Pokalsieg des BVB, aber schwarzgelbes Fußballfest in Berlin wird von großen Schatten überlagert

Ganz große Fußballbühne in Berlin. Foto(s): Marc Quambusch

Die Fußballsaison hat den Abschluss gefunden, den sich viele Fans, gerade auch hier im Ruhrgebiet, aber auch in ganz Deutschland, so sehnsüchtig gewünscht hatten: Borussia Dortmund hat nach einer selten komplizierten Saison in Berlin am Samstagabend den DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt gewonnen.

Am Ende stand es durch Tore von Ousmane Dembélé (8.) und Pierre-Emerick Aubameyang (67., FE), bei einem Gegentreffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ante Rebic (29.), 2:1 für den Revierclub.

Somit sicherten sich die Schwarzgelben erstmals seit fünf Jahren und nach zuletzt drei in Serie verlorenen Finalspielen in der Hauptstadt erstmals wieder einen großen Titel.

Selbst neutrale Beobachter dürften dem Club diesen Erfolg in Mehrheit gönnen, hatte der Verein zuletzt doch schier eine Unzahl von Negativmeldungen zu verkraften. So gingen vor der Saison mit Hummels, Gündogan und Mkhitaryan nicht nur drei wichtige sportliche Stützpfeiler des ambitionierten Teams, so überschattete auch der unsägliche Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus im April die Geschehnisse in einer ‚Umbruchsaison‘.

Dass die Spieler es, zusammen mit dem Trainerteam natürlich, zuletzt dann trotzdem schafften, die Saison nicht nur mit der direkten Qualifikation für die UEFA Champions League, sondern jetzt eben auch mit dem ersten Titel seit Jahren abzuschließen, das ist in dieser Form so sicherlich keine Selbstverständlichkeit. Dafür gebührt allen Beteiligten großer Respekt. Auch von Leuten, die es sonst nicht so sehr mit dem Profi-Fußball haben.

Umso bedauerlicher ist es, dass selbst in der Stunde des Erfolges die Diskussionen die Borussen nicht verlassen haben. So musste Trainer Thomas Tuchel selbst direkt nach dem Titelgewinn diverse Fragen nach seiner Zukunft über sich ergehen lassen, nachdem er vor Wochen von Clubchef Aki Watzke angezählt worden war und ihm auch seither keine nennenswerte Rückendeckung gegeben wurde. Logisch aber auch, dass der Übungsleiter da im Moment des Glücks nicht wirklich drüber sprechen bzw. nachdenken wollte. Zumindest eben nicht öffentlich.

Schade auch, dass der BVB es im großen ARD-Interview nach dem Spiel nicht anders regeln wollte, als ausgerechnet den gar nicht im Kader stehenden Nuri Sahin zum Gespräch zu schicken. Dieser konnte es dann verständlicherweise auch nicht unterlassen, dort Unverständnis über seine Nichtnominierung zu äußern. Er wäre ja auch ein schlechter Kicker, wenn ihm das einerlei wäre. Was ein solcher Spieler dann aber dort soll, das wird wohl das Geheimnis der BVB-Verantwortlichen bleiben. Tuchel muss die Aktion natürlich als weitere Spitze gegen sich gedeutet haben und dürfte sich spätestens in dieser Minute schon einmal ausmalen, was das wohl für seine Zukunft bedeuten könnte.

Auch der Auftritt von Marco Reus, der äußerlich relativ gefasst von ‚irgendwas von Kreuzbandverletzung‘, dem Super-GAU eines Fußballprofis also, zu berichten wusste, als die ARD ihn nach der Art seiner Verletzung fragte, dürfte die Anhängerschaft des BVB schnell wieder auf den Boden der Realität geholt haben.

Selten wohl ist ein Titel direkt mit so vielen Sorgen im Hintergrund gefeiert worden. Erfahrungsgemäß wird das die schwarzgelbe Anhängerschaft aber natürlich trotzdem nicht von einer ihrer berühmtberüchtigten Feiern abhalten können. Erstmals seit dem Jahre 2012 wird es nämlich auch heute in Dortmund zur großen Sause samt Autokorso der Mannschaft durch die City gehen. Hunderttausende Fans werden dazu am Nachmittag und Abend in der Dortmunder Innenstadt erwartet.

Allen Fans und Beteiligten natürlich dazu auch von dieser Stelle aus viel Spaß. Genießt es, denn schon ab morgen wird dann vermutlich wieder in erster Linie über den möglichen Abgang des Trainers, den möglichen Wechsel von Star-Stürmer Aubameyang und den möglicherweise drohenden Kreuzbandriss von Marco Reus diskutiert werden.

Aber dazu dann erst ab Montag mehr. Jetzt darf, soll, muss gefeiert werden, wie es eben nur im Ruhrgebiet bei sportlichen Erfolgen üblich ist. Die mit Titeln längst übersättigten Bayern können da vermutlich wieder einmal nur staunen…

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18 Kommentare

  1. #1 | Walter Stach sagt am 28. Mai 2017 um 09:59 Uhr

    Robin,
    1.
    Bestens für "unseren" BVB:
    Pokalsieg und 3. Platz in der Liga -Teilnahme an der Champ.Lig 2o17/2o18- und immerhin -nicht zu vergessen- Erreichen des Viertelfinales der Champ.lig 2o16/2o17-.
    Was will man mehr -der Verein, die Fans?
    Ich halte auch nichts davon, diese Erfolge, denn darauf läuft es letztendlich hinaus, immer wieder zu relativieren mit Hinweisen auf besonders schwierige Bedingungen, auf ungewöhnliche Umstände, auf exorbitante Ereignissse in der Spielzeit 2o16/2o17.
    Wenn die Spielzeit 2017/2o18 -ohne solch schwierige Bedingungen, ohne…..-mit exakt denselben Erfolgen enden sollte, wäre ich als BVB jedenfalls mit diesen Erfolgen wiederum sehr zufrieden.

