Kulturförderung in Bochum: Man muss auch streiten können

Bahnhof Langendreer Foto: Stahlkocher Lizenz: GNU/CC
Bahnhof Langendreer Foto: Stahlkocher Lizenz: GNU/CC

Lohnt es sich, über Kultur zu streiten? Macht es Sinn, über die Finanzierung von freier Kultur zu sprechen, wenn die Städte pleite sind? Kann bei einem Gespräch mehr heraus kommen, als die Tatsache, dass die Situation prekär ist? Oder muss es nicht letztlich in Umverteilungskämpfen zwischen On- und Off-Kultur enden? Alles eine Frage des Ansatzes, glaubt man in den Rottstr5Kunsthallen. Und tatsächlich ist bei der Diskussion Streit/Kultur am 22.10., 19 Uhr, zumindest die Podiumsbesetzung schon einmal interessant. Unter der Moderation durch die Journalistin Regina Völz sprechen Frauke Burgdorff, Vorstand der Montag Stiftung Urbane Räume, Olaf Kröck vom Schauspielhaus und Detroit-Projekt und Georg Mallitz von den Rottstr5Kunsthallen miteinander. Verantwortlich für die Veranstaltungsreihe ist die Intitative Streitkultur, die aus dem Kulturstammtisch, in dem sich in wechselnder Besetzung wichtige

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Ist uns die Betreuung unserer Kinder wichtiger als die der Alten und Pflegebedürftigen?

Der Autor dieser Zeilen im Kindergarten (1975). Foto: privat
Der Autor dieser Zeilen im Kindergarten (1975). Foto: privat

Ein Thema welches mich persönlich schon länger beschäftigt, wurde in der Vorwoche mal wieder medial aufgegriffen. Die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) in NRW möchte Hartz-IV-Empfänger in Kitas und Altenheime schicken, vermeldete u.a. die WAZ.
Und sofort regte sich Widerstand bei den Eltern, die ihre eigenen Kinder ungern von vermeintlich wenig qualifizierten bzw. evtl. sogar unwilligen bzw. unmotivierten Mitarbeitern betreut sehen wollen.

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NRW: Abschlussbericht zur Prostitution liegt vor

Demonstration der Prostituierten, Foto: Barbara Underberg
Demonstration der Prostituierten, Foto: Barbara Underberg

Prostitution lässt sich nicht verbieten – unter diesem Motto legte Ministerin Barbara Steffens im Oktober einen Abschlussbericht zur Stärkung der Rechte von SexarbeiterInnen vor. Die rot-grüne Landesregierung hatte Anfang 2011 entschieden, einen Runden Tisch Prostitution einzurichten. Er machte seine Arbeit sehr gründlich und unter Beteiligung der fachlich zuständigen 8 NRW-Ministerien, der kommunalen Spitzenverbände, der Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen und der Beratungsstellen für Prostituierte eingerichtet. Auch BordellbetreiberInnen und Prostituierte waren Teil dieser Fachrunde – ein ungewöhnlicher Ansatz auch die Betroffenen einzuladen und nicht, wie so oft bei politischen Meinungsbildungsprozessen, „Außen vor“ zu lassen. Erklärtes Ziel der Landesregierung war es, die Situation von Prostituierten in Nordrhein-Westfalen zu verbessern und Prostitution aus der gesellschaftlichen Grauzone herauszuholen.

Die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter legte den 100 Seiten starken Abschlussbericht vor. Er wurde innnerhalb von zweieinhalb Jahren erarbeitet und einschließlich seiner Empfehlungen mit allen Mitgliedern des Runden Tisches abgestimmt und veröffentlicht.

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[Marianne Faithfull beeindruckt in Düsseldorf mit einem starken Konzertabend]

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Im bestuhlten Saal der Düsseldorfer Mitsubishi Halle herrschte am Montagabend schon vor Konzertbeginn eine regelrecht andächtige und intime Atmosphäre. Man war sich dessen bewußt, dass man gleich einer Künstlerin zuhören würde, die nicht einfach nur ein paar Songs ihres neuen Albums zum Besten geben wird, sondern die ihr Publikum mit auf eine Zeitreise nehmen würde….auf ihre eigene, die 1964 im London der „Swinging Sixties“ ihren Anfang nahm.

Marianne Faithfull wurde mit Applaus empfangen.

Sie war noch sichtlich beeinträchtigt nach ihren zwei schweren Unfällen in den letzten beiden Jahren und mußte sich abstützen und ein Sessel stand für sie bereit, aber sie wirkte dadurch nicht schwach oder gar zerbrechlich.

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[Morgen im FZW – Die Kassierer und Eisenpimmel]

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Zwei legendäre Punk(Rock)Bands aus dem Ruhrgebiet, jede für sich ein Ereignis, wenn sie auf der Bühne stehen.

