Eine Fußballschule auf ‚Hoher See‘ – Verliert der BVB nun die Bodenhaftung?

Torwarttrikot des BVB, Saison 2011/2012
Torwarttrikot des BVB, Saison 2011/2012

Soeben landete eine Pressemeldung des BVB auf meinem Schreibtisch, welche ich zunächst gar nicht so recht glauben mochte. Aber da findet nun im kommenden Herbst wohl tatsächlich eine Fußballschule der Borussia auf dem Kreuzfahrtschiff AIDA statt. Lieber BVB, ist das echt Euer Ernst?

Die Borussia hat sich immer durch ihre Volksverbundenheit, ihre Wurzeln in der einfachen Ruhrgebietsbevölkerung und das dazugehörige ‚Malocherimage‘ ausgezeichnet. Dass das im Laufe der Zeit natürlich ebenfalls einem gewissen Wandel unterworfen ist, ist dabei auch mir klar.

Die Zeiten ändern sich eben. Auch die Fans der Borussia arbeiten heutzutage eben nicht mehr überwiegend im ‚Pütt‘, oder am Hochofen bei Hoesch. Schon klar. Zugegeben!

Aber eine BVB-Fußballschule auf der Aida? Geht es noch versnobter? Hört mir doch auf!

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Unterzeichnet man ausgerechnet in diesen Zeiten eine neue deutsch-türkische Städtepartnerschaft?

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Das Rathaus in Waltrop. Foto: Robin Patzwaldt

Die Wellen schlagen hoch derzeit hier bei mir am Wohnort. Am morgigen Samstag soll im Sitzungssaal des hiesigen Rathauses der Städte-Vertrag zwischen Waltrop und der türkischen Gemeinde Görele feierlich und öffentlich unterzeichnet werden. Damit endet dann eine jahrelange, immer wieder bedenklich ins Stocken geratene Vorbereitung dieser sich anbahnenden freundschaftlichen Städte-Verbindung.

Doch der eigentlich positive Akt einer menschenverbindenden Freundschaft zweier so unterschiedlichen Gemeinden ist in diesem Fall heftig umstritten. Unterschiedliche Argumente werden aktuell ins Feld geführt, dass der Vertrag, zumindest derzeit, ein völlig falsches Zeichen setzt.

Aus Reihen der CDU-Fraktion werden daher nun auch nicht einmal alle Mitglieder des Rates der Einladung folgen und dem Festakt im Rathaus beiwohnen. Auch aus den Kreisen anderer politischer Parteien wurde zuletzt immer wieder heftige Kritik in Richtung der Türkei  und in Sachen der bevorstehenden Städtepartnerschaft geäußert. Hier dann jedoch aus ganz anderen Gründen (Stichwort Kinderarbeit).

Dies wirft dann bei mir allgemein die Frage auf: Soll eine Stadt in Deutschland aktuell eine neue Städtepartnerschaft mit einer türkischen Gemeinde eingehen?

Hilft eine solche Partnerschaft eher dabei Unterschiede zu beseitigen, Menschenrechts- und Arbeitsbedingungen zu verbessern, oder kaschiert ein solcher Festakt, wie er hier am Ort am Samstag geplant ist, die (durchaus berechtigte) Kritik an den aktuellen innenpolitischen Zuständen in der Türkei?

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Der Ruhrpilot

Hannelore Kraft Foto: HP/PR
Hannelore Kraft Foto: HP/PR

NRW: Kraft kritisiert ARD/ZDF und lobt Medienstiftung…Welt

NRW II: Verfassungswidriges Kraft-Paket…Handelsblatt

NRW III: Land feilscht um archäologische Funde…Spiegel

Medien: 0,04 % der WAZ-Abonnenten bekommen ihre Zeitung jetzt etwas später – oder: Viel Lärm um nichts…Pottblog

Ruhrgebiet: „Bei der Ruhrtriennale soll man tanzen“…RP Online

Bochum: Opels Hinhaltetaktik zerrt an den Nerven von Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz…Der Westen

Bochum II: Oli Hilbring ist erfolgreich mit Fußball-Cartoons…Ruhr Nachrichten

Dortmund: World Press Photo Ausstellung in Dortmund…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Angebot fürs TaM…Der Westen

Duisburg II: „David“ kehrt aufs Podest zurück…Der Westen

Essen: Zukunft von Immendorff-Werk „Energie“ weiter unklar…Der Westen

Umland: Christopher-Street-Day-Veranstalter schließen Pro Köln aus…Bild

 

Carta: Wenn Wolfgang Michal gelernt hätte, Links zu setzen

Marc Jan Eumann
Marc Jan Eumann

In einem Text auf Carta kritisiert Wolfgang Michal meine Beiträge zum Thema Marc-Jan Eumann und seine  Pläne der Medienstiftung. Und weil Michal nur zitiert was ihm passt und meinen Text nicht verlinkt kommt dabei etwas heraus, was wie eine schlüssige Argumentation Michals aussieht.  

In mehreren Texten habe ich über die Pläne der nordrhein-westfälischen Landesregierung und ihres Medien-Staatssekretärs Marc-Jan Eumann geschrieben, eine Journalismusstiftung zu gründen. Nun hat Carta-Autor Wolfgang Michal das Thema aufgegriffen. Liest man seinen Text, wirkt die Begründung für meine Sorge tatsächlich etwas hysterisch, soll doch die Stiftung nur ein Volumen von 1,6 Millionen Euro haben – in der Tat zu wenig Geld, um viel zu bewegen und erst recht zu wenig, Geld um die von mir vorgetragene Sorge um einen wachsenden Einfluss des Staates auf die Print- und Online-Medien zu rechtfertigen.