    2.
    Bezüglich der Qualität der Leistung der Mannschaft war ich gestern sehr, sehr enttäuscht.
    Nach meiner Wahrnehmung haben wir nur in den ersten 1o/15 Minuten in Halbzeit 1 und ähnlich in Halbzeit 2 das gezeigt, was ich von der Mannschaft erwartet hatte. Eine begeisterndes Fußballspiel? Nein, ganz sicher nicht. Insofern gab es bei mir während des Spieles und nach dem Spiel trotz des Erfolges viel zu kritisieren und sogar ob der Darbietungen der Mannschaft eine gewisse Enttäuschung, jedenfalls keine überschwängliche Begeisterung.
    3.
    Reuss
    Ich habe während des Spieles angesichts der erneuten Verletzung von Reuss spontan gefragt, ob es bei Reuss psychische Probleme gegeben sein könnte, die immer wieder vor und während sog. "großer Spieler" physische Probleme verursachen.
    Und kann ein so verletzungsanfälliger Reuss weiterhin als "unverzichtbarer Leistungsträger" des BVB bezeichnet werden?

    Schmelzer, Ginter, Durm
    Die haben gestern erneut bewiesen, daß sie nicht in den Kader einer Mannschaft passen, die auch in der nächsten Saison Platz 3 in der LIga, das Viertelfinale in der Champ.lig und das Pokalendspielt ins Visier nehmen will.
    Vielleicht schaffen es ja Reuss und Schmelzer, 'mal darüber nachzudenken, warum nach ihrer Auswechsselung das Spiel des BVB deutlich besser wurde -in der Abwehr und im Sturm-!

    Auba….
    Ich vermute (!),daß er in der Spielzeit 2o17/2o18 nicht mehr beim BVB sein wird.
    Wer kommt für ihn?
    .
    Und wie geht es mit Tuchel weiter?
    Ich weiß es nicht.
    Wenn er "entlassen" werden sollte, kann sich die Vereinsführung europa- , ja weltweit nicht nur großen Unverständnisses sicher sein, sondern auch eines gehörigen Maßes an Spott ob einer solchen Entscheidung gegen das wichtiges Prinzip im heutigen Leistungssport, nämlich den Erfolg -um beinahe jeden Preis- zu wollen, wollen zu müssen.

    Robin,
    wenn Du heute nach DO fahren solltest, dann laß Dir die Freude im Kreise der vielen, vielen Fans -250.000?- nicht vermiesen. Feiert, wie es sich für BVB-Fans in DO gehört und laßt die Kritik /die Kritiker außen vor , die Frage, wie es mit dem BVB -mit oder ohne Tuchel, mit oder ohne Auba- weitergehen könnte, heute 'mal außen vor.

  2. #2 | Robert Müser sagt am 28. Mai 2017 um 11:47 Uhr

    Hallo,
    der Vergleich der Verhaltensweisen von Rauball und Watzke sprach Bände, soweit dies über die TV-Bilder zu beurteilen war.

    Während Rauball Tuchel umarmte, lief Watzke mit einer Gestik durch die Gegend als sei sein Verein in die 3. Liga abgestürzt. Als Schmierentheater kann man nur die Umarmung von Watzke für Bobic bezeichnen, während er diese Geste Tuchel vorenthielt – unwürdig. Eine Niederlage hätte ihm wohl den willkommenen scheinheilig-fadenscheinigen Grund für die Entlassung geliefert. So muss er jetzt er wohl noch mal in sich gehen, vielleicht findet er ja was.

    Es wird wohl so kommen, wie Watzke es sich in den Kopf gesetzt hat. Bisher kennt man die Entlassung von Trainern nach einer erfolgreichen Saison nur etwas weiter westlich im Fußballrevier. In dieser Hinsicht gibt es viele Dinge, die Watzke sich da noch anschauen könnte.

    Ich hätte kein Problem damit, wenn der BVB nach der Umsetzung dieses Watzke-Plan ins sportliche Mittelmaß abrutscht, damit Watzke dann vor den Trümmern seines Werkes steht. So ein Verhalten darf nicht belohnt werden.

  3. #3 | ke sagt am 28. Mai 2017 um 12:00 Uhr

    Einen Titel, direkte CL Teilnahme, …
    Für die Qualität der Mannschaft ist das gut. Was aus den vielen Talenten wird, werden wir sehen.
    Wir brauchen Alternativen in der Abwehr.

    Die Verletzung von Reus ist tragisch. Es bleibt zu hoffen, dass sie nicht zu lange andauert. In den letzten Spielen hat er gezeigt, wie wertvoll er für die Mannschaft insbesondere auch als 1:0 Schütze ist.

    Es war DFB Pokalfinale, und die Presse macht Analysen der Körpersprache und schreibt über Gesangseinlagen.

    Die Sommerpause wird wohl nicht langweilig werden.

    Hoffentlich spielt das Wetter heue nochmals mit.

  4. #4 | Klaus Lohmann sagt am 28. Mai 2017 um 12:26 Uhr

    @#2 Robert Müser: "Während Rauball Tuchel umarmte,…"

    Wer diese Szene live und in ganzer Epik gesehen hatte, weiß, dass sich Tuchel und Watzke danach ebenso herzlich urmarmt haben und dass der Sauerländer Watzke noch nie ein Feierbiest war und auch keins mehr wird;-)

  5. #5 | Klaus Lohmann sagt am 28. Mai 2017 um 12:31 Uhr

    Und PS: Die ganze Diskussion um einen gut bezahlten Trainerjob gerät endgültig ins Groteske und kindlich Lächerliche, wenn jetzt auch noch diskutiert werden muss, wie man sich "richtig" umarmt. Ist die "Bravo" jetzt der neue Kicker?

