Wahnsinnstrip ins EU-Parlament…

Herr Sonneborn geht nach Brüssel: Ein episches Meisterwerk. Eine Liebeserklärung an Europa.
Episch: Herr Sonneborn geht nach Brüssel…

Endlich verstehen, wie in Europa Politik gemacht wird: Im Jahre 2014 war die Überraschung bei der Europawahl perfekt: Martin Sonneborn schaffte als Spitzenkandidat der Partei Die PARTEI den Sprung ins Europäische Parlament.

Martin Sonneborn, Satiriker und Journalist, hat beruflich eine eindrucksvolle Vergangenheit:

Chefredakteur beim Satiremagazin Titanic, Mitwirkender bei der heute Show des ZDF und verantwortlich für die damals noch existierende Satirerubrik Spam im Onlineangebot vom SPIEGEL.

Politisch startete Martin Sonneborn mit dem – ursprünglichen – Satireprojekt DIE PARTEI. Diese Gründung von Martin Sonneborn und Redaktionskollegen der Titanic hat sich ja zwischenzeitlich professionalisiert. Als Vorsitztender der PARTEI und Spitzenkandidat dieser zur Wahl des Europäischen Parlaments, zog er 2014 ins EU-Parlament ein. Medial hat Martin Sonneborn seine Anfangszeit in der europäischen Politik bei SPIEGEL.TV in der Reihe Sonneborn rettet die EU verarbeitet.

Seine bisherigen Erfahrungen in der europäischen Realpolitik, hat Martin Sonneborn in seinem Anfang März erschienenem Buch Herr Sonneborn geht nach Brüssel – Abenteuer im Europaparlament niedergeschrieben.

Ein Interview mit Martin Sonneborn – in der Rheinischen Post von Anfang März 2019 – hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht.

Martin Sonneborn hat seine Erlebnisse in der europäischen Politik in Herr Sonneborn geht nach Brüssel chronologisch aufgearbeitet.

Und ja: Das Buch ist saukomisch.

Ein pures Vergnügen, bei dem zugleich Mängel in der EU aufgezeigt werden.

Ich habe mir beim Anhören des Audiobooks bei interessanten, bemerkenswerten und verstörenden Stellen – die eigentlich zitiert gehören –  ein Lesezeichen gesetzt um diese hier zu verarbeiten. Von dieser Idee habe ich, nach Durchhören des Buchs, Abstand nehmen müssen – weil dieser Artikel sonst jeden vernünftigen Rahmen gesprengt hätte. *Zwinkersmiley*

Martin Sonneborn: Rettung für die EU; Foto: Martin Sonneborn
Martin Sonneborn: Rettung für die EU; Foto: Martin Sonneborn

Meine Kritik an Herr Sonneborn geht nach Brüssel: Abenteuer im Europaparlament bezieht sich auf das Audiobook – das vermutlich spaßiger rüberkommt als die Print- und Ebookversion, da der Sprecher (Martin Wehrmann liest!) ziemlich gut den Sprechstil des Führers imitiert: Kommt gut an, besonders  an der Stelle in der dem Vertreter der NPD im EU-Parlament, Udo Voigt, die Worte Fuck freiheitliche demokratische Grundordnung in den Mund gelegt werden. Für diese Stelle im Buch hat sich der Kauf des Audiobooks schon gelohnt. Auf seinen „irren Sitznachbarn“, Udo Voigt, geht Martin Sonneborn – was nicht verwundert – öfter im Buch ein:

Endlich große Pause! Das Plenum leert sich. Ich warte bis nur noch ein paar Putzfrauen anwesend sind und schlendere dann zum Sitzplatz von Udo Voigt, NPD. Mal nachschauen ob er schon ein paar Hakenkreuze in seinen Tisch geritzt hat oder Kritzeleien: Fuck freiheitliche demokratische Grundordnung – sein Pult ist, wider erwarten, tadellos. Ich kontrolliere kurz seine Notizen, aus denen man lediglich ersehen kann, dass er beflissen mitschreibt. Vor Abstimmung: Panoramafoto. Grundwerte plus Menschenrechte für Mittwoch vorbereiten. Voigt beherrscht die deutsche Rechtschreibung in großen Teilen und wirft wichtige Funktionsträger zielsicher durcheinander…. … Die Zeitung, die unter dem Tisch hervorragt, sieht eindeutig nach „Junge Freiheit“ aus, erweist sich aber beim herausziehen überraschenderweise als… taz. Sollte Voigt langsam senil werden? Ein Blick auf den aufgeschlagenen Artikel beruhigt mich: Hakenkreuze auf der Schulbank, lautet die Überschrift. Voigt bildet sich also lediglich weiter und ist völlig klar im Kopf.

