Werden Ilkay Gündogan und Marco Reus dem BVB rasch wieder zu mehr Ruhe verhelfen, oder siegt ihr Egoismus?

Ilkay Gündogan. Foto: BVB
Ilkay Gündogan. Foto: BVB

Kaum kehrt der BVB aus der kurzen Winterpause wieder in den Trainingsalltag zurück, sind auch die besorgniserregenden Negativschlagzeilen wieder am Start. Ilkay Gündogan, erst seit wenigen Wochen wieder auf dem Platz mit dabei, sorgt diesmal für diverse Spekulationen über einen möglichen Vereinswechsel.
Der Nationalspieler war bekanntlich über ein Jahr lang mit Rückenproblemen gar nicht mit dabei, wenn es für die Dortmunder um Bundesligapunkte ging. Ein mehrmonatiger Vertragspoker (der Vertrag von Gündogan wäre eigentlich im Sommer 2015 ausgelaufen) endete erst im vergangenen April mit einer eher symbolischen Verlängerung um ein weiteres Jahr bis zum Sommer 2016.
Die im Umfeld zunächst vielfach bejubelte Unterschrift unter das neue Arbeitspapier war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits erkennbar eher eine nette Geste des Vereins als eine tatsächliche Lösung. Denn diese nahm Gündogan die Unsicherheit über seine sportliche Zukunft, zumindest was das Arbeitspapier betraf. Der 24-jährige konnte sich so zunächst ganz auf seine körperliche Gesundung konzentrieren.
Bei näherer Betrachtung war jedoch klar, dass die Aufgabe einer längerfristigen Vertragsverlängerung so nicht gelöst war.

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Skurriler Auftritt bei Sky90: Ist Jens Keller schlicht zu brav für den Job?

S04-Trainer Jens Keller. Quelle: Wikipedia; Foto: DerHans04; Lizenz: CC
S04-Trainer Jens Keller. Quelle: Wikipedia; Foto: DerHans04; Lizenz: CC BY-SA 3.0

Fernseh-Diskussionsrunden in Sachen Sport schmücken sich ja gerne mit prominenten Gästen aus dem Tagesgeschäft. So eben auch die Fußballdebatte ‚Sky90‘ im Pay-TV. Gestern war dort Schalke-Coach Jens Keller zu Gast. Er diskutierte u.a. mit Reporterlegende Werner Hansch und Ex-Bayern-Spieler Owen Hargreaves bei Moderator Patrick Wasserziehr über die Lage beim FC Schalke 04.

Und es sollte ein wahrlich ungewöhnlicher Auftritt von Keller werden. Als Zuschauer konnte man fast den Eindruck gewinnen Keller befände sich in einem im TV übertragenen 90-minütigem Vorstellungsgespräch.

Normalerweise agieren die Promi-Gäste in dieser Talkrunde als mindestens gleichberechtigte Gesprächspartner, erzählen dort gerne mal aus dem Innenleben ihrer Clubs, stellen ihre Sicht der Dinge dar usw.. Manchmal werden sie dabei von den Fragestellern regelrecht hofiert. Bei Keller war das gestern ganz anders. Ihm wurde kräftig auf den Zahn gefühlt. Nicht immer auf die nette Art.

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BVB: Warum beendet Marco Reus die Spekulationen um seine Person nicht?

Marco Reus. Foto: BVB
Marco Reus. Foto: BVB

Marco Reus und kein Ende! Nachdem der Ärger zwischen dem BVB und dem FC Bayern München in der Vorwoche zum Thema ‚Marco Reus‘ schon so richtig hochkochte, legt Franz Beckenbauer in dieser Angelegenheit nun noch einmal kräftig nach.

„Wenn Reus 2015 nicht zu Bayern wechselt, wird er vermutlich zu einem anderen internationalen Top-Klub wie Real oder Manchester gehen. Dortmund wird ihn kaum halten können“, zitiert die ‚Bild‘ den Ehrenpräsidenten des Rekordmeisters.

Einen Wechsel zu ‚seinem‘ Verein würde Beckenbauer zudem ausdrücklich begrüßen: „Ich kann mir ihn gut in München vorstellen. Wenn man einen Spieler von dieser Klasse bekommen kann, muss man es auch probieren.“

Wie zu erwarten war, bekommt der BVB das Thema so schnell offenbar nicht mehr von der Tagesordnung.

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Christoph Kramer und die offenbar sinkende Bedeutung von Verträgen im Profifußball

Das Stadion von Borussia Mönchengladbach. Quelle: Wikipedia, Foto: Marcel Meier, Lizenz: CC BY-SA 2.0
Das Stadion von Borussia Mönchengladbach. Quelle: Wikipedia, Foto: Marcel Meier, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Jüngste Äußerungen des 23-jährigen Fußball-Nationalspielers Christoph Kramer lassen einen mal wieder über Sinn bzw. Unsinn der aktuell üblichen Verhaltensweisen von Profikickern und Vereinen in diesem Lande in Sachen Vertragstreue und -wirksamkeit nachdenken.