  6. #6 | teekay sagt am 28. Mai 2017 um 15:19 Uhr

    "Grosser Schatten"-irgendwann ist aber auch mal gut mit der Helene Fischer-Kritik ;)!

  7. #7 | Walter Stach sagt am 28. Mai 2017 um 15:52 Uhr

    Es ist und es bleibt ganz einfach "Sch…..", daß wir Fans uns weder nach der Sicherung des 3.Tabellenplatzes noch nach dem Sieg gestern weder über den sportlichen Erfolg des BVB unterhalten noch über die Stärken und Schwächen einzelner Spieler noch über die "richtige " oder die "falsche Taktik" des Trainers, sondern primär über das Verhältnis Watzke – Tuchel und über dessen Konsequenzen für die neue Spielzeit -mit oder ohne Tuchel?-.

    Ich erinnere daran, daß uns all das die m.E. durch nichts erzwungenen Bemerkungen von Watzke in dem ledigen Interview beschert hat -nicht ein Fehlverhalten des Trainers.

    Wie wäre es denn mit Blick auf den Alleinherrscher und sich jenseits jeder Kritik wähnenden Watzke , wenn Tönnis Trainer Tuchel für das doppelte des BVB-Trainergehaltes für den S04 verpflichten würde? Das könnte Tuchel gut tun, das könnte S04 gut tun und das könnte Watzke -mindestens- in seiner Selbstherrlichkeit nicht nur nachdenklich stimmen, sondern ihn auch massiver Kritik der Fans aussetzen. Als BVB-Fan würde ich mich allerdings darüber maßlos ärgern.

    Und wenn Schmelzer Tuchel kritisiert, weil er Sahin nicht nominiert hat?
    Ausgerechnet Schmelzer!
    Einer der Schwächsten in der Mannschaft während der gesamten Saison. Der auch gestern diese seine Schwächen nachdrücklich bewiesen hat. Und der für mich ob dieser seiner Schwächen keineswegs einen Stammplatz -auf der linken Außenbahn- für sich beanspruchen dürfte. Das gilt im übrigen auch für Sahin -zu langsam; Schwächen im Kopfball-.

  8. #8 | Walter Stach sagt am 28. Mai 2017 um 16:09 Uhr

    teekay

    Es ist doch -gelinde gesagt- absurd, daß wir Fußball-Fans angehalten sind, uns in der Halbzeit eines Fußball-Spieles die Singerei einer Frau Fischer anhören zu müssen, da wir uns dem zumindest im
    m Stadion nicht entziehen konnten. Und noch absurder ist es, daß wir Fußball-Fans uns jetzt wegen unseres Unmutes über diese Singerei noch rechtfertigen oder gar entschuldigen sollen.
    Es geht um Fußall. Es geht nicht um die Singerei einer Frau Fischer.

    Im übrigen:
    Mein Unverständnis, ja mein Unmut über diese Singerei in der Halbzeit gilt nicht primär der Person, die da gesungen hat oder der Qualität dieser Singerei, sondern sie gelten dem DFB, in Person dem dortigen "Zirkus-Direktor" Bierhoff, der für diese und ähnlich blödsinnige Events verantwortlich ist. Frau Fischer sollte sich bei Bierhoff beschweren. Der trägt letztlich die Verantwortung für den Unmut der Fans, der sich in einer "gnadenlose Pfeiferei" Luft machte, was mir persönlich bezogen auf den Menschen Fischer leid getan hat.

  9. #9 | Lukas N. sagt am 29. Mai 2017 um 09:52 Uhr

    Endlich ist dieses verdammte Ding wieder in Dortmund, also dort, wo es auch hingehört. Als Fan verspürt man Freude und Erleichterung, dass es nach mehreren verlorenen Finals endlich wieder geklappt hat. Für das Selbstverständnis des BVB ist es sehr wichtig, auch Titel zu gewinnen und so war das ein äußerst wichtiger Pokalsieg.
    Ich hatte ja schon vor dem Finale hier geschrieben, dass der BVB zwar leichter Favorit, aber Vorsicht geboten sei, weil die Eintracht als unangenehm zu spielender Gegner eingestuft werden müsse, der alles geben werde, um diese einmalige Chance nach langer Zeit zu nutzen.

    Die Atmosphäre im Berliner Stadion war top (Pokalendspiel muss dort bleiben, darf nicht nach Asien verlagert werden, wie das der Adidas-Chef meinte) und auch in Dortmund haben hunderttausende Fans gezeigt, wie man Titel richtig feiert. Ja @Robin, da können sich die Bayern mit ihren müden und langweiligen Titelfeiern eine Scheibe abschneiden.

    Alles könnte so schön sein, wären nicht seit Wochen diese leidigen öffentlichen Debatten und Medienspekulationen über den Streit zwischen Watzke und Tuchel, die vermuteten Differenzen zwischen Mannschaft und Tuchel und die angeblich schon feststehende Entlassung oder Beurlaubung des Trainers.
    Diese Themen überlagern ja auch die TV-Berichterstattung, darum dreht sich alles, jeder Kommentar, jedes Interview. Jede Geste wird mittlerweile interpretiert und gestoppt, wie lange sich Watzke und Tuchel umarmen, geschaut, wie herzlich das ist, hingehört, ob Watzke etwas über den Trainer sagt oder Tuchel über Watzke oder die Spieler entweder etwas über Tuchel oder Watzke.

