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So leid es mir tut: Der Kampf um Galeria Karstadt Kaufhof ist sinnlos!

Was soll ich hier noch? Dortmund-City im März 2020. Foto: privat

Es sieht aktuell einmal mehr schlecht aus um den Kauhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof.  

Erst am gestrigen Montag haben wieder Kunden vereinzelt vor verschlossenen Türen gestanden. Wegen einer Betriebsversammlung öffneten viele Häuser im Lande erst später.

Die Unruhe begleitet die Mitarbeiter ja schon länger. Gerüchte über Schließungspläne und Stellenabbau kursieren bereits seit Jahren, haben kürzlich erst wieder neue Nahrung erhalten.

Bis zu 80 Filialen sollen wohl in Kürze geschlossen werden. Tausende Arbeitsplätze sind dadurch in Gefahr. Eine Situation, die Corona noch einmal verschärft hat, die jedoch auch ohne die Pandemie bedrohlich genug wäre.

Kaufhäuser im Innenstadtbereich haben sich halt grundsätzlich überlebt. Daran wird sich nichts mehr ändern lassen. Besser also, Mitarbeiter und die verbliebenen Kunden gewöhnen sich schon einmal an diesen Gedanken.

Wie sehr sich das Einkaufsverhalten in den vergangenen Jahren verändert hat, das kann jeder von uns bei sich selber gut beobachten.

Ich selber war zum Beispiel noch in den 1990er-Jahren ein großer Freund von und ein regelmäßiger Einkäufer bei Karstadt bzw. Kaufhof.

Kaum eine Woche verging, in der ich nicht mindestens einmal den knapp 20 Kilometer langen Weg in die nächstgelegene Filiale auf mich nahm und dort im Monat vermutlich mehrere hundert Euros ausgab.

Und heute? Ich weiß gar nicht mehr, wann ich in einem solchen Kaufhaus überhaupt zum letzten Mal etwas gekauft habe. Und schlimmer noch: Ich wüsste auch gar nicht wann und warum ich das in Zukunft noch einmal tun sollte.

Fast alles, was ich aus dem Sortiment von Karstadt/Kaufhof kaufe, bekomme ich eben seit Jahren auch im Netz. Und im Internet ist nicht nur die Auswahl viel größer, sind die Preise wesentlich günstiger, ich spare mir auch den Aufwand in die nächste Großstadt zu fahren, dort zusätzlich Parkgebühren zu bezahlen usw..

Wenn ich mich an die 90er-Jahre erinnere, dann gab es diese Möglichkeiten Online damals halt noch nicht. Ich stöberte jede Woche durch die Dortmunder Kaufhäuser, informierte mich dort über Neues. Hin und wieder streute ich etwas Abwechslung ein und fuhr nach Recklinghausen. Dort gab es einen Mediamarkt, den die Dortmunder City nicht zu bieten hatte.

Einen Mediamarkt? Wozu sollte ich den bitteschön heute noch besuchen? Produkte in geringerer Auswahl und zu höheren Preisen als im Netz? Ich bitte euch, wer braucht sowas im Jahre 2020 noch?

So leid es mir also grundsätzlich im die Innenstädte und die dort arbeitenden Leute in der Region tut, die Entwicklung ist schlicht nicht aufzuhalten.

Ein paar unverzagte ‚Kaufen Sie lokal‘-Aktionen gibt es noch. Sie werden nichts bewirken. Denn natürlich bin ich mit meinem Kaufverhalten längst kein Einzelfall. Mich gibt es diesbezüglich millionenfach in Deutschland, da muss man sich nichts vormachen.

Und dementsprechend wird sich diese Entwicklung fortsetzen und sogar noch verstärken. Denn die Auswahl von einst bieten die heutigen Kaufhausfilialen inzwischen auch längst nicht mehr. Ein Teufelskreis, der sich nicht mehr durchbrechen lassen wird.

Outlet-Center und Schnäppchenparadiese mögen sich noch am längsten halten, die Zukunft des Handels aber, sie gehört längst schon den Onlineshops. Da können die Mitarbeiter von Karstadt/Kaufhof protestieren was sie wollen.

