Plant die AGR Entlassungen?

Ich habe heute wieder neue Infos aus dem inneren Herrschaftkreis der AGR bekommen. Diesmal geht es um eine Betriebsversammlung der Müllfirma am kommenden Mittwoch im großen Saal des Bürgerhauses Herten Süd.

Die Nachricht, um die es geht, scheint schlecht zu sein. Angeblich soll auf der Betriebsversammlung über Entlassungen gesprochen werden. Bis zu 50 Mann könnten ihren Job verlieren, hieß es. Komisch – wurde doch immer mitgeteilt, die AGR habe keine Probleme, alles sei Meinungsmache von außen und sobald das RZR II liefe, werde alles bestens. Wie dem auch sei. Ich habe die AGR um Stellungnahme gebeten. Sobald die Stellungnahme eintrifft, werde ich sie hier einbauen. Momentan arbeiten bei der AGR nach deren Angaben noch 1200 Leute, davon 800 in Herten. Aber diese Zahl bezweifel ich, ehrlich gesagt.

Mir tun die Leute leid, die ihren Job verlieren. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass sie was anderes finden. Überraschend kommt diese Nachricht allerdings nicht, denn in der Vergangenheit hat die AGR immer wieder schlechte Nachrichten produziert. Erst vor wenigen Tagen musste der AGR-Geschäftsführer Dietrich Freudenberger 10.000 Euro Strafe zahlen wegen unrechtmäßiger Bilanzierung. Dazu kommen Probleme mit dem Papierabfall bei der Tochter DAR.

Auch für den Regionalverband Ruhr ist das eine schlechte Nachricht. Denn die AGR ist eine 100-prozentige Tochter des Regionalverbandes. Dort wurden immer alle halbseidenen Dinger bei der AGR abgenickt. Klare Lösungen wurden vermieden. Nun haben die Angestellten das Nachsehen.

Der RVR wollte die Kündigungen nicht kommentieren. Auf Anfrage hieß es, die Kündigungen betreffen "in erster Linie das operative Geschäft der AGR" und da "dieses in der Verantwortung der Geschäftsführung liegt, wird der RVR als Gesellschafter nicht dazu Stellung nehmen." Eine Stellungnahme der AGR steht noch aus.

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