Der Ruhrpilot

Grüne Volkserzieherin Barbara Steffens hat wenig Freunde in der Dortmunder SPD

NRW: SPD Dortmund will Bürgerentscheid zum Thema Rauchen…Der Westen

NRW II: Geschäfte dürfen viermal im Jahr an Sonntagen öffnen…RP Online

Ruhrgebiet: Ruhrtriennale soll wie eine Reise in ein neues Land sein…Ruhr Nachrichten

Bochum: Kurzarbeit kein Thema für Opel in Bochum…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Peinliche Panne – Grüne in Wickede nicht wählbar…Ruhr Nachrichten

Kino: Starbuck – kanadischer Film über die (teils lustigen) Folgen der Samenspende…Pottblog

Umland: Luxus-Appartements für Düsseldorfs Studenten…Welt

Umland II: Tausende Fans stürmen auf die Gamescom…Bild

Ruhrgebiet: Chance Wohnungsnot

In Düsseldorf steigen die Mieten. Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. Geringverdiener und Studenten können sich ein Leben in der Landeshauptstadt kaum noch leisten. Eine Chance für das Ruhrgebiet, die allerdings niemand sieht.

In den meisten Großstädten Deutschlands sind in den vergangenen Jahren die Mieten zum teil erheblich gestiegen. Wohnraum wird wieder ein knappes Gut. Zumindest in Städten wie München, Frankfurt, Hamburg, Köln oder Düsseldorf. Sie alle wachsen, gewinnen Einwohner hinzu. Im Ruhrgebiet sieht die Situation anders aus. Nur in wenigen Stadtteilen ist Wohnraum knapp, die Städten verlieren Einwohner, Mietpreise stagnieren oder wachsen nur langsam, die Zahl der Leerstände nimmt zu.

Ein großes Angebot an Wohnungen und günstige Mieten – damit könnten zumindest die Ruhrgebietsstädte Essen, Mülheim und Duisburg um Menschen werben, die in Düsseldorf arbeiten oder studieren und sich die hohen Preise für Wohnungen oder Häuser nicht leisten können oder wollen. Von diesen drei Städten erreicht man Düsseldorf sowohl mit dem Auto wie mit dem Nahverkehr schnell. Man könnte eine Internetseite schalten, auf der das Wohnungsangebot beworben wird, die Oberbürgermeister könnten sich vor Großplakaten in Düsseldorf fotografieren lassen wo sie um neue Einwohner werben. Das könnte, um um das zu ahnen muss man kein PR-Nobelpreisträger sein, bundesweit für Aufmerksamkeit sorgen. Es wären preiswerte und pfiffige Aktionen und vielleicht brächten sie ja tatsächlich ein paar Menschen dazu, ins Ruhrgebiet zu ziehen. Auf jeden Fall würden sie zeigen: Das Ruhrgebiet stellt sich dem Wettbewerb, jammert nicht und geht offensiv auf Menschen zu – mit faktischen Vorteilen. Leipzig hat früher mal mit seinem preiswerten Wohnraum geworben. Im Ruhrgebiet kommt keiner der Verantwortlichen bei den Wirtschaftsförderungen und Stadtmarketinggesellschaften auf so eine Idee.

Zwischen Dorf und Metropole

Unistraße in Bochum: Zwischen dörflicher Idylle und Großstadtflair

Glauben wir zahlreichen Vertretern aus Verwaltung und Politik des Ruhrgebiets, leben wir in einer der pulsierendsten Metropolen Europas. Man muss nicht erst nach Wanne-Eickel oder Recklinghausen-Süd fahren, um dieses Marketinggeschwätz als Lüge zu enttarnen. Die Innenstädte von Essen und Dortmund vermitteln zwar ein gewisses Großstadtflair, doch schon im Vergleich zum irgendwie auch recht provinziellen Köln stinken Essen und Dortmund gewaltig ab. Die Metropole Ruhr oder die „Ruhrstadt“ mögen vielleicht mal schöne Ideen gewesen sein. Heute sind sie vor allem eins: arroganter Schwachsinn.

Das Ruhrgebiet ist einfach nicht wie Berlin, Hamburg oder München. Es hat nicht die Infrastruktur, nicht die Geschichte, keinerlei größere politische Bedeutung, keine ansprechende oder mindestens solide Architektur, kein Konzept und ganz platt gesagt nicht den Zeitgeist auf seiner Seite.