    Das alles ist so überflüssig und unnötig wie ein Kropf und wurde ausgelöst durch ein Interview Watzkes mit der Funke Mediengruppe. Einen Dissens mit dem Trainer bestätigte Watzke offiziell. Und in das Lob für Tuchels Umgang mit den Nachwirkungen des Anschlages, für sein gutes und feinfühliges Krisenmanagemnt (obwohl selbst Betroffener des Anschlages) wollte Watzke auch nicht einstimmen, meinte nur, dass er das vor dem Hintergrund dessen beurteilen müsse, was vertraulich vereinbart worden und was möglich gewesen sei.
    Das heißt übersetzt, dass Tuchel aus Watzkes Sicht entgegen eines vertraulichen Gespräches und wider besseres Wissen massive Kritik auf der PK vor dem neu angesetzten Heimspiel gegen Monaco äußerte.
    Das ist ein bemerkenswerter Vorgang und Vorwurf, der ja an jemand gerichtet wird, der nur 1 Tag vorher Betroffner des Anschlages war. Hat Watzke konkrete Anhaltspunkte für seine Einschätzung oder interpretiert er das nur so? Unklar!

    Vieles ist deshalb aus Fansicht schwer einzuordnen und zu beurteilen, weil sich das meiste auf den internen Bereich bezieht, in den wir Fans keinen Einblick haben. Die rein sportliche Bilanz dagegen ist ja bestens.
    Dass es atmosphärsiche Störungen und Differenzen zwichen Watzke und Tuchel und auch zwischen Zorc und Tuchel gibt, kann man ja längst als sicher ansehen.
    Für Differenzen zwischen wichtigen Teilen der Mannschaft und Tuchel gab es für Außenstehende eher keine Anhaltspunkte, bis eben zu diesem Pokalendspiel.
    Denn nach dem Spiel wurden die Spieler gelöchert und immer wieder gefragt, welchen Anteil der Trainer am Erfolg hat. Es war auffällig, dass gerade die Führungsspieler diesen Fragen ausgewichen sind.
    Besonders auffällig ist Kapitän Schmelzer immer wieder ausgewichen, hat jedes positive Wort zu Tuchel vermieden. Diesen Wink mit dem Zaunpfahl hatte schon jeder verstanden.
    Damit aber nicht genug, übte Schmelzer auch noch massive Kritik an Tuchel wegen dessen Nichtberücksichtigung Sahins. Schmelzer stellte das sogar als unverständliche und krasse Fehlentscheidung dar, über die er geschockt sei. Im Grunde sagte Schmelzer damit, dass Sahin aus anderen als sportlichen Gründen ausgebootet worden sei.
    Das war des guten dann doch zuviel. Unabhängig davon, ob Schmelzers Kritik berechtigt ist oder nicht, damit hat er sich disqualifiziert. Vor allem sieht es nun so aus, dass Schmelzer meint, dem Trainer jetzt öffentlich eine mitgeben zu können, weil dessen Aus schon feststeht. Und das im Wissen, dass es schon zu viele ungute öffentliche Diskussionen rund um den BVB und den Streit zwischen den Bossen und TT gibt. So hat Schmelzer dann noch ein weiteres Fass aufgemacht und für ein Dauerthema in den Medien gesorgt.
    Und wieder stellt sich die Frage, hat TT absichtlich und aus unlauteren Motiven gehandelt oder – wie er es sagt – aus rein sportlichen Gründen so entschieden? Würde sich ein Trainer selbst dei Chance auf seinen ersten Titel nehmen, in dem er einen Spieler unberücksichtigt lässt, der ihm sportlich weiterhelfen kann?

    Wir alle wissen, dass Schmelzer bei Teilen der Fans umstritten ist und nicht wenige Fans ihn als Kapitän eher für eine Verlegenheitslösung halten. Schmelzer hatte sogar Glück, dass ihn Tuchel überhaupt aufstellte. Denn er gab zu, seine Verletzung noch nicht komplett überwunden zu haben und im Wissen in das Spiel gegangen zu sein, evtl. nicht zu Ende spielen zu können. Offenbar hatte er schon nach wenigen Minuten Probleme, hielt aber noch bis zur Halbzeit durch. Tuchel erklärte, Schmelzer habe sich ihm gegenüber fit gemeldet und als Kapitän spiele er dann auch.
    Nach dem Weggang von Hummels ist im Team ohnehin ein Führungsvakuum entstanden. Wortführer sind u. a. Schmelzer, Reus, Bender, Sahin.
    Unter diesen Spielern ist nur der gebürtige Dortmunder Reus ein unumstrittener Weltklassespieler, ein Eckpfeiler der Mannschaft, wenn er denn fit ist, denn leider ist er seit Jahren zu sehr verletzungsanfällig und verletzte sich im Finale erneut schwer. Tragisch! Aber er hat nun endlich seinen ersten Titel gewonnen.
    Schmelzer wird von Teilen der Fans zwar oft auch etwas Unrecht getan, aber ein völlig unumstrittener internationaler Topspieler ist er nicht. Bender ist bei den Fans beliebt und anerkannt, aber nur Ergänzungsspieler. Sahin ist bei den Fans auch beliebt, aber seit Jahren oft verletzt, gehört, wenn er mal fit ist, eher zu den Ergänzungsspielern.
    Die spielentscheidenden Leute auf dem Platz waren wieder mal andere.

    Vor allem aber hätte es sich Boss Watzke schenken sollen, mit seinen Aussagen im Interview mit der Funke Mediengruppe die schleichende öffentliche Demontage Tuchels einzuleiten, eine mediale Lawine loszutreten, die seit Wochen rollt und alles andere überlagert. Das hätte einem Profi wie Watzke, der ja seit vielen Jahren den BVB bestens und erfolgreich führt, nicht passieren dürfen. Ob Watzke das wirklich so beabsichtigt hat, wie einige Medien vermuten, ist fraglich. Vom Ausmaß des medialen Wirbels war er evtl. selbst überrascht.

