Punk and Rap IV

roni87

Malle Krawalle, ein aufstrebender Konzert-Manager aus Witten, veranstalte am 20.12. das 4. Punk and Rap Konzert. Alle drei Monate können hier lokale Vertreter ihrer Musiksparte  ihren ersten Auftritt feiern, aber auch erfahrene Leute wie Ändi Pi kommen gerne in den Treff, um ein paar Songs zu spielen. Zum Abschluss des Jahres gab es nochmal ein richtig dickes Lineup mit sieben verschiedenen Live Auftritten. Anschließend lud DJ Dr.Jakyll zur Afterhour. Mit dabei waren: Niemand (Rap, Witten) ZMSA / Captain Tingleberry (Rap, Essen) Blowout Monkey (and Friends) (Crossover / Punk, Witten) LennMan (Rap, Witten) Die Shitlers (Punk, Bochum) Ändi Pi (Rap, Mülheim) DJ Dr.Jakyll (Punk, Witten / Hamburg) Alle Eintrittsgelder dienten der Refinanzierung des Abends, der Finanzierung des nächsten Punk’n’Rap im März 2014 oder werden gespendet an die antirassistische Gruppe Grenzfrei Witten und das soziokulturelle Zentrum Trotz Allem Witten.

Lange bevor die Shitlers überhaupt auftraten, gaben sie der Autorin ein kleines Interview. Dabei ging es selbstverständlich nicht um ihr Konzert oder ihre Musik, sondern um ihnen freundlich- und feindlich gesinnte Menschen. Oder wie es die Shitlers ausdrücken: Grade Jungs und Hurensöhne. Zu letzterem gehört z.B: Vö von Bierschinken, wollte er die Shitlers doch immer pushen, tat es aber nie. Trotz alledem sei er noch immer ein Lebewesen. Lobend hervorgehoben wurde allerdings sein Kollege Andreas Holz. Dieser wiederum sei ein grader Junge. Ebenfalls korrekt finden die Shitlers 84Breakdown, was auch damit zusammenhängen könnte, dass die Bandmitglieder schon etwas länger befreundet sind. Desweiteren kündigte Martin Seeliger ein Sextape an, Frank Shitler disste noch einmal Witten und das Phantom… Das stand nur selig lächelnd daneben.

Als nächstes wurden ZMSA bzw. Captain Tingleberry interviewt, diese jedoch direkt nach ihrem Auftritt. Das interaktive Künstlerduo Captain Tingleberry war zufrieden mit dem Abend, da es ihnen nach eigenen Angaben gelungen ist, sich auf der Bühne einzucremen. MSG zeigte sich begeistert und ZMSA lobte auch das vorherige Punk n Rap  sowie seinen Rapperkollegen Roni87, ein Rapper aus Witten, der kürzlich nach Berlin verzog und auch für die Ruhrbaronen schreibt. Auf der Bühne feierten die meisten Menschen Witten ab, bis auf die Shitlers, die erzählten, dass wenn man in Witten eine Mutter disst, alle Mütter disst. Die meisten Auftritte dauerten etwa eine halbe Stunde und das Publikum bewegte sich zwischen Pogen und „Halts Maul und spiel weiter!“. In den Pausen gab es Bier, Sekt und Wein, alles nämlich, was auch 16jährige in Deutschland an alkoholischen Getränken verzehren dürfen.

Als rapaffine Person muss ich sagen, dass der Abend eine sehr runde Sache war, von Conscious Rap über Freestyles und Rap, der nach vorne geht, war alles dabei. Ich hoffe, dass Malte am Ball bleibt und die Jugendkulturen und ihre Musikstile weiterhin so unterstützt.

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Flowby
Flowby
10 Jahre zuvor

Es gab doch mal richtig GUTEN Rap aus Witten, C&J , was ist aus denen geworden ?

Hannah Bruns
Hannah Bruns
10 Jahre zuvor

Ja genau, früher war alles besser. Man sollte seine Rapcrew einfach die alten nennen. Die alten Tapes, die alten Hits, die alten Mc’s. Witten hat Lakmann, Witten hat Roni87 und Akzent One. Witten hat Jamal, Witten hat einfach mal mehr bekannte Rapper als Bochum, obwohl es viermal kleiner ist.

Bochumer
Bochumer
10 Jahre zuvor

@#2 | Hannah Bruns: früher war nicht alles, aber vieles besser.

Bochum hatte die Ruhrpott AG und du kommst mit irgendwelchen Nonames ?!?

Stefan Laurin
Admin
10 Jahre zuvor
Reply to  Bochumer

@Bochumer: Hannah hat keinen Geschichtsartikel geschrieben 🙂

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