Das ZDF begreift die Kritik an Claudia Neumann einfach nicht

Claudia Neumann. Archiv-Foto: Copyright: ZDF/Peter Kneffel

Seit Jahren wiederholt sich bei großen Fußballturnieren dasselbe Muster: Sobald ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann am Mikrofon sitzt, entbrennt eine Debatte über ihre Arbeit. Ein Teil der Kritik ist zweifellos unsachlich und mitunter offen sexistisch. Doch genau an diesem Punkt beginnt das eigentliche Problem. Denn das ZDF scheint bis heute nicht zwischen plumper Frauenfeindlichkeit und fachlich begründeter Kritik unterscheiden zu wollen. Stattdessen wird ein großer Teil der Diskussion regelmäßig auf die Geschlechterfrage reduziert. Damit macht es sich der Sender deutlich zu einfach.

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WM 2026: Wenn selbst Uli Hoeneß mal recht hat

Fußball verkauft sich derzeit gut. Foto: Robin Patzwaldt

Es gibt nur wenige Persönlichkeiten im deutschen Fußball, die derart polarisieren wie Uli Hoeneß. Für die einen ist er der Architekt des modernen FC Bayern München, für die anderen das Sinnbild von Arroganz, Doppelmoral und einer Selbstgefälligkeit, die den Rekordmeister seit Jahrzehnten begleitet.

Wer nicht mit den Bayern sympathisiert, findet in den Aussagen des Ehrenpräsidenten meist genügend Angriffsfläche. Doch manchmal gibt es diese seltenen Momente, in denen selbst eingefleischte Bayern-Kritiker anerkennen müssen: Diesmal hat Uli Hoeneß schlicht recht.

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Die aufgeblähte WM 2026 liefert genau die Langeweile, vor der viele gewarnt haben

Vom WM-Pokal dürfen bei der WM 2026 längst nicht alle 48 Teilnehmer träumen. Foto: Robin Patzwaldt

Schon als die FIFA die Aufstockung der Fußball-Weltmeisterschaft von 32 auf 48 Teilnehmer beschloss, war die Kritik groß. Viele Experten, Fans und Beobachter warnten damals davor, dass die Qualität des Turniers leiden würde. Die FIFA ignorierte diese Bedenken weitgehend und verkaufte die Reform als Chance für mehr Nationen, mehr Vielfalt und mehr globale Aufmerksamkeit. Nach den ersten Tagen der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zeigt sich jedoch immer deutlicher: Die Kritiker hatten recht.

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WM 2026: „Elf Freunde müsst ihr sein“ ist lange her

Fußball verkauft sich gut. Foto: Robin Patzwaldt

Die Diskussionen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 drehen sich häufig um Gigantismus, Kommerzialisierung und die immer weiter ausufernde Vermarktung des Sports. Viele Fans beklagen, dass der Fußball längst seine Seele verkauft habe und heute vor allem ein milliardenschweres Geschäft sei.

Kritik an der FIFA fällt leicht, schließlich liefert der Weltverband regelmäßig neue Argumente für seine Kritiker. Doch wer ehrlich auf die Entwicklungen blickt, muss feststellen, dass die Kommerzialisierung nicht allein von Funktionären und Verbänden vorangetrieben wird. Auch die Spieler selbst profitieren davon – und tragen ihren Teil dazu bei.

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TSV 1860 München: Ein Traditionsverein als Mahnmal des modernen Profifußballs

1860 München im Jahre 2017 in der Regionalliga. Quelle: Wikipedia, Foto: Chaddy, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Wer geglaubt hatte, dass zwischen dem Ende der Bundesligasaison 2025/26 und der bevorstehenden Weltmeisterschaft eine ruhige Phase im Fußballgeschäft eintreten würde, wurde in den vergangenen Tagen eines Besseren belehrt. Kaum ein Thema hat die Schlagzeilen so stark geprägt wie die dramatischen Entwicklungen beim TSV 1860 München. Der ehemalige deutsche Meister und einstige Champions-League-Teilnehmer steht erneut vor einem sportlichen und wirtschaftlichen Scherbenhaufen. Statt von einer Rückkehr in höhere Spielklassen zu träumen, müssen sich die Löwen nun mit der Realität eines Absturzes in die Regionalliga auseinandersetzen.