    Wenn tatsächlich unüberbrückbare Differenzen zwischen Bossen und Trainer und zwischen einem Teil der Mannschaft und dem Trainer entstehen, unabhängig davon wer daran wieviel Schuld trägt, dann muss das ein europäischer Topklub wie der BVB anders und besser lösen.
    Watzke betont doch schon seit Monaten, dass nach Ende dieser Saison ein klärendes Gespräch mit Tuchel vereibart sei. Dabei gehe es dann auch um Fragen wie "Kommunikation, Strategie und Vertrauen". Jedem war also klar, dass es Differnezen gibt udn einiges geklärt werden muss, die Vertragsverlängerung mit Tuchel nicht sicher ist.
    Warum hat man es nicht einfach bei dieser Ankündigung belassen? Dann hätte man sich zum Gespräch treffen und eine gemeimsame Erklärung veröffentlichen können, die allen Beteiligten hilft, ihr Gesicht zu wahren. Man hätte z. B. sagen können, dass die Vorstellungen zu wichtigen Fragen einfach zu weit auseinder gingen, dass man sich da nicht habe einigen können. Deshalb sei es dann besser, sich zu trennen.
    Watzke hätte auch schon vor Wochen oder Monaten mit Tuchel eine Vereinbarung treffen können, hätte ihm die Wahhreit über die Position der Bosse sagen und vereinbaren können, die Saison noch gemeinsam und gut zu Ende zu bringen.

    Aber was passiert jetzt? Tuchel wird schleichend öffentlich demontiert, Watzke geht auch beschädigt aus der Sache hervor. Das gilt auch für Kapitän Schmelzer.
    Schlimm ist vor allem folgendes: Watzke betont seit Wochen und gestern erneut, dass man doch nach der Saison mit Tuchel sprechen werde. Und dieses Gespräch sei ergebnisoffen, man gehe ohne Vorfestlegungen in dieses Gespräch, denn anderenfalls bräuchte man das ja nicht zu führen.

    Watzke signalisiert damit, dass auch eine weitere Zusammenarbeit mit Tuchel möglich sei.
    Gleichzeitig aber vermeldet die gerade von Fußballfans im Ruhrpott so ungeliebte "Bild" seit Wochen, dass Tuchel nach der Saison gehen müsse. Aber auch seriöse Medien wie der "Kicker" schreiben das. Damit nicht genug, schreibt die "Bild" unmittelbar nach dem Pokalsieg, dass das Aus Tuchels längst beschlossen sei und ihn auch der Pokalsieg nicht retten werde. Über die Höhe seiner Abfindung und seinen Nachfolger wird auch schon berichtet.
    Tuchel wiederum verkündet, dass er bisher keine Informationen der Bosse habe, seinen Vertrag erfüllen wolle und das als ergebnisoffen titulierte Gespräch abwarte. Seine Äußerungen haben natürlich auch arbeitsrechtliche Gründe und ihm steht ja im Falle der Entalssung eine Millionenabfindung zu, im Falle einer Beurlaubung das weitere Gehalt.
    Welch ein übles Theater! Wenn alles so eintrifft, dann kann das nur bedeuten, dass einige Journalisten von der BVB-Spitze gezielt vorinfomiert wurden und man so Tuchel immer weiter öffentlich vorführt und demontiert.
    Das ist nicht dass, wofür der BVB steht. Wie gesagt, selbst wenn es Gründe dafür gibt, die eine weitere Zusammenarbeit mit Tuchel als falsch erscheinen lassen, hätte man das anders und besser lösen müssen. So aber gibt es am Ende leider nur Verlierer.
    Das ganz würde man noch toppen, käme tatsächlich ausgerechnet Favre als Nachfolger. Denn der gilt als guter Fußballfachmann, aber auch als sehr sensibler und schwieriger Mensch. In Berlin und Gladbach hatte er Probleme mit den Bossen und seine Abschiede dort waren völlig indiskutabel, da hat Favre jeweils die Bosse ganz erheblich brüskiert.

  10. #10 | Walter Stach sagt am 29. Mai 2017 um 19:12 Uhr

    Lukas N.,
    ich stimme im wesentlichen allen Anmerkungen zu!

    Noch etwas zu den Akteuren:

    Watzke
    Leider, leider, leider verfestigt sich tagtäglich meine Wahrnehmung von Watzke als arrogantem Besserwisser, der bezogen auf den BVB immer unverschämter nach dem Prinzip zu herrschen versucht: "Der BVB bin ich"!

    Das kann dauerhaft weder für den BVB noch für Watzke gutgehen,

    Ich erinnere -nur ein Detail zur Vita Watzke- zudem daran, daß "verbale Querschläger" -wie jetzt gegenüber Tuchel-bei ihm nicht ungewöhnlich sind. Ich erinnere an diverse verbale Querschläger in Richtung FCB und in der Spielzeit 2o26/2o17 in Richtung Leipzig.

    Watzke scheint darauf zu bauen, daß ihn diverse Sportredakteure in DO -und darüber hinaus- nicht attackieren werden, weil die sich, wie leider oftmals in der Branche zu beobachten, als angepaßte Lakeien desjenigen zu generieren versuchen, der aus ihrer Sicht soviel Macht besitzt, daß es sich als sinnvoll, ja als lohnend für sie erweist, ihnen gefällig zu sein.
    Der heutige Beitrag von Mathias Dersch zur Causa Watzke/Tuchel (Ruhrnachrichten/Recklingh.Zeitung) unter der Übeschrift "Wir stehen hinter Nuri" ist der aktuellste Beleg für das von mir umschriebene (Un-)Verständnis diverse " Journalisten" aus Do und Umgebung von "solider journalistischer Arbeit" und zudem ein Beleg für ihre Agitationsfähigkeit und Agitationswilligkeit, wenn es gegen Tuchel und pro Watzke geht , und das bezeichne ich als erbarmungswürdige Fähigkeit einiger Journalisten, " Watzke "in den Hinter zu kriechen".