Unpegelbare Sitznachbarn aus der Hölle…

Auch andere irre Sitznachbarn – die bei Serienabstimmungen gegenüber dem Autor ihren Vorteil ihres durchtrainierten rechten Armes ausspielen können (*Zwinkersmiley*) – von Martin Sonneborn finden im Buch ihre wohlverdiente Erwähnung: Sitznachbarn, die z.B. der griechischen Partei Goldene Morgenröte angehören. Einer Nazipartei, die zur Lösung der Flüchtlingskrise vorgeschlagen hat, diese durch die Verwendung von Tretminen an den Außengrenzen der EU zu lösen. Sitznachbarn von UKIP, die den Brexit im Jahre 2016 populistisch vorangetrieben haben.

Der Stil, den Martin Sonneborn bei seinen Erfahrungsberichten mit den irren Rechtsradikalen nutzt, ist extrem humorvoll. And YES, Ladies and Gentlemen:

It’s really the original and fucking great Titanic-Style!

Auf dem Weg zu meinem Sitzplatz fällt mir auf, dass kaum Kollegen vor Ort sind, aber unter den wenigen Anwesenden befinden sich alle meine irren Nachbarn: Die komplette FPÖ-Mannschaft, Udo Voigt und mehrere Vertreter der AfD. Vor irgendeinem Antrag der Radikalen am nächsten Tag, gibt es offenbar die übliche Aussprache und der rechte Flügel hält ein paar seiner Einminutenreden, die nur sehr geringe Chancen haben in die Geschichtsbücher einzugehen. Der Anblick der Rechtsradikalen, mit ihren altmodischen EU-Plastikkopfhöhrer, erinnert mich an Bilder von den Nürnberger Prozessen. Da möchte ich mich nicht nicht einreihen.

Martin Sonneborn: Leidenschaftliches Plädoyer für Europa!
Martin Sonneborn: Leidenschaftliches Plädoyer für Europa! Foto: Marin Sonneborn

Martin Sonneborn ist in bewegten Zeiten ins EU-Parlament gewählt worden:

Die Flüchtlingskrise, der Konfrontationskurs des türkischen Despoten Recep Tayyip Erdoğan, der Brexit, der Konflikt mit Russland wegen der Krimkrise, der Wahlsieg von Donald Trump in den USA und der zunehmende Erfolg von Rechtspopulisten und Europagegnern – um nur einige Themen zu nennen, die Europa seit 2014 extrem tangier(t)en.

Natürlich sind auch andere Kollegen Persons of Interest in dem Buch: Sonneborn grillt Oettinger – war die Schlagzeile in vielen Medien, nachdem der Autor den ehemaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg,  Günther Oettinger (CDU) mit einer einminütigen Frage, als dieser für den Posten als Digitalkommissar kandidierte, ins Schwitzen brachte. Günter Oettinger nahm es mit Humor.

Auf seine Erfahrungen mit ihm geht geht Martin Sonneborn ebenso ein, wie auf Erfahrungen mit Martin Chulz – der Autor hat Martin Schulz für alle Zeiten bei Comedians mit diesem Namen verewigt. Elmar Brock (CDU) – von Sonneborn permanent Elmar Brocken genannt („Ostwestfälischer Choleriker“ der wohl hin und wieder mit Schuhen nach seinen Praktikanten wirft! Die endgültige Demütigung sei dann, dass die Beworfenen ihm die Schuhe wieder anziehen müssen.) ist – zumindest offiziell – kein großer Fan von Martin Sonneborn und der Partei Die PARTEI. Er ist öfter Thema im Buch, genau wie Axel Voss (CDU), der aktuell wegen der EU-Urhebrerrechtsreform in der Kritik steht:

Ein paar Studenten aus NRW treten auf Büroleiter (Dustin) Hoffmann und mich zu. Bitten um ein Gruppenfoto. Feixend teilen sie uns mit, dass sie mit einer Reisegruppe in Brüssel sind um einen CDU-Abgeordneten zu besuchen. Die Hälfte ihrer Gruppe sei tatsächlich – zumindest halbwegs – politikinteressiert. Die andere Hälfte hätte einfach billig nach Brüssel reisen wollen. Der Preis, den dann alle zu zahlen hatten, war die Teilnahme an einem zwanzigminütigen Vortrag des CDU-Parlamentariers Axel Voss. Der Vortrag sei aber gar nicht so langweilig gewesen wie befürchtet., weil Voss zehn Minuten lang relativ unmotiviert und emotionslos über AfD, PKK und Front National schwadroniert, den Rest der Zeit aber damit vollbracht habe, ansatzlos über die Faulheit des Abgeordneten Sonneborn zu schimpfen.

Mit satirischem Blick und mit genau der Art von Humor, die trockener rüberkommt als ein Martini, geht Martin Sonneborn routiniert cool und bissig auf diese Ereignisse ein.

Thematisiert wird natürlich auch der Bürokratie-Wahnsinn, den eine Institution von der Größe der Europäischen Union automatisch mit sich bringt. Herr Sonneborn bringt diese Auswüchse bemerkenswert witzig, meistens als Nebensätze zu anderen Themen, rüber: Eben mal kurz am Abend nach der Ankunft in Straßburg ins Parlament fahren und die Anwesenheitsliste unterschreiben, damit man noch das Sitzungsgeld für den Tag bekommt….

Klar: Der (legendäre) Geldverkauf der PARTEI – ein medialer und finanzieller Coup, mit dem Martin Sonneborn und seine Truppe den Goldverkauf der AfD parodierte und der zu einer (sinnvollen) Änderung bei den Regeln der deutschen Parteienfinanzierung führte – ist ebenso Gegenstand der Erzählung wie andere Scharmützel auf Nebenkriegsschauplätzen der politischen Auseinandersetzung. Das Thema Wiederaufbau der Mauer – eine originäre Forderung der PARTEI – ist ja inzwischen auch, im Rahmen der Flüchtlingspolitik, in der Realpolitik der EU angekommen. Wenn die Realität die Satire toppt, wie in diesem Fall, läuft wohl etwas falsch.

Unerschütterlicher Glaube an die Vision Europa!

Martin Sonneborn spricht, beim Komplex Abschottung gegen Flüchtlinge, pointiert aktuelle (problematische) Entwicklungen an.

Wofür man dem Autoren größten Respekt zollen muss: Martin Sonneborn zeigt Dinge auf, die in der EU schief laufen. Es legt den Finger in die Wunde. Im Gegensatz zu Rechtspopulisten, die den Patienten EU am liebsten sterben lassen wollen, glaubt Martin Sonneborn an die Idee Europa und will die EU gesunden lassen. Martin Sonneborn macht Lust auf Europa. Sein Engagement, gegen die kürzlich beschlossene Urheberrechtsreform der EU, unterstreicht diese Leidenschaft. Und ja: Er nutzt das Stilmittel der Satire, um auf Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen. So forderte er den Ausschluss Irlands aus der EU. Hintergrund: Der US-Konzern Apple, der bekanntlich auch in der EU massive Gewinne einfährt, zahlte am europäischen Standort keine Steuern.

Ebenso werden vom MdEP Sonneborn die unterschiedlichen Maßstäbe, die Brüssel bei der Verletzung von EU-Verträgen anlegt, kritisiert:

Die Kommission geriert sich gerne als Hüterin der EU-Verträge. Aber sie hütet nicht sorgsam. Während anderen Ländern radikale Sanktionen drohen, dürfen die  Franzosen seit Jahren ungestraft die sogenannten Stabilitätskriterien verletzen. Und jetzt hat Juncker, bei einem Treffen französischer Bürgermeister in Paris auf die Frage nach dem Grund geantwortet: Weil es Frankreich ist.

Verstörende Einblicke…

Neben irritierenden Aussagen über die „Bezahlung“ – eben mal kurz nach der Ankunft im Parlament unterschreiben um Sitzungsgeld zu kassieren – und Lobbyismus, gibt es eine Stelle im Buch die ziemlich verstörend rüberkommt.

