Es begann am 13 April 2009. Die beiden Ruhrbarone-Autoren Patrick Joswig und Bastian Schlange von der Wattenscheider Schule veröffentlichen einen ihrer Insiderstories mit dem Titel: Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt. Was darauf hin begann ist meines Wissen einmalig im Bereich des religiösen Dialogs: 1000 Kommentare bis zum heutigen Tag, und kein Ende in Sicht.
Dabei ging es zwischen den Kontrahenten so zur Sache, dass die Kommentarfunktion im Interesse aller Beteiligten sogar zweimal für einige Wochen ganz abgestellt werden musste, um danach wieder etwas abgekühlter, aber nichtsdestotrotz genauso antipodisch weiterzugehen. Ein kleiner Kreis hatte sich gefunden, der in seinen Positionen zum Glauben nicht unterschiedlicher sein konnte, und gerade darin offensichtlich einen besonderen Reiz des Diskutierens gefunden hat. So sehr, dass selbst Pausen die jeden andere Thread hier zum erliegen gebracht hätten, den sachlichen Fluss des Kommentierens nicht stoppen konnte.
Kaum dass die Beteiligten entdeckten, und das konnten sie nur, wenn sie fast täglich bei den Ruhrbaronen reinschauten, dass die Kommentarfunktion wieder freigeschaltet war, legte sie sofort wieder los. Mit Kommentaren, die nicht nur in ihrer Länge sondern auch in ihr biblischen und allgemeinphilosophischen Sachkunde alles übertreffen, was ich je in Blogs zu diesem Thema gelesen habe. Aber auch in ihrer Bissigkeit, Leidenschaft, ja religiösen Verrücktheit, und vor allem in ihrer Ausdauer. Denn wir haben jetzt die Mitte des Jahres 2012 überschritten.
Ich habe mich ganz zu Anfang sogar selbst mit einem sehr kurzen Statement beteiligt, habe mich dann aber wie auch andere zurückgezogen. Geblieben ist ein Kreis der sich im Kern bis zum heutigen Tag treu geblieben ist.