    Leider -aber mich bestätigt fühlend- stelle ich erstmals in der gesamten Zeit der Geschäftsführertätigkeit von Watzke fest, daß es unter den Mitglieder und unter den Fans deutliche Kritik an Watzke gibt.

    Ich frage nicht, nicht mehr , ob das Verhältnis Watzke / Tuchel sich noch ordnen, sich noch so regeln ließe, daß Tuchel Trainer bleiben könnte, sondern ich frage mich jetzt und hier, ob sich das erheblich gestörte Verhältnis eines großen Teiles der BVB-Fans zu Watzke wieder " normalisiert" werden kann, ein Verhältnis, das von gegenseitigem Respekt -nicht von "Liebe" oder "Freundschaft" geprägt sein muß. Respekt , an dem es Watzke und die ihm zu dienende bemüßigten Medien -und leider jetzt auch Schmelzer- eklatant zu mangeln scheint.

    Schmelzer:
    Für mich ein stets bezüglich seiner fußballerischen Qualitäten maßlos überschätzter Spieler.

    Sein Auftreten, sein Nachtreten jetzt gegen seinen Trainer, der ihn -aus meiner Sicht leider- auch dann noch von Spielbeginn an gebracht hat, als das leistungsbezogen zumindest fragwürdig war, hat zudem einen Charakterzug offenbart, der mich über Schmelzer als Person sehr, sehr kritisch nachdenken läßt.
    Mannschaftskapitän!? Beim FCB war das Philip Lahm. Allein der Vergleich dieser beiden Kapitäne bezüglich ihrer charakterlichen Qualitäten und bezüglich ihres spielerischen Könnens, zeigt mir, wie weit weg "unser BVB" vom FCB nach wie vor ist -leider, leider.
    PS
    Und der Auftritt von Reuss vor der Kamera nach dem Pokalendspiel? Peinlich, und zwar im höchsten Maße.

    Neuer Trainer
    "Spitzenpersonal" auf europäischer Ebene -dazu zähle ich nicht Favre- wird sich noch weniger als das ohnehin der Fall ist für den BVB begeistern lassen angesichts des Umganges der Vereinsführung mit einem Erfolgstrainer wie Tuchel.
    Nun ist es bekanntlich und erfreulicherweise ja durchaus möglich, daß ein junger Trainer, der bisher keine international bekannte Mannschaft trainiert hat, eine gutklassige Mannschaft in der Bundesliga erfolgreich trainiert ,, dh. diese unter die ersten vier der Tabelle bringt -sh.Leipzig, sh. Hoffenheim-.
    Vielleicht gibt es ja eine einschlägige und positive Überraschung für die BVB-Fans durch den BVB-Vereinsvorstand.

    Favre…….??
    sh.9-abschließend.

    Lukas N.,
    mittlerweile ist bei mir der Ärger über Watzke und Co. so angewachsen, daß er an meiner Liebe zu "meinem BVB" zu nagen beginnt. Und das nach dem großen sportlichen Erfolg mit dem Pokalgewinn in Berlin.

  11. #11 | Robin Patzwaldt sagt am 29. Mai 2017 um 19:20 Uhr

    Was mich immer noch ärgert, dass ist in erster Linie das hohe Risiko, welches Watzke in Bezug auf den Saisonerfolg eingegangen ist. Seine Kritik hätte in Art und Weise und auch beim Zeitpunkt dafür hauptverantwortlich sein können, dass sowohl CL-Direktqualifikation als auch Pokalsieg dadurch nicht gelungen wären. Zum Glück kam es ja anders. Aber die Tatsache, dass Watzke dieses Risiko wissentlich eingegangen ist, die kann ich einfach nicht verstehen. Personen sind austauschbar, aber der Cluberfolg geht immer vor. Wie man den mit so etwas unnötig riskieren konnte. Ich begreife es einfach nicht. Watzke kann sich glücklich schätzen, dass wir nun durch den Erfolg des BVB in den letzten Spielen darüber wohl nicht mehr allzu lange diskutieren werden.

  12. #12 | Lukas N. sagt am 29. Mai 2017 um 20:17 Uhr

    @Robin Patzwaldt zu #11
    Gut, dass Du diesen Aspekt nochmals ansprichst, denn Boss Watzke ist tatsächlich ein erstaunlich hohes Risiko eingegangen. Deshalb kann man durchaus die Vermutung anstellen, dass er das ganze etwas unterschätzt hat, auch unterschätzt hat, dass er sich damit auch selbst beschädigt und dass Tuchel öffentlich und unter den Fans doch deutlich mehr Rückhalt hat als evtl. von Watzke erwartet.

    In der Tat war auch Glück dabei, dass der BVB Platz 3 sichern und auch den Pokal gewinnen konnte. Wir erinnern uns noch an das Heimspiel gegen Hoffenheim und da hatte der BVB Glück mit Schiedsrichterentscheidungen. Dieses Spiel hätte durchaus auch anders ausgehen können. Beim Unentschieden in Augsburg wirkte die Mannschaft nicht so frei wie sonst. Im Pokalfinale können die Frankfurter in der 1. Halbzeit sogar mit 2 : 1 in Führung gehen und dann wäre es schwer geworden.
    Wenn es blöd läuft hätte auch Platz 3 verfehlt und das Pokalfinale verloren gehen können. Dann wäre natürlich Boss Watzke und die von ihm losgetretene mediale Lawine dafür mitverantwortlich gemacht worden. Watzke wäre dann erst recht beschädigt aus dieser Sache hervorgegangen. Dass er zur Unzeit und ohne Not ein solch enormes Risiko eingegangen ist, kann man kaum nachvollziehen, zumal Watztke doch immer betont, dass das Interesse des BVB an erster Stelle stehe.
    Ich glaube den Beteuerungen von Schmelzer und Co. nicht, dass dieser öffentliche Wirbel über Wochen die Mannschaft völlig unberührt gelassen habe. So etwas kann nicht ohne Wirkung auf die Spieler bleiben. Ein paar Prozentpunkte fehlen dann schon.