Es geht um eine Rede von Papst Franziskus im EU-Parlament, in der vom Heiligen Vater auch die Flüchtlingskrise thematisiert wurde:

Der Papst hält eine gute, humanistische und vielbeklatschte Rede im Parlament. Er kritisiert unseren unhaltbaren Überfluss und fordert auf, korrekte, mutige und konkrete politische Maßnahmen zu ergreifen, die den Herkunftsländern der Flüchtlinge, bei der Überwindung der internen Konflikte, dem Hauptgrund dieses Phänomens helfen, anstatt Politik der Eigeninteressen zu betreiben, die diese Konflikte steigert und nährt.

Es sei notwenig auf die Ursachen einzuwirken – und nicht nur auf die Folgen. Was für eine fulminante Kritik.

Ich wüsste gerne, wieviele der Abgeordneten die angesprochen sind, sich angesprochen fühlen. Dem Applaus nach zu urteilen, den der Papst erhält: Zu wenige.

Der Papst bekommt Applaus: Es ist irritierend…

Aber es geht noch weiter. Von mehreren Seiten aus, gewinnt man den Gesamteindruck der Müdigkeit, der Alterung.

Die Impression eines Europas, das Großmutter und nicht mehr fruchtbar und lebendig ist. Demnach scheinen die großen Ideale die Europa inspiriert haben, ihre Anziehungskraft verloren zu haben – zugunsten von bürokratischen Verwaltungsapparaten seiner Institutionen.

Obwohl der Papst seine EU gerade mit einer toten Großmutter verglichen hat, bedankt sich Martin Chulz für eine politiche Rede, die Orientierung bietet in einer orientierungslosen Zeit.

Warum wird sie dann keine Auswirkungen auf die Europapolitik haben?

Und warum bezeichnet er sie nicht lieber als päpstliche Rede, das kann er korrekt aussprechen.

Ich feiere Martin Sonneborn für diese Schilderung. Es gibt zahlreiche Stellen wie diese, in denen Widersprüche und Wahnsinn in der heutigen Europapolitik plastisch dargestellt werden. Und man spürt bei der Lektüre – bzw. beim Hören – dass es dem Autoren bierernst ist mit der Bekämpfung dieses Wahnsinns.

Auch Politiker anderer Fraktionen danken Martin Sonneborn für seine poliltische Arbeit!
Auch Politiker anderer Fraktionen danken Martin Sonneborn für seine poliltische Arbeit!

Liebeserklärung an Europa!

Das Buch weckt Interesse an der Europapolitik, zeigt Einfluss von Lobbyisten auf – und ist ein einziges und einzigartiges Plädoyer für ein vereintes Europa.

Irgendwann im letzten Jahr – ich konnte den Artikel über Google leider nicht mehr finden – habe ich einen Bericht einer Schülerin gelesen, die auf Einladung von Martin Sonneborn das EU-Parlament besucht hat. Und dadurch ihr Interesse an der Politik allgemein und an der  Europapolitik im Besonderen gefunden hat.

Ein weiterer Gedanke, der mir bei Herr Sonneborn geht nach Brüssel – Abenteuer im Europaparlament in den Sinn kommt: Ich war vor einigen Tagen mit dem Kollegen Robin Petzwaldt bei einer Veranstaltung der AfD in Waltrop.

Alexander Gauland sprach dort von dem Europa, das er möchte: Also weg von einem gemeinsamen Parlament. Weg von einer gemeinsamen Politik. Laut Alexander Gauland, hat „dieses Europa“ nichts zu tun mit dem Europa welches Charles de Gaulle und Konrad Adenauer im Sinn hatten. Übliche Rhetorik der Rechtspopulisten also.

Manifest für die europäische Idee…

Ich bin kein Fan der CDU, kein Fan von Helmut Kohl: Aber sein Engagement für Europa – das sich auch in einer Freundschaft zum damaligen französischen Staatspräsidenten Francois Mitterand widerspiegele – respektiere ich. Es wäre vermessen und unseriös, Martin Sonneborn in einem Atemzug mit de Gaulle, Adenauer, Mitterand und Kohl zu nennen. In Herr Sonneborn geht nach Brüssel – Abenteuer im Europaparlament geht er auch – mit einer guten Prise Selbstironie – auf seine politische Sacharbeit ein: Die nicht so sein Ding zu sein scheint.