Angestellte bei Karstadt/Kaufhof, sie arbeiten in einer sterbenden Branche, ja vielleicht sogar in einem sterbenden Konzern. Besser man akzeptiert das als Mitarbeiter, sucht sich vielleicht jetzt schon etwas Neues, etwas Zukunftsträchtigeres.

Die Gesellschaft wandelt sich und die Geschäftswelt ist gegenüber sterbenden Branchen recht gnadenlos. Das musste ich als gelernter Verlagskaufmann vor ein paar Jahren übrigens auch schon am eigenen Leibe erfahren.

Das Rad der Zeit, es lässt sich halt nicht zurückdrehen. Auch nicht bei den großen Kaufhausketten in unseren Innenstädten.

 

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25 Kommentare zu “So leid es mir tut: Der Kampf um Galeria Karstadt Kaufhof ist sinnlos!

  • #1
    Ernesto

    Seh ich genauso.Wenn man sich teilweise die Preise bei Saturn und Co in Dortmund ansieht, oft noch nichtmal sachen vorrätig und Beratung bekommt man im Internet auch deutlich besser. Kein Parkplatz suche, keine nervenden Leute und das große A. hat einen Kundenservice, da können die anderen nur von Träumen.

  • #2
    Peter Ansmann

    Ich müsste echt verdammt lange überlegen, wenn du mich fragen würdest wann ich zuletzt in einem Kaufhaus wie Karstadt oder Horten war.

  • #3
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Bei Saturn in Dortmund schaue ich alle paar Monate noch mal kurz rein. Aber kaufen tue ich da dann auch häufig nur ne CD vom Wühltisch o.ä. Wenn überhaupt. Die Preise liegen halt weit über denen im Netz. Und Beratung? Gibt es da welche? 😉

  • #4
    Rudi

    Das sogenannte „In die gehen“ ist bei uns schon lange out.
    Karstadt, Kaufhof und Co. lohnt sich nicht mehr und macht auch keinen Spaß mehr so wie früher. Das liegt an schlechten Service durch genervte Mitarbeiter, weil nur noch der pure Kommerz gilt.
    Im Allgemeinen habe ich den Eindruck die beiden Hellwege in Dortmund sind teilweise zur Ramschmeile verkommen mit Läden die keiner braucht.

  • #5
    Peter Mohr

    Warum sind die Preise im Internet so günstig? Amazon zahlt kaum Steuern, bezahlt seine Mitarbeiter erbärmlich, drückt die Preise bei den Herstellern, schlechte Arbeitsbedingungen ( siehe Coronaausbrüche in verschiedenen Paketzentren). Geiz ist geil kann für mich keine Lösung sein. Bin mit der Auswahl, die mir meine Heimatstadt Essen bietet vollauf zufrieden. Mein Lieblingsbuchladen Proust kann mir jedes Buch innerhalb eines Tages besorgen, was nicht vor Ort vorhanden ist.
    Außerdem liebe ich den direkten Kontakt beim Kaufen und die ewige Klage über die angebliche Servicewüste kann ich durch eigene Erlebnisse nicht bestätigen.

  • #6
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Peter Mohr: Haben Sie mal mit Mitarbeitern im stationären Einzelhandel vor Ort gesprochen? Wie sind denn deren Arbeitsbedingungen, deren Stundenlohn? Die, die ich kenne, verdienen häufig nur Mindestlohn und müssen ständig bereitstehen, falls der Chef mal Bedarf hat. Ist das wirklich besser als das, was zum Beispiel Amazon seinen Mitarbeitern bietet? Zudem muss man sich finanzielle Wohltaten an den örtlichen Handel auch als Kunde erst einmal selber leisten können. In einem Land, in dem immer mehr Leute auf ihr Geld achten müssen, ist es doch kein Wunder, wenn auch die Kunden vermehrt auf den Preis achten, oder?

  • #7
    Peter Mohr

    @Robin Patzwaldt: auf mein Steuerargument und auf das Drücken der Herstellerpreise gehen Sie gar nicht ein. Durch den Druck auf die Herstellerpreise sinken die Löhne der Arbeiter. Der stationäre Handel ist durch die Billiganbieter im Internet und durch teilweise zu teure Mieten unter Druck, der sich in schlechten Löhnen auswirkt. Ich werde weiter den stationären Handel unterstützen und kaufe gute Qualität, die ihren Preis hat. Ich muss aber auch nicht jeden Schnickschnack haben, so kann ich mir die Preise auch leisten.

