SPD-Bundestagskandidatur: Michelle Müntefering holt die absolute Mehrheit

Heute fällt die Herne SPD eine Vorentscheidung über der Direktkandidatur im Wahlkreis Herne/Bochum. Das würde keinen Menschen interessieren, wenn nicht Michelle Müntefering, die Frau des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering antreten würde und zwei Gegenkandidaten hätte. Aber auf die kommt es scheinbar auch nicht mehr an: Müntefering bekam eben 56 Prozent aller Stimmen. Die endgültige Entscheidung fällt ihn einer Woche. Die Chancen, dass die Erde bis dahin von einem Kometen zerschlagen wird sind größer als die Erfolgsaussichten von Münteferings Gegnern. Uwe Knüpfer, Ex-WAZ-Chef und heutiger Chefredakteur des SPD-Magazins Vorwärts, bekam 18 Stimmen.

Berlin-Mitte: Queer-Veganer Nichtraucher gesucht

Berlin – die wilde, ekstatische Metropole Deutschlands. Was New York in  den 70ern war, ist Berlin heute. Berlin ist wie Paris in den 20er und 30er Jahren: Bohéme, Hedonismus, Freiheit. Das Ende alle Konventionen. Kurzum: Es ist wie ein nie zu Ende gehende Rausch nach zwei Flaschen Club-Mate auf der schwäbischen Alb. Von Patrick Joswig und Stefan Laurin

Aber für solche Exzesse braucht man eine Basis. Ein Heim, vom dem aus man zu den Abenteuern der Großstadt aufbrechen kann. Eine Wohngemeinschaft, die noch eine echte Lebensgemeinschaft ist. Wir haben da was gefunden:

Wir verorten uns anarchistisch / linksradikal / (pro) queer-feministisch / anti-patriarchal und leben vegan. Auf struktureller Ebene sind wir alle unterschiedlich positioniert, d.h wir profitieren bzw. sind negativ von verschiedenen MachtStrukturen betroffen: hier wohnen sowohl weiblich als auch männlich erstsozialisierte Personen, einige haben einen Mittelklassebackground und andere haben Klassenwechsel erlebt. Eine Person ist negativ von Rassismus betroffen und die anderen drei sind weiß positioniert. Wir setzen uns

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Ärzte rufen zur Operation Fax-Shitstorm auf

Immer neue Protestarten entwickeln die Ärzte. Nachdem vor ein paar Jahren mit gemieteten Demonstranten Neuland betreten wurde, hat man sich im aktuellen Streit um die Bezahlung der Ärzte auf ein Konzept des Retro-Protestes eingelassen: Ein Fax-Shitstorm soll die Faxgeräte der Krankenkassen lahmlegen.   Praktisch für die Ärzte: Auch heute werden nicht die Ärzte selbst aktiv werden müssen, sondern die Sprechstundenhilfen, die die Fax-Geräte benutzen. Vielleicht  noch ein Wort zum Thema Fax. Diese Technologie wird nicht allen unseren Lesern mehr geläufig sein: Faxe stellten früher die Kommunikation zwischen Dampfschiffen auf dem Atlantik sicher, wenn es zu nebelig für Signalfahnen war.

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NPD in Dortmund: „Ein kläglicher Haufen“

Ein kläglicher Haufen von 8-10 NPD-Mitgliedern protestierte am Montag Abend vor der Asylbewerber-Notunterkunft in Dortmund Derne. Protest? Eher der schief gegangene Versuch einer Kundgebung. „Nationale Volksfront“ wollte man doch so gerne sein – eine Gruppe nicht größer als der Westerhuder Seniorinnen-Kegelclub ist am Ende dabei herausgekommen. Von unserer Gastautorin Ulrike Märkel.

Und was soll man dann noch gegen 200 Demonstranten ausrichten, die mit Trillerpfeifen und Hupen bewaffnet den Lautsprecherwagen der NPD locker übertönten. Neben „Bunt statt braun“, den Falken, der evangelischen Kirche und den Linken, den Grünen und der SPD waren auch viele Bürger gekommen, um deutlich zu machen, dass die Flüchtlinge –die vor allem aus Krisen- und Kriegsgebieten Zuflucht in Dortmund suchen und oftmals von Kriegserlebnissen traumatisiert sind – bei uns willkommen sind.

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Gott, die Beschneidung und ich

Wie ihr wisst Leute, hatte ich schon mal eine Begegnung mit Gott. Glaube ich zumindest.  Aber ich habe es bislang für völlig unmöglich gehalten, dass er noch mal auftauchen könnte. Also ich meine in meinem ganz persönlichen Leben. Aber wie es der Teufel so …. sorry Leute, das ist mir jetzt nur so rausgerutscht, weil man es halt so sagt. War natürlich nicht ernst gemeint.

Wie auch immer. Ich saß auf einer Bank am Rhein Herne Kanal. Das Wetter war mittelprächtig, aber warm und vor allem trocken. Da taucht ein Typ auf, ich würde sagen faktisch aus dem Nichts, und setzt sich neben mich. Ziemlich abgerockte Klamotten hatte er an. Aber er sah trotzdem irgendwie elegant aus, war babyglatt rasiert und roch sehr angenehm nach einem sehr unauffälligen aber nichtsdestotrotz sehr teuren Parfum. Etwas seltsam wirkte bei diesem Wetter seine weiße Kapuze, die er über seinen Kopf gezogen hatte.