Kramer, aktuell von Bayer 04 Leverkusen an den Konkurrenten Borussia Mönchengladbach ‚ausgeliehen‘, möchte nämlich seinen bei den Werkskickern unterschriebenen Vertrag, der aktuell noch bis 2017 läuft, dort wohl nicht (mehr) erfüllen. Dies legen zumindest jüngste Äußerungen des Spielers nahe.

Der gebürtige Solinger widerspricht in einem aktuellen Interview mit dem ‚Spiegel‘ Darstellungen, wonach er 2015 auf jeden Fall vereinbarungsgemäß wieder für Leverkusen spielen werde: „Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht. Da kann ein Vertrag aussehen, wie er will.“

Und er legt nach: „Ganz generell“ fühle er sich im Fußballgeschäft „manchmal wie in einem modernen Menschenhandel. Doch am Ende entscheide immer noch ich“.

Das sitzt! Und die selten klaren Aussagen des Überraschungsweltmeisters fachen aktuell die Diskussionen in der Fußballlandschaft wieder neu an. Was ist von den in der Regel hochdatierten Verträgen im Fußball aktuell überhaupt noch zu halten?

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BVB: Hans-Joachim Watzke verlängert seinen Vertrag bis 2019

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim 'Aki' Watzke. Foto: Robin Patzwaldt
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim ‚Aki‘ Watzke. Foto: Robin Patzwaldt

Die Verantwortlichen beim BVB haben sich mit Hans-Joachim Watzke, auf eine vorzeitige Verlängerung seines am 31. Dezember 2016 auslaufenden Vertrages bis zum 31. Dezember 2019 geeinigt. Damit wird der Sauerländer auch weiterhin als Vorsitzender der Geschäftsführung fungieren und wie bisher schwerpunktmäßig für die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie für die Bereiche Sport, Kommunikation und Sponsoring verantwortlich zeichnen.

Dies gab die Borussia soeben offiziell bekannt. „Hans-Joachim Watzke hat in den vergangenen Jahren herausragende Arbeit geleistet. Er war ein Baumeister der jüngeren Vergangenheit des BVB, ist ein Baumeister der Gegenwart und wird nun nachhaltig die Weiterentwicklung dieses großartigen Klubs betreiben. Borussia Dortmund ist hoch erfreut darüber, in Hans-Joachim Watzke bis mindestens 2019 einen nicht nur fachlich, sondern auch menschlich überragenden Mann an der Spitze der Geschäftsführung zu wissen“, betonte Borussia Dortmunds Präsident Dr. Reinhard Rauball.

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Die Bayern sorgen weiter für mächtig Ärger beim BVB

Marco Reus. Foto: BVB
Marco Reus. Foto: BVB

Es sieht aktuell nicht so aus, als sollte der BVB alsbald wieder Ruhe in die Vertragssituation um Marco Reus bekommen.

Nachdem die Dortmunder seit Wochen versuchen den bis 2017 laufenden Vertrag mit dem Mittelfeldstrategen, der aktuell an den Nachwirkungen einer Verletzung laboriert, vorzeitig zu verlängern, ihm eine angeblich darin enthaltene Ausstiegsklausel für den Sommer 2015 abzukaufen, gießt Karl-Heinz Rummenigge seitens des FC Bayern aktuell wieder ordentlich Öl ins Feuer, indem er gegenüber der ‚Sportbild‘ das Interesse wieder auf einen möglichen Transfer des Nationalspielers lenkt: „Es ist bekannt, dass der Spieler bei Borussia Dortmund ist und eine Ausstiegsklausel hat, die, so Gerüchte, bei 25 Millionen Euro liegt.“ Bisher war allgemein eine Klausel in Höhe von 35 Mio. Euro angenommen worden. Und Rummenigge ergänzt: „Ich kann doch heute keine Voraussagen für nächstes Jahr treffen. Ich weiß nicht, welche Spieler wir für die übernächste Saison brauchen.“

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Mehr Geld scheint Bedenken in Freiburg zu verwischen – Matthias Ginter kommt nun doch zum BVB

Matthias Ginter bekommt in Dortmund die Rückennummer 28. Foto: BVB
Matthias Ginter bekommt in Dortmund die Rückennummer 28. Foto: BVB

Weltmeister Matthias Ginter wechselt für geschätzte 10 Mio. Euro Ablöse vom SC Freiburg zur Borussia nach Dortmund. Das gaben die Clubs gestern offiziell bekannt.