    @Walter Stach zu #10
    Einige Medien und speziell einige Journalisten spielen schon eine etwas seltsame Rolle oder erwecken sogar den Eindruck, sich an einer Art Kampagne zu beteiligen. Den von Dir erwähnte Journalist kann man da durchaus dazurechnen, das ist mir auch aufgefallen. Stammt nicht sogar der Pressesprecher des BVB von dieser Zeitung, der auch dieser Journalist angehört? Diese pauschal angesprochenen Journalisten berichten völlig einseitig nach dem Motto, Boss Watzke hat in allem Recht, die alleinige Schuld für alles liegt bei Tuchel. Mit dem, was Journalismus ausmacht, hat das nicht mehr soviel zu tun.

    Schlimm finde ich, wie schon gesagt, dass Boss Watzke seit Wochen und bis gestern stets erzählte, das geplante Gespräch mit Tuchel habe einen offenen Ausgang, es gebe keinerlei Vorfestlegungen. Es sei auch nicht seine Art, mit einer schon vorgefassten Meinung in ein solches Gespräch zu gehen, so Watzke. Denn dann bräuchte man es ja gar nicht abzuhalten. Diese Aussagen bedeuten, dass auch eine Vertragserfüllung Tuchels bis 2018 möglich wäre.
    Aber ist das wirklich so? Mehrere Journalisten unterschiedlicher Medien berichten, dass die Bosse das Aus des Trainers längst beschlossen hätten. Die "Bild" ging sogar soweit unmittelbar nach dem Pokalsieg eine Schlagzeile zu veröffentlichen, nach dem Motto, dieser Pokalsieg werde Tuchel auch nichts mehr helfen. Seine Freistellung schon nach dieser Saison sei längst entschieden. Sogar über den Ablauf bis dahin, die Höhe der Anfindung usw. hat sich die "Bild" ausgelassen.
    Kommt alles so, dann hätte Watzke der Öffentlichkeit und den Fans wochenlang und gestern immer noch etwas vorgespielt, hätte nur so getan als sei das Ergebnis des Gespräches offen, während mehrere Journalisten, die eher als Sprachrohre der Geschäftsführung agieren, längst über das Aus informiert sind. Es kann also sein, dass mehrere Journalisten bereits über das Aus des Trainers informiert sind, obwohl der Trainer noch nichts weiß, man ihm noch nichts sagte und er das erst im Gespräch offiziell erfährt. Das wäre dann endgültig ein sehr fragwürdiges Vorgehen, welches nicht zum BVB passt.
    Die "Süddeutsche" schreibt von "beispiellosen Ränkespielen beim BVB" und so ist es leider auch. Das hat nichts mit dem zu tun, was den BVB ausmacht. Und selbst wenn es interne Gründe geben sollte, die stark gegen Tuchel sprechen, hätte man das anders regeln und lösen müssen, hätte anders mit diesem internen Konflikt umgehen müssen, hätte ihn vor allem nicht auf dem öffentlichen Markt zelebrieren dürfen. Ich glaube auch nicht, dass Tuchel der alleine Schuldige ist, da gehören immer zwei dazu und wer da wieviel Anteil hat, wissen wir Außenstehende nicht.

  13. #13 | Klaus Lohmann sagt am 29. Mai 2017 um 22:12 Uhr

    Für mich steht fest: nach dem ganzen Geschmiere der Sportpresse in den letzten Wochen, insb. von BLÖD und WAZ (was anscheinend im Geiste zu einem "großen Ganzen" zusammen zu verkleben scheint) und dem heutigen Hirnauswurf der WAZ über einen so gut wie feststehenden Favre als neuen Trainer, werde ich keinen einzigen Artikel über Watzke, Tuchel, BvB etc. mehr lesen, bis die neue Saison anfängt. Betrifft dann leider auch die entspr. Artikel hier bei den Baronen.

    Das ist für einen durchschnittlich intelligenten Mitteleuropäer einfach nur noch beleidigend, mit welcher Dummheit und Abgebrühtheit in den Medien Quote geschunden wird.

  14. #14 | thomasweigle sagt am 29. Mai 2017 um 23:17 Uhr

    Der diskutierte Herr aus Nizza soll ja auch nicht ganz pflegeleicht sein, was man so hört und liest. Open end beim BVB….?

  15. #15 | Tilleulenspiegel sagt am 30. Mai 2017 um 01:05 Uhr

    Es ist doch offensichtlich aber auch so, dass einige Spieler harsch gegen den Trainer schießen. Neben dem Weltklasseverteidiger (ähmm( Schmelzer, dem Dauerverletzten Reus sowie den Bankdrückern Sahin und Weidenfeller , alles Dortmunder Urgesteine seit gefühlten dreitausrnd Jahren BVB-Zugehörigkeit sind stimmgewaltige Meinungsführer im Club- mit besten Kontakten zu Zorc- gegen die andere Spieler wenig zu sagen haben.

    Es kommt beides zusammrn- die Clubfphring auf der einen Seite, in der Mannschaftshierarchie oben stehende Spieler werfen sich die Bällle zu und demontieren den Trainer- ekelhaftnivesu- und stillos.

