von der Leyen schätzt Datenschutz für sich

Ursula von der Leyen will das Fahrtenbuch nicht offen legen.

„Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) verweigert mit rechtlich zweifelhaften Argumenten die Einsicht in die Fahrtenbücher ihrer Dienstwagen“, schreibt der Stern und unterstützt damit sicher ohne bösen Willen ein ganz  erhebliches Missverständnis. von der Leyen hat genauso wenig wie Ulla Schmidt Dienstwagen, sie nutzt sie. Gehören tun die Wagen uns allen – Ursula von der Leyen auch, aber eben nur ein ganz kleines bisschen.
Was von der Leyen mit ihren Autos macht ist mir herzlich egal. Sie kann mit ihnen Kilometer schrubben wie sie lustig ist, sie kann sie aber auch in der Garage verrotten lassen. Was von der Leyen mit einem Auto macht, das ich über meine Steuern mitfinanziere interessiert mich indes schon, denn im Zweifelsfall gebe ich mein Geld lieber für mich aus als für von der Leyen oder Ulla Schmidt.
Von da an ist es eine Frechheit, wenn von der Leyen den Einblick in die Fahrtenbücher mit dem Argument verweigert, es könnten zu viele personenbezogene Daten bekannt werden. Wenn sie das nicht will, soll sie ihr privates Auto benutzen. Wer ein Auto nutzt dass wir bezahlen, wird sich einen Blick in die Fahrtenbücher schon gefallen lassen.

Dir gefällt vielleicht auch:

5 Kommentare

  1. #1 | Banger sagt am 29. Juli 2009 um 16:17 Uhr

    Das Fahrtenbuch darf kein rechtsfreier Raum sein.

  2. #2 | Bukard Schulte-Vogelheim sagt am 30. Juli 2009 um 11:35 Uhr

    Wo die Dame Recht hat, da hat sie Recht. Zu messen ist sie, wie sie ihr Ressour verwaltet, Nebensachen sind uninteressant. Das Gleiche gilt für Ulla Schmidt. Wo kommen wir hin, wenn nicht die versemmelte Gesundheitsreform z.B. infrage gestellt wird, sondern ein zweifelhaftes Privileg, welches evtl. nicht ordnungnsgemäß abgerechnet wurde?

    Sollen ernsthaft Gestalten wie Thilo Sarrazin der Maßstab sein? Jenen Thilo, der sich nie von seiner Herkunft löste, dort, wo man nie alleine war, dort, wo es nicht gut roch, dort, wo man nicht hungerte, aber auch nie satt wurde?

    Thilo Sarrazin, dem dieses Milliö zum Maßstab wurde. Thilo Sarrazin, der im schlecht sitzenden Anzug sehr glaubhaft den Fraß der Unterschicht als seinen Maßstab exhibitionierte, seinen Maßstab für Kultur, seinen Maßstab für Menschenwürde. Das kann es nicht sein.

    Frau von der Leyen, die Zensursula, wuchs auf in einem erzkonservativen Elternhaus, dem Hause Ernst Albrechts und seiner Frau Heidi-Adele. Ernst Albrecht, gut bezahlter Bahlsen-Manager („Graf Keks“), der in fataler Weise seine Familie der Öffentlichkeit preisgab als Muster konservativer Familienpolitik. Ernst Albrecht, im Kreise seiner Lieben beim Familienkonzert, so ungezählt in den Schmuddel-Medien der 1970er Jahre vorgeführt, Ernst Albrecht, den die Gnade der Demenz daß Vergessen einer barbarischen Erziehungspolitik im konservativ/christlichen Milliö vergessen ließ.

    Was nun bringt uns die Zensursula? Hat sie gelernt, daß es barbarisch ist, Kinder als Strafmaßnahme ohne Handschuhe Brennesseln pflücken zu lassen? Hat sie gelernt, daß Kinder Persönlichkeiten sind, deren Talente Förderung und nicht Zuchtmittel verlangen? Persönlichkeiten, denen die Gesellschaft die Zukunft schuldet?

    Oder lügt sich die Dame, wie schon vor ihr Eva Herrmann, ein reaktionäres Familienbild in die Tasche? Ein Familienbild, wie im Hause Ernst Albrecht. https://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=40349345&aref=image035/E0519/PPM-SP197902200210023.pdf&thumb=false

    Das alleine, kann der Maßstab sein. Und da sieht es trübe aus, was die Kompetenz der Ministerin angeht. Der Wähler möge entscheiden, Thilo Sarrazin und Frau Heidi-Adele oder die frei Entfaltung der Persönlichkeit. Der Persönlichkeit erst Recht der Kindsr. Der Kinder, die nun wirklich nicht für die Neurosen ihrer Eltern haftbar zu machen sind.

  3. #3 | Rot steht uns gut sagt am 30. Juli 2009 um 20:32 Uhr

    Falsches Spiel mit Ulla Schmidt…

    Ulla Schmidt (SPD)Seit einigen Tagen ist die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) scharf in der öffentlichen Kritik.
    Sie hatte in ihren Urlaub einen Dienstwagen mitgenommen, da sie dort auch dienstliche Termine absolvierte. Dieser wurde dort…

  4. #4 | Falsches Spiel mit Ulla Schmidt sagt am 4. April 2010 um 17:42 Uhr

    […] beispielsweise Ursula von der Leyen (CDU) die Freigabe ihrer eigenen Fahrtenbücher (siehe diesen Bericht der Ruhrbarone) und Angela Merkel (CDU) lässt sich laut diesem Blogbeitrag mit einem Learjet der Flugbereitschaft […]

  5. #5 | Ursula von der Leyen zensiert nun auch Bücher sagt am 16. April 2010 um 11:28 Uhr

    […] Platz für jedes noch so winzige Detail der Karriere Ulla Schmidt. Ursula von der Leyen hingegen entdeckt den Datenschutz für sich und verweigert Einsicht in ihre Fahrtenbücher, verpasst damit also auch ihre Behauptung – […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.