  • #8
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Peter Mohr: "auf mein Steuerargument und auf das Drücken der Herstellerpreise gehen Sie gar nicht ein."

    Sie gehen auf meine Argumente ja auch nicht ein 😉 Nein, mal im Ernst: Ich muss auch nicht alles am Onlinehandel gut und richtig finden. Das ist ja beim stationären Handel auch nicht anders. Beides hat eben Vor- und Nachteile. Fakt ist: Karstadt und Kaufhof werden keine große Zukunft mehr haben. Das Konzept des Kaufhauses hat sich inzwischen komplett überlebt. Und darum ging es mir hier. Im Übrigen bin ich mir sicher, dass auch der örtliche Buchhändler, ja sogar Karstadt und Kaufhof, versuchen werden so wenig Steuern wie möglich zu bezahlen und die bestmöglichen Einkaufskonditionen zu ergattern. 😉

  • #9
    Karl Tuwat

    Den Weg zu den beiden Standorten von Galeria /Karstadt in der Bremer Innenstadt lege ich nun schon seit Jahrzehnten mit dem Auto zurück. So kann ich das ggf. Eingekaufte im Auto deponieren, um noch andere Dinge zu erledigen. Es gibt ein vorzüglich gelegenes Parkhaus mit direktem Zugang zum einen Haus, bzw. nur 10 über den Fußweg zum anderen.
    Die mitregierende Partei der Besserverdienenden, also die GRÜNEN (bei rot/rot/grün) möchten aber nicht nur das Parkhaus abreißen, sondern auch die gesamte Innenstadt autofrei halten. Gerne würden Sie eine gemütliche Innenstadt für sich und ihre auch fußläufig wohnenden Freunde ganz allein haben, während die Vorstädter das ganze teure elitäre Vergnügen selbstverständlich mitfinanzieren sollen, ohne dort aber wirklich willkommen geheißen zu werden.
    So will ich also gerne auf diese innenstädtischen Einkaufsstätten verzichten.
    Das frei werdende Personal wird sicherlich in Windeseile neue Jobs finden, wenn es denn wahr ist, dass unser Land wegen Mangels an Arbeitskräften dringend auf Zuwanderung aus dem nahen und fernen Osten sowie aus Afrika angewiesen sind.

  • #10
    Volker

    Natürlich bestelle ich auch Online, aber die grenzenlose Begeisterung darüber teile ich nicht unbedingt. Wie oft durfte ich schon Pakete irgendwo abholen, weil ich und meine Nachbarn bei der Lieferung (angeblich?) nicht zu Hause waren. Und es ist schon erstaunlich, wie viele Abholstellen es gibt und wie weit man dafür fahren darf. Spitzenreiter bis jetzt: Bei UPS nach Herne (kein Scherz!) von Dortmund aus. Dann haben diese oft kleinen Läden eingeschränkte Öffnungszeiten und teilweise ewige Warteschlangen. Es ist mir auch schon vorgekommen, dass ich es nicht innerhalb von einer Woche geschafft habe abzuholen, dann geht das Paket auch noch zurück… Alles sehr schön, da wird die vermeintlich Lieferung nach Hause zur Farce. Gar nicht davon zu reden, dass die ganzen Paketdienste mit ihren Fahrzeugen in den Straßen zunehmen zur echten Plage werden (zumindest in den engeren Wohnquartieren). Preislich ist der Fachhandel tatsächlich oft nicht weit weg von online-Handel.

    Daher habe ich es durchaus schätzen gelernt, in einen Laden zu gehen, das Produkt in die Hand nehmen zu können, vielleicht auszuprobieren und bei gefallen ohne mehrtägige Wartezeit direkt zu bezahlen und zum Gebrauch mit nach Hause zu nehmen. Das muss natürlich nicht zwangsläufig in einem Karstadt sein.