Während ich diesen Artikel schreibe – es ist 00:10 –  läuft auf  RTL gerade Fifty Shades of Grey. Bei einigen Anhängern von BDSM dürfte dieses Werk als Zeichen ihrer Vorliebe im Regal zu finden sein.

Bei Anhängern des Kommunismus dürfte man, neben dem bekanntesten Werk aus den Marx-Engel-Werken (MEW) Das Kapital auch das Manifest der kommunistischen Partei im Bücherregal finden.

Bei Anhängern der Idee gemeinsames Europa – der Generation, die aktuell bei Friyday for Future auf die Straße geht und bei den Bots, die wochenlang gegen Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform protestiert haben  – dürfte

Herr Sonneborn geht nach Brüssel: Abenteuer im Europaparlament

irgendwann eine ähnliche Funktion einnehmen. Ein episches Meisterwerk für Europa.

Nicht wegen  einer Vision – die eben Mitterand, de Gaulle, Adenauer und Kohl hatten.

Sondern als leidenschaftliche Liebeserklärung an eine großartige Idee.

Ich habe keine Ahnung welchen Lernstoff in Schulen zum Thema Europapolitik zum Einsatz kommt: Teile dieses Werks würden aber, bei der bildungsmäßigen Vermittlung der Idee Europa im Politikunterricht, definitiv dienlich sein.

Als Verteidigung einer Idee, die heuer durch die Rattenfänger und Rechtspopulisten von AfD, FPÖ, UKIP und anderen EU-Feinden bekämpft wird.

Gerade in der heutigen Zeit, ist eine Liebeserklärung an die Idee Europa in dieser Art nicht zu unterschätzen.

Fazit: Das Buch ist geil! Extrem lesens- bzw. hörenswert!

Im gut  lokalen Buchhandel oder im Internet zu kaufen:

Herr Sonneborn geht nach Brüssel: Abenteuer im EU-Parlament

Alternativanbieter um Herr Sonneborn geht nach Brüssel käuflich zu erwerben…

Print (400 Seiten, 18 Euro):

Weltbild-Verlag + Bücher.de + ThaliaMoluna.de +  MediMops

Audibook (7:42h):

Weltbild-Verlag + Bücher.de + ThaliaMoluna.de

E-Reader (16,99 Euro):

Weltbild-Verlag + Bücher.de + Thalia

In der heute-show berichtete Martin Sonneborn am 12.04.2019 über seine Zeit im EU-Parlament. Als Vorgeschmack auf Herr Sonneborn geht nach Brüssel:

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thomas weigle
thomas weigle
5 Jahre zuvor

Auch wenn man sich vor Begeisterung überschlägt, zu einer vernünftigen Buchbesprechung gehören auch Preis, Seitenzahl und ISBN-Nr. Als damaliger Wähler von Herrn Sonneborn finde ich, dass das der Herr Sonneborn und seine Leser/Wähler auf jeden Fall verdient haben.
Und: kandidiert er denn wieder?

Helmut Junge
5 Jahre zuvor

Es scheint die große Zeit der politischen Komiker oder besser Satiriker gekommen zu sein. Also "Die Partei", wenn ich sie nicht schon damals gewählt habe. Zumindest hatte es mir so ein Polittest geraten.
Und medial hat sie kürzlich sogar der AFD das Wasser abgegraben. Das hat noch keine altkluge Partei hingekriegt.

Helmut Junge
5 Jahre zuvor

Peter Ansmann
Nicht weniger treffend:
Dario Fo "Satire ist die Waffe des Volkes, sie ist der höchste Ausdruck des Zweifels, die wichtigste Hilfe der Vernunft"

Helmut Junge
5 Jahre zuvor

Peter Ansmann, zur Weltbühne. Müßte dich interessieren. guck mal den Link zur Blauen Bude am 23. Mai, da wirst du deine Buchhandlung wiederfinden, mit mit übrigens.
https://www.blauebude.de/wp-content/uploads/2019/03/Termine_BB_2019-1halb.pdf

ke
ke
5 Jahre zuvor

Das Parlament der Parteisoldaten von der Liste ist doch eigentlich schon Realsatire.
Man geht zum Stempeln, kassiert und verschwindet.
Dann die offensichtliche Dummheit oder ein enormes Desinteresse bei den Beiträgen zur Artikel 13 Diskussion. Was sind eigentlich die Basisqualifikationen als Politiker? Was bringen die Berater? Können die Lobbyisten ihre Leute nicht besser schulen?

