
Europa steht vor einem selbstverschuldeten Desaster. Während in Nordostsyrien – in Rojava – ein demokratisches Projekt zerbricht, zerbricht zugleich das moralische Fundament europäischer Außenpolitik. Was dort geschieht, ist kein ferner regionaler Konflikt. Es ist der Anfang einer Kettenreaktion, deren Auswirkungen wir hier spüren werden: politisch, gesellschaftlich, sicherheitspolitisch. Wer das ignoriert, handelt fahrlässig. Unser Gastautor Sercan Celik ist Vorsitzende der SPD in Kierspe.
Seit Jahren kämpfen die Kurden und andere Minderheiten in Rojava an vorderster Front gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS). Sie haben Städte verteidigt, Massaker verhindert, den IS territorial zerschlagen – nicht aus abstraktem Idealismus, sondern weil sie wussten: Wenn wir hier verlieren, verliert die Welt. Und genau das haben sie getan: Sie haben für unsere Sicherheit gekämpft. Für unsere Demokratie. Für Europa.








