Attentat auf Iris Stalzer – Wie ärgerlich, dass es die Tochter und kein Flüchtling war!

Iris Stalzer Foto: SPD Herdecke


Vor Wochen wurde Iris Stalzer zur Bürgermeisterin der Ruhrgebietsstadt Herdecke gewählt. In die internationale Presse kam die 57 Jährige Sozialdemokratein vorgestern – als Opfer eines Attentats.

Es sollte nicht lange dauern, bis sich auch die Social Media Welt überschlug. Natürlich müsse man jetzt Ermittungsergebnisse abwarten, man wolle keine voreiligen Schlüsse ziehen und

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„…an die Stelle des blinden Antisemitismus…“

Einstein Institute of Mathematics, Hebräische Universität Jerusalem Foto: Amitay Katz Lizenz: Gemeinfrei


Eine Studie über die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948-1972. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold.

m August 1956 reiste Eva Beling, eine junge deutsche Studentin, nach Israel. Sie wollte sich zur Fortführung ihres Studiums an der Hebräischen Universität Jerusalem immatrikulieren. Das erregte in Israel großes Aufsehen, existierten doch, elf Jahre nach Ende der Nazizeit, keinerlei Beziehung zwischen Israel und dem Land der Mörder. Sogar die israelische Tageszeitung Ma´ariv berichtete seinerzeit, dass „eine deutsche Studentin für das nächste Studienjahr an der Hebräischen Universität Jerusalem angenommen worden sei.“ (S. 56) Immerhin, so wurde

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Mercator-Professur 2025 für Claudia Major

Claudia Major Foto: Superbass Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Universität Duisburg-Essen ehrt die renommierte Politik- und Sozialwissenschaftlerin Claudia Major mit der Mercator-Professur 2025. Die Expertin für transatlantische Sicherheitsfragen und Senior Vice President beim German Marshall Fund of the United States wird am 19. November um 18 Uhr auf dem Campus Duisburg einen öffentlichen Vortrag halten. Das Thema: „Sicherheitspolitische Zeitenwende(n)“.

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Arye Sharuz Shalicar: Überlebenskampf – Kriegstagebuch aus Nahost

Arye Sharuz Shalicar, Mai 2024 (Foto: Peter Ansmann)
Arye Sharuz Shalicar, Mai 2024 (Foto: Peter Ansmann)

Als am 07.10.2023 die ersten Nachrichten über den Terrorangriff aus Gaza eintreffen und in den deutschen Medien online zu lesen sind, bin ich komplett ahnungslos auf meiner damaligen Arbeitsstelle.

Genau vier Wochen zuvor waren meine Freundin und ich noch in Israel – in Jerusalem, Tiberias, Akko, Haifa und an anderen Orten. Nicht jeder in meinem Freundeskreis hatte offensichtlich mitbekommen, dass wir wieder in Deutschland und „sicher“ waren: Dementsprechend sahen meine WhatsApp-Nachrichten am Morgen des 7.10.2023 aus. Nach der dritten WhatsApp-Nachricht mit einem Inhalt wie „Hoffe es geht euch gut und ihr seid in Sicherheit! Passt auf!“ und weitaus verstörenderen Fragen, besuchte ich, etwas irritiert, irgendein Nachrichtenportal und erfuhr vom Terrorangriff der Hamas.

Die Nachrichtenlage war noch unklar, ich schickte drei WhatsApp-Nachrichten an Bekannte und Freunde in Israel und frage nach ihrem Status. Eine dieser Nachrichten ging an Arye Sharuz Shalicar, der die Situation in Israel schockiert beobachtete, mir aber mitteilte, dass seine Familie und er in Sicherheit seien.

Am Vormittag des 8.10.2023, auf der Facebookseite von Arye Sharuz war inzwischen zu lesen, dass er ab sofort wieder als Sprecher (der Reserve) der israelischen Verteidigungskräfe (IDF) aktiv ist, konnte ich, für die Ruhrbarone, mit ihm telefonieren.

Er schilderte, wie er den Morgen des siebten Oktobers 2023 erlebt hatte, wie es von seiner Frau Liel an diesem schwarzen Sabbat aus dem Schlaf gerissen wurde und was über die damalige Lage bekannt war.

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Deutsche Schuld nach dem 7. Oktober

Deutschland und alle Menschen, die hier leben, tragen Verantwortung für jüdisches Leben – hierzulande, in Israel, überall. Seit dem Progrom vor genau zwei Jahren, dem schlimmsten seit der Schoa, haben wir entsetzlich versagt, weil wir es nicht schützen. Und tun es noch immer.

„Free Palestine from german guilt“, riefen muslimische und linke Judenhasser unmittelbar nach dem Massaker arabischer Palästinenser vor dem Reichstag. Sie feierten und feiern noch immer den Massenmord an völlig unschuldigen, wehrlosen Jüdinnen und Juden und fordern dessen Vollendung – in der Tradition der Nazis und aller Judenfeinde seit Jahrtausenden. Dass die deutsche Gesellschaft und Politik das bis heute zulässt, selbst an diesem Tag, ist ein scheckliches Versagen, von dem dieses Land sich lange nicht erholen wird.

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