Public Viewing (1): IRgendWO

Gestern startete in Oberhausen der Zugucksommer, das "umsonst & draußen" dieser Zeit. Die Ruhrbarone werden auch hin und wieder zusehen in den nächsten drei Wochen. Heute beginnt unser Streifzug durch Fernsehlandschaften.  

FOTOS: Schurian/ Ruhrbarone

Es war rührend schön, trotz Coca-Cola Oase, trotz Videowand, gestern in Oberhausen. Eigentlich liegt das Kommerzensemble aus Backstein, Flachwasser und Schinkenstraße ja im Nirgendwo auf Gutehoffnungsgebiet. Irgendwo im  Drescherland, in Retorte, Decentro. Draußen gab es jedenfalls zwei Buden mit Bauchfleisch und eine kompakte Menschenmenge, vielleicht 1.000, die zusammen Union Berlin gegen RWO schauten. Es ging um den Zweitligaaufstieg. Wie immer beim Public Viewing war das Bild körnig und blass, von der Sonne überstrahlt. Und der Ton aus der "Alten Försterei" dröhnte, als käme er über Kurzwelle und dann aus den Gitarrenverstärkern einer Punkband. Zuerst trugen nur die Vereins-Vips optimistische T-Shirts, nach dem klaren Dreinullsieg streifte sich der ganze Platz das Aufstiegsmotto: "Maloche lohnt" über. Selten so ein glückliches Fußballvölkchen gesehen. Selten gab es solch einen überraschenden Aufstieg in die zweite Liga. Selten einen erfolgreicheren Abschied vom Traineramt (Hans-Günter Bruns will nicht mehr, wird Sportdirektor und Luginger fortan Trainer). Selten glücklichere Vereinsfrauen (siehe unten,die sich so freut, ist  die Freundin von RWO-Aufsichtsrat Thomas Dietz). Zur Feier also zwei Jubelserien aus Oberhausen, rührend schön trotz Coca-Cola-Oase, trotz Centro.

 

 

 

 

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