder einer Terrorgruppe im Untergrund am helllichten Tag und auf offener Straße Detailfotos von Tatorten schiessen.
Der Kinder- und Jugendring hat die Kandidaten der Oberbürgermeisterwahl eingeladen, um mit ihnen über die Zukunft Bochums zu diskutieren.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der Veranstaltung werden durch die Beiträge der Teilnehmer und durch Jugendliche gesetzt, die per Video die Möglichkeit bekommen haben, Fragen an die Kandidaten zu stellen.
Thomas Eiskirch (SPD), Klaus Franz (CDU), Monika Engel (Bündnis 90 / Die Grünen), Horst Hohmeier (Die Linke), Jens Lücking (Freie Bürger) und Wolfgang Wendland (unabhängig) werden sich der Diskussion stellen.
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Auch in der aktuell laufenden Sommerpause in der Fußball-Bundesliga habe ich mal wieder die Gelegenheit genutzt, und mich in der dadurch plötzlich wieder frei gewordenen Zeit mit einigen neuen und persönlich für mich frisch entdeckten Sport- und Fußball-Büchern endlich mal in Ruhe etwas näher zu beschäftigen. Das nächste Buch, welches ich nun auch heute hier einmal ganz kurz vorstellen möchte, ist dabei eigentlich gar nicht mehr sooo neu auf dem Buchmarkt, erschien offensichtlich bereits vor rund zwei Jahren. Für mich entdeckt habe ich es allerdings leider auch erst jetzt kürzlich.
Der Titel ist dabei Programm, denn ‚Das Bundesligabuch‘ schafft es wirklich einen schönen fotografischen Überblick über die komplette Bundesligageschichte zu liefern. Es handelt sich hier um einen wirklich sehr großformatigen Bildband, der auf imposant gefüllten 320 Seiten viele der besten Fotos aus fünfzig Jahren Bundesliga von 1963 bis 2013 in sich versammelt hat.
Offiziell von Jessica Kastrop und Marcel Reif, welche sich in dem Buch allerdings dann doch erfreulich zurückhalten, präsentiert, kann der an der Fußball-Bundesliga interessierte Sportfan hier in vier Kapitel einen fotografischen Rundgang durch fünf Dekaden unternehmen.