#1 | Walter Stach sagt am 2. Juni 2022 um 16:03 Uhr

Wenn jetzt…., dann….

Die nächsten „ordentlichen“ Bundestagswahlen finden 2o25 statt.
Bis dahin wird noch viel passieren -in Deutschland, in Europa, weltweit-.
Dieses „Viele“ bietet genügend Potential für gravierende Veränderungen in der Gesellschaft, mithin im sog. Parteiensystem und für die Zustimmungwerte der einzelnen Parteien.

Ob und wie die Gesellschaft und mithin die vorhandenen oder gänzlich neue Parteien darauf in den nächsten rd. 4 Jahren reagieren werden bzw. reagieren können und wie die Wählerschaft damit umgehen wird, kann derzeit niemand auch nur annähernd vorhersagen. Das gilt für alle Parteien einschließlich der LINKS-Partei.

Für mich ist “ die Momentaufnahme“ der Wähler(zu-)Stimmung auch insofern interessant -sh. auch der o.a. Kommentar- als Scholz trotz der medialen Kampagne gegen ihn auf einen Zustimmungswert von 45 % -statt vorher 42- und Merz auf nur 18 statt vorher 26 % kommt.
Aber….-sh.vorab-, Merz hat ja noch fast 4 jahre Zeit, um sich……

Ähnlich interessant -und sehr nachdenklich- macht mich die Momentaufnahme wegen der nur 18%igen Zustimmung für „meine“ SPD einerseits und der Zustimmungswerte von 25, 5 % für die Grünen -auch im Vergleich zu den 27 % der CDU.
Aber..-sh.vorab-, in den nächsten rd. 4 Jahren………….

Denkbar, aber für mich ehe unwahrscheinlich, daß aufgrund dieser Umfrageergebnisse die derzeitige Koalition vorzeitig scheitert.
U. a. die gravierenden Unterschiede in den Zustimmungswerten für den amtierenden Kanzler im Vergleich zum potentiellen Kanzlerkandidaten Merz sprechen nicht dafür, daß es zu einem Kanzlersturz per konstruktivem Mißtrauensvotum oder zu Neuwahlen nach einer gescheiterten Kanzler-Vertrauensfrage kommen könnte -„soweit derzeit vorhersehbar“.

Immerhin kommt die sog. Ampel-Koalition auf einen Zustimmungswert von 51, 5 %. Ob der Kanzler aufgrund der Zustimmungswerte für die Grünen sich -noch?- mehr als bisher auf deren politische Forderungen einläßt? Denkbar, aber m.E. unwahrscheindlich, da der Kanzler wie hinreichend erwiesen, sich anders als Merkel weniger von Umfragewerte leiten läßt, sondern von dem, was er persönlich im Interesse Deutschland für verantwortbares Handeln hält.

Zusammenfassung durch einen Sozi:
Sehr, sehr erfreulich die Zustimmungswerte für Kanzler Scholz.
Unerfreulich, bedenklich. problematisch der Zustimmungswert für „meine“ SPD.

Die „Werte“, die die Linke derzeit “ einfährt“, geben mir Grund zu der Frage, warum es hierzulande keiner „radikalen Linkspartei““, keiner „linkssozialistischen Partei“ gelingt, Zustimmungswerte von z.B. dauerhaft mindestens 2o % der Wählerstimmen zu gewinnen. Letzteres erscheint mir angesichts der fortschreitenden sozialen-kulturellen Gentrifizierung der Gesellschaft und einer Nichtwählerschaft von rd. 5o % bei der letzten Bundestagswahl keineswegs utopisch.
Wenn die Partei „DIE LINKE“ dazu aus historischen, aus strukturellen Gründen -sh. die innerparteilichen Diskrepanzen zwischen „Ost und West“ nicht in der Lage zu sein scheint, wäre das Nachdenken über die Gründung einer „linkssozialistischen Gerechtigkeitspartei“ -oder so ähnlich- naheliegend .