Die Muddi erklärt die Welt…

 

Hallo und Salakis!

Gleich vorne weg für die Schlaumeier mit Abitur die hier jetzt mitlesen und schon den imaginären Rotstift in der Hand halten. Der folgende Text könnte Sodbrennen, Potenzsteigerung,  eine rapide Erhöhung der Scheidungsrate nach sich ziehen, extreme Auslastungen von Gärtner herbeiführen und den Ausverkauf von Alkohol hervorrufen. Ganz nebenbei könnte es passieren, dass ich mich eventuelle auf einer Schwarze – Liste (Alice-Schwarzer-Liste höhöhö) wieder finde. Das nur gleich zu Anfang, und um jedem Missverständnis aus dem Weg zu gehen – ich meine das nun folgende Todernst und ich sage nichts als die reine Wahrheit!

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Traurige Fröhlichkeit

Paul Wallfisch Foto: Ulrike Märkel

Paul Wallfisch ist von New York nach Dortmund gezogen. Am dortigen Schauspielhaus arbeitet er als Musikalischer Leiter und erkennt Ähnlichkeiten zwischen dem Ruhrgebiet und dem Mittleren Westen. 

18. Dezember 2010. Das Ruhrgebiet ist unter eine dichten Schneedecke versunken und in Dortmund feiert die Stadt kurz vor dem Ende des Kulturhauptstadtjahres zum dritten Mal die Eröffnung des U-Turms, eines für 100 Millionen Euro zum Museum umgebauten Brauereihochhauses, mit einem kleinen Open-Air Festival. Glühwein, knackige zehn Grad Minus und nach ein paar Vorortkomikern kommt Botanica auf die Bühne. Paul Wallfischs Band. Im ersten Moment New York pur, eine Mischung aus Velvet Underground und Sonic Youth, im nächsten Augenblick Klezmer und Polka und dann alles miteinander vermischt. Und der Mann mit dieser fantastischen Band ist der Musikalische Leiter des Schauspielhauses in Dortmund? Was zum Teufel macht der hier?

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Fliegendes Spaghetti-Monster: Nudelmesse in Bochum

Das Fliegende Spaghettimonster übergibt die acht „Am liebsten wäre mir’s“ an Kapitän Mosey. Bild: Osado Lizenz: CC

Heute findet in Bochum eine bedeutende religiöse Zeremonie statt, die wir Euch nicht vorenthalten wollen_

Die Initiative Religionsfrei im Revier lädt am Donnerstag, den 13. September um 19.30 Uhr in das Soziale Zentrum zu einer Nudelmesse ein. Der Glaube an das Fliegende Spaghettimonster entwickelte sich in den USA als Parodie und Gegenbewegung auf das Vordringen von Kreationismus und Intelligent Design in den Schulunterricht. Evangelikales Denken und Kreationismus sind auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Aber auch das Fliegende Spaghettimonster findet immer mehr Fans und feiert köstliche Nudelmessen. Am Donnerstag wird reichlich Spaghetti mit Tomatensauce kredenzt. Tief gläubige Pastafari, wie die AnhängerInnen dieser Religion genannt werden, erscheinen zu ihren Ritualen in Piratenkluft. Sie sehen als einzige Ursache für die globale Erwärmung, Orkane und alle anderen Naturkatastrophen die sinkende Zahl von Piraten seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Am Donnerstag werden Wunder-bare Dinge im Soziale Zentrum zelebriert: Die Reliquien werden gepriesen und nach dem Glaubensbekenntnis und dem Monsterunser die liturgische Feier des Heiligen Pastamahls begangen. Nach einer abschließenden Predigt bleibt auch noch Zeit für eine zweite Portion Spaghetti und um zu diskutieren, wie es mächtige Organisationen schaffen, dass Menschen an den größten Unsinn glauben.
13. September, 19.30 Uhr, Soziales Zentrum, Josephstr.2, 44791 Bochum
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Der Ruhrpilot

NRW: Kraft sieht Land  als Vorreiter bei Energiewende…Welt

NRW II: Neue NPD-Landesgeschäftsstelle in Essen-Kray…NRWrex

Internet: Piratenpartei startet ePetiton gegen Leistungsschutzrechte…Netzpolitik

Bochum: Studierenden-Ansturm – Studentenwerke bereiten sich auf 2013 vor…Ruhr Nachrichten

Bochum II: Stolperstein für ermordeten Volksschullehrer…Der Westen

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Dortmund II:  So lief die Bürgerversammlung in Derne…Ruhr Nachrichten