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Cyberleiber


Ein neues Zeitalter dämmert herauf. Der Mensch ist ein Auslaufmodell. Was ihm folgen wird, ist erst in Schemen erkennbar. Schon jetzt ist der menschliche Körper angeschlossen an Computer- und Kommunikationsmaschinen, die unsere Fähigkeiten verändern: verbessern oder verschlechtern? Bringen sie Krieg oder Frieden? Noch nie zuvor verlief die „Evolution“ so schnell wie heute. Bedeutung und Wahrnehmung von Zeit und Raum sind im Wandel. Wie nie ist unsere Welt auf technischen Fortschritt gepolt. Werden wir immer mehr zu dem, wozu wir programmiert wurden?

Vom 6. – 9. Juni 2013 erforscht das Schauspiel Dortmund in einem Festival die Interzone von Cyberspace und menschlichem Körper und wirft einen Blick auf Fragen der technologisierten Welt von morgen: Utopia oder Dystopia? Ein vielfältiges Programm aus Theater, Musik und Diskurs an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine: Wie wollen wir leben?

Aktuelle Informationen und viel Wissenswertes unterwww.cyberleiber-festival.de

Am Sonntag: 22. Südtribünenmeisterschaft im Stadion ‚Rote Erde‘

bvbWer am kommenden Sonntag bisher noch nichts weiter vorhat, für den habe ich da einen kleinen Tipp:

Zwei Wochen nach dem Champions-League Finale von London veranstaltet das Fan- Projekt Dortmund e.V. am Sonntag, den 09. Juni 2013 zum 22. Mal Deutschlands größtes und traditionsreichstes Fußballturnier für Fußballfans, die Südtribünenmeisterschaft.

Gespielt wird dabei auch in diesem Jahr wieder im traditionsreichen Stadion ‚Rote Erde‘.

Ab 10 Uhr treffen 80 BVB-Fanclubs aus ganz Deutschland und darüber hinaus aufeinander, um diese Saison sportlich und vor allem auch gesellig ausklingen zu lassen.

Das Team vom Fan-Projekt sorgt am Turniertag für ein attraktives Programm für alle Teilnehmer und Besucher. Und die eine oder andere „Legende“ des BVB wird es sich sicherlich wieder nicht nehmen lassen, der Roten Erde einen Besuch abzustatten, wenn auch die erste Elf und Trainer Jürgen Klopp derzeit noch im sicherlich verdienten Urlaub weilen.

Also, liebe Dortmunder/innen, schaut am Sonntag doch vielleicht dort einfach mal vorbei!

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„Woanders käme ich zu spät“– Ein Gespräch mit dem Künstler Oscar Ledesma

ElSecretoDelMal

Oscar ist vor 37 Jahren in Mexiko City geboren. Er kommt aus sehr ärmlichen Verhältnissen, hat es aber in dieser Stadt zu einem abgeschlossenen Studium der Mathematik, der Fotografie und der Literatur gebracht. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD hat ihn dann nach Essen verschlagen. Dort hatte er 2003 auch seine erste Fotoausstellung und wurde Mitbegründer der Galerie Clowns & Pferde.

Aus der geplanten Promotion wurde nichts. Stattdessen gab es zahlreiche Ausstellungen und 2 Kunstpreise von denen ein Fotograf keineswegs leben kann. Seit  Jahren arbeitet Oscar deswegen in einer Essener Software Firma um seine Existenz als freier Künstler zu

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Ernst Kratzsch – Der unterbeschäftigte Dezernent

Ernst Kratzsch Foto: Stadt Bochum
Ernst Kratzsch Foto: Stadt Bochum

Ernst Kratzsch ist Bochums Baudezernent. Und offenbar beruflich nicht ausgelastet.

Baudezernenten umgeben sich heute gerne mit der Aura der Kreativen, ganz so, als seien sie durch ihr Amt dazu berufen, Metaarchitekten zu sein, die nicht nur ein Haus planen sondern gleich eine ganze Stadt. Und wie jede Berufsgruppe, haben auch die Kreativen ihre Insignien und  klar,  Kratzsch hat jetzt eine Nerdbrille. Sie passt nicht zu dem Mann, der mit einem AOK-Kassengestell gut bedient wäre.

Seit 2006 ist Kratzsch Baurat in Bochum. Viel gelungen ist ihm nicht. Klar, auch er redet über den Klimawandel, dass die Gesellschaft bunter, weniger und älter wird und hat auch all die anderen Versatzstücke im Repertoire die selbst das kleinste Licht ein wenig heller Strahlen lassen und die bei keiner Intellektuellensimulation fehlen dürfen. Aber ansonsten, in dem Bereich, für den er bezahlt wird, ist seine Leistungsbilanz eher mau: Bochums schönste Baulücken sorgen dafür, dass in der Stadt noch immer ein wenig Nachkriegsatmosphäre herrscht. Auch die Pläne von ECE, dem Einzelhandel mit dem Bau eines Einkaufszentrums den Garaus zu machen, stellt sich Kratzsch nicht entgegen. Dafür dürfen immer mal wieder Altbauten abgerissen werden, von denen Bochum ohnehin kaum welche hat, weil schon Kratzsch-Vorgänger

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