
Die Wirtschaft im Ruhrgebiet zeigt im Herbst 2026 leichte Anzeichen einer Erholung, von einem nachhaltigen Aufschwung kann jedoch noch keine Rede sein. Das ist die Quintessenz des 117. Ruhrlageberichts, den die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet heute in Dortmund vorgestellt haben. An der Konjunkturumfrage beteiligten sich mehr als 670 Unternehmen mit rund 79.000 Beschäftigten.
Drei Viertel der Befragten bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Damit hat sich die Lage gegenüber der Vorumfrage zum Jahresbeginn um einen Prozentpunkt leicht verbessert. Angespannt bleibt die Situation im Handel. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Lage als gut oder befriedigend einschätzen, ist von 70 Prozent zu Jahresbeginn auf 64 Prozent gesunken. Deutlich stabiler präsentiert sich der Dienstleistungssektor. 84 Prozent der Unternehmen berichten von einer guten oder befriedigenden Geschäftslage, nach 80 Prozent in der Vorumfrage. Die aktuelle Lage in der Industrie ist geprägt durch den Energieschock und Lieferkettenstörungen im Zuge des Konfliktes im Nahen Osten. 28 Prozent bewerten die gegenwärtige Situation als schlecht (30 Prozent am Jahresanfang).
Für die kommenden Monate zeigen sich die Unternehmen vorsichtig optimistisch. 77 Prozent erwarten eine gleichbleibende oder bessere Geschäftsentwicklung. Während Industrie (80 Prozent) und Dienstleistungen (79 Prozent) vergleichsweise positiv in die Zukunft blicken, bleibt der Handel (69 Prozent) deutlich zurückhaltender. Trotz der leichten Verbesserung der Geschäftserwartungen liegt der Klimakonjunkturindex für das Ruhrgebiet mit 95 Punkten weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 100 Punkten
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