Der Fall des Traditionsvereins ist dabei weit mehr als eine lokale Geschichte aus München-Giesing. Er steht beispielhaft für die Probleme vieler Traditionsklubs, die zwischen wirtschaftlichen Zwängen, Machtkämpfen und unrealistischen Erwartungen zerrieben werden. Während moderne Werks- und Investorenvereine regelmäßig für Diskussionen sorgen, zeigt 1860 München vor allem eines: Tradition allein reicht längst nicht mehr aus, um dauerhaft erfolgreich zu sein.

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„Wenn sich doch auch um alle Menschen in diesem Lande so intensiv gekümmert würde!“

Ein Buckelwal. Quelle: Wikipedia, Foto: Charles J. Sharp, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Es ist schon bemerkenswert, wie ein einzelner Buckelwal seit Wochen die Republik emotional fester im Griff hat als so manche Regierungskrise. Da schwimmt ein gigantisches Meeressäugetier namens „Timmy“ – oder „Hope“, je nach persönlicher PR-Vorliebe – durch die Ostsee, verirrt sich, strandet mehrfach, und plötzlich wirkt Deutschland wie im nationalen Ausnahmezustand.

Minister, Aktivisten, Kamerateams, Livestreams, Newsticker – man könnte fast glauben, wir hätten kollektiv beschlossen, unseren komplizierten Alltag für einige Zeit auszusetzen um stattdessen Walflüsterer zu werden.

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Kevin Großkreutz, der Unverbesserliche – und warum das diesmal okay ist

Kevin Großkreutz (links) noch in Diensten des BVB in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Ach, Kevin Großkreutz. Kaum ein ehemaliger Profi schafft es so zuverlässig, sich selbst in die Schlagzeilen zu bugsieren wie der Dortmunder Weltmeister ohne Einsatzminute von 2014. Zwischen Dönerwurf-Anekdoten und nostalgischen BVB-Bekenntnissen war eigentlich alles dabei. Und doch: Diesmal liegt er erstaunlich richtig. Ja, wirklich. Es tut fast weh, das zu schreiben – aber wenn Großkreutz dem VfL Wolfsburg den Abstieg wünscht, dann trifft er einen Nerv, den viele Fußballfans schon lange spüren.

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Harmoniesüchtig statt hungrig – warum Sammer dem BVB die Wahrheit ins Gesicht sagt

Ist BVB-Sportgeschäftsführer Lars Ricken zu harmoniebedürftig? Foto: Robin Patzwaldt

Matthias Sammer hat mit seiner von vielen Medien aufgenommenen Kritik an der Vereinsführung des BVB recht – und genau deshalb trifft seine Kritik einen empfindlichen Nerv, sorgt aktuell für leidenschaftliche Diskussionen im Umfeld des Klubs.

In einem Verein, der sich gern als selbstkritisch und ambitioniert begreift, wird unangenehme Wahrheit zunehmend als Störgeräusch wahrgenommen. Sammer benennt dieses Problem offen – und entlarvt damit eine Führungskultur, die sich zu oft im eigenen Wohlklang verliert.

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BVB-Boss Watzke weiß alles besser – außer, wenn’s wichtig wird

Hans-Joachim ‚Aki‘ Watzke. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Hans-Joachim Watzke präsentiert sich in seinem jüngsten Interview bei einem BVB-Fanmagazin, über das in gestraffter Form auch die Kollegen der WAZ berichteten, als erfahrener Krisenmanager, der nach zwei turbulenten Jahrzehnten beim BVB noch einmal „Ordnung schaffen“ will.

Doch gerade diese Selbstinszenierung offenbart die Grundprobleme seines Führungsstils: ein Festhalten an alten Machtstrukturen, ein Hang zur Personalisierung von Konflikten und ein Verständnis von Verantwortung, das allzu oft hinter politischen Formulierungen verschwimmt.

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Zehn Jahre Deutsches Fußballmuseum in Dortmund – ein trauriger Geburtstag

Großer Bahnhof bei der Eröffnung des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund 2015. Foto: Robin Patzwaldt

Am 25. Oktober 2025 feiert das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund seinen zehnten Geburtstag. Zehn Jahre, in denen der DFB mit großem Anspruch ein „Ort der Erinnerung und Emotionen“ schaffen wollte. Zehn Jahre, in denen aber auch deutlich wurde, dass die Erwartungen vieler Besucher und Beobachter nicht erfüllt wurden.

Im Rückblick wirkt das Museum wie ein Symbol für die Selbstinszenierung des deutschen Fußballs – glänzend verpackt, aber inhaltlich erstaunlich dünn.

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