Ginter? Da war doch was? Richtig! Noch vor einem Monat ließ der Präsident des SC den Wechsel mit einer scheinbar noblen Begründung platzen: „Matthias wird auch in der nächsten Saison beim SC Freiburg spielen, das haben wir ihm auch so mitgeteilt“, sagte damals SC-Präsident Fritz Keller.

Und weiter: „Es geht um die Verantwortung gegenüber einem 20-jährigen Spieler. Es ist für alle Beteiligten das Beste, wenn er noch ein Jahr bei uns bleibt“, sagte der Clubchef. Zudem ergänzte er damals, dass Ginter im Gegensatz zu Freiburg in Dortmund viel weniger Spielpraxis bekäme.

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Kaderplanung beim BVB: Ist ein Oliver Kirch eher ‚Altlast‘ oder doch ein ‚Hoffnungsträger‘?

DSC06787Manche Entwicklungen im Fußball sind einfach unerwartet. Da spielt der Mittelfeldspieler Oliver Kirch seit Sommer 2012 für Borussia Dortmund und wird seither von vielen Fans stets als einer der ersten ‚Streichkandidaten` im Borussen-Kader genannt. Auch hier bei den Ruhrbaronen fiel sein Name bereits häufiger zuerst, wenn es in Diskussionen darum ging welcher aktuelle Spieler im Kader der Borussia wohl am ehesten verzichtbar wäre.

Dies hat sich in den letzten Tagen, in Bezug auf Kirch, bei vielen Beobachtern grundlegend geändert. Der 31-jährige, der zuletzt durch solide bis starke Leistungen auf dem Platz zu gefallen wusste, hat auch lt. Trainer Jürgen Klopp eine enorme Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten durchlaufen, wie jüngst zu lesen war. Und so kommt es, dass Kirch, dessen 2-Jahres-Vertrag in Dortmund im Sommer ausläuft, plötzlich und unerwartet ein ernsthafter Kandidat für eine Vertragsverlängerung beim Pokalfinalisten geworden zu sein scheint. Auch Mannschaftskameraden, wie zuletzt Nuri Sahin, machen sich inzwischen für eine Weiterbeschäftigung des gebürtigen Soesters in der Öffentlichkeit stark. Ob eine solche Weiterbeschäftigung mit Blick auf die kommende Spielzeit allerdings wirklich Sinn macht, darüber kann man durchaus geteilter Meinung sein.

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BVB: Vertragsverlängerung mit Ilkay Gündogan bis 2016 ist nur ein Pyrrhussieg

DSC07029 (580x435)Die Nachricht kam kurz vor dem gestrigen Pokalhalbfinale des BVB gegen den VfL Wolfsburg frisch auf den Tisch. Der BVB hat den zuvor bis 2015 laufenden Vertrag mit Ilkay Gündogan um ein Jahr, bis Sommer 2016) verlängert.

Was zunächst wie eine gute Nachricht für den BVB und seine Anhänger klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung jedoch als eine Art Pyrrhussieg der BVB-Verantwortlichen.

Seit Monaten rangen Michael Zorc & Co. darum den Vertrag mit dem Ex-Nürnberger vorzeitig zu verlängern, statt am Ende evtl. einem vorzeitigen Wechsel des Nationalspielers aus wirtschaftlichen Gründen bereits in diesem Sommer zähneknirschend zustimmen zu müssen.

Gündogan zierte sich, war zudem seit Anfang der Saison sportlich außer Gefecht. Nun, kurz vor Ostern, dann die Verlängerung um ein weiteres Jahr.

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Michael Zorc war als BVB-Sportdirektor nicht immer unumstritten

BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Quelle: Wikipedia: Foto: Christopher Neundorf Lizenz: CC-BY-3.0
BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Quelle: Wikipedia: Foto: Christopher Neundorf Lizenz: CC-BY-3.0

Am gestrigen Mittwoch konnte der BVB verkünden, dass der Vertrag mit Sportdirektor Michael Zorc vorzeitig bis Sommer 2019 verlängert wurde. Eine wahrlich gute Nachricht für alle BVB-Fans!

Auch ich habe mich gefreut das zu lesen, steht Michael Zorc doch seit Jahren für eine unaufgeregte, sehr erfolgreiche Arbeit auf dem Posten, passt er scheinbar perfekt zu Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp. Soweit also alles prima.

Was mir an der gestrigen Berichterstattung über die Vertragsverlängerung jedoch auffiel: Inzwischen wird vielfach offenbar total vergessen, dass Michael Zorc längst nicht immer so unumstritten in seinem Job als Sportdirektor war.

Zorc war auch schon in der Verantwortung als der Verein vor ca. 10 Jahren durch unzählige Fehleinkäufe und Missmanagement der Finanzen kurz vor dem ‚Aus‘ stand.

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