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Der Ruhrpilot

Hannelore Kraft Foto: HP/PR

NRW: Berliner SPD-Chef für Kraft als Kanzlerkandidatin…RP Online

NRW II: …hat jetzt das größte Kohlekraftwerk der Welt!…Bild

NRW III: Land legt Plan für Großveranstaltungen vor…RP Online

NRW IV: Finanzämter lehnen Selbstanzeigen ab…FAZ

NRW V: Piraten – Kommunen sollen Flüchtlingen schon jetzt mehr Geld zahlen…Xtranews

Ruhrgebiet: Ruhrtriennale – I Ging gegen das Ego…Spiegel

Ruhrgebiet II: Jan Delay alias „DJ Flashdance“ legt im View auf…Der Westen

Ruhrgebiet III: Erste Eindrücke vom IdeenPark…Pottblog

Bochum: CDU fühlt sich von Heinz Hossiep gelinkt…Der Westen

Bochum II: Antifa-Infoveranstaltung…Bo Alternativ

Dortmund: Neun neue Mercedes für OB Sierau und Kollegen…Ruhr Nachrichten

Duisburg : David, der entmannte…Der Westen

Essen: Wie die Familie Baedeker die Stadt geprägt hat…Der Westen

 

Deutschlandfunk vs. Jens Weinreich

Deutschlandfunk, Köln Foto: Elke Wetzig (elya) Lizenz: GNU

Der Deutschlandfunk, das Flaggschiff unter Deutschlands öffentlich-rechtlichen Radiosendern hat den Sportjournalisten Jens Weinreich als „festen freien“ Mitarbeiter gefeuert. Dazu habe ich dem Deutschlandfunk letzte Nacht die folgende Meinungsäußerung übermittelt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
bisher schätze und geniesse ich sowohl die qualifizierte Arbeit Ihrer Sportredaktion als auch die Arbeit des Journalisten Jens Weinreich
Diese Erklärung Ihrer Chefredakteurin stellt dazu schlichte Thesen
auf, die den Vorgang für mich als Hörer und gebührenzahlender Arbeitgeber Ihres Hauses in keiner Weise nachvollziehbar machen.

Wie soll Herr Weinreich den Redaktionsfrieden bedroht haben?
Wie hat er mehrfach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verunglimpft? Belege? Quellen? Wie hat er dabei die Grenzen zulässiger Kritik im Meinungsstreit überschritten?
Wie hat er in redaktionelle Belange eingegriffen? Wieso ist das unzulässig? Und war die Redaktion wehrlos? Wieso muss sie von der Chefredakteurin auf diese Weise beschützt werden?
Eigene Interessen wollte Herr Weinreich durchsetzen? Kennen Sie jemand, der oder die darauf verzichtet? Haben Sie MitarbeiterInnen oder kommen bei Ihnen O-Töne von Menschen über den Sender, die nicht ihre eigenen Interessen durchsetzen wollen? Besteht öffentlicher demokratischer Diskurs aus irgendetwas anderem, als der Auseinandersetzung divergierender Interessen? Und warum hält ausgerechnet der Deutschlandfunk das nicht (mehr) aus?

Diese Erklärung von Frau Wentzien ist für mich ein Dokument der Schwäche, das mich um Ihren Sender sehr besorgt macht.
Alle öffentlich-rechtlichen Sender, nicht nur der DLF, haben offensichtlich wachsende Probleme, innovativ und problemadäquat mit dem wachsenden Bedürfnis Ihrer HörerInnen nach Transparenz und Teilhabe umzugehen. Ein besonders negatives Beispiel war hier der Umgang des WDR mit der öffentlichen Kritik an der Programmreform seines WDR3-Programmes. Das sollten Sie sich nicht als Vorbild nehmen.

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Dortmund: „Das Antifa-Camp wird stattfinden“

Die Initiatoren des Antifa-Camps gehen fest davon aus, in der kommenden Woche wie geplant zu starten. Immer mehr Dortmunder Gruppen unterstützen die Aktion. Noch offen ist allerdings die Frage des Standortes.

Die Chancen, dass das Antifa-Camp in Dortmund wie geplant  am Freitag kommender Woche startet sind in den vergangenen Tagen gestiegen. Tobias Schmidt, der Pressesprecher des Camps ist optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass das Camp stattfindet. Offen ist nur noch die Frage des Ortes.“ Zwei Standorte haben die Camp-Macher der Stadt vorgeschlagen:  Den Tremoniapark und  ein Brach- und Baugelände südlich des Dorstfelder S-Bahnhofes.

Unterstützung hat das Camp von der SPD-Jugendorganisation „Die Falken“ erhalten: „Das Antifa‐Camp ist eine politische Veranstaltung und daran kann es keinen Zweifel geben. (…)Besonders begrüßen wir, wenn es den Organisatoren des Antifa‐  Camps jetzt auch gelingt mit den lokalen Bündnissen und Organisationen, nicht nur aus dem„Antifa Spektrum“ zusammen zu arbeiten.“

In einer Erklärung von gestern zeigte sich die Stadt gesprächsbereit und will auf die Camp-Macher zugehen. Allerdings wurden vonder Stadt zugleich zahlreiche ordnungsrechtliche Hürden benannt. Gut möglich das man sich im Dortmunder Rathaus nach den Diskussionen der vergangenen Tage und dem von diesem Blog veröffentlichten Meldungsentwurf nun darauf setzt, statt einer politische Ablehnung auf das Ordnungsrecht zu setzen, um das Camp doch noch zu verhindern. Eine Praxis, die sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut.