    Und wenn die in dem Artikel beschriebene These stimmt: Was passiert dann eigentlich in den nächsten Jahren mit den ganzen großen Malls und großen Einkaufszentren? Letztlich sind die doch auch nur Kaufhäuser in modernem Gewand…

  • #11
    Bochumer

    Das große A fährt seinen Service immer weiter runter: Wenn man sich verclickt bekommt man irgendeinen Schrott nach Monaten aus China mit einer Rücksende-Adresse in Wuhan. Hier wäre Wettbewerb man ganz angebracht.

    Das wird aber nichts daran ändern, dass viele Innenstädte bald noch mehr Leerstand haben. Das ist auch nicht besonders schlimm, die Welt ändert sich immer. Es wird schon noch eine Zukunft für einige Geschäfte geben, die dann vermutlich höherpreisige Warengruppen anbieten. Aber es wird auch viel Leerstand geben.

    Ein Versäumnis sehe ich in der Politik, die immer noch glaubt, mehr Bauflächen für Geschäfte auszuweisen. Das Viktoriakarree in Bonn ist dafür ein Beispiel. Es braucht keinen qm mehr für Geschäfte, weil sich Branche schrumpft. Es braucht Wohnungen.

  • #12
    Oliver

    Was oft vergessen wird: das Sortiment aller Kaufhäuser ist blamabel geworden. Eigentlich nur noch Mode (meist Flächen, die von Fremdfirmen betreut werden, Shop-in-Shop), Süßigkeiten und Uhren/Schmuck/Kosmetik und mit Glück noch Haushaltswaren. Im Winter regelmäßig überheizt, damit das Personal nicht friert und der Kunde mit Jacke schwitzt. Garderoben oder Schließfächer – darauf kam noch niemand.

    Im übrigen ist Amazon und der Online-Handel erst seit etwa 2010 richtig bedeutend geworden, obwohl das WWW seit 2000 für jeden verfügbar war. Die Sortimentsschrumpfung der Kaufhäuser begann aber bereits um 2000, wie auch das Verschwinden echter Einzelhändler (also Geschäfte ohne keine Filial-Ketten) in der City.

    In den USA gibt es Ladenlokale zum Anschauen, Berühren und Ausprobieren der Ware inkl. Beratung, bestellt wird online. Jede Firma kann sich einmieten und Fachverkäufer entsenden. Das spart die Lagerhaltung in der City und dürfte attraktiver sein, als die China-Produkte mit Lkw in die Innenstädte zu karren.

  • #13
    Einer von Jenen

    Ich habe mir meinen neuen Reisekoffer bei Karstadt gekauft, wurde beraten, konnte ihn live sehen etc… So würden mir bei Karstadt viele Produktgruppen einfallen, die ich lieber live kaufe. Persönliche Kontakte, raus kommen, stöbern etc… das Leben nur noch vor dem Bildschirm ist vielleicht was für den alten grauen Mann.

  • #14
    Berthold Grabe

    @12
    Das hat etwas mit der Konzentration im Einzelhandel zu tun, fehlende Konkurrenz, die nur systemfremd (Amazon) den Stillstand aufbrechen konnte.
    auch bei amazon wird dieser Trend irgendwann einsetzen, wenn die reinen Kostenrechner das System "optimieren".
    Das bedeutet, dass bei marktbeherrschender Stellung Nischen nicht mehr befriedigt werden, weil nur Masse zählt und höchste Renditen bringt. Dei Förderung von Konzentration ist der Tod von Vielfalt und Auswahl. die deutsche Handel und auch die Industrie optimiert sich zu Tode.
    Während in den USA die geringe Vorschriftendichte immer neue Konkurrenten ermöglicht oder die großen zwingt breit aufgestellt zu bleiben, verhindert das die hohe Vorschriftendichte in Deutschland, sie wirkt wettbewerbsfeindlich.
    Solange eine signifikante Mehrheit damit noch gut fährt wird sich nichts ändern.
    Allerdings ist das nur eine Frage der Zeit,die Uhr tickt bereits.
    Und in der Politik ist absolut niemand,der das für möglich hält. die glauben das Selbe wie die letzten 70 Jahre würde auch weitere 70 Jahre reichen.