Dann, für den Bruchteil einer Sekunde, zog er sie nach hinten und entblößte sein schlohweißes, hinten zu einem kleinen Zopf zusammengeschnürtes Haar. Als er seine Kopfbedeckung wieder in die alte Position gezogen hatte, gab es für mich keinen Zweifel mehr. Er war derselbe der vor nicht allzu langer Zeit unangemeldet in meinem Büro aufgetaucht war. Gott hatte sich dieses Mal offensichtlich als Penner verkleidet, damit er in der Gegend nicht gleich auffiel. Ich war erst mal sprachlos.

Dann traute ich mich doch ihn sicherheitshalber zu fragen, ob er Gott sei. Er nickte fast unauffällig. Wobei, er hätte auch eine Sie sein können, so androgyn wie er wieder aussah. Judith Butler hätte seine helle Freude an seinen Gesichtszügen gehabt. Aber in den Klamotten und mit hochgezogener Hood hatte er, im Gegensatz zum letzten Mal,  nicht die geringste Ähnlichkeit mit Karl Lagerfeld. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Letztlich hat Gott das ja auch nicht nötig. Er steht über der Zeit und damit auch über der Mode.

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Der Ruhrpilot

NRW: SPD-”Kampfabstimmung” um MdB-Kandidatur in Herne – Hildenbrand, Knüpfer und Müntefering wollen für den Bundestag kandidieren…Pottblog

NRW II: IG-Metall-Chef von NRW wird Vorstand bei Thyssen…RP Online

NRW III: FDP wirft Kraft Sorglosigkeit vor…RP Online

NRW IV: Schienenkartell nimmt Kommunen aus. Und geht dann in den Puff… WAZ Recherche

Bochum: Jahreshauptversammlung des VfL Bochum 2012…Pottblog

Dortmund: 40 Jahre Kampf für die Freiheit der Sexualität…Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Studie sieht DFB-Fußballmuseum als lohnende Investition…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Studie der Uni Duisburg Essen bestätigt Existenz der Generation 9/11…Der Westen

Umland: Piratenpartei übt massive Kritik an Piraten-Gründer Rick Falkvinge…Xtranews

Umland II: Roewer: “Ich erinnere mich nicht”…Publikative

 

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Adorno-Preis: Frankfurts OB sagt Teilnahme ab

Peter Feldmann, Foto: Wikipedia

Der Oberbürgermeister von Frankfurt, Peter Feldmann (SPD), hat seine Teilnahme an der Verleihung des Adorno-Preises abgesagt. Die amerikanische Philosophin Judith Butler soll dort morgen den mit 50.000 Euro dotierten Preis für ihr Lebenswerk erhalten. Sie steht wegen umstrittener Äußerungen zum Nahost-Konflikt in der Kritik, ihr wird unter anderem Antisemitismus vorgeworfen. Im Vorfeld hatten mehrere jüdische Verbände und Initiativen zu einem Boykott aufgerufen. Feldmann ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, die ebenfalls einen Boykott der Veranstaltung angekündigt hat. Der Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) wird nun die Veranstaltung leiten. Feldmanns Büro ließ mitteilen, ein voller Terminkalender sei schuld an seinem Fernbleiben, nicht etwa die aktuelle Debatte um Butler. Dass Feldmann nicht anwesend sein wird, sei schon vor der Diskussion klar gewesen. Für den morgigen Tag hat das „Bündnis Kein Adorno Preis für Judith Butler!“ eine Protestkundgebung angemeldet.

 

Geschichts-Revisionisten treffen sich in Witten

Protest gegen den "Tag der Heimat" in Witten

Gestern trafen sich rund 100 Mitglieder des „Bund der Vertriebenen“ (BdV) in Witten, um ihren „Tag der Heimat“ im Rathaus zu begehen. Die Organisation war nach 1945 ein wichtiges Auffangbecken für ehemalige Nazi-Funktionäre und anderer Personen, die sich am Holocaust beteiligten. Vor allem in den ersten Jahrzehnten des Verbandes dominierten NS-Funktionäre den Verband; die ideologischen Kontinuitäten werden von Kritikern bis heute gesehen. Die Stadt Witten und die Lokalpresse hätten das wissen können.

„Die Bürgermeisterin der Stadt Witten und die Verwaltung müssen sich die Frage gefallen lassen, warum der BdV ohne weiteres den Ratssaal zur Verfügung gestellt bekommen haben“, sagt Tessa König. Die Studentin ist am vergangenen Sonntag zum Wittener Rathaus gekommen, um gegen die BdV-Veranstaltung zu protestieren. „Einschlägige Studien belegen die personelle NS-Kontinuität des Verbandes“, sagt König.

Und tatsächlich: Bis Mitte der sechziger Jahre war die Führungsriege durchzogen von NS-Verbrechern, von SA- und SS-Führern, NSDAP-Funktionären, Antisemiten und anderen Beteiligten der Judenvernichtung. Das angebliche Ziel des BdV ist es

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