Unverdrossen hat das Camp schon einmal sein Programm veröffentlicht.

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Das Kartell der Verharmloser: Türkenwitze statt Ermittlungen

Deutsche Behörden sind im Umgang mit rechtsextremer Gewalt nicht bloß überfordert, sondern häufig nicht gewillt, gegen die Täter vorzugehen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Report der Amadeu Antonio Stiftung, der gestern veröffentlicht wurde. Am Beispiel von acht Bundesländern beleuchtet die Politologin Marion Kraske, wie die Polizei Rechtsextremismus konseqent verharmlost. „In vielen Städten existiert eine Kultur des Wegschauens: Die Opfer werden in ihrer Notsituation allein gelassen, die Täter hingegen erfahren Solidarisierung und können dadurch immer mehr gesellschaftlichen Raum besetzen. Wer das Nazi-Problem offen anspricht, trifft dagegen auf Abwehr, wird gar als »Nestbeschmutzer« diffamiert. Insgesamt fehlt in vielen Bundesländern eine klare Positionierung gegen rechtsextreme Gesinnung und ihre gewaltbereiten Schläger und Provokateure“, so Kraske.

In Wismar berichten Betreiber des alternativen Zentrums TIKO sogar davon, dass herbeigerufene Polizisten nach einem Nazi-Angriff „Türkenwitze“ erzählen und die Angreifer mit Handschlag begrüßt werden. Der Angriff selbst wird heruntergespielt. „Das könnten auch Kinder gewesen sein.“ In Chemnitz macht die Polizei den Besitzer des koscheren Restaurants „Schalom“ gar selbst für den Psychoterror durch Nazis verantwortlich. „Wenn Sie ein Unternehmen mit so einem Logo führen, müssen Sie sich über so eine Aufmerksamkeit nicht wundern.“ Das Opfer wird zum Schuldigen umgedeutet. Eingeschmissene Scheiben, Hakenkreuze an der Hauswand und Schweinsköpfe vor der Haustür werden als „Aufmerksamkeit“ bagatellisiert.

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[Bilderrätsel43]

Zu meinem großen Erstaunen wurde das letzte Rätsel nicht aufgelöst…!

Deshalb stelle ich es noch einmal rein 😉

Die bisherigen Vorschläge : Blitzer, Ampel,Kamera …

Die B3E-Story 15 – Bürgerliche Hochkultur und Bermuda-Kneipenkultur verbinden sich.

Der eigentliche Ursprung der im Tucholsky begonnenen und später  immer wieder aufflammenden und weiter geführten Kooperation zwischen der sogenannten bürgerlichen Hochkultur, vor allem der des Bochumer  Schauspielhauses,  und dem Bermudadreieck, liegt allerdings nicht in der dortigen Gastronomie sondern im dortigen Buchhandel begründet. Der Büchernarr und Literaturkenner Hanns Janssen eröffnete nämlich schon 1965 an der Brüderstraße nicht seinen ersten – aber die Zeichen der Zeit erkennend und sich dazugehörig fühlend – den ersten sehr bald als „links“ bezeichneten Buchladen Bochums.

Genau so etwas suchte der erste als „links“ geltende Intendant der Stadt, Peter Zadek und sein äußerst literaturbeflissener und belesener Chefdramaturg Greiffenhagen, als sie in diese Stadt kamen. Welches Glück, der Buchladen war nur fünf Minuten zu Fuß von ihrem neuen Arbeitsplatz entfernt. Zu dieser Zeit sah es in dessen Umgebung  allerdings noch ganz anders aus, als heute. Die Brüderstraße war noch ein Hort des Einzelhandels und des Handwerks. Ein Friseur, ein Schuhmacher, ein Installateur, ein Malermeister, ein Neonröhrenhersteller, verschiedene kleine Boutiquen, zwei Kneipen und ein Kolonialwarenhändler bestimmen das Straßenbild. Die typische Mischung eines innenstadtnahen Gründerviertels. In den 70er  und 80er Jahren mussten sie dann Stück für Stück der einrückenden Bermuda-Gastronomie weichen oder wurden von ihr übernommen.

Die Buchhandlung, in der der heute in Funk und Fernsehen bekannte Kabarettist Jochen Malmsheimer eine Lehre zum Buchhändler absolvierte,  hielt sich nicht nur, sie wurde sogar erweitert. Mit den 70er Jahren bricht dann das große Jahrzehnt des Lesens an, des politischen Lesens vor allem, des Interesses an kritischer Gesellschaftsliteratur und der Diskussion darüber. Wie überhaupt dieses „rote Jahrzehnt“ mehrheitliche die jungen Köpfe bewegt, und nicht oder nur sehr selten die realen

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