  • #15
    Tojic

    Mal ganz ehrlich… Faulheit gewinnt in diesen neu Zeit.
    Ich wäre dafür Internet kauf für Privat Bereich neu zu besteuern 30-50%, das sich der Anreiz in die Innenstadt Stadt einkaufen zu gehen sich lohnt. Besondere in den klein bis mittlere Städte, das laden sterben ist da besonderes schlimm. Oder steuererlass MwSt… Weil sonst werde wir in diesen Städte keinerlei Zukunft haben. Optisch bis hin Ghetto mäßig Innenstadt aussenbeispiel Duisburg wird sich weiter verbreiten.

  • #16
    Kay

    Wenn ich diese ganze Gequirlte scheiße hier lese kommt es mir hoch.
    Das Netz hat die besseren Preise das Netz hat 24/7 geöffnet ich muss in kein Parkhaus fahren die Leute sollen sich einen neuen Job suchen
    Sage mal geht’s noch ?
    Erstens klar hat das Netz die besseren Preise schon mal darüber nachgedacht das man in einem Karstadt Beratung von diesen Mitarbeitern bekommt und sich dann kack frech hinstellt sein Handy rausholt und sagt aber ich habe es bei Amazon billiger gesehen ist denn dann dort oben in dem Hirn noch alles ganz sauber und frisch hallo sie haben vor einer Fachkraft gestanden die sie persönlich beraten hat diese Person kostet das Unternehmen pro Stunde den Betrag X nur damit sie sich hinstellen und dann sagen ach es lohnt sich nicht ins Kaufhaus zu gehen das Model ist eh tot ja es ist Tod weil sie mit ihrem Arsch nicht von ihrem Sofa hoch kommen und in die Städte fahren und sich aber gleichzeitig beschweren das die Innenstädte aussterben schon mal drüber nachgedacht anscheinend nicht oder die Verkäufer sollen sich einen neuen Job suchen bravo wo soll ich den arbeiten wenn es keinen Einzelhandel mehr gibt ah ups genau es gibt keine Jobs mehr und jetzt kommen sie mir nicht mit ja der online Handel bietet neue job wo den und als was soll ich mich ans Fließband stellen soll ihre Päckchen packen und zu kleben dafür habe ich meine Ausbildung gemacht na super es ist kein Wunder das unsere Welt kaputt geht wenn man so eine Einstellung an den Tag legt die Menschheit wird immer fauler am liebsten auf das Sofa setzen fressen TV gugge und Schoppen ganz toll super Einstellung bewegt euch geht an die Luft verhindert das der Handel stirbt stirbt der Handel stirbt die Innenstadt stirbt die Innenstadt stirbt auch v ihrgend wann die Gastronomie UPS er bringt nich was auf den Punkt aber nein essen gehen wir schon noch wie denn wenn sie nicht mehr in die Innenstadt fahren oder nur noch am WE da mit kann kein Gastronom überleben ach er soll sich einen neuen Job suchen na bravo wo den ? Ach und die ganzen Speditionen gehen auch alle kaputt weil wir brauchen ja keine mehr weil alle Kaufhäuser zu sind oh der Lastkraftwagenfahrer ist dann auch arbeits los hmm und was soll er machen ah momment er soll sich einen neuen Job suchen merkt ihr eigentlich was da alles hinten dran hängt und das wir uns mit solch einer Einstellung selbst ein Loch ins Knie schießen?

  • #17
    Bettina Felix

    Es muss eine andere Strategie her. Freundliches personal mit fachwissen. Aktuelle ware mit angebote. Im onlinegeschäft kann man sich die ware nicht vor ort anschauen. Isolation der Menschen. Qualität ist gefragt.

  • #18
    Heike Balser Balser

    Ich sehe die billigeren Preise beim Online Kauf mit anderen Augen.
    Diese vielen Zusteller u. Packer arbeiten unter enormen Druck und meist zum Mindestlohn wenn man es auf die Arbeitszeit umrechnet. Eine zusätzliche private Rentenversicherung für das Alter ist nicht möglich, dieses billige Einkaufen jetzt….. Wird später zur Retourkutsche….. Wenn diese Menschen im Alter….. Nur eine Rente im Hartz Niveau haben.!!!!!!!