Umland: Tanzhaus NRW verzichtet auf lebende Wölfe auf der Bühne…Bild

Umland II: Der olympische Sportbund diskutiert über neue Ziele. Geändert werden soll wohl aber nix. Hier die Dokumente… WAZ Recherche

Kino: Vatertage – Opa über Nacht…Pottblog

Mainzer Fantage: Diffamierung der Fans stärkt immer nur die falschen

Der Sommer war lang, der Sommer war schlecht (und es ist mir herzlich egal, was die Klimaforschung “statistisch” dazu zu sagen hat) und er war ernüchternd: In vorher ungekanntem Ausmaß entdeckte die Politik Fußballgewalt als populistische Profilierungsmöglichkeit. Die Innenminister überboten sich gegenseitig in immer absurderen Forderungen – bis hin zum Verbot von Stehplätzen. Die Mainzer Fantage vom 06.-13. September waren da der mehr als nur willkommener Anlass, endlich mal wieder in einem anderen Kontext über Fußball, Fans und Ultras zu sprechen. In beeindruckender Art und Weise hat die Mainzer Fanszene eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die vorerst ihresgleichen sucht und sicherlich auch ein Anstoß sein kann, es ihr gleich zu tun. Denn – so viel sei vorab gesagt: Davon braucht Fußballdeutschland viel, viel mehr. Von unserem Gastautor Andrej Reisin/Publikative

Eine Woche lang organisieren verschiedene Mainzer Fan- bzw. Ultragruppen ein breiteres Spektrum an Diskussionsveranstaltungen, Filmvorführungen, Workshops und anderen Aktivitäten rund um die Mainzer Fanszene, den Verein, das alte und das neue Stadion. Ganz bewusst wird dabei der Weg der Öffnung nach Außen (also an das interessierte Publikum) und gleichzeitig in die Stadt hinein (zum Beispiel mit einer Veranstaltung in einem Innenstadt-Kino) gewählt, um eben nicht nur den eigenen Klüngel an Kurvenfans und Ultras anzusprechen, sondern eben auch den “ganz bewusst den Ottonormalfan”, wie es von Seiten der Veranstalter heißt. Bereits im Vorfeld stieß dieser Weg auf positive Resonanz: Sowohl der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling als auch den langjährigen Mainzer Profifußballer Marco Rose, der derzeit Trainer bei Lok Leipzig ist, wurden als Schirmherren gewonnen. Ebenso positiv ist, dass auch der Verein Mainz 05 die Fantage aktiv unterstützt und Räumlichkeiten und andere Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Am Samstag Abend lautete das Thema einer der zahlreichen Diskussionsrunden dann „Sogenannte Fans verbreiten Angst und Schrecken? – Fußballfans in der öffentlichen Wahrnehmung“. Mehr als 300 Besucher strömten zu dieser Veranstaltung, die im Umlauf des neuen Mainzer Stadions einen sehr passenden und stimmungsvollen Rahmen gefunden hatte. Auf dem Podium saßen der 

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[Die „Spielkinder“ – vier Geschwister gemeinsam auf einer Bühne]

 

 

Letzten Sonntag war ich den Herner Flottmannhallen.

Anlass war das neue Theaterstück von Nils und Till Beckmann [Theater Kohlenpott], mit dem sie an diesem Nachmittag dort auf der Bühne standen.

„Kopf oder Zahl“, eine Aufführung  für Jugendliche von Katja Hensel, zeigt auf dramatische, aber auch auf skurrile Art und Weise, wie schwer und konfliktreich es sein kann, wieder auf die richtige Bahn zu gelangen, wenn man einmal durch Gewalt und Kriminalität von ihr abgekommen ist.

Den beiden Schauspielern gelingt es außerordentlich gut, dem Publikum diesen inneren Zwiespalt nahe zu bringen.

Die Zerrissenheit zwischen dem Willen ein guter Mensch sein zu wollen, aber auch den negativen Versuchungen des Lebens nicht widerstehen zu können, erfüllt den ganzen Raum.

Nils und Till spielen ihre Rollen mit einer überzeugenden Authentizität und Hingabe und mit vollem Körpereinsatz, so dass es trotz der ernsten Thematik wirklich Spaß macht zuzuschauen, und auch das Bühnenbild und die Inszenierung sind außergewöhnlich.

Es wird mit vielen Videosequenzen gerarbeitet und die gekonnte Musikauswahl unterstreicht die Stimmungen und einzelnen Szenen sehr treffend.

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Der Ruhrpilot

Jörg Uckermann

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Umland II: Adorno-Preis an Butler – Applaus drinnen, Protest draußen…FR Online

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