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RVR: Grüne lassen Chefplaner Tönnes fallen und fordern personelle Konsequenzen bei Union und SPD

RVR-Planungschef Martin Tönnes Foto: RVR/Wiciok


Heute Nachmittag treffen sich die Spitzen der Kenia-Koalition im Regionalverband Ruhr zum Krisengespräch. Die Grünen sind bereit, ihren Chefplaner Tönnes fallen zu lassen. Erwarten jedoch auch von Union und SPD die Bereitschaft zu personellen Konsequenzen.

Der Mann, der die Hauptverantwortung für das Scheitern des Regionalplans trägt, ist abgetaucht. Martin Tönnes, der grüne Planungschef des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat sich krank gemeldet. Eine gute Gelegenheit für Tönnes sich schon einmal daran zu gewöhnen wie es ist, nicht mehr zur Arbeit gehen zu müssen: Seine Partei, die Grünen, ist bereit ihn zu opfern. Zu groß ist sein Versagen als dass die Grünen es ihm entschuldigen könnten. Tönnes ist eine Belastung und die wollen die Grünen verständlicherweise schnell los werden. Dass er den Karren aus dem Dreck ziehen kann, traut ihm ohnehin niemand mehr zu. Auch die FDP will, dass er seinen Stuhl räumt. Die  Union ist milder: Ihr würde es reichen, wenn Tönnes künftig mit der Regionalplanung nichts mehr zu tun hat.

Doch die Grünen wollen nicht die einzigen sein, die personelle Konsequenzen tragen müssen. Tönnes ist Teil der RVR-Leitung und die hat versagt. RVR-Chefin Geiß-Netthöfel (SPD) soll erklären, dass sie nicht noch einmal als Verbandsdirektorin kandidieren wird. Kein allzu hoher Preis: Geiß-Netthöfel ist bis 2025 gewählt. Dann wäre sie 67 Jahre und könnte entspannt in Rente gehen. Von der Union fordern die Grünen ein größeres Opfer: Der Vorsitzende des Ruhrparlament Josef Hovenjürgen (CDU) soll zurück treten. Als Generalsekretär der CDU-NRW und Landtagsabgeordneter gehört er zur Führungsspitze der Union in NRW.

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