
Viele Fußballfreunde setzen sich schon seit Jahren für den Erhalt der Fankultur in diesem Lande ein. Eine weitere Zerstückelung der Spieltage und die um sich greifende Kommerzialisierung sind ihnen dementsprechend zuwider. Dem gegenüber liegt es natürlich im ureigensten Interesse der derzeitigen TV-Rechte-Inhaber das Produkt Bundesliga immer weiter auszubauen, aus den teuren Investitionen ein Maximum an Umsatz zu machen.
Vor ein paar Jahren installierte der Abo-Sender ‚Sky‘ auf seinem aktuellen ‚Free-TV‘-Ableger ‚Sky Sport News HD‘ in diesem Zusammenhang den sogenannten ‚Deadline Day‘, machte aus dem früher von den Fans eher beiläufig wahrgenommenen letzten Tag der laufenden Transferperiode ein mediales Highlight. Und obwohl dort häufig dann gar nicht so viel konkret passierte, so spät kaum noch wirklich berichtenswerte Transfers über die Bühne gingen, war dies auch in diesem Sommer in der Vorwoche wieder der Fall.
Doch damit inzwischen offenbar auch schon nicht mehr genug mediales Spektakel:




Die zurückliegende Saison der ersten Fußballbundesliga verdient es erinnert zu werden – und dies wegen genau einer Mannschaft: Fortuna Düsseldorf! Ausgerechnet aus der gerne als reich und schnöselig verschrienen Landeshaupstadt kam eine Mannschaft, die ökonomische Armut mit fußballerischer Schönheit im allerdoppeltsten Sinne des Wortes: konterte – und so dem Fußball für ein paar Monate seine Seele zurückgab. Ausgerechnet, muss man sagen. Ausgerechnet die Fortuna, die ihre eigene Seele einst in einem unfassbar schlechten Deal verschachert hatte. Und das an einen maximal viertklassigen Teufel!