    Ausserdem was bedeutet für mich als Mensch überhaupt einkaufen?
    Sich etwas neues aussuchen…… Ja ich genieße es Dinge zu sehen, anzufassen, fühlen gar sogar riechen… direkt vergleichen zu können.
    Auch die Möglichkeit zu haben von jemanden beraten zu werden……. auch bei Problemen mal einen direkten Ansprechpartner zu haben.
    Gibt es eine Internet Beratung? Von Mensch zu Mensch
    Die meisten Geschäfte waren in diesen "Corona" Zeiten für mehrere Wochen geschlossen, es blieb nur das Internet zum Einkaufen der meisten Dinge….
    Alles tot…. In den Innenstädten….vielleicht wird in nächster Zeit so kommen….. wenn das unsere Einkaufszukunft sein soll ist das sehr sehr traurig.

    Die meisten sitzen mal ganz objektiv gesehen, eh nur noch vor Handy, Tablet oder PC……. schaut euch doch mal um….
    ARMES DEUTSCHLAND

  • #19
    Thomas Brell

    Liebe Leute,
    Denkt doch mal an euer Land. Jeder möchte gern einen guten Lohn für faire Arbeit, das ist bei Amazon schon mal nicht gegeben.
    Natürlich achtet jeder auf sein Geld, aber Amazon hat durch schlechte Bezahlung und andere Ausgaben weniger Kosten. Und da wir ein Land sind, wo jeder an sein Geld denkt, sollte man auch mal an vielen Angestellten denken, die mit so wenig Händen und schlechter Bezahlung noch immer einen guten Job machen. Wenn der Einzelhandel und die Warenhäuser aussterben, brauchen wir keine Innenstädte mehr, wo Veranstaltungen wie zum Beispiel Weihnachtsmärkte statt finden, die kann man online nicht ersetzen.

  • #20
  • #21
    Wolfram Obermanns

    Sich auf Amazon einzuschließen ist nutzlos. Der Onlinehandel wird sich wieder diversifizieren. Meiner Beobachtung nach hat das bereits begonnen. Ware die bei Amazon zum Preis x zu erhalten ist, bekommt man immer häufiger andernorts günstiger, z.B. direkt beim Hersteller.

    Innenstädte als Marktplätze sterben. Der Zugang wird durch steigende Mieten und schlechtere und teurere Erreichbarkeit zunehmend exklusiver gestaltet. Übrig bleiben werden Wohlstandsghettos mit repräsentativer Infrastruktur – wenn es denn so weiter geht wie bisher. Gegenwind zu dieser Entwicklung kann ich bislang noch nicht ausmachen. Die Zukunft im Präsenzhandel wird Präsentationsflächen in der Peripherie gehören, direkt neben dem technischen Rathaus mit Bürgerbüro.
    Zu Ende gedacht läuft dies auf eine saubere dreiteilige soziale Gliederung hinaus. Im Zentrum eine exklusive Elite, am vor allem nordwestlichen Rande Cluster der Armen ohne Infrastruktur, die mit Lieferwagen versorgt werden und im Südwesten der Ballungsräume Siedlungen für die Gesellschaft, die im Individualverkehr unterwegs ist. In Berlin, HH und München kann man das schon ganz gut sehen, im Ruhrgebiet ist das Bild verworrener, aber eine Tendenz dahin ebenfalls erkennbar. Spannend ist die Frage, wann dies als Problem erkannt wird und welche politischen Konsequenzen es dann nach sich ziehen wird. Ein BVG-Ticket für alle taugt jedenfalls nicht als Gegenmittel.

  • #22
    Oliver

    @ #15 Tojic
    Das mit der Besteuerung hat einen Nachteil: vieles von meinem Bedarf, ob einmalige Investition oder regelmäßige Verbrauchsmaterialien, gibt es nicht mehr in Einzelhandelsgeschäften zu kaufen. Ihr Vorschlag, den ich auch schon mal woanders hörte, bedeutet, dass es nur noch einen kleinen Teil sozialistischer Massenware gibt (braucht jeder, kaufbar in der Stadt) und den scheinbar exotischen Rest halt für teuer Geld online.