    Er -Tuchel- st klug genug, sich zum Club zu bekennen und damit eine hohe Abfindung heraus zu schlagen.

  16. #16 | thomasweigle sagt am 30. Mai 2017 um 14:07 Uhr

    Und weg isser und schwarzgelb das neue BLAUWEISS!

  17. #17 | Walter Stach sagt am 30. Mai 2017 um 14:19 Uhr

    Watzke hat zugeschlagen.

    Tuchel ist nicht mehr Trainer des BVB.

    Was bleibt mir zu alldem, was ich dazu bereits an Kritik im sog. Vorfeld angemerkt habe, jetzt noch ergänzend zu sagen?

    1.
    Ein beispielloses Ränkespiel -sh.SZ- hat zu dem damit angestrebten Ergebnis geführt.

    2.
    Watzke, Zorc, Schmelzer, Reus, Sahin…werden mit einem irreperablen persönlichen Imageschaden zu leben haben. U.a. wird dieser Schaden im Verhalten vieler Fans ihnen gegenüber über längere Zeit spürbar bleiben.Ich werde jedenfalls ihr Verhalten Tuchel gegenüber auch in Zukunft -bei jeder sich bietenden Gelegenheit- erbärmlich nennen. Das gilt auch auch für das Verhalten diverser sog. Sport-Journalisten.

    3.
    Tuchel verläßt Do als Erfolgstrainer, aber, was mir noch wichtiger erscheint, als eine ob ihres Verhaltens nach dem Attentat und als eine ob ihres Verhaltens während des inzenierten Ränkespieles erkennbare charakterlich vorbildliche Persönlichkeit.
    Deshalb bin ich sicher, daß Tuchel keine Probleme haben wird, eine neue adäquate "Trainerstelle" im Inland/im Ausland zu finden. Dazu bedarf es durch ihn allerdings keiner Eilentscheidung -weder aus sportlichen noch aus finanziellen Gründen. Auf das Letztere bezogen hat Tuchel jedenfalls nicht den geringsten Anlass, dem BVB irgendwie "entgegen zu kommen".
    Also auch an dieser Stelle als BVB-Fan meinerseits herzlichen D a n k dem Erfolgstrainer Tuchel sowie Lob und höchste Anerkennung ihm gegenüber sein herausragendes menschliches Verhalten -nicht nur, aber vor allem nach dem Attentat und während des Ränkespieles gegen ihn.

    4.
    Da ich bezogen auf die zukünftigen sportlichen Erfolgsaussichten nicht auf Schmelzer, Sahin, Weidenfeller, Durm, Ginter u.Co. setze ( ganz im Gegenteil ), wohl aber auf Auba, auf Dembele, auf Pulisic u.Co erwarte ich mit Spannung und mit großer Besorgnis, wie diese kurz- bzw. mittelfristig auf den "Rausschmiss" ihres (!) Trainers reagieren werden. "So schnell wie möglich weg vom BVB"? Und wie wird der Rausschmiss von Tuchel das Werben des BVB um Nachwuchsspieler im Ausland beeinflussen? Ich befürchte, sehr, sehr negativ.

    5.
    Neben den im Inland, aber auch im Ausland zu registrierendem Unverständnis über den Rausschmiß von Tuchel, frage ich mich,wie die aktuell -und auch in Zukunft?- wichtigsten Konkurrenten des BVB -Leipzig, Hoffenheim- diesen Rausschmiß bezogen auf ihre Interessenlage interpretieren werden -vor allem in ihrer internen Kommunikation. Ich denke, durchaus mit einem aus ihrer Sicht positiven Tendenz.

    Und der FCB, namentlich Hoenes und Rummenige?
    Für die waren Watzke und Zorc ohnehin keine gleichgewichtigen Konkurrenten, so daß sie, wenn überhaupt, ihre Häme ihnen gegenüber und ihre denkbar freudige Aufnahme des Rausschmisses von Tuchel in DO ehe beiläufig und im stillen zelebrieren werden.

    5.
    Watzke und Co. haben zudem mit einem hohen persönlichen Risiko das Ränkespiel gegen Tuchel durchgezogen und gewonnen.

    Wenn der BVB am Ende der Spielzeit 2o17/2018 nicht mindestens den 3.Tabellenplatz belegen wird?
    Wenn der BVB nicht Pokalsieger werden wird?
    Wenn der BVB in der Champ.lig nicht das Viertelfinale erreichen wird?

    Dann ……..
    Spätestens dann stellt sich nicht erneut eine Trainerfrage, sondern die "Watzke/Zorc- Frage. Und davor werden die diversen Watze-Getreuen in den Medien diese nicht befreien können.

    6.
    Neuer Trainer? Wer wird von den sog. Leistungsträgern bleiben? Wer wird über die bereits bekannten Spieler hinaus noch kommen?
    Ich schließe mich der bemerkenswerten, der folgerichtigen Konsequenz an, die Klaus Lohmann für sich gezogen hat -sh.13, im ersten Absatz .
    In diesem Sinne:
    Mir reicht es – jedenfalls bis auf Weiteres.

  18. #18 | Robin Patzwaldt sagt am 30. Mai 2017 um 14:48 Uhr

    @Walter # Thomas: Die Meldung des BVB ist auch bei uns schon eine ganze Weile im Netz. Habe sie nur nicht auf die Startseite gestellt, weil es bisher nur die reine Meldung ist. Artikel dazu dann in relativer Kürze, wenn ich mehr Zeit dafür habe…

    https://www.ruhrbarone.de/dortmund-der-bvb-trennt-sich-nun-auch-offiziell-von-trainer-thomas-tuchel/142930

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