Beim FC Schalke 04 deutet sich ein Drama an!

Die Fans in Gelsenkirchen. Archiv-Foto: Michael Kamps

Gut ein halbes Jahr nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga tut sich der FC Schalke 04 im Unterhaus schwer. Schwerer zumindest, als es viele zu Saisonbeginn gedacht hätten. Zwar liegt der Klub aus Gelsenkirchen in der aktuellen Tabelle nach 19 absolvierten Spielen in der Saison 2021/22 mit nur zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz durchaus noch in einem Bereich, der den angestrebten Aufstieg am Ende der Spielzeit ermöglichen könnte, doch ist Platz sechs mit Sicherheit nicht das, was sich die Anhänger des Vereins erhofft bzw. erwartet hatten.

Nicht umsonst sorgte kürzlich der Sender ‚Sport1‘ mit einer Falschmeldung in Bezug auf die Entlassung von Trainer Dimitrios Grammozis für viel Aufsehen. Wäre die Nachricht völlig undenkbar gewesen, sie wäre wohl nicht dermaßen in die Schlagzeilen geraten, sondern sofort als völliger Unfug enttarnt worden. Die heftigen Reaktionen auf die ‚Ente‘ zeigten, dass es große Unzufriedenheit auf Schalke gibt. Sogar so viel, dass eine Entbindung des Coaches von seinen Aufgaben für viele zumindest denkbar erschien.

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Kapital schlägt häufig genug eben doch Tradition – 1899 Hoffenheim bleibt in Liga 1

Hoffenheim Trikot 2Es hatte sich nach dem Hinspiel im Kraichgau in der Vorwoche ja bereits angedeutet: Der von vielen ungeliebte Erstligist 1899 Hoffenheim hat die Relegationsspiele gegen den Dritten der zweiten Liga, den 1. FC Kaiserslautern, sportlich erfolgreich überstanden und darf folglich ein weiteres Jahr beim Konzert der ganz Großen mitspielen.

Nach dem 3:1-Heimsieg am Donnerstag der Vorwoche ließen die von vielen ungeliebten Emporkömmlinge aus dem Jahre 2008 am gestrigen Montag auch noch einen 2:1-Auswärtssieg in der Pfalz folgen.

Was von den beiden Spielen für den neutralen Betrachter aus der Ferne davon hängen bleiben wird, das ist jedoch vor allem der Unterschied der Stimmung, der Unterstützung, der Begeisterung in den beiden Fanlagern.

Es war sehr beeindruckend was die in den letzten Jahren leidgeprüften Fans der ‚Lauterer‘ dabei ablieferten. Schon in Hoffenheim waren sie die deutlich lautstärkere, aktivere Fangruppe.

Gestern, beim Heimspiel, dann die ‚Krönung‘: Trotz sportlichen Scheiterns dominierten sie selbst nach dem Schlusspfiff das optische und akustische Geschehen auf den Rängen. Etliche Minuten nach dem Spiel präsentierte sich dem Betrachter die Tribüne noch immer als stolz feiernde, rot-weiße Wand. Toll!

Tränen flossen, Lieder wurden angestimmt. So macht es Spaß Sport als Zuschauer mit zu erleben. Und auch die Aktiven auf dem Rasen

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Der Zoo in Dortmund: Gefangen zwischen Tradition und Moderne

 

Im Dortmunder Zoo. Foto: Robin Patzwaldt
Im Dortmunder Zoo. Foto: Robin Patzwaldt

Der Dortmunder Zoo, welcher früher, noch etwas bescheidener, schlicht ‚Tierpark‘ hieß, ist für mich schon Zeit meines Lebens ein Ort wo ich mich gerne aufhalte.

Für mich repräsentiert er bereits seit vielen Jahren ein liebgewonnenes Stück meiner Heimat. Komme ich durch das Eingangstor in die Anlage, dann fühle ich mich fast wie bei einem Besuch bei Verwandten oder guten Freunden. Und ein Besuch dort ist inzwischen für mich auch ebenso mit sehr vielen schönen Erinnerungen an frühere Zeiten verbunden.

Bereits Anfang der 1970er-Jahre, damals wohnten wir mit der Familie noch in Dortmund, haben mich meine Eltern mehrmals im Jahr dorthin gebracht. Es entstand im Laufe der Jahre langsam eine feste Tradition, die bis in die Gegenwart anhält.

Auch heute, mit Anfang 40, kehre ich immer noch gerne und regelmäßig dorthin ‚zurück‘. Mindestens zwei Mal im Jahr, einmal im Frühjahr, einmal im Herbst, das muss irgendwie so sein. Und dabei spielte es über die Jahre auch gar keine Rolle ob ich gerade in Frankfurt oder Münster gearbeitet habe.

Inzwischen

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Schade! Ringen soll ab 2020 keine Olympische Disziplin mehr sein.

Ringen hat Tradition. Foto: www.usmc.mil Lizenz: Gemeinfrei
Ringen hat Tradition. Foto: www.usmc.mil Lizenz: Gemeinfrei

OK, zugegeben, die Nachricht das Ringen ab dem Jahre 2020 keine Olympische Disziplin mehr sein soll, wie die Exekutiv-Kommission des IOC gestern in Lausanne beschloss, wäre mir, wie wohl vielen Sportfans auch, fast durchgerutscht. Wer interessiert sich schon für Ringen? Höchstens ein paar aktive Ringer und deren Freunde und Verwandte. So könnte man argumentieren. Der Fall liegt jedoch etwas anders, wie ich finde.

Ringen ist seit 1896 eine olympische Traditionsdisziplin. Und 2016 soll es in Rio nun letztmalig um Edelmetall auf der großen Weltbühne des Sports gehen, während andere Sportarten wie ‚Moderner Fünfkampf‘, den wohl auch nur Insider über die Jahre intensiv verfolgen, im Programm bleiben? Von den vielen ‚neumodischen‘ Sportarten wie Beachvolleyball, oder Surfen mal ganz zu schweigen.

Die Notwendigkeit für diesen Schritt vermag ich einfach nicht zu erkennen.

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