    @ #21 Wolfram Obermanns
    Im großen und ganzen stimme ich Ihnen zu. In unserer 500.000-Einwohner-Stadt hatte ein neu eröffnetes, akzeptables Einkaufszentrum in einem Stadtteil, nicht in der City, sechs echte Einzelhändler, unter anderem den Laden einer Werkstatt für behinderte Menschen. In diesem EKZ gab es neben Mediamarkt und Aldi durchaus exklusive (also seltene, keine teuren) Angebote, die sonst nicht zu finden waren.

    Jetzt, nach etwas über fünf Jahren und Mieterhöhungen, sind die kleinen Einzelhändler alle raus und drei der sechs Flächen stehen leer. Der Rest sind Filialisten, die übliche Kopie aller anderen EKZ in Deutschland.

    Und ja, wenn ich mich beraten lasse, kaufe ich auch in dem Geschäft. Und es gibt weiterhin FachverkäuferInnen, die sich auskennen mit ihrem Thema, dem Sortiment und auch in ihrem Geschäft. Das begeistert mich. Aber ehrlich gesagt, die andere Hälfte hat wenig Ahnung von der Materie, außer dem beliebten Standardsatz "hab ich auch zuhause, ist prima, kaufen sie das. Ist aber nicht vorrätig, schauen sie einfach mal wieder rein, denn anrufen kann ich sie nicht". Wenn man in einem Kaufhaus überhaupt noch Personal vorfindet. Früher war es tabu, mit unbezahlter Ware die Etage zu wechseln – jetzt gibt es hier in fünfstöckigen Kaufhäusern überhaupt nur noch zwei Etagen mit Kassen.

    Was viele vergessen: die Kaufhäuser verdrängten vor 100 Jahren die Kaufleute, bei denen man auf Pump kaufen konnte. Man musste sofort zahlen, kein Anschreiben mehr wie beim Kaufmann! Dafür war der Artikelpreis für alle Menschen gleich, während der "kleine Kaufmann" gerne den Warenpreis anhand der geschätzten Kaufkraft seines Kunden festlegte ("Für Sie 5 Mark" – für Frau Meier nur 4). Kaufhäuser dienten also der Demokratisierung und waren gleichzeitig Zerstörer des bestehenden Handelssystems.

    Inzwischen ist die Zeit der Innenstädte und Kaufhäuser halt wieder eine andere geworden…

  • #23
    Karl Tuwat

    @Tojic
    Die Angehörigen einer Bevölkerungsminderheit, die schon allein bei Erwähnung des wichtigtuerischen Wortes „Urbanität“ Lustschreie ausstoßen, die wollen uns Anderen in der Innenstadt und "umzu", wie man in Bremen so sagt, überhaupt nicht haben. Wir stören nur, weil wir z.B. mit dem Auto kommen wollen und dort parken möchten, wo die gerne in ihren öffentlich geförderten „Lofts“ mit Dachgarten wohnen möchten..
    Neben dem demnächst nur noch einen Warenhaus gibt es bei uns mit wenigen Ausnahmen nur die sattsam bekannten Kettenfilialen, die viele der Älteren bis zu ihrem Tode nicht ein einziges Mal betreten haben werden..
    Die Einkaufszentren in den Vorstädten und auf der grünen Wiese sind für einen großen Teil der Stadtbewohner oft näher dran als die Innenstadt, und die Traditionsfachgeschäfte wie P+C, C+A und andere sind dort genauso vertreten wie die erwähnten Kettenfilialen. Was stört es mich, wenn die Urbanitätsfetischisten letzten Endes mit ihrem Tretroller zum Einkaufen in die Vorstädte kommen müssen, um einzukaufen.

  • #24
    Karl Tuwat

    @Wolfram Obermanns 12. Juni 15:47
    ……..m Zentrum eine exklusive Elite………
    Der Dinkelbrötchen kauende Dünkel mit starkem Hang zur Bevormundung der Anderen. Heutzutage also GRÜN.
    Schauen Sie hier:
    https://www.ruhrbarone.de/die-neuen-eliten-der-dinkelbroetchen-kauende-duenkel/178426?fbclid=IwAR2YllRUzjSq12fXoroFu33h-fZelm8PJuCE83zCQj2dPhCd1OBHjK68exg

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