Die Kassierer, das sind Wolfgang Wendland “Wölfi”, Bruder Volker, Mitch und Nikolaj, die klassischen Punkrock mit polarisierenden Texten auf die Bühne bringen, oftmals satirisch angehaucht, und Eisenpimmel aus Duisburg, die sich selber als Satire-Punkband bezeichnen und schon fast genauso lange im Geschäft sind…werden morgen (23.10.2014) ab 20 Uhr im FZW in Dortmund ihr Publikum hoffentlich zum Kochen bringen.

Karten gibt es noch – greift zu!

Ticketshop

Positive Records

und natürlich an der Abendkasse!

Schluss mit Ruhri-Industrieromantik!

Henrichshütte
Industrie und Natur – die Henrichshütte in Hattingen (Foto: Michael Westerhoff)

Zeche auf der Umhängetasche, illuminiertes Stahlwerk auf der Imagebroschüre, verfallene Industrie als Filmkulisse. Wirtschaftsjournalistik-Professor Hendrik Müller fordert eine Abkehr von der Ruhri-Romantik.

Die Ruhris sind stolz auf ihre verfallenen Industrieareale. In allen Städten boomen Souvenirs, die irgendwie etwas mit Bergbau, Stahl oder Bier zu tun haben. Der aus Norddeutschland stammende Professor hält die Vermarktung dieses alten Bilds des Ruhrgebiets für falsch.

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Frühstück für Dortmund

Der Phoenixsee - das Naherholungsgebiet im neuen Dortmund
Der Phoenixsee – das Naherholungsgebiet im neuen Dortmund


Hörde: 
Phoenix-See im Finale um Sparkassen-Akademie…Ruhr Nachrichten
Innenstadt: Riesen-Weihnachtsbaum wird aufgebaut…Der Westen
Innenstadt: Günter-Samtlebe-Platz vor der DEW-Zentrale geplant…Der Ruhr Nachrichten
TV: Dortmund-Tatort hat Premiere auf Lüner Kinofest…Der Westen
Ausstellung: „Foto Affairs“ in der Nordstadt…Nordstadtblogger
Envio: Gutachter abgelehnt…Radio91.2
BVB: Fans von Hooligans in Istanbul attackiert…Ruhr Nachrichten
BVB: Quo vadis, Borussia?…Schwatzgelb
BVB: „Sentimentaler Abend“ für Gündogan…Reviersport
BVB: Keep calm and carry on…Schwatzgelb

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Der Ruhrpilot

kraft_gutesNRW: Hannelore Kraft – Die Warhols waren nur Dekoration…Welt
NRW: Westspiel hält an Warhol-Versteigerung fest…RP Online
NRW: Land lässt Kunstschatz vergammeln…RP Online
NRW: Katzen in den Kochtopf…taz
NRW: Weniger Einsatzkräfte beim Fußball – Bericht wertet Pilotprojekt als Erfolg…Spiegel
NRW: Minister will giftige Haustiere verbieten…RP Online
NRW: Flüchtlingspolitik – Zum Handeln gezwungen…Pottblog
Ruhrgebiet: Die Sonderregion…Der Westen
Bochum: Zahl der Lehrlinge sinkt…Der Westen
Bochum: Johanna Honischs Kunst wohnt ein Geheimnis inne…Der Westen
Dortmund: Tatort hat Premiere auf Lüner Kinofest…Der Westen
Duisburg: Landes-Asyl soll im November belegt werden…Der Westen
Essen: Sportpolitik fühlt sich unfair gebremst…Der Westen

POTTemkin – Ein Fass ohne Boden namens Ruhrgebiet

Weltkulturerbe Zollveverein
Weltkulturerbe Zollveverein

Die Zahlen lassen keine andere Betrachtung zu: Wir sind bankrott. Müssten wir sofort die Schulden unserer Städte und Gemeinden bezahlen müsste jeder von uns, Kinder und Greise eingeschlossen, bis morgen im Durchschnitt ca. 6000 Euro aus eigener Tasche locker machen. Pro Familie sind das also im Schnitt 18000 €. Das könnten aber höchsten 10% der Ruhrgebietsfamilien. Die anderen müssten sich dafür selbst verschulden. Das Problem dabei: ca. 25% der Betroffenen Familien und Einzelpersonen bekämen überhaupt keinen Kredit, geschweige denn einen in dieser Höhe.

Das heißt, dass sich die verbleibenden Schuldner ihren Kredit um die fehlende Summe, also bei den Familien auf 22500 € und den Einzelpersonen auf 7500 € aufstocken müssten. Das aber würde noch nicht reichen, denn ab übermorgen würden, trotz erhöhter Steuereinnahmen

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