Schade! Ringen soll ab 2020 keine Olympische Disziplin mehr sein.

Ringen hat Tradition. Foto: www.usmc.mil Lizenz: Gemeinfrei
Ringen hat Tradition. Foto: www.usmc.mil Lizenz: Gemeinfrei

OK, zugegeben, die Nachricht das Ringen ab dem Jahre 2020 keine Olympische Disziplin mehr sein soll, wie die Exekutiv-Kommission des IOC gestern in Lausanne beschloss, wäre mir, wie wohl vielen Sportfans auch, fast durchgerutscht. Wer interessiert sich schon für Ringen? Höchstens ein paar aktive Ringer und deren Freunde und Verwandte. So könnte man argumentieren. Der Fall liegt jedoch etwas anders, wie ich finde.

Ringen ist seit 1896 eine olympische Traditionsdisziplin. Und 2016 soll es in Rio nun letztmalig um Edelmetall auf der großen Weltbühne des Sports gehen, während andere Sportarten wie ‚Moderner Fünfkampf‘, den wohl auch nur Insider über die Jahre intensiv verfolgen, im Programm bleiben? Von den vielen ‚neumodischen‘ Sportarten wie Beachvolleyball, oder Surfen mal ganz zu schweigen.

Die Notwendigkeit für diesen Schritt vermag ich einfach nicht zu erkennen.

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Sportberichterstattung: Harry Valérien ist tot!

Am gestrigen Freitag starb im Alter von 88 Jahren die Sportreporterlegende Harry Valérien an Herzversagen!

Valérien moderierte über Jahre hinweg u.a. auch das ‚Aktuelle Sportstudio‘ des ZDF.

Mag sein Stil der Moderation und des Kommentierens aus heutiger Sicht auch schon etwas altmodisch erscheinen, das süddeutsche Reporter-Urgestein prägte für viele Sportfans in Deutschland mit seinem markanten Stil über etliche Jahre die Berichterstattung vom Fußball bis zum Skisport.

Kein Ruhmgebiet

 Ausschnitt:hall-of-fame-sport.de

Die deutsche Sporthilfe und das Deutsche Historische Museum haben heute ihre Hall of Fame des deutschen Sports vorgestellt. Eine 25-köpfige Jury um Bundesinnenminister Wolfgang „Stoppt“ Schäuble einigte sich auf 40 ganz besonders verdiente Persönlichkeiten in Leibesübungen. Natürlich gibt es bereits Geraune um die Auswahl, nicht nur das Gold-Rosi Mittermeier sich selbst auswählen konnte.

 

Auch die kümmerliche Zahl ehemaliger DDR-Atheleten – nur Roland Matthes schaffte den Sprung in die Top Forty – und das Fehlen von deutsch-jüdischen Athleten stößt Kritikern bitter auf.

Ich finde die regionale Aufteilung etwas seltsam, aus Köln kommen gleich vier Geehrte, aus NRW sind es insgesamt tüchtige 12, aus dem Ruhrgebiet sind nur zwei dabei, aber nicht etwa Helmut Rahn, Willi Wülbeck oder Annegret Richter, sondern der FDP-Politiker, Vater der Stauschau und Sportbund-Präsident Willi Weyer aus Hagen, sowie Gustav Kilian, der eiserne Bahnradtrainer – er starb in Dortmund und war Deutschland tatsächlich ein rechter, dunkelbrauner Botschafter des Sports. Siegte in den 1930ern mit Hakenkreuz in den USA. Rümpf, rümpf.

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