Diese Absurdität lässt sich als Komödie ertragen. Wenn dann Pipelines gegen Startup-Ausnahmen verhandelt werden, Parteien einerseits dafür stimmen, aber so richtig dagegen sind. ….

Die aktuell Politikergeneration ist in kürzester Zeit dabei, das Projekt EU zu zerstören. Wenn ich schon daran denke, dass ausgerechnet die Dänen sehr früh wieder Grenzkontrollen eingeführt hatten und jetzt einen (Wildschwein-)Zaun bauen.

Die Frage bleibt, welche Partei soll man bald wählen????

thomas weigle
thomas weigle
5 Jahre zuvor

@ Peter Ansmann Führt mich ein link zu Amazon, fühl ich mich gelinkt. Die kleine Mühe mit den drei Angaben sollte doch drin sein.

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[…] durchlese oder höre, dann war dieses Werk grandios. Bei Angela Merkel ist Hitlers Tochter und Herr Sonneborn geht nach Brüssel war dies z.B. der Fall, nicht unbedingt aufgrund des „reinen“ Inhalts, sondern auch […]

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[…] ein und wundert sich, weshalb die SPD im Bund nun anders abstimmt als die Fraktion der SPD im Europaparlament: Die Urheberrechsreform ist schließlich heute noch genauso schlecht gebaut wie bei der Abstimmung […]

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[…] die Die Rechte die Chance genutzt eine potenzielle Blutzeugin der Bewegung als Kandidatin für das Europäische Parlament ins Rennen zu […]

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5 Jahre zuvor

[…] die Die Rechte die Chance genutzt eine potenzielle Blutzeugin der Bewegung als Kandidatin für das Europäische Parlament ins Rennen zu […]

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[…] hab Schwein! Es ist Wahlkampfzeit. Vom Informatonstand der Piratenpartei Duisburg zur Europawahl, der mit genügend Distanz zum Katastrophengebiet aufgebaut ist, schaut Dirk Küsters vorbei. […]

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[…] thematisiert. Nico Semsrott, zweiter Spitzenkandidat zur diesjährigen Europawahl der PARTEI neben Martin Sonneborn, spricht ein Problem an, dass vor allem  CDU, FDP und CDU betrifft: Die mangelnde Popularität bei […]

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[…] wenigen Wochen erschien sein Buch Herr Sonneborn geht nach Brüssel, in dem er seine Zeit im EU-Parlament thematisiert. Auf eine nicht unwillige Art und […]

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[…] Nico Semsrott, Spitzenkandidat neben MdEP Martin Sonneborn (Vorsitzender der PARTEI) zur Wahl des EU-Parlamants, […]

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[…] morgen! Nach dem Rückzug von Andrea Nahles (SPD), kommt nun Bewegung in die deutsche Politik.  Martin Sonneborn (DIE PARTEI) bietet der  SPD die Fusion […]

Martin Gathmann
Martin Gathmann
5 Jahre zuvor

"Ich habe keine Ahnung, welcher Lernstoff in Schulen zum Thema Europapolitik zum Einsatz kommt: Teile dieses Werks würden aber, bei der bildungsmäßigen Vermittlung der Idee Europa im Politikunterricht, definitiv dienlich sein."

Teile des Buchs wurden bei meiner Tochter im Politikunterricht der Oberstufe verwendet. Bei einer Kursfahrt nach Berlin wurde anschliessend auch die PARTEI besucht.

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[…] Ruhrbarone hatten ein paar Fragen an Martin Sonneborn, Mitglied im Europäischen Parlament und Vorsitzender der Partei DIE […]

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[…] Ja, die Agenda ist, in diesen Tagen, mit Sicherheit verdammt lang für Martin Sonneborn (Vorsitzender der PARTEI). Die Wahlen in Weißrussland, die Coronakrise, die Sommerhitze, der Ausbruch des Vulkans Sinabung in Indonesien – sehr viele Baustellen für das junge Mitglied des Europäischen Parlaments. […]

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